In der Welt der Pedelecs spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle. Leichte E-Bikes, die weniger als 20 Kilogramm wiegen, sind besonders beliebt bei Fahrern, die eine flexible, leistungsstarke und einfach zu handhabende Lösung suchen. Diese E-Bikes kombinieren die Vorteile elektrischer Unterstützung mit der Leichtigkeit traditioneller Fahrräder, was sie ideal für den städtischen Einsatz und längere Touren macht. Insgesamt ist bei Pedelecs das Gewicht natürlich noch mehr Thema als bei herkömmlichen Rädern: Die zusätzlichen Komponenten mit Antrieb und insbesondere Akku wiegen natürlich einfach mehr.
Vorteile leichter E-Bikes
- Einfaches Handling: Mit einem Gewicht unter 20 kg lassen sich diese E-Bikes leichter manövrieren, tragen und verstauen. Und ob man ein paar Kilo mehr oder weniger durch die Gegend fährt man sich nicht nur dort bemerkbar, sondern spätestens dann, wenn man sein Rad in den Keller trägt. Am besten probieren Sie dies im Test mit einem leichten E-Bike unter 20 Kilo einmal selbst aus.
- Bessere Beschleunigung und Agilität: Ein geringeres Gewicht bedeutet, dass das E-Bike schneller beschleunigen kann und wendiger ist.
- Effizienz und Reichweite: Leichtere E-Bikes benötigen weniger Energie, um in Bewegung zu bleiben, was die Effizienz erhöht und die Akkulaufzeit verlängert.
- Komfort und Fahrspaß: Das reduzierte Gewicht trägt zu einem insgesamt angenehmeren Fahrerlebnis bei.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf eines leichten E-Bikes unter 20 kg sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
- Akkukapazität und Reichweite: Trotz des geringen Gewichts sollte der Akku leistungsstark genug sein, um eine vernünftige Reichweite zu bieten.
- Motorleistung: Ein leichter Motor mit ausreichender Leistung ist entscheidend. Achten Sie auf Motoren, die eine gute Balance zwischen Leistung und Gewicht bieten.
- Rahmenmaterial: Leichte E-Bikes verwenden oft Rahmen aus Aluminium oder Carbon. Diese Materialien bieten eine hervorragende Kombination aus Stabilität und geringem Gewicht.
- Komponentenqualität: Hochwertige Komponenten wie Schaltung, Bremsen und Reifen tragen zum Gesamtgewicht des E-Bikes bei und beeinflussen das Fahrverhalten.
- Komfortmerkmale: Auch bei leichten E-Bikes sollten Komfortmerkmale wie ergonomische Griffe, bequeme Sättel und Stoßdämpfer nicht fehlen.
- Sicherheitsfeatures: Trotz des geringen Gewichts sollten Sicherheitsaspekte nicht vernachlässigt werden.
Die Entwicklung der Light-E-MTBs
Light-E-MTBs waren der Trend der letzten Jahre. Doch das ändert sich nun: Kategorien verschwimmen, technologische Grenzen verschieben sich. Light-E-MTBs werden in den nächsten Jahren aussterben. Dieser Vergleichstest setzt Trends und Impulse, der die Bike-Entwicklung der nächsten Jahre beeinflussen wird. Doch bevor wir euch verraten, warum diese Veränderungen stattfinden, sei gesagt: Die neueste Generation an E-MTBs ist geiler, spaßiger und potenter denn je.
Eine Reise zurück zeigt die ersten Ansätze von Light-E-MTBs bereits vor über 8 Jahren. Vorreiter war hier FOCUS, die schon 2016 mit dem Project-Y oder 2017 mit dem SAM² Pro erste Konzepte auf dem Markt vorstellten, die in Richtung Light-E-MTB gingen. Der Durchbruch gelang mit der ersten Generation des Specialized Levo SL, die den Stein erst so richtig ins Rollen gebracht hat. Seitdem sind viele weitere Light-E-MTBs verschiedener Bike-Hersteller mit unterschiedlichsten Motorenkonzepten gefolgt, wie z. B. FAZUA- oder TQ-Motoren. 2023 kam dann der Bosch Performance Line SX-Motor dazu, der das Segment erneut aufmischte und die Brücke zwischen Light- und Full-Power E-MTBs geschlagen hat.
Mittlerweile ist die Vielfalt an verschiedenen E-MTB- und Motorenkonzepten nicht nur beeindruckend, sondern auch verwirrend. Klare Definitionen, wie wir sie noch vor Jahren als E-MOUNTAINBIKE Magazin für die Branche und Leserschaft treffen konnten, wurden durch die technologische Entwicklung immer wieder umgeworfen. Schon immer war die Definition von Light-E-MTBs umstritten. Ist es das niedrige Gesamtgewicht des Bikes? Oder die reduzierte Motorpower? Die kleine Akkugröße? Oder vielleicht schlichtweg das leichtfüßige Handling - ungeachtet des Gewichts -, was ein E-MTB zum Light E-MTB macht?
Auch wenn die klassischen Light-E-MTBs bald ein Nischendasein fristen werden, gibt es mehr leichte E-MTBs als je zuvor. Das Problem: Die Light-E-MTBs mit schwachem Motor und kleinem Akku bekommen durch die neueste Generation an Full-Power-E-MTBs immer mehr hauseigene Konkurrenz. Denn die großen und starken Full-Power-Motoren werden kleiner, leichter und effektiver. Zugleich zeichnet sich ein Trend ab, bei dem sich Akkukapazitäten wieder in einem sinnvollen Maß bewegen. Das Resultat sind Full-Power-E-MTBs mit niedrigem Gewicht, die den Markt ordentlich aufmischen. Sie pendeln sich nämlich alle wieder bei einem Bike-Gewicht von 20-22 kg und 150-160 mm Federweg ein. So kommen sie in Sachen Gewicht mittlerweile an Light-E-MTBs ran - und das mit kraftvollem Motor und großem Akku.
Dazu beigetragen haben u. a. die Fortschritte in der Akku- und Zellentwicklung und die daraus resultierenden leichteren Batterien. Und auch die Carbonrahmen werden immer leichter. Außerdem gehören - zumindest bei den meisten Performance-orientierten E-MTBs - entnehmbare Akkus der Vergangenheit an. So kann man auf die zusätzlichen Halterungen, die zum Herausnehmen benötigt werden, verzichten und spart somit nochmal einige Gramm an Gewicht.
Auch preislich kommen die Light-E-MTBs in die Bredouille. Durch deutlich größere Stückzahlen in der Motoren- und Akkuherstellung und Abnahmemengen der Bike-Hersteller sind Full-Power-E-MTBs deutlich erschwinglicher als Light-Modelle mit vergleichbarer Ausstattung. Ein großer Nachteil der Light-E-MTBs: Sie sind meist nur in der teuren Top-Ausstattungsvariante wirklich leicht. Greift man weiter unten ins Regal und wählt eine günstigere Ausstattungsvariante, landet man durch Komponenten, die weniger gewichtsoptimiert sind, schnell wieder über 21 kg oder noch mehr.
Natürlich hatten Light-E-MTBs ihre Daseinsberechtigung und haben die Entwicklung vorangetrieben. Nun werden sie aber Stück für Stück irrelevant. Leichte E-MTBs sind jedoch umso wichtiger. Sie sind das Ziel aller Hersteller, nur eben mit viel Power und Kapazität. Einige Bike-Hersteller werden auch in Zukunft noch auf schwächere Motoren und kleine Akkus setzen, besonders bei CC-orientierten Konzepten wie dem Thömus Lightrider oder dem SCOTT Lumen eRIDE und im Gravel- und Road-Bereich. Aber: „Light“-E-MTBs mit wenig Drehmoment und kleinen Akkus sind jetzt Geschichte.
Light-E-MTB-Vergleichstest
Für unseren Light-E-MTB-Vergleichstest haben wir 9 spannende Bikes zum Test eingeladen. Doch das Testfeld könnte kaum unterschiedlicher sein. Es treffen nicht nur ganz unterschiedliche Konzepte, sondern auch sechs verschiedene Motorsysteme aufeinander. Neben E-Mountainbikes mit schwachem Motor und kleinem Akku sind auch E-MTBs mit kraftvollem Motor und großem Energiespeicher vertreten. Dadurch können wir euch eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Konzepten vorstellen und eine tiefgründige Kaufberatung mit allen Stärken und Schwächen der einzelnen Bikes und Konzepte bieten. So vermeidet ihr Fehler beim Kauf und wisst ganz genau, worauf es ankommt.
Testkandidaten im Überblick:
- Specialized Turbo Levo SL S-Works
- YT DECOY SN
- Santa Cruz Heckler SL
- SCOTT Voltage eRIDE 900 Tuned
- Mondraker Dune RR
- Orbea Rise LT M-Team
- Cannondale Moterra SL1
- MERIDA eONE-SIXTY 10 K
- GIANT Trance X Advanced E+ Elite 0 V2
Es macht keinen Sinn, die nackten Eckdaten von Motoren zu vergleichen. Was bringt einem der stärkste Motor, wenn er wie ein Rennpferd unkontrolliert nach vorne marschiert? Oder wenn er mit einem zu kleinen Akku kombiniert ist und ihn schneller leer saugt wie ein Muscle Car den Kraftstoff aus dem Tank? Das richtige Gesamtkonzept ist das Zauberwort. Kraft, Ansprechverhalten, Dosierbarkeit, Kraftentfaltung und das Ökosystem um den Motor entscheiden über Frust oder Freude.
Natürlich ist auch die Zuverlässigkeit ein wichtiger Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte. Jährlich werden neue Motorensysteme vorgestellt, die gerade noch am Anfang mit Problemen behaftet sind, wie z.B. das FAZUA Ride 60-Motorsystem, das selbst nach über 2 Jahren nach Vorstellung noch unzuverlässig ist. Von kleinen Störungen bis hin zu kompletten Systemausfällen kann alles dabei sein. Aber egal wie zuverlässig das Motorsystem auch sein mag, eine der größten Rollen spielt das Servicenetzwerk. Ein gut ausgebautes Service-Netzwerk des Motorenherstellers ist unerlässlich, um schnellstmöglich und ohne viel Stress an Ersatz zu kommen.
Ein E-MTB-Kauf bedarf einiger Überlegungen und man kann sich kaum genug informieren. Die meisten Bikes können ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn sie richtig genutzt werden. Frust und Freude liegen hier nah beieinander. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass ein größerer E-Bike-Akku automatisch eine größere Reichweite bedeutet. In Wirklichkeit hängt die Reichweite von unzähligen Faktoren ab: In erster Linie vom Fahrverhalten und Fahrergewicht, von der Leistung des Motors, aber auch die Reifenwahl, der richtige Luftdruck und der Untergrund haben Einfluss auf die Reichweite.
Leichte Full-Power-Bikes als Alternative
Mit Bikes wie dem Cannondale Moterra SL, dem BH iLynx+ und auch dem Amflow Carbon PL manifestiert sich ein neuer Trend: Mit einem Gesamtgewicht von gut 20 Kilo laut Hersteller bei voller Motorpower und mittlerer Akkugröße sollen diese leichten Power-Bikes das beste aus beiden E-MTB-Welten vereinen.
Die Testgruppe im Überblick:
- Amflow PL Carbon Pro 600: 19,8 kg, 160/150 mm, 29 Zoll, 9799 Euro
- BH Bikes iLynx+ SL 9.5 Enduro: 21,2 kg, 160/160 mm, 29 Zoll, 8500 Euro
- Cannondale Moterra SL 1: 20,2 kg, 160/150 mm, 29/27,5 Zoll, 8999 Euro
Cannondale und BH sind kaum schwerer als viele Light E-MTBs, fahren bergauf aber in einer ganz anderen Liga. Es liegt eigentlich auf der Hand, aber ein Shimano EP801 mit 85 Newtonmetern (hier im Test) ist in technischen Uphills um ein Vielfaches souveräner als selbst der dynamische Bosch SX. Das kurz vor diesem Test vorgestellte Race-Update für den Shimano vergrößert den Vorsprung noch.
Die drei leichten Powerbikes zeigen Charakter. Das BH iLynx+ SL legen wir Tourenfahrern ans Herz, im sportlichen Trail-Einsatz sammelt das Cannondale Moterra SL die meisten Punkte. Den Testsieg schnappt sich aber Amflow. Der DJI-Motor fährt in einer neuen Liga, auch Traumgewicht und Fahreigenschaften begeistern.
E-Trail-Hardtails mit Motor
Gleich mehrere erstklassige Abfahrten kurz hintereinander tätigen, links, rechts durch schnelle Anlieger fegen und sich echten, fahrtechnischen Herausforderungen stellen, solange man noch gut bei Atem ist? Dabei stellen die sieben E-Trail-Hardtails eine adäquate Unterstützung dar. Den Bikes im Testfeld mit einer Preisspanne von 3500 bis 4000 Euro gemein: Sie zielen mit robuster Ausstattung, (meist) breitem Lenker, Gabelfederwegen von 120 bis 140 mm sowie absenkbarer Variostütze auf top Fahrspaß bergab und -auf.
Für möglichst ausgewogene Uphill- und Downhill-Fahrfertigkeiten müssen die Bikes mit einer Geometrie gezeichnet sein, die den E-Biker im Idealfall jederzeit effektiv unterstützen. Allen vier Antrieben ist gemein, dass sie in der Eco-Motorstufe auf dauerhaft steilen Anstiegen überschaubaren Motorschub bereitstellen.
Dass dabei, Motorunterstützung hin oder her, ein leichteres Bike vorteilhaft ist, demonstriert exemplarisch das Bold2 29 von Focus. Mit 20,3 Kilo lässt sich der 29er auch bei intensiver Kraxelei angenehm leichtfüßig bewegen. Deren kraftvolle, dynamisch an der eingebrachten Tretleistung orientierte Unterstützung bringt den Biker durch die meisten Fahrsituationen ziemlich souverän. Einzig in extrasteilen Passagen oder etwa, wenn die Kräfte rapide zu Ende gehen, greift man gern auf die höchsten Unterstützungslevels zurück. Nach wie vor agiert hierbei Bosch‘ Turbo-Modus besonders schubstark, aber auch der Yamaha-Motor erweist sich in stärkster Motorstufe als spritzig. Darauf muss sich der E-MTB-Einsteiger durchaus erst einlassen.
Wie vielschichtig das Thema E-Trail-Hardtail ausgestaltet ist, zeigt das Testfeld. Von stark tourenlastigen Bikes wie dem Haro, Haibike und Flyer bis hin zu echten Abfahrtsprofis à la Mondraker reicht die Auswahl. Das spanische Bike, dessen Geometrie mit langem Hauptrahmen und kurzem 30-mm-Vorbau auffällt, beweist: Das Konzept Hardtail lässt sich erfrischend neu denken! Tolle Allroundeigenschaften auf unterschiedlich anspruchsvollen Trails sprechen fürs Orbea, Focus und Merida.
E-MTB Hardtail Modelle
E-MTB Hardtail Modelle wie das Cube Reaction Hybrid stehen für Innovation, Zuverlässigkeit und ein breites Einsatzspektrum - von sportlichen Ausfahrten bis zum täglichen Pendeln. E-MTB Hardtails sind die perfekte Wahl für dich, wenn du ein vielseitiges Bike suchst, das sowohl im Alltag als auch auf Touren und im Gelände überzeugt. Tipp: In aktuellen E-MTB Hardtail Tests schneiden Modelle mit Bosch Performance Line CX Motor und hochwertigen Akkus besonders gut ab.
E-MTB-Preiskracher: Diese Hardtails sind top!
Schon um 3000 Euro bekommt man richtig viel E-Bike-Spaß für dein Geld. Wir stellen dir Modelle von B wie Bulls bis T wie Trek vor!
Die 15 besten E-MTBs um 3000 Euro im Check:
- Bulls LT CX Evo 29
- Canyon Grand Canyon:ON 7
- Centurion Backfire E R750i
- Conway Cairon S
- Cube Reaction Hybrid One 625
- Ghost E-Teru Y Universal
- Giant Fathom E+ 2 Pro
- Haibike Hardnine 6
- KTM Macina Race 572
- Merida eBIG.Nine 400 (EP6)
- Mondraker Thundra
- Rose Jealous Hybrid
- Scott Aspect eRide 930
- Specialized Turbo Tero
- Trek Marlin+ 8
Die Light-E-Mountainbikes bewegen sich preislich zwischen 5599 Euro (Canyon) und 7499 Euro (Trek). Die junge Kategorie wird zwar von immer mehr Firmen besetzt, doch die Entwicklungsarbeit lassen sich die Hersteller weiterhin gut bezahlen.
Ein Highlight: Drei der getesteten E-MTBs wiegen weniger als 20 Kilogramm. Trotz hoher Preise sind die Komponenten der Testbikes im unteren bis mittleren Preissegment angesiedelt.
Light-E-MTB-Motoren im Check
Mit Bosch, Fazua, Mahle und TQ sind es Motorenhersteller aus Bayern und Schwaben, welche den Light-E-MTB-Markt bestimmen. Dabei buhlen die vier nicht nur um die Gunst der Endkunden, sondern auch um die der MTB-Hersteller. Denn die wohl wichtigste Entscheidung bei der Entwicklung eines neuen "Lightrider", den heute fast jede Bikemarke im Portfolio haben will, ist die Wahl des Aggregats.
Der Fazua-Motor bietet viel Leistung und Reichweite, während Mahle/Specialized und TQ mit sanftem Fahrgefühl und geringer Geräuschkulisse überzeugen. Der TQ HPR 50 bringt am wenigsten Gewicht auf die Waage während der Fazua Ride 60 mit der höchsten Newtonmeterzahl trumpft. Mahle hat mit 320 Wh den kleinsten verbauten Akku. Fazua hat aber mit 430 Wh die dickste Batterie, bietet aber als einziger Hersteller keinen Range-Extender an.
Light-E-Mountainbikes unter 20 Kilogramm liegen derzeit im Trend. Immer mehr Fahrradhersteller haben im Frühjahr 2024 sogenannte Light-E-Mountainbikes auf den Markt gebracht. Die leichtesten Vertreter der neuen Gattung sind mit um die 16 Kilogramm Gewicht kaum noch schwerer als viele vollgefederte Mountainbikes ohne Motorunterstützung und bis zu zehn Kilogramm leichter als gewöhnliche E‑Mountainbikes.
Möglich wird das Abspecken durch Verzicht. Die im Light-Sektor eingesetzten Antriebe leisten in der Regel ein geringeres maximales Drehmoment von 50 bis 60 Newtonmetern (Nm). Die meiste Kraft steht bei sportlich hohen Trittfrequenzen zur Verfügung. Diese Charakteristik ähnelt nicht nur dem Fahrverhalten sportlicher Fahrer ohne Motor, sie senkt auch den Energieverbrauch, sodass die eingesetzten Akkus mit zwischen 300 und 500 Wattstunden (Wh) genug Reichweite auch für mittlere Touren bereitstellen. Zum Vergleich: Full-Size-E-MTBs haben Motoren mit einem maximalen Drehmoment von 80 bis 95 Newtonmetern und Akku-Kapazitäten von 600 Wattstunden aufwärts.
Die meisten Hersteller positionieren ihre Light-E-MTBs deshalb als abfahrtsfreudige, vollgefederte Allrounder mit Federwegen zwischen 130 und 160 Millimetern. Für längere Touren gibt es zudem die Möglichkeit, Akku-Kapazität und Reichweite mit einem „Range Extender“ genannten Zweit-Akku zu erweitern.
Obwohl sich aktuell vier Motorenhersteller auf dem Markt für die besonders leichten Bikes tummeln, gehen sie nicht nur in Sachen Leistung, Akku-Kapazität und Range Extender ähnliche Wege. Zum guten Ton gehört auch die Möglichkeit, die Leistungsentfaltung der Antriebe via App auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, mittels umfangreicher Konnektivitätslösungen, z. B. Verknüpfung des Motors mit Leistungsmessungsgeräten über ANT+ oder Bluetooth. Einig sind sich die verschiedenen Hersteller auch beim Bedienkonzept. Dezent ins Oberrohr integrierte Displays und kompakte Lenkerfernbedienungen fügen sich dezent ins Gesamtbild ein.
E-Bike-Varianten: Leichtgewichtig oder reichweitenstark
Von diesen Maßnahmen versprechen die Fahrradhersteller sich und ihren Kunden vor allem eins: mehr Fahrfreude. Das deutlich geringere Gewicht soll Agilität und Handling verbessern, während der Antrieb genau so viel Leistung bereitstellt, dass bei sportlicher Fahrweise auch bergauf viel Fahrspaß geboten wird.
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