Unter Radfahrern wird heiß diskutiert, ob E-Bikes besser für die Gesundheit seien als herkömmliche Fahrräder, oder ob Räder mit reinem Muskelantrieb gesundheitsförderlicher sind. Fahrradfahren vereint Mobilität, Sport und Gesundheit. Mittlerweile gibt es das vor rund 200 Jahren erfundene Gefährt auch mit elektrischer Unterstützung: E-Bikes liegen voll im Trend.
Was ist ein E-Bike und was ein Pedelec?
Die Begriffe E-Bike und Pedelec sind im Gesetz nicht eindeutig definiert. Die Begriffe stehen für unterschiedliche Arten von Fahrrädern mit Motor. Wichtige Fakten, Modelle, technische Daten und Infos zum Betrieb.
Unterschied E-Bike und Pedelec
Einen richtigen Unterschied gibt es nicht. Das Pedelec kann man eher als Teilbereich der E-Bikes sehen. Bei einem Pedelec handelt es sich um ein sogenanntes unterstützendes Elektrofahrrad. Dieses wird weder ausschließlich durch Muskelkraft, noch ausschließlich maschinell angetrieben, sondern ist eine Kombination beider Antriebsarten.
Tritt der Fahrende in die Pedale, wird er vom eingebauten Motor unterstützt. Wenn man mit dem Treten aufhört, hört auch der Motor auf, man spricht hier von Fahrrädern mit elektrischer Tretunterstützung. Die Motorleistung nimmt bei Pedelecs also progressiv ab. Es gibt allerdings auch E-Bikes ohne Tretunterstützung, hier erreicht man alleine durch den Motor eine gewisse Geschwindigkeit.
E-Bike bis 25 km/h mit Tretunterstützung
Wenn man zum Fahrradhändler geht und ein "E-Bike" möchte, dann wird einem in den meisten Fällen ein Elektrofahrrad mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h angeboten. Diese Pedelecs werden unter folgenden Voraussetzungen juristisch wie Fahrräder behandelt:
- Motor mit einer maximalen Nenndauerleistung von 250 Watt.
- Mit zunehmender Geschwindigkeit wird die Tretunterstützung progressiv verringert.
- Es gibt auch kein Mindestalter. Wegen der Eigenarten beim Beschleunigen sollten Kinder bis 14 Jahre trotzdem nicht mit einem Pedelec fahren.
- Ein Versicherungskennzeichen braucht man nicht.
Auch wenn keine Helmpflicht besteht, ist das Tragen eines geprüften Fahrradhelms dringend zu empfehlen, denn dieser kann vor schweren Verletzungen schützen.
Es sind die gekennzeichneten Radwege zu benutzen. Sonstige Radwege darf man befahren.
Pedelec bis 45 km/h
Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs) mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h sind Kraftfahrzeuge, die ein eigenes Versicherungskennzeichen benötigen.
Mit diesen Zweirädern darf nur fahren, wer mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM besitzt. Außerdem darf man hiermit nur auf der Fahrbahn unterwegs sein. Radwege sind grundsätzlich tabu! Einzelne Bundesländer haben die Möglichkeit geschaffen, Radwege für S-Pedelecs unter bestimmten Voraussetzungen freizugeben. Bisher ist das in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen möglich.
Beim Fahren dieser Pedelecs muss man wie beim Motorradfahren einen geeigneten Helm tragen.
E-Bike bis 25 km/h ohne Tretunterstützung
Mit diesen Bikes kann allein durch den elektrischen Motor (ohne Tretunterstützung) die Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h erreicht werden. In der Regel handelt es sich bei diesen E-Bikes rechtlich um Mofas, bei denen ein geeigneter Helm für Krafträder Pflicht ist. Außerdem wird dafür zumindest eine Mofa-Prüfbescheinigung benötigt. Darüber hinaus braucht man ein Versicherungskennzeichen.
Außerorts dürfen Radwege genutzt werden, innerorts nur, wenn dies durch das Zusatzzeichen "E-Bikes-frei" erlaubt ist.
E-Bike bis 45 km/h ohne Tretunterstützung
Diese Modelle haben ebenfalls keine Tretunterstützung und können die Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h allein durch den Motorantrieb erreichen. Sie entsprechen einem Kleinkraftrad und man darf sie nur mit einer Fahrerlaubnis der Klasse AM fahren. Sie benötigen außerdem ein Versicherungskennzeichen.
Auch hier gilt Helmpflicht.
Für wen eignet sich ein E-Bike?
E-Bikes sind echte „Renner“, sowohl in ihrer Beliebtheit als auch in der Geschwindigkeit. Denn bei einem E-Bike wird die Beschleunigungskraft des Fahrers deutlich verstärkt. Deshalb ist ein E-Bike auch besonders gut für Menschen geeignet, die sich zwar gerne mit dem Fahrrad fortbewegen möchten, allerdings in Gruppen Schwierigkeiten haben, überhaupt hinterher zu kommen und den Anschluss nicht zu verlieren. Vor allem wenn es um das Anfahren geht, hilft das E-Bike seinem Fahrer bei der Beschleunigung.
Ein E-Bike ist perfekt geeignet, um etwa einen Berg leichter hinauf zu gelangen, gegen Gegenwind anzukämpfen und lange Strecken ohne Anstrengung hinter sich zu bringen. Gerade Berufstätige haben hier den klaren Vorteil, dass sie nicht mehr verschwitzt zur Arbeit kommen. Vor allem Pendler kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber auch im Privatleben kann ein E-Bike sehr von Vorteil sein, denn häufig ziehen Eltern einen Kinderanhänger hinter sich her. Mit einem E-Bike ist die Last gleich deutlich geringer.
Auch Senioren oder gesundheitlich beeinträchtigte Personen, denen das Fahrradfahren auf einem normalen Fahrrad aufgrund der körperlichen Anstrengung bislang schwerfiel oder sogar gar nicht möglich war, können sich mit einem E-Bike problemlos fortbewegen. Nicht geeignet ist ein E-Bike hingegen für Kinder etwa unter 14 Jahren, da sie die Geschwindigkeit eines solchen Fahrzeuges unter Umständen nicht richtig einschätzen können.
Bei normaler Fahrt, sobald eine gewisse Geschwindigkeit erreicht wurde, schaltet der Motor eines E-Bike in der Regel ab und aktiviert sich erst dann wieder, wenn es wirklich notwendig ist. Genau dies ist dann auch der Moment, in dem ein herkömmliches Fahrrad doch seine Vorzüge zeigt. Denn während ein schwacher Fahrer bei der Beschleunigung durch die Unterstützung des Elektromotors klar im Vorteil ist, hat bei normaler Fahrt ganz klar der starke Fahrer auf einem normalen Trekkingrad die Zügel in der Hand und kann leicht wieder aufholen. Doch spätestens bei der ersten Steigung kann das E-Bike wieder seine Stärke unter Beweis stellen. Denn hier wird der Fahrer wieder optimal durch den Elektromotor unterstützt, weshalb er völlig ohne Kraftaufwand den Berg hinauf fahren kann, während der Fahrer eines herkömmlichen Fahrrads ausschließlich auf seine mit der Zeit nachlassende Muskelkraft setzen kann.
Worauf man beim Kauf eines E-Bikes achten sollte?
Bevor man sich für den Kauf eines E-Bikes entscheidet, sollte man einigen Punkten näher auf den Grund gehen. Da wäre beispielsweise die Distanz. Wer täglich nicht mehr als 20 oder 30 Kilometer fährt und unterwegs sogar noch eine Steckdose in greifbarer Nähe hat, der kann getrost beispielsweise auf der Arbeit den Akku des E-Bikes wieder aufladen. Wer jedoch 50 Kilometer oder mehr fahren muss und zwischendurch keine Möglichkeit zum Akkuladen hat, der sollte sich wahlweise für einen leistungsstärkeren Akku entscheiden oder stets einen Zweit-Akku im Gepäck haben. Hier empfiehlt es sich, vor dem Kauf ein E-Bike auszuleihen und dies vorerst anhand der zu fahrenden Strecke auszutesten. In vielen Cafés und Restaurants kann man übrigens inzwischen häufig sein E-Bike kostenlos wieder aufladen. Mit vollem Akku und einer stärkenden Tasse Kaffee kann es dann auch problemlos wieder weitergehen.
Welcher Antrieb ist der Richtige?
Bei einem E-Bike gibt es drei verschiedene Antriebsarten:
- Frontmotor
- Heckmotor
- Mittelmotor
Alle drei Antriebsarten haben sowohl ihre Vorteile, als auch Nachteile. Der Frontantrieb beispielsweise ist eher mit Vorsicht zu genießen, denn hier ist die Anfahrt oft ruckelig. Auch kann dieser beim Anfahren häufig verzögert reagieren und nachlaufen, wofür die Sensorik verantwortlich ist. Ein Vorteil ist jedoch, dass man hier einen Rücktritt hat. Auch sieht ein E-Bike mit Frontantrieb aufgrund der kleinen Bauweise des Antriebsmotors einem normalen Bike sehr ähnlich. Je nach Getriebe kann ein solcher aber auch sehr laut werden.
Ein E-Bike mit Heckmotor hat einen deutlich günstigeren Schwerpunkt, der sich allerdings stark nach hinten verlagert, weshalb das Heck einer solchen Version recht schwer sein kann - vor allem, wenn der Akku am Gepäckträger montiert ist.
Bei einem Mittelmotor ist der Schwerpunkt hingegen optimal gelagert, da der Motor recht tief sitzt. Ein Nachteil jedoch ist die stetige Belastung der Fahrradkette, da diese dauerhaft unter Zug steht.
Welcher Akku sollte verwendet werden?
Nicht nur der Antrieb ist bei einem E-Bike eines der teuersten Teile, auch der Akku ist relativ kostspielig und wohl auch das Wichtigste überhaupt. Hier sollte man auf die Verwendung eines modernen Lithium-Ionen-Akkus achten. Von Blei- oder Nickel-Akkus ist hingegen abzuraten, da diese inzwischen veraltet sind.
E-Bike oder klassisches Fahrrad: Was ist besser für die Gesundheit?
Auf den ersten Blick müsste dagegen ein elektronischer Antrieb die positiven Aspekte für Gesundheit und Fitness zunichtemachen. Allerdings zeigt eine Studie der Universität Basel: Schon nach vier Wochen E-Bike-Fahren stellt sich ein positiver Effekt für die Gesundheit ein, denn auch das motorisierte Fahrrad fördert die Ausdauer. Den Forschenden zufolge hat das E-Bike sogar einen vergleichbaren Effekt auf die körperliche Fitness. Das E-Bike steigert die Motivation zum Fahrradfahren und senkt die Hemmschwelle für Menschen, die Schwierigkeiten haben, regelmäßig Sport zu treiben. Das resümiert Studienleiter Arno Schmidt-Trucksäss, Professor für Sportmedizin an der Uni Basel.
Über drei Jahre untersuchten Sportmediziner der Medizinischen Hochschule Hannover 58 000 Fahrten mit E-Bikes und Fahrrädern ohne Elektroantrieb. Hinsichtlich des Herz-Kreislaufsystems unterscheiden sich Fahrten mit dem E-Bike kaum von Fahrten mit reiner Muskelkraft. Aber E-Bikes senken bei vielen gehandicapten Personen die Hemmschwelle, sich aktiv zu bewegen.
Für ihre Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwischen 2017 und 2020 bundesweit die Daten von 1250 Pedelec-Fahrern und 629 Nutzern herkömmlicher Fahrräder ausgewertet. „In unserer Studie haben wir 58 833 Fahrten von E-Bikern und Radfahrern analysiert und jeweils die Herzfrequenzen und Geschwindigkeiten gemessen“, erläutert Uwe Tegtbur, Direktor der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin. Die Studie belegt, dass die Herzfrequenz der Pedelecfahrer während des Radelns, unter Berücksichtigung der Therapien mit ß-Blockern, nur fünf Schläge pro Minute unter der der Fahrradfahrer lag.
„Entgegen vieler Vorurteile zeigen die Zahlen, dass Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem beim Pedelecfahren nahezu so gefordert werden wie beim herkömmlichen Radfahren“, erklärt Hedwig Theda Boeck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik und einer der Erstautorinnen der Studie. Die Motorunterstützung erleichtere den Einstieg in eine alltägliche körperliche Aktivität und sei auch für ältere, übergewichtige und weniger trainierte Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Aktivitäten zu steigern. „Viele Pedelecnutzer waren vorher nicht unbedingt Radfahrer. Über 35 % der teilnehmenden E-Bike Fahrer haben Vorerkrankungen wie zum Beispiel einen Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Gelenkverschleiß.
„Wir haben gezeigt, dass die E-Biker 135 min. pro Woche unterwegs waren, davon ein Großteil mit einer gesundheitlichen effektiven Belastung. Allein dadurch konnten sie zwei Drittel des WHO-Bewegungsziels von 150 min. Insgesamt reduzieren sie Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um über 40 % Prozent. Auch das Risiko einer Krebs- oder Diabeteserkrankung sinkt mit zunehmender Aktivität.
Die Auswertung der fast 60.000 Fahrten zeigten: E-Bike-Fahrer waren 135 Minuten pro Woche auf ihren motorisierten Bikes unterwegs. Allein dadurch konnten sie zwei Drittel des WHO-Bewegungsziels von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche erreichen und damit ihrer Gesundheit Gutes tun. Weiterhin zeigte die Analyse der Fahrten: Das Herz-Kreislauf-System wurde nahezu genauso intensiv gefordert wie beim herkömmlichen Radfahren. Diese sportliche Betätigung wiederum hilft, das Herzinfarkt-, Krebs- und Diabetes-Risiko zu senken.
Ein weiteres Ergebnis: Fahren mit dem E-Bike ist gut für Muskeln und Gelenke. Während beim Joggen ein Vielfaches des Körpergewichts auf den Fuß- und Kniegelenken lastet, schont E-Bike-Fahren die Gelenke. Für Menschen mit Gelenkproblemen wie Arthrose oder bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis kann das E-Bike also vorteilhaft sein. Das kontinuierliche Treten beim E-Bike-Fahren stärkt insbesondere die Beinmuskulatur. Auch Po und Arme, Rücken und Füße werden beansprucht.
Ein E-Bike kann auch Menschen, die chronisch krank sind oder an Übergewicht leiden, ein Gefühl von mehr Freiheit geben. Sie können körperlich aktiv sein, ohne Angst haben zu müssen, der körperlichen Belastung nicht gewachsen zu sein. Auch die Studie der Medizinischen Hochschule Hannover hat dies gezeigt: Die zum Teil vorerkrankten Teilnehmer hätten sich Touren auf herkömmlichen Rädern nicht zugetraut - auf E-Bikes allerdings schon, so die Wissenschaftler.
Wer vorerkrankt ist, sollte sich vor dem Fahren mit dem E-Bike am besten ärztlicher Rat holen. Menschen, die sich Insulin spritzen, weil sie an Diabetes Typ 2 leiden und plötzlich eine längere Strecke fahren, sollten dabei ihren Blutzucker im Auge behalten. Menschen mit Bluthochdruck oder Herzschwäche sollten vor allem am Anfang die Anstrengung gut dosieren, um Herz und Kreislauf nicht zu überlasten.
Eine weitere Studie zeigte, dass E-Bike-Fahren wichtige Gehirnfunktionen verbessern kann. Teilnehmende, die dreimal pro Woche 30 Minuten Fahrrad fuhren, schnitten bereits nach acht Wochen bei kognitiven Tests besser ab als Kontrollpersonen, die nicht Rad fuhren. Egal, ob die Radler ein herkömmliches Fahrrad oder ein E-Bike nutzten: Sie waren schneller und genauer bei Wahrnehmungs- und Denkaufgaben. Auch das Wohlbefinden und der psychische Zustand besserten sich.
Für wen eignet sich das klassische Fahrrad?
Das "klassische Fahrrad" gibt es nicht - sondern viele Varianten für verschiedene Einsatzzwecke. Laut ZIV sind fast die Hälfte (45 Prozent) aller im Jahr 2020 verkauften Fahrräder entweder Trekkingräder, Cityräder und All-Terrain-Bikes (ATB) beziehungsweise Mountainbikes. Wer mit dem Fahrrad kurz mal zum Bäcker will, aber auch gern mal eine längere Tour mit der Familie macht, trifft mit einem Trekkingrad die richtige Wahl. Das sind wahre Multitalente, denn einerseits kommen sie mit einem sportlichen Rahmen daher, andererseits bieten Federung, Lenker und Sattel genügend Komfort. Für Unentschlossene, die ihr Fahrrad möglichst überall einsetzen wollen, ist das Trekkingrad die richtige Wahl.
Wer sein Rad primär für alltägliche Wege in der Stadt nutzen möchte, sollte ein Cityrad ins Auge fassen. Sie bieten nur die notwendige Ausstattung, um sicher im Verkehr unterwegs sein zu können - und sind entsprechend günstiger. Wer auf die Sportlichkeit des Fahrrads keinen Wert legt und das Auto für den Stadtverkehr möglichst stehenlassen möchte, greift zum kostengünstigen Citybike.
Der Name ist Programm: Mit Mountainbikes oder All-Terrain-Bikes kann es mit dem Fahrrad in die Berge oder über Stock und Stein gehen. Mit profilstarken und dicken Reifen helfen sie durch Schlamm und Matsch. Mountainbikes sind gut gefedert, um stärkere Stöße abzufangen. Was Mountainbikes oft nicht haben: Eine verkehrstaugliche Ausstattung. Licht, Klingel, Kettenschutz oder Gepäckträger sucht man bei vielen Modellen in der Basisausstattung vergebens.
Sicherheitshinweise für E-Bike-Fahrer
Insgesamt ist die Zahl der E-Bike-Unfälle in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im Jahr 2023 meldete die Polizei rund 23.900 Unfälle mit Personenschaden im Zusammenhang mit E-Bikes. Das waren etwa elfmal so viele wie 2014 - was natürlich auch mit der wachsenden Beliebtheit dieser Fahrzeugklasse zusammenhängt.
Wer vom E-Bike-Fahren profitieren möchte, sollte Folgendes beachten: Zwar wird bei den Pedelecs der Motor ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h abgeschaltet, dennoch müssen die Fahrer erst einmal mit diesem Tempo zurechtkommen: Viele Menschen, gerade in höherem Lebensalter, würden auf Rädern ohne Unterstützung das Tempo des E-Bikes schwer erreichen. Wer nicht daran gewöhnt ist, könnte die Gefahren unterschätzen - insbesondere bei der Nutzung in der Stadt. Die höheren Geschwindigkeiten erfordern eine schnelle Reaktionsfähigkeit, ein gutes Gleichgewicht und Sicherheit beim Ausweichen von Hindernissen. Diese Fähigkeiten sollten E-Bike-Neulinge am besten üben.
E-Bikes sind außerdem um einiges schwerer als ein normales Rad. Das verlängert nicht nur den Bremsweg. Sicheres Fahren, die richtigen Einstellungen - wie etwa die Sattelhöhe des Rads - und die grundsätzliche Handhabung des E-Bikes können in speziellen Kursen bei Polizei oder Verkehrswacht geübt werden. Ein angeleitetes Training ermöglicht auch realistische Fremd- und ehrliche Selbsteinschätzungen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Bevor es also in den Straßenverkehr geht, sollten E-Bike-Anfänger am besten auf einem Parcours das E-Bike besser kennenlernen und das Fahren üben.
Fahrer sollten außerdem auf jeden Fall einen Helm tragen. Er verhindert unter anderem Kiefer- und Gesichtsverletzungen, die häufig eine Folge von Unfällen mit dem Fahrrad sind.
Aktuelle Trends und Entwicklungen
Nach einigen wirklich fiesen Monaten und einer epischen Rabattschlacht leeren sich die Lager der Fahrradhersteller und damit auch die Verkaufsräume der Händler. Das schafft Platz für Neues! Nachdem der Markt sehr zurückhaltend war, was Innovationen betrifft, drängen nun neue Modelle mit frischen oder komplett überarbeiteten Komponenten in den Handel. Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung.
Verkaufszahlen von Fahrrädern und E-Bikes in Deutschland
Die Verkaufszahlen, veröffentlicht vom Zweirad-Industrie-Verband ZIV, verdeutlichen den Aufstieg des E-Bikes: Im Jahr 2019 wurden rund 1,4 Millionen Elektro-Fahrräder verkauft, knapp 400.000 mehr als im Jahr davor. Im Jahr 2020 waren es fast schon 2 Millionen. Doch auch das klassische Fahrrad ist nach wie vor beliebt. Im Jahr 2020 kauften die Deutschen etwa 3 Millionen Fahrräder, die Verkaufszahlen blieben über die letzten drei Jahre konstant.
Laut ZIV sind fast die Hälfte (45 Prozent) aller im Jahr 2020 verkauften Fahrräder entweder Trekkingräder, Cityräder und All-Terrain-Bikes (ATB) beziehungsweise Mountainbikes. Knapp 39 Prozent aller verkauften Zweiräder haben einen Motor: Zwei von fünf verkauften Rädern sind also E-Bikes.
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