Selbst der erfolgreichste Pilot im Zweiradrennsport hat irgendwann einmal ganz klein angefangen. Wer unter die Biker gehen möchte, muss verschiedene Entscheidungen treffen.
Welche Motorradführerscheine gibt es?
Nicht jedes Motorrad darf man mit jedem Führerschein fahren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man zu seinem Führerschein kommt. Der sogenannte Besitzstandsschutz und der Vorbesitz spielen hier eine wichtige Rolle. So darf man mit einem Führerschein der Klasse B mittlerweile auch Leichtkrafträder bis 125 Kubikzentimeter legal bewegen. Folgende Führerscheinklassen gibt es: A, A2, A1, AM und Mofa.
Welches Motorrad passt zu dir?
Wer kennt sie nicht, die weit vornüber geneigte Position, den Kopf direkt über dem Tank, den Oberkörper ans Motorrad geschmiegt. Sie ist für all diejenigen ideal, die auf der Rennstrecke um Bestzeiten kämpfen. Oder den lässigen Chopper-Fahrer auf seinem bollernden und chromblitzenden Stahlross. Sportlich wedelt das schlanke und agile Nakedbike um die Kurven. Hochbeinig präsentiert sich die Geländemaschine, während Touringmaschinen auf maximalen Langstreckenkomfort und Wetterschutz ausgelegt sind.
Sitzt man das erste Mal auf einem Bike, stehen Balance und Sicherheit an erster Stelle. Sie findet man am ehesten in einer aufrechten Position, die von einem eher breiten Lenker noch unterstützt wird.
Gewicht und Schwerpunkt - was ist wirklich relevant?
Orientieren wir uns an einem typischen Einsteigermotorrad (Hubraum ca. 600 ccm), bewegt sich das Gewicht ungefähr zwischen 180 und 200 Kilogramm. Kippt ein solches Motorrad, machen ein paar Kilo mehr oder weniger kaum einen Unterschied, versuchst du das Gewicht zu halten. Der Schwerpunkt des Bikes spielt daher eine größere Rolle: Je tiefer er liegt, desto einfacher wird dir das Manövrieren bei langsamem Tempo fallen.
Denn mal ganz ehrlich: Gas geben ist leicht. Bei langsamer Geschwindigkeit sicher und präzise zu manövrieren und Kurven sauber zu fahren, sind die wahren Herausforderungen beim Motorradfahren.
Gibt es für Einsteiger eine perfekte Höhe?
Die Sitzhöhe des Zweirads ist nicht nur für Anfänger ein entscheidendes Kriterium. Jedoch fällt es bei den ersten Fahrten mit dem Motorrad noch mehr ins Gewicht. Sicher mit beiden Beinen den Boden berühren kann entscheidend sein, wenn du bei einem Halt eine versehentlich zu starke Schräglage ausgleichen musst.
Schrittbogenlänge und Sitzhöhe - wie hängen sie zusammen?
Für einen souveränen Umgang mit dem Motorrad, insbesondere beim Rangieren oder bei einem Stopp, ist die Standsicherheit ein entscheidender Aspekt. Sie wird durch folgende Faktoren bestimmt:
- Bauartbedingte Höhe: Aufgrund längerer Federwege sind Enduro-Maschinen insgesamt höher.
- Gewicht und Schwerpunkt der Maschine
- Breite der Sitzbank im vorderen Bereich
Mehr Breite im vorderen Bereich der Sitzbank erfordert eine höhere Schrittbogenlänge. Der beste Weg, die passende Schrittbogenlänge zu ermitteln, sind ausgiebiges Probesitzen, Testfahrten und Anpassungsmöglichkeiten wie verstellbare Sitzhöhen oder Fußrasten. So findest du die Einstellung, die zu dir passt.
Leichtes Anfänger Motorrad für Frauen
Damit du genau das Bike findest, das perfekt zu dir und deinen Anforderungen passt, halte einen Moment inne und überlege, wofür du es nutzen möchtest. Möchtest du lange Strecken mit dem Motorrad fahren oder es vielleicht sogar ganzjährig für den Weg zur Arbeit verwenden? Dürfen es Offroad-Ausflüge sein oder möchtest du zusammen mit dem Partner entspannt reisen? Wie du siehst, es geht um deine persönlichen Vorlieben.
Das perfekte Motorrad passt zu deiner Körpergröße. Ist es zu groß, ist ein Umfallen beinahe schon vorprogrammiert, da du insbesondere bei leichter Schräglage keinen sicheren Stand hast. Ist es hingegen zu klein, kann es schnell unbequem werden. Kommst du mit beiden Füßen bequem auf den Boden? Sitzt du bequem im Sattel und passt die Sitzposition?
Nimm dir Zeit für entspanntes und längeres Probesitzen.
Schon mit dem A2 Führerschein durchstarten?
Kein Problem. Mit einer Leistung von maximal 35 KW (48 PS) sind die beiden Scooter C 400 X und C 400 GT, die stylische G 310 R und die abenteuerlustige G 310 GS perfekt für Dich geeignet. Zahlreiche Bikes stehen Dir darüber hinaus in einer leistungsreduzierten Variante zur Verfügung. Diese sind auf Wunsch mit 35 kW (48 PS) verfügbar. Und wenn Du dann den klassischen A Führerschein hast, kann Dein Bike wieder auf seine volle Leistungskapazität erweitert werden.
Viele BMW Motorräder kannst Du schon mit dem A2 Führerschein fahren. Der Roadster BMW G 310 R, das Adventure-Bike BMW G 310 GS sowie die beiden Scooter BMW C 400 X und C 400 GT verfügen über 25 kW (34 PS). Der elektrische Scooter BMW CE 04 bringt Dich mit 31 kW (42 PS) dynamisch durch die City.
Mit A1 Führerschein: Leichtkraftrad mit maximal 125 ccm Hubraum und 11 kW (ca. Mit A2 Führerschein: Leichtkraftrad mit maximal 35 kW (48 PS) oder Motorräder, die von 70 auf 35 kW gedrosselt wurden.
Für den Anfang solltest Du Dir ein Motorrad auswählen, das nicht zu schwer und nicht zu hoch motorisiert ist - Sicherheit geht vor.
Top 5 Listen der 1000PS Crew
Um unseren Userinnen und Usern bei der Suche nach einem neuen Motorrad oder einen neuen Roller einen einfachen Überblick geben zu können, bieten wir seit 2017 die Top 5 Listen der 1000PS Crew an. Diese Top 5 Listen erstellen wir für die wichtigsten Anforderungen und beinhalten aktuelle Neue- und gebrauchte Motorräder und Roller. Die Listen haben keinen absolutistischen Anspruch und sind auch nicht vollständig. Aber sie bieten in jedem Fall eine großartige Unterstützung bei dem Beginn einer Suche nach einem neuen Bike.
Die 5 besten A2-Motorräder
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder. Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert. Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler. Spannend!
Die besten Einsteiger-Bikes mit 48 PS bei MOTORRAD:
- Platz 1: Honda CB 500 X
Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bikes. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
- Platz 2: Kawasaki Ninja 400
Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
- Platz 3: Kawasaki Ninja 500 SE
Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
- Platz 4: Honda CB 500 Hornet
Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
- Platz 4: Honda CBR 500 R
Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
- Platz 5: KTM 390 Adventure
Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
Weitere Empfehlungen und Tipps
Es ist viel wichtiger das du dich auf dem Bike wohlfühlst. Die Garantie das am Ende nichts kaputt geht, gibt es nicht und zwar bei keiner Marke! Das Ding ist Schrauber-freundlich und läuft nach Jahrzehnten noch ordentlich. Auch wenn sie inzwischen immer mal wieder Zuwendung braucht. Mit die besten Langläufer sind Maschinen wie Honda Transalp oder Yamaha XJ.
Solide ist heute vieles. BMW hat in dieser Klasse nichts. Vielleicht gefällt dir ja neben der MT auch eine Kawa Z650. Es gibt mehr als genug Auswahl und schlechte Qualität kommt, wenn überhaupt, aus China. Brixton usw. Gerade die Zweizylinder mit 60 - 80 PS sind die idealen Einsteigermodelle und machen auch erfahrenen Bikern sehr viel Spass. Die Japaner sind grundsolide und bedingungslos zu empfehlen. Also probieren welche dir am besten passt und gut ist.
Ich fahre ja "nur" eine Honda cb125R, finde das Fahrverhalten super und könnte mir vorstellen, dass eine CB300R / CB600R ähnlich gut zu fahren sind und deiner naked bike Idee entgegen kommen. Honda sagt man ohnehin eine lange Haltbarkeit nach, aber auch bei Yamaha macht man nichts falsch. Fantic baut auch nette Bikes, (caballero 500) schau dich um.
Genau das meinte ich ja... Man soll beim Kauf eines Zweirads nicht auf gut gemeinte Tipps hören...da bringt das nichts, das ein Typ total auf Kawa abfährt, und ein anderer Suzuki favorisiert..das eingene Bauchgefühl entscheidet... deshalb habe ich empholen das zu kaufen was man wirklich möchte...wen er die Yamaha wirklich gut findet....
Damit kannst du erstmal 1...2 Jahre fahren, Erfahrungen sammeln, zum Einen das Fahren allgemein und zum Anderen, ob das Motorrad zu Dir passt / ist es gut geeignet für das was du damit machen willst. In dieser Zeit bekommst du mit, wie du das Motorrad am häufigsten einsetzt (Daily Driver, Reisen / Urlaube, Tagesausflüge, Feierabendrunden).
Die Duke, kann ich ebenfalls empfehlen; habe selber eine Duke 690; ein besseres Handling wirst du kaum finden. Am Ende musst du auf jedenfall probesitzen und probefahren; denn die Ergonomie und das "wohlfühlen" ist das wichtigste. Geniales Konzept, wie ich finde.
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