Ein Kühlschrank gehört zur Grundausstattung im Reisemobil, Wohnwagen oder Campingbus - doch oft reicht der Platz nicht aus. Die mobilen Kühler sind flexibel einsetzbar und dank 12- und 230-Volt-Betrieb auch zu Hause oder im Garten praktisch. Ob in der Heckgarage, im Vorzelt oder unterm Sonnendach: Die mobilen Kühler sind flexibel einsetzbar und dank 12- und 230-Volt-Betrieb auch zu Hause oder im Garten praktisch.
Verschiedene Kühlbox-Technologien im Vergleich
Neben der Größe und Aufteilung der Kühlboxen unterscheiden sich diese vorrangig durch die eingesetzte Technik. Und hier gilt es genau hinzusehen, damit die Kühlbox auch tatsächlich so funktioniert wie erwünscht.
Kompressor-Kühlboxen
Testsieger Kompressor-Kühlboxen: Gleich zwei Testsieger gibt es nach der Punktewertung. Preislich unterscheiden sie sich deutlich voneinander. Am günstigsten ist die Polarys Freeze SZ 30 von Brunner mit 390 Euro. Das obere Ende in Sachen Preis markiert Truma mit der Cooler C36. Sie kostet 935 Euro. Viel Geld für einen Zusatzkühlschrank mit 35 Liter Volumen.
Wie der Kühlschrank zu Hause arbeitet die tragbare Box nach dem Kompressorprinzip. In einem Verdampfer geht ein Kühlmittel, meist Isobutan, vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über. Dabei bindet der Verdampfer Wärme aus der Kühlbox. Auf diese Weise entsteht Kälte. Nun saugt der Kompressor das gasförmige Kältemittel an, verdichtet es und leitet es an einen Kondensator weiter. Dort wird die im Verdampfer gebundene Wärme abgegeben. Das Kältemittel wird wieder flüssig und fließt zum Ausgangspunkt.
Gegenüber Kühlboxen mit Absorber- oder Peltiertechnik haben Kompressor-basierte Exemplare den Vorteil, dass sie unabhängig von der Umgebungstemperatur arbeiten. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Betriebstemperatur eingehalten wird. Meist liegt sie zwischen 10 und 45 Grad Celsius.
Die einstellbare Temperaturspanne reicht je nach Modell von -22 bis +20 Grad Celsius. Folglich eignen sich Kompressor-Kühlboxen auch als Froster. Angesichts der kleinen Tiefkühlfächer in den fest installierten Bordkühlschränken ist das durchaus ein Kaufargument.
Für den Fall, dass man gleichzeitig kühlen und gefrieren möchte, gibt es sogenannte Zwei-Zonen-Modelle. Wie die Bezeichnung verrät, sind diese Kühlboxen mit zwei Fächern ausgestattet, deren Temperatur separat voneinander einstellbar ist.
Zwar schaffen es passive und thermoelektrische Kühlboxen, bereits heruntergekühlte Lebensmittel länger auf Temperatur zu halten, aktiv kühlen kann man damit aber nicht. Hier kommen dann die Kompressor-Kühlboxen ins Spiel. Diese bieten ganz unabhängig von der Umgebungstemperatur ordentliche Kühlleistung bis in den Minusbereich und schaffen es, Getränke, Lebensmittel oder auch Eis nicht nur kalt zu halten, sondern auch herunterzukühlen.
Thermoelektrische Kühlboxen
Das thermoelektrische Prinzip beruht darauf, dass bei Durchfluss von Gleichstrom an der Verbindungsstelle verschiedener Metalle je nach Polarität entweder Kälte oder Wärme entsteht, die dann entsprechend an den Innenraum oder die Umgebung abgegeben wird. Oftmals begegnet einem auch der Begriff Peltier-Effekt, der auf den Namen des Entdeckers zurückgeht. Das Interessante an dem Prinzip ist seine Umkehrbarkeit, sodass man mit manchen Geräten je nach Bedarf kühlen und erwärmen kann.
Interessant sind die Preise, die mitunter schon bei 50 Euro beginnen. Vergleichsweise geringes Gewicht. Unempfindlich gegen Schräglagen. Günstiger Einstiegspreis. Funktioniert mit 12 und 230 Volt. Kühlen und Erwärmen möglich. Kühlleistung bis etwa 20 Grad unter die jeweilige Umgebungstemperatur. Keine Tiefkühlung möglich. Permanentes Lüftergeräusch im Betrieb.
Die CEK 29 der Hausmarke Crivit von Lidl ist recht flexibel einsetzbar. Sie kann sowohl über die Bordelektronik in Fahrzeugen als auch über eine 230-Volt-Steckdose mit Strom versorgt werden. Praktisch: Die Box kühlt nicht nur, sondern hält bei Bedarf Speisen auch warm. So können beim Picknick oder im Garten neben Gegrilltem und Salat auch heiße Suppen oder Eintöpfe serviert werden. Kundenrezensionen bestätigen, dass die CEK 29 es tatsächlich schafft, ihren Inhalt auf 20 Grad unter Umgebungstemperatur zu kühlen. Bei 30 Grad Außentemperatur sollte also eine Innentemperatur von nur 10 Grad erreicht werden.
Absorberkühlboxen
Beim Absorberprinzip wird konzentrierte Ammoniaklösung erhitzt und verdampft. Das Gas verflüssigt sich in einem Kondensator und verdampft unter Zusatz von Wasserstoff. Dadurch wird dem Kühlraum Wärme entzogen. Im Absorber wird das entstandene Ammoniakgas von einer schwachen Ammoniaklösung absorbiert. Anschließend fließt die gesättigte Lösung zurück zum Boiler, und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Absorberkühlboxen sind besonders flexibel nutzbar, denn sie laufen nicht nur mit 12 und 230 Volt, sondern auch mit Gas. Allerdings ist die Kühlleistung von der Außentemperatur abhängig. Gute Geräte sind ab etwa 250 Euro zu haben. Funktioniert wahlweise mit 12-Volt-Gleich- oder 230-Volt-Wechselstrom. Besonders autark in der Nutzung, da Gasbetrieb ebenso möglich. Arbeitet beinahe geräuschlos. Kühlleistung abhängig von der Umgebungstemperatur. Tiefkühlung nur bis maximal -5 Grad möglich.
Passive Kühlboxen
Passive Kühlboxen kommen zum Gebrauch, wenn keine Stromquelle vorhanden ist. Bei diesen oft dickwandigen Boxen steht die Isolierung im Vordergrund. Neben PU-Schaum und Styropor als Isoliermaterial gibt es auch vakuumisolierte Boxen.
Getränke werden bereits gekühlt hineingegeben, Kühlakkus oder Eis werden obenauf gelegt, da die kalte Luft nach unten sinkt. Gute Modelle halten die Drinks bis zu einer Woche oder länger kühl. Für das Modell von Petromax (ab 199 Euro) gibt es praktisches Zubehör wie ein Sitzpolster und einen Drahtkorb, der das Befüllen erleichtert.
Testkriterien für Kühlboxen
Alle Kühlboxen wurden vermessen, gewogen und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Wie gut gelingt der Transport? Wie intuitiv ist die Bedienung? Lässt sich die Box gut befüllen?
Für die Messung der Kühlleistung zeichnete ein Datenlogger 4,5 Stunden lang alle 30 Sekunden bei konstanter Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius die Innentemperatur der Boxen bei laufendem Betrieb auf. Es wurde die niedrigste Temperatur eingestellt. Verfügt das Testgerät über zwei Modi, wurde die höhere Stufe gewählt. Die Messung wurde sowohl im 12- als auch im 230-Volt-Betrieb durchgeführt. Mehrere tausend Datensätze wurden so gesammelt und im Anschluss von der Testredaktion ausgewertet.
Besonderheiten und Komfort
Das hat sonst keine: Ein ausziehbarer Griff und zwei Rollen erleichtern den Transport der Berger B40-T- solange der Untergrund eben ist.
Besonders gut erweisen sich die Griffe der schweren Modelle von Truma und Dometic. Auch die Carbest Camp Cooler 40 besitzt sicher greifbare Henkel. Bei Mestic und Outwell muss man sich mit zu kleinen Griffmulden zufriedengeben.
Die Steuerung der Kühlboxen gestaltet sich durchweg einfach. Sie alle verfügen über ein Display, auf dem sowohl die momentane sowie die eingestellte Innentemperatur angezeigt wird. Zudem lässt sich die Temperatur bei allen Kühlboxen auf das Grad genau einstellen. Dometic und Truma sind bis -22 Grad Celsius einstellbar. Nach oben hin ist die Truma Cooler C36 auf 10 Grad Celsius begrenzt. Gleiches gilt für die MCC-40 von Mestic.
Besonders komfortabel ist die Bedienung per Smartphone. Dometic, Outwell und Truma bieten hierfür eine App, mit der sich die Temperatur in den Boxen regeln lässt. Darüber hinaus behält man immer im Blick, ob die Wunschtemperatur bereits erreicht ist. Auch die Stufe des Batteriewächters lässt sich über die App auswählen. Das Schutzsystem verhindert die Tiefentladung der Batterie, indem es den Verbraucher rechtzeitig abschaltet.
In Sachen Kühlleistung enttäuscht keine der Kühlboxen im Test. Nach etwas mehr als 60 Minuten haben fünf der sieben Testboxen die eingestellte Mindesttemperatur erreicht.
Am schnellsten kühlt die Box von Dometic herunter. Wie die Truma Cooler C36 schafft sie es dann, die eingestellte Temperatur nahezu konstant zu halten. Lediglich Schwankungen im Zehntelbereich kann der Datenlogger aufzeichnen.
Ein typisches Merkmal von Kompressorkühlboxen ist ihr recht hohes Eigengewicht. Hinzu kommt die einseitige Gewichtsverteilung, da sich die Kühleinheit samt Kompressor stets auf einer Seite der Geräte befindet. Vor allem beim Transport ungefüllter Kühlboxen wird die einseitige Lastenverteilung deutlich.
Testergebnisse und Platzierungen
Hier eine Übersicht der Testergebnisse einiger Modelle:
| Platz | Modell | Punkte (von 5) | Preis (ca.) | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Dometic CFX3 35 | 4,6 | 935 Euro | Robuste Kühlbox mit hervorragender Kühlleistung und Ausstattung. |
| 3 | Berger B40-T Kompressor-Kühlbox | 3,3 | 429 Euro | Akzeptable Kühlleistung mit Trolley-Funktion für einfachen Transport. |
| 4 | Carbest Camp Cooler | 3,0 | 449 Euro | Gut greifbare Griffe, 1,5-Liter-Flaschen passen stehend hinein (ohne Korb). |
Praxiserfahrungen von Motorradfahrern
Viele Motorradfahrer nutzen elektrische Kühlboxen für ihre Reisen. Dabei stellt sich die Frage, wie diese Boxen am besten auf dem Motorrad transportiert werden können und wie sie sich bei Regen verhalten. Hier einige Erfahrungen:
- Transport: Die Kühlbox wird oft auf dem Soziusplatz hinter dem Topcase platziert und mit einer Abdeckhaube geschützt.
- Regen: Die Abdeckhaube bietet Schutz vor Regen. Es ist wichtig, dass die Kühlbox selbst nicht wasserdicht ist, besonders wegen des Lüfters.
- Stromversorgung: Die Kühlbox wird in der Regel nur während der Fahrt über die Lichtmaschine des Motorrads betrieben, um die Batterie nicht zu entladen.
- Kühlleistung: Die Kühlbox muss möglichst ständig an Strom sein, um die Temperatur zu halten. Es reicht nicht aus, ungekühlte Sachen in die Box zu legen und zu erwarten, dass sie schnell abkühlen.
Worauf man beim Kauf achten sollte
- Stromverbrauch: Achten Sie auf den Stromverbrauch der Kühlbox, besonders wenn Sie diese über die Bordbatterie betreiben möchten.
- Größe und Gewicht: Die Kühlbox sollte nicht zu groß und schwer sein, um den Transport auf dem Motorrad nicht zu erschweren.
- Robustheit: Die Kühlbox sollte robust und widerstandsfähig sein, um den Belastungen während der Fahrt standzuhalten.
- Regenschutz: Eine wasserabweisende Abdeckung ist empfehlenswert, um die Kühlbox vor Regen zu schützen.
- Anschlüsse: Stellen Sie sicher, dass die Kühlbox über die benötigten Anschlüsse (12V/230V) verfügt und ggf. ein passendes Netzteil vorhanden ist.
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