Mountainbike Geschwindigkeit: Was ist realistisch?

Viele Mountainbike-Fahrer fragen sich, welche Geschwindigkeiten auf einer Geraden möglich sind. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Fitness des Fahrers, die Übersetzung der Schaltung und die Reifen.

Einflussfaktoren auf die Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit beim Radfahren wird von vielen Faktoren beeinflusst:

  • Fitnesslevel: Dein persönlicher Fitnesslevel ist entscheidend für deine Leistungsfähigkeit auf dem Rad.
  • Übersetzung der Schaltung: Mit einer entsprechenden Übersetzung mit großem Kettenblatt sind auch auf dem MTB Geschwindigkeiten Richtung 40 km/h oder mehr möglich.
  • Reifen: Die Reifen spielen eine Rolle beim Rollwiderstand und somit bei der Geschwindigkeit.
  • Wind: Gegenwind kann die Geschwindigkeit erheblich reduzieren.
  • Steigung/Gefälle: Bergauffahrten verlangsamen die Geschwindigkeit, während Bergabfahrten sie erhöhen.
  • Ausrüstung: Die Ausstattung des Mountainbikes, einschließlich der Gänge, beeinflusst die erreichbare Geschwindigkeit.

Durchschnittsgeschwindigkeiten im Vergleich

Um eine bessere Einschätzung der eigenen Leistung zu ermöglichen, können die Werte mit denen eines Durchschnittsradlers und den Werten von Profis verglichen werden.

Kategorie Durchschnittsgeschwindigkeit im Flachen Durchschnittsgeschwindigkeit bei 5% Steigung Durchschnittsgeschwindigkeit bei 8% Steigung Spitzengeschwindigkeiten bergab Durchschnittliche Schwellenleistung (FTP) Durchschnittsleistung bei 180km-Zeitfahren im Ironman
Durchschnittsradler 28,9 km/h 15,3 km/h 11,3 km/h 75-92 km/h 200 Watt 150-170 Watt
Rad-/Triathlon-Profi 41,4 km/h 24,1 km/h 19,3 km/h 111-130 km/h 415 Watt 250-270 Watt

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Werte nur Richtwerte sind und die tatsächliche Geschwindigkeit von den oben genannten Faktoren abhängt.

Mountainbike vs. Rennrad

Ein Rennrad ist auf glatten, asphaltierten Straßen mit der gleichen Leistungsausgabe 10 bis 30% schneller als ein Mountainbike und im Durchschnitt 15% schneller. Der größte bestimmende Faktor für die Geschwindigkeit über 8 km/h ist die Fahrposition. Das Radfahren in einer aufrechten Haltung, wie man es auf einem Mountainbike tun würde, kann doppelt so langsam sein, wie wenn man sich herunterbeugt und in den Drops fährt.

Renn- und Mountainbikes haben stark unterschiedliche Rahmengeometrien, die sowohl die Aerodynamik als auch die Pedaleffizienz beeinflussen. Mountainbikes sind so konzipiert, dass sie robust sind und gleichzeitig Bodenfreiheit und Kontrolle maximieren. Die meisten Mountainbikes, insbesondere Trailbikes, sind für das Klettern und Offroad-Fahren ausgelegt, weshalb ihnen große Gänge fehlen. Rennräder sind mit einer breiteren Palette von Gangkombinationen ausgelegt.

Rollwiderstand

Die Interaktion zwischen dem Reifen und dem Gelände ist bekannt als Rollwiderstand. Ein geringerer Druck erhöht den Kontakt mit dem Boden und macht das Pedalieren schwerer (langsamer).

Beim Rollwiderstand geht es primär darum, welchen Widerstand (Watt) das Walken der Reifen verursacht. Dieses ist bei gleichem Druck primär von der Karkassenkonstruktion abhängig und nicht von der Reifenbreite oder dem Reifenprofil. Rennradreifen können durch ihr geringeres Volumen mit grösserem Luftdruck aufgepumpt werden und haben daher einen geringeren Rollwiderstand. Bei gleichem Luftdruck hat der voluminösere Reifen den geringeren Rollwiderstand, da er weniger walkt.

Gewicht

Für jeden Gewinn oder Verlust von etwa 5,5 Kilogramm gibt es eine Geschwindigkeitsdifferenz von etwa 1,6 km/h.

Das Gesamtgewicht von Rad und Reiter spielen beim beschleunigungslosen Rollen in der Ebene nur eine untergeordnete Rolle. Beim Bergfahren dagegen spielt jedes Kilogramm weniger natürlich eine grosse Rolle.

Geschwindigkeit auf dem E-Bike

Auf dem E-Bike oder Pedelec sind das natürlich als Untrainierter im Durchschnit mehr: Dort fährt man mit dem Rad zwischen 20 und 25 km/h. E-Bikes sind in Europa auf 25 km/h gedrosselt.

Weitere Faktoren

Darüber hinaus spielen auch folgende Faktoren eine Rolle:

  • Streckenlänge und Dauer: Längere Strecken können zu Ermüdung führen und die Durchschnittsgeschwindigkeit reduzieren.
  • Windschatten: Das Fahren im Windschatten anderer Fahrer kann die Geschwindigkeit erhöhen.
  • Aerodynamik: Eine aerodynamische Position auf dem Rad kann den Luftwiderstand verringern und die Geschwindigkeit erhöhen.

Fazit

Die erreichbare Geschwindigkeit auf einem Mountainbike hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Mit entsprechender Fitness, Ausrüstung und Streckenbedingungen sind jedoch auch für Hobbyfahrer Geschwindigkeiten von 40 km/h oder mehr möglich.

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