Die Auswahl an E-Mountainbike-Reifen ist riesig und unübersichtlich. Schwalbe, MAXXIS, Conti, Michelin, WTB, Kenda und Co.: Wir haben über 50 Reifen für euch getestet und … keinen klaren Sieger gefunden.
Dieser Reifen-Vergleichstest hat keinen klaren Testsieger und auch einen Kauftipp wird es dieses Mal nicht geben. Den einen idealen Reifen für wirklichen jeden E-Mountainbiker gibt es nicht! Beim Thema Reifen spielen unzählige Faktoren eine entscheidende Rolle für die Performance. Nicht umsonst haben alle Reifenhersteller eine Vielzahl an Modellen für unterschiedlichste Fahrertypen, Trail-Beschaffenheiten und Könnerstufen im Angebot.
Jemand, der mit seinem E-Mountainbike täglich pendelt, hat ganz andere Anforderungen als ein alpiner Abenteurer, der am liebsten auf schroffen Trails unterwegs ist. Und selbst wenn wir uns in der Redaktion auf „einen“ Reifen einigen könnten, wäre das noch immer nur der bestmögliche Kompromiss für den Allround-Einsatz.
Damit es auch für euch schön übersichtlich bleibt, haben wir den Test in insgesamt drei Teile aufgegliedert. Im ersten Teil findet ihr alles, was ihr grundlegend über Reifen wissen müsst. Darauffolgend zeigen wir euch im zweiten Teil die vier wichtigsten Faktoren, auf die ihr bei der Reifenwahl achten müsst. Im letzten Teil verraten wir euch, wie ihr die zu euch passenden Reifen findet. Im Anschluss geben wir euch einen Überblick über sechs wichtige Hersteller.
Gesetzliche Vorschriften und Tubeless-Montage
Beim typischen E-Mountainbike (bis 25 km/h) macht euch der Gesetzgeber keine Vorschriften. Hier seid ihr „rein gesetzlich“ auf einem normalen Mountainbike unterwegs und könnt relativ stressfrei den für euch passenden Reifen montieren. Bei S-Pedelecs (bis 45 km/h) gestaltet sich die Reifenwahl deutlich komplizierter. Hier muss der Reifen für euer Bike zugelassen sein und das ECE‐R75 Zeichen tragen.
Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz. Auch wenn die Montage etwas mühsam sein kann (nicht muss!), sind fast alle modernen E-Mountainbike-Reifen sowie -Felgen für den Tubeless-Einsatz vorgesehen.
Für den Fall, dass ihr noch mit Schläuchen unterwegs seid, haben wir eine detaillierte Tubeless-Montage-Anleitung und die dringliche Empfehlung, sich endlich an den Umbau zu wagen.
Der Richtige Luftdruck
Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell: Zu viel und ihr könnt euch von Komfort und Grip verabschieden. Bei zu wenig sind ein unpräzises, schwammiges Fahrverhalten und Defekte vorprogrammiert. Der passende Druck ist dabei sehr individuell und hängt von unzähligen Faktoren ab.
Trotzdem haben wir für euch einige Richtlinien zusammengestellt, wie ihr den perfekten Reifendruck findet. Wenn ihr einfach nur auf der Suche nach einem Setup seid, das in den meisten Fällen gut funktioniert, dann empfehlen wir euch bei einem Körpergewicht zwischen 70 kg und 95 kg für Reifenbreiten von 2,35” bis 2,5” 1,8 bar Druck vorne und hinten. Bei Reifen ab 2,6” Breite sind ca.
Reifenbreite: Wie Breit ist zu Breit?
Prinzipiell gilt: Die Reifenbreite muss zur Felgenweite und zu eurem Rahmen passen. Ein breiterer Reifen hat eine größere Aufstandsfläche und kann so mehr Grip generieren. Das erhöhte Volumen kann auch den Pannenschutz und den Komfort erhöhen.
Mit Reifen, die breiter als 2,6” sind, haben sportlich-aggressive Fahrer in Kurven aber oft mit negativen Effekten zu kämpfen: Das Fahrverhalten wird schwammig und unpräzise, wodurch sich enge Linien oft nicht mehr halten lassen. In Anliegern knicken die breiten Reifen schneller und heftiger weg.
Sowohl die Felge als auch das Profil beeinflussen die tatsächliche Breite des Reifens enorm. Gemessen wird nämlich immer an der breitesten Stelle: also ganz außen an den Seitenstollen.
Gewicht und Fahrwerk
Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen: Der Reifensatz alleine, ohne Tubeless-Milch und Co., trägt mit etwa 2 kg zum Gesamtgewicht eures Bikes bei. Auch wenn eine gefüllte Trinkblase nicht schwerer ist, wirkt sich das Gewicht des Reifens deutlich spürbarer auf die Fahrperformance aus.
Die Reifen sind Teil der rotierenden Masse, die ihr bei jedem Antritt und bei jeder Bremsung beschleunigen und abbremsen müsst. Obwohl die Reifen als Federelement noch lange vor eurer Gabel auf Schläge reagieren, sind sie Teil der „ungefederten“ Masse und haben somit massiven Einfluss auf euer Fahrwerk.
Schwere Reifen können das Fahrverhalten aber auch positiv beeinflussen: Geht es heftiger zur Sache, helfen euch schwere Reifen, die Linie im Steinfeld oder über den Wurzelteppich zu halten. Leichte seitliche Schläge versetzen sie deutlich weniger. Robuste und stabile Reifen sind schwer.
Vorder- vs. Hinterrad
Die Anforderungen am Vorderrad unterscheiden sich von denen am Hinterrad. Im Gelände gilt es, so viel Traktion und Lenkpräzision wie möglich am Vorderrad zu generieren, während das Hinterrad die Motorpower auf den Boden bringen muss und dennoch einen geringen Rollwiderstand haben sollte. Auch beim Thema Pannenschutz gibt es massive Unterschiede, die Kräfte am Hinterrad sind oftmals um ein Vielfaches höher. Wenn wir unsere Platten zusammenzählen, hatten wir den Bärenanteil davon am Hinterrad.
Ihr habt also viel Spielraum bei Profil, Karkasse und Gummimischung. Auch wenn ihr nicht wie so manche Profis täglich auf neuen Reifen unterwegs seid, schlagen Reifen als Verschleißteil immer wieder große Löcher in die Urlaubskasse.
Fakt ist: Ein hochwertiger Reifen ist relativ teuer, hat aber auch einen massiven Einfluss auf eure Trail-Performance. Ihr könnt euren Reifen auch als Tuning und nicht als Verschleißteil betrachten.
Tire Inserts
Tire Inserts gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und auch die Preisspanne dieser Systeme ist riesig. Das Funktionsprinzip ist bei den meisten Systemen dasselbe: Ein Schaumstoff agiert bei heftigen Einschlägen als Puffer zwischen dem Felgenhorn und dem Reifen. Dadurch schlägt der Reifen nicht mehr oder deutlich weicher auf der Felge auf und wird nicht so schnell von ihr beschädigt. Andere Probleme wie Burping, also den Luftverlust durch Reifenwalken, können nur die wenigsten Systeme verhindern.
Viele der verbreiteten Tire Inserts haben wir schon auf dem Trail und teilweise im Labor getestet. Am Ende hat uns aber immer derselbe Reifen mit einer stabileren Karkasse überzeugt. Warum? Der Gewichtsunterschied zwischen einem Reifen mit Tire-Insert und einem Reifen mit der nächst stärkeren Karkasse fällt oft nur marginal aus.
Flexibilität bei der Reifenwahl
Auch wenn ein Reifen speziell für das Vorder- oder Hinterrad designt wurde, kann er auch am jeweils anderen Laufrad zum Einsatz kommen. Ein Minion DHR II (Downhill Rear II) funktioniert auch am Vorderrad sehr gut und bietet eine etwas schmalere Alternative zum voluminösen Minion DHF. Darüber hinaus habt ihr auch die freie Wahl beim Einsatzzweck: Ein Matschreifen funktioniert im Hochsommer bei super staubigen, weichen Trails in der Regel ebenfalls hervorragend. Die Reifenhersteller geben euch einen groben Überblick, wofür sich der Reifen eignet.
Testmethoden
Gut Ding will Weile haben: Kein anderer Test bei E-MOUNTAINBIKE hat so lange gedauert und so viele Tester involviert wie unser Reifen-Vergleichstest. An ihm waren alle Redakteure im Team beteiligt. In den letzten zwei Jahren haben wir um die 150 Bikes getestet. Das macht 300 Reifen, auf denen wir unzählige Trail-Kilometer abgespult haben. Dadurch können wir auf einen riesigen Erfahrungsschatz in der Beurteilung der Reifen zurückgreifen.
Erfahrungen, Einschätzungen und Testrunden sind das eine, aber was wirklich zählt, ist: Wie schlagen sich die Reifen im direkten Vergleich miteinander? Während unserer Back-to-Back-Sessions liefen die Tubeless-Pumpe zum Reifenwechsel und die Ladegeräte auf Hochtouren. Beim Vergleichen haben wir gewisse Schwerpunkte gewählt und nur ausgewählte Reifenkombinationen miteinander verglichen - denn was bringt euch der Vergleich zwischen einem Matschreifen und einem Semislick, wenn ihr auf der Suche nach dem passenden Allround-Reifen seid?
Die mit Abstand häufigste Pannenursache bei Tubeless-Reifen sind Durchschläge. Dabei wird der Reifen zwischen Felge und dem Hindernis auf dem Trail eingeklemmt und beschädigt. Auch hier greifen wir auf die Testeindrücke all unserer Redakteure zurück. Der Trail ist kein Labor.
Faktoren bei der Reifenwahl
Egal ob ihr euer Pendel-Bike fit für den Trail machen wollt, einen Alpencross plant oder für eine Woche mit euren Kumpels in den Bike-Urlaub fahrt: Wenn ihr dafür neue Pneus wollt, gibt es vier grundlegende Faktoren, die ihr auf dem Weg zum „perfekten“ Reifen für euren Einsatz berücksichtigen solltet.
Dimensionen
Kinderfahrrad oder Wagon-Wheels: So viel ist klar, am richtigen Felgendurchmesser kommt ihr natürlich nicht vorbei. Doch hier fängt es schon an, schwierig zu werden. An den meisten E-Mountainbikes kommen 29”- oder 27,5”-Laufräder zum Einsatz. Viele Hersteller setzen aber nicht mehr nur auf eine Laufradgröße, sondern kombinieren ein 29”-Vorder- mit einem 27,5”-Hinterrad.
Aber wenn wir „Dimensionen“ sagen, meinen wir vor allem die passende Reifenbreite - sie sollte zu eurer Felge und eurem Fahrstil passen, darüber hinaus müssen die Reifen auch in euren Rahmen bzw. eure Gabel passen. Ein breiter und voluminöser Reifen bietet euch mehr „Federung“ aus dem Reifen und erhöht den Komfort. Auch die Traktion und der Pinch-Flat-Schutz erhöhen sich mit dem Reifenvolumen (bei gleichem Reifen in unterschiedlicher Breite). Mit zunehmender Breite reduziert sich jedoch gleichzeitig die Präzision des Reifens. Wird er nicht ideal von einer passenden, ebenfalls breiten Felge abgestützt, walkt er in Kurven stark. Mit Felgen um die 30 mm Innenbreite könnt ihr die meisten Reifen mit 2,4” bis 2,6” Breite fahren. Ist eure Felge schmaler als 25 mm, dann ist bei einem 2,4”-Reifen Schluss.
Karkasse
Die Karkasse bildet so etwas wie das Rückgrat des Reifens. Sie verleiht ihm seine Rundung und beeinflusst maßgeblich die Kurvenstabilität, den Pannenschutz und das Gewicht des Reifens. In erster Linie solltet ihr die Karkasse nicht anhand ihres Gewichts, sondern anhand eures Gewichts, eures Fahrstils und eurer Trails auswählen. Je stabiler die Karkasse, desto weiter könnt ihr den Luftdruck senken, ohne Gefahr zu laufen, an jeder Kante einen Pinch-Flat zu bekommen oder den Reifen in Kurven wegzuknicken.
Gummimischung
Die Reifenhersteller hüten die Geheimnisse ihrer Gummimischungen wie McDonald’s das Rezept seiner BigMac-Sauce. Das hat auch einen guten Grund: Während im Trockenen noch nahezu alle Gummimischungen ausreichend Grip generieren können, zeigen sich riesige Performance-Unterschiede, sobald Regen fällt. Die Reifenhersteller kämpfen mit dem ständigen Kompromiss zwischen Grip, Rollwiderstand und Haltbarkeit. Daher greifen sie für einen Reifen oftmals nicht mehr auf nur eine Gummimischung zurück, sondern verwenden bis zu drei unterschiedliche Mischungen.
Dabei ist der Aufbau meistens sehr ähnlich: Bei einem Triple-Compound, also einem Reifen aus drei verschieden Mischungen, kommt die härteste Mischung unter der Lauffläche zum Einsatz, um Stabilität zu geben. Die weichste Mischung wird für die Seitenstollen verwendet - sie haben ohnehin nur in Kurven Bodenkontakt und erhöhen den Grip enorm, sobald das E-Mountainbike in die Kurve gelehnt wird. An den Mittelstollen kommt eine Mischung aus „weich“ und „hart“ zum Einsatz, um den Rollwiderstand zu verringern und die Haltbarkeit des Reifens zu erhöhen.
Als wäre das nicht schon komplex genug, bieten die Hersteller unterschiedlich abgestimmte Triple-Compounds an. WTB z. B. macht es uns einfach und nennt diese Mischungen entweder High Grip oder Fast Rolling. Für den Traileinsatz nehmen wir vorne gerne eine weiche Variante mit viel Grip und hinten einen härter abgestimmten Triple-Compound für weniger Rollwiderstand und mehr Reichweite.
Profil
Das Profil ist das Erkennungsmerkmal eines jeden Reifens und beeinflusst das Fahrverhalten enorm. Bei den Stollen unterscheidet man grob drei Kategorien: Die Mittelstollen beeinflussen das Rollen und Bremsen des Reifens, die Seitenstollen bieten dem Reifen in Kurven den nötigen Halt und die Übergangs- oder Transition-Stollen sitzen bei einigen Reifen zwischen Mittel- und Seitenstollen. Sie lassen den Reifen „runder“ erscheinen und erhöhen die Traktion in Kurven bei geringer Schräglage.
Wenn es um Abstand, Form und Größe der Stollen geht, gibt es unzählige Variationen. Bei der Wahl des passenden Profils solltet ihr vor allem auf die Bodenbeschaffenheit eurer Trails achten. Bei weichen, feuchten Böden greift ihr lieber zu einem „offenen“ Profil mit großen Stollen und großem Abstand dazwischen. So ist gewährleistet, dass sich der Matsch nicht zwischen den Blöcken festsetzt und dass die Stollen sich tief in den weichen Boden graben können.
Die Richtige Reifenwahl
Die beste Grundlage, um den passenden Reifen oder die passende Kombination am Vorder- und Hinterrad zu finden, sind eure jetzigen Reifen. Jetzt ist Trouble-Shooting angesagt! Analysiert euer Fahrverhalten auf dem Trail und erinnert euch an eure Pannen. Ihr möchtet längere Touren unternehmen und noch höhere Gipfel erklimmen?
Rollwiderstand und Reichweite
Die Reichweite, die ihr mit eurem E-Mountainbike erzielen könnt, hängt von so vielen Faktoren ab, dass wir sie hier gar nicht erst aufzählen können. Fakt ist aber: Auch der Reifen beeinflusst eure eure Reichweite - je niedriger der Rollwiderstand, desto weiter kommt ihr mit eurem Bike. Der Rollwiderstand hängt neben dem Reifenaufbau maßgeblich vom Profil und der Gummimischung eures Reifens ab.
In Sachen Gummimischung ist der Zusammenhang simpel: Eine harte Mischung rollt schneller. Da ihr in der Ebene fast nur auf den Mittelstollen unterwegs seid, könnt ihr ruhig zu einem Triple-Compound mit harten Mittel- und weichen Seitenstollen greifen. So rollt ihr schneller und profitiert in Kurven noch immer vom hohen Grip. Wenn ihr einen hohen Rollwiderstand spürt, kann das aber nicht nur an der Gummimischung, sondern auch am Profil liegen.
Dann wird euch ein Semislick am Hinterrad mit winzig kleinen Mittelstollen aufs nächste Level holen. Die Kompromisse, die man dafür in Sachen Traktion eingeht, lohnen sich aber meist nur bei sehr hartem Untergrund. Neben dem Rollwiderstand ist Schlupf nämlich ein weiterer Reichweitenkiller. Doch wenn ihr so wenig Traktion am Hinterrad habt, dass ihr oft mit durchdrehenden Reifen kämpfen müsst, kann ein grobstolliger Reifen eure Reichweite tatsächlich erhöhen. Auch Reifen mit massiveren Stollen können sehr gut rollen, wenn ihre Mittelstollen eng beieinanderstehen.
Pannenschutz
Durchschläge oder Pinch-Flats sind das Tubeless-Pendant zum Snakebite am Schlauch. Wenn der Reifen z. B. bei einer Landung zwischen Stein und Felge eingeklemmt wird, durchsticht die Felge den Reifen meistens an zwei Stellen: einmal direkt an der Felge und einmal zwischen Mittel- und Seitenstollen. Habt ihr trotz hohem Luftdruck regelmäßig Pinch-Flats, ist die Karkasse für euer Gewicht, euren Fahrstil und eure Trails zu schwach.
Testergebnisse: Die Besten E-MTB-Reifen 2024
Hier eine Übersicht der besten E-MTB-Reifen aus dem Testjahr 2024:
| Reifen (Vorderreifen) | Reifen (Hinterreifen) | Testergebnis |
|---|---|---|
| Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT | Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT | Sehr gut / Überragend |
| Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" | Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" | Sehr gut |
| Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" | Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" | Sehr gut |
| Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" | Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" | Überragend / Sehr gut |
| Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" | Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" | Sehr gut |
Testergebnisse: Die Besten Tour- & Trail-Reifen 2024
Hier eine Übersicht der besten Tour- & Trail-Reifen aus dem Testjahr 2024:
| Reifen (Vorderreifen) | Reifen (Hinterreifen) | Testergebnis |
|---|---|---|
| Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" | Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" | Sehr gut / Überragend |
| Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3" | Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3" | Gut / Sehr gut |
| Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35" | Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35" | Gut |
| Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" | Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 | Sehr gut |
| Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT | Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT | Sehr gut |
| Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4" | Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35" | Gut / Sehr gut |
| Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6" | Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4" | Sehr gut |
Testergebnisse: Die Besten All-Mountain-Reifen 2022
Hier eine Übersicht der besten All-Mountain-Reifen aus dem Testjahr 2022:
| Reifen (Vorderreifen) | Reifen (Hinterreifen) | Testergebnis |
|---|---|---|
| Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" | Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" | Überragend / Sehr gut |
| Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT | Maxxis Minion DHR II 3C Maxx Terra Exo TR 29 x 2,4" WT | Sehr gut |
| Continental Kryptotal-Fr Trail Endurance | Continental Kryptotal-Re Downhill Soft | Sehr gut |
| Maxxis Aggressor Exo TR Dual | Maxxis Aggressor Exo TR Dual | Sehr gut |
Die Karkassen von Schwalbe
Bei Schwalbe erfolgt die Benennung der Karkassen relativ gut nachvollziehbar. Hier wird mehr oder weniger der Einsatzzweck hinter die Bezeichnung „Super” gehängt. Die fünf Karkassen Super Race, Super Ground, Super Trail, Super Gravity und Super Downhill bieten ein großes Spektrum von leichten, schnell rollenden Karkassen bis hin zu robusten, mehrlagigen Konstruktionen für härteste Einsätze. Bei der neuen Radialkarkasse weicht Schwalbe von dieser Namensgebung etwas ab.
- Super Race: Der Fokus bei der Super Race-Karkasse liegt auf niedrigem Rollwiderstand und geringem Gewicht. Daher befindet sich nur eine schmale Schutzeinlage im Bereich der Lauffläche.
- Super Ground: Die Super Ground-Karkasse möchte Pannenschutz und ein gutes Rollverhalten vereinbaren. Es handelt sich bei der Super Ground-Karkasse um eine typische einlagige Karkassenkonstruktion, bei der drei Lagen Karkassenmaterial mit 67 TPl im Bereich der Lauffläche übereinanderliegen.
- Super Trail / Trail Pro: Die Super Trail bzw. bei Radialreifen als Trail Pro bezeichnete Karkasse ist analog zur Super Ground-Karkasse als einlagige Konstruktion mit 67-TPI-Karkassenmaterial aufgebaut. Sie setzt aber zusätzlich noch auf eine Gummieinlage an der Seitenwand, die als Durchschlagschutz dient und dem Reifen insgesamt mehr Stabilität verleiht.
- Super Gravity / Gravity Pro: Verglichen mit dem Testfeld liefert die leichte Super Trail-Karkasse im aktuellen Labortest mit Radialaufbau jedoch nur im unteren Bereich ab. Sie bietet einen soliden Schutz bei Durchschlägen, der vergleichbar mit der Hardwall-Karkasse von Pirelli ist, jedoch etwas geringfügiger als der von MAXXIS EXO+ Karkasse ausfällt.
- Super Downhill: Viel hilft viel: Die Super Downhill-Karkasse von Schwalbe ist eine klassische zweilagige Karkassenkonstruktion, bei der sechs Lagen mit 68-TPI-Karkassenmaterial auf der Lauffläche und vier Lagen an der Seitenwand auch bei niedrigen Luftdrücken noch ausreichend Schutz bieten sollten.
Die Gummimischungen von Schwalbe
Schwalbe hat für das Mountainbike-Segment vier unterschiedliche Gummimischungen entwickelt. Aus welcher dieser Mischungen ein Reifen aufgebaut ist, erkennt man bei Schwalbe nicht nur am Schriftzug an der Reifenflanke, sondern darüber hinaus auch auf der Lauffläche durch einen farbigen Streifen.
- ADDIX Speed: ADDIX Speed ist Schwalbes schnelle XC-Race-Mischung, deren Hauptaugenmerk auf der Verringerung des Rollwiderstands liegt. Sie wird daher ausschließlich mit Reifenprofilen für den XC-Einsatz kombiniert.
- ADDIX Speedgrip: ADDIX Speedgrip ist Schwalbes Universal-Compound, der die umfangreichste Einsatzbandbreite der Schwalbe-Gummimischungen bedient. Daher ist ADDIX Speedgrip in der größten Anzahl der Mountainbike-Reifen vertreten.
- ADDIX Soft: Die aggressivsten Reifenmodelle für den Enduro- und Gravity-Einsatz bauen bei Schwalbe mindestens auf die ADDIX Soft-Gummimischung. Dieser Compound soll gegenüber ADDIX Speedgrip ein gutes Plus an Dämpfung und Grip liefern, ohne dass der Rollwiderstand durch die Decke geht.
- ADDIX Ultra Soft: Während die ADDIX Soft-Mischung noch einen vielseitigen Kompromiss darstellen soll, ist ADDIX Ultra Soft ganz klar als kompromisslose Gummimischung für maximale Kontrolle bergab konzipiert. Die Gummimischung mit dem höchsten Grip und der höchsten Dämpfung von Schwalbe soll zudem ganzjahrestauglich sein.
Die Karkassen von Pirelli
Im Mountainbike-Portfolio von Pirelli stehen sechs unterschiedliche Karkassen-Varianten zur Wahl: LITE, ProWALL, HardWALL, HyperWALL, DualWALL und DualWALL+ sollen das komplette MTB-Einsatzspektrum abdecken - von effizientem Cross-Country bis hin zum kompromisslosen Downhill. Um welche der Karkassen es sich handelt, kann über die Beschriftung der Reifenflanke abgelesen werden.
- LITE: Die LITE-Karkasse ist für niedrigen Rollwiderstand und niedriges Gewicht entwickelt und findet ausschließlich in den Scorpion XC-Reifen Verwendung.
- ProWALL: Im Gegensatz zur LITE-Karkasse bietet die ProWALL-Karkasse einen Seitenwandschutz aus einer Nylonschicht sowie eine Gewebedichte von 60 TPI, die dem Reifen nicht nur robuster gegen Schnitte und Durchstiche machen, sondern den Reifen auch Stabilität bei niedrigem Luftdruck verleihen soll.
- HardWALL: Die für den Trail und Enduroeinsatz vorgesehene HardWALL-Karkasse mit ebenfalls 60 TPI Gewebedichte bietet eine Schutzeinlage von Wulst zu Wulst, um auch aggressiveren Fahrstilen und höheren Fahrergewichten gerecht zu werden.
- HyperWALL: Die HyperWALL-Karkasse wurde speziell für die Anforderungen von E-MTBs entwickelt. Was das konkret bedeutet? Laut Pirelli soll die Karkasse für das hohe Drehmoment und die hohe Gewichtsbelastung von E-Mountainbikes konzipiert sein.
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