Im urbanen Stadtbild sind E-Scooter längst angekommen und stellen eine nachhaltige Alternative für den urbanen Verkehr dar. Vor allem die Kompaktheit, der einfache Einsatz, die Agilität und der positive Effekt auf die Emissionen sorgen dafür, dass E-Scooter das moderne Stadtbild nachhaltig prägen. Doch wie funktioniert ein solcher Elektroantrieb?
Grundlagen des Elektromotors
Das Prinzip eines elektrischen Motors ist nichts Neues und dir bestimmt bereits von anderen technischen Geräten bekannt. Seinem Namen verdankt der Motor der Tatsache, dass er elektrische Leistung, die durch einen Akku oder der Steckdose zugeführt wird, in mechanische umwandelt. Der Aufbau bei einem E-Scooter mit Elektromotor ähnelt dem einer manuellen Version. Der größte Unterschied liegt im Antrieb. Ein starker Radnabenmotor ermöglicht die komfortable Fortbewegung. So könnt ihr ganz ohne Anstrengung auf dem E-Scooter fahren.
Alle Elektromotoren bestehen aus drei Teilen: Dem Starter, dem Rotor und dem Kommutator. Erst die Zusammenarbeit dieser drei Komponenten sorgt dafür, dass der Elektromotor funktionieren kann.
Komponenten des Elektromotors
Trotzdem ist der Aufbau ähnlich. Der Stator ist hierbei die wichtigste Komponente und oft ein einfacher Dauermagnet, welcher mit dem Motorgehäuse fest verbunden ist. Dieser besteht normalerweise aus Eisen und ist mit Draht, meistens Kupfer, umwickelt. Wie wir oben bereits gelernt haben, bauen stromdurchflossene Leiter ein Magnetfeld auf. Dieses Magnetfeld interagiert nun mit dem des Stators. Schlussendlich kommt noch der Kommutator ins Spiel.
Leistung und Batterie
Eine Angabe, die du sicherlich oft gelesen hast, ist die Leistung. Diese wird in Watt angeben und berechnet sich durch die Stromstärke x Spannung. Die Grundregel sagt nämlich aus, um so mehr Watt dein Scooter hat, desto mehr Power hat er. Manchmal findest du auch die Angabe Milliamperestunden (mAh). Diese beschreibt ebenfalls die Leistung des Motors, jedoch in Abhängigkeit von der Batterie. Vielleicht hast du auch schon einmal was über das Ladungsvermögen des Akkus gelesen. Dies wird ebenfalls in mAh angeben und als Kapazität bezeichnet.
E-Roller gibt es mit einer Motorleistung von 150- 1000 Watt. Für dein Auto kennst du sicherlich die Einheit PS. Jedoch lässt sich das ganze einfach umrechnen: 1 PS= 735,49875 Watt. Die obige Umrechnung sagt jedoch immer noch nicht so viel über einen E-Scooter aus.
Brushless Motoren gibt es in 150 W, 250 W, 350 Watt oder mit einer stärkeren Leistung von 500 Watt, 1000 Watt, 1500 Watt, wobei 1 PS = 735,49875 Watt entspricht.
Wenn du lange Strecken mit einer nennenswerten Steigung zurücklegen möchtest, dann empfiehlt sich ein Motor mit viel Leistung. Wenn du jedoch nur den täglichen Weg zum Bäcker mit deinem Roller fahren möchtest, dann kannst du auch getrost auf eine geringere Leistung zurückgreifen. Die Leistung hängt nämlich noch mit einem anderen wichtigem Faktor zusammen: Dem Preis.
Motorleistung und Straßenzulassung
Um eine Zulassung für deinen Scooter zu bekommen, darf dein Roller nicht schneller als 20 Km/h fahren. Im Durchschnitt haben die Motoren eine Leistung von 250- 350 Watt. In Deutschland gibt es eine Begrenzung der Leistung von 500 Watt. Alles, was drüber ist, hat keine Straßenzulassung, sofern es sich um den klassischen E-Scooter handelt.
Einfluss des Motors auf Geschwindigkeit und Reichweite
Der Motor für den E-Roller bestimmt über die Geschwindigkeit und die Reichweite der Modelle. Ist der Motor klein und leicht, hat er eine geringere Reichweite, dafür ist der E-Scooter leichter zu transportieren. Das könnte für Pendler interessant sein, die ihr Gerät viel schleppen müssen.
Bremsen und Sicherheit
Um einen E-Scooter zum Stehen zubringen, gibt es mindestens 2 voneinander unabhängige Bremsen. Motorbremsen kommen bei einem E-Scooter nie alleine vor, sondern nur in Kombination mit einem weiteren Bremstypen. Lässt man den Gashebel am E-Scooter mit Motorbremse los, bremst der Elektromotor des Scooters ähnlich einem Verbrennungsmotor im Auto den Tretroller langsam ab. Hat man einen Elektroroller mit verschiedenen Gasstufen kann der Effekt noch verstärkt werden.
Für schnelle Bremsmanöver eignet sich die Motorbremsung auf keinen Fall. Sie ist gedacht, um die Geschwindigkeit bei Gefällen oder bis zur kommenden roten Ampel langsam zu verringern.
Reparatur und Wartung
Wenn der E Scooter Motor tatsächlich irgendwann den Geist aufgibt, könnt ihr ein Motor Set nachrüsten. Wir empfehlen euch, dies in einer Werkstatt von einem Profi durchführen zu lassen, damit die Funktionsweise wieder hergestellt wird. Denn wer selbst Hand anlegt verliert während der Garantiezeit die Gewährleistung, die Zulassung und sogar den Versicherungsschutz. Ihr könnt ein Motor Kit beim Hersteller in dessen Shop online kaufen und damit dann zu einer Fachwerkstatt gehen, die das Ersatzteil für euch einbaut.
Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte
Hier eine Tabelle, die die wichtigsten Aspekte des Elektroantriebs für Tretroller zusammenfasst:
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Motorleistung | 150-1000 Watt (in Deutschland begrenzt auf 500 Watt für Straßenzulassung) |
| Geschwindigkeit | Maximal 20 km/h für Straßenzulassung |
| Reichweite | Abhängig von Motorgröße, Akkukapazität und Fahrbedingungen |
| Bremsen | Mindestens 2 unabhängige Bremssysteme erforderlich |
| Komponenten | Stator, Rotor, Kommutator |
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