Die Fahrradbranche erlebt einen Preissturz, der es Endverbrauchern im Jahr 2024 ermöglicht, E-MTBs zu erschwinglichen Preisen zu erwerben. Webshops und der stationäre Fachhandel locken zusätzlich mit Rabatten. Dies betrifft sowohl vollgefederte E-Mountainbikes (E-MTB Fullys) als auch E-MTB Hardtails.
Was ist ein E-MTB Hardtail?
Ein E-MTB Hardtail ist ein E-Mountainbike mit gefederter Frontgabel, aber ohne Hinterbaufederung. Besonders effizient sind Hardtail E-MTBs auf Anstiegen und im flachen Gelände. Diese Bauweise sorgt für eine direkte Kraftübertragung und ein geringeres Gewicht im Vergleich zu vollgefederten E-Mountainbikes (E-MTB Fullys). E-MTB Hardtails sind die perfekte Wahl für dich, wenn du ein vielseitiges Bike suchst, das sowohl im Alltag als auch auf Touren und im Gelände überzeugt.
E-MTB Hardtail Modelle wie das Cube Reaction Hybrid stehen für Innovation, Zuverlässigkeit und ein breites Einsatzspektrum - von sportlichen Ausfahrten bis zum täglichen Pendeln. Tipp: In aktuellen E-MTB Hardtail Tests schneiden Modelle mit Bosch Performance Line CX Motor und hochwertigen Akkus besonders gut ab.
E-MTB Fully Test: 4 Modelle unter 4000 Euro im Vergleich
Bis vor Kurzem schien es fast unmöglich, Kandidaten für eine Fully-Testgruppe bis 4000 Euro aufzutreiben. Nun kann man aus dem Vollen schöpfen. Versender justieren ihre Angebote fast tagesaktuell auf die aktuelle Marktlage ein. Und auch viele Fachhandelsmarken haben zu Beginn des Jahres ihre Preise für Fahrräder nochmals reduziert.
So kostet das günstigste E-Bike in diesem Test nur noch 3199 Euro: das Radon Render AL 7.0 750, und zwar mit Bosch CX und 750-Wh-Akku. Bosch Performance CX und 750er-Akku für 3199 Euro - das war in den letzten Jahren undenkbar. Das Radon Render AL kann´s liefern. Zur Erinnerung: Das YT kommt im edlen Kohlefaseroutfit.
Auch auf der Suche nach Modellen von Fachhandelsmarken lohnt es sich, den Markt zu beobachten. Beispielsweise war das Conway eWME letztes Jahr noch mit 4999 Euro eingepreist. Angesichts verhaltener Nachfrage reduzierten die Niedersachsen den UVP um satte 1000 Euro. Und wer im Internet etwas recherchiert, kann das Conway-All-Mountain noch günstiger ergattern. Wir haben es bei einem Onlinehändler schon für 3200 Euro gesichtet. Vorgänger-Motor Shimano EP8 statt EP 801: vermutlich mit ein Grund für den Preisnachlass. Das Conway eWME 3.9 wurde vom Hersteller um 1000 Euro reduziert - ein starkes Angebot.
Vom günstigsten Preis allein werden Sie Ihre Kaufentscheidung aber nicht abhängig machen, schon gar nicht, da mit dem YT ein Kandidat quasi außer Konkurrenz mitfährt. Alle anderen Bikes rangieren in einer Federwegsklasse und zielen entsprechend auf den Touren- und Trailbiker, wobei das Radon mit nur 140 mm am Hinterbau etwas weniger Hub bietet als Conway (155 mm) und Rockrider (150 mm). Mit 170 mm Federweg ist das Enduro den All-Mountains in diesem Test in den Bergabdisziplinen überlegen.
Außer Konkurrenz: Das YT Decoy Core 1 MX ist als Enduro deutlich üppiger mit Federweg bestückt, als die drei Kontrahenten. Bergab geht hier mehr. Überraschungskandidat: Das neue Rockrider E-Feel 700 S kann mit richtig ausgewogenen Eigenschaften punkten.
Die Motoren der Testbikes
Shimano EP6, Shimano EP8 oder Bosch Performance CX? Den Charakter der Motoren haben wir in der Bildergalerie zusammengefasst.
Die Ausstattung der Testbikes
In Sachen Ausstattung muss man in dieser Preisliga freilich einige Abstriche machen. Echte Fehlgriffe gibt es aber wenige. Einzig die Stahlfederforke im Radon fällt in der Konkurrenz deutlich ab. Alle anderen Kandidaten setzen auf Shimano-Antriebe. Dafür bietet der Bonner Versender mit Bosch CX und 750er-Powertube-Akku ein pralles Antriebspaket, das Leistung, Reichweite und dynamisches Fahrgefühl auf Topniveau garantiert.
Eine reichweitenstarke Kombi steckt im Conway. Der EP8 schafft mit der 720er-Darfon-Batterie über 1600 Höhenmeter im Boost-Modus, bleibt aber in Sachen Leistung hinter dem Bosch zurück. Vergleichbare Leistung bietet der EP6 in YT und Rockrider. Das Innenleben entspricht Shimanos Premiumaggregat EP801, allerdings ist er gut 300 Gramm schwerer und auch 100 Watt schwächer. Im Rockrider wird der EP6 von einem 630 Wh großen Shimano-Akku gefüttert, im YT muss er sich mit einer 540 Wh kleinen Batterie begnügen.
Tops & Flops
Sinnvolle Ausstattung, clevere Details oder eine gute Reichweite bringen echten Mehrwert im Bike-Alltag. Doch es gibt auch richtig nervige Bugs. Wir zeigen die Tops und Flops an unseren Testbikes in der Bildergalerie.
Goldene Zeiten für Schnäppchenjäger
Die Preise für E-Mountainbikes purzeln scheinbar ins Bodenlose. Dabei lohnt es sich, den Markt zu beobachten und im rechten Moment zuzuschlagen - denn die Preise variieren stark. Beispielsweise hatte das Conway ehemals einen UVP von 4999 Euro. Nun gibt der Hersteller einen UVP von 3999 Euro an, im Netz fanden wir aber Angebote bis 3200 Euro. Das günstigste Bike in diesem Test ist das Radon Render AL 7.0 750 mit nur noch 3199 Euro. Und mit 625-Wh-Akku kostet das Bike derzeit nur noch 2999 Euro! Drittes Beispiel für die volatilen Preise: YT. Für das Carbonenduro Decoy Core 1 MX musste man ehemals 4999 Euro aufs Konto des Versenders überweisen. Zwischenzeitlich verlangten die Forchheimer nur noch 3299 Euro - das sind 34 Prozent Rabatt.
Ranking
Die folgende Tabelle zeigt die Rankings der getesteten E-MTBs in verschiedenen Kategorien:
| Kategorie | Platz 1 | Platz 2 | Platz 3 | Platz 4 |
|---|---|---|---|---|
| Downhill | YT Decoy Core 1 MX | Rockrider E-Feel 700 S | Conway eWME 3.9 | Radon Render AL |
| Trail | YT Decoy Core 1 MX | Rockrider E-Feel 700 S | Conway eWME | Radon Render AL |
| Reichweite | Radon Render AL | Conway eWME | Rockrider E-Feel 700 S | YT Decoy Core 1 MX |
In schwierigen Uphills ist das Rockrider souveräner unterwegs als die Konkurrenz. Dank Klettergeometrie, zentraler Fahrposition und guter Traktion. Stunts und harte Abfahrten? Hier kann dem federwegsstarken Enduro kein anderes der günstigen Testbikes das Wasser reichen. Trotz hohem Gewicht lässt sich das YT Decoy auf dem Trail sehr gut handeln. Auf langen Touren ist die Reichweite des Radon Render AL mit großem Bosch-Akku in diesem Test unerreicht.
Der Testsieger
Das Rockrider E-Feel 700 S sammelt mit einer ausgewogenen Performance und guten Geländeeigenschaften die meisten Punkte aller Testbikes und wird damit zum Testsieger in unserem EMTB Vergleich.
Worauf sollte man beim Kauf eines E-MTBs achten?
Die Preisspanne von E-MTBs ist riesig. Sie reicht in etwa von 1000 Euro bis 16.000 Euro. Da fragt man sich als Anfänger schon, wie viel kostet eigentlich ein gutes E-MTB?. Wir könnten es uns einfach machen und sagen: “Mindestens 2300 Euro muss man für ein gutes E-MTB investieren.“ Doch so einfach ist es nicht. Deshalb schauen wir uns die Preisrange für gute E-MTBs in dieser Kaufberatung von emtb-test.com differenzierter und genauer an. Zuerst klären wir, wodurch sich teure E-MTBs von günstigen unterscheiden.
Motor und Akku
Der E-MTB Motor und Akku gehört dabei gar nicht zu den größten Preistreibern. Denn es gibt günstige und Highend E-MTBs mit denselben Bosch-Motoren und Akkus. Denn oft haben große Hersteller wie Bosch, Shimano oder Yamaha verschiedene Versionen ihrer E-MTB Mittelmotoren. Die teuren E-MTB-Antriebe sind leichter, stärker und besitzen größere Akkus. Der Motor ist ein großer Kostenpunkt bei den EMTBs, er ist aber nicht die alleinigen Preistreiber bei den E-Mountainbikes. Es gibt günstige EMTB Hardtails ab 2300 € mit dem hochwertigen Bosch Performance CX Motor. Beim Akku hingegen gilt ganz klar: Je mehr Kapazität ein E-MTB Akku hat, desto teurer wird er.
Rahmenmaterial
Zweiter entscheidender Punkt für den E-MTB-Preis ist das Rahmenmaterial. Soll der Rahmen leicht sein, greifen die Hersteller zu Carbon. Deshalb findet man Carbon-Rahmen auch erst in E-MTBs ab 4000 Euro. Günstigere E-Mountainbikes besitzen Rahmen aus Aluminium.
Ausstattung
Das dritte Merkmal, das teure E-MTBs von günstigen Rädern unterscheidet, ist die Ausstattung - also Komponenten wie Schaltung, Fahrwerk oder Bremsen. Denn diese Anbauteile produzieren die E-MTB Hersteller - egal ob Cube, KTM oder Haibike - nicht selbst. Aber Vorsicht: Alleine der Markenname ist noch kein Qualitätssiegel. Ganz konkret bedeutet das: Die hochwertigen Schaltungen haben mehr Gänge und funktionieren präziser. Die teuren Federgabeln fürs E-MTB funktionieren feinfühliger und lassen sich umfangreicher einstellen. Je teurer ein E-MTB ist, desto hochwertigere Komponenten werden verbaut.
Achte lieber auf robuste, speziell fürs E-MTB entwickelte Komponenten. Discounter und Baumärkte locken immer wieder mit billigen E-MTBs unterhalb der 1500-Euro-Preisgrenze - auch E-Mountainbikes sind darunter. Diese schweren E-MTBs zum günstigen Preis vom Discounter eignen sich meist nicht für den sportlichen Einsatz. Auch was die Langlebigkeit angeht, wird man mit diesen Schnäppchen-Angeboten nicht glücklich.
Preisklassen und ihre Merkmale
- Solide E-MTBs mit Aluminium-Rahmen und kleineren Akkus (ca. 400-500 Wh): Die Ausstattung fällt eher zweckmäßig aus und eignet sich für leichtes Gelände und die Alltagsnutzung. Akku und Motor sind bei den soliden Alu-E-MTBs meist nicht besonders in den Rahmen integriert.
- Mittelklasse E-MTB Hardtails: Größere Akkus (höhere Reichweite), und schicker in leichtere Aluminium-Rahmen integrierte Akkus und Motoren. Auch Komponenten wie Federgabel, Bremsen oder Reifen sind wertiger (bessere Funktion, weniger Gewicht) als bei Einsteiger-Bikes. In Summe ist das Preis-Leistungs-Verhältnis meist sehr gut.
- E-MTB Fullys unter 4000 Euro: Wer unbedingt ein vollgefedertes E-MTB und keine Unsummen ausgeben will, ist hier richtig. Man bekommt bereits die Top-Motoren mit 600-700 Wh-Akkus. Die E-MTBs aus Aluminium haben bewährte Fahrwerke, kräftige Bremsen oder Teleskop-Sattelstützen.
- Teure E-MTB Hardtails: Die teuersten E-MTB Hardtails kommen mit Carbon-Rahmen, in die die kräftigsten Top-Motoren und großen Akkus (700 Wh) integriert sind. Auch die übrige Ausstattung ist meist Oberklasse. In dieser Preisklasse darf man bei den meisten E-MTBs modernste Motoren, große Akkus, einen Carbon-Rahmen und eine Top-Ausstattung erwarten.
- E-MTB Fullys ab 6000 Euro: E-MTB Fullys von exklusiven Marken wie Specialized, Yeti oder Rocky Mountain stehen auch zur Wahl, allerdings meist nur mit Mittelklasse-Komponenten. Bei deutschen Herstellern wie Cube, Canyon oder Radon bekommt man oft schon die Top-Modelle mit feinster Ausstattung. Auch Light E-MTBs mit Carbon-Rahmen kommen ins Spiel, da sie auf ein besonders niedriges Gewicht getrimmt sind.
Gute E-MTB Hardtails um 2500 Euro
Die guten E-MTB Hardtails um 2500 Euro haben bereits hochwertige Mittelmotoren wie den aktuellen Bosch Performance CX-Antrieb oder Shimanos EP8-Motor verbaut. Die Akkus besitzen eine Kapazität von 500 Wattstunden, was eine ordentliche Reichweite (ca. Akku und Motor sind bei guten Modellen bereits schick und unauffällig in die Aluminium-Rahmen integriert. Bei den Komponenten wie Schaltung (9 Gänge), Bremsen (zwei Kolben) oder Federgabel (Stahl- statt Luftfeder) bekommt man solide, funktionelle Teile. Zudem ist die Ausstattung an günstigen E-MTBs oft schwer. Beim Gesamtgewicht landen gute E-MTBs um 2500 Euro bei etwa 22-23 Kilo. Für erste Geländeeinsätze ist das in Ordnung, für sportliches Mountainbiken oder Vielfahrer dagegen nicht.
E-MTB Marken und Modelle
Wir von emtb-test.com haben über 1000 E-Mountainbikes von 66 E-MTB Marken mit unserem innovativen und objektivem Testsystem bewertet. Hier eine Auswahl einiger Marken:
- Cube: Die E-MTB Hardtails der Reaction Hybrid-Serie gibt’s in verschiedenen Rahmenformen (Diamant/Trapez/Wave). Die E-MTBs mit ihrem guten Preis-/Leistungsverhältnis eignen sich für Damen und Herren. Sie sind ausschließlich mit Bosch-Motoren (Akkugrößen 500-750 Wh) ausgestattet.
- Raymon: Die HardRay E-MTBs des deutschen Bike-Herstellers sind solide E-Hardtails mit Yamaha-Motoren.
- Haibike: Der E-MTB Vorreiter aus Deutschland bietet mit dem Hardnine und Hardseven gute Einsteiger E-MTBs unter 3000 Euro an.
- Radon: Der Bonner Bike-Versender hat mit den Modellen ZR Team Hybrid (und ZR Lady Hybrid für Damen) und Jealous Hybrid gleich zwei günstige, gute E-MTB Hardtails im Angebot. Alle Radon E-MTBs sind mit den Bosch Performance CX Motor der neuesten Generation ausgestattet.
- Giant: Die Bike-Marke Giant zählt zu den größten Fahrradherstellern der Welt. Mit dem Talon E+ baut Giant ein gutes, günstiges E-MTB Hardtail für weniger als 2500 Euro. Der Syncdrive-Motor kommt von Yamaha, die Akkus der günstigen E-MTBs für Herren sind im Rahmen integriert. Als Pendant zum Giant Talon E+ findet man bei Giants Frauen-Marke Liv das Damen E-MTB Tempt E+.
- Bulls: Die Bike-Marke Bulls hat E-MTBs für Herren und Frauen in der Einsteiger-Klasse im Programm. Die E-Hardtail-Modelle heißen Copperhead EVO (E-MTB für Herren) und Aminga EVA (E-MTB für Frauen), sind mit Bosch Performance Line CX-Antrieb und im Rahmen integrierten Akkus ausgestattet.
Für gute E-MTBs musst du mehr als 2000 Euro ausgeben! Unter dieser Preisgrenze sollte man meistens die Finger von neuen E-MTBs lassen. Sinnvoll ausgestattete, gute E-MTB Fullys für den sportlichen Geländeeinsatz starten bei etwa 3300 Euro. Wer die neuesten Motoren, große Akkus und E-Mountainbikes bei gleichzeitig weniger Gewicht will, landet schnell bei 4000 Euro und mehr. Ab einem E-MTB-Preis von etwa 6000 Euro verlässt man langsam den Sektor der Vernunft.
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