Wenn man über die Anfänge des Fahrens auf zwei Rädern spricht, kommt man an Dunlop nicht vorbei. Die Erfolgsgeschichte Dunlops hat ihren Ursprung im Jahre 1888, als der Schotte John Boyd Dunlop das Dreirad seines Kindes mit luftgefüllten Schläuchen versah und so den Weg für ein weltweit führendes Unternehmen ebnete. John Boyd Dunlop entwickelte 1888 den weltweit ersten mit Luft gefüllten Reifen. Seine Motivation? Radrennfahrern einen Vorteil zu verschaffen. Sich dem Wettbewerb zu stellen, gehörte von Anfang an zu unserer Historie. Am 18. Mai 1889 wurde Geschichte geschrieben, als Rennradfahrer Willie Hume beim Rennen in Belfast siegte. Willie Hume war 1889 der erste Sieger auf Dunlop Reifen.
Seit John Boyd Dunlops genialer Erfindung ist Dunlop führend bei Reifentechnologien. Bis heute bricht Dunlop Rekorde. Dunlop Reifen wurden für den ersten 100-Meilen-Rundenrekord im Jahr 1969 genutzt. Was wir unter Rennbedingungen lernen, übertragen wir auf Straßenreifen. Wir treiben die Entwicklung neuer Technologien immer weiter voran - für mehr Grip, mehr Kontrolle und ein sicheres Fahrgefühl. Getestet werden Innovationen zuerst auf der Rennstrecke, unter harten Rennbedingungen. Getestet wird zuerst auf der Rennstrecke und den härtesten Rennbedingungen. Das Ergebnis: High-Performance Straßenreifen, die ab dem ersten Meter ein sicheres Fahrgefühl vermitteln.
Innovative Reifentechnologien von Dunlop
Bis heute zeichnet das Unternehmen sich verantwortlich für viele innovative Reifentechnologien, sowohl bei Dunlop Motorradreifen als auch im Bereich der Autoreifen. Insbesondere die Verbesserung des Verschleißwiderstands sowie des Abrollkomforts trugen zu einer bis zu dreifach längeren Nutzungsdauer dieser Reifen bei. Mit der Entwicklung von Pneus mit Stahlwulst und Cordgewebe in der Reifendecke im Jahr 1922 wurde die Dunlop-Technologie zum Industriestandard. Mit dem Übergang von Schlauch- zu schlauchlosen Reifen wurde im Jahr 1948 eine Lösung gegen Reifenschäden und hieraus resultierendem Luftverlust gefunden. So sind schlauchlose Reifen innen mit flüssigem, selbstdichtendem Gummi ausgekleidet und erhöhen so die Robustheit des Reifens insgesamt.
Im Zuge der Entdeckung des Aquaplaning-Phänomens implementierte Dunlop im Jahr 1964 ein innovatives umlaufendes Rillenprofil mit Mikrokanälen. Die heutzutage dominierende Radialreifen-Technologie mit Metallgürtelkarkasse ist ebenfalls auf Entwicklungen Dunlops im Jahr 1970 zurückzuführen. Zudem werden Rennserien exklusiv mit Dunlop Motorradreifen ausgestattet, beispielsweise die Moto2 und Moto3.
Dunlop Motorradreifen: Vielfalt für jeden Bedarf
Motorradreifen von Dunlop gibt es in insgesamt fünf Kategorien: On-Road, On-/Off-Road, Off-Road, Scooter und ATV. Im On-Road-Sportbereich ist das Modell Sportmax in vielfältigen Ausführungen erhältlich, beispielsweise als GP Racer, Sportsmart, Qualifier, Roadsmart oder Arrowmax. Insbesondere zu empfehlen sind dabei die Dunlop Motorradreifen Sportmax Sportsmart, Dunlop RoadSmart II sowie der Dunlop Sportmax Roadsmart. Weiterhin ist im On-/Off-Road-Bereich das Modell Trailmax zu haben. Der Dunlop Trailmax TR91 sticht dabei besonders hervor. Wer mit seinem Motorrad dagegen lieber Off-Road unterwegs ist, trifft mit den Dunlop Motorradreifen Geomax die richtige Wahl. Auf kleinere Scooter passen Scootsmart-, Runscoot- oder auch Trailmax-Motorradreifen von Dunlop.
Dunlop Reifenkategorien im Überblick:
| Kategorie | Modellbeispiele |
|---|---|
| On-Road | Sportmax (GP Racer, Sportsmart, Qualifier, Roadsmart, Arrowmax) |
| On-/Off-Road | Trailmax (TR91) |
| Off-Road | Geomax |
| Scooter | Scootsmart, Runscoot, Trailmax |
Motorradreifen Freigabe Datenbank
Lange Zeit waren Reifenfreigaben für Motorradreifen Pflicht, inzwischen sind diese Beschränkungen aber für die meisten Fahrzeuge aufgehoben worden. Trotzdem ist es auch heute noch ratsam sich über die Datenbanken der Reifenhersteller zum Thema Reifenempfehlungen, Freigaben und Unbedenklichkeitserklärungen zu informieren. Gerade für ältere Motorräder sind auch aktuell noch Freigaben und TÜV-Gutachten notwendig, um Reifenmodelle legal fahren zu dürfen. In den folgenden Abschnitten haben wir dir übersichtlich zusammengefasst, in welchen Fällen eine Motorradreifen Freigabe noch zwingend notwendig sind. Motorradreifen sind entsprechend der ECE-R 75 genormt. Sie gilt für Zweiradreifen spätestens ab dem Produktionsdatum Oktober 1998 und betrifft insbesondere die Beschriftung der Reifenflanke.
Die ECE-Nummer inklusive dem E-Zeichen muss auf jedem Reifen abgebildet sein. Nur mittels diesem kann herausgefunden werden, ob der Reifen auch zugelassen ist. Sollte aus unerklärlichen Gründen diese Nummer bzw. das E-Zeichen fehlen, handelt es sich um keinen straßenzugelassenen Reifen. Info: Das Kürzel „NHS“ im Reifennamen deutet auf reine Rennstreckenreifen hin.
Neue Regelungen zur Reifenumrüstung
Im Verkehrsblatt 15-2019 vom 15.08.2019 wurde die Praxis der Reifenumrüstung an Motorrädern neu festgelegt. Gültig ist die neue Vorgehensweise für Reifen, die nach dem 31.12.2019 hergestellt wurden. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Fälle:
- Fall 1: Fahrzeuge mit EU-Typgenehmigung (die Mehrheit der Fahrzeuge ab BJ 2000)
- Fall 1a: Gleiche Reifengröße, anderer Hersteller, anderes Profil. Die Umrüstung ist zulässig, die Betriebserlaubnis erlischt nicht. Eine Anbauabnahme und Eintragung in die Zulassungsbescheinigung ist nicht nötig (Verkehrsblatt 15-2019, Nr. 90). Für diesen Fall stellen die meisten Reifenhersteller eine Service-Information zur Verfügung, aus der die empfohlenen Reifenkombinationen für das Fahrzeug hervorgehen.
- Fall 1b: Geänderte Reifengröße, die innerhalb der original eingetragenen Reifengrößen liegt. Setzt voraus, dass schon bei der Fahrzeughomologation mehrere Reifengrößen eingetragen wurden und die neue Reifengröße innerhalb der in der Zulassungsbescheinigung (ZB) oder im COC-Papier aufgeführten Dimensionen liegt. Diese Änderung ist ohne Weiteres zulässig, auch hier hilft eine Service-Information bei der Auswahl der geeigneten Bereifung.
- Fall 1c: Geänderte Reifengröße oder geänderte Reifenbauart. Bei Montage der Reifen liegt eine Änderung des Fahrzeugs und ein Erlöschen der Betriebserlaubnis nach §19 (2) StVZO vor. Entspricht das Fahrzeug ansonsten dem genehmigten Zustand, ist eine Begutachtung gemäß §21 auf Grund §19 (2) StVZO möglich und nach dem Umbau unverzüglich erforderlich! Eine vom Reifenfabrikaten ausgestellte Herstellerbescheinigung für die getesteten Fahrzeug-/Reifenkombinationen kann hier als Prüfgrundlage für die Begutachtung gemäß § 21 StVZO dienen, stellt aber keine Garantie für eine erfolgreiche Abnahme und Eintragung in die Zulassungsbescheinigung dar!
- Fall 2: Fahrzeuge ohne EU-Typgenehmigung (alte Fahrzeuge mit ABE oder mit Einzelabnahme nach §20/21)
Die Verwendung anderer Reifen, als in den Zulassungsdokumenten aufgeführt, ist nicht zulässig! Hier ist ein Vorgehen wie in Fall 1c notwendig.
Sollte nur eine Reifenfabrikatsbindung eingetragen sein, dürfen alle Reifenmodelle dieses Herstellers (bzw. Nachtrag 2025: Seit dem 01.01.2025 besteht die Möglichkeit die Reifenbindung bei Fahrzeugen mit deutscher Betriebserlaubnis oder Einzelzulassung gem. § 19 Abs. 2 i.V.m. § 21 StVZO auszutragen, sollte das maximale Baumaß der eingetragenen Reifengrößen im Fahrzeug Platz gem. § 19 Abs. 2 i.V.m. § 21 haben. Dabei können die Reifengröße oder die Bauart auch abweichend der original eingetragenen Reifen sein!
Wo finde ich die passende Freigabe?
Unter www.dunlop.de findet der Surfer nicht nur alle Infos zur Umrüstung auf Dunlop Reifen, sondern ab sofort kann er die gewünschten Freigaben auch selbst ausdrucken. Ein weiterer Klick, und die ersehnte Bescheinigung erscheint auf dem Bildschirm und kann ausgedruckt werden. Je nach Motorradmarke muss das Blatt noch vom Motorrad-Vertragshändler mit Stempel und Unterschrift besiegelt werden. Das war's, einfacher geht's nicht. Biker ohne Internet-Anschluss wenden sich an ihren Händler oder an den Dunlop-Kundendienst, Abt.
Ein Weg seine Motorreifen zu kaufen, ist der über das Internet. Jedoch sind nicht viele Motorradfahrer Profis in Sachen Reifengrößen, Speedindices oder Bauweisen. Daher bietet und empfiehlt unser Onlineshop die „Reifensuche über das Motorrad“. Bei dieser Reifensuche sind über 15.000 Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Motorrad- und Reifenhersteller hinterlegt und garantieren dem Kunden, den passenden Reifen für sein Motorrad zu finden. Auf das hilfreiche Beratungsgespräch muss aber auch beim Kauf über das Internet nicht verzichtet werden. Neben der Hotline mit unserem Reifentechnikern steht dem Kunden in der Hauptsaison auch eine Chat-Funktion im Shop zur Verfügung. Über 100 Produktvideos, die wir alle selber erstellt haben, helfen dem Kunden zusätzlich bei der richtigen Reifenwahl.
Wichtige Hinweise zur Montage und Einfahrzeit
Daher sind neue Motorradreifen nicht sofort gripfähig und müssen eingefahren werden. Dabei sind die ersten 50 Kilometer die unangenehmsten und es sollten nur mit sehr gemäßigter Geschwindigkeit und geringer Schräglage und Lastwechsel gefahren werden. Fahren Sie den Reifen die ersten 50 km so, als ob Sie das Motorrad bei strömenden Regen und Kälte über einen Alpenpass bewegen. Vermeiden Sie starkes Beschleunigen, steigern Sie die Schräglage nach und nach und bremsen Sie vorsichtig. Nach einer Einfahrzeit von ca. 200 Kilometern, erreicht der Reifen durch Erwärmen und Abkühlen seine endgültige Gefügestruktur. Bei tiefen Außentemperaturen kann sich die Einfahrzeit verlängern.
Auswuchten von Motorradreifen Auch bei ordnungsgemäßer Montage der Reifen (bei Reifen mit Punktmarkierung mit dem farbigen Punkt am Ventil) haben die Räder noch eine Unwucht. Für einen ruhigen Lauf sind die Motorradreifen nach der Montage unbedingt auszuwuchten. Hierzu gibt es die statische und die dynamische Methode. Bei der statischen Methode (Pendelbock) kann das Rad ausgewuchtet werden, ohne dass hier dynamische Unwuchten gemessen werden. Diese Methode findet heute noch bei der MotoGP Anwendung und ist für das Motorrad vollkommen ausreichend.
Freigabe / Unbedenklichkeitsbescheinigung Jedes Motorrad fährt sich anders und so stellt auch jedes Motorrad andere Anforderungen an die Motorradreifen. Die Reifenhersteller testen ihre Reifen auf den verschiedensten Motorrädern und erstellen nur dann eine Freigabe / Unbedenklichkeitsbescheinigung, wenn die Tests zur vollsten Zufriedenheit absolviert wurden. Auch wenn bei einem Motorrad keine Reifenbindung in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist, so sollte man dennoch nur Reifen kaufen, die für seine Maschine freigegebenen wurden. Ein nicht freigegebener Pneu könnte trotz bester Testergebnisse auf der eigenen Maschine für katastrophale Fahreigenschaften sorgen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß wir jegliche Produkthaftung ablehnen, wenn Sie Reifen auf Ihr Motorrad verbauen, welche seitens der Motorrad- oder Reifenhersteller keine Freigabe / Unbedenklichkeitsbescheinigung besitzen.
Verwandte Beiträge:
- Avon Reifenfreigabe Harley Davidson: Modelle & Informationen
- BMW Motorrad Reifenfreigabe: Welche Reifen sind erlaubt?
- Pirelli Reifenfreigabe Ducati: Modelle & Kompatibilität
- Continental Motorrad Reifenfreigabe: Übersicht & Suche
- Radwege richtig nutzen: Alles zur Benutzungspflicht, wichtigen Schildern & überraschenden Ausnahmen!
- Schaltwerk am Fahrrad wechseln: Schritt-für-Schritt Anleitung für perfekte Schaltperformance
Kommentar schreiben