E-Mountainbike oder normales Mountainbike – Unterschiede und Entscheidungshilfe

Die wachsende Beliebtheit von E-Mountainbikes und herkömmlichen Mountainbikes spiegelt die Vielfalt und Zugänglichkeit des Mountainbikings wider. E-Mountainbikes ziehen mit ihrer Motorunterstützung jene an, die längere Strecken oder steilere Anstiege bewältigen möchten, ohne dabei auf die Freude am Fahren verzichten zu müssen. Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) hatten im Jahr 2023 rund 12,37 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum ab 14 Jahren ein E-Bike in ihrem Haushalt. Dies unterstreicht die signifikante Rolle, die E-Bikes in der aktuellen Mobilitäts- und Freizeitgestaltung spielen.

Vorteile von E-Mountainbikes

E-Mountainbikes revolutionieren die Welt des Mountainbikings durch ihre beeindruckenden Vorteile, die das Fahren auf Trails und in der Natur zugänglicher und genussvoller machen. Ein wesentlicher Vorteil ist die höhere Reichweite, die durch die Motorunterstützung ermöglicht wird. Dies bedeutet, dass Fahrer längere Strecken zurücklegen können, ohne dabei an ihre physischen Grenzen zu stoßen. Besonders beim Bergauffahren zeigt sich der Nutzen der elektrischen Unterstützung. Steile Anstiege, die früher als mühsam und kräftezehrend galten, können nun mit weniger Anstrengung bewältigt werden. Dies öffnet den Sport für Menschen, die sich durch die physischen Herausforderungen des traditionellen Mountainbikens abgeschreckt fühlten.

Lightweight E-Mountainbikes

Die Welt des Mountainbikens hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht, und die Einführung von Elektroantrieben hat das Spiel für viele Fahrer verändert. Unter den E-Bikes gibt es jedoch eine spezielle Kategorie, die sich besonders hervorhebt: die sogenannten „Lightweight Electric Mountainbikes“ oder „Light eBikes“.

  • Leichtgewichtiger Motor: Die Motoren in Lightweight Electric Mountainbikes sind in der Regel kleiner und leichter als die in herkömmlichen E-Mountainbikes.
  • Kompakte Akkus: Statt großer Akkus verwenden Lightweight Electric Mountainbikes oft kleinere, leichtere Batterien.
  • Wendigkeit: Dank ihres geringeren Gewichts und der kompakteren Bauweise sind Lightweight Electric Mountainbikes agiler und leichter zu manövrieren.

Nachteile von E-Mountainbikes

Obwohl E-Mountainbikes zahlreiche Vorteile bieten, gibt es auch Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. Einer der Hauptnachteile ist das erhöhte Gewicht, das durch die zusätzliche Ausrüstung wie Batterie und Motor entsteht. Dieses zusätzliche Gewicht kann die Manövrierfähigkeit des Bikes, insbesondere auf technisch anspruchsvollen Trails, beeinträchtigen. Ein weiterer bedeutender Nachteil sind die Kosten. E-Mountainbikes sind in der Anschaffung und Wartung deutlich teurer als herkömmliche Mountainbikes. Die Technologie hinter den elektrischen Antriebssystemen, einschließlich Batterien und Motoren, erhöht die Anfangsinvestition. Die Produktion dieser Komponenten erfordert seltene Materialien und kann zu einer erheblichen Umweltbelastung führen.

Vorteile von konventionellen Mountainbikes

Konventionelle Mountainbikes, oft einfach als MTBs bezeichnet, bieten ein einzigartiges Fahrerlebnis, das tief in der Kultur des Mountainbikings verwurzelt ist. Einer der größten Vorteile konventioneller Mountainbikes ist das natürliche Fahrgefühl. Die direkte Verbindung zum Gelände, ohne die Einflussnahme eines Motors, ermöglicht es dem Fahrer, jede Nuance des Trails zu spüren. Das geringere Gewicht ist ein weiterer signifikanter Vorteil. Ohne die zusätzliche Last eines Motors und einer Batterie sind konventionelle MTBs leichter und damit einfacher zu manövrieren. Dieses reduzierte Gewicht ist besonders auf technischen Trails vorteilhaft, wo Präzision und die Fähigkeit, schnell auf Hindernisse zu reagieren, entscheidend sind. Zudem sind die Kosten für Anschaffung und Wartung in der Regel niedriger.

Nachteile von konventionellen Mountainbikes

Allerdings stellen konventionelle Mountainbikes höhere physische Anforderungen an den Fahrer, besonders bei langen und steilen Anstiegen.

E-Mountainbike vs. Mountainbike: Ein Vergleich

In der Praxis offenbart der Vergleich zwischen E-Mountainbikes und herkömmlichen Mountainbikes eine Reihe von Unterschieden, die sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringen. E-Bikes, insbesondere für das Mountainbiking konzipierte, bieten dank ihrer elektrischen Unterstützung eine erweiterte Reichweite und eine deutliche Erleichterung beim Bewältigen von Steigungen. Diese Unterstützung ermöglicht es den Fahrern, längere und anspruchsvollere Routen zu erkunden, ohne dabei an ihre körperlichen Grenzen zu stoßen. Jedoch bringt das zusätzliche Gewicht der Batterie und des Motors spezifische Herausforderungen mit sich, insbesondere auf technisch anspruchsvollen Trails. In steilem Terrain kann dieses erhöhte Gewicht das Gleichgewicht und die Kontrolle erschweren, was die Manövrierfähigkeit auf engen und kurvigen Pfaden beeinträchtigt.

Technologische Fortschritte und Umweltaspekte

Neben der Performance auf dem Trail spielen auch technologische Fortschritte und die Bauweise eine entscheidende Rolle. Die Entwicklung leichterer und leistungsfähigerer Batterien sowie effizienterer Motoren ist ein kontinuierlicher Prozess, der das Fahrerlebnis verbessert und das Gewichtsproblem zunehmend mindert. Trotz dieser Fortschritte besteht weiterhin die Herausforderung, die Umweltauswirkungen dieser Technologien zu berücksichtigen.

E-MTB Hardtail vs. E-MTB Fully

Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, abhängig von deinen persönlichen Vorlieben und dem Gelände, auf dem du fahren möchtest. Ein E-Fully bietet mehr Federung, Komfort und Traktion und ist daher besser für anspruchsvolleres Gelände geeignet, während ein E-Hardtail (Hardtail-Mountainbike) leichter und effizienter auf flacheren Strecken sein kann.

  • E-MTB Hardtail: Hat nur eine Federgabel an der Front. Der Hauptrahmen ist ungefedert und somit ein Hardtail.
  • E-MTB-Fully: Verfügt über eine Federgabel und einen gefederten Rahmen. Die Federung im Heck, bietet mehr Komfort, Kontrolle und generiert mehr Traktion im technischen, unebenen Gelände.

Gewicht: Das Gewicht eines E-MTB-Fullys liegt ungefähr 1,5 KG über dem eines E-MTB-Hardtails. Somit wird sich die Reichweite auch nur minimal unterscheiden. Durch die Motorunterstützung ist das Beschleunigen und Bergauf Fahren beider Typen problemlos und spielerisch machbar.

Vielseitigkeit: Vollgefederte E-MTBs sind vielseitiger als E-MTB-Hardtails. Wenn du ein E-Bike für alle Lebenslagen und Einsatzbereiche suchst, ist ein Fully sicher dir richtige Wahl. Egal wie uneben ein Trail auch sein mag, mit einem E-MTB-Fully kommst du fast überall durch. Selbst auf eher ruhigerem Untergrund bietet ein vollgefedertes Rad schlichtweg mehr Komfort.

Terrain: E-MTBs, die nur an der Front gefedert sind, absorbieren nicht so viel vom Untergrund des Trails als ein vollgefedertes E-MTB. Dadurch wird ein E-MTB-Hardtail der perfekte Untersatz für ruhige Trails, Wald- und Wiesenwege.

Wartungsintensivität: Ein vollgefedertes Bike mit seinen vielen beweglichen Teilen, Lager und Dämpfer ist deutlich wartungsintensiver als ein Hardtail.

Einsatzbereich: Gepaart mit einem kräftigen Motor und einem leistungsfähigen Akku ist ein E-Mountainbike-Fully eine echte Spaßgarantie im Gelände.

Laufradgröße

Prinzipiell wählt man 29“ Laufräder, wenn man schnelle Abfahrten mag und ein spurstabiles Rad sucht. Wer sein Bike aber lieber über verwinkelte Trails jagen will, der braucht ein verspieltes Bike mit kleineren Laufrädern.

Seit es 27,5 Zoll Laufräder gibt, besteht auch die Diskussion, welche Laufradgröße besser ist. 26“ Räder spielen bei den E-MTB mittlerweile keine Rolle mehr, denn dafür stehen die 27,5“ Räder. Sie haben den Vorteil, dass sie wendiger sind als 29"-Reifen und für Fahrer:innen unter 1,70 m meist auch besser in der Ergonomie geeignet sind. 29“ Laufräder sind das Maß, wenn man schnelle Abfahrten mag und ein spurstabiles Bike sucht. Große Menschen über 1,90 m sind beim 29er auch besser aufgehoben.

Es gibt auch Räder mit beiden Größen, sogenannte Mullet Bikes. Was bei Bio-Bikes noch selten zu sehen ist, setzt sich bei E-MTBs immer mehr durch.

Bei den E-Mountainbikes spielt der größere Rollwiderstand der dicken Reifen keine so große Rolle, denn man profitiert von den wuchtigen und stabilen Reifen, die mit 1 - 1,5 Bar gefahren werden können und sich super smooth an den Untergrund anpassen.

Von Plus-Bereifung spricht man bei einer Reifenbreite ab 2,6“ bis 3,0“, egal ob 27,5“ oder 29“. Breitere Reifen ab 3,5“ bis 4,8“ zählen zu den Fatbikes.

Rahmenmaterialien

Mittlerweile sind bei den Bio-Mountainbikes wie auch bei den E-Mountainbikes zwei verschiedene Materialien zum Standard geworden. Das seit Jahren bewährte Aluminium, welches vieles verzeiht und Carbon, dass auf Einschläge etwas empfindlicher reagiert, aber dafür durch seine Steifigkeit eine wesentlich bessere Kraftübertragung bietet und geschmeidigere Rahmenformen zulässt. Titan und Stahl spielen bei den Mountainbikes fast keine Rolle.

Federgabeln

Aktuell teilen sich zwei Hersteller den Großteil am Federgabel-Markt: RockShox und FOX. Auf manchen Bikes findet man auch eine Gabel von DVO, Öhlins oder Marzocchi. Qualitativ auf einem ähnlichen Niveau sind die etwas günstigeren Gabeln von SR Suntour. Wer Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legt, kann unbesorgt auch zu diesem Hersteller greifen.

Wichtig ist bei den Forken die Steifigkeit, da man mit einem E-MTB auf ein etwas höheres Systemgewicht beim Fahren kommt. Da sind bei Tourenrädern Federgabeln mit mindestens 34 Millimeter Standrohre angesagt, aber besser fürs grobe Terrain sind 36 Millimeter.

Wenn es um den Federweg geht, sollte man hier wieder an das bevorzugte Einsatzgebiet seines E-Mountainbikes denken.

Motorposition

Bei der Position des Motors hat sich mittlerweile der Mittelmotor durchgesetzt. Dadurch können die Federelement wie bei einem Biobike ohne schwere Massen arbeiten. Somit fährt sich das E-MTB wie ein normales Mountainbike in den Trails. Auch Durchschläge am Hinterreifen (Snikebites) sind damit seltener als mit einem Heckmotor.

Bei Hardtails, die kein grobes Gelände befahren, machen Heckmotoren Sinn.

Motorenhersteller

Unsere E-MTBs haben Motoren von Bosch, Brose, Shimano, TQ, Pinion, Panasonic und Bafang. Bafang ist ein Hersteller von preiswerten Antrieben, die zwar noch nicht ganz auf dem Niveau von Bosch und Co. sind, aber trotzdem preiswerte und sehr gute Motoren bauen. Panasonic ist wie Bosch ein Elektroriese, der aber auch seit Jahren sehr gute E-Bike Motoren produziert, die sie zum Beispiel in Flyer-Bikes verbauen. Flyer ist einer der Pioniere bei E-Bikes aber auch bei E-MTBs. Qualitativ somit auf demselben Niveau wie Bosch und Co.

Einzigartig sind die Motoren von Pinion, die Schaltwerk bzw. Getriebe und Motor in eine Einheit integriert haben. Somit fällt das Schaltwerk am Hinterbau komplett weg. TQ und Bosch bieten mittlerweile auch sehr kompakte Motoren mit etwas geringerer Leistung am Markt an. Zum Beispiel der TQ HPR50 bei den Superlight-E-Mountainbikes hat gerade mal ein Mehrgewicht von etwa 1,8 kg. Auch die Leichtbau-Einheit von Bosch, der Bosch Performance SX, bringt nur etwa 2 kg auf die Waage.

Akkus

Bei den Akkus gibt es eine große Bandbreite von 250 Wattstunden für das verspielte E-Mountainbike aber auch ausdauernde 925er Akkus für viele Höhenmeter auf der Tour. Mittlerweile werden durch Fortschritte in der Zelltechnologie in Premium-Modellen auch Akkus mit über 1000 Wattstunden verbaut. Wem das nicht reicht, kann auf Bikes zudem auf Rang Extender zurückgreifen. Damit nimmt man fast jeder Tourenlänge den Schrecken.

Wer viel Wert auf Optik legt, setzt am besten auf einen integrierten Akku. Damit ist der Akku auch bestens vor Schmutz, Feuchtigkeit bzw. Einschlägen geschützt und lässt sich trotzdem noch zum Laden herausnehmen. Smarte Integration ist dabei die Devise. Damit kommuniziert die Software mit Ihrem Telefon und lässt sich darüber individuell einstellen und ablesen. Somit können Sie über Ihr Smartphone zum Beispiel die Leistungsstufen steuern und die Alarmanlage scharf stellen.

Reichweite

Bei der Reichweite liegen die Ergebnisse sehr weit auseinander, da der Einsatz des E-MTB sehr unterschiedlich ausfallen kann. Wer mit seinem Bike Wald und Wiesenwege gemütlich befährt, wird mindestens doppelt oder dreimal so weit kommen wie jemand, der im Bikepark mit seinem Enduro nur rauf und runter fährt. Manche Hersteller wie Bosch haben aber einen eigenen Reichweitenrechner, mit dem man die Reichweite sehr gut berechnen kann. Wie auch bei jedem E-Bike sollte man aber immer ebenfalls daran denken, dass die Wahl der Unterstützungsstufen einen erheblichen Beitrag zur maximalen Reichweite leistet.

Die richtige Wahl treffen

Die Frage, ob E-Mountainbikes oder herkömmliche Mountainbikes besser sind, hängt letztlich von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen des Fahrers ab. E-Mountainbikes bieten eine motorisierte Unterstützung, die längere Touren und das Überwinden steiler Anstiege mit weniger Anstrengung ermöglicht, was sie ideal für Einsteiger oder diejenigen macht, die den Fokus auf Erkundung und Genuss legen. Die Wahl zwischen einem herkömmlichen E-Mountainbike und einem Lightweight Electric Mountainbike hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab. Wenn du hingegen auf der Suche nach Agilität, Wendigkeit und Portabilität bist und bereit bist, eine etwas kürzere Reichweite in Kauf zu nehmen, könnte ein Lightweight Electric Mountainbike die richtige Option für dich sein. In jedem Fall ist es ratsam, verschiedene Modelle auszuprobieren und die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen, bevor du eine endgültige Entscheidung triffst.

Um herauszufinden, ob ein E-MTB für euch das beste Bike ist, müsst ihr bedenken, wie ihr fahrt, mit wem ihr in der Regel unterwegs seid und was ihr vom Biken grundsätzlich erwartet. Um euch bei der Entscheidung zu helfen, haben wir eine Liste an Argumenten erstellt, warum ein E-MTB als euer nächstes Bike die optimale Wahl sein könnte.

Eigenschaft E-Mountainbike Konventionelles Mountainbike
Reichweite Höher, durch Motorunterstützung Begrenzt durch körperliche Ausdauer
Anstrengung bei Anstiegen Geringer Höher
Gewicht Höher Geringer
Kosten Höher Niedriger
Fahrgefühl Unterstützt, weniger natürlich Direkt, natürlich
Wartung Aufwendiger Weniger aufwendig
Zielgruppe Einsteiger, Genießer, Fahrer längerer Strecken Sportliche Fahrer, Liebhaber des natürlichen Fahrgefühls

Es ist Fakt, mit einem E-Mountainbike erhöhen sich die Anzahl und die Reichweite eurer Touren. Ein E-MTB eröffnet neue Wege, hilft euch dabei, neue Trails zu erkunden und dient außerdem als Motivationsspritze. Davon abgesehen, dass Trails unheimlichen Spaß machen, werdet ihr außerdem feststellen, dass ihr euer E-MTB zum Pendeln, als familienfreundliches Ausflugsgerät sowie als SUV nutzen könnt und zusätzlich auch bei schlechtem Wetter häufiger unterwegs sein werdet. Einen Motor zu haben, eröffnet euch grenzenloses neues Potenzial, dem ein unmotorisiertes Bike niemals das Wasser reichen kann.

In den frühen Tagen ihrer Entwicklung litten E-MTBs unter einem miserablen Handling, hatten einen hohen Schwerpunkt und merkwürdige Geometrien. Heutzutage besitzen sie eine grandiose Balance, ein stabiles Handling und fahren sich angenehm agil - E-MTBs rocken einfach.

Der Kauf eines E-MTBs wird euch nicht dick werden lassen. Wenn überhaupt, dann werdet ihr dank der Macht, im Handumdrehen in die Natur entfliehen zu können, deutlich mehr unterwegs sein, mehr Trails genießen und jede Woche mehr Kilometer abspulen. Ja, ein E-MTB nimmt unserer Beinmuskulatur ein wenig Arbeit ab und reduziert den Kraftaufwand, der auf steilen Anstiegen benötigt wird, aber es sorgt anstelle eines anaeroben Trainings für ein aerobes Workout. Auch wenn man vielleicht nicht die gleiche Muskelmasse in den Beinen aufbaut, sind die potenziell längeren und gleichmäßigeren aeroben Aktivitäten exzellent für den Aufbau von Ausdauer und die Fettverbrennung. Zudem sorgt das höhere Gesamtgewicht des Bikes für ein intensiveres Oberkörper-Workout, wenn man es auf Trails ordentlich krachen lässt.

Wenn ihr die Sorte Fahrer seid, die für die Abfahrt lebt, aber bei Uphills oft hinter die Gruppe zurückfällt oder Ausfahrten mit anderen Fahrern sogar schon meidet, dann wird ein E-MTB euch zurück ins Spiel bringen. Es wird euch erlauben, die volle Packung Spaß zu erleben - ohne den frustrierenden Kampf, an euren fitteren Kumpels dranzubleiben.

In einer Familie ist ein E-Mountainbike so nützlich wie Großeltern mit übermenschlichen Babysitting-Skills. Ein E-MTB kann in gewissen Situationen die Last verringern, die eine Elternschaft nun einmal mit sich bringt, und bietet euch einen schnellen Ausweg, wenn ihr Zeit für euch selbst braucht. Vor allem dient ein E-MTB natürlich auch als Lastenesel, um den ganzen Krimskrams zu transportieren, den man bei Familienausflügen braucht. Kombiniert mit den neuesten Kindersitzen oder Bike-Anhängern gewährt euch ein E-MTB mehr Optionen, gemeinsam als Familie loszuziehen.

Wenn sich eure Bike-Crew mehr und mehr mit den Vorzügen eines E-MTBs anfreundet und ihr euch sicher seid, dass eure Ausfahrten mit einem E-MTB mehr Spaß machen würden, dann könnt ihr der Trendsetter sein. In den Anfangstagen könnt ihr eurer Gruppe dabei helfen, Kameras, Ersatzteile und Snacks zu transportieren. Und auch wenn eure Kumpels in der ersten Phase euer Bike verfluchen, werdet ihr bald feststellen, dass sie mehr und mehr wertschätzen, wie ihr eigenes Fahrvergnügen von einem E-MTB profitieren kann.

Doch wenn ihr die entspannte Geschwindigkeit eines langen, gemächlichen Anstieges genießt oder das Erreichen eines Gipfels aus eigener Kraft, warum sollte es dann schneller gehen, oder leichter? Es ist nichts falsch daran, sich seine Zeit zu nehmen und Qualität Vorrang vor Quantität zu geben.

Es ist Fakt, dass ein E-MTB teurer ist als ein gleichwertig ausgestattetes Mountainbike, denn Motor und Akku schlagen sich erheblich im Preis nieder. Wenn ihr aufmerksam recherchiert, könnt ihr ein gutes Mountainbike bereits für 2.500 € kaufen, wohingegen selbst die einfachsten E-MTBs ein Budget von mindestens 4.000 € erfordern - idealerweise sogar mehr, wenn ihr ein E-MTB ohne Schwachstellen in der Ausstattung wollt. Durch seine höhere Komplexität erfordert ein E-MTB mehr regelmäßige Wartungsarbeiten und sein erhöhtes Drehmoment nutzt die Komponenten des Antriebs und Reifen schneller ab, verglichen mit einem unmotorisierten Bike, das über dieselbe Distanz bewegt wurde.

Wenn euch der Gedanke an die elektronischen Di2- und AXS-Schaltung mit Angst und Schrecken erfüllt, dann ist ein E-Mountainbike nichts für euch. An einer puristischen Herangehensweise ist nichts verkehrt. Es ist, als würdet ihr ein Porsche 911 G-Modell aus den 80ern fahren - eine Zeit, zu der es kein ABS oder andere elektronische Fahrhilfen gab. Ihr mögt zwar nicht so schnell sein wie mit einem neuen Modell, doch das unverfälschte, puristische Fahrgefühl ist unvergleichlich.

Auch wenn sie sich auf dem Trail relativ leicht anfühlen, kann man dasselbe nicht vom Transport eines E-Mountainbikes behaupten. Wenn ihr eure Bikes normalerweise auf dem Dach eures Autos transportiert, ihr euer Bike die Treppe hinauf tragen müsst, um es in die Wohnung zu bekommen oder eure Bikes häufiger anheben müsst, dann wird das überschüssige Gewicht eines E-MTB euch mit der Zeit nerven.

Viele Leute werden behaupten, dass ihr E-MTB sie an Orte führt, die ein MTB nicht erreichen kann. Doch wenn ihr und eure Freunde Hardcore-Bike-Bergsteiger seid, die ihr Bike bergauf regelmäßig schultern, um Hindernisse zu überwinden oder anspruchsvolle Bergpässe hinaufzuwandern, dann dürfte ein 20 kg+ schweres E-MTB euer Leben nicht gerade leicht machen.

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