E-Bike Abkürzung und Unterschiede: Ein umfassender Überblick

Fahrräder erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie sportlich sind, die Umwelt schonen und gleichzeitig mobile Unabhängigkeit bieten. Für Pendler kann das tägliche Radfahren jedoch anstrengend sein. Eine mögliche Lösung ist die Anschaffung eines Pedelecs, eines Fahrrads mit Motorunterstützung. Der Motor unterstützt die Fahrleistung bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit und schaltet sich dann automatisch ab.

Was ist ein Pedelec?

Beim Pedelec handelt es sich um ein Fahrrad, das über einen Elektromotor verfügt. Dieser unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer schneller fahren möchte, muss dies mithilfe der eigenen Muskeln schaffen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Pedelecs häufig fälschlicherweise als E-Bike bezeichnet.

Der Begriff Pedelec leitet sich aus der Abkürzung des englischen Begriffs (Pedal Electric Cycle) ab. Das Pedelec unterstützt den Fahrer nur, und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h (das entspricht einer Nenndauerleistung von 0,25 kW) und eben nur dann, wenn in die Pedalen getreten wird. Wer schneller fahren möchte, der muss sich auf die Leistung des eigenen Körpers verlassen.

Da es gemäß deutschem Verkehrsrecht dem Fahrrad gleichgestellt ist, braucht ein normales Pedelec, welches als Elektrofahrrad bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt, keine gesonderte Zulassung. Genausowenig müssen Sie einen Helm auf Ihrem Pedelec tragen, eine Versicherung dafür abschließen oder eine bestimmte Altersgrenze einhalten. Selbiges gilt übrigens auch für Modelle, welche eine Anfahrhilfe bis zu 6 km/h haben.

Wo darf das Pedelec fahren?

Wie Fahrräder müssen Pedelecs Radwege nutzen und ansonsten auf die Straße ausweichen. Ausnahmen gelten allerdings zum Beispiel für Kinder.

E-Bike vs. Pedelec: Die Unterschiede

E-Bikes hat sich mittlerweile als genereller Überbegriff für verschiedene Arten von Elektrofahrrädern durchgesetzt. Allerdings werden diese je nach Funktion gemäß des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) unterschieden und gehen daher mit unterschiedlichen Gesetzen für den Fahrer einher. Bereits seit November 2003 gilt nämlich für alle EU-Länder: Sie müssen die gültigen EU-Richtlinien für das E-Bike bzw. das Pedelec in die nationale Gesetzgebung übernehmen. Den größten Marktanteil unter den E-Bikes hat das normale Pedelec mit über 90 Prozent.

Ein Unterschied, der das E-Bike vom Pedelec abgrenzt, ist, dass das betreffende Gefährt auf Knopfdruck fährt. Während beim Pedelec der Motor nur unterstützt, wenn die Pedalen betätigt werden, kann das E-Bike auf Knopfdruck oder durch einen Drehgriff allein fahren. Überschreitet hierbei die Motorleistung die Grenze von 500 Watt und eine Geschwindigkeit von höchstens 20 km/h nicht, so wird hier von einem Kleinkraftrad (bzw. ein Leichtmofa) gesprochen.

S-Pedelecs: Die schnelle Variante

Daneben gibt es jedoch auch Fahrzeuge, die eine höhere Nenndauerleistung aufweisen und daher als schnelle Pedelecs, S-Klasse oder einfach S-Pedelecs bezeichnet werden. Generell gleicht die Funktionsweise zwar der des normalen Pedelecs, jedoch wird hier die Motorunterstützung erst ab einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet. Ein solches Gefährt gilt dann nicht mehr als Fahrrad, sondern als Keinkraftrad.

Für den Halter des Fahrzeugs bedeutet dies u. a.:

  • Sie müssen Ihr Pedelec versichern
  • Eine Zulassung sowie einen Führerschein dafür besitzen

Der Hersteller einer S-Klasse benötigt eine Betriebserlaubnis vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) für jedes einzelne Modell. Die Einzelzulassung schreibt damit vor, dass weder der Besitzer selbst noch der Händler einfach das Pedelec einem Tuning o. Ä. unterziehen kann. Fahrer benötigen mindestens die Fahrerlaubnisklasse AM. Das Mindestalter für Pedelecs bis zu 45 km/h beträgt 16 Jahre. Das S-Pedelec zieht eine Helmpflicht nach sich.

Wo dürfen S-Pedelecs fahren?

S-Pedelec bis 45 km/h: Diese Fahrzeuge zählen weder zu den Fahrrädern, noch zu den Leichtmofas. Sie dürfen daher unter keinen Umständen die Radwege benutzen. Das bedeutet zudem, dass auch Fahrradstraßen nur genutzt werden dürfen, wenn eine entsprechende Ausnahme am Verkehrsschild hinzugefügt wurde. Auch wenn eine Einbahnstraße für Fahrräder in die entgegengesetzte Richtung freigegeben ist, gilt dies nicht für ein S-Pedelec.

Reichweite und Akku

In aller Regel ist ein Pedelec mit einem Motor ausgestattet, welcher durch einen Akku betrieben wird. Viele Interessierte stellen sich die Frage, wie weit Sie mit einem vollgeladenen Akku auf dem Pedelec kommen. Die Reichweite hängt jedoch von mehreren Faktoren ab und können von den Herstellerangaben abweichen. So sind bei einem hochwertigen Gerät zwischen 50 und 100 km möglich, können aber je nach Witterungsbedingungen, Bodenverhältnissen u. Ä. um bis zu 50 Prozent von den Herstellerangaben variieren.

Weitere wichtige Faktoren für die Reichweite beim Pedelec sind das Gewicht das Fahrers, die Außentemperatur, die Pflege des Fahrrads sowie die Gänge, die genutzt werden (niedrigere Gänge sind energiesparender).

Kreuzworträtsel-Lösungen für Elektrofahrrad

Häufig verwendete Lösungen für elektrofahrrad:

  • EBIKE (5 Buchstaben)
  • PEDELEC (7 Buchstaben)

Für den häufig gesuchten Kreuzworträtsellexikon-Begriff elektrofahrrad englisch (kurzwort) ist die Lösung EBIKE mit einer Länge von 5 Buchstaben.

Komponenten und Ausstattung von E-Bikes

Mit der Wertigkeit der Ausstattung steigt auch der Preis des E-Bikes. Eine qualitativ hochwertigere Ausstattung macht das Rad in der Regel leichter, haltbarer und ist stabiler als günstigere Einstiegsvarianten. Hochwertige Komponenten lassen sich auch besser auf den Fahrer und den Einsatzbereich abstimmen. Dieses sog. Feintuning verbessert dann natürlich die Fahreigenschaften des E-Bikes und damit den Komfort für den Fahrer und natürlich auch den Fahrspaß.

Die wichtigsten Komponenten sind:

  • Antrieb & Schaltung
  • Bremsanlage
  • Dämpfung (Federgabel, Dämpfer)
  • Laufräder, Reifen

Modellbezeichnungen bei Cube E-Bikes

Bei den Cube E-Bikes werden die Räder nach ihren Ausstattungen in den Modellbezeichnungen unterschieden. Vergleichbar mit PKW-Fahrzeugen könnte man diese folgendermaßen kategorisieren:

  • One: Untere Mittelklasse
  • Pro: Mittelklasse
  • Race / Exc: Gehobene Mittelklasse
  • SL / SLX: Oberklasse
  • SLT: Gehobene Oberklasse
  • Allroad: Fahrräder mit alltagstauglicher Ausstattung wie Beleuchtung, Ständer, Schutzblech, Gepäckträger, Glocke

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