E-Mountainbike Herren Test Vergleich: Die besten Modelle im Überblick

Immer wieder ab November trudeln sie ein in unserer Redaktion und bei unseren Testern: die neuesten E-Bikes aller Klassen. Für uns Tester - in diesem Jahr die ElektroRad-Redakteure Tobias Jochims und Stephan Kümmel, sowie zurück im ElektroRad-Team unser neuer/alter Test- und Technikleiter Georg Zeppin - bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres: der E-Bike Test 2025.

Wir arbeiten uns intensiv in die immer umfangreicher werdenden Apps ein, checken, welche Daten die Displays am Rad anzeigen, vergleichen Garantieleistungen der Hersteller, messen die Durchstiegshöhe, den Q-Faktor und die Lautstärke jedes Rads, wiegen es, betrachten im Dunkeln die Leistung der Lichtanlagen und schauen uns genau an, wie einfach etwa der Gepäckträger zu handhaben ist. Mehr als 120 Parameter umfasst unser Testschema.

Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, unsere wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Zwar haben wir es in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Zuletzt aber passten die Kategorien, die Bewertungsvorgaben und somit die Endergebnisse nicht mehr genau. Beispiel: Bisher haben wir Punkte nach der Akkugröße vergeben. Je mehr Wattstunden, desto höher die Punktzahl.

Nach einigen wirklich fiesen Monaten und einer epischen Rabattschlacht leeren sich die Lager der Fahrradhersteller und damit auch die Verkaufsräume der Händler. Das schafft Platz für Neues! Nachdem der Markt sehr zurückhaltend war, was Innovationen betrifft, drängen nun neue Modelle mit frischen oder komplett überarbeiteten Komponenten in den Handel.

Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung. Gleich eine ganze Reihe an Testrädern im Großen ElektroRad-Test (GERT) 2025 sind mit den intelligenten Getrieben ausgestattet.

Vor den jüngsten Rabattschlachten lag eine Phase, in der es preislich bei E-Bikes ausschließlich steil nach oben ging. Während der Pandemie waren viele von uns bereit, fast alles für ein Top-E-Bike hinzublättern. Und genau diese hochpreisigen Räder fanden sich folgerichtig im Großen ElektroRad-Test.

Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro. Das ist viel Geld. Doch genau hier bekommen Sie die attraktivste Mischung aus hochwertigen und innovativen Komponenten an clever zusammengestellten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimierten Bikes.

Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Dieses Konzept lockt zahlreiche Pendler, Tourenfahrer und sogar Radreisende an. Und - das beobachten wir immer wieder - auch Zweitkäufer überzeugt es.

Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland. Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV. Geländegängig, kraftvoll, aber oft eben auch schwer. So präsentieren sich die offroadtauglichen Tourenräder.

Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.

Alltag, Abenteuer, Alpenpässe - welches SUV E-Bike meistert wirklich alles? Wir haben die 10 spannendsten Modelle des Jahres getestet: Komfort meets Offroad, Commuting meets Gipfelsturm. Wer baut das beste E-Bike für alle Lebenslagen, den perfekten Allrounder, wer schafft das Triple A?

SUV E-Bikes sollen komfortabel wie City-Bikes, tourentauglich wie Trekkingräder und trailtauglich wie E-MTBs sein. Dazu Vollausstattung mit Gepäckträger, Lichtanlage und smarten Features on top. Kurz: das „Bike für alle Fälle“ - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Deshalb haben wir für euch diesen umfassenden SUV E-Bike-Vergleichstest durchgeführt - mit den spannendsten und relevantesten Modellen am Markt.

Viele Hersteller bieten SUV E-Bikes mit Diamantrahmen an, bei denen das Oberrohr tiefer angesetzt ist oder abgeschrägt verläuft. Rahmenform ist das eine - Gewicht das andere. Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Modell liegen fast 10 kg - so viel wie eine volle Kiste Äpfel vom Wochenmarkt.

Motoren und Antriebssysteme

Am Ende zählt das gesamte Bike - ABER: Das Motorsystem prägt den Charakter eines SUV E-Bikes maßgeblich mit. Schwere SUV E-Bikes brauchen kontrollierbare Power. Sie wollen nicht irgendwie, sondern mit Nachdruck den Berg hoch.

Beim Antrieb geht es längst nicht mehr nur um rohe Leistung. Wie sind die Bedieneinheiten am Lenker gestaltet, wie ist das haptische Feedback? Ist die Bedienung auch intuitiv? Wie gut lässt sich das Display ablesen - und welche Funktionen bringt es mit?

Oft übersehen - ähhh, überhört - wird die Geräuschkulisse. Wer regelmäßig auf langen Touren unterwegs ist, möchte nicht dauerhaft ein Suuuuurr im Ohr haben. Was das Thema angeht, haben der Bosch Performance Line CX und der Specialized 2.2 die Nase vor der Pinion-MGU, da die Motor-Getriebeeinheit - gerade in bergigem Gelände und bei kleinen Gängen - einen hohen Geräuschpegel hat. Der Bosch Performance Line CX Gen5 ist im SUV E-Bike-Segment nahezu allgegenwärtig. Und übrigens: Durch ein neues Software-Update wurde der ohnehin schon leistungsstarke Bosch-Motor nochmals gepusht.

Pinion MGU E1.12

Die vollständig im Motor integrierte 12-Gang-Getriebeschaltung der Pinion MGU ist zuverlässig vor Wind, Wetter und Schmutz geschützt. Lediglich der Riemen, der die Kraft ans Hinterrad überträgt, sollte nach jeder Ausfahrt kurz mit einem feuchten Lappen abgewischt werden - das war’s auch schon an Pflege. Die Kombination aus geschlossenem Getriebe und Riemenantrieb spart lästiges Kettenpflegen, es gibt keinen teuren Verschleiß von Kettenblatt, Kassette und Kette, zudem entfällt das nervige Nachjustieren des Schaltwerkes.

Doch auch das hat seinen Preis: Wenn der Riemen reißt - was sehr selten, aber doch möglich ist - wird es auf Tour schnell kompliziert. Denn mal eben ein Ersatzteil aus dem Fahrradladen holen? Wenig Chance. Ersatz gibts nur beim Händler, der GATES-Riemen im Angebot hat oder online.

Akkukonzepte

In unserem Testfeld ist jeder Akku entnehmbar - ein klarer Vorteil für alle, die am Stellplatz keine Steckdose haben. Denn niemand will sein SUV E-Bike durchs Treppenhaus in den zweiten Stock tragen. Größe und Kapazität variieren je nach Hersteller: von Bosch mit der 250-Wh-PowerMore im Trinkflaschenformat bis zum 535-Wh-Klotz beim KETTLER PINNIATO FS Sport.

ABS am Fahrrad

Schon 2018, als Bosch das erste eBike ABS auf den Markt brachte, waren wir begeistert. Besonders hilfreich ist das System auch, wenn mal jemand anderes mit dem Bike unterwegs ist: Ein Freund, der selten Rad fährt oder keine Erfahrung mit verschiedenen Untergründen hat, bekommt durch das ABS eine wertvolle Unterstützung. Aber auch für erfahrene Fahrer kann ABS Gold wert sein - etwa in hektischen Alltagssituationen und auf rutschigem Untergrund.

Zulässiges Gesamtgewicht (ZGG)

Bikepacking, Wocheneinkauf oder Tour am Wochenende! Jedes Bike hat ein „zGG“, ein zulässiges Gesamtgewicht, das vom Hersteller bestimmt wird. Gemeint ist nicht nur die Gepäckträgerzuladung, sondern das gesamte E-Bike-Systemgewicht: also Rad, Fahrer samt Ausstattung und Gepäck sowie evtl. ein Anhänger. Das zGG solltet ihr bei der Anschaffung also unbedingt im Blick behalten.

Habt ihr ein Kind oder einen Hund und wollt mit Anhänger losziehen? Dann checkt unbedingt, ob euer Wunschbike eine offizielle Anhängerfreigabe hat - in unserem Testfeld trifft das auf 7 von 10 SUV E-Bikes zu.

Sicherheit und smarte Features

Smartphone raus, App auf - und schon weißt du, wo dein Bike steht, wie weit du noch kommst oder ob jemand gerade versucht, es zu klauen. GPS-Tracking, Navigationshilfe, Alarmanlagen und Motor-Sperren - das digitale Schutzschild ist längst Realität. Specialized stattet das Turbo Tero X 6.0 serienmäßig mit einem integrierten Alarmsystem aus - simpel, effektiv und direkt über die hauseigene Specialized-App steuerbar.

In Kombination mit dem Bosch ConnectModule (ca. 130 €) ist zudem die Aktivierung von GPS-Tracking, Alarmsignal und Diebstahlschutz möglich - im ersten Jahr kostenlos, danach für 39,99 €/Jahr. Alle Bikes im Testfeld mit Bosch-Motor können selbst oder beim Händler mit dem IoT-Module, also dem Bosch ConnectModule, ausgestattet werden.

Bikes, die eine Pinion MGU verbaut haben, arbeiten mit dem Systemintegrator FIT zusammen. Auch FIT bietet eine eigene App - die FIT E-Bike-App. Bei Moustache oder KETTLER lassen sich über die gleichnamige App individuelle Einstellungen vornehmen, etwa die Konfiguration der Tastenbelegung am Schalthebel.

Automatik-Schaltungen

Systeme wie Auto.Shift von Pinion übernehmen das Schalten für euch - ganz automatisch. In unserem Testfeld sind ausschließlich Bikes mit der Pinion MGU damit ausgestattet, obwohl auch Bosch, Shimano und andere Hersteller Automatiklösungen im Portfolio haben. Gerade im SUV E-Bike-Segment ist eine funktionierende Automatik - so wie sie Pinion bietet - jedoch hochwillkommen.

Die Automatik nimmt einem das Schalten komplett ab. Besonders im Stadtverkehr oder beim Anfahren an der Ampel spielt sie ihre Stärken aus. Für alle Alltagsanforderungen kann eine Automatikschaltung im SUV E-Bike ein echter Gamechanger sein - entspannter, sicherer und stressfreier.

Sitzposition und Komfort

Gerade bei der Sitzposition ist die Bandbreite groß: von sportlich gestreckt bis aufrecht und entspannt ist im Testfeld alles dabei - und vieles dazwischen.

Viele SUV E-Bikes setzen aus Komfortgründen auf Schnellspanner, zum Beispiel an der Sattelstütze oder den Laufrädern. Was praktisch und komfortabel klingt, kann sich im Alltag schnell als Sicherheitsrisiko entpuppen. Auch wenn sie elegant integriert sind - wie etwa am KETTLER PINNIATO oder dem SCOTT Axis eRIDE - reichen im urbanen Raum oft wenige Sekunden und Sattel samt Stütze oder Laufräder sind verschwunden.

Alle Modelle im Testfeld sind vollgefedert - was den Fahrkomfort auf langen Strecken oder unbefestigten Wegen deutlich verbessert. Auch die Reifenbreite, die Kontaktpunkte (Sattel, Griffe) und natürlich die Geometrie spielen eine große Rolle.

Absenkbare Sattelstütze (Dropper Post)

Eine absenkbare Sattelstütze erleichtert nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern bringt auch auf Schotterpisten oder steilen Trails spürbar mehr Kontrolle. Auch der Ampelstopp wird erleichtert, da man bei abgesenkter Sattelstütze keinen Balaceakt auf Zehenspitzen vollführen muss. Kurz: Wer sich mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit wünscht, kommt um die Dropper Post nicht herum.

Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger

Gerade bei SUV E-Bikes zeigt sich schnell: Diese Features sind alles andere als verzichtbar. Schluss mit der verzweifelten Suche nach einer Wand zum Anlehnen - ein stabiler, gut positionierter Ständer sorgt dafür, dass ihr euer Bike jederzeit sicher abstellen könnt. Auch Schutzbleche spielen eine größere Rolle, als viele denken. Sie halten nicht nur Hose und Rücken sauber, sondern schützen Kette, Lager und Antrieb vor Dreck und Sand. Allerdings nur, wenn sie stabil konstruiert und mit ausreichend Abstand zum Reifen montiert sind.

Bevor ihr euch für ein Bike entscheidet, solltet ihr prüfen, welches Taschen- oder Korbsystem ihr nutzen wollt - oder bereits besitzt. Gängige Befestigungsstandards sind zum Beispiel MIK, Quick-Lock von ORTLIEB, MonkeyLoad oder Snapit (Racktime) - teilweise auch in Kombination. Dazu kommt: Schutzbleche und Gepäckträger sind bei vielen Bikes auch Träger für Lichtsysteme.

Umso wichtiger, dass das Frontlicht hell genug leuchtet - am besten mit Fernlichtfunktion - und das Rücklicht hoch genug angebracht ist, um im Verkehr nicht übersehen zu werden. Und ein Bremslicht? Sollte eigentlich Standard sein.

Reifengröße und Fahrkomfort

Dabei ist es nicht der nominale Durchmesser selbst, auf den es ankommt: 5 Testbikes rollen auf größeren 29″-Laufrädern, 3 auf „kleineren“ 27,5″-Laufrädern und 2 auf einem Laufradmix aus 29″ vorne und 27,5″ hinten. Der Clou daran ist, dass die Maße 27,5″ und 29″ aus dem E-MTB-Segment entliehen sind. Das bedeutet für euch: breite und eher profilierte Reifen, die für mehr Fahrkomfort und Traktion bei allen Fahrbedingungen sorgen.

Dein Bike ist nur so gut, wie du es auf dich abstimmst! Du kannst das beste Bike kaufen und es fährt sich dennoch furchtbar. Nicht nur der Reifendruck ist entscheidend, sondern auch das richtige Setup. Wer sich hier nicht auskennt, sollte lieber Geld in ein professionelles Setup beim Fahrradhändler seines Vertrauens investieren.

In diesem Vergleichstest treten ausschließlich vollgefederte SUV E-Bikes gegeneinander an - und das aus gutem Grund. Fahrkomfort: Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten oder Schlaglöcher werden von der Federung zuverlässig geschluckt. Die Federung reduziert Ermüdung, schont Rücken und Handgelenke - das zahlt sich bei Pendelstrecken und Wochenendtouren aus.

E-Mountainbike Test 2025: Ein Überblick

Die E-MTB-Welt steht vor krassen Veränderungen mit neuen Playern, neuen Technologien und Trends. Alles nur ein Hype oder hat das Substanz? Für den größten Vergleichstest unserer Geschichte haben wir 30 heiße E-Mountainbikes getestet, liefern Nerd-Daten, Entwicklungsempfehlungen für die Hersteller und klare Erkenntnisse. Was ist das beste E-Mountainbike 2025?

In diesem E-Mountainbike Test liefern wir euch alle Antworten und sagen euch, warum immer mehr Leistung nicht gleich besser ist - und welche Bikes 2025 wirklich liefern. Wir bringen Licht in den Spec-Dschungel, entlarven Marketing-Märchen und liefern Analysen & Daten aus der Praxis, wie ihr sie sonst nirgends bekommt. Plus: Klare Handlungsempfehlungen für die Entwicklungsabteilungen der Hersteller.

Beim E-Mountainbike Test 2025 gab’s Staub zwischen den Zähnen, Sonnencreme in den Augen und 30 E-MTBs unterm Hintern. Der Tagesablauf? Morgens Shuttles, mittags Steinfeld, abends Aperol. Dazwischen Pizza, technische Climbs und Testprotokolle - unser Office lag irgendwo zwischen ligurischer Traumkulisse und Grip-Limit.

E-Mountainbike Testfeld im Überblick

Auf der Suche nach dem besten Alleskönner für die Saison 2025 haben wir uns acht Bikes der Highend-Liga herausgepickt. Zwischen 8000 und 9999 Euro muss man für die Boliden im Testfeld berappen, das ist happig. Doch keine Sorge: Zum einen sind die Bedingungen für Schnäppchenjäger in der aktuellen Marktlage noch immer ideal und selbst brandneue Modelle wechseln teils deutlich unter der UVP den Besitzer. Außerdem haben wir am Ende dieses Artikels günstigere Varianten unserer Testbikes zwischen 4699 und 7499 Euro zusammengefasst.

Die Federwege dieser Bikes haben sich bei 150 bis 160 Millimetern eingependelt. Mehr braucht es kaum - und weniger eigentlich auch nicht. Denn auf der einen Seite glättet der Motor ein leichtes Wippen im Fahrwerk und verschleiert das etwas höhere Gewicht. Auf der anderen Seite sorgen der tiefe Schwerpunkt und die höhere Masse für eine satte Traillage, die fast schon Enduro-Gefühle weckt. Die Kombi aus 160er Gabel und 150 Millimeter hinten kristallisiert sich als goldene Mitte heraus.

Motoren und Akkukapazität

Bei den Motoren ist in der Saison 2025 Bosch so breit vertreten wie nie zuvor bei Highend-E-MTBs. Fünf von acht Kandidaten schieben mit Schwaben-Power gen Gipfel. Hier macht sich die neue Auflage des CX bemerkbar. Daneben steht mit Shimano, Sram und Pinion eine bunte Truppe. Gerade die kombinierte Motor-Getriebe-Einheit MGU von Pinion im Simplon Rapcon bringt Farbe ins Spiel.

Nur zwei Bikes kommen mit großem 800er-Bosch-Akku. Im Reichweitenranking landen Conway und Cube damit einsam an der Spitze. In unserem standardisierten Testverfahren erkurbeln wir mit diesen Bikes über 2000 Höhenmeter im Turbo-Modus. Bei Cube gehen ein paar Höhenmeter für die Licht-Reserve drauf. Die nominell kleineren Batterien liefern länger Schub als das Pinion-System mit 720 Wattstunden. Achtung: Bei Pivot und Santa Cruz sind die Batterien fest im Unterrohr verbaut.

Gewicht und Ausstattung

Die zwei leichtesten Bikes im Test setzen auf einen fest verbauten Akku mit eher schmalen 600 bzw. 625 Wattstunden, das zeigt die Vorteile dieser Konstruktion. Spitzenreiter Santa Cruz schafft das schlanke Gewicht sogar mit dicker Fox 38, soliden Downhill-Reifen und der höchs­ten Gewichtsfreigabe - perfekt für wilde Trail-Ritte. Propain stellt das leichteste E-MTB mit Wechselakku.

Schaut man auf die Ausstattung, fallen extreme Unterschiede auf. Volle Hütte, also Carbon-Parts inklusive superleichter Laufräder, Highend-Schaltung und Top-Fahrwerk, gibt’s tatsächlich nur an einem der Edel-Bikes. Wie gewohnt sticht hier Cube heraus. Zum nahezu identischen Preis gibt’s bei Pivot gerade mal das Einstiegsmodell. Auch bei Santa Cruz findet man für knapp 10 000 Euro noch kein Ka­shima-Bling-Bling und auch keine Kohlefaser-Gewichtskur bei den Anbauteilen.

Ausgezeichnete E-Mountainbikes

Hier sind einige der E-Mountainbikes, die in verschiedenen Tests und Vergleichen besonders gut abgeschnitten haben:

  • Cube Stereo Hybrid One44 SLT: Mit seinem unkomplizierten Handling, dem 800er-Akku und der besten Ausstattung im Test.
  • Pivot Shuttle AM Ride: Vereint Fahrsicherheit und Fahrspaß.
  • Santa Cruz Vala GX AXS: Ein starkes Bike bergauf und bergab, ideal für aktive Piloten.

Sparprogramm: Günstige Alternativen

Abgesehen von Pivot und Simplon gibt es unsere Testbikes auch zu deutlich günstigeren Tarifen. Wir zeigen die lohnendsten Modelle ab 4699 Euro.

  • Conway Xyron ST 5.0: Der Preis-Leistungs-Tipp mit Fox-Fahrwerk und Shimano-XT-Antrieb.
  • Cube Stereo Hybrid One44 SLX: Ein starkes Paket unter 5000 Euro mit 800er-Akku und Fox-Fahrwerk.
  • Focus Jam² 6.7: Das günstigste Focus Jam² mit demselben Alu-Rahmen wie das Topmodell.
  • Propain Sresh CF Base: Absolut trail-tauglich mit Mittelklasse-Parts.
  • Santa Cruz Vala 1 C R: Für 7499 Euro gibt’s eine Zeb Base und einen Float-X-Dämpfer.

ADAC E-Mountainbike Test

Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach den Kriterien Fahren, Antriebssystem und Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie auf Schadstoffe getestet. Ergebnis: Sechsmal "gut", zweimal "befriedigend". Plus: Tipps für e-MTB-Fahrer.

  • Testsieger von Cube mit guten Allround-Eigenschaften.
  • Die "Ein-Finger-Bremse" ist ein Muss.
  • Reichhöhen zwischen 1371 und 2179 Höhenmeter.

Trotz einer deutlichen Preissteigerung haben Mountainbikes die Trekkingräder auf der Pedelec-Beliebtheitsskala mittlerweile überholt.

Eleglide M2: Ein günstiges E-Mountainbike im Test

Das Eleglide M2 ist ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.

Vorteile:

  • Tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • Großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • Hydraulische Bremsen, gute Federung

Nachteile:

  • Motor reagiert verzögert
  • Kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Telefunken Aufsteiger M925: E-Mountainbike mit Mittelmotor

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.

Vorteile:

  • Starker Mittelmotor
  • Gute hydraulische Scheibenbremsen
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schickes Design

Nachteile:

  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Empfehlungen für E-Mountainbike Fahrer

  • Die Bedienung der Bremsen sollte möglichst mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
  • Die absenkbare Sattelstütze muss auch in schwierigen Situationen mit dem Daumen von der Lenkergriffposition unkompliziert und sicher erfolgen können.
  • Das e-MTB ist ein Sportgerät und bedarf Übung. Zum Kauf sollte ein z.B. kostenvergünstigtes Techniktraining selbstverpflichtend durch den Hersteller mit angeboten werden.
  • Die Schalthebel sollten, um Schäden der Antriebsübertragung (Kette, Ritzel) zu vermeiden, möglichst in der "Eingangrastung" erfolgen, d.h. beim Drücken des Schalthebels wird nur ein Gang geschaltet.
  • Eindeutige Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht bzw. Systemgewicht müssen am e-MTB gut sichtbar sein.

Die besten E-Mountainbikes im MOUNTAINBIKE Vergleichstest

Hier sind einige der E-Mountainbikes, die im MOUNTAINBIKE Vergleichstest besonders punkten konnten:

  • Canyon Grand Canyon:On AL 7: Preis-Leistungs-Tipp für entspannte Touren.
  • Mondraker SLY RR: Erschwingliches Light-E-MTB mit funktionaler Ausstattung.
  • Yeti MTe T3 X0 Transmission: Wahrer Alleskönner mit sattem Fahrwerk.
  • YT Decoy SN 29 Core 4: Trail-Feuerwerk für ambitionierte E-MTB-Fans.
  • Specialized S-Works Turbo Levo 4: Anpassbar, super Fahrwerk und starker Motor.
  • Cube Stereo Hybrid One44 HPC Race 800: Topausgestattetes E-MTB mit Carbon-Hauptrahmen.
  • Canyon Neuron:ON CF 7: Leichtes E-MTB für lange Touren.
  • Rocky Mountain Instinct Powerplay SL Carbon 70: Brilliert im Downhill mit hoher Reichweite.
  • Raymon Airok Ultra: Edle Parts und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Centurion No Pogo R 3000: Vielseitiges Rad für wilde Trails und Alltag.
  • Santa Cruz Vala GX AXS: Motor, Handling, Fahrwerk, Gewicht stimmen.
  • Canyon Spectral:Onfly 9: Natürliches E-MTB mit leisem Motor und wunderbarem Fahrwerk.
  • Centurion No Pogo SL R6000i: Überragender Alleskönner im Light-E-MTB-Segment.
  • Propain Ekano 2 CF: Hochpotentes E-Superenduro für grobes Gelände.
  • Focus Jam² SL 8.8: Nahe dran am perfekten Light-E-Bike mit tollem Handling.
  • Mondraker Dune Carbon XR: Setzt neue Maßstäbe in der Klasse der Light-E-Enduros.

Tabellarische Zusammenfassung

Um die verschiedenen Modelle und ihre Eigenschaften besser vergleichen zu können, hier eine tabellarische Zusammenfassung einiger wichtiger Aspekte:

Modell Motor Akkukapazität Federweg (vorne/hinten) Gewicht Preis (ca.)
Cube Stereo Hybrid One44 SLT Bosch 800 Wh 150 mm / 140 mm 24.2 kg € 4.999
Santa Cruz Vala GX AXS Bosch 625 Wh 160 mm / 150 mm 22.5 kg € 8.999
Eleglide M2 250W Hinterradmotor 540 Wh Hydraulische Frontgabel 22 kg € 799
Telefunken Aufsteiger M925 250W Mittelmotor k.A. Federgabel 24 kg € 1.383

Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über einige der getesteten E-Mountainbikes und hilft Ihnen, die verschiedenen Modelle besser zu vergleichen. Die Wahl des richtigen E-Mountainbikes hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0