Elektro-Motorrad Modelle: Eine Übersicht

Elektrische Motorräder sind leistungsstark und mit Motoren von bis zu 7000 Watt ausgestattet. Die Beschleunigung auf bis zu 120 m/h wird Dich beflügeln, denn die Leistung der Elektro-Motorräder ist fenomenal. Technisch auf dem neuesten Stand und kostengünstig, sowie wartungsarm, dies sind nur einige der vielen Vorteile der Elektromotorräder.

Bis zu 180 km Reichweite leisten die Batterien der Elektro-Motorräder und mit herausnehmbaren Lithium Batterien, welche während einem Stopp´s innerhalb weniger Stunden wieder aufgeladen werden können, kann die Reichweite nochmals erweitert werden. Ein weitere Möglichkeit ist das Mitführen eines Wechselakku´s oder Zweitakku´s, welcher unterwegs, im Austausch mit dem vorhandenen Akku, einfach in dein Elektromotorrad eingesetzt werden kann. Damit ist eine Verdopplung der ursprünglichen Reichweite des Elektro-Rollers bzw. Elektro-Motorrades möglich.

Steige um auf Elektromobilität in Form eines Elektro-Motorrades und erlebe, genauso wie mit einer Benzin-Maschine, Motorradfeeling der neuesten Generation - nur leise, günstiger und wartungsarm.

Welche Marken stellen Elektro-Motorräder her?

Die Marken, die heutzutage Elektromotorräder herstellen, werden immer zahlreicher, sodass potenzielle Kunden auf dem Markt leicht den Überblick verlieren können. In Europa gehören neben dem deutschen Hersteller BMW auch eBroh aus Spanien, Electric Motion aus Frankreich, Energica aus Italien, CAKE aus Schweden und KTM aus Österreich zu den bekanntesten und meistverkauften Herstellern von E-Motorrädern.

Aus Nordamerika sind mit Zero Motocycles und Lightning Motorcycle zwei prominente Marken vertreten, ebenso wie die weltberühmte Marke Harley-Davidson, die das Livewire herstellt. Alle drei Unternehmen stammen aus den Vereinigten Staaten. Ein viertes erwähnenswertes nordamerikanisches Unternehmen ist Damon Motorcycles aus Kanada, das jedoch weniger bekannt ist als die ersten drei.

In Asien führt Evoke Motorcycles aus China die Liste der großen Anbieter an. Kleinere, aber bemerkenswerte Unternehmen sind Terra Motors Corporation aus Japan sowie Alrendo Motorcycles und Super Soco aus China. Seit 2023 mischt auch der japanische Gigant Kawasaki mit neuen Elektro-Modellen den Markt auf und bietet spannende Alternativen.

Welche Modelle sind im Jahr 2024 empfehlenswert?

Alle oben genannten Marken bieten eine Reihe von Elektromotorrädern mit unterschiedlichen Stilen, Leistungsniveaus und Preisklassen an, um eine Vielzahl von Bedürfnissen und Vorlieben zu erfüllen.

Kawasaki Ninja e-1 / Z e-1

Die bahnbrechenden Elektromotorräder Z e-1 und Ninja e-1 von Kawasaki sind seit Oktober 2023 auch in Europa und Deutschland erhältlich. Mit beeindruckenden 9 kW (12 PS) Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 99 km/h bieten sie ein aufregendes Fahrerlebnis. Trotz der bescheidenen Reichweite von 72 Kilometern nach WMTC-Norm zeichnen sich diese Modelle durch ihre praktischen, leichten und entnehmbaren Akku-Packs aus, die nur 23 kg wiegen. Das geringe Gesamtgewicht von 135 kg (Z e-1) bzw. 140 kg (Ninja e-1) macht sie handlich, die Preise liegen bei 8.485 bzw.

Alrendo TS Bravo

Hervorzuheben beim Bravo GLS ist die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, die Reichweite von 100 km und die Ladezeit von fünf Stunden. Das Modell ist mit einer Lithium 100Ah 72V Batterie ausgestattet, hat ein ansprechendes Design und eine gute Fahrdynamik.

Cake Kalk INK

Das Cake Kalk INK ist ein preislich attraktives Motorrad mit einem bescheidenen Motor (11 kW), der es zu einem energieeffizienten Reisepartner macht. Die Reichweite wird mit bis zu drei Stunden Fahrzeit auf schwierigem Terrain angegeben, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwas über 90 km/h.

KTM FREERIDE E-XC 2023

Die KTM FREERIDE E-XC 2023 setzt neue Maßstäbe im Bereich der Elektromotorräder mit ihrem leistungsstarken 18-kW-Synchronmotor und einem fortschrittlichen Fahrwerk, das erstklassige Offroad-Fähigkeiten garantiert. Diese Version des beliebten Dirtbikes ist mit einer schnell wechselbaren 3,9-kWh-Traktionsbatterie und erstklassigen WP XPLOR-Komponenten ausgestattet, was ein besonders dynamisches und wendiges Fahrerlebnis ermöglicht.

BMW CE 04

BMW baut zuverlässige Motorräder, und die elektrische BMW CE 04 ist da keine Ausnahme. Eine Reichweite von 129 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 121 km/h sind nicht außergewöhnlich, aber das Motorrad ist mit einem Preis von unter 12.000 Euro attraktiv und zudem zuverlässig.

Zero FX

Für Liebhaber von Dirt Bikes ist dies ein Modell, welches man sich ansehen sollte. Eine Reichweite von 111 Kilometern mit einer Akkuladung, eine Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h und gute Fahreigenschaften im Gelände machen die Zero FX zu einem lohnenden Elektromotorrad.

LiveWire S2 Del Mar

Mit einer Reichweite von 177 km und einem 60-kW-Motor liegt die LiveWire S2 Del Mar im Mittelfeld der Elektromotorräder, was die technischen Daten angeht. Das schöne Design des Motorrads macht dies jedoch mehr als wieder gut. Eleganter als dieses Modell von Harley-Davidson geht es kaum, wenn es um E-Motoren geht.

Evoke 6061

Die Vorteile des Evoke 6061 sind seine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h, eine Reichweite von 470 km und eine Motorleistung von 120 kW. Das Modell braucht nur 15 Minuten, um bis zu 80 % aufgeladen zu sein, eine beeindruckende Leistung.

Elektromotorräder 2025: Die 5 coolsten Modelle

Während auf dem Automobilmarkt die batterieelektrischen Modelle bereits knapp 20 Prozent aller Neuzulassungen ausmachen, liegen die Zulassungszahlen für Motorräder mit Akku und Elektroantrieb noch im einstelligen Bereich. Dennoch wächst das Angebot an E-Maschinen, und mit ihm vermutlich in Zukunft auch das Interesse der Biker. Denn ähnlich wie für Elektro-Autos gilt auch für elektrische Zweiräder, dass sie ein völlig neues, extrem sportliches und intensives Fahrerlebnis vermitteln.

5: Royal Enfield Flying Flea C6

Royal Enfield, gegründet 1893 in England, seit 1995 ein indisches Unternehmen - ist die älteste noch produzierende Motorradmarke der Welt. Für die Zukunft hat die Firma aus Chennai jetzt die Marke Flying Flea gegründet, die sich um Elektromobilität kümmern soll. Der Name Flying Flea geht zurück auf die Royal Enfield Flying Flea, ein kleines, leichtes Motorrad aus den Vierzigerjahren. Die neue Flying Flea soll ab 2026 mit Elektroantrieb und retro-futuristischem Design auf den Markt kommen. Details zu den Leistungs- und Fahrdaten gibt es bislang kaum. Den Antrieb wird vermutlich eine E-Maschine mit 11 kW Leistung übernehmen, ein Zahnriemen wird die Power ans Hinterrad übertragen. Dazu kommen schmale 19-Zoll-Räder, die gut zum insgesamt schlanken, sportlichen Erscheinungsbild passen. Der Preis?

5 E-Motorräder im Vergleich

In den vergangenen 12 Monaten fuhr ich viele aktuelle Modelle unterschiedlicher Hersteller, Leistungs- und Preisklassen, und das sind meine Top 5, die ich heute schon kaufen würde. Nicht primär wegen der klimafreundlichen Mobilität, sondern weil elektrisches Zweiradeln so herrlich einfach und entspannt ist.

Platz 5: Ottobike Ovao MCR-SE

Ein kleiner Café Racer mit 14-Zoll-Bereifung, Elektro-Turbo, toller Ausstattung und echt steiler Optik. Knapp 30 PS mit Turboknopf leistet der Mittelmotor, hinzu kommt - großer Pluspunkt für mich - ein sauberer, leiser Zahnriemen. Zudem ist die Ovao Ladesäulen-fähig und hat ein großes Gepäckfach im "Tank". Cooler wuseliger Stadtflitzer, der allerdings mit Turbo 148 km/h schnell wird und diese Höchstgeschwindigkeit erstaunlich flott erreicht. Die MCR würde ich kaufen. Einfach wegen der außergewöhnlichen Optik und Technik. Aber: Bei knapp 16.000 Euro Preis finde ich einige Schwächen in der Verarbeitung, wenn ich genauer hinschaue. Beispielsweise enorme Gewindeüberstände an Chassisschrauben. Trotzdem: cooles Teil.

Platz 4: Alrendo TS Bravo

Ich glaube, mehr E-Motorrad kann derzeit für knapp 12.000 Euro kaum einer kaufen. Läuft mit 11 Kilowatt Dauerleistung als "125er", also A1 oder B196-Schein-geeignet. Leistet 27 PS Spitzenleistung und 54 Nm. Üppiger Platz für 2 Personen, 260 Kilo Zuladung, 120-180-Bereifung, Typ-2-Lader mit schwachen 3,6 kW Leistung und ein riesiger Akku mit 17,4 kWh brutto. Ich bin den Schlitten gefahren, der Antrieb ist echt gut, kräftig, leise, ruckfrei, verbraucht wenig. 395 Kilometer Reichweite gibt Alrendo an. Vielleicht bei 50 km/h. Real sind es immer noch deutlich über 200 Kilometer, da bin ich mir sicher. Noch nicht ganz so prall sind die Anbauteile und die Oberflächengüte, aber der Hersteller hat Besserung versprochen. Trotzdem: für die Kohle ein gutes Elektromotorrad.

Platz 3: Zero DSR/X

Ich fuhr das neue Top-Modell der Kalifornier bereits 2022, und ich bin immer noch beeindruckt. Unter anderem von den 225 Nm Drehmoment. Schon schick, wenn man im Stand erst den Reifen sich in den Asphalt krallen hört und die Kiste so unvermittelt nach vorn springt. Ein Riesenspaß. Doch um einiges eindrucksvoller war die Offroad-Performance. Und hier kommen wir zum Thema vom Anfang: einfaches Fahren. Selbst mit leichter Straßenstolle arbeitet die Zero sich mit wenig konstantem "Gas" durch weichen Untergrund und wühlt sich locker die meisten Rampen hoch. Ohne schleifende Kupplung und stabilisierendes Mitbremsen hinten. Extrem gut. Gefühlt hat die DSR/X aktuell das beste Softwarepaket der E-Motorräder, mit üppigen Fahrmodi, Kurven-ABS und so weiter von Bosch. Hinzu kommt ein recht großer Akku mit 17,4 kWh, der für gute 200 Kilometer Landstraße taugt. Die Ladeleistung, also die Ladezeit, ist an der Schmerzgrenze, da die Zero DSR X mit 27.000 Euro schon einiges kostet.

Platz 2: Zero S 11 kW

Noch eine Zero: die S, also das Einsteiger-Bike. Die gibt es sogar als 11-kW-Version, also für A1 und B196-Inhaber. Mit 14,4 kWh ein für ein vergleichsweise kleines Motorrad großer Akku, nur 185 Kilo Gesamtgewicht, maximal 69 PS, 109 Nm Drehmoment und um die 140 km/h schnell. Das Teil macht Spaß. Das einfach ausgestattete Fahrwerk ist passabel abgestimmt. Per App einstellbarer Fahrmodus. Reale Reichweite flott auf der Landstraße so 130 Kilometer, zum Pendeln oder zum Cityhopping super. Für mehr ein bissl mager, weil die Ladeleistung mit optionalen und maximalen 7,3 kW für einen Pendler zwar super ist, für ein Freizeit-Krad eher wenig. Sie hätte es fast auf Platz 1 geschafft, weil der Antrieb gut ist, jedoch in meiner Traumkonfiguration mit 22.000 Euro sehr, sehr teuer. Für eine "125er".

Platz 1: BMW CE 04

Ein Roller, ja, is' so. Zum Pendeln gut. Echt guter Antrieb, leise, super Ausstattung, passable Ladezeit, Hammerbremse, gutes Fahrwerk. Gute 90 Kilometer mit einer Ladung im Attacke-Modus - und das kann der CE 04 - sind drin, normales Landstraßen-Tempo sind 120 Kilometer sicher machbar. Typ-2-Stecker, mit 6,9 kW Leistung, reicht für eine Ladezeit knapp über einer Stunde. Etwas mehr Wind- und Wetterschutz, ein bisserl bequemer und vielleicht noch 50 Kilometer mehr Reichweite wäre schön, ebenso ein Segelmodus, also ohne Rekuperation im Schiebebetrieb. Sieggarant: Volle-Hütte-Ausstattung, Griffheizung, Sitzheizung, Connectivity, Schnelllader.

Die 1000PS Top Awards für Elektromotorräder 2024

Die Auswahl der besten Motorräder bei den 1000PS Top Awards erfolgt durch eine Jury aus erfahrenen Testern, die alle Modelle des Jahres 2024 bewerten. Dabei geht es nicht nur um Neuerscheinungen, sondern um alle Modelle, die aktuell erhältlich sind. Jeder Tester erstellt unabhängig seine persönliche Rangliste der besten Motorräder, wobei nicht gewählte Modelle automatisch den letzten Platz belegen. Da nicht alle Tester in jeder Motorradkategorie versiert sind, konnten sie bestimmte Segmente auslassen. Diese methodische Vielfalt sorgt dafür, dass die finalen Platzierungen ein breites und faires Bild der Marktqualität widerspiegeln.

Wo war es knapp?

Die Auswertung der Rankings zeigt einige interessante Details. So konnte der alteingesessene E-Hersteller Zero nicht nur mit dem Modell SR/S den Sieg nach Hause fahren, sondern auch noch zwei weitere Modelle in den Top 10 platzieren. Mit dem BMW CE 04 schafft es nur ein ein Roller unter die ersten 10, das allerdings überraschenderweise sogar auf Rang 2. Den teilt er sich mit der für 2024 neu auf den Markt gekommenen LiveWire S2 Del Mar, deren große Schwester den vierten Rang belegt.

LiveWire S2 Del Mar

Die LiveWire S2 Del Mar punktet vor allem durch ihr modernes Design und die kraftvolle Performance und schafft es so ex-aeqou auf Rang 2. Das Motorrad bietet eine maximale Reichweite von etwa 160 km und beschleunigt in unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Besonders positiv bewerteten die Tester die exzellente Verarbeitung und das futuristische Dashboard. Allerdings wurde der vergleichsweise hohe Preis und die eher begrenzte Reichweite bei schneller Fahrt als Schwäche gesehen.

BMW CE 04

Der BMW CE 04 hebt sich durch sein urbanes Design und seine innovative Technologie ab und teilt sich den 2. Platz. Mit einer Reichweite von rund 130 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ist er ideal für den Stadtverkehr konzipiert. Tester lobten insbesondere das futuristische Erscheinungsbild und die umfangreiche Ausstattung, die auch Sicherheitsfeatures wie ABS und Traktionskontrolle umfasst. Kritik gab es jedoch für die begrenzte Reichweite und die Tatsache, dass das Modell trotz des hohen Preises keinen Tempomat bietet.

Zero SR/S

Das Zero SR/S setzt sich an die Spitze der Rangliste. Mit einer Reichweite von bis zu 320 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bietet sie am Papier beeindruckende technische Daten, die in der Elektromotorrad-Welt herausragen. Die Tester waren begeistert von der Kombination aus starker Beschleunigung und angenehmer Fahrposition. Auch das voll einstellbare Fahrwerk und die umfangreiche Konnektivität wurden positiv hervorgehoben. Negativ wurden der hohe Anschaffungspreis und das vergleichsweise hohe Gewicht erwähnt, zwei Punkte mit denen so gut wie alle Elektromotorräder zu kämpfen haben.

Elektromotorrad - das bedeutet nachhaltige Freiheit auf zwei Rädern

Als emissionsfreie Alternative zu Verbrennungsmotoren schließt es eine der letzten Lücken der Elektromobilität. Elektroautos sind auf deutschen Straßen mittlerweile Alltag. 524.219 neu zugelassene E-Autos gab es 2023 in Deutschland - 11,4 Prozent mehr als 2022. Während große Autohersteller sich mit Elektroauto-Reihen überbieten, ist die Begeisterung für E-Motorräder aktuell noch überschaubar: Von den 223.889 Motorrädern, die 2022 in Deutschland zugelassen wurden, waren gerade einmal 9.445 Elektromotorräder.

Die wichtigste Frage: Was kostet ein E-Motorrad mit Straßenzulassung?

Das begrenzte E-Motorrad-Sortiment sorgt leider dafür, dass Top-Modelle zwischen 25.000 und 55.000 Euro kosten. Damit sind sie oft teurer als herkömmliche Motorräder. Der eigentliche Preisvorteil liegt in den Unterhaltskosten. Langfristig bedeuten E-Motorräder weniger Wartungskosten. Zudem gilt für Elektrofahrzeuge mit Erstzulassung bis zum 31.12.2025 weiterhin eine komplette Kfz-Steuerbefreiung, die noch bis zum 31.12.2030 in Anspruch genommen werden kann. Danach zahlen Sie nur 50 Prozent der Kraftfahrzeugsteuer.

Leistung und Reichweite

Bei Maschinen mit Verbrennungsmotor wird in aller Regel erst auf den Hubraum geschaut, wenn es um das Thema Leistung geht. Das fällt beim E-Motorrad weg. Stattdessen wird direkt von Kilowatt (kW) gesprochen. Dabei entspricht 1 kW knapp 1,4 PS. Die beliebten E-Leichtkrafträder, die der 125 ccm Klasse bei den Verbrennern entsprechen, bringen zum Beispiel eine Nenndauerleistung von 11 kW/15 PS.

Was Motorradfans meist abschreckt, ist die Reichweite der E-Motorräder. Aktuell liegt sie im Durchschnitt unter der von Benzinmotoren. So schaffen City-Modelle mit kleinen Batterien zwischen 70 und 100 Kilometer, Top-Modelle bereits über 300 Kilometer. Voll aufgeladen sind E-Motorräder also fürs Stadtleben, Kurzstrecken oder Kurzausflüge praktisch. Für Überlandtouren sollten Sie jedoch Ladepausen einplanen. Wie lang eine Ladung hält, hängt von Fahrverhalten, Gewicht und Batterietyp ab. Sparsames Fahren ermöglicht bei absoluten Top-Modellen mit entsprechend großen Akkus eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Dabei spielen jedoch auch die Verkehrssituation, das Gelände und die Geschwindigkeit eine Rolle. Bei hohen Geschwindigkeiten zum Beispiel auf der Autobahn kann sich diese Reichweite schnell auf 100 bis 150 Kilometer reduzieren.

Laden

Wie bei E-Autos laden Sie Ihr Elektro-Motorrad an privaten oder öffentlichen Ladestationen, E-Leichtkrafträder oder Roller können zudem auch über Haushaltssteckdosen geladen werden. E-Motorräder sind in der Regel mit Typ-2-Ladestationen kompatibel. Zum Teil gibt es allerdings auch Modelle mit integrierter Schnellladetechnologie auf Basis des CCS-Standards. Das erste E-Motorrad mit dieser Technologie war die italienische Maschine Energica EVA, die wir Ihnen im Folgenden noch ausführlicher vorstellen.

Das Aufladen selbst dauert etwa 45 Minuten mit Schnellladefunktion bzw.

Führerschein

Natürlich erfordern auch E-Motorräder einen Führerschein. Max. Max. Seit 1.1.2020 können Sie mit der Führerscheinklasse B (Schlüsselzahl 196) A1-Motorräder fahren. Das gilt nicht nur für herkömmliche Leichtkrafträder, sondern auch für ein E-Motorrad 125 - also E-Motorräder oder E-Roller mit maximal 11 kW Nenndauerleistung, die 125 ccm Hubraum entsprechen. Eine spezielle Umschulung ist nicht erforderlich.

Ausgewählte E-Motorrad Modelle und ihre Eigenschaften

Modell Hersteller Leistung (kW) Höchstgeschwindigkeit (km/h) Reichweite (km)
Ninja e-1 Kawasaki 9 99 72
TS Bravo Alrendo - 120 100
Kalk INK CAKE 11 90+ bis zu 3 Stunden Fahrzeit
FREERIDE E-XC 2023 KTM 18 - -
CE 04 BMW - 121 129
FX Zero - 137 111
S2 Del Mar LiveWire 60 - 177
6061 Evoke 120 230 470
Origin Can-Am 35 (47 PS) 129 115
Wildfire Blacktea 11 (Dauerleistung), 34 (Spitze) 130 250
Lacama Italian Volt bis zu 110 (150 PS) 230 257

Hinweis: Die Angaben zur Reichweite können je nach Fahrweise und Bedingungen variieren.

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