Hinterradtaschen, Gepäckträgertaschen, Packtaschen - es kursieren auch bei den Herstellern verschiedene Begriffe für die Fahrradtaschen, die sich (meist als Paar eingesetzt) beidseitig am Gepäckträger befestigen lassen.
Rollverschluss vs. Deckel: Was ist besser?
Getestet wurden neun Taschen, von denen acht einen Rollverschluss haben: Sie werden durch mehrmaliges Einrollen des oberen Randes und anschließender Fixierung mit einer oder mehreren Schnallen geschlossen.
So ein Rollverschluss ist zwar im Handling etwas komplizierter als ein einfacher Deckel, dafür schützt er in der Regel besser gegen Spritzwasser, das während der Fahrt im Regen gern von allen Seiten kommt.
Auch sorgt er für eine gewisse Flexibilität: Bei einer nur halb gefüllten Tasche wickelt man einfach ein oder zwei Runden mehr, bei Überbeladung eine Runde weniger als üblich.
Volumen und Belastbarkeit
Die Taschen in unserem Test haben Volumina zwischen 18 und 26 Litern und tragen etwa 9 bis 12,5 Kilogramm.
Bei zwei Modellen reichen die rund 40 Liter und etwa 20 Kilogramm für kurze Reisen genauso aus wie für große Einkäufe.
Einige unserer Testtaschen gibt es auch in kleinen Versionen für Frontgepäckträger, sodass man mit insgesamt vier Taschen unterwegs sein kann.
Auch lassen sich einige Hinterradtaschen mit einer zusätzlichen, oben aufliegenden Einzeltasche kombinieren, um das Volumen zu vergrößern.
Befestigungssysteme und Anpassung
Alle getesteten Taschen werden an einer Strebe eines Gepäckträgers mit zwei Klemmen befestigt. Unten verhindert ein kleiner Arm, dass sie in Kurven vom Gepäckträger weg schwenken.
Alle Taschen im Test eignen sich für Standardgepäckträger. Probleme kann es mit unterschiedlich dicken Gepäckträgerstreben geben.
Adapter für verschiedene Strebenstärken liegen einigen Modellen bei. Ortliebs neues System von 2025 lässt sich ohne Adapter an unterschiedliche Durchmesser anpassen.
Durch Verschieben der Klemmen respektive des stabilisierenden Arms können die Taschen so an die meisten Gepäckträger angepasst werden, dass sie während der Fahrt nicht nach vorn oder hinten wandern.
Wichtig ist dabei, dass sie so weit hinten positioniert werden, dass man sie beim Fahren nicht mit der Ferse berührt.
Innenleben und Zubehör
Einige der getesteten Modelle verfügen innen oder außen über kleine Fächer. Will man den Inhalt sortieren oder besser schützen, kann man Inlays kaufen.
Ortlieb und Vaude bieten so etwas passend für einige ihre Taschen an. Sie eignen sich je nach Modell eher für die Radreise oder für das Büropendeln.
Die Top-Modelle im Test
Die Back Roller von Ortlieb sind für Radreisende immer noch das Maß der Dinge. Sie liegen bei der Verarbeitung und der Materialqualität vorn.
Mit dem neuen Schloss hat Ortlieb auch bei der Halterung zu Vaude aufgeschlossen. Wobei Vaudes Aqua Backs mit ihrer robusten Verarbeitung eine echte Alternative zu Ortliebs Back Rollern sind.
Andere Taschen mögen Vorteile beim Design oder der Ausstattung haben. So ist ein Inlay für den Notebooktransport bei Ortlieb nur gegen Aufpreis zu bekommen, bei einigen anderen einfach dabei.
Thule Shield: Klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss
Die Shield von Thule ist eine klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss. Das Besondere: Es gibt sie in vier Größen mit Volumina von 13, 17, 22 und 25 Litern.
Wir haben das größte Modell getestet, das etwa ein Kilo wiegt. Es enthält, wie die kleineren Modelle, Täschchen für Papiere und Kleinkram.
Ein Notebook passt hinein, aber gepolstert ist das Fach nicht, und entnehmen lässt es sich auch nicht.
Thule setzt bei dem Befestigungssystem auf eine Eigenentwicklung. Die verstellbaren Haken greifen in den Gepäckträger und müssen von Hand verriegelt werden.
Mir erschließt sich nicht, warum keine Federn verbaut sind, um die Taschen einfacher und sicherer zu befestigen.
Bei einer Testfahrt über Schlaglöcher ist mir eine Tasche abgefallen, weil ich sie nicht ordentlich verriegelt hatte.
Der Rollverschluss wird auf beiden Seiten der Tasche mit je einer Steckverbindung geschlossen. Das ist einfacher als etwa bei den Aquabacks von Vaude und sorgt für einen ordentlichen und windschnittigen Look, lässt aber keinen Spielraum: Man muss den Rollverschluss immer exakt zweimal umschlagen, sonst kann man ihn nicht schließen.
Die Shield ist also - unabhängig vom tatsächlichen Füllstand - immer gleich groß.
Die Thule-Taschen sind vorn und hinten mit reflektierenden Elementen bestückt und verfügen über Schlaufen für Steckrücklichter.
Einen Schultergurt liefert Thule ebenfalls mit, weist aber darauf hin, dass er während der Fahrt abgenommen werden sollte.
Besser ist das, aber bei kurzen Fahrten habe ich die Gurte auch mal flattern lassen.
Etwa bei Fahrten zum Supermarkt wäre es aber praktisch, wenn man die Tragegurte wie bei den Back-Rollern von Ortlieb fixieren könnte.
Die Thule Shield sind regendicht, was ich in der Dusche überprüft habe. Das Material ist etwas hart, lässt sich aber mit Kraft gut aufrollen.
Vor- und Nachteile der Thule Shield
- Das gefällt an den Shield von Thule: Sie wirken robust und sind, ordentlich eingerollt, windschnittig.
- Das weniger: Die Gepäckträgerhaken müssen einzeln manuell gesichert werden.
SKS Infinity Urban Sidebag: Die Pendlertasche
Die Infinity Urban Sidebag von SKS ist eine Pendlertasche. Sie besteht außen aus einer Mischung aus glattem Kunststoff und Mesh-Gewebe.
Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist die Innenseite zum größten Teil mit einem Futter aus glattem Stoff versehen. Der Vorteil: Gegenstände gleiten leichter an den Wänden der Taschen entlang und lassen sich ohne Widerstand herausziehen.
Innen auf der Rückseite gibt es ein dick gepolstertes Laptopfach. Entfernen kann man es nicht.
Geschlossen wird die Infiniy Urban Sidebag zweistufig: Erst wird oben der Reißverschluss geschlossen, dann wird der obere Bereich aufgerollt und mit einer magnetisch einrastenden Schnalle geschlossen.
Eigentlich nicht schlecht, aber das Kunststoffmaterial ist so glatt, dass sich die eingerollten Bereiche von allein wieder aufrollen. Ich musste den Gurt im Test daher gelegentlich nachziehen.
Die Gepäckträgerhalterung scheint eine Eigenentwicklung von SKS zu sein. Ähnlich wie bei Vaude und Ortlieb werden die oberen Haken über einen Federmechanismus fixiert.
Wie bei der erwähnten Konkurrenz zieht man an einem Band, um sie wieder zu lösen. Der untere Haken, der das Verschwenken der Tasche verhindern soll, ist dünn, aber flexibel.
Er klemmt sich hinter den Gepäckträgerfuß. Um die Halterung zu montieren, ist man auf einen Innensechskantschlüssel angewiesen.
Den liefert SKS mit, ebenso wie einen Adapter, zum Anpassen der Halterung an das Gepäckträgerrohr.
Der Tragegurt wird links und rechts eingehängt. Ich habe ihn einfach mit der Tasche eingerollt, so saß er während der Fahrt sicher und trocken.
Ob das so vorgesehen ist, weiß ich nicht. Was mir gefällt: In die Außentasche passen kleine Gegenstände wie etwa Smartphones.
Die etwa 1300 Gramm schwere Fahrradtasche gibt es zum Testzeitpunkt nur in Schwarz, demnächst soll die Infinity Urban Sidebag laut SKS aber auch in Beige verfügbar sein.
Vor- und Nachteile der SKS Infinity Urban Sidebag
- Das gefällt an der Infinity Urban Sidebag: Das gut gepolsterte Notebookfach und die Außentasche machen die Infinity Urban flexibel. Sie lässt sich leicht einhängen und abnehmen.
- Das weniger: Sie ist schwer.
Aevor Pannier Pack: Sportlich und modern
Die Pannier Pack von Aevor wendet sich mit ihrem Design an ein sportliches Publikum. Sie besteht aus einem dünnen Mesh-Gewebe, das auf der Innenseite geglättet ist.
Ein gepolstertes Notebook-Fach mit zwei kleineren Täschchen für Zubehör ist nicht entnehmbar.
Die Tasche mit einem Fassungsvermögen von 21 Litern wird zum Schließen oben eingerollt, mit einer Lasche fixiert und die beiden Enden der Rolle mit einer Schnalle zusammengesteckt.
Dann ist sie sicher verschlossen und macht am Rad eine gute Figur, finde ich. Allerdings: Die beiden Schnallen sind gleichzeitig für den Tragegurt zuständig, auf den ich in der Praxis auf längeren Fahrten verzichtet habe.
Bei Einkaufsfahrten habe ich ihn mit eingerollt und die Tasche nur mit dem mittleren Gurt verschlossen. Für Kurzstrecken reicht das.
Für die Befestigung am Gepäckträger setzt Aevor auf das Klickfix-System. Wie bei anderen Halterungen von Klickfix gilt auch hier: Es funktioniert, die Haken lassen sich aber nicht an unterschiedlich dicke Gepäckträgerrohre anpassen.
Der untere Haken gegen Verschwenken kann nur mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher verstellt werden. Die oberen Halterungen werden werkzeuglos angepasst. Oberhalb der Halterung hat Aevor einen gepolsterten Tragegriff angebracht.
Die Aevor-Tasche ist mit 975 Gramm nicht zu schwer. Der Hersteller gibt eine Wasserfestigkeit nach IPX4 an, was lediglich Spritzwasserschutz bedeutet. Das liegt am Rollverschluss; gegen Untertauchen hilft er nicht.
Ortlieb Back Roller Free: Der Klassiker PVC-frei
Die Back Roller sind der Packtaschen-Klassiker schlechthin: Ortlieb gilt als Erfinder des Fahrradtaschen-Rollverschlusses und brachte die Back Roller erstmals vor rund 35 Jahren auf den Markt.
Wir haben die Free-Version getestet, die PVC-frei, aber ebenso haltbar und wasserdicht wie das Original sein soll. Sie wird wie alle Ortlieb-Taschen in Deutschland gefertigt.
Die Halterung für die Taschen hat Ortlieb regelmäßig überarbeitet, das aktuelle System für Standardgepäckträger heißt Quick Lock 2.2. Es schnappt zu, wenn man die Tasche einsetzt und löst sich, sobald man an einem kleinen Trageband zieht.
Anders als früher ist es (mit etwas Mühe) ohne Werkzeug an den eigenen Gepäckträger anpassbar. Die aktuelle 2.2-Version lässt sich an verschiedene Rohrdurchmesser anpassen.
Für das teilweise noch verfügbare System 2.1 muss man Extrahaken kaufen, um es an 18- oder 20-Millimeter-Rohren befestigen zu können.
Neu und optional erhältlich ist das Schloss QL2 Lock, mit dem man die Taschen an den Gepäckträger anschließen kann. Es wird neben den Haken auf die entsprechende Leiste an den Taschen geschoben.
Das Material der 20-Liter-Taschen wirkt sehr robust, ist aber leicht formbar, sodass sie sich leicht rollen lassen. Der Ortlieb-Verschluss hat sich in der Praxis bewährt.
Sein einziger Nachteil: Der Schultergurt bekommt bei Regen das Spritzwasser der überholenden Autos ab und wird schmutzig. Die Schnallen für den Rollverschluss lassen sich aber auch ohne den Tragegurt schließen.
Im Inneren der 20-Liter-Tasche gibt es eine fest eingenähte Innentasche mit zwei flachen Fächern, eines mit Reißverschluss. Dort passt ein kleines Notebook oder ein Tablet hinein.
Als Zubehör gibt es von Ortlieb ein sogenanntes Commuter Insert, das helfen soll, in der Tasche Ordnung zu halten. Ohne weitere Inlays wiegen die Back Roller Free 925 Gramm pro Stück und liegen damit im Mittelfeld.
Vor- und Nachteile der Ortlieb Back Roller Free
- Das sind die Vorteile: Das Material wirkt sehr stabil. Ortlieb gibt fünf Jahre Garantie und repariert auch noch ältere Exemplare. Die Handhabung ist unkompliziert.
- Das sind die Nachteile: Der Schultergurt bekommt beim Fahren Spritzwasser ab.
- Für wen eignet sich die Tasche? Menschen, die ein langlebiges, unkompliziertes Produkt ohne »Schnickschnack« wollen.
Vaude Aqua Back Plus: Variabilität und robustes Material
Das »Plus« im Namen verweist auf die zusätzlich aufgenähte Tasche mit Rollverschluss. Sie bringt zwar nur rund einen Liter Gepäckvolumen (insgesamt sind es 25,5 Liter), ist aber wegen des Schnellzugriffs praktisch: Ohne Suchen findet man Werkzeug, Handschuhe oder was auch immer man dort unterbringen möchte. Eine Variante ohne »Plus« und damit ohne Außentasche ist ebenfalls erhältlich.
Optisch erinnert die Aqua Back Plus an das Set von Ortlieb. Allerdings ist das Material steifer, weshalb es sich nicht ganz so geschmeidig aufrollen lässt.
Auch die Vaude-Tasche ist PVC-frei und wird in Deutschland produziert. Vaude gibt darüber hinaus an, dass die Produktion klimaneutral sei.
Anders als Ortlieb verbaut Vaude auf der Gepäckträgerseite einen Hartschalen-Rücken. Zusammen mit dem hauseigenen Befestigungssystem QMR 2 (Quick Mount Release 2) ergibt sich eine Maximalbeladung mit 12,5 Kilogramm pro Tasche - Rekord im Testfeld. Aber auch das Eigengewicht von ca. einem Kilogramm ist recht hoch.
Vaude setzt auf Variabilität: Die aufgerollte Tasche lässt sich links und rechts schließen. Dort kann aber auch der Schultergurt eingehakt werden. In diesem Fall müssen die Haken miteinander verbunden und erst dann kann gerollt werden. Der Schultergurt kann aber auch als Spanngurt für zusätzliches Gepäck genutzt werden. Insgesamt sechs Varianten zeigt Vaude auf seiner Homepage.
Das Ganze wirft anfangs viele Fragen auf, aber so richtig falsch machen kann man nichts. Beim Test hat der Schultergurt am Fahrrad genervt. Wir haben ihn abgemacht.
Vor- und Nachteile der Vaude Aqua Back Plus
- Das sind die Vorteile: Die Tasche hat ein großes Volumen, ist flexibel und wirkt robust. Vaude gibt fünf Jahre Garantie. Hinzu kommen Details wie die Innentasche, die Außentasche und die Vorrichtung für ein Schloss.
- Das sind die Nachteile: Die Aqua Back Plus ist relativ schwer. Das Thema »Schultergurt einhaken« hat Ortlieb besser gelöst.
- Für wen eignet sich die Tasche?
Topeak Pannier Drybag: Leichtgewicht für Sportler
Die Pannier Drybag ist dünn und mit 786 Gramm sehr leicht. Sie ist ausschließlich in Anthrazit/Schwarz und den Größen 15 (vorn) und 20 Liter (hinten) lieferbar.
Topeak hat ein eigenes Befestigungssystem entwickelt, das einfach zu handhaben ist (reingreifen, hochheben, löst sich), aber nicht so flexibel wie die Systeme der Konkurrenz.
Lediglich der untere Sicherungsarm lässt sich verstellen, oben muss man eine passende Stelle am Gepäckträger finden. Das führt dazu, dass ein ungewolltes Verrutschen der Tasche während der Fahrt über den unteren Fixierarm unterbunden werden muss.
Weil der Fixierarm einfach und ohne Werkzeug verstellbar ist, kann man das machen, aber die Verstellbarkeit ist bei der Konkurrenz deutlich besser.
Adapter für dünne Gepäckträgerstreben liegen ebenso wie ein Tragegurt bei, mit dem man die Tasche ins Hotel oder den Supermarkt schleppen kann.
In der Praxis ist die Topeak-Tasche unkompliziert: Vollpacken, aufrollen, Schnallen schließen. So soll es sein. Die Testdusche überstand ihr Inhalt trocken.
Die in Taiwan gefertigte Pannier Drybag wirkt robust, doch das Material ist dünner als bei Ortlieb, Vaude und Co.
Vor- und Nachteile der Topeak Pannier Drybag
- Das gefällt: Sie ist die leichteste im Testfeld, wasserdicht und unkompliziert.
- Das weniger: Das unflexible Befestigungssystem könnte an dem ein oder anderen Gepäckträger für Probleme sorgen. Zusätzliche Innentaschen oder Außentaschen gibt es nicht.
- Für wen eignet sich die Tasche? Menschen, die sportlich unterwegs sind. Gravel- und Mountainbiker, die auf Reisen gehen und möglichst wenig Gewicht mitschleppen wollen.
Feuerwear Sam: Einzigartig und robust aus Feuerwehrschlauch
Sam heißt die 19-Liter-Tasche von Feuerwear, einem Kölner Anbieter, der ausgediente Feuerwehrschläuche zu allen möglichen Taschen und Accessoires umarbeitet.
Robust und einzigartig, denn jedes Stück Schlauch gibt es mit den jeweiligen Aufdrucken so nur einmal. Allerdings ist nur die Front von Sam aus dem kräftigen Schlauchgewebe, der Rest der Tasche ist ein ebenfalls stabiles, aber neuwertiges schwarzes Gewebe.
Feuerwear nutzt das bekannte Klickfix-System von Rixen & Kaul. Der Vorteil im Vergleich zu den anderen Halterungen: Es werden keine Distanzstücke für dünnere Gepäckträgerstreben benötigt. Die Tasche kann also jederzeit von einem auf ein anderes Fahrrad wechseln.
Weitere empfehlenswerte Fahrradtaschen
- Vaude Aqua Back Single: Unkompliziert, robust und wasserdicht, mit Reflektoren und einem Innenfach.
- Ortlieb Back-Roller Core: Minimalistisch, wasserdicht, robust und einfach anzuwenden.
- Vaude eBack Single: Mit Extra-Fach für den Zusatzakku und vielen weiteren Fächern.
- Vaude Karakorum Pro: Viel Fassungsvermögen (68 Liter), verteilt auf drei Taschen, ideal für Radreisen.
- Ortlieb Vario: Hybridtasche, die auch als Rucksack verwendet werden kann.
- Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End: Rolltop-Tasche, guter City-Begleiter für den Fahrradalltag.
Worauf Sie beim Kauf einer Fahrradtasche achten sollten
Vor dem Kauf einer Fahrradtasche sollte man sich fragen, für welchen Einsatzzweck die Tasche gedacht ist. Viele Taschen fürs Rad haben keine weitere Unterteilung. Für den Alltag ist das unpraktisch - wer möchte schon beim Einkaufen jedesmal in den Tiefen der Tasche nach seinem Portemonnaie kramen?
Die Hybridmodelle: Fahrradtasche und Rucksack in einem
Unsere Hybridmodelle sind Fahrradtaschen, die auch als Rucksack getragen werden können. Das ist für diejenigen interessant, die nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs sind, und ihre Tasche bequem transportieren möchten.
Dabei bieten die Hersteller viele unterschiedliche Lösungen, wie aus der Gepäckträgertasche ein Rucksack wird.
Befestigung am Gepäckträger
Befestigt werden die von uns getesteten Fahrradtaschen am Gepäckträger. Die meisten Taschen verfügen auf ihrer Rückseite über ein oder besser zwei Schienen. Die obere Schiene dient der Aufhängung, die untere Schiene sorgt dafür, dass die Tasche nicht zur Seite ausschlägt.
Fahrradtaschen lassen sich komfortabel befestigen, wenn Ihr Rad einen Seitenständer hat. So müssen Sie das Rad nicht zusätzlich festhalten oder es irgendwo anlehnen. Der Ständer ist in der Regel links, daher sollten Sie Ihre Fahrradtasche am besten auch auf der linken Seite befestigen, sonst kann Ihr Rad umkippen.
Gewicht und Zuladung
Transportiert werden darf, was gefällt? Nicht ganz. Das Rad und auch der Gepäckträger sollten das Gewicht ebenfalls aushalten. Normale Gepäckträger schaffen 25 Kilo, Gepäckträger für Reiseräder können hingegen mehr Gepäck aushalten.
Weitere wichtige Aspekte
- Design: Die Fahrradtasche sollte Ihnen natürlich gefallen und zu Ihren Bedürfnissen passen.
- Regenschutz: Ein Regenschauer kann Sie immer überraschen, daher sollte die Tasche wasserdicht sein oder ihr sollte eine Regenhülle beiliegen.
- Tragegriff: Auch einen Griff zum Tragen sollten jede Fahrradtasche haben.
- Fächeraufteilung: Für den Bürokram sollten Sie auf verschiedene Fächer im Hauptfach achten, ein gepolstertes Laptop-Fach ist hier Pflicht. Nutzen Sie die Tasche hauptsächlich für den Einkauf und die Radtour, sind unterteilte Fächer weniger wichtig.
- Stabilität: Damit die Tasche schließlich stabil sitzt und nicht vom Rad runterfällt, sollte sich die Tasche unkompliziert und fest am Fahrrad befestigen lassen. Am besten sind zwei Klemmen am Gepäckträger, die sich horizontal anpassen lassen. Idealerweise ohne zusätzliches Werkzeug. Stabilität gibt ein weiterer Haken an den Streben des Gepäckträgers.
Beliebte Fahrradtaschen mit Klicksystem im Vergleich
Hier ist eine Tabelle mit beliebten Gepäckträgertaschen mit Klicksystem, basierend auf einem Vergleich:
| Modell | Gewicht | Max. Zuladung | Volumen | Besondere Eigenschaften | Fazit der Redaktion |
|---|---|---|---|---|---|
| Odin von Racktime | 1.060 g | N/A | N/A | Rezeptorstreifen, 2 Außentaschen, Trinkflaschenhalter | Viele Außen- und Innentaschen, hohes Gewicht |
| KLICKfix Rackpack 2 Plus 0267RB | 900 g | 10 kg | 12 bis 16 Liter | Ausklappbare Seitentaschen, Netzfächer im Deckel | Einzigartiges Volumen, keine Innentaschen, Reißverschluss und Schnallen |
| KLICKfix Rackpack 1 0266RA | 750 g | N/A | 10 Liter | Reflektorstreifen, inkl. Regenhaube, anpassbares Volumen | Hohe maximale Beladung, leichtes Eigengewicht, anpassbares Volumen |
| KLICKfix Alingo GT | 750 g | 10 kg | N/A | Faltbar, Kordelverschluss, in verschiedenen Farben erhältlich | Speziell für Racktime-Gepäckträger, formstabil |
| Talis Plus von Racktime | 920 g | 10 kg | N/A | Vormontierter Snapit-Adapter, Reißverschlusstaschen, Netztaschen | Leicht, einfach abnehmbar/befestigbar, ausklappbare Seitentaschen |
| KLICKfix Rackpack Light 0268RA | 635 g | N/A | 8 Liter | Außentasche, Innentasche, preisgünstig | Leichtes Eigengewicht, viele Taschen, preisgünstig |
| KLICKfix 2179224770 | N/A | N/A | 8 Liter | Trinkflaschensystem, Innen- und Außentasche | Kompakt, praktisch, geringes Gewicht |
| Heda von Racktime | N/A | 12 kg | 24 Liter | Doppeltasche, Hakenverschluss | Günstig, hohes Volumen, wasserabweisend |
| Silkroad Plus Snap-it von Vaude | 680 g | N/A | 9 + 7 Liter | Gepäckspinne, Regenhülle, ausklappbare Seitentaschen | Robust, praktisch, erweiterbar |
Verwandte Beiträge:
- Triumph Mountainbike Test & Kaufberatung: Modelle, Preise & Erfahrungen
- Decathlon Mountainbike 26 Zoll: Test & Kaufberatung
- Ist Fahrradfahren Sport? Kalorienverbrauch & gesundheitliche Aspekte
- Kindersitze für E-Bikes: Ultimative Sicherheit und Komfort für Ihre Kleinen
- Shimano Scheibenbremse wechseln: Schritt-für-Schritt Anleitung für Bremsbeläge & Problemlösungen
Kommentar schreiben