Mountainbike-Test: Die besten Modelle bis 4000 Euro

Mit dem letzten Licht über alpine Trails surfen, den Blick auf sonnenumspielte Gipfel gerichtet. In den Ohren nur der Fahrtwind und das Poltern der Reifen auf blankem Fels. Endorphine fluten die Blutbahn. Diese Bilder flimmern mir durch den Kopf, wenn von All Mountains die Rede ist.

All-Mountain-MTBs: Bikes für 3500-5000 Euro im Test

In unsere Regenjacken geknüllt laden wir die ersten Bikes aus dem Transporter, stimmen die Fahrwerke ab und befüllen alle Reifen auf die Nachkommastelle genau mit demselben Luftdruck. Sechs der insgesamt sieben All Mountains liegen im Preisbereich zwischen 3999 Euro und 4999 Euro, wobei das Cube die untere und das Scott die obere Grenze der Preisspanne markiert. Das Marin Rift Zone liegt mit 3499 Euro deutlich unter dem Preisniveau und tritt deshalb außer Konkurrenz an.

Gewicht und Uphill-Performance

Kurz nach den letzten Pumpenhüben biegen wir unter letzten Regentropfen in den Uphillflow-Trail ein. Es dauert keine fünf Minuten, da schälen wir uns schweißgebadet aus unseren Regenjacken. Das wundert kaum, denn Rekordgewichte sucht man im mittleren Preissegment der All-Mountain-Kategorie vergeblich. Im Schnitt wiegen unsere Kandidaten 15,1 Kilo. Das kann bergauf durchaus Schweißausbrüche verursachen - auch bereits nach fünf Minuten. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob All Mountains überhaupt die richtigen Begleiter für tretlastige Alpen-Touren sind. Bieten schlankere Trailbikes vielleicht das bessere Allround-Paket? Oder wiegen die Bikes schon so viel, dass man auch gleich ein abfahrtsstärkeres Enduro gen Gipfel schleifen kann?

Zum Vergleich: Die Trailbikes aus demselben Preissegment bis 5000 Euro wogen im Schnitt 14,1 Kilo. Wer es sich fahrtechnisch leisten kann, etwas Souveränität bergab zu opfern, der findet unter den Trailbikes deutlich tretfreudigere Touren-Begleiter. Enduros derselben Preisklasse landeten in vergangenen Test bei rund 15,5 Kilo.

Demnach ermöglichen YT und Specialized mit deutlich unter 15 Kilo Gesamtgewicht vergleichsweise entspannte Anstiege. Radon und Cube landen ebenfalls noch unter der 15-Kilo-Marke und schaffen damit klare Grenzen zu den anderen Kategorien. Der Rest der Testgruppe spielt gewichtstechnisch in der Enduro-Liga, wobei uns das Focus Jam mit seinen 15,9 Kilo bergauf am stärksten ins Schwitzen bringt.

Ausstattung und Rahmenmaterial

Dass die Ergebnisse an der Waage so unterschiedlich ausfallen, liegt vor allem daran, dass sich die Industrie uneins darüber ist, wie ein All Mountain für 3500 bis 5000 Euro ausgestattet sein sollte. Traditionell bestücken die Direktversender ihre Bikes mit Teilen der Premiumklasse und investieren viel in Carbon. An den Fox-Fahrwerken von YT und Radon schimmert sogar die goldene Kashima-Beschichtung - das Zeichen für höchste Güte. Die Fox 36 in der Performance-Elite-Ausführung am Cube verzichtet zwar auf die edle Beschichtung, verfügt aber ebenfalls über die Grip2-Kartusche mit vierfach verstellbarer Dämpfungseinheit. Scott, Specialized, Marin und Focus kommen ohne Highend-Fahrwerke und spezifizieren Mittelklasse-Parts von Fox und Marzocchi.

Allerdings machen sich die Unterschiede beim Fahrwerk vielmehr bei der Funktion bemerkbar, als dass sie großen Einfluss auf das Gesamtgewicht nehmen. Die entscheidende Rolle spielt hier nämlich der Rahmen. Die beiden leichtesten Bikes (YT, Specialized) sowie das Cube rollen allesamt auf einem Vollcarbon-Rahmen. Der Hinterbau besteht aus Alu. Marin setzt als einziger ausschließlich auf Aluminium als Werkstoff, reiht sich im Gewichts-Ranking aber noch 182 Gramm vor dem Focus ein.

Test der Kletterfähigkeit auf dem Uphillflow-Trail

Auf dem Uphillflow-Trail wechselt Kollege Jan gerade in den Wiegetritt, um die Effizienz des Fahrwerks zu prüfen. Das schwere Focus generiert zwar mit seinem feinfühligen Hinterbau jede Menge Traktion, pumpt dafür aber spürbar bei jedem Tritt. Hier ist der Griff zur Dämpferplattform Pflicht. Bei Marin, Radon und Cube wird das Heck ebenfalls lebendig, sobald man aus dem Sattel geht und beschleunigt. Am besten pariert das Scott jegliche Art der Tempoverschärfung: Sein Hinterbau steht auch bei offenem Dämpfer sehr stabil im Federweg. YT und Specialized reihen sich dazwischen ein.

Auch auffällig: Neben Gewicht und Fahrwerkseffizienz hat auch die Reifenwahl großen Einfluss auf die Uphill-Performance. YT, Cube und Focus spezifizieren am Vorderrad Maxxis-Schlappen mit der extrem weichen MaxxGrip-Gummimischung. Die kleben in Kurven wie Harz an den Händen und dämpfen zudem gut, rollen aber leider auch spürbar schlechter als die Reifen-Kombis der Konkurrenz. Heißt: Wer viele Höhenmeter auf Asphalt oder Schotter sammelt, kann sein All Mountain ruhig mit schnelleren Reifen etwas klettertauglicher gestalten.

Spielfreudig in der Abfahrt

Nach gut 250 Höhenmetern ist der Gipfel des Geißkopfs erreicht. Nun müssen die All Mountains in der Abfahrt zeigen, was in ihnen steckt. Laut der Messwerte aus unserem Labor dürfte das die Paradedisziplin dieses Testfelds sein. Bis auf YT bewegen sich die Lenkwinkel aller Testkandidaten zwischen 64 und 65 Grad - Maße, die auch ausgewachsenen Enduros gut zu Gesicht stünden. Damit besitzen alle Testkandidaten viel Laufruhe, wenn es schnell und verblockt zur Sache geht. Nur das mittlerweile vier Jahre alte Jeffsy erinnert mit seiner 66 Grad steilen Front an die Zeiten, in denen All Mountains mehr zahme Touren-Bikes als Abfahrtsräuber waren.

Doch das muss nichts Schlechtes heißen. Dank der kurzen, konservativen Geometrie hetzt das YT herrlich verspielt um enge Kurven und lässt sich entspannt an jeder noch so kleinen Geländekante in den Flugmodus ziehen. Ähnlich spielfreudig zeigt sich auch das Radon, dessen extrem leichte Carbon-Laufräder förmlich Flügel verleihen. Die Geometrie des Focus schürt ebenfalls Hoffnung auf ein spielerisches Fahrerlebnis. Doch der Körpereinsatz verpufft im allzu komfortablen Fahrwerk, und auch das hohe Gewicht lässt das Jam nur schwer abheben.

Bei Cube, Specialized und Scott verlangen die langen Kettenstreben in Kombination mit üppigen Radständen auf verwinkelten Strecken ebenfalls etwas mehr Nachdruck. Dafür laufen die Bikes in steilem Gelände und bei hohen Geschwindigkeiten zur Höchstform auf. Unbeeindruckt selbst von großen Brocken schnurren diese Kandidaten durchs Gelände. Für die größte Überraschung aber sorgt das Marin: Mit dem sehr langen Hauptrahmen und dem flachen Lenkwinkel in Kombi mit dem kurzen Heck schafft es den perfekten Spagat zwischen Laufruhe und Agilität. Nur die magere Ausstattung setzt dem Rift Zone Grenzen.

Einige Abfahrten später poltern wir im schwindenden Abendlicht ein letztes Mal den Enduro-Trail hinunter. Die Bikepark-Horden haben sich längst aus dem Staub gemacht. Die Sonne blinzelt noch schüchtern durch die dichten Wipfel des Bayerischen Walds. In den Ohren rauscht der Fahrtwind und das leise Poltern der Reifen über Wurzelteppiche. Endorphine strömen durch die Blutbahn. Kopfkino? Nein, dieses Mal ist es Realität.

Das sagen die Tester zu den All Mountains

  • Tobias Knetsch, BIKE-Tester: Ausgesprochen leicht und flink ist keines der Test-Bikes. Daher würde ich mir ein All Mountain immer nach dem Abfahrtspotenzial aussuchen.
  • Jan Timmermann, BIKE-Redakteur: Auch mit 150 Millimetern Federweg will ich nicht nur bergab fahren. Ein Allrounder muss auch klettern können. YT und Specialized sind meine Favoriten, wenn es mal auf lange Touren geht.
  • Max Fuchs, BIKE-Redakteur: All Mountains waren mal Alleskönner. Nun sind mir die meisten Modelle im Uphill zu schwer. Wenn ich einen Allrounder suche, greife ich deshalb lieber zum Trailbike.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Punkte Rein auf die Fahrleistung reduziert gewinnt das Cube diesen Vergleich deutlich. Bei der Gesamtpunktzahl kann es sich aber nur um ein Haar gegenüber der Konkurrenz von Specialized durchsetzen. Scott, Radon und YT landen im Mittelfeld. Das schwere Focus kann hier nicht ganz mithalten. Das Schlusslicht bildet das deutlich günstigere Marin.

Steifigkeiten

Der voluminöse Carbon-Hauptrahmen des Scott dominiert die Steifigkeitswertung. Dahinter reihen sich die Vollcarbon-Rahmen von YT und Specialized ein. Radon fällt ab.

Laufradträgheit

Die Carbon-Laufräder am Radon lassen sich am besten beschleunigen. Das Cube kommt mit schweren Reifen nur zäh in Schwung.

Gewichte

Specialized und YT wiegen mit ihren Vollcarbon-Rahmen am wenigsten. Auch Cube setzt ausschließlich auf Carbon, landet wegen der abfahrtslastigen Ausstattung aber nur im Mittelfeld.

Vergleich von Mountainbikes zwischen 2500 und über 6000 €

Wir haben vier Mountainbikes zwischen 2500 und über 6000 € auf Herz und Nieren geprüft. Die große Frage dieses Tests: Wie viel Geld muss man ausgeben, wenn man ordentliche Mountainbike-Trails fahren will.

All unsere Testbikes sind darauf ausgelegt, Fahrspaß auf ernsthaften Trails zu versprühen. Aber zwischen ihnen liegt ein Preisunterschied von über 4000 €. Das brandneue Orbea Laufey Trailhardtail repräsentiert dabei mit einem Preis von 2500 € den Einstieg in die Welt der hochwertigen Mountainbikes. In der Mitte zwischen den Extremen buhlen das Radon Slide Trail AL als Fully zum attraktiven Preis von unter 3000 € und das Canyon Spectral für einen UVP von 5000 € um die Gunst der Bike-Käufer. Das Canyon stellt dabei bereits exklusive Innovationen wie das K.I.S.

Es wird bei der Betrachtung von Bikes oft vergessen: Wer bergab ballern will, muss davor auch den Berg hochkommen.

Betrachtet man eine Biketour zeitlich, verbringt man über 70 % der Fahrzeit damit, den Anstieg hochzukommen oder eine ebene Strecke zum Traileinstieg zurückzulegen. Eine so immense Zeit wollen wir nicht als Pflichtprogramm jenseits der Wertung hinnehmen.

Die Testbikes im Detail

  • Orbea Laufey: Leichtestes Bike im Test, zieht bergauf die Konkurrenz ab, abfahrtslastiges Trailhardtail, aber ein Hardtail bleibt immer ein Hardtail.
  • Radon Slide AL: Günstigstes Fully im Test, spielt den Vorteil des gefederten Hinterrads in der Abfahrt deutlich gegenüber dem Hardtail aus, aber der Aufstieg ist zäh mit diesem Bike.
  • Canyon Spectral CF: Kostet deutlich mehr als das Radon, wiegt aber genauso viel, in der 160 mm Klasse lässt es keine Wünsche im Downhill offen, bergauf fährt auch dieses Bike nur mit viel Input seitens des Fahrers.
  • Liteville 303: Für 6999 € verbaut Liteville nur beste Teile, wer bereit ist, tief in die Tasche zu greifen, bekommt ein Bike, das sowohl im Downhill, als auch auf dem Weg zum Traileinstieg viel Freude macht.

E-Trail-Hardtails im Test (3500 bis 4000 Euro)

Dabei stellen die sieben E-Trail-Hardtails eine adäquate Unterstützung dar. Den Bikes im Testfeld mit einer Preisspanne von 3500 bis 4000 Euro gemein: Sie zielen mit robuster Ausstattung, (meist) breitem Lenker, Gabelfederwegen von 120 bis 140 mm sowie absenkbarer Variostütze auf top Fahrspaß bergab und -auf.

Für möglichst ausgewogene Uphill- und Downhill-Fahrfertigkeiten müssen die Bikes mit einer Geometrie gezeichnet sein, die den E-Biker im Idealfall jederzeit effektiv unterstützen.

Von stark tourenlastigen Bikes wie dem Haro, Haibike und Flyer bis hin zu echten Abfahrtsprofis à la Mondraker reicht die Auswahl. Tolle Allroundeigenschaften auf unterschiedlich anspruchsvollen Trails sprechen fürs Orbea, Focus und Merida.

Ermutigt von der kaum erschütterbaren, laufruhigen Mondraker-Geometrie, bergab an seine Grenzen zu fahren - das hat was!

E-Fullys bis 4000 Euro im Test

Endverbraucher dürfen sich im Jahr 2024 also die Hände reiben, denn noch nie war so günstig an E-MTBs heranzukommen wie momentan.Gut für uns. Denn bis vor Kurzem schien es fast unmöglich, Kandidaten für eine Fully-Testgruppe bis 4000 Euro aufzutreiben. Nun kann man aus dem Vollen schöpfen.

Vom günstigsten Preis allein werden Sie Ihre Kaufentscheidung aber nicht abhängig machen, schon gar nicht, da mit dem YT ein Kandidat quasi außer Konkurrenz mitfährt. Mit 170 mm Federweg ist das Enduro den All-Mountains in diesem Test in den Bergabdisziplinen überlegen. Alle anderen Bikes rangieren in einer Federwegsklasse und zielen entsprechend auf den Touren- und Trailbiker, wobei das Radon mit nur 140 mm am Hinterbau etwas weniger Hub bietet als Conway (155 mm) und Rockrider (150 mm).

Ausstattung der Testbikes

In Sachen Ausstattung muss man in dieser Preisliga freilich einige Abstriche machen. Echte Fehlgriffe gibt es aber wenige. Einzig die Stahlfederforke im Radon fällt in der Konkurrenz deutlich ab. Dafür bietet der Bonner Versender mit Bosch CX und 750er-Powertube-Akku ein pralles Antriebspaket, das Leistung, Reichweite und dynamisches Fahrgefühl auf Topniveau garantiert. Alle anderen Kandidaten setzen auf Shimano-Antriebe.

Eine reichweitenstarke Kombi steckt im Conway. Der EP8 schafft mit der 720er-Darfon-Batterie über 1600 Höhenmeter im Boost-Modus, bleibt aber in Sachen Leistung hinter dem Bosch zurück. Vergleichbare Leistung bietet der EP6 in YT und Rockrider. Das Innenleben entspricht Shimanos Premiumaggregat EP801, allerdings ist er gut 300 Gramm schwerer und auch 100 Watt schwächer. Im Rockrider wird der EP6 von einem 630 Wh großen Shimano-Akku gefüttert, im YT muss er sich mit einer 540 Wh kleinen Batterie begnügen.

Ranking der Testbikes

Ranking Uphill Downhill Trail Reichweite
1 Rockrider E-Feel 700 S YT Decoy Core 1 MX YT Decoy Core 1 MX Radon Render AL
2 - Rockrider E-Feel 700 S Rockrider E-Feel 700 S Conway eWME
3 - Conway eWME 3.9 Conway eWME Rockrider E-Feel 700 S
4 - Radon Render AL Radon Render AL YT Decoy Core 1 MX

All-Mountain-Bikes 2024: Die spannendsten Modelle im Test

Sie sind leichter als Enduro-MTBs und abfahrtsstärker als Trailbikes. Sie lassen sich bergauf noch treten und bergab richtig knüppeln. Damit sind All Mountain Bikes die perfekten Begleiter für Tourenbiker, die auf ihren Runden durch die Wälder gern auch mal anspruchsvolle Trails unter die Stollen nehmen oder sogar den gelegentlichen Besuch im Bikepark nicht ausschließen.

Wer eine Kaufberatung mit allen übergeordneten Fragen im Bereich der All Mountain Bikes sucht, wird in unserem großen Kaufberatungsartikel fündig. Hier stellen wir ganz konkret die spannendsten All Mountain Plattformen vor, die wir 2024 für euch getestet haben.

Die Abgrenzung zum Canyon Spectral 125 oder dem Spectral CF bleibt damit erhalten. Und auch dem schärfsten Konkurrenten Cube tritt man selbstbewusst gegenüber.

Die Top-Modelle im Überblick

  • Canyon Neuron: Geringes Gewicht und vortriebsorientierter Ausstattung, der perfekte Begleiter für Alpenüberquerungen oder ausgedehnte Touren im Mittelgebirge.
  • Cube Stereo One44: Leicht, gut ausgestattet und bezahlbar, sehr guter Allrounder mit exzellenter Preis-Leistung, wer demnächst die Alpen überqueren will, wird im Preisbereich um 4000 € kein besseres Bike finden.
  • Orbea Occam SL: Die Kombination aus Design, Features, Preis und Gewicht bekommen derzeit kein anderer Hersteller so gut hin wie Orbea.
  • Rockrider: Ausstattungsfeuerwerk mit Top-Fahrwerk und Carbonlaufrädern, liegt in der Preisklasse unter 4000 € über dem Marktdurchschnitt.
  • Canyon Spectral: Weniger Federweg als sein Vorgänger, aber eines der abfahrtslastigen All Mountains auf dem Markt, K.I.S. System zur Lenkungsstabilisierung ist ein dezenter Begleiter, der das Bike unterm Strich aber besser macht.
  • YT Jeffsy: Klettert überall hoch, ist im Anstieg mit relativ hohem Gewicht aber keine Rakete, bergab liefert das Jeffsy dagegen voll ab.
  • Scor 2030: Schafft es, mit einem abfahrtsorientierten Bike mit gutem Vortrieb tatsächlich eine Marktlücke zu besetzen, der breite Einsatzbereich von Alpenüberquerungen bis gelegentlichen Bikepark-Einsätzen ist ein starkes Argument.
  • Crossworx Lite 290: Eine echte Bereicherung für den Markt, Fahrwerk und Geometrie funktionieren im Singletrail bergab perfekt.
  • Raaw Jibb: Kann mit einem schweren Rahmen beim Gewicht nicht mit Carbonbikes mithalten, landet beim Thema Wartungsfreundlichkeit aber einen ganz klaren Treffer im Herzen jedes Mechanikers.
  • Santa Cruz 5010: Schafft es mit seinen Nehmerqualitäten bei geringem Federweg wie kaum ein anderes Bike, einen Fahrspaß auf den Hometrails aufkommen zu lassen, die jetzt nicht von krassen Stunts oder Felsblöcken durchsetzt sind.

Die Qual der Wahl: Welches All-Mountain ist das Richtige?

Die Auswahl an All Mountain Bikes 2024 ist groß und alles andere als homogen. Den radikalen Abfahrern wie dem YT Jeffsy oder Canyon Spectral CF stehen leichte Bikes mit exzellenten Klettereigenschaften wie das Orbea Occam SL oder das Canyon Neuron gegenüber.

Das Bike mit der größten Schnittmenge für Tourenfahrer ist das Cube Stereo One C:62 Race für 3999 €. Wer es vor allem bergab krachen lassen will, der ist mit dem aktuellen Canyon Spectral CF ab 3399 € am besten bedient. Unter 3000 € macht YT mit dem Jeffsy Core 2 das beste Angebot für Freunde des Abfahrtsspaßes. Wer in dieser Preisklasse einen Alpenüberquerer sucht, wird mit dem Canyon Neuron 7 am glücklichsten.

E-Mountainbikes um 4000 Euro im Check

Von wegen teuer: Diese 17 vollgefederten E-MTBs beweisen eindrücklich, dass du schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für dein Geld bekommst. Wir stellen dir Modelle von B wie Bulls bis Y wie YT vor.

So schnüren Centurion, Conway, Propain, Radon, Rose, Specialized und YT für knapp unter der magischen 5000-Euro-Grenze richtig hart kalkulierte Bikes mit Federwegen von 140 bis satten 170 mm - teilweise sind diese Boliden bereits jetzt zum Saisonstart kräftig reduziert, weswegen hier ein genauer Blick in jedem Fall lohnt!

Abstriche und Highlights

Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge, auf harten Alpen-Trails sehen wir diese E-MTBs aber eher weniger.

Loben muss man die Bikes für ihre in aller Regel dicken Bremsanlagen, die allermeisten E-MTBs in dieser Preisklasse kommen nämlich mit "dicken" 200-mm-Scheiben und eignen sich damit auch für schwerere Fahrer.

Test-Übersicht: die besten E-MTBs 2023 im Test!

Den kompletten Überblick über den E-MTB-Markt schafft dir unser E-Mountainbike-Testjahrbuch! Wir haben 41 Modelle aus allen Preisklassen auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis findest du auf satten 108 Seiten als downloadbares PDF!

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