Bosch Performance Line PX Motor: Komfort, Effizienz und Laufruhe für E-Bikes

Die größte Neuigkeit von Bosch für die E-Bike-Saison 2026 ist ganz klar der Bosch Performance Line PX Motor. Seine Premiere feierte er auf der Eurobike 2025 in Frankfurt am Main. Mit dem neuen Performance Line PX erweitert Bosch sein E-Bike-Antriebsportfolio um einen Motor, der gezielt auf Komfort, Effizienz und Laufruhe im Trekking- und Citybereich ausgerichtet ist.

Technik des Bosch Performance Line PX

Mit dem Performance Line PX ergänzt Bosch sein Antriebssystem um einen Motor, der sich leistungsmäßig zwischen dem sportlich ausgerichteten CX und dem eher komfortbetonten Performance Line einordnet. Entwickelt wurde der Bosch PX-Motor speziell für Trekking- und Touren-E-Bikes, bei denen eine kraftvolle, aber zugleich ruhige und kontrollierte Unterstützung gefragt ist.

Ausgeliefert wird der Bosch Performance Line PX in seiner Standardkonfiguration mit einem Drehmoment von 85 Newtonmeter, einer Spitzenleistung von bis zu 600 Watt sowie einer maximalen Unterstützung von 340 Prozent. Über die eBike Flow App lassen sich diese Werte bei Bedarf individuell anpassen - für mehr Dynamik oder größere Reichweite, je nach Wunsch. In der höchsten Konfiguration leistet der PX bis zu 700 Watt, liefert ein maximales Drehmoment von 90 Newtonmeter und unterstützt mit bis zu 400 Prozent.

Trotz dieser Leistungsdaten bleibt der PX überraschend leicht. Mit einem Gewicht von nur 2,9 Kilogramm ist er zwar etwas schwerer als der CX (2,7 kg), bewegt sich aber weiterhin im sehr leichten Bereich.

Besonders bemerkenswert ist das ausgewogene Fahrverhalten des Motors. Laut Bosch reagiert die Sensorik des PX äußerst präzise auf den Pedaldruck und sorgt so für ein feinfühliges, aber kraftvolles Ansprechverhalten - vor allem beim Anfahren oder unter Last. Auch längere Touren mit Gepäck sollen sich damit deutlich komfortabler bewältigen lassen. Je nach Bedarf unterstützt der Motor bis 25 km/h, im Auto-Modus sogar situationsabhängig mit automatisch angepasster Leistung.

Sobald keine Unterstützung benötigt wird, entkoppelt sich der Antrieb nahezu widerstandslos vom Tretlager. Darüber hinaus ist der PX mit verschiedenen Zusatzfunktionen kompatibel. Die elektronische Schaltlösung eShift erlaubt eine automatische Gangwahl, was besonders im Stadtverkehr für zusätzlichen Komfort sorgt.

Neben Technik und Fahrkomfort legt Bosch besonderen Wert auf Nachhaltigkeit: Das Motorgehäuse besteht zu 40 Prozent aus recyceltem Aluminium. Bei einem Teil des Kunststoffes kommen Materialien aus der Kreislaufwirtschaft zum Einsatz.

Erster Praxistest mit dem Haibike Adventr FullNine

Unser erster Praxistest findet mit einem Haibike Adventr FullNine statt. Ziel ist es, den Antrieb unter realen Bedingungen im Trekkingeinsatz zu erleben. Und gleich vorweg: Unser erster Eindruck fällt ausgesprochen positiv aus. Schon auf den ersten Metern zeigt sich das außergewöhnlich leise Laufverhalten des PX-Motors. Der Antrieb ist so ruhig, dass man ihn im normalen Fahrbetrieb fast vergisst. Trotz der im Testsetup auf 85 Newtonmeter begrenzten Drehmomentleistung - statt der möglichen 90 Newtonmeter - zeigt sich der Motor durchzugsstark. Das gilt auch an steilen Anstiegen und auf lockerem Schotter.

Ein kleiner Wermutstropfen offenbart sich in Bezug auf die Schaltung. Zwar können wir eine Shimano Di2-Schaltung mit Automatikfunktion testen, was grundsätzlich hervorragend funktioniert. Allerdings unterstützt der PX-Motor nicht die Rollshift-Funktion. Das bedeutet: Im Leerlauf vollziehen sich keine Schaltvorgänge. Dafür müssen wir selbst während längerer Abfahrten stets treten. Die automatische Schaltung funktioniert also nur, wenn ihr pedaliert. Trotzdem bleibt die elektronische Automatikschaltung ein echtes Komfortmerkmal - vor allem bei konstantem Tritt. Die Trittfrequenz lässt sich einstellen und der Rest wird automatisch geregelt. In unserem Fall liegt der ideale Bereich zwischen 80 und 85 Umdrehungen pro Minute. Damit sind wir in der Ebene sehr entspannt unterwegs. Bei schnellen Passagen bergab ist die Kadenz teilweise etwas hoch.

Auch in Sachen Sicherheit überzeugt das Testbike: Ausgestattet mit dem Bosch eBike ABS in Kombination mit Shimano MT420 Bremsen, bietet das System selbst bei gezielten Bremsmanövern auf Schotter einen sicheren Halt. Das Vorderrad blockiert in keinem Moment und wir behalten stets die volle Kontrolle. Der erste Test des Bosch Performance Line PX hinterlässt einen sehr positiven Eindruck.

Technischer Vergleich: Bosch Performance Line PX vs. Performance Line CX

Auf den ersten Blick bewegen sich der Bosch Performance Line PX und der Performance Line CX in einer sehr ähnlichen Leistungsklasse. Beide Antriebe liefern kraftvolle Unterstützung, gehören zum Bosch Smart System und sind für anspruchsvollere Einsatzbereiche konzipiert. Der CX-Motor ist seit Jahren der Maßstab im sportlichen E-MTB-Segment. Mit einem maximalen Drehmoment bis 100 Newtonmeter, einer Spitzenleistung von 750 Watt und Funktionen wie dem Extended Boost ist er klar auf eine dynamische Fahrweise in technisch anspruchsvollem Gelände ausgelegt.

Der neue Bosch PX-Motor hingegen wurde gezielt für den Trekking- und Tourenbereich entwickelt. Zwar erreicht er in der höchsten Konfiguration mit 90 Newtonmeter Drehmoment und der Spitzenleistung von 700 Watt beinahe das Niveau des CX, setzt aber auf eine deutlich leisere und harmonischere Charakteristik.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei den Funktionen: Der Performance Line CX unterstützt aktuell mehr eShift-Features. Insbesondere die Rollshift-Funktion, bei der das Schaltwerk aktiv auf die jeweilige Fahrgeschwindigkeit reagiert, um auch im Stand automatisch in einen Startgang zu schalten, fehlt beim PX. In puncto Geräuschentwicklung liegt der Vorteil klar beim PX. Während der CX unter Volllast hörbar arbeitet - besonders im E-MTB-Einsatz - bleibt der PX auch bei höheren Unterstützungsstufen angenehm leise.

Bosch Performance Line CX Gen 4

Der Bosch Performance Line CX Gen 4 ist einer der populärsten E-Bike-Motoren und in extrem vielen E-MTBs zu finden. Er ist für den sportlichen Offroad-Einsatz konzipiert, kommt aber sowohl in radikalen E-MTBs zum Einsatz als auch in Offroad-Tiefeinsteigern bzw. Trekking-E-Bikes, Urban-E-Bikes und Gravel-E-Bikes. Alleine in unserem großen E-Mountainbike-Vergleichstest war in jedem dritten E-MTB ein Antrieb aus dem Hause Bosch verbaut, davon waren 7 Modelle mit dem Bosch Performance Line CX Gen 4 ausgestattet. Auch in unseren jährlichen Leserumfragen mit über 12.000 Teilnahmen wird Bosch jedes Jahr mit Abstand zur besten Marke gewählt.

Dass die Marke so stark ist, liegt nicht nur an den sehr guten Produkten, sondern auch an der langjährigen Qualität und E-Bike-Pionierarbeit des deutschen Weltkonzerns. Das Motor-Modell Bosch Performance Line CX gibt es übrigens bereits seit 2015 und hat seitdem eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung erfahren. 2021 wurde das Bosch Smart System eingeführt, das dem Antriebssystem eine smartere Infrastruktur und eine Basis für zukünftige Features und Entwicklungen verpasst hat.

Während beim Motor und Getriebe bis auf kleinere Hardware-Anpassungen das meiste beim Alten geblieben ist, wurde das Ökosystem mit Remotes und Displays komplett neu gedacht und auch der alte Kabelbaum musste einem neuen, optimierten Modell weichen. Das Bosch Smart System-Upgrade ist für euren alten Bosch-Motor leider nicht rückwärtskompatibel.

Der Bosch Performance Line CX (Gen 4) bekommt vor allem intern eine wachsende Konkurrenz: Mit dem 2022 präsentierten Bosch Performance Line CX Race gibt es ein noch sportlicheres und stärkeres Modell im Portfolio der Reutlinger und seit kurzem ist die neue Version in der 5. Generation erhältlich. Unter dem CX positioniert sich der kleinere und deutlich leichtere Performance Line SX-Motor, der 2023 präsentiert wurde.

Was früher ein Schwachpunkt von Bosch war, ist heute eine Stärke: App-Connectivity und Individualisierbarkeit, sowie ein modulares Ökosystem mit zahlreichen Optionen für Akkus, Display und Remotes, das kontinuierlich erweitert wird. Getreu dem Motto: „Was lange währt, wird gut“ stehen bei Bosch Qualität und Sorgfalt vor Innovation und Schnelligkeit.

Der 2,9 kg schwere Bosch Performance Line CX (Gen 4) setzt bis zu 85 Nm Drehmoment frei und soll bis zu 600 Watt Maximalleistung liefern. Beim renommierten Prüfinstitut Velotech haben wir im Labortest gemessen, dass man je nach Trittfrequenz bereits zwischen 170 und 200 Watt Fahrerleistung im Turbo-Modus die maximale mechanische Leistung von 600 Watt aus dem Motor abrufen kann. Wer im Turbo-Modus stärker in die Pedale tritt, kitzelt nicht mehr Leistung aus dem Motor heraus. Das entspricht auch ungefähr dem vom Hersteller angegebenen Unterstützungsverhältnis von 340 %.

Das Bosch Smart System, wie es Bosch nennt, bietet eine Menge an unterschiedlichen Akkus, Displays und Remotes, die eine Vielzahl an Konfigurationen zulassen. Dabei lässt Bosch jedoch keine Individuallösungen von Drittanbietern zu und alle Bike-Hersteller können einzig und allein auf die originalen Bosch-Komponenten setzen.

Der beliebteste Akku für den Bosch Performance Line CX (Gen 4) ist - nach dem Bosch PowerTube 625 mit 625 Wh - der Bosch PowerTube 750 mit 750 Wh. Er hat mit seinem recht hohen Gewicht von 4,38 kg eine spezifische Energie von umgerechnet 171 Wh/kg und somit eine geringe Energiedichte. Andere Akkus mit vergleichbarer Kapazität kommen zum Teil sogar auf über 200 Wh/kg und besitzen ein besseres Verhältnis von Gewicht zu Akkukapazität.

Wer längere Touren bestreiten will, kann sich den optionalen PowerMore 250 Range Extender mit zusätzlichen 250 Wh an seinem Bike befestigen. Nur ein Teil der angebotenen Displays und Remotes ist für richtiges Trailriding geeignet. Für abfahrtsorientierte E-MTBs ist vor allem der ins Oberrohr integrierte Bosch System Controller in Kombination mit der am Lenker befestigten Mini Remote eine gute Wahl.

Die kabellose Remote und das Display bieten zwar nur eine Übersicht zu Akkustand und gewählter Fahrstufe über LEDs, überzeugen aber mit einer cleanen Optik und guter Bedienbarkeit. Alternativ gibt es die recht klobige Bosch LED-Remote, die die Schaltzentrale bildet und die Funktionen von Mini Remote und Systemcontroller vereint. Das bedeutet, dass man das Bike auch nur mit der LED-Remote fahren kann. Die Optik und Bedienung können dann aber beispielsweise nicht mit der schlanken Shimano SW-EN600L mithalten. Für mehr Informationsgehalt sollte man zum größeren Bosch Kiox 300- oder Kiox 500-Display greifen.

Sie beherrschen zudem bei aktivierter Navigation eine schematische Weganzeige, die ein Abbiegen an Kreuzungen erleichtert. Allerdings gilt zu beachten, dass die Kiox-Displays durch die exponierte Standard-Halterung vor dem Vorbau ein gefährliches Leben bei einem Sturz führen. Aber nicht nur Akkus, Displays und Remotes sind Teil des Motorsystems, sondern auch die eBike Flow App.

Über die übersichtlich gestaltete Benutzeroberfläche der App lassen sich verschiedene Motoreinstellungen vornehmen: Die jeweiligen Fahrstufen kann man in einem bestimmten Bereich anpassen, sodass immer ein Unterschied zu den angrenzenden Fahrmodi spürbar bleibt. Um sich als Einsteiger besser zurechtzufinden, werden die vorgenommene Einstellung und die Auswirkung auf das Fahrerlebnis erklärt - top! Während andere Motorenhersteller die Navigation in eine zweite App auslagern, vereint die Bosch eBike Flow App alles in einer: Es lassen sich eigene Routen planen, die verbleibende Reichweite je nach Fahrmodi wird angezeigt. Eine so umfangreiche Navigationsfunktion bieten nur die wenigsten Mitstreiter an.

Der Diebstahlschutz eBike Alarm schützt das Bike besser vor Langfingern. Voraussetzung hierfür ist allerdings das Connect Modul und das kostenpflichtige Premium Abo Flow+, das nach den ersten 12 kostenlosen Monaten mit 4,99 € pro Monat oder 39,99 € jährlich zu Buche schlägt.

Auf dem Trail stehen euch je nach Bike-Hersteller vier Unterstützungsstufen Eco, Tour+, eMTB und Turbo zur Verfügung, die alle einen unterschiedlichen Charakter besitzen. In Sachen dynamische Fahrmodi spielt Bosch ganz vorne mit und stellt dem Rider die Modi Tour+ und eMTB an die Seite. Sie passen ihre Unterstützungsleistung an die jeweilige Fahrsituation an, sodass man während einer Tour nicht mehr zwischen den Modi zu wechseln braucht.

Der Tour+ Modus ist der schwächere im Bunde und eignet sich gut zum Akku-Sparen oder für leichtere Fahrer als weniger stürmische Alternative zum kraftvolleren eMTB-Modus. Je nach Fahrsituation und Pedaldruck stellt der Tour+ Modus die Unterstützung zwischen 140 % und 340 % zur Verfügung. Dabei trifft die Software fast immer ins Schwarze und regelt sehr smooth. Hier kommen die Reifen bei entsprechender Fahrtechnik selbst auf nassen Wurzeln oder Steinen kaum ins Rutschen.

Erklimmt man technische Uphills, unterstützt der eMTB-Modus durch einen kraftvollen und langen Nachlauf über Stufen und Hindernisse. Bosch nennt das Feature Extendend Boost. Der Turbo-Modus fühlt sich in der Standardeinstellung sehr kraftvoll und etwas stürmisch in der Anfahrt an und sorgt im Uphill für Shuttle-Feeling, mit dem man auch gut und gerne an der 25-km/h-Grenze Richtung Gipfel fliegen kann. Die schnelle Kraftentfaltung des Turbo-Modus wirkt in Summe dann aber weniger natürlich - Turbo-Modus eben!

Freunde von Individualisierbarkeit haben die Möglichkeit, die sowohl progressiven Modi als auch alle anderen Fahrstufen über die eBike Flow App anzupassen.

Der Bosch Performance Line CX (Gen 4) überzeugt vor allem durch sein herausragendes Fahrverhalten. Mit seinem smoothen Charakter und der großen Trittfrequenz-Bandbreite sorgt er im Uphill für viel Power bei gleichzeitig guter Dosierbarkeit, was auch unser Labortest untermauert. Der Motor steigert im stärksten Modus seine mechanische Leistung sehr linear und hält sie für eine große Trittfrequenz-Bandbreite aufrecht.

Auch seine maximale Leistung erreicht der Bosch Performance Line CX bereits bei einer niedrigen Trittfrequenz und einer Fahrerleistung, die auch wenig trainierte Biker im Sitzen mit ein wenig Anstrengung erreichen können. So lässt der Bosch den ebenfalls 85 Nm starken Shimano EP801-Motor locker links liegen. An steilen Rampen schafft er es, selbst am noch stärkeren Brose Drive S Mag dranzubleiben. Dabei fühlt er sich aber nicht ganz so natürlich an, da er relativ früh seine maximale Power erreicht, während der Brose seine Leistung einen Tick geschmeidiger über die Trittfrequenzbandbreite hinweg steigert.

Der Bosch Performance Line CX (Gen 4) ist nicht der stärkste, nicht der leichteste und nicht der leiseste Motor, aber dennoch ein absoluter Platzhirsch! Er ist ein super Allrounder für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Doch der CX bekommt immer mehr hausinterne Konkurrenz durch den noch stärkeren Performance Line CX Race-Motor oder den deutlich leichteren SX-Motor mit ähnlicher Maximalleistung. Bosch ist nach wie vor die Benchmark, nicht nur in Sachen Fahrperformance, sondern auch in der hauseigenen Modularität und dem globalen Service-Netzwerk.

Bosch CX-Motor 2025

Der Stuttgarter Motorenhersteller hat die neueste Generation des Bosch Performance Line CX-Motors vorgestellt. Beim ersten Blick auf das Datenblatt kaum verändert, sorgen technische Neuerungen jedoch für einen spürbaren Unterschied beim Bosch CX- Motor 2025.

Seit der Einführung des ersten Bosch Performance Line CX-Motors im Jahr 2015 hat Bosch kontinuierlich an Leistung, Integration und Fahrmodi gearbeitet. Der Performance Line CX der 4. Generation setzte schnell Maßstäbe in der E-Mountainbike-Szene und hat in vielen unserer großen E-MOUNTAINBIKE-Vergleichstests seine Position als Branchenprimus deutlich gemacht. Seit Jahren räumt Bosch den ersten Platz unserer E-MOUNTAINBIKE-Leserumfrage ab und gilt als der weltweit führende Hersteller von E-Bike-Motoren.

Die Entwickler von Bosch setzen bei all ihren Motoren konsequent auf ein geschlossenes Gesamtsystem, das auf die Kombination aus Motor, Akku und Steuerungseinheit optimiert ist, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten. Die letzte Überarbeitung der Drive Unit des CX fand 2022 statt. Heute, in der fünften Generation, konzentriert sich Bosch auf Feinjustierungen, die vor allem das Ansprechverhalten, die Sensibilität und die Geräuschkulisse verbessern sollen.

Top 5 Neuerungen des neuen Bosch Performance Line CX-Motors

  1. Weniger Befestigungspunkte: Bosch hat die Anzahl der Anschraubpunkte von drei auf zwei reduziert. Dadurch wird der Motor nicht nur leichter und bringt nun etwa 100 g weniger auf die Waage, wiegt damit jetzt ca. 2,8 kg und lässt sich vor allem viel einfacher in den Rahmen integrieren. Diese Designentscheidung dürfte vor allem Bike-Herstellern gefallen, die den Motor nun flexibler in verschiedenen Rahmendesigns integrieren können.
  2. Entkoppelter Antriebsstrang: Bosch hat den externen Antriebsstrang (Kette, Kettenblatt, Kassette) vom internen Antriebsstrang (Freilauf, Getriebe, Motor) entkoppelt.
  3. Optimierte Software: Die Software des Bosch Performance Line CX-Motors wurde ebenfalls optimiert. Dabei setzt Bosch auf eine neue Interpretation der Sensorsignale, die von Inertialsensoren, Kadenzsensoren und Geschwindigkeitssensoren erfasst werden. Der Inertialsensor misst Beschleunigung und Drehungen in sechs Dimensionen und erkennt Neigungs- und Steigungswinkel sowie Erschütterungen. Der Motor nutzt diese Daten, um die Unterstützung noch genauer an die jeweilige Fahrsituation anzupassen.
  4. Neue und verbesserte Features: Zusätzlich hat der Motor auch neue Features erhalten und bestehende wurden weiter verbessert, die nun dank der neu interpretierten Sensorik möglich sind. Die integrierte Schiebehilfe, die durch das Gedrückthalten der Minus-Taste aktiviert wird, wurde optimiert und der Motor schiebt jetzt nicht mehr durchgehend in der gleichen Geschwindigkeit, sondern passt sich an die Schiebe- und Gehgeschwindigkeit des Fahrers an.
  5. Verbessertes Wärmemanagement: Bosch hat auch das Wärmemanagement verbessert. Der Motor soll jetzt weniger Hitze entwickeln, was bedeutet, dass er nicht so schnell ins Derating geht, sprich die Leistung drosselt, um eine Überhitzung zu vermeiden. Besonders bei langen Anstiegen soll sich das bemerkbar machen: volle Power, ohne Zwangspause.

Bosch E-Bike Drive Units

Die Entwicklung des Bosch-Portfolios in den letzten zehn Jahren ist bemerkenswert. Aus den optisch auffälligen, großen Motoren wurden kompaktere, leichtere und zugleich leistungsstärkere Antriebe. Auch die Geräuschentwicklung wurde stetig optimiert.

Bosch E-Bike Drive Units Active Line Active Line Plus Performance Line SX Performance Line Performance Line PX Performance Line CX
Bezeichnung BDU332Y BDU334Y BDU314Y BDU346Y BDU347Y BDU384Y
Max. Unterstützung 340 % 340 % 340 % 340 % 400 % 400 %
Max. Drehmoment 40 Nm 50 Nm 60 Nm 75 Nm 85 Nm 100 Nm
Max. Leistung 586 W 600 W 600 W 600 W 600 W 750 W
Entkoppelndes Getriebe
Mit Rücktrittbremse kompatibel x x x
Gewicht 2,9 kg 3,2 kg 2,0 kg 3,2 kg 2,9 kg 2,8 kg
Max. Trittfrequenz > 120 > 120 > 120 > 120 > 120 > 120
Lautstärke gering gering mittel mittel mittel mittel

Die Angaben sind durchschnittlich.

Die Active Line- und Active Line Plus-Motoren findest du für gewöhnlich in der Urban- oder City-Kategorie. Mit ihren 40 bis 50 Nm Drehmoment sind die Antriebe für die Stadt oder leicht hügeliges Terrain ausreichend. Auch von den Herstellern wird die Auswahl der E-Bike-Motoren natürlich dem Einsatzzweck entsprechend getroffen. Alle Antriebe von Bosch eBike Systems ermöglichen die Unterstützung in vier verschiedenen Unterstützungsstufen.

Dazu gibt es die Option, die Motorunterstützung im „Off“-Modus komplett abzuschalten. Die Auswahl der Unterstützungsstufen kann dabei stets über die Bedieneinheit vom Lenker aus gewählt werden. Die Besonderheit bei den Performance-Line-Motoren ist die Möglichkeit, den „Sport“-Modus durch den „E-MTB“-Modus zu ersetzen. Der Bosch Performance Line CX Gen4 (ab 2020) hat zudem seit Juli 2021 den neuen Tour+ Modus.

Bei E-Bikes mit dem neuen Smart System von Bosch lassen sich die Unterstützungsstufen - innerhalb der gesetzlichen Vorgaben - sogar noch individuell anpassen.

  1. Sport/E-MTB-Modus: Der Sport-Modus steht für eine kräftige Unterstützung von bis zu 240 Prozent. Beim Performance CX kann der Sport-Modus durch den dynamischen eMTB-Modus ersetzt werden. Dieser ermöglicht einen starken Antritt an Steigungen und auf Trails und bietet eine Unterstützung zwischen Tour (140 Prozent) und Turbo (400 Prozent), ohne dass du aktiv zwischen den Fahrmodi wechseln musst.
  2. Tour(+)-Modus: Der klassische Tour-Modus bietet eine Unterstützung von maximal 140 Prozent der Eigenleistung und gewährleistet einen guten Kompromiss zwischen Reichweite und Leistung. Der „Tour+“-Modus ist dem Performance CX-Motor vorbehalten.
  3. Eco(+) Modus: Der Eco Modus ist der sparsamste Modus mit maximal 60 Prozent Unterstützung und ermöglicht dadurch eine hohe Reichweiten für lange Touren oder für effizientes Fahren im flachen Terrain.

Alle Bosch Antriebe bieten eine so genannte Schiebehilfe, die im Display als „WALK“ angezeigt wird und dich mit sechs km/h beim Schieben des E-Bikes unterstützt.

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