Diamant Elektrofahrrad Testberichte: Ein umfassender Überblick

Wer sich mit Fahrrädern auskennt, weiß, dass die Vorgänger der heutigen Testbikes von Diamant in den 90er Jahren die Trekkingräder schlechthin waren. Sie waren im besten Sinne des Wortes Brot-und-Butter-Ware. Wer ein Alltagsrad brauchte, dem wurde ein Diamant in die Hand gedrückt. Intuitives Handling, unkomplizierte Ausstattung - das passte eigentlich immer.

Diamant ist ein Traditionshersteller im E-Bike-Segment und richtet den Fokus ausschließlich auf die City- und Trekkingsparte. Dabei werden E-Bikes ausschließlich über den stationären Handel sowie spezialisierte Onlinehändler vertrieben. Sportpedelecs wie E-MTBs und Exoten wie E-Lastenräder werden ausgeklammert. Innerhalb der Segmente ist Diamant dafür umso breiter aufgestellt. So finden sich beispielsweise auch S-Pedelecs mit einer Unterstützung bis 45 km/h oder Modelle mit Riemenantrieb.

Diamant zählt zu den am häufigsten von Fachmagazinen getesteten Anbietern und erzielt einen Notendurchschnitt von 1,86.

Diamant Zing Trip Plus: Ein Klassiker geht mit der Zeit

Das neue Zing Trip Plus zeigt, dass Klassiker auch mit der Zeit gehen können. Diamant spezifiziert auffällige Breitreifen für mehr Komfort und sogar ein Bremslicht ab Werk, bleibt in anderen Belangen aber auffällig traditionell. Das prägnanteste Beispiel ist der klassische Aufsetz-Akku. Rein technisch gesehen ist das noch immer die beste Lösung, da sie den Rahmen günstiger und leichter macht. Nicht umsonst unterbietet das Diamant die Konkurrenz in Vergleichstests teils um fast fünf Kilogramm!

Aus primär optischen Gründen integrieren die meisten Hersteller die Batterie in ein voluminöses Unterrohr. Diamant entscheidet sich nach wie vor dagegen, was ein niedriges Gesamtgewicht und Flexibilität bei den Akku-Optionen ermöglicht. Selbst mit einer 800er Batterie wäre das Bike mit rund 24,5 Kilo immer noch sehr leicht für ein Trekking E-Bike.

Antrieb und Ausstattung

Im Zing Trip Plus steckt die neueste Entwicklungsstufe des beliebten Bosch CX Motors. Mehr Performance geht nicht! Der neue Motor ist leiser und spricht nochmals deutlich feinfühliger an als der Vorgänger. Außerdem tritt er sich über 25 km/h fast ohne Widerstand. So lässt sich das Zing in leichtem Gefälle auch lässig jenseits der Unterstützungsgrenze treten. Das große Kiox-500-Display mit Navigationsfunktion ist ein klares Plus für Tourenfahrer. Der neue Bosch CX ist ein echter Top-Antrieb am E-Bike: feinfühlig, dynamisch, mit hoher Maximalleistung und sehr leise.

In Sachen E-Antrieb geht Diamant in die Vollen. Auch bei den restlichen Teilen werden gute Parts ohne echte Schwächen gewählt. Die stämmige Gabel ist in Sachen Wertigkeit und Ansprechverhalten ein spürbares Upgrade gegenüber den in der Klasse oft üblichen Günstig-Forken. Die Mittelklasse-Schaltung Cues 6000 wechselt die Gänge zuverlässig und bietet mit zehn Gängen auf einer Kassette mit 11 - 48 Zähnen eine sinnvolle Gesamtübersetzung. Die Magura-Bremse mit vier Kolben liefert eine hohe Leistung, wobei das Testmodell etwas Luft zog. Tief gezogene Schutzbleche, besonders breite Reifen und ergonomische Flügelgriffe bieten Komfort und Wetterschutz im Alltag. Das Rücklicht mit Bremslichtfunktion ist top, der Frontscheinwerfer bietet zwar kein Flutlicht, reicht aber für dunkle Feldwege aus.

Ausstattung im Detail:

  • Schaltung: Shimano Cues U6000 (10-fach)
  • Übersetzung: 40 / 11 - 48 Zähne
  • Bremsen: Magura MDR-C (Vierkolben)
  • Reifen: Schwalbe G-One Allround, 65 mm
  • Lichtanlage v. /h.: Herrmans Nordic MR9-E / Spanninga Pimento Large
  • Gepäckträger: MIK, 25 kg
  • Gabel: SR Suntour Mobie 34 Air

Fahreigenschaften und Komfort

Wegen des kurzen Oberrohrs sitzt man auf dem Diamant eher kompakt, der Lenker steht eher tief. Das ist am Trekkingrad erstmal etwas ungewohnt, bietet aber viel Kontrolle. Die kleinen 27,5-Zoll-Laufräder und der kurze Radstand machen das Handling quirlig, was besonders auf verwinkelten Strecken gefällt. Auf langen Touren mit rauem Untergrund punkten die breiten Reifen und die sensible Federgabel mit hohem Komfort, deutlich über dem Klassendurchschnitt. Die Bremse packt kräftig zu. Der Frontscheinwerfer ist nicht übermäßig hell, streut aber gut und sorgt so für eine gleichmäßige Ausleuchtung.

Größter Kritikpunkt: Bei Fahrten mit sehr schwerem Gepäck verwindet sich der filigrane Gepäckträger etwas, und das Rad neigt dabei außerdem zu leicht pendelnder Lenkung. Die Gewichtsfreigabe von 136 Kilo beschränkt das Rad mit etwas Gepäck auf ein Fahrergewicht von rund 100 Kilogramm. Viele Anschraubpunkte für Zubehör und die lebenslange Garantie geben dafür Pluspunkte.

Bewertung

Rein vom Fahren her gehört das quirlige Diamant zu den Favoriten. Die superbreiten Reifen mit feinem Gravel-Profil vereinen schnelles Rollen mit sinnvollem Grip auf Schotter und Feldwegen. Der klassisch gestaltete Rahmen mit teils verschliffenen Nähten ist gut gemacht, die Ausstattung auffallend wertig.

Stärken:

  • Komfortabel und leicht
  • Durchdachte Details
  • Gute Ausstattung
  • Akkugröße nach Kundenwunsch

Schwächen:

  • Etwas sparsame Gewichtsfreigabe
  • Fahrstabilität bei hoher Beladung
  • Aufsetz-Akku gefällt nicht jedem

Diamant Zouma Deluxe: Der sportliche Tourer

Das Diamant Zouma Deluxe ist ein Asphalt-Tourer, wie er im Buche steht. Das Design wirkt fein, eher zurückhaltend. Die 27,5-Zoll-Reifen sind stimmig und schaffen auch in satter 60er-Breite noch ein sehr gutes Handling. Die mittlere Laufleiste lässt gut rollen: Fahrradkultur pur, wendig und gut geradeaus ist hier kein Widerspruch. Man sitzt perfekt sportlich-tourig - wenn das Rad gut passt, denn einen verstellbaren Vorbau hat es ebenso wenig wie eine vom Lenker verstellbare Sattelstütze. Eine der drei lieferbaren Größen muss also passen - etwas Zehenspitzengefühl an der Ampel braucht's: Durch die - blockierbare - Suntour-Federgabel sitzt man etwas höher.

Die Kabel werden sauber separiert in den Rahmen geführt. Trotzdem: Perfekt austarierte Sitzposition, harmonische Tourenhaltung, tolle Straßenlage, das führt zu richtig viel Kurvenspaß, auch mit Gepäck. Für noch mehr Steifigkeit wäre eine Steckachse statt des Schnellspanners am Vorderrad wünschenswert. Treibende Kraft ist der Bosch Performance CX, gesteuert über das bekannte Lenkerpanel und das Kiox-300-Display. Der Akku lässt sich gut nach rechts entnehmen oder über die - niedrig gesetzte - Buchse am Sitzrohr laden. Der Touren-Träger hat eine MIK-Systemoberfläche und kann auch Körbe aufnehmen, sitzt allerdings weit hinten. Geschaltet wird per Kette auf Deore-Niveau, was knapp ausreichend für einen sportlichen Tourer ist. Der 60-Lux-Frontstrahler könnte hochwertiger sein.

Das Diamant Zouma ist ein feiner und fein gearbeiteter Tourer für Leute mit Fokus auf sportlicher Laufkultur.

Diamant Juna Deluxe+: Retro-Flair trifft moderne Technik

Das Diamant Juna Deluxe+ vereint wie kaum ein zweites Modell moderne Technik mit Retro-Flair. Statt mit Top-Speed wirbt das Juna Deluxe+ mit Entschleunigung. Das sächsische Traditionsunternehmen hat sich nämlich auf stilvolle Bikes mit Charakter spezialisiert. Mit dem Juna Deluxe+ wird konsequent ein anderes Konzept verfolgt: Mit viel Charme lockt es auch bei Regen vor die Tür.

Der Rahmen in Moreagrün mit geteiltem und tief heruntergezogenem Oberrohr ist nicht nur eine Augenweide, sondern sorgt auch für einen bequemen Auf- und Abstieg. Die Schutzbleche und der Gepäckträger sind ebenfalls in der Rahmenfarbe lackiert. Die weitere Ausstattung wird entweder im Chrom-Finish oder durch braune Leder-Applikationen geschickt in Szene gesetzt. Der Lenker besitzt eine angenehme Krümmung nach hinten, wodurch das Cruiser-Feeling bereits aufkommt, wenn man zum ersten Mal die Hand anlegt. Die vom Hauptakku betriebenen Front- und Heckscheinwerfer greifen das Design auf und schlagen eine Brücke zwischen Retro und Moderne. Die Züge aus dem Cockpit verlaufen erst recht spät im Unterrohr in den Rahmen und bilden vor der Front weite Bögen. Der externe 500-Wh-Akku ist inzwischen eine Seltenheit in der E-Bike-Branche. Ebenso retro, aber auch gleichzeitig voll im Trend ist die 8-Gang-Nabenschaltung von Shimano. Für eine komfortable Handhabung sorgen der hochwertige Zentralständer und das fest verbaute Rahmenschloss, das mit demselben Schlüssel wie der externe Akku verriegelt wird.

Angetrieben wird das Juna Deluxe+ von einem Bosch Active Line Plus-Motor mit 50 Nm Drehmoment. Für das gedachte Einsatzgebiet des Juna Deluxe+ eignet sich der sanfte Antrieb jedoch hervorragend und ist darüber hinaus durch seinen gutmütigen Charakter sehr einsteigerfreundlich. Die essenziellsten Motordaten werden auf dem einfachen Intuvia-Display ausgegeben. Die entspannte Sitzposition kann es mit den besten Lounge-Chairs aufnehmen, wodurch man sich nach einem langen Arbeitstag unverkrampft der Heimfahrt gen Sonnenuntergang widmen kann. Das Gepäck kann dabei gleichmäßig auf die Front- und Heckgepäckträger verteilt werden, vorne maximal 15 kg und hinten maximal 14 kg.

Das Diamant Juna Deluxe+ ist die Stilikone im Vergleichstest! Für hohe Geschwindigkeiten ist das Juna Deluxe+ nicht ausgelegt. Dafür fehlt es dem gemütlichen Rad an Spurtreue durch die zu weiche Gabel und allgemein an Steifigkeit im Rahmen. Der Motor liefert genug Kraft zum erholsamen Cruisen und nicht mehr. Auch die Shimano NEXUS-Nabenschaltung sorgt mit ihrer trägen Schaltgeschwindigkeit unter Last für Schubaussetzer. Will man auf dem Juna Deluxe+ das Umland der Großstadt erkunden, bleibt man lieber auf geteerten Wegen, um das Fahrwerk nicht zu überfordern. Schlechtes Wetter kann einem zwar dank der tiefen Schutzbleche nur wenig anhaben, doch das entspricht nicht dem sonnigen Gemüt des Bikes. Das Juna Deluxe+ will genauso bewegt werden wie ein Oldtimer-Cabrio: Es ist ein Liebhaberstück und nur bis zu einem gewissen Grad Alltagsgegenstand, eher eine Herzensangelegenheit und weitestgehend keine rationale Kaufentscheidung.

Das Diamant Juna Deluxe+ ist das perfekte E-Bike zum stilvollen Entschleunigen. Es beherrscht entspannte Runden durch die flache Hafenstadt genauso wie den Trip zum nahegelegenen Wochenmarkt für den kleinen Einkauf. Mit seiner geschmackvollen Optik ist es prädestiniert für Menschen, die sich gern an feinen Dingen erfreuen.

Diamant 365: Urban Bike mit begrenzter Reichweite

Das Pedelec Diamant 365 besteht aus einem in Deutschland gefertigten Rahmen. Es ist top verarbeitet, bietet aber nur eine begrenzte Reichweite. Das Diamant 365 ist ein solches Urban Bike und wird in der Nähe von Chemnitz von den dort ansässigen Diamantwerken hergestellt.

Das Diamant 365 wiegt nur 17 kg und bietet Schutzbleche, aber keinen Gepäckträger. Wer letzteren bevorzugt, kann zum fast baugleichen, aber etwas schwereren Modell Diamant 365 Deluxe greifen. Mit drei Rahmengrößen sind die Urban Bikes aus Sachsen für Personen mit einer Größe zwischen 164 cm und 197 cm geeignet.

Aufbau und Verarbeitung

Im Unterschied zu vielen E-Bikes aus China wird das Diamant 365 nahezu komplett montiert zum Kunden geliefert. Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die Schweißnähte sind im oberen Bereich an Gabel und unterhalb der Sattelstütze geschliffen, sodass man sie auch dank der schwarzen Lackierung kaum erkennt. Lediglich im unteren Bereich sind sie wie bei E-Bikes aus China unbehandelt. Der stabile Rahmen aus Aluminium trägt Personen bis maximal 119 kg bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 136 kg. Die Schutzbleche bestehen aus Metall und die Pedale aus Plastik. Beim Fahren wackelt oder klappert nichts.

Gegenüber einem günstigen E-Bike aus China ist das Kabelmanagement beim Diamant 365 vorbildlich. Die vorderen Kabel und Bremszüge der hydraulischen Bremse verschwinden in der Gabel und im Rahmen. Die Verkabelung für das Rücklicht verläuft unsichtbar in der Innenseite des hinteren Schutzblechs.

Der Rahmen des Diamant 365 ist in Schwarz lackiert. Fast sämtliche anderen Bauteile, selbst die Sattelstütze und die Speichen, sind in dieser Farbe gehalten. Lediglich die Speichenschutzscheibe am Hinterrad besteht aus transparentem Kunststoff.

Lenker, Licht und App

Der Lenker wirkt angenehm aufgeräumt, da das Diamant 365 kein Display bietet. Wer auf die im Computer gespeicherten Daten wie gefahrene Kilometer zugreifen möchte, muss das Rad mit der App Hyena Rider Assistant (HRA) des Motorenherstellers koppeln. Für die Nutzung der App muss man sich registrieren.

Eingeschaltet wird das Rad über das Bedienpanel auf der linken Seite am Lenker, das insgesamt drei Tasten bietet. Ein langes Drücken der Einschalttaste aktiviert das Rad. Im Panel leuchten dann zwei unterschiedliche LED-Anzeigen: Eine zeigt den aktuellen Batterieladestatus (grün), während die andere die gewählte Unterstützungsstufe (rot) signalisiert. Mit der Plus- und Minus-Taste kann man letztere anpassen. Nach dem Einschalten des Rads leuchten Vorder- und Rücklicht. Mit einem langen Drücken der Plus-Taste kann man das Licht aus- und wieder einschalten.

Auf der rechten Seite des Lenkers sitzen die Schalthebel (Shimano Altus M2010), die die 9-Gang-Schaltung Shimano Altus M2000 mit Schaltkassette HG200 und der Übersetzung 11 - 36 bedienen. Das Zusammenspiel der Shimano-Schaltung funktioniert auf Anhieb gut, die Gangwechsel erfolgen problem- und nahezu geräuschlos. Schon im achten Gang lässt sich das Rad bei höchster Unterstützungsstufe auf über 25 km/h im Flachen beschleunigen. Noch mehr Tempo kann man mit dem höchsten Gang erzielen, dann aber ohne Unterstützung des Motors, der das Rad nur bis zu der hierzulande gültigen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigt.

Die Handgriffe fühlen sich gut an und bieten genügend Grip. An den seitlichen Enden bieten sie eine breitere Auflagefläche für die Handballen.

Ergonomie und Fahrgefühl

Der Winkel und die Höhe des Vorbaus lassen sich über ein Gelenk anpassen, das ist hervorragend. Zusammen mit dem ausreichend höhenverstellbaren Sattel bietet das Diamant 365 damit eine gute Ergonomie. Es steht auch eine Variante mit Trapez-Rahmen zur Auswahl, der einen deutlich niedrigeren Zustieg bietet.

Aufgrund der starren Gabel spürt man Unebenheiten auf der Fahrbahn deutlicher als bei Rädern mit einem gefederten Vorderrad. Anderseits vermittelt das Diamant 365 mit seinen 28 Zoll großen und 40 mm breiten Reifen einen direkten Straßenkontakt und lässt sich in jeder Situation sicher fahren. Im Zusammenspiel mit dem großen und gut gepolsterten Selle-Royal-Vivo-Sattel bietet es trotz starrer Gabel noch einen guten Fahrkomfort. So ist es etwa kein Problem, mit dem Pedelec auch mal abseits der Straße durch den Park auf Schotterwegen zu fahren.

Die hydraulischen Scheibenbremsen vorn und hinten lassen sich gut dosieren und greifen perfekt. Die Schutzbleche erfüllen ihre Pflicht und halten den Fahrer trocken.

Elektronik und Akku

Den 250-Watt-Motor mit seinen 40 Nm haben Diamant und Trek zusammen mit dem taiwanischen Hersteller Hyena entwickelt. Er beschleunigt angenehm flott bis zur gewählten Höchstgeschwindigkeit und bleibt dabei sehr leise. Auch moderate Steigungen sind kein Problem. Positiv ist die gute Abstimmung zwischen Drehmomentsensor und Motorsteuerung. Während man bei anderen E-Bikes mit Hinterrad-Nabenmotor oft mehrmals treten muss, damit der Motor seine Kraft entfaltet, greift die Motorunterstützung beim Diamant 365 sofort. Auch während der Fahrt bleibt die Motorunterstützung konstant und setzt sofort ein, wenn die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterschritten wird.

Der Akku sitzt schick integriert im Rahmen, kann zum Laden aber nicht entnommen werden. Das ist, wenn es ums Aufladen geht, unpraktisch, da nicht jeder Stadtbewohner über eine leicht zugängliche Garage mit Stromanschluss verfügt. Laut Hersteller kann man mit dem Diamant 365 bis zu 60 km fahren, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss. Im Test mit einem 90 kg schweren Fahrer stellt der Akku nach knapp 37 km den Betrieb ein.

Technische Daten Diamant 365:

Merkmal Wert
Motor 250-Watt-Motor, 40 Nm
Akku Integriert im Rahmen, nicht entnehmbar
Reichweite (Test) Ca. 37 km (mit 90 kg Fahrer)
Schaltung Shimano Altus M2000, 9-Gang
Bremsen Hydraulische Scheibenbremsen
Gewicht 17 kg

Diamant Beryll Esprit Gen3

Das aktuelle Beryll Esprit Gen3 vom Traditionshersteller Diamant soll wartungsfrei, komfortabel und langlebig sein. Antriebsgigant Bosch bettet alle seine Drive Units in das Smarte System ein. So erfährt auch der Performance Line Klassiker der Generation 3 eine digitale Vernetzung. Gehirn des Antriebssystems ist die LED-Remote, mithilfe dessen sich das System auch ohne das abnehmbare Intuvia 100 Display aktivieren lässt. Die farbige Visualisierung hilft, die Kerndaten des Antriebs ohne Display zu erkennen. Darüber hinaus bietet die Bosch App, mit der sich das Diamant verbinden lässt, zusätzliche Features.

Der Riemenantrieb Gates aus dem Hause Fallbrooks hat sich inzwischen im E-Bike und im Fahrradbereich ein großes Stück vom Kuchen genommen. Gerade bei Rädern, die, wie das Diamant, einen hohen Nutzcharakter bieten, ist der Gates-Riemen perfekt aufgehoben. Die Kombi mit der ebenso wartungsarmen Nexus 5-Gang-Schaltung macht das City E-Bike besonders pflegeleicht.

Komfortabilität wird beim Beryll Esprit großgeschrieben: Zum einen bietet die aufrechte Sitzposition eine gute Übersicht über den umliegenden Verkehr und entlastet zusätzlich die Schulter- und Handmuskulatur. Die Wirbelsäule erfährt durch die gefederte Sattelstütze zusätzliche Dämpfung. Andererseits gleitet das Beryll stoisch souverän geradeaus. Prima gefallen hat auch der tiefe Durchstieg, der sich vor allem im städtischen Getümmel beim regelmäßigen Anhalten mit gutem Handling präsentierte. Im welligen Terrain spielt der gewohnt kräftige Bosch Performance Line seine Stärken aus und verschafft dem Pedaleur den nötigen Schub auch an steilen Anstiegen.

Mit seinen komfortablen Fahreigenschaften ist das Diamant Beryll Esprit ein entschleunigter City-Cruiser mit kräftigem Antrieb und einem wartungsarmen Komponenten-Mix. Die Stadt ist sein Revier, auch Ausflüge ins Grüne macht das Diamant entspannt mit.

Bewertung: Gut (Punkte: 721)

Das gefällt:

  • Komfortables City E-Bike
  • Kräftiger Antrieb
  • Gute Bereifung für Asphalt
  • Ruhiger Geradeauslauf

Das weniger:

  • Das Radgewicht hemmt die allgemeine Agilität etwas

Weitere Diamant E-Bike Modelle

Neben den oben genannten Modellen bietet Diamant eine Vielzahl weiterer E-Bikes an, die sich in Ausstattung und Einsatzzweck unterscheiden. Dazu gehören unter anderem:

  • Diamant Ubari Deluxe: Ausgestattet mit Federgabel (50 oder 60 mm Federweg), geeignet für Fahrten auf geteerten Straßen und im leichten Gelände.
  • Diamant Mandara Deluxe: Mit Bosch Performance Line Motor (65 Nm) und PowerTube Akku (500 Wh), durchschnittliche Reichweite von 80 km.
  • Diamant Elan Sport+: Ein vielseitig einsetzbares, sportliches und bezahlbares E-Bike.

Die meisten Elektrofahrräder von Diamant bewegen sich preislich im Bereich über 3000 €.

Allgemeine Informationen zu Diamant E-Bikes

  • Spezialisierung: Trekking E Bikes und City E Bikes.
  • Geschwindigkeit: Die meisten E-Bikes erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h, die Modelle Zouma Deluxe+ S und Zoume Supreme+ S erreichen 45 km/h und sind zulassungspflichtig.
  • Funktionsweise: Pedelecs, bei denen man weiterhin in die Pedale treten muss, aber durch den Motorantrieb leichter vorankommt.
  • Gewicht: Ein Gewicht von etwa 26 kg ist normal, einige Modelle wie das Diamant Zing Deluxe kommen auf nur 21,8 kg.
  • Ladezeit: Mit der mitgelieferten Ladestation von Bosch erhält man eine durchschnittliche Ladezeit von 4-5 Stunden für eine Vollladung.
  • Reichweite: Normalerweise zwischen 50 und 100 km, abhängig von Fahrweise und Bedingungen.

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