Elektromobilität erfreut sich zurzeit sehr großer Beliebtheit. In Deutschland kommt der Elektromobilität eine wichtige Rolle zu. Durch den verstärkten Einsatz von E-Fahrzeugen sollen die Klimaziele erreicht und der Schadstoffausstoß reduziert werden.
THG-Prämie für Elektroroller und E-Motorräder
Die Förderung E Motorrad läuft über eine Treibhausquote vom Bund, mit der die Treibhausgasemissionen benzinbetriebener Fahrzeuge reduziert werden sollen. 2022 wurde eine bundesweite Förderung von Elektrorollern eingeführt, bei der Nutzer von Elektrofahrzeugen eine jährliche Treibhausgas-Prämie (THG-Prämie) erhalten.
Nicht nur Elektroautos, auch Zweiräder, die eine Zulassung brauchen und schneller als 45 km/h unterwegs sind, kommen für eine Antragstellung für die THG Quote E Motorrad automatisch in Frage. Die THG Prämie (Treibhausgas Prämie) erhält ein Nutzer eines Elektrofahrzeuges für die jährliche Nutzung seiner Elektromobilität.
Auf Elektrovorteil.de findest Du alle Infos zum Antrag der THG Quote und kannst einen Antrag zur Förderung deines Elektro Motorrades stellen. Bei der Förderung Elektro Motorrad ist es egal, wie viele Kilometer die Elektromotorräder jährlich zurücklegen, so lange die E Bikes rein batteriebetrieben sind.
Wer einen Elektroroller, E Scooter oder E Bikes nutzt, kann sich seine CO2-Einsparungen also dank der THG Quote E Motorrad zertifizieren lassen. Das geht am besten durch einen externen Anbieter wie Elektrovorteil.de.
Für die Antragstellung der Förderung Elektro Motorrad müsst ihr online bei dem jeweiligen Anbieter eure Daten eingeben und die Zulassungsbescheinigung für euren Elektroroller hochladen. Dort wird euer Antrag dann geprüft und bei dem Umweltbundesamt als Sammelantrag eingereicht. Die checken erneut, ob alles seine Richtigkeit hat.
Antragstellung und Alternativen
Um die THG-Quote für einen Elektroroller oder ein E-Motorrad zu erhalten, können Interessierte auf green-air.info den Antrag unter „Prämie beantragen“ stellen. Der Antrag ist nicht nur für E-Autos, sondern auch für Elektroroller und E-Motorräder gleichermaßen. Alternativ kann man die THG-Quote an eine Drittpartei verkaufen, die dann den Antrag stellt. In diesem Fall erhält man 85 % der Förderung und der Abwickler bekommt für seine Arbeit 15 %.
Höhe der THG-Prämie
Die Höhe der Prämie, die zwischen 250 und 400 Euro jährlich liegt, wird entsprechend des jeweiligen Elektrofahrzeugtyps und der THG-Quote des Umweltbundesamtes berechnet (Stand: 01/2022). Die Höhe der THG-Prämie hängt von der Fahrzeugklasse und den Vermarktungspreisen am THG-Quotenmarkt ab.
Regionale Förderprogramme in Deutschland
Abgesehen von der THG Quote zur Förderung der Elektromobilität gibt es derzeit keine einheitlichen, bundesweiten Förderprogramme für E Motorräder in Deutschland. Ob Bundesländer, Städte, Kommunen oder die Stadtwerke zu den Anschaffungskosten beitragen oder einen Umweltbonus für den Klimaschutz ausgeben, ist stark standortabhängig. Auch wird in vielen Fällen nur die gewerbliche Nutzung bezuschusst, während Privatpersonen oft leer ausgehen. Nachfragen lohnt sich hier.
- Die STAWAG, Stadtwerke Aachen AG, unterstützt mit ihrem Förderprogramm den Ausbau und die Verbreitung der Elektromobilität. Elektro Roller mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit bis zu 80 km/h werden gefördert, wenn ihr bei der STAWAG Ökostromkunde seid.
- Die Stadtwerke in Konstanz bieten Förderungen für E Fahrzeuge, für die ein Führerschein der Klassen M, AM, A1, A2 oder A notwendig ist.
- Die Stadt Regensburg fördert Leichtfahrzeuge mit bis zu 25 % des Kaufpreises. Antragsberechtigte sind Privatpersonen und Unternehmen.
- Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH fördern den Erwerb eines E Roller mit 130 Euro.
- Manche deutschen Städte und Kommunen bezuschussen jedoch den Kauf von Elektro Fahrzeugen mit zwei Rädern. So werden in München zwei- und dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge mit 25 % der Nettokosten bis maximal 1.200 € gefördert.
Förderprogramme in München
Der Münchner Stadtrat hat das Ende des Förderprogramms "Klimaneutrale Antriebe" zum 2. Juli 2025 beschlossen. Bereits bewilligte Anträge sind nicht vom Förderstopp betroffen. Förderfähig sind Fahrradanhänger, Lastenräder, Lastenpedelecs sowie Leichtfahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen L1e bis L7e.
E-Autos sind nicht förderfähig, da sie durch das Bundesförderprogramm gefördert werden. Die genauen Kritierien können der Förderrichtlinie entnommen werden.
Förderfähige Fahrzeuge und Kostenbeteiligung:
- Fahrradanhänger mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 250 Euro
- Lastenrad mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 500 Euro
- Lastenpedelecs mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 750 Euro
- Zwei- und dreirädrige Elektroleichtfahrzeuge (L1e bis L4e) mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 750 Euro
- Drei- und vierrädrige Elektroleichtfahrzeuge (L5e bis L7e) mit 25 Prozent der Nettokosten bis maximal 3.000 Euro
- Elektrische Vorrüstungen für Ladeinfrastruktur (bis 22kW) mit 40 Prozent der Nettokosten für Planung, Montage und Installation bis maximal 1.000 Euro pro vorgerüstetem Stellplatz
- Normalladestationen (bis 22kW) mit 40 Prozent der Nettokosten für Anschaffung und Installation bis maximal 500 Euro pro Ladepunkt
- Schnellladestationen (ab 22kW) mit 40 Prozent der Nettokosten für Planung, Montage, Anschaffung und Installation bis maximal 10.000 Euro pro Ladepunkt
- Beratungsleistungen mit 80 Prozent bis maximal 4.500 Euro
Für Inhaber*innen des München Pass verdoppelten sich die Förderquote sowie die maximalen Fördersätze. Die zulassungspflichtigen Fahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen müssen nachweislich durch 100 % erneuerbare Energien versorgt werden. Der Nachweis erfolgt über einen aktuellen Stromliefervertrag, aus dem der Bezug von 100 % Ökostrom hervorgeht.
Förderprogramme in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg soll der Anteil an PKW und Leichtfahrzeugen mit Elektroantrieb steigen. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat die Förderung zum 30.11.2021 eingestellt. Sie können keine Anträge mehr stellen. Die Fortführung erfolgt über das Förderprogramm BW-e-Solar-Gutschein, für den eine Antragstellung ab dem 1.
Weitere Informationen zur Förderung von Elektrofahrzeugen erhalten Sie unter vm.elektromobilität-bw.de. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt in einer Summe nach Vorlage des Verwendungsnachweises. Hierfür verwenden Sie bitte das online bereitgestellte Verwendungsnachweisformular.
Förderfähig sind nur Fahrzeuge in den Fahrzeugklassen L6e und L7e, M1 und N1. Informationen zur Einstufung der Fahrzeuge erhalten Sie z. B. von Seiten der Hersteller und Händler. Ja, der BW-e-Gutschein kann mit dem Umweltbonus des Bundes kombiniert werden, da unterschiedliche Fördertatbestände bezuschusst werden.
Förderprogramme in Österreich
Anders sieht es hingegen bei unseren Nachbarn in Österreich aus. Um den Klimaschutz schnell voranzutreiben, gibt es dort eine Umweltprämie für verschiedene Motorradklassen. Bei E Mopeds zahlt der Bund 450 Euro drauf, der Importeur 350 Euro.
Die Förderung E Motorrad bis 11 kW sieht vor, dass der Bund 700 Euro zahlt und der Importeur 500 Euro der Anschaffungskosten übernimmt.
Am Beispiel Alrendo TS Bravo wird deutlich, dass der Importeur bereits eine Förderung von 500 Euro netto gewährt, die direkt vom angegebenen Listenpreis abgezogen wird. Eine zusätzliche Bundesförderung von 700 Euro kann vom Kunden direkt beantragt werden. Unsere österreichischen Nachbarn haben es da besser. Die Förderung für Elektromobilität wurde dort mehr als verdoppelt.
Förderprogramme in Italien
Elektromobilitäts-Förderung in Italien :Altes Motorrad verschrotten lassen, neues Elektromotorrad kaufen, Prämie von 3.000 Euro kassieren - in Italien geht das.
Italien überprüft und beschließt jährlich, wie hoch der Ecobonus, also die Elektromobilitäts-Förderung, für die nächsten 12 Monate aussehen soll. Am 3. Juni gab die Regierung grünes Licht für das neue Förderprogramm in Höhe von 782 Millionen Euro. Die Prämien können rückwirkend auch für Fahrzeugkäufe ab dem 25. Mai 2024 geltend gemacht werden.
Konkret werden Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent des Kaufpreises, maximal 3.000 Euro, gewährt. Wenn im Zuge des Neufahrzeug-Kaufs außerdem noch ein alter Roller oder ein altes Motorrad (Abgasnorm Euro 0, Euro 1, Euro 2 oder Euro 3) verschrottet wird, steigt die Elektromobilitäts-Prämie auf 40 Prozent des Kaufpreises an, beziehungsweise erhöht sich die Obergrenze auf 4.000 Euro.
Voraussetzungen für die Abwrackprämie in Italien
Folgende Voraussetzungen gelten für die Abwrackprämie:
- Das zu verschrottende Fahrzeug muss mindestens 12 Monate lang auf den Namen des Käufers gelaufen sein. Es kann auch einem Familienmitglied gehören, solange die Familienangehörigen im selben Haushalt wohnen.
- Das zu verschrottende Fahrzeug muss dem Händler gleichzeitig mit dem Kauf des neuen Fahrzeugs übergeben werden.
- Mopeds (bis 50 Kubik, bis 45 km/h) können ebenfalls verschrottet werden, um die Prämie zu erhalten, müssen ein reguläres Nummernschild haben.
- Ein altes Zweirad mit Verbrennerantrieb kann verschrottet werden, sowohl um die Prämie für ein Elektrozweirad zu erhöhen, als auch für ein Elektroauto.
Die Formalitäten zur Erlangung des Rabatts werden vom Händler erledigt. Die Höhe der Prämie wird auf der Grundlage des vom Händler berechneten Preises ohne Mehrwertsteuer berechnet. Der E-Förderungs-Bonus ist ausschließlich Privatpersonen vorbehalten, Sharing-Unternehmen profitieren davon nicht. Die Prämien gelten auch, wenn das Fahrzeug von einer Privatperson geleast wird. Verbraucher in Italien können Elektromotorräder und -roller kaufen und dabei die Elektromobilitäts-Förderung nutzen, bis die Mittel erschöpft sind.
Weitere Aspekte der Elektromobilität
Welchen Führerschein brauche ich für ein E-Motorrad?Wie bei einem Zweirad mit Benzinmotor gibt es auch beim Elektro-Motorrad verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Leistung. Je nachdem, für welche Variante Sie sich entscheiden, ist die gleiche Fahrerlaubnis erforderlich wie für einen Benziner.
Wie teuer ein Elektro-Motorrad ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dabei sind vor allem der Hersteller, das Modell und die mögliche Reichweite entscheidend. So gibt es zum Beispiel die Harley Davidson Livewire. Dieses Elektro-Motorrad kostet rund 33.000 Euro. Laut Herstellerangaben erreicht das Bike in drei Sekunden ein Tempo von 100 km/h. Verbesserungsbedarf besteht allerdings bei der Reichweite.
Pro und Contra der Förderung von E-Motorrädern
Pro-Liste:
- Nachhaltigkeit: Förderung unterstützt den Übergang zu nachhaltiger Mobilität.
- Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Reduktion der Abhängigkeit von Öl und Gas.
- Weniger Luftverschmutzung: Verringerung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Städten.
- Klimaziele erreichen: Unterstützung von E-Motorrädern trägt zur Erreichung der Klimaziele bei.
- Umweltbewusstsein: E-Motorrädern schärfen das Bewusstsein für umweltfreundliche Alternativen.
- Reduktion von CO2-Emissionen: E-Motorräder tragen zur Senkung der Treibhausgasemissionen bei.
- Förderung erneuerbarer Energien: E-Motorräder lassen sich ideal aus erneuerbaren Quellen betreiben.
- Lärmminderung: E-Motorräder sind deutlich leiser als Verbrennungsmotoren.
- Heimische Industrie: Hersteller von E-Motorrädern profitieren von gesteigerter Nachfrage.
- Wirtschaft: Durch die Förderung könnten neue Arbeitsplätze in der E-Mobilitätsbranche entstehen.
- Internationale Vorreiterrolle: Deutschland könnte sich als Vorreiter in der Elektromobilität positionieren.
- Innovationsanreize: Förderung von Heimische Industrie sowie von Forschung und Entwicklung in der Elektromobilität.
- Verkehr: E-Motorräder sind besonders in dicht besiedelten Gebieten flexibel und entlasten den allg. Verkehr.
- Lebensdauer: E-Motorräder haben weniger bewegliche Teile, was ihre Wartungskosten senkt und Lebensdauer erhöht.
Contra-Liste:
- Nachfrage: E-Motorräder sind eine Nische, mit begrenzter Modellvielfalt.
- Wirtschaftlichkeit: Ohne staatliche Unterstützung sind E-Motorräder oft unwirtschaftlich.
- Technologie: Diese Technologie ist noch in der Entwicklung und kann unzuverlässig sein.
- Wiederverkaufswert: Der Wiederverkaufswert von E-Motorrädern ist ungewiss und unattraktiv.
- Lautstärke: Der leise Sound eines E-Motorrads ist im Straßenverkehr sogar ein Sicherheitsrisiko.
- Steuerzahler: Staatliche Förderungen belasten den Steuerzahler und sind besser anderswo investiert.
- Ökobilanz: Die Ökobilanz von E-Motorrädern, inklusive Herstellung und Entsorgung, ist umstritten.
- Arbeitsplätze: Elektromobilität gefährdet Jobs in der traditionellen Motorradindustrie.
- Akkutechnologie: Leistung sinkt bei Kälte, was die Nutzbarkeit im Winter einschränkt.
- Batterielebensdauer: Batterien haben eine begrenzte Lebensdauer und sind teuer im Austausch.
- Ladezeiten & Flexibilität: Lange Ladezeiten und geringe Reichweite machen diese unflexiblen.
- Umweltschädlich: Produktion und Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien verursacht erhebliche Umweltschäden.
- Anschaffungskosten: Trotz Förderungen sind die Anschaffungskosten für E-Motorräder oft höher als für herkömmliche Motorräder.
- Weniger Fahrspaß: Einige Motorradfahrer empfinden das Fahrgefühl von E-Motorrädern als weniger aufregend und kraftvoll.
Förderprogramme von Zero Motorcycles und Electric Horses
Um das bisherige Fehlen staatlicher Zuschüsse für E-Motorräder in Deutschland auszugleichen, starten Zero Motorcycles und Electric Horses nun ein eigenes Förderprogramm. Ab sofort gibt es zum Start in die Saison 2023 einen Prämienbonus für alle Modelle des Marktführers - modellabhängig reicht dieser von 1.500 bis 3.500 €.
Diese „Go Electric“-Förderprämie gilt ab sofort beim Kauf eines neuen Bikes der Modelljahre 2023, 2022 und 2021 und beträgt für den Markt in Deutschland abhängig vom Modell satte 1.500 oder 3.500 Euro. Wer elektrisch mit einer Zero in den Frühling starten möchte, sollte nicht zu lange warten, denn das Fördervolumen und damit die Dauer der Prämienaktion ist zeitlich begrenzt bis zum 31.08.2023.
Förderprämien im Überblick:
- 2021, 2022 und 2023 ZERO FX, FXE, DS, DSR, S: 1.500 € Go Electric Förderprämie
- 2021, 2022 und 2023 ZERO SR, SR/F, SR/S, DSR/X: 3.500 € Go Electric Förderprämie
„Wir haben beschlossen, nicht mehr auf mögliche staatliche Prämien für Elektromotorräder zu warten und daher unser eigenes Förderprogramm gestartet“, sagt Umberto Uccelli, Vice President and Managing Director EMEA von Zero Motorcycles. „Mit der hauseigenen Förderprämie werden unsere sprintstarken Motorräder zu einer noch attraktiveren Alternative zu den Verbrenner-Bikes. Dies gilt insbesondere, wenn man sich die gesamten Fahrzeugkosten anschaut: Eine Zero benötigt deutlich weniger Wartung, die Energiekosten pro Kilometer sind sehr viel günstiger, und es fällt keine Kfz-Steuer an.
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