Aldi E-Bike für Herren im Test: Lohnt sich der Kauf?

Aldi bietet in seinem Onlineshop regelmäßig E-Bikes an. Aktuell ist dort ein City-E-Bike von Prophete im Angebot. Aber lohnt sich der Deal wirklich?

Das E-Bike hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 3.600 Euro, der Discounter bietet es für 2.200 Euro an. Das klingt zunächst nach einer enormen Ersparnis, allerdings liegt die UVP bei E-Bikes häufig deutlich über dem tatsächlichen Straßenpreis. Lasst euch also davon nicht blenden.

Das Cityrad hat viel Ähnlichkeit mit dem Trekking-E-Bike »Prophete Entdecker 5.3«, das ich erst kürzlich für euch unter die Lupe genommen habe. Im Gegensatz zu diesem handelt es sich beim aktuellen Angebot jedoch um ein Cityrad, bei dem vor allem die »robuste Bauweise« hervorgehoben wird.

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Ausstattung und Reichweite des Prophete E-Bikes

Der Akku besitzt eine Kapazität von 720 Wattstunden. Laut Hersteller liegt die Reichweite bei bis zu 220 Kilometern. Das Prophete-Pedelec bietet hydraulische Scheibenbremsen. Das E-Bike besitzt einen winkelverstellbaren Vorbau sowie eine gefederte Sattelstütze. Das Beleuchtungssystem ist rückseitig mit einer Bremslicht-Funktion ausgestattet. Im Lieferumfang liegt ein Smart-Tag bei, mit dem sich das Fahrrad orten lässt.

Der Hersteller wirbt mit einer robusten Bauweise, wofür auch das recht hohe Gewicht von 28 Kilogramm spricht.

Alternativen zum Prophete E-Bike von Aldi

Solltet ihr auch abseits der Straße unterwegs sein und eine etwas sportlichere Fahrweise mögen, dann ist das Trekking-E-Bike Prophete Entdecker 5.3 Deluxe für 2.000 Euro eine gute Wahl. Es bietet ebenfalls einen starken 100-Newtonmeter-Motor und 720-Wattstunden-Akku.

Für rund 500 Euro weniger gibt es außerdem das Fischer Viator 7.0i (Trekkingrad) - unter anderem bei Amazon. Der Brose-Mittelmotor mit 70 Newtonmetern bietet eine ausreichende Unterstützungskraft für Anstiege, der Akku besitzt mit 630 Wattstunden eine etwas geringere Kapazität als das Prophete-Rad von Aldi.

Für knapp 2.000 Euro bietet unter anderem Otto mit dem Telefunken Multitalent RC680 eine Alternative fürs urbane Umfeld an.

Das Cityrad von Aldi eignet sich vor allem, wenn ihr auf Radwegen und Straßen unterwegs seid.

Solltet ihr auf der Suche nach einem robusten und wartungsarmen E-Bike für längere Strecken sein, dann ist das Prophete Geniesser 5.3 aus meiner Sicht eine gute Wahl.

Erfahrungen mit Aldi E-Bikes aus der Nachbarschaft

Endlich konnte ich ein paar authentische Aldi E-Bike Erfahrungen sammeln - ohne selbst ein Aldi-Pedelec zu besitzen! Die Geschichte ist ganz interessant: Sie stellt häufige Licht- und Schattenseiten von Aldi- und auch Discounter E-Bikes gut heraus.

Ein freundliches Paar aus meiner Nachbarschaft hatte sich 2016 bei ALDI Nord zwei für knapp 900 Euro angebotene Tiefeinsteiger City-E-Bikes “Prophete Hansa Alu-City mit Mittelmotor“ nach Süddeutschland bringen lassen. Hier kommen die Praxiserfahrungen aus meiner Nachbarschaft mit den Prophete-Modellen ins Spiel.

Die beiden Tiefeinsteiger „Hansa Alu-City“ kamen recht schick in graphitgrau glänzend. Die Elektrofahrräder brachten mit, was dem Paar zunächst wichtig war. StVZO-gemäße Ausstattung mit Licht und reflektieren Reifen, ein Motor, der auf den ca. 150 Höhenmetern vom Einkaufen oder Schwimmbad hinauf zur Wohnstraße ordentlich unterstützt, ein solider Gepäckträger.

Natürlich sind günstigere Bauteile bei Gabel, Lenker, Vorbau, Bremsen … manchmal schwerer. Das zusätzliche Gewicht solcher Bauteile wird bei Discounter-E-Bikes in Kauf genommen.

Der etwas schwache 30-Lux-LED-Scheinwerfer von AXA hat eine Standlichtfunktion. Dazu das LED-Rücklicht „Spark” am Gepäckträger. Es leuchtet auch dann, wenn das E-Bike zum Stand kommt - beispielsweise an einer Ampel. Das Licht schaltet sich nach etwa zwei Minuten ab.

Der 374 Wattstunden große Samsung-Akku sitzt zwischen Sattelrohr und Hinterrad. Er ist zum Laden seitlich entnehmbar und mit einem Schlüssel gesichert. Mit „groß“ ist hier die Kapazität gemeint - in Anlogie zum Tankinhalt beim Auto. Der Akku bringt je nach Gelände und Unterstützungsstufe bis zu 80 Kilometer Reichweite.

Durch die Akkuanordnung zwischen Sattelrohr und Hinterrad wird das Bike übrigens etwas länger als gewöhnliche Fahrräder und E-Bikes, etwa zwei Meter.

Da die Räder bei meinen Bekannten aber nicht auf einen (evtl. zu schmalen) Heckträger sollten und eine ebenerdige Garage zur Verfügung stand, waren Länge und Gewicht kein Problem.

Der e-novation Motor wirkt optisch wie am Tretlager angepropft. Er ist ein umgelabelter, ansonsten in vielen Stückzahlen bewährter Bafang BBS01 E-Bike Mittelmotor mit 36 V und Pedelec-typischer 250W Dauerleistung. Positiv überrascht war ich vom recht schnellen Ansprechverhalten am Berg.

Das Anfahren an einer Steigung wird durch den Motor fast zeitgleich mit dem Druck aufs Pedal unterstützt. Dieses gute Ansprechen auf den Pedaldruck ist ein Unterschied zur Anfahrunterstützung bei Hinterrad-Nabenmotoren. Diese benötigen häufig erst eine viertel bis halbe Drehung des Hinterrads, um Eure Beinkraft zu unterstützen.

Allerdings war bergauf doch ein gewisser Kraftaufwand und eine der beiden höchsten Unterstützungsstufen nötig - die Steigung betrug da etwa 10%. Der erforderliche Kraftaufwand ist den nur etwa 50 Nm Drehmoment des e-novation Motors geschuldet. Andere Mittelmotoren waren auch 2016 schon deutlich stärker - ab ca. 65 Nm.

Wer den „Schub“ oder „Flow“ eines Bosch CX oder Yamaha-PW gewöhnt ist, wird den hier vermissen. Auch die Art der Kraftentfaltung ist bei den günstigeren Motoren weniger natürlich. Ihnen fehlt vor allem der Drehmomentsensor, der bei Bosch, Brose, Shimano, Yamaha, TQ, Sachs … Standard ist.

Der Einsatz im einfachen Gelände und für Alltagszwecke erfordert einfach keine aufwändigere Technik und Programmierungen wie bei sportlicheren E-Bikes.

Der Motor hat die Besitzerin bislang etwa 5000 Kilometer problemfrei unterstützt. Ungeregelt könnte er höhere Leistungen abgeben und ist auch für höhere Leistungen ausgelegt. Seine Bauteile und sein Controller in der Pedelec-Abstimmung mit 250 Watt Dauerleistung also nicht übermäßig gefordert.

Zur Zuverlässigkeit trägt auch bei, dass diese City-E-Bikes auch selten sportlich, an steilen Anstiegen und mit kräftigen Antritten gefordert werden.

Auf ebener Strecke läuft das Hansa Alu-City angenehm und leicht. Der Gel-Sattel ist für kurze und mittlere Strecken bequem. Die Sitzhaltung ist aufrecht, der gebogene Lenker passt gut dazu.

Die aufgezogenen Reifen sind recht schmale, wenig Rollwiderstand aufweisende City-Ride 47/622 Reifen von Continental mit Pannenstopp und Reflexstreifen an der Seite. Es sind keine speziellen E-Bike-Reifen mit verstärkten Aufbau, aber ausreichend.

Der komfortable Tiefeinstieg heißt anderswo heute „Easy Entry“ und diese Rahmenform ist auch nicht mehr als reiner „Damenrahmen“ zu sehen. Gerade im Stadtverkehr, bei Beladung und bei etwas älteren Fahrer:innen ist diese Rahmenform ein Sicherheits-Plus.

Der Alu-Rahmen kommt übrigens auch bei diesem Modell wie bei Prophete üblich in einer einzigen Rahmenhöhe von 46 cm.

Auch das übersichtliche E-Novation Display und die 7-Gang-Nexus Nabenschaltung von Shimano machen einen guten Eindruck. Die sieben Gänge lassen sich über einen Drehschalter am Griff inklusive Ganganzeige bequem einstellen. Die Übersetzungsbandbreite der Nexus beträgt ordentliche 245 Prozent.

Im Vergleich: Eine alte 3-Gang-Nabe („Torpedo“) liegt bei etwa 190 Prozent. Eine 9-Gang Nabenschaltung liegt etwa bei 350 Prozent.

Mit der Nexus lässst sich an Steigungen im kleinen Gang mit nicht zu langsamer Trittfrequenz recht gut aufwärtskommen. Bei schnelleren Passagen lässt sich bis ca. 30 km/h im höchsten Gang noch gut mittreten.

Die Trittfrequenz spielt bei der Kraftentfaltung eine wichtige Rolle bei diesem Motor. Er gibt bei höherer Trittfrequenz mehr Kraft ab als bei niedriger.

Für die Verzögerung sorgen günstige mechanische Seilzug-Felgenbremsen, auch V-Brakes genannt. Am gefahrenen E-Bike quietschten die recht ordentlich - Klingeln für die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer war hier nicht nötig.

Für die Seilzüge und die Funktion der Bremsen ist jedenfalls ein waches Auge und regelmäßige Prüfung und Nachjustierung nötig. Die Bremsen waren auch Ursache für einen offiziellen Rückruf des E-Bikes seitens Aldi nach drei/vier Jahren - das Hansa Alu-City sollte von den Besitzern nicht mehr bewegt werden! Solche Seilzug-Felgenbremsen sind heute nicht mehr Standard.

À propos Service: Auf den Rahmen gewährt der Prophete zehn Jahre Garantie, auf Kleinteile - außer Verschleißteile - drei Jahre. Sollte das Elektrofahrrad einen Schaden haben und die Gewährleistung des Herstellers greifen, setzt Aldi bzw. Prophete auf ein mobiles Servicekonzept, das sich Vor-Ort-Service nennt.

Das kam bei meinen Bekannten zur Anwendung: Das Display bzw. die Anzeige war defekt. Zunächst hat der Prophete Service wohl etwas unwillig reagiert. Erst als darauf higewiesen wurde, dass zwei gleiche Modelle im Haus sind, kam die telefonische Fehleranlayse voran. Mit dem testweisen Austausch der Displays untereinander wurde die Fehlerursache eingegrenzt.

Ein Ersatzdisplay kam dann recht schnell per Post und konnte von den Besitzern selbst ausgetauscht werden. Wie schnell der Service-vor-Ort im Gewährleistungsfall tatsächlich ist, scheint unterschiedlich.

Er ersetzte nach dem Display-Fehler das eine der beiden Prophete-Hansa-Alu-City Modelle mit einem Giant Mittelmotor-Hardtail vom Händler vor Ort. Dies hat den 75 Nm starken SyncDrive, basierend auf dem Yamaha PW-X Motor.

Beim ADAC Elektrorad-Test erhielt das Modell 2016 übrigens nur die Note 5: Die „mangelhaften Seilzug-Bremsen“ führten im Test zur Abwertung. Die meisten aktuellen Prophete E-Bikes werden inzwischen mit Scheibenbremsen ausgestattet.

Bei pedelec-elektro-fahrrad.de wurde das Hansa Alu-City 2016 so beschrieben: „Wie schon in den Vorjahren ist das E-Bike von Aldi eher für den leichten Einsatz gedacht. … Möchte man mehr fahren, sollte man sich doch bei der etablierten Konkurrenz umschauen, die auf führende Antriebstechnik von Bosch, Yamaha oder Brose vertraut.

Fazit: Die Aldi- und Discounter E-Bikes sind so etwas wie dia Dacias unter den E-Bikes. Nicht aufregend aber durchaus solide. Vorsicht nur bei vereinzelten Schwachstellen wie den Bremsen oder dem feuchtigkeitsempfindlichen Display. Mir erscheinen auch 30 Lux im Frontscheinwerfer eine absolute Minimalausstattung.

Sind es gute Pendler-E-Bikes? Auf ebener Strecke gerne und nicht mehr als 10 Kilometer. Und sofern Ihr auch wegen Servicebedarf einmal ein, zwei oder im Einzelfall auch mehr Wochen auf das E-Bike verzichten könnt. Eine Rolle als Auto- oder Zweitwagenersatz werden diese E-Bikes m.E.

Der Nachteil der fehlenden Probefahrt-Möglichkeit wird vielleicht dadurch etwas ausgeglichen, dass der Marke Aldi im Allgemeinen vertraut wird. Und auch dadurch, dass ein E-Bike Einsteiger bei der ersten Probefahrt eines Discounter E-Bikes meist noch wenig Fahrerfahrung hat. Auch Vergleichsmöglichkeiten mit anderen E-Bikes und somit objektivere Abwägungsmöglichkeiten fehlen noch.

Unmittelbare Spaßmobile sind solche Discounter-E-Bikes bis auf den Preis also eher nicht. Aber das Bewußtsein, mit jedem gefahreren E-Bike-Kilometer der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, kann den Spaß ja durchaus noch fördern.

Zu unseren bisherigen Besprechungen und Videos über Aldi E-Bikes (versammelt auf unserer Themenseite Aldi E-Bikes) hatte es viel Interesse gegeben. Unter den Artikeln und Videos ergab sich bislang ein postiv-gemischtes Bild an Erfahrungen aus der Praxis. Bitte helft anderen mit Euren Erfahrungen oder Fragen zu den Aldi-E-Bikes dazu - sharing is caring!

Stand Sommer 2022 gibt es bei Aldi ein paar reduzierte E-Bike-Angebote der Hersteller Prophete, Llobe und Jeep. Sie sind einen Blick wert, wenn man mit o.g. Einschränkungen leben kann.

  • PROPHETE Retro-E-Bike 28 Zoll*: 1,299 € (-18%) (bis 14.08.)
  • JEEP E-Trekking-Bike TMR 7000*: 1.499 € (-34%) (bis 14.08.)

Ein Fischer-E-Bike für jedes Gelände gibt es aktuell bei Aldi. Sie brauchen ein E-Bike, das für sportliche Touren aufs Land ebenso taugt wie für die tägliche Fahrt zur Arbeit oder für den Einkauf? Aldi bietet aktuell ein E-Bike an, laut Angebotstext für jedes Terrain und mit extra breiten Reifen (5,4 cm).Das Fischer Terra 4.0 ist in den Rahmenhöhen 43, 45 und 55 cm verfügbar und ist jetzt ein bisschen günstiger, es kostet in allen Rahmenhöhen 1.749 Euro im ALDI ONLINESHOP.

Das 26 Kilogramm schwere Terra 4.0 bietet einen Bafang Mittelmotor, eine Reichweite von rund 150 Kilometern, kann mit bis zu 135 Kilogramm belastet werden und kommt mit Suntour-Federgabel, hydraulischen Scheibenbremsen und einer Schiebehilfe.

Unsere Einschätzung: Schickes, alltagstaugliches E-Bike, das Sie auch mal auf einen Ausflug entführen können. Wenn es noch Seitenreflektoren hätte, wäre es sogar voll StVO-konform.

Selbst wenn Sie sich für ein günstiges E-Bike entscheiden sollten, ist es oft ganz nützlich, zu wissen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Aktuell gibt es bei Aldi zum Start der Saison wieder das Prophete Trekking E-Bike für nur 899 Euro. Wie gut ist das Aldi E-Bike?

Die Prophete Trekking E-Bikes bei Aldi sind aktuell wieder im Onlineshop verfügbar. Wie im vergangenen Jahr sind die Trekking-Modelle sowohl mit einem Trapez- als auch einem Diamantrahmen erhältlich. Das Setup mit hohem Rahmen richtig sich vornehmlich an Herren, der Rahmen mit der niedrigeren Querstange an Damen.

Unserer Einschätzung nach handelt es sich bei den beiden Rädern um identische Modelle. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Preis sogar gesunken. Wo die Räder im letzten Jahr noch um 999 Euro gekostet haben, ruft Aldi in dieser Saison nur 899 Euro auf.

Im Prophete Trekking E-Bike arbeitet ein Hinterradmotor der Marke Blaupunkt. Er hat 250 Watt und läuft mit einer Spannung von 36 Volt. Wir vermuten, dass der Nabenmotor ein maximales Drehmoment von 40 Newtonmeter (es gibt leider keine offiziellen Angaben dazu) schafft, was im Vergleich mit anderen E-Bikes eher wenig ist.

Vergleichbare und von der Redaktion getestete E-Bikes mit diesem Drehmoment sind jedoch vollkommen ausreichend in der Ebene. Der sogenannte Downtube-Akku mit Zellen von LG sitzt auf dem Unterrohr und hat 12,8 Amperestunden, was bei 36 Volt Spannung eine Kapazität von 461 Wattstunden bedeutet.

Aldi beziehungsweise der Hersteller Prophete geben eine Reichweite von bis zu 120 km an. Erfahrungsgemäß liegt die Reichweite deutlich darunter. Bei einem Fahrergewicht von 80 kg, der höchsten Unterstützungsstufe und manchem Anstieg sowie der Fahrt auf Schotterwegen dürften rund 50 km realistisch sein.

Das E-Bike fährt mit diesem Antriebssystem 25 km/h Höchstgeschwindigkeit und ist damit ein Pedelec, das mit einem Fahrrad rechtlich gleichgestellt ist.

Das Aldi E-Bike ist in der Rahmenhöhe 52 cm verfügbar und bringt 28 Zoll Laufräder mit. Für die Verzögerung sorgen hydraulische Scheibenbremsen von Shimano. Schön ist auch die verbaute 8-Gang Kettenschaltung. Zwar kommt diese aus dem Einsteigerbereich, ist dennoch solide und für ein E-Bike dieser Preiskategorie gut gewählt.

Das E-Bike hat einen Freilauf, eine Rücktrittbremse hat es nicht. Die LED-Lichtanlage hat einen 70-Lux-Scheinwerfer, der vom Akku gespeist wird. Das Rad ist weitestgehend vormontiert. Wer es kauft, muss nur die Pedale einschrauben und den Lenker querstellen. Etwaige Reparaturen sind über den Prophete-Service zu buchen. In diesem Fall kommt ein Service-Wagen zu dir nach Hause.

Die Garantie beträgt 10 Jahre auf Rahmen und Gabel sowie 2 Jahre auf den Akku - ausgenommen sind Verschleißteile.

Mit dem Prophete Trekking E-Bike 28″ bietet Aldi ein fast Rund-um-sorglos E-Bike für Einsteiger an. Immerhin bekommt man ein Pedelec mit Scheibenbremsen, 8-Gang-Schaltung und voller Straßenausstattung. Dazu offeriert Prophete eine Vor-Ort-Service. Der Antrieb ist einfach. Wer in bergigen Regionen wohnt, sollte eventuell über mehr Power nachdenken. Für Vielfahrer empfehlen wir besser ausgestattete Modelle. Dennoch ist das Aldi E-Bike für viele Anwendungen eine tolle und preiswerte Option.

Im Onlineshop von Aldi gibt es aktuell das Fischer Terra 4.0i für 1.700 Euro. Ein guter Deal?

Macht ihr euch gerade bereit für die diesjährige Radsaison, euch fehlt aber noch der passende Untersatz? SUV? SUV-Bikes, auch All Terrain-Bikes, kommen mit sämtlichen Untergründen klar. Beim Aldi-Angebot handelt es sich um das Fischer Terra 4.0i. Während die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers bei 2.900 Euro liegt, kostet das E-Bike bei Aldi aktuell nur 1.700 Euro.

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Zu einem Preis von deutlich unter 2.000 Euro bietet das E-Bike von Aldi eine sehr solide Ausstattung. Das SUV-E-Bike besitzt hydraulische Scheibenbremsen von Shimano. Damit könnt ihr bei normaler Fahrt auf Asphalt sowie im Gelände eine gute Bremskraft erwarten.

Als Motor kommt der M400 des Herstellers Bafang zum Einsatz. Der Mittelmotor bietet eine maximale Unterstützungskraft von 80 Newtonmetern. Das ist richtig viel und liegt auf dem Niveau eines leistungsstarken E-MTBs.

Mit 630 Wattstunden siedelt sich die Kapazität des E-Bike-Akkus im oberen Mittelfeld an. Die zu erwartende Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 150 Kilometern an. Dabei handelt es sich jedoch um Idealwerte auf geringster Unterstützungsstufe. Der Akku findet im Unterrohr des Rahmens Platz. Somit ist er geschützt vor Wasser und Schmutz.

Die Federgabel von SR Suntour bietet einen Federweg von 80 Millimetern.

Der von Aldi aufgerufene Preis von 1.700 Euro ist für das Gebotene sehr fair, zumal andere Händler mitunter deutlich mehr für das E-Bike verlangen. Beachtet jedoch, dass bei Aldi noch knapp 40 Euro Versandkosten für die Spedition hinzukommen. Solltet ihr euch für die Trapezrahmen-Variante entscheiden, könnt ihr euch diesen sparen.

Mich überzeugt am Fischer-E-Bike vor allem die Ausstattung. Der Mittelmotor bietet viel Power, der Akku eine gute Größe für weitere Touren. Große Patzer erlaubt sich das Fischer Terra 4.0i aus meiner Sicht nicht. Eine gute Alternative zu einem ähnlichen Preis zu finden, ist nicht einfach.

Lidl bietet aktuell noch das Trekking-Rad Fischer Viator 6.0i in der Damenvariante mit 28 Zoll für 1.450 Euro an. Es besitzt einen noch stärkeren Mittelmotor von Brose mit 90 Newtonmetern, dafür einen etwas kleineren Akku mit 504 Wattstunden.

Möchtet ihr nicht ganz so sportlich auf dem E-Bike sitzen wie beim SUV-Bike, dann wäre auch das Prophete Entdecker 4.3 eine Alternative. Das Fahrrad gibt es ab dem 13. April bei Aldi für 1.599 Euro. Es erlaubt eine aufrechtere Sitzhaltung sowie einen winkelverstellbaren Vorbau.

Das SUV-E-Bike von Fischer eignet sich für euch, wenn ihr nicht nur auf Asphalt unterwegs seid.

Wer ein solides E-Bike mit guter Ausstattung zu einem fairen Preis sucht, kann bei dem Angebot von Aldi nicht viel falsch machen.

Immer wieder tauchen im Onlineshop von Aldi E-Bikes auf - bevorzugt in der Zeit vor Ostern. Die Räder kosten oft deutlich weniger als im Fachhandel, auch das Prophete E-SUV Entdecker: Statt für 3100 Euro wird es für 1999 Euro angeboten.

Das E-SUV Bike Entdecker entspricht optisch ganz dem aktuellen E-Bike-Klassiker: Der Akku schön in den Rahmen integriert und damit nahezu unsichtbar, eher aufrechte Sitzposition, ein Mittelmotor und vorne die Federgabel. Es ist zufriedenstellend ausgestattet.

Der AEG ComfortDrive ist ein Exot unter den Motoren, konnte sich im Test bei uns aber als leiser Antrieb mit ordentlich Power beweisen. Die Akkukapazität (576 Wh) ist super, Aldi wirbt mit einer Reichweite von bis zu 180 km je nach Fahrweise. Die Continental-Bereifung sowie die Suntour-Federgabel machen Fahrten auf vielen Untergründen angenehm, die Kettenschaltung mit 10 Gängen ist für Touren gut geeignet.

Wir hatten bereits ein E-SUV von Prophete im Test - es ist ein Vorgängermodell des Entdecker, aber sehr ähnlich ausgestattet. Auch die Preislage ist vergleichbar, weshalb sich der Blick auf den damaligen Test definitiv lohnt. Damals waren wir nur mit dem etwas schmalen Lichtkegel der Prophete-Beleuchtung unzufrieden (die gleiche ist im aktuellen Bike bei Aldi verbaut), auch waren die Schutzbleche eher kurz. Das E-SUV von Prophete hat bei uns die Note „Gut“ erhalten, wir waren in den meisten Punkten sehr zufrieden mit dem Konzept, der Ausstattung und der Fahrweise des E-Bikes. Kleine Details wurden bemängelt, doch ist das in der Preisklasse einfach Standard.

Einen Haken hat die Sache jedoch: Wer Räder beim Lebensmittel-Discounter kauft, kann nicht so richtig Probe fahren. Für Ihre Sicherheit und Ihren Komfort ist es jedoch wichtig, dass E-Bike genau zu Ihnen passt und Sie gut darauf sitzen. Das 90-tägige Rückgaberecht sollte man also unbedingt nutzen, wenn man nach ein paar Kilometern schon merkt: Das ist nichts für mich. Auch die Einstellungen von Lenker und Sattel müssen zuhause selbst erledigt werden.

Wer sich das zutraut und schon eine gewisse Routine hat, ist somit gut bedient. Wer dabei Unterstützung braucht, für den ist der Weg in den Fachhandel dann doch die bessere Wahl. Auch später braucht ein solches Rad ab und zu Service, beim Prophete E-SUV Entdecker wird man sich beispielsweise um die hydraulische Scheibenbremse kümmern müssen.

Wir empfehlen Einsteigern beim E-Bike eigentlich immer eine Probefahrt und eine ausführliche Beratung, die man bei Aldi nicht bekommt. Abgesehen davon ist das Prophete SUV-Bike von Aldi aber ein gutes Angebot, bei dem man tatsächlich ordentlich Geld sparen kann.

Übrigens: Auch andere E-Bikes sind über den Aldi-Onlineshop zu haben.

Übersicht der erwähnten E-Bike Modelle

Modell Motor Akku Preis (ca.)
Prophete Entdecker 5.3 Deluxe 100 Nm 720 Wh 2.000 €
Fischer Viator 7.0i Brose, 70 Nm 630 Wh 1.500 €
Telefunken Multitalent RC680 - - 2.000 €
Fischer Terra 4.0i Bafang M400, 80 Nm 630 Wh 1.700 €
Prophete E-SUV Entdecker AEG ComfortDrive 576 Wh 1.999 €

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