Elektromotorräder sind in der Stadt ein absolutes Muss. Sie sind praktisch, schnell und helfen, Zeit zu sparen, insbesondere bei der Parkplatzsuche. Doch auch außerhalb der Stadt machen Elektromotorräder riesen Spaß! Die oben genannten Modelle bieten eine tolle Auswahl für unterschiedlichste Bedürfnisse - ob für den Pendler, der schnelle und flexible Mobilität in der Stadt sucht, oder für den Fahrer, der die Freiheit auf längeren Strecken genießen möchte.
Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Das sind die interessantesten E-Bikes, die in Deutschland aktuell oder demnächst erhältlich sind. Reichweiten sind noch begrenzt. Diese Übersicht wird fortlaufend aktualisiert. Noch sind rein elektrisch angetriebene Motorräder auf Deutschlands Straßen Exoten, denn viele Motorradfahrende scheuen wegen der begrenzten Reichweite den Umstieg auf ein Elektrobike.
Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an. Die Größen der Motorradbranche halten sich mit eigenen Entwicklungen immer noch etwas zurück. Die Hersteller beschränken sich beim E-Antrieb vorerst auf Roller oder Leichtkrafträder. Doch langsam regt sich etwas in den Konzernregalen von Kawasaki, Harley Davidson, Honda und Co.
Modelle und ihre Besonderheiten
Zero Motorcycles
Der kalifornische Hersteller Zero gilt ebenfalls als Vorreiter in Sachen Elektromobilität auf zwei Rädern. Zero konstruiert schon seit 2006 Elektromotorräder und bietet derzeit die größte Auswahl an Modellen. Von der Reiseenduro DS über das Adventure-Bike Zero DSR/X und die Naked Bikes Zero S und SR verfügen sämtliche Maschinen über einen Gitterrohrrahmen aus Stahl. Die E-Motoren der Motorräder sind eine Eigenentwicklung.
Zero Motorcycles sortiert das Elektro-Portfolio komplett neu: Die DS und S-Reihen gibt es neu mit 48 PS und als "125er" - mit bis zu 60 PS, 132 Nm und 140 km/h. Stärker und schneller ist keine 125er: Die neuen Elektro-"125er" von Zero toppen die Leistungsdaten der letztjährigen Modelle. Besonders das Drehmoment von 132 Nm ist nicht nur für eine 125er gigantisch, bei dieser Menge an Kraft müssen die meisten Verbrenner passen.
Zero DS und S ab 2024 neu als Elektro-"125er"
Wie gehabt nutzt Zero eine ungenaue Formulierung in der Führerscheinverordnung, die von elektrischen "125ern" ein hohes Gewicht verlangt. Daher ist es nachvollziehbar, dass Zero für 2024 die alte S und DS als mittelgroße Modelle streicht und die Modellnamen auf das große Naked Bike SR und die neue Enduro DSR verteilt. Mit kleinerem Akku (14,4 kWh) und gedrosseltem Elektro-Motor werden die großen Bikes rechtlich zu 125ern.
- Dauerleistung wie erwartet und maximal erlaubt: 11 Kilowatt oder 15 PS bei 3.800 Touren des E-Motors.
- Deutlich höher: Die Spitzenleistung beträgt 45 Kilowatt oder 60 PS bei 3.650 Touren.
140 km/h und um 240 Kilometer maximale Reichweite
Theoretische Reichweite: 242 Kilometer bei der S und 239 Kilometer bei der DS. Real dürften es erfahrungsgemäß um die 160 Kilometer sein. Elektronisch vorprogrammierte Höchstgeschwindigkeit bei beiden Modellen: 140 km/h. Damit sind die elektrischen "125er" deutlich schneller als die mit 125 Kubik.
Im Grunde sind das die vertrauten Werte der kleineren 2023er-Modelle von Zero. Beim Drehmoment schöpfen die beiden "125er" allerdings aus dem Vollen: 132 Nm dürfen mit dem A1-Führerschein ab 16 Jahren oder mit der Pkw-Führerscheinerweiterung B196 erlebt werden. Immerhin 23 Nm mehr als bei den alten "125ern" von Zero. Und die dürften nötig sein, denn durch das Drosseln der großen Modelle SR und DSR kommt mehr Gewicht in die Leichtkraftrad-Klasse.
Die neue Zero S als "125er" wiegt 223 Kilo und damit 38 mehr als zuvor die kleinere S. 49 Kilo mehr, insgesamt 239, hat die neue Zero DS gegenüber der alten DS am und im Stahlrahmen. Zum Vergleich: Eine der schwersten 125er, die KTM 125 Duke, wiegt vollgetankt 154 Kilogramm. Interessant: Beide Zero-Modelle bringen nach dem Upgrade auf die zuvor nächstgrößere Baureihe und technische Plattform schräglagenabhängige Systeme für ABS und Traktionskontrolle sowie voll einstellbare Federelemente von Showa mit.
Trotz der "erwachsenen" Basis und der damit angehobenen Ausstattung behält Zero die Preise bei den A1-Ausführungen der S und DS bei: 2024 kostet die neue Zero S weiterhin 17.400 Euro, die neue Zero DS kostet 18.400 Euro.
Zero DSR und Zero SR mit 48 PS für A2
Bisher hatte Zero die europäische A2-Klasse bis 48 PS nicht bespielt, holt das jedoch ab 2024 mit der SR als Naked Bike und der DSR als Reiseenduro nach. Technische Basis sind im Grunde die beiden A1-Modelle - je nach Standpunkt. Statt 14,4 kWh Kapazität haben die A2-Versionen 15,6 kWh. Die Leistung steigt auf eine Dauerleistung von 28 Kilowatt oder 38 PS bei 4.000 Touren, die Spitzenleistung beträgt 52 Kilowatt oder 70 PS bei 5.000 Touren. Nur leicht steigt das Drehmoment im Vergleich zu den "125ern", auf 140 Nm.
Durch den größeren Akku steigen die Reichweiten auf theoretische 249 Kilometer bei der DSR und 253 Kilometer bei der SR. Die Höchstgeschwindigkeit der A2-Versionen liegt ebenfalls leicht höher, bei 150 km/h. Im Kontext anderer A2-Bikes wie einer Honda CB 500 mit 175 km/h ein auffällig niedriger Wert, für den Alltag wohl dennoch ausreichend. Interessant: Das Gewicht der SR unterscheidet sich trotz nominell größerem Akku nicht von dem der S: 223 Kilogramm. Das Gewicht der neuen DSR beträgt mit 242 Kilogramm 3 Kilo mehr als bei der DS.
Mit 18.400 Euro für die neue SR und 19.400 Euro für die neue DSR sind das mit die teuersten Stufenführerschein-Motorräder, die es derzeit gibt.
Topmodelle Zero SR/F und DSR/X für 2024
Die Topmodelle der Baureihen bleiben das Naked Bike Zero SR/F und die Reiseenduro Zero DSR/X. Sie haben mit 17,3 kWh die größte Akku-Kapazität, mit 113 und 100 PS die höchste Leistung und mit 190 und 229 Nm das höchste Drehmoment. Zudem mit 227 und 249 Kilogramm erwartungsgemäß das höchste Gewicht und mit 283 und 288 Kilometer die höchste maximale Reichweite. Und sie haben logischerweise die höchsten Preise: mit 23.000 Euro für die SR/F und 23.500 Euro für die DSR/X.
Zero XE Elektro Enduro
Die neue Zero XE Elektro Enduro bietet maximalen Offroad-Spaß - und das nahezu lautlos. Dank dem höchsten Drehmoment ihrer Klasse am Hinterrad punktet sie mit einem herausragenden Leistungsgewicht und meistert problemlos Erde, Kies und Schlamm. Maximale Vielseitigkeit ist bei der XE Standard. Angetrieben wird die XE von einem 74V 58Ah Lithium-Ionen-Akku. Die Batterie kann direkt am Motorrad geladen oder in Sekundenschnelle entnommen werden, um sie überall bequem aufzuladen.
Das Aufladen ist mühelos und flexibel - der 4,3 kWh-Akku lädt in nur 5,5 Stunden von 0-100% mit einer Standard-220V-Steckdose. Herzstück des XE-Fahrerlebnisses ist die intuitive Benutzeroberfläche von Zero, mit der Sie die Leistung des Motorrads an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Nutzen Sie die Vorteile von 3 werkseitigen Fahrmodi (ECO, Standard und Sport) zusammen mit Funktionen wie der Anfahrhilfe am Berg, der Anpassung der Rekuperationsrate, dem Sturzsensor (der automatisch den Antrieb abschaltet), der Traktionskontrolle, dem Tempomat und dem Rückwärtsgang - sie alle können intuitiv über das Dashboard-Menü ausgewählt werden.
Die Zero S, 2024 frisch auf den Markt gekommen, steht sinnbildlich für Zero Motorcycles langjährigen Pioniergeist im Bereich der Elektromobilität. Seit der Gründung im Jahr 2006 hat sich das Unternehmen vom kleinen Garagenprojekt in Kalifornien zu einem der führenden Hersteller von Elektromotorrädern entwickelt. Die Zero S wurde erstmals 2009 als ein Modell vorgestellt, das auf den Straßenverkehr ausgelegt war ein elektrisch betriebenes Motorrad, das den Ruf hatte, genauso schnell wie umweltfreundlich zu sein. Seitdem hat Zero die S stetig weiterentwickelt, und die 2024er-Version markiert den nächsten großen Schritt: leistungsstärker, moderner und mit einem Design, das fast schreit: Ich bin ein Verbrennermotorrad!! Letzterer Satz ist natürlich extra ein bisschen ketzerisch - aber wurde beim Test gerne gesehen.
Das Motorrad fühlt sich in den Materialien sehr edel an und überrascht im Anblick mit einer sehr edlen Note. Mit ihren 11 kW (15 PS) mag sie auf dem Papier eher harmlos wirken, doch durch das sofort verfügbare Drehmoment von 109 Nm zieht sie beim Ampelstart so manchen Benziner locker ab. Bei der Höchstgeschwindigkeit ist allerdings bei 120 km/h Schluss, was für den Stadtverkehr und die gemütliche Landstraße mehr als ausreichend ist. Mit ca. 190 kg ist die Zero S ein eher schweres Motorrad besonders im Vergleich mit Alternativen im 35kW Bereich. Das Fahrwerk ist von Showa und die Elektronik von Bosch.
Schon beim ersten Aufsitzen auf die Zero S 11 kW war ich angenehm überrascht, als ich das altbekannte Zündschloss entdeckte ja, ein ganz klassisches, wie man es von Verbrennermotorrädern kennt. Kein futuristisches Schnickschnack-System, sondern einfach den Schlüssel rein, umdrehen, und die Zündung ist an. Das hat direkt für ein vertrautes Gefühl gesorgt. Auch das Display hat mir sofort zugesagt. Es ist schlicht und ruhig gestaltet, nichts blinkt, nichts lenkt ab genau das, was man braucht. Einfach klare Informationen ohne unnötiges Tamtam. Beim Losfahren wurde sofort klar: Dieses Motorrad lässt sich unglaublich ruhig und kontrolliert anfahren. Schon nach wenigen Metern war klar, dass man sich auf der Zero S sofort wohl und sicher fühlt.
Die Sitzbank der Zero S ist ebenfalls ein echtes Highlight in Sachen Komfort. Sie bietet eine angenehme Polsterung, die auch bei längeren Fahrten nicht unangenehm wird. Obwohl die Zero S das typische Naked-Bike-Gefühl vermittelt, wie man es von konventionellen Bikes dieser Klasse kennt, wirkt sie dennoch etwas tourenorientierter. Man sitzt überraschend aufrecht, was nicht nur für eine entspannte Haltung sorgt, sondern auch den Komfort auf langen Strecken erheblich verbessert.
Sobald man den Dreh bei der Zero S 11 kW raus hat, macht das Fahren in den Kurven wirklich Spaß. Wenn man es sportlich angehen möchte, besonders auf kurvenreichen Strecken, ist der Canyon-Modus ideal. In diesem Modus ist die Rekuperation also die Rückgewinnung von Energie beim Gaswegnehmen am stärksten. Das bedeutet, dass man eine sehr starke Motorbremse hat, sobald man den Gasgriff loslässt. Gerade auf Strecken, die viele Steigungen und Gefälle bieten, ist dieser Modus perfekt. Du bremst nicht nur sanft vor jeder Kurve ab, sondern gewinnst gleichzeitig auch noch Strom zurück.
Zum einen ist es cool, dass Zero bei ihrem Elektromotorrad einen Tempomat verbaut haben, welcher auch gut und einigermassen intuitiv funktioniert. DIe Zero S überzeugt mit einem grossen Mass an Alltagstauglichkeit und Fahrspass.
NIU RQi Sport
Nachschub aus China: NIU RQi Sport Die Reichweite des NIU RQi Sport liegt bei ca. Das E-Motorrad sieht nicht nur wie ein richtiges Motorrad der Leichtkraftklasse Le3 aus, es fühlt sich beim Besteigen sogar noch erwachsener an. Mittig lagern zwei mächtige Akkublöcke unter einer großen Klappe, geöffnet vom Transponderschlüssel oder dem zentralen Steuerknopf. Mit je 23 Kilo bunkern sie 5,1 kWh Energie und versorgen damit den im Rahmen fixierten Elektromotor, der seine Spitzenleistung von gut 10 PS mit 30 Newtonmeter ohne Getriebe direkt über eine Kette ans Hinterrad abgibt. Dies ermöglicht im Dynamic-Modus echte 101 km/h, mittels einer Boost-Taste sind für 30 Sekunden sogar 126 drin.
Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Tempomat, ABS vorn und hinten, selbstrückstellende Blinker, Traktionskontrolle und ein topmodernes Display inklusive Dashcams. Das Bike geht für ca.
Stark Future Varg EX
Mit der Stark Varg EX präsentiert Stark Future erstmals eine straßenzugelassene Enduro. Technisch basiert das Modell auf der erfolgreichen Cross-Maschine Stark Varg MX. Mit dem Schritt auf die Straße eröffnet die Varg EX neue Einsatzmöglichkeiten, ohne auf die hochwertige technische Basis und hohe Leistung der Cross-Variante zu verzichten.
Die Stark Varg EX bietet eine maximale Leistung von bis 80 PS. Der Motor, ein Permanentmagnet-Synchronmotor (PMAC) ist kombiniert mit einem Ein-Gang-Getriebe. Über fünf Modi können Leistung, Motorbremse und Rekuperationsniveau individuell eingestellt werden. Mit einer neuen 7,2-kWh-Honeycomb-Batterie erreicht die Varg EX je nach Fahrweise eine Reichweite von 1,3 bis 6 Stunden und ist in ein bis 2 Stunden vollständig aufladbar. Neu an der Varg EX ist der etwas größere Akku, der den Vorgänger um 0,7 kWh überbietet.
Das Fahrwerk der Stark Varg EX ist speziell auf die Anforderungen von Enduro-Fahrern abgestimmt. Ein besonderes Merkmal ist die Beleuchtung: Der Scheinwerfer mit 4.000 Lumen ist dreimal heller als herkömmliche Modelle.
Die Stark Varg EX ist mit dem Stark Arkenstone ausgestattet, einem Android-basierten Navigations- und Kontrollsystem. Es bietet GPS-Aufzeichnung, Turn-by-Turn-Navigation und die Möglichkeit, Routen mit der Community zu teilen. Die Steuerung erfolgt über eine wasserdichte Schaltereinheit mit stoßgeschütztem Aluminiumgehäuse.
Mit ihrem Elektroantrieb eliminiert die Stark Varg EX die Notwendigkeit von Kolben, Kupplungen und Ölwechseln. Die Geräuschlosigkeit und Emissionsfreiheit des Antriebs tragen zu einer nachhaltigen Nutzung bei. Zudem dient die Batterie mit ihrem Magnesiumgehäuse als tragendes Element im Rahmen, was das Design kompakt und das Gewicht mit 120 kg leicht hält.
Die Stark Varg EX wird in zwei Konfigurationen angeboten. Die Standardvariante mit 60 PS kostet 12.900 Euro, während die leistungsstärkere Alpha-Version mit 80 PS für 13.900 Euro erhältlich ist.
Velocifero Race-X
Der Elektromotor wird mit 72 Volt betrieben. Nennleistung: 7 kW (9,5 PS); maximales Drehmoment: 220 Nm; Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h. Die Reichweite der Velocifero Race-X gibt der Hersteller mit 170 Kilometer an, wobei der Lithium-Ionen-Akku mit 6,48 kWh Kapazität nicht nur an einer herkömmlichen Steckdose aufgeladen werden kann, sondern auch an öffentlichen Wechselstrom-Ladestationen.
Der Akku wiegt 43 Kilogramm, das komplette Elektromotorrad, inklusive Akku, kommt auf 153 Kilo, was für ein Motorrad der 125er-Klasse noch im Rahmen liegt.
Rahmen und Schwinge der Velocifero Race-X bestehen aus Aluminium und werden mit einer Upside-down-Gabel und Mono-Federbein sowie mit Leichtmetallrädern in 17 Zoll vorn und 15 Zoll hinten kombiniert. Die Bremsanlage kommt mit radial angeschraubten Sätteln und 320er-Scheiben.
Im Cockpit informiert ein 5-Zoll-TFT-Cockpit, für Licht und Sichtbarkeit sorgt die LED-Beleuchtung rundherum. Listenpreis: 7.600 Euro - zumindest für den italienischen Markt.
Weitere Modelle
Neben den genannten Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer Elektromotorräder, die für den A1-Führerschein geeignet sind. Dazu gehören:
- Can-Am Pulse und Origin
- Silence S05 Weekender
- Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1
- Honda EV Fun Concept
Führerscheinbestimmungen
Ob ihr für ein Elektromotorrad einen Führerschein der Klasse A, A1 oder A2 benötigt, hängt von der Leistung des Fahrzeugs ab. Ihr habt nur den Autoführerschein, wollt aber trotzdem mit einem 125er E-Motorrad unterwegs sein? Dann lässt sich euer Führerschein der Klasse B mit einem einfachen Zusatzkurs zum Führerschein für ein Elektromotorrad der Klasse L3e-A1 upgraden. Vier bis sechs Wochen dauert der Kurs für diesen B196-Führerschein. Eine Prüfung am Ende der Schulung ist nicht vorgesehen.
Es gibt für jede Führerscheinklasse das passende E-Motorrad oder den passenden E-Motorroller. Für jugendliche Fahrer ab 16 Jahren mit Führerschein AM oder für den Autoführerschein B bis 45 Km/h. Für den Mopedführerschein A1 ab 16 Jahre bis 80 km/h. Mit der B196 Zusatzgenehmigung in Verbindung mit dem Autoführerschein ab 18 Jahre könnt Ihr in der 125er Klasse (bis 11 kW) unterwegs sein.
Reichweite und Laden
Die Reichweite variiert sehr stark bei den unterschiedlichen Modellen, liegt aber in der Regel unter der Reichweite von Benzinmotoren. Kleine E-Motorräder oder E-Motorroller kommen mit einer Akkuladung auf 70 bis 100 Kilometer. Premium-Modelle schaffen hingegen bis zu 200 oder auch 300 Kilometer mit einer Aufladung.
E-Motorräder bieten nur eine bedingte Reichweite, aber man kann die meisten Modelle im Gegensatz zu E-Autos auch schnell über eine 230V-Steckdose aufladen. Die meisten Elektro Motorräder lassen sich auf drei verschiedene Arten laden. Das Aufladen geht entweder über die hauseigene 230V-Steckdose, über eine Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule. Je nach Stecker-Typ lässt sich das E-Motorrad mit oder ohne Adapter an der öffentlichen Ladesäule befüllen.
ACHTUNG: Im Gegensatz zu hochwertigen E-Motorrollern der 45 km/h- und 80 km/h-Klassen, bei denen der Akku herausnehmbar ist, sind die Akkus bei größeren E-Rollern und E-Motorrädern in der Regel fest verbaut.
Vorteile von Elektromotorrädern
- Umweltfreundlichkeit: Bessere CO2-Bilanz
- Kosteneffizienz: Günstiges "Tanken" an der heimischen Steckdose
- Geräuscharmut: Leiser Betrieb ermöglicht Nutzung in lärmsensiblen Gebieten
- Wartungsarmut: Weniger Verschleißteile im Vergleich zu Verbrennungsmotoren
Nutzung und Parken
Welchen Antrieb das Motorrad hat, spielt im Moment fast noch keine Rolle, wenn es darum geht, wo man mit einem E-Motorrad fahren darf. Es gelten die gleichen Regeln für Zweiräder mit Verbrennungsmotor wie für Motorräder mit Elektroantrieb. Beispielsweise darf ein als 125er Leichtkraftrad (neue EU-Klasse L3e-A1) eingestuftes Elektromotorrad mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h auch auf die Autobahn.
Wer sein E-Motorrad parken will, muss sich an die gleichen Gesetze wie Autofahrer halten. Zwar findet man mit einem Zweirad häufiger eine Parklücke als mit einem klobigen Auto, aber der Gehweg ist in der Regel auch für Biker tabu. Das Parken in Einfahrten und vor abgesenkten Bordsteinkanten ist für alle Fahrzeuge ausnahmslos verboten. Parken auf eine speziell für E-Fahrzeuge vorgesehenen Parkplatz mit Ladesäule ist nur während des Ladevorgangs erlaubt.
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