Elektro-Motorrad in Spanien kaufen: Ein umfassender Überblick

Elektromotorräder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, und der spanische Markt bietet eine Vielzahl von Optionen für Interessenten. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die verfügbaren Modelle, Hersteller und wichtige Aspekte beim Kauf eines Elektro-Motorrads in Spanien.

Spanische Hersteller und Modelle

Silence, eine spanische Marke, die bereits in der E-Roller-Szene aktiv ist, erweitert ihre Modellpalette um ein Leichtkraftrad. Der S05 Weekender mit 15 PS (11kW) Spitzenleistung soll dabei gar nicht mal so teuer sein. Silence selbst mischt mit den Modellen S01 und S02 bereits seit einigen Jahren in der E-Roller-Szene mit. Kürzlich kam noch das Leichtauto S04 L7e hinzu.

Silence bietet zudem auch eine günstigere, aber zugleich langsamere Basisversion mit einer auf 100 Stundenkilometer begrenzten Höchstgeschwindigkeit an. So oder so könnte sich das elektrische Motorrad bestens für Pendler eignen, bietet sich aber auch für Fahrten in der Freizeit an. Geländegängig ist das Motorrad zwar nicht, es soll aber auch Fahrten auf leichten Trails schaffen.

Ein weiteres Beispiel ist die junge Marke OX Motorcycles aus Spanien, die ein schickes Elektro-Motorrad im Retro-Stil anbietet. Die OX One wurde "erschaffen für die Stadt der Zukunft", wie das junge Unternehmen aus Bilbao ihr erstes Elektromotorrad bewirbt. Das Design entsteht aus einer Verbindung von Retro-Elementen und glatten Flächen.

Silence S05 Weekender

Der S05 soll in zwei Leistungsstufen zu haben sein. Zu der auf 100 km/h Höchstgeschwindigkeit begrenzten Basis-Variante soll es eine 120 km/h-Version geben, die dann wohl etwas teurer wird. Wie in der 125er-Klasse vorgeschrieben, wird auch die S05 über eine ABS-Bremsregelung am Vorderrad verfügen. Andere Silence-Modelle sind mit einem Kombibremssystem (CBS) ausgestattet, Rückwärtsgang, verfügen über die Fahrmodi Eco, City und Sport und lassen sich via App mit dem Smartphone koppeln. Die S05 hat derweil schon mal einen 7-Zoll großen Touchscreen und ein Helmfach in der Tankattrappe.

Die 3.500,- Euro Basispreis sind zunächst recht günstig. Nicht enthalten in diesem Preis ist allerdings der Akku. Der wird in einer Art Abonnement vermietet und je nach Nutzung entsprechend berechnet. Bislang stehen die exakten Preise sowie die Verfügbarkeit noch aus.

OX One von OX Motorcycles

Die One bietet die Fahrleistungen einer 125er mit Verbrennungsmotor und hält auch etwa deren Preisniveau, möchte aber als urban Vehicle verstanden werden. Ein großer Rundscheinwerfer mit LED-Licht prägt die Front, die Linie der etwas eckigen Tankattrappe geht fließend in die Sitzbank im Stil der 70er über. Dank eines breiten und relativ hoch gekröpften Lenkers hockt der Fahrer angenehm aufrecht auf dem E-Bike. Als nettes Feature gibt es kleine Lenkerenden-Spiegel, die perfekt zum coolen Auftritt passen.

In dem großen, schwarzen Kasten befinden sich zwei 72-Volt-Akkus mit 20 Ah. Daraus errechnet sich zwar eine Kapazität von rund 1,44 kWh, allerdings macht OX Motorcycles keine Angaben zum nutzbaren Hub. Die beiden je 14 Kilogramm schweren Akkus lassen sich herausnehmen. Sind beide Batterien voll, soll die OX One hundert Kilometer schaffen. Dennoch wollen die Entwickler den Fahrspaß nicht zu kurz kommen lassen und setzen die Höchstgeschwindigkeit auf immerhin 110 km/h fest.

Die One verfügt über drei Fahrmodi, um den Stromverbrauch regulieren zu können. Außerdem kann ein zweites Display geordert werden, das auf den Lenker montiert wird und sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet. So kann es Karten-Navigation anzeigen und bei einem Unfall einen Notruf absetzen.

Weitere Hersteller und Modelle auf dem Markt

Neben den spanischen Herstellern gibt es eine Vielzahl internationaler Marken, die auf dem spanischen Markt vertreten sind. Dazu gehören:

  • BMW (Deutschland)
  • Electric Motion (Frankreich)
  • Energica (Italien)
  • CAKE (Schweden)
  • KTM (Österreich)
  • Zero Motorcycles (USA)
  • Lightning Motorcycle (USA)
  • Harley-Davidson (USA)
  • Evoke Motorcycles (China)
  • Super Soco (China)
  • Kawasaki (Japan)

Empfehlenswerte Modelle im Jahr 2024

Die Auswahl an Elektromotorrädern ist vielfältig. Hier sind einige empfehlenswerte Modelle im Jahr 2024:

  • Kawasaki Ninja e-1 / Z e-1: 9 kW Leistung, Höchstgeschwindigkeit von 99 km/h, Reichweite von 72 Kilometern.
  • Bravo GLS: Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, Reichweite von 100 km, Ladezeit von fünf Stunden.
  • Experia: Allrounder mit 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und 256 km Reichweite.
  • Cake Kalk INK: Energieeffizientes Motorrad mit bis zu drei Stunden Fahrzeit im Gelände.
  • KTM FREERIDE E-XC 2023: Leistungsstarkes Dirtbike mit erstklassigen Offroad-Fähigkeiten.
  • BMW CE 04: Zuverlässiges Motorrad mit 129 km Reichweite und 121 km/h Höchstgeschwindigkeit.
  • Zero FX: Dirt Bike mit 111 km Reichweite und 137 km/h Höchstgeschwindigkeit.
  • Evoke 6061: Hohe Geschwindigkeiten und Reichweite, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und einer Reichweite von 470 km.
  • LiveWire S2 Del Mar: Reichweite von 177 km und ein elegantes Design.

Vor- und Nachteile von Elektro-Motorrädern

Elektromotorräder bieten zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Motorrädern mit Verbrennungsmotor:

  • Umweltfreundlichkeit: Keine Emissionen während der Fahrt.
  • Geringerer Wartungsaufwand: Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Verschleiß.
  • Niedrigere Betriebskosten: Strom ist in der Regel günstiger als Benzin.
  • Leises Fahrerlebnis: Angenehmes und ruhiges Fahrgefühl.
  • Schnellere Beschleunigung: Sofortiges Drehmoment sorgt für zügige Beschleunigung.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile:

  • Begrenzte Reichweite: Im Vergleich zu Benzinmotorrädern ist die Reichweite oft geringer.
  • Längere Ladezeiten: Das Aufladen kann länger dauern als das Tanken.
  • Höherer Anschaffungspreis: Elektromotorräder sind in der Regel teurer in der Anschaffung.

Ubet Ego und Lora: Innovative Modelle aus Spanien

Die spanische Marke Urbet erweitert ihr Portfolio mit innovativen Elektromotorrädern. Bisher waren Elektromotorräder oder Kleinkrafträder von Urbet recht klassisch mit einfachen Radnabenmotoren gebaut und adressierten vor allem den urbanen Verkehr. Mit der Lora erweitern die Spanier ihr Portfolio um ein "echtes" Motorrad.

Ubet Ego

Die Ubet Ego präsentiert sich als ungewöhnliche Mischung aus Vespa und futuristischem Design. Der 3 kW starke Elektromotor sitzt als Nabenmotor im Hinterrad. Die maximale Reichweite gibt Ubet mit 120 Kilometer an, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 90 km/h liegen. Die Ladezeit für die Batterie wird mit sieben Stunden angegeben.

Urbet Lora

Auffälligster Unterschied zu den bisherigen Modellen: der Antrieb der Lora mit einem Mittelmotor, der per Zahnriemen das Hinterrad antreibt. Seine Energie zieht er aus einem großen Akkublock, der weit vorn in einem Rohrrahmen hängt und wohl eine tragende Funktion hat. Die Lora hat eine Nennleistung von 5 Kilowatt und eine Spitzenleistung von 11 Kilowatt. Urbet nennt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und bis zu 180 Kilometer Reichweite im Eco-Modus. Die Lora soll 8.000 Euro in Spanien kosten.

Urbet Lora S

Wer mehr Leistung und mehr Akku möchte, für den ist die Lora S eine Option. Der Motor leistet maximal 19 Kilowatt und wäre damit trotzdem per A1 oder B196 fahrbar, da er eine Dauerleistung von nur 8 Kilowatt hat. 150 km/h soll die packen, was zur Maximalleistung von 25 PS passt. Die S kann optional mit zwei Akkus ausgerüstet werde, was die Reichweite laut Urbet verdoppelt. Der Aufpreis für die S beträgt 3.500 Euro.

RGNT TURBO: Retro-Design trifft auf moderne Technologie

Der RGNT TURBO ist eine perfekte Symbiose aus nostalgischem Retro-Design und modernster Technologie. Mit seinen einzigartigen Farbvarianten Purple Rain und Thunder Black zieht der RGNT TURBO sofort alle Blicke auf sich. Mit einer beeindruckenden Turbo-Power von 46 kW können Sie in nur 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die maximale Reichweite von bis zu 150 km ermöglicht es Ihnen, auch längere Strecken ohne Sorgen zurückzulegen. Ein weiterer Vorteil: Die Ladezeit von lediglich 1,5 Stunden für eine Ladung zwischen 20 und 80 % sorgt dafür, dass Sie schnell wieder einsatzbereit sind - ideal für spontane Ausflüge oder den täglichen Weg zur Arbeit.

Vergleich von Elektromotorrädern: Technische Daten

Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, hier eine Tabelle mit den technischen Daten einiger ausgewählter Elektromotorräder:

Modell Höchstgeschwindigkeit Reichweite Motorleistung
Kawasaki Ninja e-1 99 km/h 72 km 9 kW
Bravo GLS 120 km/h 100 km N/A
Experia 180 km/h 256 km N/A
BMW CE 04 121 km/h 129 km N/A
Evoke 6061 230 km/h 470 km 120 kW

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