E-Mountainbike mit Rekuperation im Test

E-Bikes haben unser Radfahrverhalten revolutioniert. Heutzutage ist ein Elektrofahrrad schon lange nicht mehr einfach nur ein Fahrrad mit einem Elektromotor. Dazu kommen zahlreiche Gadgets und Fähigkeiten.

Das bedeutet Rekuperieren beim E-Bike

Schon seit Jahren befinden sich immer mehr Elektrofahrräder auf den Straßen in Deutschland. Das führt auch dazu, dass die Fahrzeuge immer komplexer und besser werden, mehr Features anbieten und weitere Funktionen nutzen. So können immer mehr E-Bikes auch rekuperieren, was sie unabhängiger macht und die Batterieleistung stark verlängern kann.

Doch was bedeutet es eigentlich, ein E-Bike rekuperieren zu lassen? Einfach ausgedrückt, gewinnt das Elektrofahrrad Energie zurück. Das geschieht allerdings nicht immer, sondern lediglich beim Bremsen. Der Grund: Viele Bremssysteme erzeugen starke Reibung, was wiederum zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Dabei wird die kinetische Energie in den Motor zurückgespeist, in elektrische Energie umgewandelt und dem Akku zugeführt.

Diese E-Bikes können rekuperieren

Da der ganze Prozess recht aufwändig ist, rekuperieren bei weitem nicht alle E-Bikes. Zwar kann die Nutzung der Funktion dem Akku hohe Mengen an Strom zuführen (gerade bei hügeligen Fahrten, auf denen Fahrer*innen viel und oft bremsen müssen), doch sind dafür eigentlich viele Geräte nötig. Alles in den kleinen, kompakten Fahrradmotor zu integrieren, ist nicht nur kompliziert, sondern auch meistens teuer.

Das Problem kann nur durch eine bestimmte Platzierung des Motors gelöst werden. So ist zwar der Mittelmotor, der, wie der Name sagt, mittig am E-Bike angebracht ist, das beliebteste Modell in Deutschland. Dennoch kann dieser nicht rekuperieren. Das ist allein bei Elektrofahrrädern möglich, die über einen Nabenmotor verfügen. Dieser ist direkt mit dem Hinterrad verbunden, und dadurch direkt bei den Bremsen situiert.

Wenn die Technik nutzen möchtest und gleichzeitig Wert auf erhöhte Reichweite legst, kannst du dir beispielsweise das Elektrofahrrad von TechniBike besorgen. Dieses ist zwar nicht besonders billig, dafür aber sportlich und für lange, anstrengende Fahrten geeignet. Etwas preiswerter, aber dafür eher für Mountainbikefahrer*innen geeignet, ist das Modell von Eleglide.

Das ist zur Rekuperation zu beachten

Es gibt übrigens nicht nur Vorteile, die mit einem E-Bike, das rekuperieren kann, einhergehen. So musst du bei den meisten Modellen mit Nabenmotor auf eine Rücktrittbremse verzichten, zugleich kannst du nicht den bequemeren Mittelmotor nutzen. Dieser bietet eine erhöhte Stabilität und Fahrkomfort, was beim Nabenmotor nicht unbedingt gegeben ist.

Gerade, wenn du im städtischen Umfeld unterwegs bist, solltest du es dir noch einmal überlegen, ob du wirklich den zusätzlichen Preis zahlen und ein E-Bike kaufen willst, das rekuperieren kann. Da die Bremswege in der Stadt oft bei weitem nicht so lang sind wie auf ländlichen Strecken, lässt sich hier auch nur sehr viel weniger Energie zurückgewinnen. FOCUS MOBILITY schreibt, dass sich zum Teil nur elf Prozent der verbrauchten Bremsenergie in der Stadt zurückholen lassen. Bei längeren Talfahrten und langem Bremsweg kannst du deinem Akku jedoch mit der Rekuperation deutlich nachhelfen.

Nabenmotor vs. Mittelmotor

Konstruktionsbedingt haben Nabenmotoren definitiv den Nachteil, dass sie mit niedrigen Drehzahlen, nämlich der Umdrehungszahl des Hinterrads, arbeiten müssen. Unter Last kommt ein Nabenmotor bergauf und bei hohen Temperaturen also schon mal an seine Leistungsgrenze. Da muss man gut mittreten. Deshalb lohnt es sich auch auf dem E-Bike, seine Fahrweise so zu wählen, dass man selbst immer einen möglichst großen Kraftanteil in den Vortrieb einbringt.

Die Hersteller kompensieren das konstruktiv ein Stück weit durch mehr, größere und/oder stärkere Magnete, angepasste Wicklung sowie optimiertes Wärme-Management. Genau deshalb ist eine sinnvoll abgestufte Fahrradschaltung und ein kraftvoller, effizienter Tritt eines trainierten Radfahrenden hier besonders wichtig.

Mittelmotoren können dank deutlich höherer Drehzahlen zwar bessere Dynamik und Kraftentfaltung entwickeln, müssen jedoch mit einem internen Getriebe auf die Drehzahl der Kurbelachse runtergeregelt werden.

Rekuperationseffizienz

Rekuperation ist nur mit einem Nabenmotor möglich. Doch man darf nicht viel Effizienz an Energierückgewinnung erwarten, 10-12% gelten schon als guter Wert. Der Rest verpufft in Reibung und Wärme.

FLYER Upstreet6 7.10 HS im Test

Ein riesiger Akku, ein für die Ebene perfekt abgestimmter Motor und breite 27,5”-Reifen: Das FLYER Upstreet6 7.10 HS hat das Potenzial, im großen Pendler-Bike-Vergleichstest richtig abzuräumen. Ob auch das Upstreet davon profitiert, haben wir für euch herausgefunden.

Wer beim FLYER Upstreet auch optisch das Schweizer Qualitätsversprechen erwartet, wird bei der Frontansicht leider enttäuscht sein. Form follows function - das muss bei der Entwicklung des 5.099 € teuren FLYER Upstreet der Leitspruch gewesen sein. Das auf dem Oberrohr prangende Schweizer Qualitätsversprechen könnte in keinem größeren Kontrast zur Front des FLYER-Bikes stehen, wo sich zahlreiche Kabel wild kreuzen und das Thema Integration ad absurdum führen.

Anders dann am Rahmen und im hinteren Bereich des E-Bikes: Hier verlaufen alle Kabel und Leitungen aufgeräumt durch das Innere. Ungewöhnlich ist bei einem S-Pedelec der Verzicht auf eine Vierkolben-Bremsanlage und die damit verbundenen Reserven - wir hatten während des Tests im hügeligen Terrain damit jedoch keine Probleme.

Beim Antrieb setzt FLYER auf einen Heckantrieb. Der verbaute Nabenmotor stammt vom taiwanesischen Hersteller TDCM und schiebt das Upstreet mit vergleichsweise geringen 37 Nm an. Gespeist wird der TDCM HCA5-Motor von einem der größten Akkus im Test, dem FLYER FIB mit 810 Wh Kapazität. Im Vergleich zu vielen anderen Akkus, die im Unterrohr versteckt sind, kann er seitlich entnommen werden, was das Laden in der Praxis deutlich angenehmer macht.

Beschleunigung und Durchzugsstärke im mittleren Bereich sind absolut okay und man kann mit dem FLYER Upstreet6 7.10 HS in der Ebene, ohne selbst ins Schwitzen zu kommen, konstant 45 km/h fahren. Das ist z. B. mit dem Riese & Müller Homage nur unter deutlich höherer Kraftanstrengung möglich. Sinkt die Geschwindigkeit und ihr tretet am Berg mit gezwungenermaßen niedriger Kadenz in die Pedale, schwindet die Unterstützung des Motors rapide und ihr seid am steilen Anstieg fast komplett auf euch allein gestellt. Auch ein Anfahren am Berg ist mit dem FLYER Upstreet nahezu unmöglich.

Habt ihr es geschafft, einen Berg zu erklimmen, kommt ihr in der folgenden Abfahrt in den Genuss des Rekuperationsmodus. Durch eine verbaute Motorbremse ist es möglich, Energie in den Akku zurückzuspeisen und ihn während der Fahrt zu laden. Das funktioniert leider nur bei niedrigen Geschwindigkeiten für eine längere Zeit, ab 40 km/h schaltet das System zum Schutz des Akkus recht schnell ab. Auch die Handhabung der Rekuperationsmodi mit dem Joystick der Lenker-Remote ist nicht wirklich gelungen.

Das Upstreet ist durch den Heckmotor bauartbedingt vorne leichter als hinten, was sowohl das Fahrgefühl als auch das Komfortverhalten beeinflusst. So schiebt das Gewicht von hinten an Bodenwellen merklich nach. Feine Vibrationen werden sehr gut gedämpft, große Schläge jedoch nahezu ungefiltert an die Fahrenden weitergegeben. Das FLYER Upstreet reagiert sehr bereitwillig auf Lenkimpulse und verlangt in bestimmten Situation nach einer gewissen Fahrerfahrung.

Das FLYER Upstreet6 7.10 HS ist mit dem großen Akku und Heckmotor prädestiniert für lange Fahrten in der Ebene und hält dort ohne Anstrengung die Reisegeschwindigkeit von 45 km/h. Bei Hügeln wird das S-Pedelec aber schnell verlegen und tritt an Bergen fast komplett in den Streik. Zudem lässt es sich nur störrig schieben und die Kabelverlegung an der Front fällt chaotisch aus.

Niche Mobility ADTS

Niche Mobility aus Spanien steht vor der Markteinführung seines Automatic Digital Transmission System (ADTS). ADTS ist nicht nur ein einfacher Antrieb für E-Bikes, sondern bringt eine Reihe von Besonderheiten und innovative Neuerungen mit sich. Das Antriebssystem kommt dank eines automatischen Getriebes komplett ohne Gangschaltung aus.

Die Kraft beim Pedalieren wird jedoch nicht direkt an den Riemen, sondern an einen Generator geleitet, der wiederum den Akku auflädt. Dieser versorgt den Motor, der eigenständig arbeitet. So könntest du theoretisch auch mehr Kraft ins System geben, und somit mehr Energie produzieren, als eigentlich zum Vortrieb gebraucht wird.

Eine weitere Besonderheit von ADTS ist, dass der je nach Wahl 450 oder 650 Wh große Akku über eine regenerative Bremse wieder auflädt. Per Rekuperation ist der Antrieb in der Lage, bei Brems- und Verzögerungsvorgängen Energie zurückzugewinnen und so den Akku wieder zu laden, was natürlich der Reichweite zugutekommt. So sollen bis zu 80 km mit einer Akkuladung möglich sein.

Gudereit E-Bikes

Willkommen in der faszinierenden Welt der Gudereit E-Bikes! Wenn du auf der Suche nach einem zuverlässigen und leistungsstarken E-Bike bist, das höchste Ansprüche erfüllt, dann bist du bei Gudereit genau richtig. Die Marke Gudereit steht für deutsche Ingenieurskunst, innovative Technologie und höchste Qualität. Gudereit E-Bikes zeichnen sich durch großzügige Reichweiten aus. Dank der leistungsstarken und effizienten Mittelmotoren von renommierten Herstellern wie Bosch oder Shimano sind lange Radtouren keine Herausforderung mehr. Die Motoren der Gudereit E-Bikes überzeugen mit einer kraftvollen Unterstützung, die ein angenehmes und komfortables Fahrerlebnis ermöglicht.

Gudereit E-Bikes sind eine perfekte Symbiose aus Qualität, Komfort und beeindruckender Performance. Die großzügige Reichweite und die leistungsstarken Motoren machen sie zu idealen Begleitern für ausgedehnte Touren und den Alltag gleichermaßen.

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