Trenoli Tanaro Sportivo E-Bike im Test: Sportlichkeit trifft auf Komfort

Wenn Funktion wichtiger ist als ein ungewöhnliches Design, sollte man sich dieses Rad ansehen. Gern wird über sogenannte Design-Räder berichtet - optische Kunstwerke, die für hippe Citybewohner gedacht sind. Die meisten Kunden sind allerdings mit einem konventionell gestalteten Rad weit besser aufgehoben, weil hier die Funktionalität stimmt.

Die Idee hinter dem Trenoli Tanaro Sportivo

Was die Idee hinter diesem Rad? Das Tanaro Sportivo kombiniert einen Rahmen, der sehr gemütlich beherrscht werden kann, mit einer kraftvollen Bosch-Ausstattung, wie sonst nur in E-Mountainbikes verbaut wird. Man hat also vom Rahmen her gesehen ein Rad für die Stadt und auch für Touren, dabei aber einen kraftvollen Motor, einen großen Akku und ein leistungsstarkes Display.

Antrieb und Leistung

Das Bike wird durch den Performance Line Mittelmotor angetrieben, er liefert bis zu 65 Nm. Die CX-Variante ist noch stärker, aber dieses mehr an Drehmoment macht nur Sinn in einem echten Mountainbike, mit dem steile Trails bezwungen werden. Im Vergleich zum CX ist der normale Performance Line Motor deutlich leiser, auch dann, wenn Leistung abgefordert wird. Dazu wird der stärkste Bosch-Akku mit 625 Wh verbaut. Wie heute üblich ist der Akku im Rahmen untergebracht.

Die Reichweite des Pakets liegt bei etwa 65 Kilometern, wenn der Motor auf der Höchststufe läuft und man sich selbst faul zurückhält. Mehr geht derzeit nicht, es sei denn, ein zweiter Akku kommt mit auf die Reise. Die meisten Kunden schätzen den großen Akku übrigens nicht deswegen, weil sie immer so lange Strecken fahren. Sie lieben es aber, ihr Rad seltener aufzuladen.

Die Kraft des Motors wird per Kette und 10 Gang Shimano XT Schaltung auf das Hinterrad gebracht. Anders geht es auch nicht, die bezahlbaren Nebenschaltungen vertragen so viel Drehmoment nicht. Der Bosch-Motor ist bekannt und nicht ohne Grund Marktführer. Mit ihm hat das Rad mehr als genug Kraft. Die eigentliche Besonderheit ist es, dass der Mountainbikeantrieb mit einem bequemen Rahmen kombiniert wird.

Komfort und Rahmen

An dem fallen mehrere Dinge auf. Zu empfehlen ist das Rad mit dem tieferen Einstieg. Es verfügt über ein abgesenktes Oberrohr, der Rahmen bleibt so auch unter Belastung steif. Doch Auf- und Absteigen und ein Ampelhalt sind bequemer als bei einem hohen Oberrohr. Auffällig ist die hohe Position des Lenkers. Sie überragt den Sattel deutlich. Dadurch sitzt man sehr aufrecht und nur leicht vornübergebeugt.

Viele Fahrer lieben diese Position und rüsten ihre Räder nachträglich mit einer Verlängerung des Steuerrohres um und haben dann meist das Problem, dass Bremsleitungen und Schaltzüge nicht mehr lang genug sind. Hier ist das alles gleich richtig eingebaut. Man sollte beim Kauf darauf achten, den richtigen Mix von eigenem Körperbau und Fahrradgröße zu ermitteln. Durch die vergleichsweise breiten Reifen (55 Millimeter Schwalbe Marathon E-Plus) läuft das Rad gut und sicher - auch auf Feldwegen und rauem Grund.

Aber auch mit dicken Gummis und starken Motor wird das Rad nicht zur MTB-Bergziege. Wieso? Ab etwa 13 bis 15 Prozent Steigung muss das Gewicht des Fahrers beim Mountainbike nach vorn über den Lenker gebracht werden, um noch Haftung auf dem Boden zu erzeugen. So eine Haltung - auf den Pedalen stehend nach vorn gelehnt - ist bei dem gemütlichen Rahmen nicht drin. Obwohl man auf dem Rad sehr gemütlich sitzt und es die großen Reifen hat, ist es erstaunlich wendig und agil. Das liegt an der vergleichsweisen steilen Gabel und dem geraden Sport-Lenker (Ergotec Low Riser 720 mm).

Display und Konnektivität

Beim Display wurde das Sahnestück von Bosch gewählt, die Kiox-Anzeige. Sie kann man mit der Smartphone-App verbinden. Die einfachen Displays zeigen die Grundfunktionen eines Rades an, wie Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe, Reichweite, Status des Lichtes. Kiox ist dagegen ein ausgewachsener Bike- und Trainingscomputer mit fast unendlichen Funktionen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Unsere Meinung: Die einen werden es lieben und den Computer voll nutzen.

Preis und Fazit

Das Rad kostet angemessene 3649 Euro - die hochklassige Ausstattung macht sich beim Preis natürlich bemerkbar. Das Trenoli Tanaro Sportivo hält, was es verspricht. Es ist ein sehr sportliches, kraftvolles Rad mit den Vorzügen der gemütlichen Haltung eines City-Bikes. Mit ihm ist man für Touren und auch für Pfade gerüstet. Es ist auch die richtige Wahl, wenn man in einer Gegend mit Steigungen lebt. Das Tanaro Sportivo ist gewiss kein richtiges Mountainbike, doch auf gedeckter Fahrbahn wird es einen (fast) jede Steigung heraufbringen. Ein Rad mit Tourenbike-Motor steigt dagegen schon bei Steigungen um zehn Prozent aus.

Weitere Testberichte und Meinungen

Das völlig neu gestaltete trenoli BRENTA sportivo konnten wir als universelle Allround-Maschine wahrnehmen, die komfortabel und sportlich den definierten Einsatzmöglichkeiten des Herstellers voll entspricht. Mit dem BRENTA sportivo Bike fährt man genau richtig, wenn man einen sportlichen Pedelec Allrounder mit einem starken Motor sucht. Die zwei Pedelec-Varianten punkten mit Ihren Vorteilen - ganz gleich ob in der City, auf Touren oder beim Trekking. Dies bestätigt auch das „Velo TOTAL“ Magazin in Bezug auf seinen E-Bike-Test 2020.

Die neuesten Motoren- sowie Akku-Technologien ermöglichen hohe Reichweiten bei viel Komfort und einzigartigem Fahrgefühl. Der Lithium-Ionen-Akku wurde bewusst am Unterrohr platziert, um für mehr Fahr- sowie Spurstabilität zu sorgen. Gleichwohl bleibt das Trekking E-Bike sehr leicht zu führen und bietet so beste Voraussetzungen für eine City-Tour. Das sportliche Design der Bikes mit der attraktiven Lackierung rundet das Gesamtpaket des Pedelecs ab und lässt das Elektrofahrrad in edler Farbbrillanz erscheinen.

Das Pedelec BRENTA sportivo T überzeugt mit seiner sportlichen Rahmengeometrie. Mit modern abfallendem Oberrohr zum Sattel hin entsteht das Trapez, welches eine aktive Sitzposition sowie leichtes Auf- und Absteigen vom Fahrrad möglich macht. Zudem verleiht diese Rahmenart dem E-Bike ein dynamisch-sportliches Aussehen welches durch die farblich aufeinander abgestimmten Komponenten in matten und glänzenden Farben mit attraktiven Dekoren unterstrichen wird.

Das Elektro-Fahrrad verfügt über eine hochwertige und robuste Shimano 10-Gang-Kettenschaltung, welche für eine perfekte und maximale Kraftübertragung sorgt. Vor allem bei wechselnden Bodenverhältnissen kann die Schaltung beweisen, was in ihr steckt. Durch die leichten und schnellen Gangwechsel ist das E-Bike für jedes Terrain bestens gerüstet. Die kräftigen, hydraulischen Shimano Scheibenbremsen mit 180 Millimeter vorne wie hinten sorgen bei jeder Tour, gleich ob in der Stadt oder Umgebung, für höchste Kontrolle des Pedelecs.

Bei Umlandtouren bewährt sich die NEX E25-Federgabel von Suntour welche eigens für E-Bikes entwickelt wurde. Sie federt gekonnt Unebenheiten sowie Stöße ab. Ergonomische Komfortgriffe sowie der bequeme Sattel „Essenza“ von Selle Royal machen lange Ausfahrten mit dem Fahrrad zu einem allzeit komfortablen Erlebnis. Und sollte es doch überraschend schnell Abend werden: die hellen AXA Blue-Line 30 Lux LED Scheinwerfer lassen Sie nicht im Dunkeln stehen. Abgerundet wird das Trekking E-Bike durch die pannensichere Bereifung „Ride Tour“ des Herstellers Continental mit robusten Schutzblechen der Marke SKS.

Seit nunmehr 30 Jahren importiert die MSA Motor Sport Accessoires GmbH motorisierte Zweiräder nach Deutschland. Zunächst sechs Modelle anbietend, die auch damals schon überwiegend mit Komponenten von Bosch und SR Suntour bestückt waren, hat die MSA GmbH an ihrem Firmenstandort Weiden mittlerweile ein eigenes Servicezentrum für E-Bikes errichtet. Auch um Handelspartnern schnelle und kompetente Hilfe bei Fragen zu allen Trenoli-Modellen bieten zu können.

Auch diese sollen laut Geschäftsführer Gerald Federl dank Verbesserungen der Händlermarge von den „erheblichen Preisreduzierungen“ profitieren, die das Unternehmen im vergangenen Sommer ausgerufen hat. Im Fokus dabei stand aber klar der Endkunde, dem seither tatsächlich die recht attraktiven Kaufpreise der Trenoli-Flotte noch mehr ins Auge stechen dürften.

Die Neugier auf Weiteres war im Testfahrerteam geweckt, sodass wir mit dem Livenza Sportivo T ein drittes Trenoli-Bike der aktuellen Modellreihen noch mal ausführlich auf die Probe stellen wollten. Denn: mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3099 Euro stellt dieses in der uns gelieferten Ausführung das günstigste aus der E-Trekking-Linie dar.

Aber der Reihe nach: Wie bei allen Trekkingmodellen strahlt auch der Aluminiumrahmen des vor uns stehenden Testrades eine ordentliche Portion Robustheit aus. Und signalisiert damit auf Anhieb, dass es mit reichlich Widerstandsfähigkeit gesegnet, gerne auch in anspruchsvollen Gelände-Arealen an seine Grenzbereiche gebracht werden will. Wir sind gespannt, ob es dieses (optische) Versprechen halten kann. Am unter einer nach unten zu öffnenden Alu-Klappe im bulligen Unterrohr sitzendem Akku soll es jedenfalls nicht „scheitern“ - Stromreserven von 625 Wattstunden öffnen Strecken- sowie Höhenmeterhorizonte.

Ohnehin ist das Livenza Sportivo T mit einer gut ausleuchtenden Axa-Lichtanlage, 25 Kilogramm schulterndem Gepäckträger, stabilem Kettenschutz sowie ausreichend breiten Kunststoff-Spritzschützern von SKS auch für den urbanen Alltag bestens gerüstet. Mehr dort, als auf sportlichen Trekkingtouren, lässt sich auf jeden Fall Selle Royals Aurora Sattel mit seiner breiten und recht weichen Auflagefläche verorten. Bis zu moderaten Forstwegen macht das Trenoli eine souveräne Figur aus Antriebsfreude und Spurtreue bei spürbar hoher Rahmensteifigkeit - auch bei Maximalbeladung zweier Packtaschen.

Auch die moderat geprägte Sitzposition sowie das Handling des leicht nach innen gekröpften Lenkers mit Flossengriffen zahlt auf gute Komfortwerte ein. Wohlwollende Cockpitdämpfung stellt die Suntour-Gabel SF-15-NEX-E25 mit ihrem 50-Millimeter-Federweg sicher. Schnell wird aber spürbar, dass der nach noch anspruchsvollerem Offroadgeläuf lechzende CX-Maschinenraum durch das sonst zwar stimmige, aber in seiner Geländetauglichkeit begrenzte Komponentenpaket ausgebremst wird.

Dies keinesfalls als Nachteil zu werten, sollten Fahrer des Livenza Sportivo T jedoch der Verführung widerstehen, moderates Trekkingterrain gegen anspruchsvollere Geländeritte „einzutauschen“. Genau dafür steht nämlich auch Shimanos verbaute Altus-Kettenschaltung mit soliden 1 x 8 Gängen, die eine Übersetzung von 309 Prozent anbietet - und an Steilstücken ihren Grenzbereich betritt. Mit etwas Übung bzw. spielerischem Umgang mit der CX-Motorkraft kann mit ihm, vor allem im Turbo-Modus mit gewaltigem 340-Prozent-Support zur eigenen Tretleistung, dennoch überraschend beherzt geklettert werden. Im Idealfall auf moderatem und nicht zu grobsteinigem Waldbodengeläuf, da sich hier die klassische Trekkingbereifung der Continental-Pneus am wohlsten fühlt.

Und auch auf schlichtem Asphalt mit beachtlich wenig Rollwiderstand regelrecht leichtfüßig davonsprintet. Mit einer Reifenbreite von 47 mm geht Trenoli also einen gut austarierten Mittelweg zwischen Trekkingspaß im leichten Gelände und effizientem Metermachen auf Teerboden.

So sahen wir uns bezüglich unseres Ersteindrucks bestätigt, dass sich Trenoli in aller erster Linie auf Robustheit konzentriert hat, um ein Trekkingrad für einen sehr breiten Einsatzbereich auf die Räder zu stellen. Während an der Schaltung etwas „gespart“ wurde, spendieren die Oberpfälzer Livenza Sportivo T eine Extra-Portion Antriebspower, welche die Bewertung des in sich stimmigen Gesamtkonzeptes klar überstrahlt - und auch beim Anfahren in der Stadt flotten Fahrspaß liefert.

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