E-Bike Nachrüstsatz Test: Das alte Fahrrad zum E-Bike umbauen

Frischluft! Freiheit! Fahrrad! Besser geht es nicht? Doch mit Rückenwind! Um dir dauerhaften Rückenwind zu verschaffen, habe ich für dich den E Bike Umbausatz Test gemacht und nachfolgend jeden guten Pedelec und E Bike Nachrüstsatz miteinander verglichen.

Im Zuge des Trends zu mehr E-Mobilität wird das Fahrrad zum E Bike umbauen über einen Umbausatz beliebter. Wer ein liebgewonnenes Fahrrad Zuhause hat, muss keine Unsummen für ein E-Bike ausgeben. Mit hochwertigen Sets zum Nachrüsten wird aus einem alten Drahtesel schnell und legal ein vollwertiges E-Bike, beziehungsweise Pedelec.

Ab 250 Euro kann man ein E-Bike nachrüsten. Wir zeigen, welche Motoren sich von Bafang, Pendix, iMortor und Bikight lohnen.

Vorteile und Nachteile eines E-Bike Umbausatzes

  • ✔ Nachhaltiger: Du brauchst kein neues E Bike kaufen und dein altes Fahrrad verschrotten, um ein E Bike zu fahren.
  • ✔ An geliebtem Fahrrad festhalten: Wer leidenschaftlich Fahrrad fährt, baut eine Verbindung mit seinem Fahrrad auf.
  • ✖ Nicht immer einfach zu montieren: Einen Umbausatz zu montieren, ist nicht immer einfach. Du brauchst häufig spezielles Werkzeug und Fahrradkenntnisse. Durch Tutorials und Bedienanleitungen ist es zwar nicht mehr so schwer, aber handwerkliches Geschick ist die Voraussetzung.
  • ✖ Kaum teurer als Neukauf: E Bikes werden immer günstiger. Ein Neukauf kann unter Umständen günstiger sein als ein Umbau.

Pedelec oder E-Bike: Was ist der Unterschied?

In unserem Test benutze ich beide Worte als Synonyme, jedoch bezeichnen beide Begriffe etwas anderes. Auch rechtlich gesehen macht es einen Unterschied, ob du mit einem Pedelec oder einem echten E Bike fährst.

Pedelec

Definition: Bei einem Pedelec unterstützt der Motor erst, wenn du in die Pedale trittst. Eine Anfahrhilfe bis 6 km/h ist erlaubt. Der Motor darf bis maximal 250 Watt Leistung besitzen, was einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h entspricht.

Rechtliche Bedingungen: Für ein Pedelec ist keine Versicherungsplakette, keine Zulassung und auch kein Führerschein notwendig. Darüber hinaus kann jede Person mit einem Pedelec Umbausatz sein Fahrrad umrüsten.

S-Pedelec

Definition: In unserem E Bike Umbausatz Vergleich haben wir auch Pedelecs, die bis zu 45 km/h erreichen können und deutlich mehr Leistung aufweisen. Schaltet der Motor erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h ab, zählt das S-Pedelec als Kleinkraftrad.

Rechtliche Bedingungen: Um ein S-Pedelec bis 45 km/h fahren zu dürfen, brauchst du eine Betriebserlaubnis oder eine Einzelzulassung des Herstellers vom Kraftfahrtbundesamt. Außerdem werden eine Versicherungsplakette mit passender Versicherung und ein Führerschein der Klasse AM benötigt. Somit ist ein Mindestalter von 16 Jahren notwendig, um das S-Pedelec zu fahren. Laut aktuellen Vorschriften besteht eine Helmpflicht.

E-Bike

Definition: Das klassische E Bike besitzt einen Motor, den du jederzeit auch ohne in die Pedale zu treten, aktivieren kannst. Mit einem Schaltknopf oder einem Drehgriff wird die Geschwindigkeit bestimmt. Je nach maximaler Geschwindigkeit ergeben sich unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen, die du beachten musst.

Nur Pedelecs können ohne Anmeldung und Versicherung wie ganz normale Fahrräder auf Radwegen benutzt werden. Die Umbausätze in unserem Test sind zum großen Teil laut Definition Pedelec Umbausätze.

Wichtige Kriterien beim Kauf eines E-Bike Nachrüstsatzes

Nicht jeder Umbausatz ist gut.

  • Montage/Kompatibilität: Wie einfach ist der Einbau? Wo sitzt der Motor und wie ist der Akku befestigt?
  • Art des Motors: Wie effizient ist der Motor und wo ist er verbaut? Der Motor entscheidet letztendlich über das Fahrgefühl.
  • Leistung: Wie viel Watt hat der Motor?
  • Akku: Der Akku legt die Voraussetzung für die Weitergabe an den Motor. Auch hier gibt es viele verschiedene Ausführungen und Halterungen, wo sich der Akku befinden kann (Trinkflaschenhalterung, Gepäckträger, Mittelstrebe,…). Danach sollte die Kapazität des Akkus näher betrachtet werden. Insgesamt sorgt ein stärkerer Akku für mehr Reichweite.
  • Preis: Das E Bike nachrüsten sollte nicht zu teuer werden. Hochpreisige Produkte müssen nicht immer effizienter, schneller oder einfacher zu montieren sein.

Durch einen Pedelec oder E Bike Nachrüstsatz ändert sich nicht nur das Fahrgefühl und Gewicht des Fahrrads, sondern auch der Wert sowie mögliche Maximalgeschwindigkeiten.

Sicherheitsaspekte und Wartung

  1. Fahrradhelm: Höhere Geschwindigkeiten bedeuten ein höheres Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden. Der Fahrradhelm ist damit umso wichtiger.
  2. Versicherungen: Ein Umbausatz wertet dein Fahrrad auf und erhöht den Wert.
  3. Wartung Fahrrad & Anbauteile: Motor, Akku, Sensoren, Fahrradcomputer, E Bike Sattel und andere Bauteile können zu einem erheblichen Risiko werden, wenn sie nicht mehr rund laufen. Von einem explodierenden Akku bis hin zu dem Blockieren eines Mittelmotors können erhebliche Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr auftreten. Auch der Rahmen oder die Laufräder müssen durch die neue Belastung mehr aushalten. Eine eigene E Bike Wartung oder durch den Fachmann, ist für langfristigen Fahrspaß unabdinglich. Ich empfehle dir eine E Bike Wartung vor allem vor dem E Bike fahren im Winter.
  4. StVO beachten: Du kannst alles richtig machen und doch im Straßenverkehr andere behindern, wenn du die Straßenverkehrsordnung nicht einhältst.

Jeder Fahrrad-Enthusiast kennt die Beziehung, die man zu seinem Fahrrad aufbaut: Man vergibt einen Namen, leidet, wenn man einen Platten bekommt und hört es nicht gerne quietschen, wenn die Kette rostig wird. Mit einem Umbausatz verbindest du alt mit neu, kommst leichter den Berg hoch und bist allgemein entspannter unterwegs.

E-Bike Nachrüstsätze im Test

In den vergangenen Monaten haben wir insgesamt fünf Nachrüst-Kits für E-Bikes getestet. Hier ist alles für Front-, Mittel- und Heckmotor dabei.

Folgende Kits treten in unserer Bestenliste an:

  • Mittelmotor Bafang BBS-01B
  • Mittelmotor Bafang MM G340
  • Mittelmotor Pendix Edrive 300
  • Frontmotor iMortor 2.0
  • Heckmotor Bikight SW900

Die von uns getesteten Kits entsprechen größtenteils den bekanntesten Produkten am Markt. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir weitere Nachrüst-Kits testen und die Liste aktualisieren. Es gibt noch ein paar wenige weitere Kits, die wir noch testen werden. So etwa die Nachrüst-Kits von Yose Power, die man unter anderem bei Amazon findet.

Was kostet ein Nachrüst-Kit für E-Bikes?

Die Preise für Nachrüst-Kits variieren stark. Oft bekommt man sie bei Händlern mit deutschem Standort für 100 bis 200 Euro mehr als über einen chinesischen Online-Shop. Die meisten Nachrüst-Kits führt Banggood; auch zu den besten Preisen in der Regel. Ausnahme ist hier Pendix. Die Preise sind dauerhaft gleich (hoch) und der Verkauf findet ausschließlich direkt über Pendix statt.

Sind Nachrüst-Kits für E-Bikes legal?

Welche Anforderungen Pedelecs erfüllen müssen, um legal auf deutschen Straßen fahren zu dürfen, klären wir im Ratgeber Legal oder illegal? Alles zu E-Bikes und Pedelecs. Grundsätzlich darf man sein eigenes Fahrrad nachrüsten, das ergab ein gemeinsames Interview mit Deutschlandfunk, ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub e.V.) und TechStage (ab Minute 20). Das bestätigt auch Dr. Arun Kapoor, Rechtsanwalt für Produkthaftung und Produktsicherheitsrecht bei der Kanzlei Noerr LLP, im Interview mit Emobiljournal. Die Nachrüst-Sets müssen laut Thomas Geisler vom Pressedienst-Fahrrad nicht einmal eine CE-Kennzeichnung aufweisen. Im Zweifel haftet hier dann der Inverkehrbringer, also etwa Onlineshops wie Amazon.

Viele Nachrüst-Kits bieten zudem einen Gashebel. Den sollte man lieber nicht anbringen, da solch ein Hebel im öffentlichen Verkehr auf deutschen Straßen bis dato nicht erlaubt ist. Der Motor darf ohne Trittunterstützung maximal auf 6 km/h beschleunigen; das gilt in Deutschland als Schiebehilfe. Generell darf ein Pedelec, also ein Elektrofahrrad ohne Versicherungskennzeichen, nicht mehr als 25 km/h mit Motorunterstützung leisten. Die Nennleistung des Motors darf 250 Watt nicht übersteigen.

Das nachzurüstende Fahrrad sollte zudem in einem einwandfreien Zustand sein. Der ADFC und das Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit raten von einem Umbau ab (Stellungnahme des ADFC), da die Bauteile herkömmlicher Räder nicht auf zusätzliche Belastungen ausgelegt wären. Laut Dr. Kapoor wären hingegen keine Unfälle auf technisches Versagen von umgerüsteten Fahrrädern zurückzuführen. Entsprechend kann man nur festhalten: Das nachzurüstende Fahrrad sollte in einem einwandfreien Zustand sein. Das Material sollte keine Ermüdungserscheinungen aufweisen. Idealerweise rüstet man am besten ein neues oder junges Fahrrad auf. Wer sich unsicher ist, sollte zu einem Fachhändler gehen.

Das ist meist nicht schwierig und erfordert in aller Regel nur Zeit und Werkzeug. Vor allem ein Innenlagerschlüssel ist bei Mittelmotor-Sets ein Muss; den gibt es etwa bei Amazon für rund 14 Euro. Den Produkten liegt meist eine Montageanleitung bei. Zudem gibt es für die hier getesteten Modelle auf Youtube diverse Montageanleitungen. Kurbeln, Motor, Bremshebel und Steuereinheit - das sind in aller Regel die Komponenten eines Nachrüst-Kits.

Wer keinerlei Zeit oder Geduld hat, um sein Fahrrad selbst umzurüsten, geht zu Pendix. Hier kann man über einen Fachhändler die Montage vornehmen. Das kostet natürlich extra.

Platz 1: Bafang BBS-01B

Mit Gutschein-Code BG04aa52 gibt es den Bafang-Mittelmotor derzeit bei Banggood für 520 Euro. Er ist gut verarbeitet und mit 250 Watt Leistung in Deutschland legal. Laut diverser Foreneinträge kommt der Motor auf 80 Nm; das verschafft dem Nutzer eine entspannte Fahrt bei Hügeln und kleineren Bergen.

Neben dem Mittelmotor liefert Bafang neue Kurbeln, einen großen Farb-LCD-Bordcomputer, einen Handcontroller, einen Geschwindigkeitssensor, neue Bremshebel sowie ein Frontlicht und unzählige Kabelbinder. Montagewerkzeug und eine Anleitung sind ebenfalls dabei. Nur einen Innenlagerschlüssel muss man selbst kaufen. Wir haben unseren von Amazon für rund 14 Euro bestellt.

Zum Bafang BBS-01B (Testbericht) braucht man noch einen Akku. Hier haben wir uns für den Haniwinner H194 samt europäischem Netzteil für knapp 270 Euro entschieden. Den Preis erzielt man derzeit mit dem Gutschein-Code BG2eb379 bei Banggood. Die Kapazität des Akkus liegt bei 561 Wh. In der Praxis kommt man damit zwischen 30 und 70 Kilometer weit; abhängig von vielen Fanktoren wie Unterstützungsstufe und Beschaffenheit der Fahrstrecke.

Platz 2: Pendix Edrive 300

Pendix ist Premium und das spürt man schon beim Preis. Der von uns getestete Pendix Edrive 300 (Testbericht) kostet im Set samt Akku mit Gutschein-Code HeiseMedien2022 1500 statt 1.649 Euro. Dafür ist das System absolut geräuschlos, fällt kaum auf und es gibt keine nervigen Kabel, aber auch kein eigenes Display. Das Pendix-Kit hat drei Jahre Garantie (bei Registrierung) und ist hochwertig verarbeitet.

Der Mittelmotor bietet 250 Watt Leistung und ein Drehmoment von 65 Nm. Der Akku bietet 330 Wh und liefert in der Kombination 40 bis 50 Kilometer Reichweite. Großer Pluspunkt ist bei Pendix das sehr minimalistische Design sowie der komplett geräuschlose Motor. Dieser arbeitet ohne Getriebe und gibt deshalb keinen Ton von sich. Dafür tritt der Motor nach. Wir erleben bei jeder Pausierung unseres Tretens, dass die Kurbeln mit spürbarer Kraft weiter nach vorne drücken. Das ist sehr ungewohnt im Vergleich zu anderen Mittelmotoren, aber einfach erklärt: Die Magnete, die das Getriebe ersetzen, drücken immer nach, bis sie an der nächsten Spule andocken. Daran gewöhnt man sich aber in aller Regel; zumindest war das bei uns der Fall.

Platz 3: Bikight SW900

Den Heckmotor Bikight SW900 (Testbericht) mit 1000 Watt gibt es bei Banggood regulär für 300 Euro. Mit Gutschein-Code BG690f26 kostet er nur noch 279 Euro - ein echtes Schnäppchen. Leider ist die Version hierzulande illegal. Das Modell mit 250 Watt ist derzeit ausverkauft. Für den kompatiblen Akku Haniwinner HA194 561Wh legt man mit Code BG6e013a 210 Euro auf den Tisch. Insgesamt zahlt man also rund 460 Euro für das gesamte Set. So günstig ist kein anderes Kit in unserer Bestenliste.

Die 250-Watt-Version kann mit einem Drehmoment von vermutlich gerade einmal 25-35 Nm nicht vollständig überzeugen. Ja, man spürt die Unterstützung, bergauf fehlt es aber einfach an Kraft. Somit landet der Heckmotor nur auf Platz 3 unserer Bestenliste.

Platz 4: Bafang MM G340

Eigentlich steht das Kit Bafang MM G340 (Testbericht) unserem erstplatzierten Bafang BBS-01B um nichts nach. Ganz im Gegenteil, der MM G340 ist ein sehr starker Mittelmotor der auf ganzer Linie Freude bereitet. Leider verfügt der Motor über eine Leistung von 750 Watt; das ist in Deutschland illegal. Schade, denn ansonsten hätte es für diesen kraftvollen Mittelmotor den ersten Platz gegeben.

Derzeit bekommt man den Motor via Banggood für rund 480 Euro mit Code BG44073d. Via Amazon findet man den Motor immer wieder für rund 100 Euro mehr.

Platz 5: iMortor 2.0

Eigentlich ist der iMortor 2.0 (Testbericht) eine tolle Idee. Akku, Elektronik und Motor stecken allesamt im Vorderrad. Man muss nur ein Kabel zur Lenkerstange verlegen und es mit dem mitgelieferten Controller verbinden. Insgesamt brauchen wir für den Umbau 15 Minuten.

Das klingt zu gut, um wahr zu sein und ist es leider auch. Denn der iMortor 2.0 hat mit rund 10 bis 15 Kilometern kaum Reichweite, man braucht eine App, um ihn überhaupt nutzen zu können, und ohne Gashebel kann man ihn nicht nutzen. Damit ist das Modell in Deutschland illegal und generell einfach nicht zu gebrauchen. Via Banggood ist das Produkt noch gelistet, aber nicht mehr verfügbar. Auf Geekbuying findet man den Nachfolger, den iMortor 3.0, für rund 420 Euro.

Hersteller von E-Bike Nachrüstsätzen

Am Markt findet man mittlerweile zahlreiche Umbausätze / Nachrüstsätze, um sein Rad zum E-Bike beziehungsweise zum Pedelec nachzurüsten. Das reicht von Hinterrad- über Vorderrad-Motoren bis hin zu waschechten Mittelmotoren, die am Tretlager angebracht werden. Damit du die Übersicht nicht verlierst, stellen wir dir hier die gängigsten Hersteller mit Umbausätzen / Nachrüstsätzen vor.

Pendix

Beim Pendix System handelt es sich um einen Mittelmotor, der mittels eines speziellen Tretlagers samt Drehmomentabstützung befestigt wird. Der 250 Watt starke Motor sitzt am linken Kurbelarm, während am rechten Arm ganz normal mehrere Kettenblätter montiert werden können. Der formschöne Akku wird mit einer Halterung an den Trinkhalterschrauben befestigt. Zudem bietet sich direkt am Akku die Möglichkeit, zwischen drei Fahrmodi zu wechseln. Hierfür dreht man einfach die Kappe des Akkus. Man hat die Auswahl zwischen einem Eco- (ca. 100km Reichweite), Smart- (ca. 70km Reichweite) und einen Sport-Modus (ca. 40km Reichweite). Den Akku gibt es als 300 und als 500 Wh Version, wobei das Set mit kleinem Akku 1490€ kostet und das Set samt großem Akku 1690€. Das sind natürlich stolze Summen, aber das Pendix System gehört dank seiner smarten Fahrmodi und dem tollen Design sicher zu den hochwertigsten Umrüst-Möglichkeiten am Markt. Mit dem Pendix Umbausatz wird dein Fahrrad wahlweise zum Pedelec oder S-Pedelec.

Senglar

Senglar ist Experte für kräftige Nabenmotoren, die bereits fertig eingespeicht samt Akku, Kabelsätzen und Montagezubehör gekauft werden können. Mit 869€ bzw. 949€ ist der Umbausatz auch nicht ganz so teuer wie die Systeme von Pendix. Preislich bewegen sie sich im Mittelfeld der Nachrüstsatz Lösungen, allerdings bekommt man absolute Spitzentechnik. Die günstigere Variante kommt mit einem 418 Wh Akku, die teurere sogar mit einem 489 Wh Akku, die beide jeweils einen 250 Watt starken Motor antreiben. Senglar bietet dabei Akkus für die Sattelstütze, die Trinkhalterbefestigung und den Gepäckträger. Außerdem gibt es Naben für Scheibenbremsen und eine Kassette findet auch noch Platz. Senglar bietet also mit seiner Lösung maximale Auswahlmöglichkeiten, so dass für jeden Pedelec Umbau die passende Variante vorhanden sein sollte.

Go Swiss

Freunde von Heckmotoren werden bei Go Swiss fündig. Die Schweizer Tüftler bieten nämlich feinste Ingenieurskunst, die bis zu 500 Watt Unterstützung bietet (Vorsicht: Damit fährt man kein Pedelec mehr!). Natürlich gibt es auch Motoren mit den klassischen 250 Watt Unterstützung, die dich spielend auf 25 km/h beschleunigen. Formschöne Akkus und Displays gibt es bei Go Swiss aus einer Hand, so dass das Gesamterlebnis dieses Umrüstkits einfach genial ist. Kluge Algorithmen steuern den Motor nämlich so, dass sich die Beschleunigung ganz natürlich anfühlt. Zudem gibt es Versionen die Disc-kompatibel sind - und eine Aufnahme für eine 11-fach Kassette ist auch noch vorhanden. Die Kits aus der Schweiz bieten also massig Flexibilität und für jeden Kunden das passende Teil.

Bafang

Bafang ist ein chinesischer Hersteller, der zahlreiche Heck- und Frontmotoren anbietet, die sich als nachträglichen Umbausatz eignen. Vom 250 Watt bis zum 500 Watt Motor, über Displays, Sensoren und Akkus gibt es hier alles, was das E-Bike-Herz begehrt. Die Qualität ist natürlich hervorragend, weshalb Bafang-Systeme sehr häufig als OEM-Ausstattung zu finden sind. Dank der großen Verbreitung gibt es auch zu beinahe jedem Achsstandard ein Modell. Es sollte also kein Problem darstellen, den passenden Nachrüstsatz für das eigene Fahrrad zu finden.

Ansmann

Ansmann ist seit vielen Jahren Experte in Sachen Batterie-, Lade-, Akku- und Antriebstechnologie. Dementsprechend funktionell und hochwertig sind die E-Bike-Systeme des renommierten deutschen Herstellers. Man hat hier die Wahl zwischen zwei verschiedenen Heckmotoren und einem Frontmotor-Modell. Betrieben werden die leistungsstarken Motoren entweder mit einem Flaschen- oder einem Gepäckträgerakku. Die Integration ist hier also simpel und optisch ansprechend gelöst. Zudem gibt es ein großes Touch-Display, das dich nicht nur mit allen wichtigen Informationen zum Antrieb versorgt, sondern gleichzeitig als Navigationsgerät fungiert.

Vivax

Der Vivax Assist ist mit 1,8kg Gewicht der vermeintlich leichteste E-Antrieb am Markt - wohlgemerkt inklusive Akku. Zudem verschwindet die ganze Antriebseinheit im Sattelrohr, während der Akku in eine kleine Satteltasche wandert. Das bietet dann genügend Energie, um bei 120 Watt Unterstützung eine Stunde Gas zu geben. Genau das richtige, um an einem quälenden Aufstieg die entscheidende Extraportion Power zu haben. Damit der Einbau möglich ist, wird nur ein gerades, durchgehendes Sitzrohr mit 31,6 mm oder 30,9 mm Innendurchmesser benötigt. Mit 2849,00 € (ohne Einbau) ist das Vivax System dann zwar mit Sicherheit kein Schnäppchen, aber eleganter kriegt man vermutlich keinen E-Motor in ein Fahrrad eingebaut.

Binova

Bei Binova setzt man in Sachen Motor auf eine permanent erregte Synchronmaschine. Was zunächst wie ein pubertierender Junge klingt, ist in Wahrheit ein Motoren System, das durch die Wechselwirkung eines konstant magnetisierten Läufers (daher permanent erregt) und einem magnetischen Drehfeld für das Rotieren der Achse sorgt. Der Motor bietet 250 Watt Unterstützung bei einem Drehmoment von 65 Nm - Kraft ist also genug vorhanden. Damit auch immer genügend Saft da ist, kannst du zwischen zwei Unterrohr- (417 Wh oder 576 Wh) und einem Gepäckträgerakku (460 Wh) wählen. Außerdem gibt es noch ein praktisches Display, das mit intuitiver Bedienbarkeit und guter Lesbarkeit besticht. Alles in allem also ein sehr durchdachtes, zuverlässiges und wartungsarmes System für einen Pedelec Umbausatz.

Add-e

Das Add-e-System kennen vielleicht manche aus der Puls4 Start-Up Sendung 2 Minuten 2 Million. Dort stellte das Unternehmen aus Kärnten sein Add-e Nachrüstset vor und begeisterte die Jury. Der leistungsstarke Motor (250 oder 600 Watt) wird nämlich einfach an der Gepäckträgeraufnahme oder am Tretlager montiert und passt somit an eine Vielzahl von Rädern. Durch die ausgeklügelte Befestigungsmöglichkeit ist der Motor dabei kaum zu sehen. Gleiches gilt für den 160 Wh Akku, der als Trinkflasche getarnt quasi nicht auffällt. Trotz des geringen Gesamtgewichts von gerade einmal 2,2 kg bringt dich dieser Motor aber gute 50 Kilometer weit. Ein echtes Kraftpaket und das für einen Preis von 890 bis 1100 €.

Electron Wheel

Leichter als bei Electron Wheel geht die Nachrüstung nicht. Hier kauft man nämlich ein komplett vormontiertes Vorderrad, das nur noch in die Gabel eingehängt werden muss, bevor es losgehen kann. Keine Kabel, kein Werkzeug, kein Ärger. Die smarte Lösung unterstützt dich dabei bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h (bis 25 km/h in der Europa konformen Variante) - und das 50 Kilometer weit. Apropos smart: Der Electron Wheel Pedelec Umbausatz kommt mit einer intuitiven App, die dich mit allen notwendigen Informationen über den Antrieb versorgt und zudem auch eine Navigationsfunktion bietet. Wenn du also auf der Suche nach einer möglichst stressfreien Möglichkeit zur Umrüstung bist, ist der Electron Wheel Pedelec Nachrüstsatz dein System.

Weitere E-Bike Nachrüst-Empfehlungen

  • Bathrena Elektrofahrrad-Umbau
  • Viribus E-Bike-Umbausatz
  • Yose Power E-Bike-Umbaukit
  • Varstrom E-Bike-Umbausatz
  • Season E-Bike Umbausatz
  • Bafang BBSHD E-Bike-Kit

Bestenliste E-Bike-Nachrüstsätze

Produkt Motorleistung Akkuspannung Besonderheiten
SEASON 36250-QZ-28 250 Watt 36 V Vorderradantrieb, kein Führerschein benötigt
YOSE POWER Hub Motor 250 W 36 V Scheibenbremsen, max. 25 km/h
SEASON E-Bike Conversion Kit - - Hinterradantrieb, Hydraulikbremse
L-faster YK-B-214 250 Watt - Geeignet für verschiedene Reifengrößen, kein Führerschein erforderlich
L-faster YK-B-208 450 W 24 V Umfangreiche Lieferung, für V-Bremsen

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