Viele Mountainbike-Fahrer stehen vor dem Problem, dass ihre Fullys serienmäßig keinen Gepäckträger haben. Wer jedoch eine stabile Möglichkeit sucht, Gepäck am Rad zu transportieren, findet hier nützliche Informationen und Lösungen.
Warum einen Gepäckträger am Fully?
Wenige hochwertige Mountainbikes werden mit einem Gepäckträger ausgeliefert. Viele Menschen wollen aber, etwa zum Bikepacking, eine stabile Möglichkeit, Gepäck ans Rad zu bringen. Der Gepäckträger gehört zum Bikepacking einfach dazu - sicherlich gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Rucksack Touren zu fahren, aber komfortabler ist der Gepäckträger allemal. Weiteres Gepäck für eine Tour findet natürlich auch an Sattelstütze und Lenker oder am Rahmen seinen Platz.
Aber nicht nur fürs Bikepacking eignet sich ein Gepäckträger, sondern vor allem für Pendlerinnen und Pendler ist er ein einfacher Weg, Einkäufe, Laptop oder Sportsachen zu transportieren - ohne den Rücken zu beladen.
SKS Infinity-Serie: Eine Lösung für Gravel und Mountainbikes
Der Zubehör-Spezialist SKS Germany aus Sundern hat eine Lösung auf den Markt gebracht, mit deren Hilfe problemlos ein Gepäckträger an einem Fully-Mountainbike angebracht werden kann. Mit der neuen INFINITY UNIVERSAL Reihe hat der Hersteller ein System entwickelt, das nahezu perfekt für jedes Fully-Mountainbike und natürlich auch E-Bike geeignet ist. Zudem kann man den Gepäckträger um ein passendes Schutzblech, ein Rücklicht und eine speziell entwickelte Fahrradtasche erweitern. Dazu ist alles optimal aufeinander abgestimmt.
Der deutsche Hersteller bringt jetzt erstmals einen Gepäckträger zum Nachrüsten für Gravel und Mountainbikes raus unter der Infinity-Serie. Neu ist diese für den Einzelhandel, da die Serie bereits im OEM-Bereich Anwendung gefunden hat und an zahlreichen Fahrräder ab Werk verbaut wurde. Laut SKS aus dem Sauerland sei das Besondere am Gepäckträger-System, dass es einfach an der Sitzstrebe zu montieren ist und individuell an den Rahmen angepasst werden kann. Mit zur Infinity-Serie gehören ebenfalls eine wasserfeste Fahrradtasche mit MIK Adapter zur Click-Montage am Fahrradgepäckträger. Zusätzlich gibt es noch Schutzbleche und ein passendes Rücklicht.
975 Gramm bringt der Fahrradgepäckträger “Infinity Universal” auf die Waage . Das Rack besteht aus Aluminium, kann mit einem speziellen Mechanismus an nahezu jede Rahmengeometrie angepasst werden und lässt maximal 2,8 Zoll-Bereifung zu. Ein Schnellspannsystem mit Nylongurten macht die unkomplizierte Montage an den Sitzstreben möglich. Auch ein entsprechender Torx-Schlüssel liegt schon bei. SKS zufolge können alle gängigen Seitentaschen am Gepäckträger montiert werden. Der Gepäckträger ist ausgelegt für Gepäck bis zu 12 Kilogramm.
Zusätzlich hat SKS eine spezielle Adapterplatte (MIK) dazugelegt, die mithilfe eines Klicksystems die Befestigung von Taschen am Fahrrad erleichtern soll. Der neue Nachrüst-träger von SKS kostet 109,99 Euro.
Bei der Produktion legen die Sunderner nach eigenen Angaben besonders viel Wert auf das Gütesiegel “made in Germany“. Die Gepäckträger der Infinity-Serie sind ab sofort im Einzelhandel oder online erhältlich.
Montagemöglichkeiten und Rahmenmaterialien
Die Liste der Stoffe, aus denen Fahrradhersteller E-Bikes fertigen, wächst kontinuierlich: Aluminium, Carbon, Stahl, Titan, Holz, Bambus. Mit Kunststoff steht bereits der nächste Kandidat in den Startlöchern. Am häufigsten kommen aktuell sicher Aluminium und Carbon zum Einsatz. Für beide Varianten gibt es entsprechende Gepäckträger.
Am häufigsten tauchen drei Montagemöglichkeiten auf. Neben den bereits erwähnten Bohrungen im Rahmen sind dies das Anbringen auf Adaptern der Hinterradachse sowie an den Sitzstreben. Vorbereitete Montagepunkte am Rahmen als auch das Einbeziehen der Hinterradachse bringen entscheidende Vorteile mit sich. Auf diesem Wege können große Kräfte aufgenommen werden. Das fördert grundsätzlich die Stabilität des Gepäckträgers und sorgt natürlich dafür, dass ihr am Ende möglichst viel Gewicht transportieren könnt. Das Befestigen auf der Sitzstrebe stellt bestimmte Voraussetzungen an den jeweiligen Hinterbau. Darunter fallen Punkte wie das Rahmenmaterial des E-Bikes, Durchmesser und Länge der Sitzstreben als auch der Winkel zwischen Sitzstreben und Kettenstreben.
Traglast und Fahrverhalten
Tatsächlich hängt die maximal zulässige Traglast direkt mit dem Montagekonzept zusammen. Entsprechend belastbare Fixpunkte erhöhen das Gewicht, das ihr mithilfe von Gepäcktaschen sowie anderem Zubehör an und auf dem Gepäckträger befördern dürft.
Wie viel die Traglast unter dem Strich tatsächlich wert ist, entscheidet sich unter anderem an der Frage, ob das Gepäck auch wirklich dort bleibt, wo ihr es befestigt habt. Für manche von euch mag das trivial klingen. Allerdings arbeitet das Federsystem eines Mountainbikes während der Fahrt aktiv, bewegt sich, wird erschüttert und unterliegt hohen Kräften. Ein Gepäckträger soll diese Funktionalität nicht einschränken. Vielmehr muss er sich dem Verhalten anpassen können.
Um das zu gewährleisten, verfügen etwa die patentierte Lösung von ElBurro sowie Ortliebs Quick Rack über zwei Drehpunkte zwischen dem Träger und dem Befestigungspunkt an der Sattelstütze. Dank ihnen können die Träger die Bewegung des Hinterbaus mitgehen und gleichzeitig die eigene Ladefläche jederzeit in der Waagerechten halten. So raffiniert ist das Design der an den Sitzstreben montierbaren Gepäckträger meist nicht gelöst. Sie bewegen sich mit den Streben mit - und damit analog zur Reaktion des Dämpfers.
Zusätzliche Aspekte
Teil eines vollgefederten E-MTBs sind heutzutage oftmals versenkbare Sattelstützen. Deren Konstruktion ist so stabil, dass ihr sie als Anschraubpunkt für Halterungen der Gepäckträger nutzen könnt. Solange ihr dafür nicht das Tauchrohr der Stütze benutzt, sollte alles reibungslos funktionieren.
Hersteller wie Ortlieb und SKS stellen ihren Gepäckträgern weiteres Zubehör zur Seite. Dazu zählen in erster Linie Schutzbleche in verschiedenen Breiten. Von SKS gibt es zudem ein Rücklicht, das sich an dem Träger befestigen lässt.
Abschließend sei noch einmal auf das maximal zulässige Gesamtgewicht eines E-MTB Fully verwiesen. Gerade bei Bikes mit Carbonrahmen liegt dies mitunter recht niedrig.
Schutzbleche für E-MTB Fullys
E-Mountainbiker haben primär sportliche Ambitionen. Doch immer mehr Biker nutzen das E-MTB auch als Allround-Gefährt - zum Beispiel für den Weg in die Arbeit oder zum Cruisen durch die City. Wer nicht wie ein Wiener Schnitzel in Dreckkruste paniert vom Bike steigen will, muss das Bike für alle Wetter gerüstet sein.
Wer im Business-Chic auf seinem E-Fully ins Büro radeln will, der kommt um passende Schutzkleidung nicht herum. Denn wirkungsvolle Schutzbleche müssen lang und eng am Reifen geführt sein, damit auch Schuhe, Beine, Rücken und Hintern bei Nässe trocken bleiben - Fully-Fahrer dagegen können sich vor Dreckbeschuss nicht gänzlich schützen.
Auch bei der Montage von Gepäckträgern haben wieder die Fully-Fahrer das Nachsehen. Zwar kann man mit Modellen, die auf die Sitzstreben montiert werden, leichtes Gepäck transportieren. Doch mit jedem Gramm Last verliert man Komfort und Performance, denn das Hinterrad kann nicht mehr federn wie gewohnt.
Voraussetzungen für die Montage von Zubehör
Nicht an jedem Bike lässt sich Zubehör ohne Weiteres anbringen. Gewisse Voraussetzungen muss das E-MTB bereits mitbringen. Checken Sie Ihr Bike auf diese Facts:
- Gabelgewinde: Nur Suntour stattet alle Gabeln mit integrierten Schraubgewinden aus. Auf der Rückseite der Brücke und an beiden Tauchrohrenden lassen sich so problemlos entsprechende Mudguards oder sogar feste Schutzbleche mit Streben sicher verschrauben.
- Offener Schaft: Ist der Gabelschaft von unten zugänglich, lassen sich an Gabeln mit 1 1/8 oder 1,5 Zoll Durchmesser Schutzblechhalterungen mit Klemmkonus befestigen. Der Konus wird einmalig im Schaft geklemmt, das Schutzblech klickt man bei Bedarf daran fest.
- Gewindeösen: Viele Hardtails bieten eingelassene Rahmengewinde an den Sitzstreben, im Steg und an Ausfallenden. Nur daran finden Standardgepäckträger und -schutzbleche perfekten Halt.
- Custom-Zubehör: Hersteller wie Centurion statten auch ihre Fullys mit Rahmengewinden aus. Sie bieten speziell abgestimmte Sonderlösungen, womit sich ihre E-MTBs nachrüsten lassen. Doch auch nur diese speziellen Teile passen an das jeweilige Bike.
Wichtige Sicherheitshinweise
- Überschreiten Sie nicht das zulässige Gesamtgewicht (Elektrofahrrad + Fahrer + Zuladung + ggf.
- Achten Sie auf erhöhte Verletzungsgefahr durch möglicherweise hohe Temperaturen einzelner Bauteile (z.B.
- Beim Transport des Elektrofahrrades sind die Angaben des Herstellers, des Gesetzgebers bzw.
- Lassen Sie das Elektrofahrrad entsprechend den Herstellervorgaben regelmäßig von einem Fachbetrieb überprüfen und warten, um Gefährdungen, z. B.
- Eine Änderung der Anbauteile am Elektrofahrrad kann die Sicherheit und Zulassung beeinflussen.
- Wenden Sie sich an Ihren Fachhändler, wenn Sie die beschriebenen Arbeiten an Ihrem Elektrofahrrad (z. B.
Halten Sie die angegebenen Drehmomente (Nm) für die Montage von Bauteilen ein.
Beachten Sie spezielle Drehmomente bei Komponenten aus Aluminium oder kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff / CFK.
Beachten Sie unbedingt die maximale Traglast des Gepäckträgers.
Verwenden Sie nur für das Produkt vorgesehene Teile und Zubehör.
Lesen Sie alle Sicherheitshinweise und Anweisungen.
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