Die Furka-Competition-Laufräder der wiederbelebten Schweizer Traditionsmarke Edco überzeugten im Labor wie im Testalltag über 2.000 Kilometer - viele davon bei Regen. Besonders beeindruckt hat das Bremsverhalten bei Nässe.
Hervorragende Bremsleistung bei Nässe
Dank einer Keramik-Beschichtung auf den drahtreifen kompatiblen Carbon-Felgen ist das Nassbremsverhalten besser als mit jedem anderen Carbon-Radsatz, den wir bisher gefahren sind. Kleine Einschränkung: Bei Trockenheit neigen die Bremsen zu leichtem Stottern, das aber beherrschbar bleibt; mit Campagnolo-Belägen kam es bei starken Bremsungen zu lautem Quietschen.
Technische Details und Kompatibilität
Zu den hervorstechenden Eigenschaften der Räder gehört, dass sie zu jedem Getriebe passen. Der sogenannte Multisys-Rotor, ein Wunderwerk der CNC-Frästechnik, nimmt Zehnfach-Kassetten von Shimano/SRAM sowie Elffach-Kassetten von Campagnolo auf.
Gewicht und Steifigkeit
Mit 758 Gramm vorne und 952 Gramm hinten (je inklusive Felgenband) sind die 58 Millimeter hohen Laufräder deutlich schwerer als die von der Profilhöhe identischen Zipp 404. Mit 1.825 Euro sind sie aber auch deutlich günstiger und wesentlich steifer.
Aero-Performance
Auch die Aero-Performance überzeugt. Im Test der Zeitfahr-Laufräder in TOUR 5/2012 liefen die Räder außer Konkurrenz und kamen dort auf das Niveau von Spezialisten wie Enve 6.7 und HED Stinger 9.
Erfahrungen beim Ötztaler Radmarathon
Zwei Wochen vor dem Ötztaler Radmarathon bekam ich zwei nagelneue Julier 28mm Carbon-Laufräder (1449g) von edco zum Testen. Clincher. Für den Berg. Nein, für die eben schon erwähnten Berge.
Der erste Test hätte schon beim Austria Race Across Burgenland stattfinden sollen. Hätte. Hat er aber nicht. Ich war nicht in der Lage, meine gebrauchten Drahtreifen zu montieren. Seitenschlag, Höhenschlag - unfahrbar. Leicht verzweifelt, habe ich verzichtet. Nicht die ersten Drahtreifen, welche ich in meinen Leben montierte habe.
Zum Glück hat mich das Kriseninterventionsteam von edco gerettet. Danke Christian. Mit Spülmittel ist es dann doch gelungen den Reifenwulst in das Felgenbett zu zwingen. Sölden hatte mich also mit neuen Laufrädern. 28mm Carbonflanken. 25mm Drahtreifen. Vorne Hutchinson Fusion5 und hinten Continental 4000SII. Das ist nicht üblich. Oder nachahmenswert. Es hat kein System. Das hat sich so ergeben. Null Erfahrungswerte und null Gefühl. Experimentelle Neugier also.
Die Gewissheit, dass es nass werden würde, beruhigte mich jetzt nicht wirklich. Ganz im Gegenteil. Kriseninterventionsteam reloaded. Mit etlichen Missverständnissen. Ich optierte auf Swisstop Yellow King. Vorne. Auf Empfehlung. € 20 für ein subjektives Sicherheitsempfinden. Eingestellt von den Mannen des Mavic Teams. Fachmännisch.
Die Kombination für die 238 km hätte nicht bunter sein können. Zwei verschiedene Paare Bremsgummis und zwei verschiedene Reifen. Gleich nur die Laufräder. Hinten und vorne. Egal.
Julier 28mm im Detail
Sehr leichte 3K Carbon-Laufräder. Nicht nur schön, sondern auch geeignet für den Berg. Tubless-Ready. Überrascht war ich von den guten Rolleigenschaften. Auch wenn ich es nicht schreiben darf. Speziell hinunter nach Ötz, rollte ich in der Masse gut mit. Windschatten inklusive. Der Sound der Kassette eine Symphonie.
Bremsverhalten unter verschiedenen Bedingungen
Und das Bremsen? Im Trockenen überhaupt kein Problem. Dosierung leicht zu handhaben. Ein Crash im Feld konnte ich gut ausweichen (musste ich auch). Bremsen zu und auf. Lenker nach links und rechts. Vorbei an Rädern, Menschen und Zubehör.
Auch im Nassen fühlte ich mich gleich sicher. Natürlich war ich vorsichtig. Wer bremst verliert. Gewinnt aber zu Testzwecken viele Erkenntnisse. Die Verzögerung richtete sich je nach Wasserstand. Hinunter durch das Sellrain war sie etwas höher als später. Da war die Straße ja auch mehr ein Wildbach. Bei der Abfahrt am Jaufenpass war ich nur geringfügig langsamer als sonst. Trotz dichtem Nebel und Nässe. Das Vertrauen in die Bremsen und die Laufräder war schnell da.
Bergauf zum Jaufen hingegen war ich so schnell wie noch nie. Trotz längerer Tratschpause an der Labestation. Die Gründe dafür liegen irgendwo zwischen Form, Motivation, Laufräder, Ernährung, Temperatur, Unbekümmertheit und was weiß ich.
Rückblickend betrachtet war es ein nasskaltes Rennen. Wenn das Material so einen Ötztaler Radmarathon überlebt (und der Fahrer auch), dann muss die Qualität passen. Die edco Laufräder sind schon geil. Ich kannte die Marke gar nicht. Eingefleischte Mechaniker haben mir aber postive Rückmeldungen gegeben. Ihnen ist der Name ein Begriff.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Test: Jeder Sportler kennt das Problem, bei Regen funktionieren die Bremsen nie so wie sie sollen. Dank dem Multisys Freilaufkörper ist der Laufradsatz kompatibel mit Campa-, Shimano- oder Sram-Kassetten. Mit einem Gewicht von 1595g ist der Satz nicht der leichteste Clincher. Aber die 716g des Vorderrades und 879g des Hinterrades sorgen mit Hilfe der 38 Millimeter hohen Felgen für ein gutes Rollverhalten. Aber besonders beeindruckt hat mich das Bremsverhalten bei Regen. Gerade im Wettkampf machen sich sich die Eigenschaften der Keramik-Bremsflanke bemerkbar. Mit 1.825 Euro liegt der Laufradsatz im preislichen Mittelfeld.
Romeo und Julier: Eine Romanze
Weniger bekannt hingegen ist die Geschichte von Romeo und Julier. Die ketterechts Romanze. Begonnen im Spätsommer und jetzt im Herbst immer noch aktueller denn je. Eine weit weniger tragische, aber umso romantischere Geschichte rund um Liebe auf den ersten Blick. Hauptdarsteller dabei neben Romeo, die edco Laufräder. Genauer gesagt die Julier 28. 1.449 Gramm leicht, 28 mm tief, 25,5 mm breit (außen). Besser hätte auch Rosamunde Pilcher das Drehbuch dafür nicht schreiben können.
Es war wie aus heiterem Himmel, als mich Christian D. von edco kontaktierte. Vielleicht hat er meinen Schmerz gelesen und gespürt. Oder er hatte einfach nur Mitleid mit mir. Egal. Ich solle doch auch einmal edco Laufräder testen. edco? Ich muss zugeben, diesen Namen hatte ich bis dahin nicht in meinem Mindset. Freund Google musste mir da schon auf die Sprünge helfen. Ich verbrachte viel Zeit damit, mich zu informieren und schlau zu machen. Das war kurz vor dem Austria Race Around Burgenland und dem Ötztaler Radmarathon.
Ein großes Paket kam dann rasch zu mir nach Hause. Das Auspacken erinnerte mich an die ungewisse Spannung zu Weihnachten. Samt Kribbeln im Bauch. Schritt für Schritt näherte ich mich dem Inhalt. Die Verpackung hochwertig. Intelligent. Schützend. Eine Wertschätzung gegenüber der Kostbarkeit, welche sich im Karton verstecken sollte. Dann der erste Anblick. Edel. Zauberhaft. Qualitätsvoll. Und leicht. Ich hob eines der beiden Laufräder vorsichtig in die Höhe. Nie hätte ich gedacht dass Carbon-Laufräder eine derartige Faszination auslösen könnten. Zumal es keine klassischen, von uns allen wegen der Optik präferierten Hochprofil-Felgen waren. Es waren nur 28 mm. Diese 28 mm waren aber optisch einfach „Wow“.
Nun liebe ich als Romeo diese Juliers schon seit etlichen Kilometern und Abendteuern. Ich kann mich optisch nicht satt genug sehen. Sie sind eine Augenweide. Und sie sind schnell. Vor allem bergab läuft alles wie gut geschmiert. Achtung Kurve. Na und? Diese edco Laufräder sind wendig, stabil und spurtreu. Wer richtig bremst, gewinnt. Die edco Bremsbeläge sorgen für die subjektive und objektive Sicherheit.
Aber nicht nur bergab sind die Julier der Hamemr. Auch in der Ebene und am Berg spielen die Juliers ihre Qualitäten aus. Am Berg ihre luftige Leichtigkeit. In der Ebene ihre kompromisslose Steifigkeit. Man kann damit ganz schön Druck machen. Wie beispielsweise beim King of the Lake. Kompliment an die Macher.
Ich muss gestehen, dass ich diese Laufräder bis jetzt im Einsatz nicht geschont habe. Nirgends. Auch nicht im Regen. Selbstverständlich bin ich sorgfältig damit umgegangen. Habe sie regelmäßig gepflegt. Immer wieder von Staub und Schmutz erlöst. Wie es sich gehört. Sie sind nach X-Kilometern aber immer noch genau dieselben, die ich ausgepackt habe. Alles läuft noch rund und geschmeidig. Und für die Statistik: Kein Defekt.
Fazit: Optik und Performance haben mich überzeugt. Die Alltagstauglichkeit erst recht. Mit knapp 8 bar und meinen 25mm Reifen gehe ich keine Kompromisse ein.
Vergleich mit anderen Marken
Warum hast Du Dich für Prime und gegen Edco entschieden? Schon schick, die Räder. Das Edco mit 16Speichen sieht gut aus, 32mm außen und 18mm innen beim Clincher ist ja auch interessant und zeitgemäß.
Diskussionen und Erfahrungen aus Foren
Einige Nutzer berichten von Problemen mit der Lieferzeit bei Slowbuild und empfehlen Alternativen wie Lambda-Racing oder Leeze. Es wird auch darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, auf die Felgenbreite zu achten, um einen guten Reifen-Felgenabschluss zu gewährleisten.
Es gibt auch Diskussionen darüber, ob es sinnvoll ist, einen deutschen Zwischenhändler für China-Ware einzuschalten oder direkt beim Hersteller zu kaufen. Einige Nutzer haben positive Erfahrungen mit KYZR gemacht und loben den kompetenten Kontakt und die schnelle Lieferung.
Bei der Bestellung von China-Ware über Plattformen wie Ali-Express wird empfohlen, einen Händler mit vielen Bewertungen und einem guten Ruf zu wählen. Die Lieferzeit beträgt in der Regel etwa 4 Wochen.
Tabelle: Vergleich von Edco Laufrädern mit anderen Marken
| Marke | Modell | Gewicht (Satz) | Profilhöhe | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Edco | Furka Competition | 1710g | 58mm | 1.825 Euro | Keramik-Beschichtung, Multisys-Rotor |
| Edco | Julier | 1449g | 28mm | - | Leicht, Tubless-Ready |
| Zipp | 404 | Leichter als Edco | 58mm | Teurer als Edco | - |
| Enve | 6.7 | - | - | - | Hohe Aero-Performance |
| HED | Stinger 9 | - | - | - | Hohe Aero-Performance |
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