E‑Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und machen anstrengende Strecken zu angenehmen Fahrten. Dabei muss ein gutes Pedelec nicht unbedingt teuer sein. Dieser Artikel konzentriert sich auf Modelle unter 2000 Euro und bewertet sie anhand von Leistung, Ausstattung, Reichweite und Handling.
Einsatzbereich und Ausstattung
Der wichtigste Schritt beim E‑Bike‑Kauf ist die Definition der eigenen Bedürfnisse. Überlege dir zunächst, wofür du das E‑Bike nutzen möchtest. Willst du überwiegend in der Stadt fahren, den Arbeitsweg verkürzen oder kleine Einkäufe erledigen? Dann ist ein leichtes City‑ oder Urban‑Bike mit moderater Akkukapazität und wartungsarmem Antrieb ideal. Planst du hingegen Touren über Land oder möchtest du Offroad‑Strecken bewältigen, solltest du ein Trekking‑ oder Mountainbike mit größerem Akku, kräftigem Motor und ausreichend Federweg wählen.
Auch wenn der Elektromotor dich unterstützt, bleibt Radfahren körperliche Aktivität. Gerade auf längeren Strecken oder im Sommer solltest du ausreichend trinken, um deine Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Eine passende Trinkflasche lässt sich entweder am Rahmen befestigen oder im Rucksack mitführen. Empfehlenswert sind Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 750 ml und einem auslaufsicheren Verschluss. Isolierte Modelle halten Getränke im Sommer länger kühl oder im Winter warm.
Motor und Reichweite
Der Motor bestimmt, wie kraftvoll das Fahrrad beschleunigt. Mittelmotoren bieten ein natürliches Fahrgefühl und gute Klettereigenschaften, während Heckmotoren oft günstiger sind. Die Akkukapazität in Wattstunden (Wh) bestimmt, wie weit du mit einer Ladung kommst. Für Pendler, die täglich 10-20 km zurücklegen, reichen 300-400 Wh aus. Für längere Ausflüge oder hügeliges Terrain empfiehlt sich eine Batterie ab 500 Wh. Achte zudem auf die Spannung (V) und die Ampere‑Stunden (Ah), da sie Aufschluss über die Leistungsfähigkeit geben. Der Motor sollte auf deine Anforderungen abgestimmt sein: Drehmomente um 40 Nm genügen für flache Strecken, 60-80 Nm sind ratsam für bergiges Gelände. Eine hochwertige Steuerung (z. B.
Komfort und Sicherheit
Selbst günstige E‑Bikes sollten über zuverlässige Bremsen verfügen - hydraulische Scheibenbremsen sind hier Standard und bieten bei Nässe bessere Performance als Felgenbremsen. Eine Federgabel erhöht den Komfort auf unebenen Wegen, bei reinen City‑Bikes ist sie jedoch kein Muss. Denke an ergonomische Kontaktpunkte wie Sattel und Griffe, denn sie beeinflussen maßgeblich das Wohlbefinden auf längeren Strecken. Praktische Details wie Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Ständer erleichtern den Alltag; viele Modelle lassen sich nachrüsten.
Testkriterien
Wir haben jedes Rad in den Bereichen „Reichweite & Motorleistung“, „Komfort & Ausstattung“ sowie „Gewicht & Handling“ geprüft.
Modellübersicht
Tenways CGO600
Der Tenways CGO600 richtet sich an Pendler und Stadtfahrer, die ein unauffälliges, wartungsarmes E‑Bike suchen. Die 250‑Watt‑Mivice‑Hecknabe liefert 40 Nm Drehmoment und wird von einem integrierten 36‑V‑Akku (ca. 252 Wh) gespeist. Damit sind Reichweiten um die 70 km möglich. Das Bike wiegt lediglich 15 kg, verwendet einen Carbonriemen statt einer Kette und verfügt über hydraulische Scheibenbremsen sowie integrierte Beleuchtung.
Rockrider E-ST 520 (Decathlon)
Der E‑ST 520 von Rockrider (Decathlon) ist ein gelungener Einstieg in die Welt der elektrischen Mountainbikes. Ein Brose‑Drive‑T‑Mittelmotor mit 250 W und kräftigen 70 Nm sorgt für harmonische Unterstützung am Berg. Die 420‑Wh‑Batterie (36 V 11,6 Ah) lässt sich entnehmen und bietet genug Saft für ausgedehnte Ausfahrten. Der robust geformte Aluminiumrahmen wird durch eine RockShox‑Federgabel mit 120 mm Federweg ergänzt; breite 27,5‑Plus‑Reifen sorgen für Grip. Tektro‑Hydraulikbremsen gewährleisten sichere Verzögerung.
Fiido D21
Das Fiido D21 ist ein klappbares Pedelec für alle, die mobil bleiben möchten. Der 250‑W‑Motor ist mit einem Drehmomentsensor kombiniert und liefert eine fein dosierte Unterstützung. Der im Sitzrohr versteckte 417,6‑Wh‑Akku lässt sich entnehmen und bringt dich laut Hersteller bis zu 100 km weit. Mit 17,5 kg gehört das D21 zu den leichteren Falträdern; die 20‑Zoll‑Laufräder machen das Rad wendig in der Stadt. Zusätzlich verfügt es über eine 7‑Gang‑Schaltung, Scheibenbremsen und eine integrierte Beleuchtung.
NCM Moscow Plus
Das NCM Moscow Plus richtet sich an ambitionierte Vielfahrer, die lange Strecken zurücklegen wollen. Herzstück ist ein 48‑V‑Akku mit 16 Ah (768 Wh), der per Heckmotor Das‑Kit X15R bis zu 80 Nm Drehmoment abruft - deutlich mehr als die 250‑W‑Norm, weshalb das Modell in manchen Ländern nur in einer begrenzten Version legal ist. Mit diesem Setup sind Reichweiten zwischen 64 und 153 km realistisch. Die SR‑Suntour‑Federgabel (80 mm) und die Tektro‑Hydraulikbremsen verleihen dem Hardtail gute Kontrolle. 24 Gänge und 27,5/29‑Zoll‑Räder machen es vielseitig.
Riverside 500e (Decathlon)
Der Riverside 500e von Decathlon ist ein hybrides E‑Bike, das sich sowohl für den täglichen Arbeitsweg als auch für Wochenendausflüge eignet. Er verfügt über einen 250‑W‑Heckmotor mit 42 Nm und einen im Unterrohr platzierten 36‑V‑Akku mit 11,6 Ah (418 Wh). Die Kombination sorgt für eine Reichweite von rund 80 km in mittlerem Unterstützungsmodus. Das Bike wiegt etwa 22 kg und besitzt eine Federgabel mit Lockout, hydraulische Scheibenbremsen und einen ergonomischen Aluminiumrahmen mit 28‑Zoll‑Laufrädern. Da der Akku entnehmbar ist, lässt er sich leicht in der Wohnung laden.
Rose Sneak Plus
Mit dem Rose Sneak Plus bringt der deutsche Hersteller ein extrem reduziertes Urban‑E‑Bike auf den Markt. Optisch sieht das Rad fast wie ein normales Fixie aus - Akku und Motor sind unauffällig integriert. Der Mahle X35+ Nabenmotor liefert bis zu 40 Nm Drehmoment und wird von einer 250‑Wh‑Batterie im Unterrohr gespeist. Wer mehr Reichweite benötigt, kann optional einen 208‑Wh‑Range‑Extender anbringen. Mit einem Gewicht von nur rund 15 kg (je nach Ausstattung) zählt das Sneak Plus zu den leichtesten Elektrobikes. Eine starre Carbon‑Gabel, ein Gates‑Riemenantrieb sowie integrierte LightSKIN‑LEDs in Lenker und Sattelstütze unterstreichen den puristischen Ansatz.
ADAC Test von Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro
Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe. Generell ist bei günstigen Pedelecs keine Spitzentechnologie zu erwarten, aber Antriebs-, Brems- und Akkuleistung sollten vernünftige Werte aufweisen. Bei den meisten der getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs fielen dabei die geringe Reichweite des Akkus und die lange Ladedauer auf sowie Defizite beim Antrieb.
Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.
Testergebnisse im Detail
Alle Details zu den zehn getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs gibt es in der Tabelle. Ein Klick auf das jeweilige Modell führt zu der konkreten Einzelbewertung.
| Hersteller/Modell | Preis in Euro | ADAC Urteil | Fahren | Sicherheit und Haltbarkeit | Antriebssystem und Motor | Handhabung | Schadstoffe in den Griffen und Sattel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deruiz E-Bike Quartz, 28 Zoll Trekking Elektrofahrrad | 1399 | 2,5 | 2,2 | 1,8 | 3,2 | 3,0 | 2,5 |
| Fischer E-Bike Cita 2.2i | 1949 | 2,5 | 2,6 | 2,6 | 2,3 | 2,6 | 2,5 |
| Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 | 1599 | 2,8 | 2,6 | 2,6 | 3,6 | 2,3 | 1,0 |
| Decathlon Elops 900E | 1299 | 3,0 | 2,3 | 3,0 | 3,7 | 3,2 | 2,5 |
| Prophete Geniesser City E-Bike 28" | 1600 | 3,0 | 2,7 | 3,3 | 3,5 | 2,6 | 2,5 |
| Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad | 1799 | 3,0 | 2,5 | 2,7 | 3,9 | 2,8 | 2,5 |
| F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec | 899 | 3,2 | 2,7 | 3,0 | 4,4 | 2,9 | 2,5 |
| Heybike EC 1-ST | 1195 | 3,7 | 3,0 | 3,0 | 4,3 | 3,1 | 2,5 |
Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem.
Neben den allgemein eher geringen Reichweiten fiel auch die enorm lange Ladezeit besonders beim Modell von Grundig auf. Das mit 509 Wattstunden ausgestattete Pedelec braucht weit über neun Stunden (580 Minuten), um den leeren Akku komplett wieder voll zu laden.
Acht Pedelecs im Test haben einen drehfrequenzgesteuerten Antrieb, bei dem nicht registriert wird, wie viel Kraft beim Treten auf die Pedale wirkt. Bei den Modellen von Heybike und Mokwheel war der Nachlauf des Antriebes sehr lange. Bei zwei Pedelecs - von Fischer und Lidl/Crivit - wurde ein Drehmomentsensor verbaut.
Die Modelle im Test der Marken Zündapp und F.lli Schiano bieten mit rund 96 Kilogramm die geringste Zuladung. Das Heybike hat mit insgesamt 150 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht am meisten Spielraum für die Zuladung.
Wichtige Hinweise aus dem ADAC Test
- Die Akku-Reichweite sollte bei wenigstens 50 Kilometern liegen.
- Das Laden des Akkus sollte nicht länger als etwa dreieinhalb Stunden dauern.
- Zulässiges Gesamtgewicht immer prüfen.
- Die Beleuchtung muss der StVZO entsprechen und darf nicht blenden.
- Die erste Probefahrt stets ohne elektrische Unterstützung durchführen.
- Beim Radfahren Helm tragen, auch wenn dazu bei E-Bikes keine Pflicht besteht.
E-Mountainbikes bis 2000 Euro
Die Preisspanne von E-MTBs ist riesig und reicht von etwa 1000 Euro bis 16.000 Euro. Es gibt günstige und Highend E-MTBs mit denselben Bosch-Motoren und Akkus. Die teuren E-MTB-Antriebe sind leichter, stärker und besitzen größere Akkus.
Unterschiede zwischen teuren und günstigen E-MTBs
- Motor: Teure E-MTB-Antriebe sind leichter, stärker und haben größere Akkus.
- Rahmenmaterial: Carbonrahmen findet man erst in E-MTBs ab 4000 Euro. Günstigere E-Mountainbikes besitzen Rahmen aus Aluminium.
- Ausstattung: Hochwertige Schaltungen haben mehr Gänge und funktionieren präziser. Teure Federgabeln funktionieren feinfühliger und lassen sich umfangreicher einstellen.
Empfehlungen für E-MTBs um 2500 Euro
Die guten E-MTB Hardtails um 2500 Euro haben bereits hochwertige Mittelmotoren wie den aktuellen Bosch Performance CX-Antrieb oder Shimanos EP8-Motor verbaut. Die Akkus besitzen eine Kapazität von 500 Wattstunden, was eine ordentliche Reichweite (ca. Akku und Motor sind bei guten Modellen bereits schick und unauffällig in die Aluminium-Rahmen integriert. Bei den Komponenten wie Schaltung (9 Gänge), Bremsen (zwei Kolben) oder Federgabel (Stahl- statt Luftfeder) bekommt man solide, funktionelle Teile. Zudem ist die Ausstattung an günstigen E-MTBs oft schwer.
Modelle im Überblick
- Cube E-MTBs: Die E-MTB Hardtails der Reaction Hybrid-Serie gibt’s in verschiedenen Rahmenformen (Diamant/Trapez/Wave) und sind ausschließlich mit Bosch-Motoren (Akkugrößen 500-750 Wh) ausgestattet.
- Raymon: Die HardRay E-MTBs des deutschen Bike-Herstellers sind solide E-Hardtails mit Yamaha-Motoren.
- Haibike: Der E-MTB Vorreiter aus Deutschland bietet mit dem Hardnine und Hardseven gute Einsteiger E-MTBs unter 3000 Euro an.
- Radon: Der Bonner Bike-Versender hat mit den Modellen ZR Team Hybrid (und ZR Lady Hybrid für Damen) und Jealous Hybrid gleich zwei günstige, gute E-MTB Hardtails im Angebot.
- Giant: Mit dem Talon E+ baut Giant ein gutes, günstiges E-MTB Hardtail für weniger als 2500 Euro. Der Syncdrive-Motor kommt von Yamaha.
- Bulls: Die Bike-Marke Bulls hat E-MTBs für Herren und Frauen in der Einsteiger-Klasse im Programm. Die E-Hardtail-Modelle heißen Copperhead EVO (E-MTB für Herren) und Aminga EVA (E-MTB für Frauen).
Günstige E-Mountainbikes im Test: Eleglide M2 und Telefunken Aufsteiger M925
Eleglide M2
Das Eleglide M2 bietet in seiner Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku. Es verfügt über einen 250-Watt-Motor am Hinterrad mit einem Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter und erreicht in der Spitze 570 Watt. Der Akku hat eine Kapazität von 540 Wattstunden. Die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk ist ein Novum in dieser Preisklasse.
Vorteile:- Tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
- Großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
- Hydraulische Bremsen, gute Federung
- Motor reagiert verzögert
- Kein Hecklicht, kein Schutzblech
- Kabelmanagement
Telefunken Aufsteiger M925
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Es überzeugt mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen. Der starke 250-W-Mittelmotor bietet 80 Nm.
Vorteile:- Starker Mittelmotor
- Gute hydraulische Scheibenbremsen
- Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
- Schickes Design
- Schweißnähte bisweilen optisch unschön
Fazit
Für gute E-MTBs musst du mehr als 2000 Euro ausgeben! Unter dieser Preisgrenze sollte man meistens die Finger von neuen E-MTBs lassen. Sinnvoll ausgestattete, gute E-MTB Fullys für den sportlichen Geländeeinsatz starten bei etwa 3300 Euro. Wer die neuesten Motoren, große Akkus und E-Mountainbikes bei gleichzeitig weniger Gewicht will, landet schnell bei 4000 Euro und mehr.
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