E-Bike selber zusammenbauen: Eine detaillierte Anleitung

E-Bikes sind derzeit im Handel nicht nur schlecht verfügbar, sondern werden auch teurer. So wundert es nicht, dass immer mehr auf die vermeintlich geniale Idee kommen, sich ihr E-Bike selbst zu bauen. Aber darf man das offiziell überhaupt? Was ist der rechtliche Rahmen, was sind die Fallstricke?

In den letzten Wochen haben in den sozialen Medien verstärkt Anfragen und Anleitungen zum Do-it-yourself-E-Bike kursiert. Aber was darf man eigentlich und worauf sollte man achten, wenn man sein Bike umrüsten bzw. selbst zusammenbauen möchte? Um alles umfassend und richtig darstellen zu können, ist es wichtig, sich rechtliche Gegebenheiten sowie DIN-Normen und unterschiedliche Richtlinien im Detail anzusehen.

Rechtliche Aspekte beim E-Bike-Eigenbau

Wenn wir hier vom E-Bike sprechen, meinen wir im rechtlichen Sinne das Pedelec. Das Pedelec ist straßenverkehrsrechtlich als Fahrrad eingestuft. Man braucht dafür keinen Führerschein und keine Versicherung - die durchschnittliche Motorleistung des Elektromotors ist hier auf 250 W begrenzt und der Antrieb unterstützt beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. International wird hierfür die Bezeichnung EPAC (Electrically Power Assisted Cycle) genutzt.

Wichtig: Ein Fahrrad wird durch das Hinzufügen eines Motors zum Pedelec und dafür gelten andere Normen und Vorschriften, z. B. greifen für ein Pedelec die Maschinenrichtlinie und die EMV-Richtlinie.

Aussage des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV)

Wir haben Ernst Brust, den Geschäftsführer des ZIV, um eine rechtliche Einordnung zu selbst gebauten E-Bikes gebeten. Er meint: „Auch Pedelecs, die von Privatpersonen zum Eigengebrauch gebaut werden und außerhalb eines Privatgeländes benutzt werden, unterliegen der Maschinen- und EMV-Richtlinie und müssen gemäß der Norm DIN EN 15194-2017 geprüft werden.

DIN EN 15194-2017

Aber was genau umfasst diese DIN EN 15194-2017 für E-Bikes? Was muss man bei der Prüfung alles vorweisen können? Das Produktsicherheitsgesetz zwingt jeden Hersteller - unabhängig von jeder Norm - dafür zu sorgen, dass die Sicherheit beim Gebrauch des Bikes gewährleistet ist. Grundsätzlich muss jedem Pedelec, das innerhalb der EU verkauft wird, eine EU-Konformitätserklärung beiliegen. Sie ist meistens in der Bedienungsanleitung mit abgedruckt oder liegt extra als Papierdokument bei.

In Absatz 2 (i) dieser Richtlinie ist ganz klar geregelt, wen diese Richtlinie betrifft: „[Es] wird jede natürliche oder juristische Person, die eine von dieser Richtlinie erfasste Maschine oder unvollständige Maschine in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt, als Hersteller betrachtet.“ Das heißt im Klartext: Auch Privatpersonen müssen sich an die Maschinenrichtlinie halten, denn rein rechtlich gelten sie als Hersteller. Wer die Richtlinien einhält, bekommt nach der Prüfung die Erlaubnis, das CE-Kennzeichen auf der Maschine, sprich dem Pedelec, anzubringen.

Innerhalb der EU unterliegt auch das von einer Privatperson zum persönlichen Gebrauch gebaute Pedelec der Maschinen- und EMV-Richtlinie und muss gemäß der Norm DIN EN 15194-2017 geprüft werden. Das gilt auch für die unentgeltliche Weitergabe des E-Bike-Eigenbaus, wobei das Verschenken als Inverkehrbringen innerhalb der EU mit allen dazugehörigen Pflichten zählt. Dieses schließt auch ein CE-konformes Typenschild am Pedelec mit ein.

Deshalb müssen die Hersteller von Betriebsmitteln auch nachweisen, dass ihre Geräte die Anforderungen dieser Richtlinie erfüllen. Das geschieht in einem sogenannten Konformitätsbewertungsverfahren (siehe unten). Die CE-Kennzeichnung ist eine eigenverantwortliche Prüfung des Herstellers - nur ganz selten prüft eine unabhängige Zertifizierungsstelle das Produkt. Sie sichern damit zu, dass ihr Produkt den geltenden europäischen Vorschriften entspricht und dem Konformitätsbewertungsverfahren (siehe unten) unterzogen wurde.

Mit der Konformitätserklärung bestätigt ein Hersteller oder Importeur, dass sein Produkt die geltenden EU-Richtlinien und -Normen erfüllt. Was in der Erklärung genau enthalten sein muss, unterscheidet sich je nach Produktart. Gleich ist: Die Haftung übernimmt in der Regel der Hersteller.

Normen für E-Bikes: ISO 4210 und EN 15194

Für E-Bikes gelten zwei Normen, die ISO 4210 und die EN 15194. In der ISO 4210 für Fahrräder (europäisch und international gültig) sind einheitliche Teststandards festgelegt, die der Industrie die Prüfaufbauten beschreiben. Sie gilt für sogenannte EPAC (Electric Power Assisted Cycles), die mit Pedalen und einem elektrischen Hilfsmotor ausgestattet sind und auf öffentlichen Straßen verwendet werden.

In der EN 15194 werden ebenfalls Prüfaufbauten beschrieben, allerdings mit erhöhten Lasten und einem maximalen Systemgewicht von 120 kg. Durch das Hinzufügen eines Motors wird ein Fahrrad zum E-Bike und somit zur Maschine. Damit gelten andere Normen und Vorschriften.

Findet man einen Händler, der einem sein geliebtes Fahrrad (hier gilt die ISO 4210) zu einem E-Bike (hier gilt zusätzlich die EN 15194) aufrüstet, ist man erst mal fein raus. Denn dann trägt der Händler das Risiko beim Umbau. Rein rechtlich hat der Händler damit ein neues Produkt hergestellt und müsste die oben genannten Prüfungen eigenverantwortlich durchführen. Und das für jedes einzelne E-Bike!

Auch ein noch so gut geschulter Fahrradmechaniker kann aber die hundertprozentige Eignung von Rahmen und Komponenten für einen Umbau kaum feststellen und umsetzen. Bei älteren Fahrrädern kommen außerdem Faktoren wie Materialermüdung und Folgen von Stürzen hinzu. Das heißt, jeder Händler nimmt in diesem Fall sehr hohe Risiken auf sich und sollte sich dessen bewusst sein.

Eine weitere Möglichkeit ist, sich einen Nachrüstsatz zu besorgen - beim Händler oder direkt im Internet - und sein Bike selbst aufzurüsten. Aber auch hier muss man wissen, dass derjenige, der sein Fahrrad umbaut, zum Hersteller einer Maschine wird. Will man ein legales Bike bauen, muss man damit auch als Privatperson zur Prüfung.

Tipp: Checkt zuerst, ob sich das Upgrade vom Fahrrad zum E-Bike überhaupt lohnt. Beim sportlichen E-MTB haben wir größte Zweifel und hier ist ein Gebrauchtkauf sicher die bessere Entscheidung.

Weitaus eleganter, aber auch teurer ist es, sich ein Frame-Set zu besorgen. Solche kompletten E-Bike-Rahmensätze gibt es z. B. von Specialized. Hat man sich für ein Rahmenset entschieden, dann bekommt man den Rahmen inkl. montiertem Motor, Akku und Dämpfer geliefert.

Dominik Geyer: Der Käufer eines Rahmensets muss beim Kauf beachten, dass die Bauteile technisch kompatibel mit dem Rahmenset sein müssen und die Produkteigenschaften zum bestimmungsgemäßen Gebrauch des Komplettrads passen.

Tipp: Das eigene E-MTB zu individualisieren, ist eine verlockende Vorstellung. Aber wer kein Schrauber-Gen und passendes Werkzeug hat, sollte dennoch besser zum Komplett-Bike greifen.

Darf man sein eigenes E-Bike selbst zusammenbauen?

Ja, grundsätzlich darf man erst mal alles bauen, was man will. Wenn man damit legal auf die Straße möchte, dann muss man - wie oben schon erwähnt - allerdings auch als Privatperson die Maschinenrichtlinie einhalten. Das Nichteinhalten der Normen (siehe Glossar) durch eine Privatperson führt in der Regel zu keiner Sanktionierung, hier besteht ganz offensichtlich ein Graubereich.

Wichtig ist, dass man nicht über die 25-km/h-Motorunterstützung kommt und dass das Bike nicht schneller als 6 km/h mit einem Gashebel bzw. einer Schiebehilfe ohne Unterstützung fährt. Denn sonst gilt das Bike als Kraftfahrzeug und unterliegt noch viel schärferen Auflagen.

Beim Eigenbau sollte man außerdem wissen, welchen Motor man gerne verbauen würde, schließlich muss er zum Rahmen passen. Hat man dann doch einen Motor ergattert, muss man darauf achten, dass der gekaufte Rahmen die entsprechende Motoraufnahme besitzt. Außerdem muss der Akku mit dem Motor und dem Ladegerät kompatibel sein, das sogenannte System-Package muss stimmen. Man sieht: Der Eigenbau erfordert jede Menge Wissen und Know-how.

Deshalb sollte man dringend darauf achten, dass jedes gekaufte Teil mit einer CE-Kennzeichnung versehen ist.

Tipp: So reizvoll der Eigenbau auch sein mag - es stellt schon eine große Hürde da, dass keiner der renommierten Hersteller seine Motoren an Endkunden verkauft.

Kosten für die Prüfung eines selbstgebauten E-Bikes

Was kostet eine Prüfung inkl.? Was braucht man also, um ein Pedelec legal im öffentlichen Verkehr betreiben zu dürfen? Für eine Komplettradprüfung (Komplettfahrzeug und einzelne Bauteile), die schlussendlich zur Konformitätserklärung führt, belaufen sich die Kosten auf 20.000-25.000 €. Allein die EMV-Prüfung kostet rund 3.000 € und führt damit die Idee des Geldsparens beim Eigenbau ad absurdum.

Wer also auf der Suche nach einem günstigen Bike ist, sollte sich lieber unseren Budget-Vergleichstest anschauen, als das E-Bike selbst zu bauen.

Haftung und Versicherung im Schadensfall

Mit welchen rechtlichen Konsequenzen muss man in einem Schadensfall mit dem selbstgebauten E-Bike rechnen? Laut der EU-Maschinenrichtlinie ist die Privatperson Hersteller des E-Bikes und hat eine eigenverantwortliche Prüfung zu veranlassen, um eine CE-Kennzeichnung zu erlangen.

Das Ergebnis unserer schriftlichen Anfrage bei der Allianz: Eine Privathaftpflichtversicherung wird trotz Nichteinhaltung der Normen und Standards, wie Konformitätserklärung, CE-konformes Typenschild etc., bei einem E-Bike Marke Eigenbau den Schaden Dritter übernehmen. Bei einem nachfolgenden Telefonat mit der Allianz wurde uns bestätigt, dass die private Haftpflichtversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit Schäden gegenüber Dritten übernimmt.

Wichtig: Wie andere Versicherungen das handhaben, muss im Einzelfall geklärt werden! Eine generelle Anfrage reicht meist nicht, am besten lässt man seinen vorhandenen Vertrag prüfen, da der je nach Abschlusszeitpunkt bzw.

Im Gegensatz zum Händler bewegt sich der Endverbraucher in Sachen Haftung also noch in einer Grauzone. Das sollte aber kein Freibrief sein! Deshalb werden die Versicherungen den Anspruch im Einzelfall prüfen - ein Restrisiko bleibt also.

Online-Bestellung und Montage eines Fahrrads

Bestellst du dein Fahrrad online, hast du wenige Tage später ein zusammengebautes Fahrrad, das nach wenigen Handgriffen einsatzbereit ist. Pedale anschrauben, Lenker und Sattel ausrichten - und los geht's.

Hast du dir online ein Fahrrad ausgesucht und dich dafür entschieden, es dir direkt zu dir nach Hause schicken zu lassen, wird es innerhalb weniger Tage von einer Spedition oder einem Paketdienstpartner Paketdienstleister geliefert. Das Fahrrad kommt sicher verpackt in einem großen Karton bei dir an. Hast du ihn geöffnet, hebst du das Fahrrad einfach nach oben heraus. Danach wartet nicht mehr viel Arbeit auf dich, da das Fahrrad oder E-Bike in den meisten Fällen schon sehr gut vormontiert ist: Laufräder, Schaltung, Bremsen und Lichtanlage sind eingebaut und eingestellt.

Montage-Schritte

  1. Lenker einstellen:
    • Schritt 1: Der Lenker ist in der Regel bereits eingebaut. Sollte das nicht der Fall sein, entferne den Vorbaudeckel, indem du die vier Schrauben am Lenker mit dem passenden Inbusschlüssel (Größe: vier, fünf oder sechs Millimeter) löst.
    • Schritt 2: Ist der Lenker bereits montiert, drehe den Vorbau nach vorn , sodass die Lichtanlage nach vorn zeigt.
    • Schritt 3: Danach ziehst du die Schrauben wieder fest : Ziehe erst die Lenkerschrauben links und rechts leicht an. Ziehe dann den Steuersatz an und anschließend den Lenker fest.
    • Schritt 4: Wenn du überprüfen willst, ob der Steuersatz fest genug sitzt, kannst du dein Fahrrad vor ein Hindernis (z. B. eine Wand stellen) stellen und mit etwas Druck nach vorne ruckeln, um zu testen, ob sich der Lenker noch weiter nach vorn bewegen kann. Bewegt er sich nicht, sitzt der Steuersatz gut.
  2. Pedale montieren:
    • Schritt 1: Die Pedale sind in der Regel mit einem Kabelbinder an der Sattelstütze festgezurrt.
    • Schritt 2: Prüfe, ob die Gewinde eingefettet sind.
    • Schritt 3: Setz die Pedale auf die Pedalachse. Die Kennzeichnung auf den Pedalen (L und R) verrät dir, welches Pedal - mit Blick in Fahrtrichtung - auf die linke und welches auf die rechte Seite gehört.
    • Schritt 4: Achte auf das Gewinde, wenn du die Pedale anbringst: Das rechte Pedal hat ein Rechtsgewinde, das linke ein Linksgewinde. Das bedeutet, dass du das rechte Pedal nach rechts festdrehen musst und das linke Pedal nach links.
    • Schritt 5: Ziehe die Pedale von der Innenseite der Kurbel mit einem passenden Inbusschlüssel (Größe: sechs oder acht Millimeter) fest.
  3. Sattel einstellen:
    • Schritt 3: Ziehe die Schrauben wieder fest und achte dabei auf das Drehmoment (max.
    • Schritt 4: Teste bei einer Probefahrt, ob die Sattelhöhe stimmt.

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du die Sattelneigung noch einmal überprüfen und die Sattelposition einstellen.

Besonderheiten bei verschiedenen Fahrradtypen

  • E-Bike: Der Akku ist verbaut und auch der Fahrradcomputer sitzt bereits am Lenker. Vor der ersten Fahrt solltest du den Ladezustand des Akkus prüfen.
  • Mountainbike: Um das online bestellte Mountainbike aufzubauen, drehst du den Vorbau richtig und steckst den Lenker ein. Beim Mountainbike und auch bei anderen Fahrrädern kann es vorkommen, dass du das vordere Laufrad noch einstecken und festziehen musst. Danach montierst du die Pedale wie gewohnt und bringst gegebenenfalls vorhandenes Zubehör an (etwa einen Flaschenhalter). Dann geht es daran, die Federgabel (Druck, Rebound, etc.) einzustellen.

Individuelle Konfiguration mit SIMPLON

Erstelle dein individuelles SIMPLON Traumbike mit unserem benutzerfreundlichen Online-Konfigurator. Ob du ein Rennrad für schnelle Strecken, ein MTB für Abenteuer oder ein Trekking-Bike für längere Touren suchst - der Konfigurator macht es dir leicht, das perfekte Bike für dich zu finden.

Mit dem SIMPLON Konfigurator kannst du dein Wunschfahrrad ganz nach deinen Vorstellungen zusammenstellen. Unser Konfigurator bietet dir eine einfache und detaillierte Möglichkeit, verschiedene Fahrradkomponenten auszuwählen, um dein passendes Bike zu gestalten. Du hast die Wahl zwischen unterschiedlichen Lenker- und Laufrad-Optionen, Bremsen, Gabeln und vielem mehr. Zusätzlich kannst du das Fahrrad mit praktischem Zubehör wie z.B. Der Konfigurator zeigt dir dabei immer den aktuellen Preis und das Gewicht an, damit du deine Auswahl optimal auf deine Bedürfnisse abstimmen kannst.

Bevor du mit der Ausstattung beginnst, steht die Wahl des richtigen Modells an. Egal ob sportliches Gravel Bike, wendiges E-MTB oder komfortables Urban Bike - bei SIMPLON findest du für jeden Einsatzzweck das passende Bike.

Im zweiten Schritt entscheidest du dich für eines der verfügbaren Ausstattungspakete. Diese sind bereits vorkonfiguriert und unterscheiden sich zum Beispiel in Schaltung und Bremsen. Du kannst dich nicht entscheiden?

Du hast dein Ausstattungspaket ausgewählt? Dann geht’s jetzt an die Feinarbeit: Konfiguriere dein Fahrrad genau nach deinen Anforderungen. Wähle unter anderem Sattel, Lenker, Vorbau oder Distanzen - ganz so, wie es zu deinem Fahrstil passt. Das Beste: Du kannst nichts falsch machen. Sobald eine Kombination von Komponenten nicht kompatibel ist, zeigt dir der Konfigurator automatisch passende Alternativen an.

Du möchtest dein Bike mit praktischem Zubehör ausstatten? Dann hilft dir die Vergleichsliste weiter. Um sie zu nutzen, klick einfach beim jeweiligen Paket auf den Button „Vergleichen“ (links). In der Vergleichsliste sind Komponenten, die bei den einzelnen Ausstattungspaketen unterschiedlich sind, fett markiert.

Gut zu wissen: Du kannst jede Konfiguration in die Merkliste geben.

Bist du mit deiner Konfiguration zufrieden, kannst du dir in der Ausstattungsübersicht alle Details noch einmal in Ruhe ansehen - inklusive Preis, Gewicht und sämtlicher Komponenten. Klick dafür einfach auf den Button „Ausstattung Übersicht“.

In deinem persönlichen Bereich kannst du ganz einfach ausgewählte Bikes verwalten. Deine gespeicherte Konfiguration kannst du jederzeit wieder aufrufen - ganz einfach über den Button „Bike ID laden“ oben rechts auf jeder SIMPLON Seite.

Auf den jeweiligen Modellseiten findest du bereits komplett vorkonfigurierte Ausstattungspakete.

Ohne das Individual System wäre SIMPLON nicht SIMPLON. Und das wird auch so bleiben! Du hast weiterhin unzählige Möglichkeiten, dir dein Bike ganz nach deinen Wünschen zu konfigurieren.

Endmontage und erste Schritte

Damit dein Fahrrad unbeschadet bei dir eintrifft, verpacken wir unsere Fahrräder in speziellen Fahrradkartons. Ist dein Fahrrad beschädigt, melde dich bitte hier. In den nächsten Schritten erfährst du, wie du dein Fahrrad passend auf dich einstellst.

  1. Öffne deinen Versandkarton: Entnimm zuerst den Zubehörkarton, dort sind die Aufbauanleitung sowie eventuelle Anbauteile enthalten (z.B. Pedale*).
  2. Entnehme auch dein Fahrrad/E-Bike aus dem Versandkarton: Bitte achte darauf das Verpackungsmaterial nicht zu beschädigen. Sollte dir dein neues Fahrrad/E-Bike nicht gefallen/passen, benötigst du den Karton für deine Rücksendung.

*Pedale im Lieferumfang? Jedes Rad braucht Pedale. Ob nun Klick- oder Plattformpedale, das ist eine individuelle Frage. Für welche du dich entscheidest, ist dir überlassen. Besonders in der MTB und Rennrad-Welt ist die Wahl der richtigen Pedale von Deinen persönlichen Ansprüchen abhängig. Unsere Hersteller stellen sehr oft keine Pedale zu ihren Fahrrädern zur Verfügung. Von uns bekommst du deshalb kostenlose Probepedale. Bitte achte darauf, dass diese nicht für den Langzeitgebrauch geeignet sind.

Lenker montieren

Ahead Vorbau

Drehe den Vorbau mit der Gabel in Fahrtrichtung nach vorne. Hierzu löse bitte die Klemmschrauben des Vorbaus am Gabelschaft. Daraufhin drehst du den Lenker in die richtige Position und ziehst die Schrauben wieder fest.

Achtung!Drehmoment beachten: An deinem Lenker/Vorbau steht eine Drehmomentsangabe z.B. max. 8 Nm an einem Aluminiumlenker. Bei Carbonlenkern reduziert sich das Anzugsmoment normalerweise auf max. 6 Nm!

Schaftvorbau

Löse die Klemmschraube, die vom Vorbau senkrecht in den Gabelschaft führt. Wenn die Schraube von einem Gummistopfen verdeckt wird, entferne diesen zunächst. Richte den Lenker anschließend am Vorderrad aus. Ziehe die Schraube wieder ordentlich fest, mit einem Drehmoment von mindestens 15 Nm. Zuletzt kann der Gummistopfen wieder angebracht werden.

Pedale montieren

  1. Gewinde einfetten: Vor der Montage bitte die Gewinde einfetten.
  2. Kennzeichnung der Pedale prüfen: Achte auf die Kennzeichnung auf deinen Fahrradpedalen. Diese sind mit "R" für rechts "L" für links (in Fahrtrichtung) markiert, dadurch erkennst du, welches Pedal auf welcher Seite anzubringen ist.
  3. Pedale in das Gewinde drehen: Beide Pedale werden jeweils zum Vorderrad hineingedreht. Beim rechten Pedal wird also im Uhrzeigersinn, beim linken Pedal entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Drehe nun die Pedale von Hand in die Kurbel, um ein Verkanten zu verhindern.
  4. Pedale festziehen: Nun ziehst du die Pedale mit dem beigefügten Pedalschlüssel kräftig an. Bitte die Pedale nach den ersten Kilometern Fahrt UNBEDINGT NOCH EINMAL NACHZIEHEN!

Satteleinstellung

  1. Sattelhöhe anpassen: Nachdem alle Komponenten montiert sind, kannst du dich letzten Feinheiten widmen. Insbesondere ist es wichtig, die korrekte Sitzposition auf dem Fahrrad zu finden. Im Allgemeinen ist die Maßangabe den Sattel Hüfthoch einzustellen, in den meisten Fällen zutreffend. Kontrolliere nach der Einstellung, ob beim Treten deine Knie nicht komplett durchgestreckt werden, sondern noch eine leichte Neigung vorhanden ist.
  2. Sattelneigung einstellen: Es ist außerdem wichtig, die Sattelneigung individuell einzustellen. Die richtige Neigung ermöglicht es, dein Körpergewicht gleichmäßig auf dem Sattel zu verteilen, sodass sich auch während langer Touren keine Ermüdungserscheinungen einstellen.

Tipp: Den Sattel richtig einzustellen gestaltet sich leichter, wenn eine zweite Person deine Körperhaltung auf dem Rad mit etwas Abstand betrachtet.

Lenkereinstellung

Öffne die vier Klemmschrauben und drehe den Lenker so, dass die Armaturen in einem für dich angenehmen Winkel stehen. Danach zieh bitte wieder die vier Klemmschrauben über Kreuz an, um ein Verkeilen zu vermeiden.

Winkelverstellbarer Lenker: Bei einigen Trekkingmodellen ist ein Winkelverstellbarer Lenker vorhanden. Öffne die Schraube und stelle den Winkel in eine für dich angenehme individuelle Fahrposition.

Am Ende - Bitte alle Schrauben nochmal überprüfen!!!

Wir empfehlen einen ersten Service nach etwa 300km und daraufhin eine regelmäßige Inspektion mindestens einmal jährlich in einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen. Gerne in einer unserer Filialen vor Ort!

Falls der Hersteller eine erweiterte Garantie anbietet, muss für eine Gewährleistung der Garantie das Fahrrad beim jeweiligen Unternehmen registriert werden. Nur in diesem Fall ist ein kompletter Garantieanspruch vorhanden. Bitte informiere dich beim Hersteller deines Rads über deinen Garantieanspruch und welche Schritte dafür notwendig sind.

Natürlich kannst du dein Fahrrad nach dem Auspacken und Aufbauen ausprobieren. Bitte achte darauf, dass die Probefahrt bei absolut trockenen Straßenverhältnissen (auf Asphalt) durchgeführt wird. Wir behalten uns bei einer Rücksendung vor, Gebrauchsspuren sowie selbstverschuldete Defekte in Rechnung zu stellen

Abschließende Schritte:

  • Vorderrad gerade, exakt auf Anschlag, in die Ausfallenden einsetzen und den Schnellspanner oder die Steckachse festziehen.
  • Sattelstützenklemme am Sitzrohr lösen.
  • Jedes Pedal hat eine kleine Markierung (L und R), die an gibt, auf welcher Seite des Rades, das Pedal montiert werden muss. Achtung! Auf keinen Fall das linke und rechte Pedal vertauschen. Das linke Pedal hat ein Linksgewinde. Mit einem 15er Maulschlüssel das Pedal mit ca.
  • Das rechte Pedal hat ein Rechtsgewinde. Mit einem 15er Maulschlüssel das Pedal mit ca.
  • Den Reifendruck prüfen. Den korrekten Reifendruck aus der Bedienungsanleitung entnehmen.

Bitte beachten: Bei den hier genannten Hinweisen handelt es sich um Richtwerte.

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