Moderne vollgefederte Tiefeinsteiger bieten maximale Flexibilität, was den Einsatzbereich eines E-Bikes angeht. Sie fühlen sich in jedem Terrain zuhause, lassen die Grenzen zwischen City-, Trekking und Mountainbike fast verschwinden und eröffnen neue Horizonte für Abenteuer auf zwei Rädern.
Revolutionäre Konstruktion für mehr Komfort und Sicherheit
Akku und Dämpfer beanspruchen Bauraum im Rahmen, der naturgemäß beim Tiefeinsteiger nicht genutzt werden kann, wenn ein bequemes Auf- und Absteigen auch älteren und weniger beweglichen Menschen ermöglicht werden soll. Zudem ist es bei weit heruntergezogenen Unterrohren immer eine besondere Herausforderung den Rahmen so verwindungssteif zu konstruieren, dass das Rad auch bei höheren Geschwindigkeiten und größerer Zuladung nicht zum Flattern neigt.
In Sachen Vollfederung hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan, sodass heute jede Fahrradkategorie von den Entwicklungen im Mountainbike-Bereich profitieren kann. Da der Mensch kein rund laufender Motor ist und seine Energie durch Pedalieren an das Fahrrad überträgt, gilt es die Antriebseinflüsse zu eliminieren. Außerdem müssen Dämpfer und Gabel präzise und intuitiv auf das Systemgewicht (FahrerIn + Fahrrad + Gepäck) abgestimmt werden.
Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat die zunehmende Integration der Akkus einen entscheidenden Beitrag geleistet. Als Nebeneffekt ist auch der Schwerpunkt des Rades deutlich ausgewogener als bei einem Akku auf dem Gepäckträger. Großvolumige Rohre bieten durch den Querschnitt zusätzliche Steifigkeit.
Der eigentliche Clou an einem vollgefederten Rad mit tiefem Einstieg liegt jedoch in der Position und Anlenkung des Dämpfers hinter dem Sitzrohr (siehe Bild). So stört der Dämpfer nicht - die Konstrukteure haben den begrenzten Bauraum ideal genutzt ohne den Einstieg zu verkleinern.
Fahrwerk, Fahrgefühl und Fahrspaß
Beim Motorrad auch jenseits der Offroad-Kategorie ist ein vollgefedertes Fahrwerk eine Selbstverständlichkeit und die Argumente sprechen für sich. Augenscheinlich ist Komfort das wichtigste Plus, doch der Sicherheitsaspekt eines guten Fahrwerks ist für jeden Motorrad- oder Autofahrer ebenfalls offensichtlich. Auch wenn bereits seit einigen Jahren ein Trend zu vollgefederten E-Bikes zu beobachten ist, so markieren die Tiefeinsteiger die Königsklasse für die Konstrukteure.
Die Tiefeinsteiger-E-Bikes sind aber nicht nur ein Gamechanger für ältere und weniger bewegliche Biker, sondern für alle, die einen zuverlässigen Begleiter für den sicheren Commute durch die City sowie für den entspannten Bike-Ride in der freien Natur suchen. Hier spielt der Offroad-Aspekt seine Stärken aus. Durch eine sinnhafte Ausstattung und ein cleveres Fahrwerkskonzept sind die Tiefeinsteiger in puncto Komfort und Sicherheit klassischen Trekking-E-Bikes sowie altmodischen City-Bikes deutlich überlegen. Das bringt Jung und Alt zusammen.
Offroad-Tiefeinsteiger besitzen vorne nicht nur eine Federgabel, sondern zudem auch einen gefederten Hinterbau - diese Benefits bemerkt man schon bei rauem Asphalt und erst recht offroad oder auf Kopfsteinpflaster. Während Mountainbikes dafür gemacht sind, schnelle, aufeinanderfolgende Schläge aufzusaugen und dabei trotzdem ein gutes Feedback des Untergrunds zu vermitteln, sollen Tiefeinsteiger nur vereinzelte Schläge, wie von Bordsteinkanten oder Schlaglöchern, abfangen und dabei nicht unbedingt schneller machen, sondern primär Komfort und Sicherheit bieten.
Durch die Vollfederung schmiegt sich das Hinterrad selbst auf unebenen und unbefestigten Fahrbahnen an den Boden an und sorgt damit für mehr Laufruhe. Es verzahnt sich auch besser mit dem Untergrund, das Plus an Traktion sorgt für kürzere Bremsvorgänge und ein kontrollierbares Fahrverhalten. Das kann selbst Fahranfänger dazu animieren, das breite Einsatzgebiet der Offroad-Tiefeinsteiger auszutesten und weniger gut befestigte Pfade und Wege auszukundschaften.
Test von Tiefeinsteiger-E-Bikes
AUTO BILD hat 12 Tiefeinsteiger-E-Bikes getestet. Diese Tiefeinsteiger-E-Bikes sind Unisex-Modelle und eignen sich für alle. Um Männern den Einstieg in die E-Bike-Welt zu erleichtern, wird häufig der Begriff „Wave-Rahmen“ genutzt. Die meisten getesteten Modelle kommen in neutralen Farben, die beide Geschlechter ansprechen. Während Tiefeinsteiger früher nur in kleinen Größen erhältlich waren, gibt es heute auch Modelle für Personen bis 195 cm Körpergröße.
Um die Stabilität des Rahmens ohne Oberrohr zu sichern, wurde das Unterrohr verstärkt, was jedoch das Gewicht erhöht. Nur zwei der zwölf getesteten E-Bikes wiegen unter 25 Kilogramm. Das zusätzliche Gewicht spielt bei motorunterstützten E-Bikes eine geringere Rolle. Viele Modelle sind zudem in verschiedenen Rahmenformen verfügbar. Entscheidend bleibt, dass man sich auf dem Rad wohlfühlt.
Testergebnisse
Hier sind die Testergebnisse einiger Modelle:
- Testsieger: Victoria eAdventure 12.10 (33,5 Punkte): Überzeugt mit angenehmer Fahrweise und großer Reichweite. Kritikpunkt: hohes Gewicht.
- Testsieger: Centurion Country R2600i (33,5 Punkte): Sportliches Fahrgefühl und gute Reichweite. Das zulässige Gesamtgewicht liegt nämlich bei 150 Kilogramm.
- Testsieger: BH Atoms SUV Pro-S (33,5 Punkte): Dynamischer Motor und hohe Zuladung. Selbst lange Fahrten sind mit dem BH-Bike kein Problem, denn der erstaunlich schlanke Akku, der im Unterrohr Platz findet, ist mit 720 Wattstunden der größte im Test.
- Stevens E-Universe 9.6 (33 Punkte): Top-Ausstattung und hohe Zuladung. Stark finden wir zudem, dass dieses Modell in besonders großen Größen erhältlich ist und mit 150 Kilogramm extrem viel Zuladung verträgt.
- Bergamont E-Ville SUV 2021 (32 Punkte): Starke Leistung in allen Testkategorien und hohe Zuladung. Damit man trotzdem selbst vollbeladen schnell zum Stehen kommt, sind die Bremsen besonders kräftig.
- Riese & Müller Homage GT (31 Punkte): Luxuriöses Highend-Bike mit Vollfederung. Damit das über 30 Kilogramm schwere Geschoss sicher zum Stehen kommt, hat der Hersteller dem Bike ein ABS-System verpasst.
- R Raymon Crossray (28,5 Punkte): Gutes Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit. Im Gegensatz zur genannten Konkurrenz muss man hier aber selbst etwas mehr Watt in die Pedale geben, damit sich diese Kraft entfaltet.
- Kettler Quadriga (Punkte): Komfortables Bike für Stadt und Land. Die breiten Schwalbe Marathon Plus MTB gelten als unplattbar, weisen aber gleichzeitig ein (nicht aggressives) Noppenprofil für unbefestigte Wege auf.
- Diamant Zing Deluxe+ (27 Punkte): Geringes Gewicht und angenehme Fahrweise. Wer also das Fahrrad Stufen hochtragen muss, dem raten wir zu diesem Modell.
- Moustache Samedi 27 Xroad 2 (25,5 Punkte): Wendiges E-Bike mit schlanken Rohren. Da sich Moustache bei diesem Modell nur zum Bosch-Performance-Line-Motor durchringen konnte, verliert es gegen viele andere Testbikes in puncto Motorpower.
- Prophete eSUV (20,5 Punkte): Aufrechte Sitzposition und dämpfende Sattelstütze. Der AEG-Comfort-Drive-Motor kann nicht mit der Konkurrenz von Bosch oder Brose mithalten.
Worauf es beim Kauf ankommt
Neben Geometrie und Fahrwerk müssen weitere Faktoren stimmen:
- Reifen: Voluminöse Stollenreifen sorgen durch ihre dämpfenden Eigenschaften für Fahrkomfort und Grip.
- Bremsen: Vierkolbenbremsen erzeugen bei geringeren Bedienkräften mehr Bremspower.
- Absenkbare Sattelstütze: Mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit im Gelände.
- Motorsystem: Der leistungsstarke Antrieb ist auch für viele performance-orientierte E-Mountainbike-Modelle der Motor der Wahl.
Umso mehr sinnvolle Einstellmöglichkeiten ein E-Bike bietet, um die Ergonomie und Sitzposition anzupassen, umso besser. Legt man sich erstmal einen schicken Offroad-Tiefeinsteiger zu, wird man zudem schnell neidische Blicke der Familienmitglieder ernten, die damit auch gerne eine Runde drehen wollen. Teilen sich zwei oder mehrere Personen ein E-Bike, dann ist es von Vorteil, wenn es sich leicht an unterschiedliche Körpergrößen anpassen lässt.
SUV E-Bikes im Test
Ein echter Allrounder darf keine halben Sachen machen, sondern muss in allen Disziplinen fit sein. Um herauszufinden, welches SUV E-Bike den Spagat zwischen Alltag und Abenteuer wirklich schafft, sind wir mit Kollegen, Freunden, Partnern und Hund losgezogen. Klar ist: Wer SUV E-Bike sagt, meint mehr als nur Fahrkomfort. Es geht um Sorglosigkeit, Abenteuerlust und Bikes, die alles mitmachen, sei es dank griffiger Reifen, komfortabler Fahrwerke, dicker Packtaschen oder smarter Technik.
In unserem Testfeld treffen Welten aufeinander: vom City-Bike mit Cargo-Genen über gepimpte Trekking-Bikes bis hin zu E-MTBs mit Gepäckträgern und Alltags-DNA. Darum: Bühne frei für unser Testfeld!
Was bekommt man ab 4.999 € - und was für fast 9.000 €?Viele Hersteller bieten SUV E-Bikes mit Diamantrahmen an, bei denen das Oberrohr tiefer angesetzt ist oder abgeschrägt verläuft. Rahmenform ist das eine - Gewicht das andere. Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Modell liegen fast 10 kg - so viel wie eine volle Kiste Äpfel vom Wochenmarkt.
Klar also: Oder? Einfach zum SUV E-Bike mit der höchsten Motorpower greifen. 1. Am Ende zählt das gesamte Bike - ABER: Das Motorsystem prägt den Charakter eines SUV E-Bikes maßgeblich mit. Klar ist: Schwere SUV E-Bikes brauchen kontrollierbare Power. Sie wollen nicht irgendwie, sondern mit Nachdruck den Berg hoch.
Akkukonzept - Entnehmbar oder fest? Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du viel gezielter wählen, welches Bike zu deinem Alltag passt. In unserem Testfeld ist jeder Akku entnehmbar - ein klarer Vorteil für alle, die am Stellplatz keine Steckdose haben. Denn niemand will sein SUV E-Bike durchs Treppenhaus in den zweiten Stock tragen.
ABS am Fahrrad?
Schon 2018, als Bosch das erste eBike ABS auf den Markt brachte, waren wir begeistert. Besonders hilfreich ist das System auch, wenn mal jemand anderes mit dem Bike unterwegs ist: Ein Freund, der selten Rad fährt oder keine Erfahrung mit verschiedenen Untergründen hat, bekommt durch das ABS eine wertvolle Unterstützung.
ZGG - Wie viel willst du mit deinem zukünftigen SUV E-Bike transportieren?
Bikepacking, Wocheneinkauf oder Tour am Wochenende! Jedes Bike hat ein „zGG“, ein zulässiges Gesamtgewicht, das vom Hersteller bestimmt wird. Gemeint ist nicht nur die Gepäckträgerzuladung, sondern das gesamte E-Bike-Systemgewicht: also Rad, Fahrer samt Ausstattung und Gepäck sowie evtl. ein Anhänger. Das zGG solltet ihr bei der Anschaffung also unbedingt im Blick behalten.
Wie sicher muss euer E-SUV sein?
Smartphone raus, App auf - und schon weißt du, wo dein Bike steht, wie weit du noch kommst oder ob jemand gerade versucht, es zu klauen. GPS-Tracking, Navigationshilfe, Alarmanlagen und Motor-Sperren - das digitale Schutzschild ist längst Realität.
Anstieg in Sicht - erst mal runterschalten … Gedanken wie diese gehören bei modernen Automatik-Schaltungen der Vergangenheit an. Systeme wie Auto.Shift von Pinion übernehmen das Schalten für euch - ganz automatisch. In unserem Testfeld sind ausschließlich Bikes mit der Pinion MGU damit ausgestattet, obwohl auch Bosch, Shimano und andere Hersteller Automatiklösungen im Portfolio haben.
Das CENTURION macht on- wie offroad eine sehr gute Figur
Im aktuellen E-Bike-Neuheiten-Test des ElektroRad-Magazins (01/2024) wurde unser vollgefederter Tiefeinsteiger Country R3000i LX auf Herz und Nieren getestet. Die Redaktion zeigte sich von unserem Konzept vollauf begeistert. Das Country LX sei ein durchweg „feines Tourenfully“.
Dabei führte die Redaktion aus, dass wir unsere langjährige Fully-Kompetenz „gekonnt in den Tourensektor“ übertragen hätten. „Das vollgefederte Tiefeinsteiger-Bike entspricht absolut dem Zeitgeist“. Der Spagat zwischen den Fahrleistungen eines Mountainbikes mit dem „Komfort eines Hollandrades“ gelinge sehr gut. Mit einer angenehm aufrechten Sitzposition biete das Bike viel Kontrolle.
Mit unserem „Komfort-Fully“ könne man auch prima im Gelände Spaß haben. „Die Reifen haben in tiefem Matsch noch ordentlich Grip, der Motor schiebt dabei sehr kraftvoll, aber dosiert an, und das Fahrwerk schluckt auch wilde Schläge.“ Auf der Straße biete das Country LX „sänftenartigen Komfort“.
Was der Redaktion besonders gefiel:
- großdimensionierte 4-Kolben-Bremsen
- clevere Ladebuchse mit Option, den Range-Extender am Steuerrohr anzubringen
Fünf Tiefeinsteiger E-Bikes im Test
Einfach aufsteigen und losradeln: Tiefeinsteiger-E-Bikes machen den Einstieg in den E-Bike-Alltag so bequem wie nie. Doch zwischen günstigem City-Bike und High-End-Tourer liegen Welten.
Fünf Tiefeinsteiger-E-Bikes, fünf Charaktere: vom SUV auf zwei Rädern bis zum Schnäppchen für den Stadt-Dschungel. Wir haben Akkus leergefahren, Schaltungen malträtiert und Bremsen zum Glühen gebracht - alles im Dienst der Wahrheit.
Kurz & knapp: Tiefeinsteiger im Test!
- Velo de Ville SEB 990 Pro: top Ausstattung, hoher Preis
- Winora Yakun X12: ideal für Pendler und Tourenfahrer
- Gudereit EC 5.8 Evo: zuverlässig & komfortabel
- Riese & Müller Nevo4 GT: vielseitig, aber teuer
- SMAFO Luca: günstiges, solides Stadtrad - aber sparsam ausgestattet
Einige Modelle im Detail
- Velo de Ville SEB 990 Pro: Das alles dran E-Bike
- Motor & Akku: Bosch Performance Line CX Smart, 750 Wh
- Gewicht: 30,6 kg (mit Pedalen)
- Zielgruppe: Komfort- und Tourenfahrer mit Anspruch
- Kritikpunkte: Teuer in Vollausstattung, hohes Gewicht
- Winora Yakun X12: Der bequeme Tiefeinsteiger
- Motor & Akku: Bosch Performance Line CX, 750 Wh
- Gewicht: ca. 30 kg
- Zielgruppe: Pendler und Tourenfahrer
- Kritikpunkte: Kabelsalat am Lenker, schwer
Tiefeinsteiger E-Bikes: Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit
Unter den verschiedenen Typen von e-Bikes stechen Tiefeinsteiger e-Bikes als besonders komfortable Begleiter im Alltag heraus: Sie bieten eine Vielzahl von Vorteilen und sind gerade für unsichere oder auch ältere Fahrer:innen eine willkommene Alternative im Straßenverkehr.
Tiefeinsteiger e-Bikes zeichnen sich, wie der Name bereits vermuten lässt, durch ihre niedrige Rahmengestaltung mit einem tiefen Einstieg aus, die das Auf- und Absteigen erleichtert. Da das Bein beim Aufstieg und Abstieg nicht so weit angehoben werden muss, ermöglicht der Tiefeinsteiger im Gegensatz zu herkömmlichen Bikes ein besonders komfortables Fahrerlebnis. Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Gleichgewichtssinn ist dies daher als großer Vorteil zu betrachten.
Barrierefreiheit: Die niedrige Einstiegshöhe macht das e-Biken für Menschen jeden Alters und mit eingeschränkter körperlicher Verfassung zugänglich.Komfort: Das Ein- und Aussteigen bei Tiefeinsteiger e-Bikes ist viel einfacher und erfordert weniger Anstrengung als bei herkömmlichen Fahrrädern.
Im Vergleich zu anderen Rahmenformen, wie Diamant-Rahmen, sind die Auswahlmöglichkeiten bei Tiefeinsteiger e-Bikes jedoch möglicherweise begrenzter: Beispielsweise können sich herstellerseitig spezielle Funktionen oder auch Designoptionen nicht so leicht umsetzen lassen, da das entsprechende Oberrohr fehlt.
Vorteile von Tiefeinsteiger E-Bikes
Ein gut designtes E-Mountainbike mit tiefem Durchstieg bietet Vorteile für eine breite Zielgruppe. Zudem haben Tiefeinsteiger in kniffligen Fahrsituationen einen Vorteil: Gerade Neulinge tendieren dazu, in Gefahrensituationen aus dem Sattel zu steigen, um ein oder beide Beine schnell auf den Boden zu bringen. Doch dass das nicht nur auf Damen mit langen Röcken zutrifft, haben auch die Bike-Hersteller erkannt und preisen ihre Tiefeinsteiger daher häufig als Wave-Rahmen statt als Damenrad an.
Ein Oberrohr verleiht jedem E-Bike viel Rahmenstabilität. Ohne Oberrohr muss der restliche Rahmen verstärkt werden, was sich oftmals in einem etwas erhöhten Gewicht niederschlägt. Insbesondere bei hoher Beladung auf dem Gepäckträger kam es bei manchen der von uns getesteten Modelle zu Lenkerflattern. Allerdings leiden auch viele klassische Tiefeinsteiger ohne Heckfederung unter diesem Phänomen.
Alternativen zum Tiefeinsteiger
Du möchtest flexibel im Alltag unterwegs sein, fühlst dich aber sowohl auf einem Fahrrad als auch auf einem e-Bike nicht mehr sicher genug? Dann könnte ein Dreirad für Erwachsene eine Option für dich sein.
Die Welt der Komfort-Tiefeinsteiger ist bunt und vielseitig
Vom sportlichen Tourenrad bis zum Easy-Rider-Cruiser ist alles dabei. Das macht es für Sie als Fahrer nicht gerade leichter. Die ausführlichen Testberichte der Tiefeinsteiger-E-Bikes lesen Sie in der ElektroRad 7/2024.
SUV-E-Bikes: Der richtige Motor
Der fast schon traditionelle Antrieb für ein SUV ist ein Bosch Performance CX (Victoria, Koga), der kräftigste Motor aus diesem Hause. Aber auch ein Giant/Synchros der neuen Generation mit ähnlich bärenstarker Ausrichtung oder Shimanos E301 (Hohe Acht) sind wie geschaffen dafür, auch bei hohen Systemgewichten und steilen Wegen dynamisch zu agieren.
Von der anderen Seite kommt der neue “kleine” Bosch, der damit ein neues SUV-Gefühl eröffnet: der SX-Antrieb (Kalkhoff) mit gerade einmal 55 Newtonmetern und gänzlich anderer Charakteristik. Er erfordert für gefühlt minimal weniger Schub als die Großen eine etwas höhere Trittfrequenz. Für viele Fahrer fühlt sich diese allerdings harmonischer an. Wer also gern mit schnelleren Beinen unterwegs ist, ist mit dieser sparsameren Variante von Bosch und entsprechend kleinerem Akku (400 Wattstunden) auch sehr zufriedenstellend unterwegs. Ein schöner Nebeneffekt: einige Kilo weniger Radgewicht!
Der passende Akku für ein SUV-E-Bike
Eine wichtige Frage für Allrounder-Fans: Brauche ich wirklich so viel Reichweite, wie mir die klassischen SUV-E-Bikes bieten - oder will ich lieber ein leichteres Rad haben, etwa weil ich es im Alltag des Öfteren heben oder tragen muss? Wer zu 90 Prozent unter 50 Kilometern Entfernung bleibt, kann getrost auf einen Akku mit 500 bis 600 Wattstunden setzen.
Bremsen: wartungsarm und stark
Viel Eigengewicht und Gepäcktransport, womöglich noch auf abschüssigem Terrain, verlangen nach starken Bremsen. Alle unsere Testimonials verzögern mit vollhydraulischen Scheibenbremsen - und das ist gut so.
SUV-E-Bikes: Fully oder Hardtail?
Die beiden Fullys im Test zeigen ganz schnell: Vollfederung ist eine ganz andere Komfortqualität. Schon in der Stadt ist man in Sachen Schlagloch und Bordstein bequemer unterwegs als per lediglich frontgefedertem Fahrrad. Trotzdem muss man kein Komfortverächter sein, um sich hier auch mit Hardtails genauso wohl zu fühlen. Auch die breiten Pneus unserer SUV-E-Bikes aus dem Test leisten in der City sehr viel Wohlfühlkomfort.
Wichtiges Kriterium bei SUV-Bikes: Die Lenkerbreite
Trotzdem bleibt die Lenkerbreite: Unter anderem die durchwegs breiten Reifen, lange Radstände und eine am Geradeauslauf orientierte Geometrie führen dazu, dass E-Bikes nicht so quirlig zu fahren sind wie etwa ein Urbanbike und dass auch die Lenkung etwas schwerfälliger reagiert als dort. Das ist ein Grund, weshalb man im E-Bike-Bereich allgemein, aber vor allem im SUV-Sektor auf breite Lenker setzt. Am breitesten tritt unser Victoria mit 75 Zentimetern Lenkerlänge auf. Das verleiht viel Kontrolle bei schwierigem Untergrund.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- E-Bike Dreirad mit Mittelmotor: Komfort und Sicherheit für Senioren
- Tubeless-Reifen am Fahrrad: Entdecken Sie die Vorteile, Nachteile & alle wichtigen Fakten!
- Shimano Vanford Spinnrolle im Test – Das ultraleichte Powerpaket für Angler mit hohen Ansprüchen!
Kommentar schreiben