Im Bereich der motorisierten Spaß- und Arbeitsgeräte hat sich einiges getan. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle und kommende Elektro-Motorräder im Gelände. Elektromotorräder stoßen in Deutschland im Allgemeinen auf nicht viel Gegenliebe, aber im Gelände bietet ein Elektromotorrad einen entscheidenden Vorteil: Es ist leise.
Trinity Panthera: Elektro-Enduro aus Deutschland
Im März 2023 präsentierte die deutsche Firma Trinity die Panthera, eine 108 Kilo leichte und bis zu 125 km/h schnelle Elektro-Enduro mit 4-Gang-Fußschaltung. Trinity Electric Vehicles hat sich in Meinersen bei Hannover auf Konzeption, Import und Vertrieb elektrisch angetriebener Roller und Motorräder spezialisiert. Im Spätsommer 2021 begann die Entwicklung der neuen, leistungsstarken Elektro-Enduro bei Trinity. 2023 ist sie serienreif und heißt Panthera, was sinngemäß Großkatze bedeutet - weil sie mit ihrem leisen, elektrischen Antrieb unauffällig durchs Gelände schleichen kann.
Mit ihrem bis zu 22 kW (30 PS) starken, luftgekühlten Synchron-Elektromotor, kombiniert mit 4-Gang-Fußschaltung, ist die Panthera als "Gamechanger" angekündigt worden. Mit den 4 Gangstufen werden einerseits sehr hohe Drehmomentwerte bis zu 784 Nm am grobstollig bereiften Hinterrad und andererseits bis zu 125 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht.
Technische Details und Besonderheiten
Praktische Nebeneffekte hat dieses Konzept insofern, dass Motorradfahrer sich beim Umstieg von einem konventionellen Modell auf die Panthera nicht umgewöhnen müssen: Mit dem linken Handhebel wird gekuppelt, mit dem rechten das Vorderrad gebremst, mit dem linken Fußhebel wird geschaltet, mit dem rechten das Hinterrad gebremst. Den Kraftschluss mit der Kupplung zu trennen, um knifflige Situationen im Gelände zu bewältigen, ist zwar möglich, aber laut Trinity nicht nötig, da die Elektro-Power sowieso sehr fein kontrollierbar sei. Auf jeden Fall besser als bei einem niedertourig hackenden Einzylindermotor.
Neben der mechanischen Schaltung mit den 4 Gängen stehen 2 elektronische Fahrprofile zur Verfügung: der stromsparende Eco-Modus mit stärker ausgeprägter Motorbremswirkung und entsprechender Energierückgewinnung (Rekuperation) sowie der performanceoptimierte Sport-Modus. In der Standardausführung kommt die Panthera mit maximal 18 kW (24,5 PS) auf bis zu 120 km/h. Die Top-Version Performance-Line lupft den Elektromotor auf bis zu 22 kW (30 PS) und die Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 125 km/h. Und einen - langsamen - Rückwärtsgang hat die Panthera ebenfalls.
Eine Verbundkonstruktion aus Aluminiumprofilen und Stahlrohren bildet den Rahmen der Trinity Panthera, die zweiarmige Hinterradschwinge wird aus Aluminium gefertigt. Zumindest teilweise scheint dieses Chassis von der KTM Freeride E-XC übernommen worden zu sein. Dementsprechend fällt die Sitzhöhe aus: 900 Millimeter. Echt Enduro sind die Drahtspeichenräder, grobstollig bereift mit den Formaten 80/100-21 vorn und 110/90-18 hinten.
Akku und Wartung
Leicht zugänglich unter der schmalen Sport-Enduro-Sitzbank befindet sich das von Trinity konfigurierte Akku-Pack. Es besteht aus Akku-Zellen vom großen Hersteller CATL, die sich im Automobilbereich bereits vielfach bewährt haben. In weniger als einer Minute könne der Akku-Pack gewechselt werden. Dabei stehen 3 Ausführungen mit verschiedener Kapazität zur Auswahl: 40 Ah, 50 Ah und 60 Ah. Zwischen 1,5 und 3 Stunden reine Fahrzeit seien möglich, je nach Akku-Version.
Zusätzliche Anmerkung von Trinity und für Offroad-Einsätze relevant: "Da der komplette Antriebsstrang inklusive Akku für extreme Bedingungen konzipiert wurde, stellen sogar Wasserdurchfahrten kein Problem dar." Und: "Der gesamte Antrieb, Motor, Akku und Getriebe sind nahezu wartungsfrei. Lediglich das Getriebeöl sollte alle 2.000 Kilometer gewechselt werden."
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass es die Trinity Panthera optional mit Straßenzulassung und allen dafür erforderlichen Anbauteilen geben soll. Im straßenzulassungstauglichen Trimm legt die Panthera 2,5 Kilogramm an Gewicht zu.
Im Mai 2023 soll jedenfalls die Auslieferung der Trinity Panthera beginnen, ab 6.849 Euro. Laut Trinity kommen für die Panthera ein stärkerer Controller für bis zu 22 kW sowie teils höherwertige Fahrwerkskomponenten zum Einsatz.
Can-Am Origin: Die elektrische Enduro von BRP
Nun hat das Schwergewicht im Bereich der motorisierten Spaß- und Arbeitsgeräte zwei elektrische Motorräder im Portfolio - die Can-Am Pulse und die Can-Am Origin. Während die Pulse ein flacher Roadster und Allrounder ist, bietet die Origin mit Stollenreifen und hochgelegtem Rahmen Enduro-Feeling. Beide eint ein E-Antrieb der Eigenmarke Rotax und der selbst entwickelte Lithium-Ionen-Akku mit 8,9 kWh Maximalkapazität.
Auf dem 10,25 Zoll großen TFT-Monitor findet der Pilot nun digitale Anzeigen für Geschwindigkeit, Fahrmodus, Power und, ganz wichtig, die Restreichweite in Kilometer. Smartphones lassen sich schnell über Bluetooth verbinden. Außerdem wartet das Cockpit der Origin mit Apple CarPlay und einem Touch-Display auf.
In der offenen Version verspricht Can-Am für die Origin eine maximale Leistung von 35kW/48 PS. Praktisch für Piloten mit A2-Lizenz: Can-Am gibt eine Dauer-Nennleistung von 20 kW/27 PS an. Für A1-Piloten und B196-Inhaber stellen die Kanadier eine Variante mit 11 kW/15 PS zur Wahl, was 125 ccm entspricht.
Fahrmodi und Rekuperation
Über eine Taste auf dem Menüfeld am linken Lenkerende wählt der Pilot einen der sechs Fahrmodi. Neben Normal, Regen, Eco und Sport stehen für den Ritt abseits der Straße Offroad und Offroad-Plus zur Verfügung. Wer es darauf ankommen lässt, sogar in 4,1 Sekunden auf 100 km/h - ohne zu schalten und wie am Gummiband gezogen. Bei zu viel Drehmoment der 72 Newtonmeter am Hinterrad regelt die Traktionskontrolle fein ab. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 127 km/h.
Im Alltag spürt man vor allem das Rekuperations-System. Bei vorausschauender Fahrweise kann man den Bremshebel für die Vorderradbremse und die Fußbremse auf der rechten Seite getrost vergessen. Mit leichtem Dreh nach vorne am Gasgriff rekuperiert das Motorrad und bremst stark ab. Zudem produziert es Energie und erhöht die Reichweite.
Can-Am gibt für den WMTC-Zyklus eine Reichweite von bis zu 114 Kilometer und in der Stadt 145 Kilometer an. Wer dennoch häufig auf Autobahnen oder Schnellstraßen unterwegs ist, sollte immer mit vollem Akku starten und sich noch eine feste Windschutzscheibe (198 Euro) montieren.
Technische Daten der Can-Am Origin
Die Origin verfügt über ein eingebautes Ladegerät mit 6,6 kW. Unter recht lauter Kühlluft speichert der Akku dann in rund 1,5 Stunden Energie für die nächsten 110 Kilometer. Nachteil: Die Akkus lassen sich nicht herausnehmen.
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Motor | Flüssigkeitsgekühlter Synchron-Permanentmagnetmotor, Nennleistung 30 kW/41 PS, Spitzenleistung 35 kW/47 PS, 72 Nm Drehmoment |
| Akku | Flüssigkeitsgekühlter Lithium-Ionen-Akku, 8,9 kWh Maximalkapazität, Betriebsspannung 350 V |
| Höchstgeschwindigkeit | 127 km/h |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 4,3 s |
| Reichweite | 130 km im Eco-Modus |
| Gewicht fahrfertig | 187 kg |
| Preis | ab 16.499 Euro |
Das Fahrwerk legt Can-Am komfortabel-sportlich aus. Mit einer Sitzhöhe von 865 Millimetern thront der Pilot angenehm über dem Verkehr, kann sich aber an der Ampel noch mit beiden Füßen am Boden abstützen.
Elektrisch schnell und sauber in die Stadt fahren, klappt mit der Can-Am Origin hervorragend. Die Allzweck-Enduro bereitet auf der Kurzstrecke viel Spaß und fährt sich ausgesprochen agil. Ein gutes Bike für Pendler, die keinen Wert auf eine hohe Reichweite legen.
Stark Varg: Ein neuer Player auf dem Markt
Jetzt betritt mit Stark Future ein neuer Player die Sportenduro-Bühne. Vor rund drei Jahren präsentierte die junge Marke aus Barcelona mit der Varg einen erstaunlichen Elektro-Crosser. Gründer von Stark Future ist der Schwede Anton Wass, der früher mit einer Internet-Plattform für Motocross-Zubehör viel Geld verdient hat.
Der nächste logische Schritt ist daher die Varg EX, die tatsächlich eine Straßenzulassung in der EU besitzt. Optisch wirkt sie absolut gelungen, sie sieht aus wie eine moderne Sportenduro und nicht wie ein aufgemotztes Mountainbike. Sie besticht mit fließenden Linien und einer weit nach vorne gezogenen Sitzbank. Die beiden Kunststoff-Cover imitieren einen Tank, eine Griffmulde unter der Sitzbank zeugt von Praxisnähe. Die Varg EX verfügt über einen Stahlrahmen mit Aluminiumverstärkungen, der die Batterie als tragendes Element einbezieht und sie zeigt eine hübsche Aluminiumschwinge. Allerdings verursachen sie auch eine Sitzhöhe von schwindelerregenden 99 Zentimeter.
Wer jetzt im Hinterkopf das hohe Gewicht von anderen Elektromotorrädern hat, wird von der Varg EX angenehm enttäuscht, der Hersteller gibt 120 kg an, was sich in etwas auf dem Level von vollgetankten Sportenduros mit Hubkolbenmotoren bewegt.
Stark Future belässt die Batteriekapazität bei 7,2 kWh, was zum einen Gewicht spart und zum anderen die Ladezeit selbst an einer 240-Volt-Steckdose in zwei Stunden ermöglicht. Wer es nicht glaubt, für den hat der Hersteller ein Video online gestellt, bei dem ein Amateurfahrer mit Helmkamera nonstop ganze fünf Stunden und eine Minute auf spanischen Pfaden unterwegs ist, bis die Batterie vollkommen leer ist.
Leistung und Besonderheiten
Die Leistungsangabe des Elektromotors ist fast schon abschreckend: 59 kW (80 PS) in der Spitze. Wohlweislich hat Stark Future noch eine etwas zahmere Version mit 44 kW (60 PS) im Angebot, was in etwa der Leistung einer 450er-Sportenduro entspricht. Ein Getriebe hat die Varg EX nicht und daher entfallen auch Schaltung und Kupplung. Dafür kann die Varg Ex etwas, das andere Enduros nicht können: rückwärtsfahren.
Viele pfiffige Details zeugen von der Hingabe der Ingenieure zu ihrem Projekt. Die vorderen Blinker sind in die kleine Frontmaske integriert, im ausgeschalteten Zustand sind sie quasi unsichtbar. Etwas ganz Außergewöhnliches erwartet den Fahrer im Cockpit, denn es besteht aus dem wasserdichten Android-Smartphone Arkenstone mit Touchscreen, sogar die SIM-Karte ist serienmäßig.
Die Varg EX überrascht mit einem Listenpreis von 12.900,-- Euro für die 60-PS-Version, nicht viel mehr als eine 450er-Sportenduro mit Verbrennungsmotor. Die 80-PS-Variante kostet einen Tausender mehr.
KTM Freeride E: Ein Pionier im Elektrobereich
Bereits ab 2014 gab es die erste Elektro-Enduro von KTM, und 2025 folgt die neue Version der Freeride E - als Leichtkraftrad mit Straßenzulassung, frei ab 16 Jahren. Als Leichtkraftrad ("125er") mit Straßenzulassung.
Ausdrücklich mit Straßenzulassung und 11 kW (15 PS) Nennleistung ist die neue KTM Freeride E formal ein Leichtkraftrad der 125er-Kategorie und darf demnach in Europa ab 16 Jahren mit Führerscheinklasse A1 oder mit einer Pkw-Führerscheinerweiterung (in Deutschland B196) gefahren werden. Dazu passt die Werksangabe zur Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h. Dabei darf der von KTM neu entwickelte, flüssigkeitsgekühlte Elektro-Motor kurzzeitig bis zu 19 kW (rund 26 PS) leisten - ohne damit das A1-Limit zu sprengen.
Enduro-adäquat ist der neue E-Motor wasser- und staubdicht, zudem angeblich noch leiser als sein Vorgänger. Drei Fahrmodi ("Eco", "Normal" und "Sport") sowie drei Einstellungen (Aus, Mittel, Hoch) für die Rückgewinnung elektrischer Energie (Rekuperation) stehen zur Auswahl. Ebenfalls einstellbar ist die Schlupfregelung, und ein Kippsensor unterbricht notfalls die Stromzufuhr.
Das 29 Kilogramm schwere Akku-Pack (Typ MX50 mit Lithium-Ionen-Zellen) hat sich laut KTM bei Tests unter extremen Bedingungen bewährt. Es ist "in weniger als 10 Minuten" austauschbar, sodass Fahrer ein zweites Akku-Pack nutzen können, um Nutzungsdauer und Reichweite zu verlängern. Die Akku-Kapazität beträgt 5,5 kWh, was im Vergleich zur Vorgänger-Generation einer Steigerung von 1,5 kWh und 20 % mehr Fahrzeit oder Reichweite entspricht.
2 bis 3 Stunden Enduro-Betrieb sind mit der neuen KTM Freeride E nach Werksangaben drin. Mit dem zugehörigen Ladegerät (660 Watt) dauert das vollständige Aufladen an einer Standard-Steckdose circa 8 Stunden, von 20 bis 80 % dauert es laut KTM circa 4 bis 5 Stunden.
Beim Fahrwerk der neuen KTM Freeride E kommen ebenfalls Upgrades und Updates zum Einsatz. Der Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl-Rohren ist mit der schwerpunktgünstig mittragenden Einheit aus Antrieb und Batterie kombiniert. Upside-down-Telegabel und Federbein, jeweils einstellbar und für circa 250 Millimeter Federweg, stammen von der KTM-Verwandtschaft, von WP.
Extrem sportlich ist allerdings die Sitzhöhe der KTM Freeride E: über 90 Zentimeter. Die Freeride E ist nach wie vor weder mit ABS noch mit CBS ausgerüstet - aber trotzdem straßenzugelassen, da es für Sport-Enduros (Einsitzer mit über 900 Millimeter Sitzhöhe) eine Ausnahmeregelung gibt.
Voraussichtlich ab Dezember 2024 wird die neue KTM Freeride E produziert - in Österreich - und ab Januar 2025 an die Händler ausgeliefert. Den Preis nannte KTM bisher nicht.
Weitere interessante E-Motorräder
Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Hier sind einige weitere interessante Modelle, die in Deutschland aktuell oder demnächst erhältlich sind:
- NIU RQi Sport: Mit einer Reichweite von ca. 115 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 101 km/h (126 km/h im Boost-Modus).
- Wildfire: Die Reichweite beträgt rund 250 Kilometer (nach WMTC).
- Silence S05 Weekender: Mit einem herausnehmbaren 5,6 kWh-Akku und einer Reichweite von deutlich über 100 Kilometern.
- Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1: Leichtkrafträder mit zwei herausnehmbaren Akkupaketen und verschiedenen Fahrmodi.
- Honda EV Fun Concept: Ein seriennahes Konzeptfahrzeug mit einer Reichweite von 100 Kilometern.
- Kymco RevoNex: Ein Elektromotorrad mit 20 kW/27 PS Dauerleistung und 30 KW/40 PS Spitzenleistung.
- Tazzari Lacama: Ein Designerstück mit bis zu 110 kW/150 PS und über 200 Kilometer Reichweite.
- Livewire S2 Del Mar, Alpinista und Mulholland: Drei Varianten mit einem 63 kW/86 PS starken E-Motor und bis zu 122 Kilometer Reichweite.
- Royal Enfield Flying Flea C6: Ein Elektromotorrad mit einem eigenwilligen Stilmix und einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern.
- Zero Motorcycles: Ein US-Pionier mit einer großen Modellvielfalt, von der Reiseenduro DS bis zum Adventure-Bike Zero DSR/X.
Worauf muss man beim Kauf einer Elektro Enduro achten?
Zunächst einmal für was das Fahrzeug geeignet sein soll. Wollt Ihr ausschließlich im Gelände, also offroad fahren oder auch auf öffentlichen Straßen. Für letzteres braucht das Motorrad oder auch Moped bzw. Leichtkraftrad eine Straßenzulassung, eine Versicherung und Ihr den entsprechenden Führerschein.
Auch die Modelle für Erwachsene sind leichter, als sonstige Tourenmaschinen. Die Horwin wiegt zum Beispiel nur ca. 120 Kg. Die Sitzhöhe von Geländemaschinen ist grundsätzlich wegen der längeren Federbeinen höher als bei Tourenmotorrädern oder den E Choppern. Das solltet Ihr nicht unterschätzen.
Braucht man einen Mopedführerschein, A1 oder B Führerschein. Ein weiterer Parameter ist die Motorleistung des Elektromotors. Diese ergibt aus der maximalen Leistung und Drehmoment in der Beschleunigung.
Und wenn man seinen elektrischen Fahrspaß hat, dann ist dieser eben auch nicht so teuer und klimaschädlich wie bei einem Verbrennungsmotor.
Die Lithium Ionen Akkus werden bei manchen Modellen fest verbaut und sind bei anderen herausnehmbar. Letztere Wechselakkuss lassen sich eventuell einfacher aufladen. Es gibt Modelle wie das der Tinbot Enduro, die sogar Platz für einen zweiten Akku bieten, um die Reichweite zu erhöhen.
Die Kraftübertragung bei einem Elektro Motorrad erfolgt kupplungsfrei. Der Fahrer legt keinen Gang ein und schaltet das Getriebe sondern betätigt den Gasgriff in der Art einer Motorautomatik. Dabei schaltet die Leistung in mehreren Stufen hoch.
Gute Enduros sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, die meist hydraulisch gesteuert werden. Ein Mehr-Phasen-Controller mit regenerativem Bremssystem unterstützt die Bremsanlage.
Die meisten Elektroenduros und besonders Cross Motorräder sind nur für eine Person zugelassen. Die KTM Freeride oder die Husquarna darf nur mit einer Person fahren und die Horwin Ranger oder die Tinbot Enduro ist auch für Beifahrer zugelassen. Entsprechend sind diese Fahrzeuge auch für das entsprechende Gesamtgewicht zugelassen und mit Fußrasten für Beifahrer ausgestattet.
Für die 125er Klasse darf eine Elektroenduro nicht mehr als 11 Kw Motorleistung bzw. eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Km/h haben.
Elektromotorräder bzw. Elektro Enduros werden neuerdings über die Treibhausgasquote gefördert. Es gibt vom Karaftfahrtbundesamt, also vom Staat eine Förderprämie von ca. 350,- Euro zum Kauf dazu.
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