Die Geschichte von Riese & Müller
Seit 25 Jahren überzeugt Riese & Müller, benannt nach seinen beiden Gründern, mit neuen Ideen und Optimierungen ihrer eigenen Kollektionen. Was als Hobby begann, wurde für die beiden Maschinenbaustudenten Markus Riese und Heiko Müller zum Beginn einer steilen Karriere.
R&M legte schon immer den Fokus auf die Entwicklung von E-Bikes. Sie sind daher primär E-Bike Hersteller, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, welche E-Bikes lediglich als Zusatzprodukt führen. Riese und Müller erfindet sich stets neu, geht mit der Zeit und bleibt dem Anspruch auf Qualität gepaart mit stylischem Design treu.
Innovationen und Besonderheiten
Das Unternehmen lieferte als erste Marke das Dual Battery System von Bosch und sorgte damit für Aufsehen im Bereich der Trekking E-Bikes. Das Dual-Battery System ist zwar nicht an sich neu, seine Umsetzung ist beim Supercharger allerdings eine besondere: Beide Akkus sind voll integriert - das gab es vorher bei E-Bikes von Riese und Müller noch nie!
Modellreihen im Überblick
Charger Reihe
Die Charger Reihe ist eine sehr beliebte Modellreihe von Riese und Müller. Mit dem Supercharger orientieren sie sich an Altbewährtem und koppeln dieses mit innovativen Ideen.
Delite Kollektion
Die Delite Kollektion zählt zu den High-End-Modellen von Riese und Müller. Sie bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Varianten: In der Stadt oder auf unebenem Gelände - mit dem passenden Delite ist für jede Situation der maximale Fahrspaß garantiert. Der Bosch Performance Line CX Motor der vierten Generation liefert 85 Nm Drehmoment und bietet Support in jeder Lebenslage.
Nach 1.500 Kilometern auf dem Riese & Müller Delite hat sich E-Bike Fahrer Jonas ein ziemlich gutes Bild seines SUV Leasing E-Bikes machen können. Als SUV E-Bike ist das Riese & Müller Delite ein wahrer Alleskönner. Dank des von Jonas individuell konfigurierten Fox Fahrwerks lassen sich leichte Trails und längere Touren mit links meistern.
Mit einer Körpergröße von 1,92 m hat Testfahrer Jonas sich für die Rahmengröße 56 entschieden, der größten Rahmenoption des Herstellers. Diese empfindet er als gut passend. „Die Sitzposition ist einigermaßen sportlich, was bedeutet, dass wir nicht so weit nach vorne geneigt sitzen wie auf dem Rennrad - aber auch nicht so aufrecht wie auf dem City E-Bike. Das erlaubt es mir, längere Touren zu fahren und mich danach trotzdem wohlzufühlen”, hält Jonas fest.
Im Alltag nutzt er das Bike hauptsächlich zum Pendeln zur Arbeit und legt pro einzelnen Arbeitsweg etwa 15 Kilometer Strecke zurück. „Ich habe das E-Bike aber auch schon mit den in den Wald genommen, um ein paar Touren zu fahren. Ab und zu fahre ich mit meiner Freundin auch entspannt den Rhein entlang.”, so Jonas.
Weiterhin hat Jonas den Sattel durch einen ergonomischen SQlab Sattel ausgetauscht, der perfekt auf seinen Körper abgestimmt ist. So erhält er auf seinen doch sehr langen Strecken noch einmal mehr Komfort. Auch die Pedale hat er, ganz im Sinne der Individualität, nachträglich ausgetauscht.
Ein schöner Pluspunkt aus Jonas’ Sicht? Der im Riese & Müller verbaute Bosch Performance Line CX Motor hat 85 Nm Drehmoment und bietet vier Unterstützungsstufen. „Wenn der Motor arbeitet, dann hört man ihn - aber dann arbeitet er auch richtig”, stellt Jonas fest. Der kraftvolle Antrieb passt aus seiner Sicht bestens zum Einsatzbereich des Riese & Müller E-Bikes.
Kombiniert wird der kräftige Motor mit einem Bosch PowerTube Akku mit 625 Wh. Dieser ist entnehmbar, was bedeutet, dass er sich am Bike selbst laden lässt oder aus dem Unterrohr entfernt werden kann, um ihn beispielsweise mit in die Wohnung zu nehmen. „Mir persönlich reicht das vollkommen. Es gibt auch noch die Option, das Riese & Müller Superdelite zu wählen, dann haben wir im Oberrohr noch einen zweiten Akku und damit auch noch mehr Freiheiten”, so Jonas.
In Sachen Display hat Jonas sich für das Bosch Kiox Display entschieden. Das kleine Farbdisplay ermöglicht viele verschiedene Ansichten. In der Grundeinstellung ist die Uhrzeit einsehbar sowie der Akkustand, die gefahrene Geschwindigkeit und die ausgewählte Unterstützungsstufe. Zudem zeigt das E-Bike Display an, welchen Gang die elektronische Rohloff Schaltung ausgewählt hat.
Für das Cockpit ist ebenfalls eine E-Bike App verfügbar. So lassen sich beispielsweise Fahrten von Komoot importieren oder die Navigation direkt per App planen. Außerdem können über die App Analysen zu vergangenen Fahrten eingesehen werden.
„Ich habe mich für die Rohloff Schaltung entschieden. Diese ist eine elektronische Nabenschaltung mit 14 Gängen und einem Riemen. Dies bedeutet, dass sie sehr wartungsarm ist. Im Vergleich zur Enviolo bietet die Rohloff Schaltung laut Jonas ein wenig mehr Entfaltung. Am Berg gibt es auch sehr niedrige Gänge, bergab aber auch sehr hohe Gänge, die einem zur Verfügung stehen.
„Vor allem so kleine Features, wie das automatische Herunterschalten, wenn man zum Stehen kommt, begeistern natürlich. Die GX Option bietet in Kombination mit dem FOX-Fahrwerk fast eine Mountainbike-Ausstattung. So können wir wirklich über jedes Terrain problemlos fahren.
Wie beim E-Bike inzwischen üblich, hat auch das Riese & Müller Delite SUV E-Bike hydraulische Scheibenbremsen verbaut. Für das Systemgewicht sind die Magura Bremsen aus Jonas’ Sicht genau richtig gewählt. „Sie sind schön aggressiv und sie bremsen schnell ab, wenn du das möchtest. In der GX-Option kommen weiterhin eine absenkbare Sattelstütze und ein Fernlicht zum Einsatz. Die Supernova Beleuchtung bietet am Heck sogar ein Bremslicht.
Optisch auffällig ist aus Jonas’ Sicht vor allem auch der futuristisch gestaltete Gepäckträger. Dieser ist am Rahmen befestigt und damit Teil der Federmasse. „Selbst nach 1.500 Kilometern fällt es mir schwer, einen Negativpunkt zu nennen”, schließt Jonas seinen Testbericht ab.
Mit seinem Gewicht ist das Riese & Müller Delite kein Leichtgewicht. Dennoch trägt genau das aus Jonas’ Sicht zum sicheren Fahrgefühl dieses E-Bikes bei: “29-30 Kilogramm sind nicht wenig. Ich trage das E-Bike trotzdem jeden Tag in den Keller.
Als Highlight beschreibt Jonas ganz klar die elektronische Schaltung von Rohloff. Auch die Fox Federung gefällt ihm besonders gut, die das Bike schließlich zu einem viel einsetzbaren Allrounder werden lässt.
Riese & Müller schickt mit dem Delite 4 GT Touring ein SUV E-Bike ins Rennen, das durch seine Vielseitigkeit glänzen soll. Doch damit nicht genug: umfangreicher Konfigurator, bombenstabil und ein ganzheitliches Sicherheitskonzept.
Riese & Müller ist seit jeher für seine Premium SUV-E-Bikes und innovativen Konzepte bekannt. Das trifft auch auf das Delite zu, das ein Dauerbrenner der deutschen Premiummarke aus Darmstadt ist. Bereits 2020 hat die Superdelite-Variante mit Dual-Akku in unserem Leitartikel „Die Ära der E-SUV“ mit seinem breiten Einsatzgebiet und hoher Verarbeitungsqualität ein Statement gesetzt.
Für das Modelljahr 2024 wurde das Riese & Müller E-Bike Delite 4 GT Touring auf das neue Bosch Smart System mit kraftvollem Bosch Performance Line CX und 750-Wh-Akku upgedatet. Die Basisausstattung startet bei 6.799 € und es gibt die Größen 47, 51 und 56, was M, L und XL entspricht. Eine kleinere Rahmengröße existiert nicht.
Typisch RM kann man das SUV-E-Bike im umfangreichen Konfigurator auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Um die Übersicht zu gewährleisten und den Konfigurator so einfach wie möglich zu halten, werden verschiedene Ausstattungspakete, wie man sie von Autoherstellern kennt, vorgeschlagen.
Wir haben uns das Delite 4 GT Touring in der Offroad-Variante zusammenstellen lassen, um zu sehen, was es kann. Im Konfigurator wurde der Haken bei der GX-Option mit FOX-Fahrwerk gesetzt. Anstatt der Basisversion kommt es nicht auf nur 120 mm Federweg, sondern auf 140 mm und bietet zusammen mit dem ROTWILD R.C1000 den meisten Federweg im Testfeld. Neben dem Fahrwerks-Upgrade spendiert Riese & Müller dem Delite in der GX-Variante noch Stollenreifen und eine absenkbare Sattelstütze, letztere war an unserem Testbike leider nicht verfügbar.
Summa summarum landet unser Testbike mit der 600 € teuren GX-Ausstattung und allen weiteren Extras bei bei 7.629 €.
Was haben die G-Klasse und das Riese & Müller Delite 4 GT Touring gemeinsam? Nicht viel - würde man auf den ersten Blick meinen. Doch das Delite verkörpert mit seinem massiven Erscheinungsbild genau das, was man sich unter einem SUV E-Bike vorstellt: Wie eine G-Klasse ist das Riese & Müller bequem in der Stadt, und im Gelände bietet das SUV-E-Bike mehr Potenzial, als man ihm im ersten Moment zutrauen würde.
Durch den umfangreichen Konfigurator kann man das Delite auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und für viele verschiedene Einsatzszenarien optimieren. Dadurch ist es zusammen mit dem Moustache J das wandelbarste Bike im Testfeld. Komfort-Kit und Straßenreifen für die Stadt, oder doch lieber die GX-Ausstattung mit FOX-Fahrwerk und Stollenreifen für den gelegentlichen Offroad-Einsatz?
Egal, was man auch wählt, was immer bleibt, ist der Charakter des RM SUV E-Bike Delite 4 GT Touring. Hierbei legen die Entwickler großen Wert auf Komfort, der im ganzen Portfolio durch Rahmengeometrien mit gemütlichen Sitzpositionen und weichen Hinterbaufederungen zu finden ist - so auch am Delite. Premium und hoher Qualitätsanspruch gehen Hand in Hand und ziehen sich durch alle Bikes wie bei der G-Klasse der rote Faden, mit dem die AMG-Sitze gesteppt wurden.
Jedoch legt das Riese & Müller E-Bike weniger Wert auf filigrane Linienführung oder verschliffene Schweißnähte, vielmehr stehen hier Haltbarkeit und Funktionalität ganz oben im Lastenheft. Der Rahmen besteht aus voluminösen eckigen Rohren, die den Rahmen sehr robust wirken lassen. Abgerundet wird der Look durch die mattgraue Lackierung.
Der Fokus auf Haltbarkeit macht sich auch im Gewicht bemerkbar, denn die Waage bleibt erst bei 30,8 kg in Rahmengröße L stehen. So ordnet sich das Delite im oberen Drittel des Testfeldes ein. Durch den umfangreichen Konfigurator lässt sich das Bike mit der GX-Option Stollenreifen und ein FOX-Fahrwerk verpassen.
Was bei der G-Klasse der große Kofferraum ist, ist beim Delite 4 GT Touring der Gepäckträger. Er ist Teil der gefederten Masse, was nicht nur weniger Einfluss auf das Fahrverhalten hat, sondern auch den Wocheneinkauf schont und man kein Rührei hat, wenn man daheim ankommt. Das maximale Gesamtgewicht darf höchstens 150 kg betragen, so sind bei der zulässigen Zuladung ca. 119 kg möglich, was ungefähr dem Durchschnitt im Test entspricht.
Für mehr Staumöglichkeiten kann vorne noch zusätzlich ein Frontgepäckträger montiert werden. Obendrein gibt es noch Anschraubpunkte für einen Range-Extender mit 250 Wh, der sich im Konfigurator für 450 € extra dazu buchen lässt, durch den großen Hauptakku mit 750 Wh für die meisten Fahrer jedoch überflüssig sein dürfte.
Die Schutzbleche am Riese & Müller E-Bike halten Dreck und Spritzwasser von der Kleidung fern, bei der Befestigung an der Front haben sich die Entwickler eine eigene Lösung einfallen lassen, da die FOX 34-Gabel ohne Montagepunkte kommt. Für gut ausgeleuchtete Wege sorgt das Supernova M99 Mini Pro-Frontlicht mit Fernlicht, hinten ist das Supernova M99-Rücklicht schön in den Gepäckträger integriert. Als einziges Bike hat das Delite ein elektrisch angesteuertes Bremslicht durch die MAGURA eSTOP-Bremse - so ist es auch für andere Verkehrsteilnehmer sofort sichtbar, wenn man in die Eisen geht.
Nevo Modelle
Sportlich und praktisch sind die Nevo Modelle von Riese und Müller: Ein tiefer Einstieg gewährleistet einfaches Auf- und Absteigen. Mit dem integrierten Akku im Unterrohr sieht das E-Bike nicht nur sportlich aus, der mittige Schwerpunkt führt zu einem sicheren Handling.
Riese & Müller Nevo4 GT Vario im Test: Tiefer Einstieg, dicker Akku, bäriger Motor und mannigfaltig auf die eigenen Bedürfnisse ab Werk anpassbar: Das Nevo4 GT Vario von Riese & Müller schickt sich an, ein treuer Begleiter für Großstadtdschungel und richtig lange Touren zu sein.
Riese & Müller erfindet mit ihrem Nevo 4 GT Vario das (Fahr-) Rad natürlich nicht neu. Am Ende ist es "nur" ein klassischer Tiefeinsteiger, welcher auf eine 100-mm-Federgabel in der Front und ein starres Heck setzt. Wie üblich in dieser E-Bike-Klasse ist die Sattelstütze dafür leicht mitfedernd. Der Clu: im Gegensatz zur Konkurrenz lässt sich das Nevo im Riese-&-Müller-Online-Konfigurator mannigfaltig anpassen, neben einem Upgrade auf den 750-Wh-Akku gibt's sogar eine Option auf geländefähigere Reifen und vieles mehr.
Wir haben das Modell mit 750-Wh-Akku, Enviolo-Nabenschaltung, Straßenreifen und optionalem Frontgepäckträger im Test. Abfahrt!
Riese & Müller verbaut Boschs bewährt-bärigen und absolut zuverlässigen CX-Motor in vierter Generation in der "Smart"-Ausführung. Sprich: Per App lässt sich auf dem Kiox-Display eine Routenführung anzeigen, seit dem Sommer lässt sich sogar anhand des Ladestatus deines E-Bikes die Route planen, damit du sicher und mit genügend Akku am Ziel ankommst.
Schade nur: Das hervorragend ablesbare und farbige Kiox-300-Display kostet Aufpreis, ebenfalls die praktische GPS-Ortung. Ein Umstand, der sich auch beim Akku und weiteren Anbauteilen durchzieht. Regulär kommt das Nevo 4 GT Vario mit einem großen 625 Wattstunden Akku in die Verkaufsräume, optional ist ein (im Testrad verbauter) 750 Wattstunden Akku verfügbar.
Das Nevo 4 GT wog im Test fahrfertig mit Kettenschloss, Pedalen sowie dem 750er-Akku satte 31,5 Kilo - das ist wahrlich nicht leicht. Zuladen darf man so laut Riese & Müller immerhin 130 Kilo, was für Normalos samt Gepäck dicke reichen sollte. Sehr groß gewachsene Piloten sollten den Einsatzzweck und die übrigbleibende Zuladung im Auge behalten. Davon ab gibt Riese & Müller ihr Nevo 4 GT sowohl für einen Kindersitz als auch für Anhänger frei.
Mit den ab Werk aufgezogenen Straßenreifen von Schwalbe in 27,5"-Größe rollt es sich in der City nicht nur komfortabel, sondern auch agil und wendig. Klar: das eher "leichte" Profil kommt im Matsch schnell an seine Grenzen, macht kurze Ausritte über Feldwege aber locker mit. Aber: Wer öfter abseits befestigter Wege fährt, sollte das "GX"-Paket mit stolligeren Reifen ordern.
Wie gewohnt hat der CX-Motor von Bosch genügend Power, um auch in höheren Gängen und mit dicker Beladung jede noch so steile Rampe schweißfrei hochzufahren. Genügend Reichweite würde auch der 625er Akku bereithalten, den 750er kriegt man höchstens bei ausgiebigen Tagestouren leer gefahren. Auch die Enviolo-Nabenschaltung ist weitestgehend bar jeder Kritik: In Kombination mit dem Gates-Riemen stellt das System einen wartungsfreien Antrieb dar, lediglich die Griff-Schaltung ist nicht jedermanns (oder jederfraus) Sache.
Zum Anspruch als Alleskönner passen übrigens auch die Bremsen, die verbaute Magura-Anlage hat die 31,5 Kilo klasse im Griff und braucht vergleichsweise wenig Handkraft für gute Verzögerung. Optional gibt es übrigens auch ein Bosch-ABS.
Auch sonst wusste das Rad zu überzeugen. Die Lichtanlage bestehend aus Supernova-Frontlicht und Busch-&-Müller-Rücklicht macht die Nacht zuverlässig zum Tag, der kleine Heckträger mit seinem Gummizug ist flott und sicher beladen. Mit Spanngurten bewaffnet, kann man auf dem kleinen Frontträger noch die Picknickdecke oder eine Tasche verzurren.
Einmal mehr waren wir große Fans des optionalen Abus-Kettenschlosses. Dieses findet platzsparend in einer Tasche unter dem Sattel Unterschlupf und ist so stets griffbereit und schnell wieder verstaut. In Kombination mit dem Serienmäßigen Rahmenschloss und dem optionalen RX-Paket zu Fernortung ist eine gute Sicherung vor allzu eifrigen Langfingern.
Das Nevo 4 GT Vario fährt sich so flott, wie es ausschaut: Der CX-Motor ist bekannt bärig, die Enviolo-Nabenschaltung funktioniert im Alltag prima und hält auch für steilste Rampen genügend Bandbreite bereit. Auch die Ausstattung ist generell prima und praxisgerecht. Fluch und Segen ist hingegen der hauseigene Fahrrad-Konfigurator. Vieles nützliches (wie das erwähnte Abus-Kettenschloss) muss teuer kostet Aufpreis, was aber wiederum den ohnehin schon eher hoch angesiedelten Preis schnell um einige hundert Euro in die Höhe treibt.
Swing Modelle
Vintage Design und Komfort machen die Swing E-Bikes zu einem wichtigen Bestandteil von Riese & Müllers Portfolio. Dieses City E-Bike ist dank des niedrigen Einstiegs sehr bequem fahrbar und mithilfe der Antriebe von Bosch ebenso schnell wie komfortabel. Der Gepäckträgerakku vergrößert zusätzlich den Einstieg, der im Falle eines Unterrohrakkus deutlich kleiner wäre.
Komponenten und Ausstattung
Alle Elektrofahrräder von Riese und Müller erhalten ihre Antriebskraft von Bosch, derzeit einer der führenden Anbieter von E-Bike-Motoren. Standardmäßig werden Motoren mit einer Unterstützung bis 25 Stundenkilometern verbaut, die „HS“-Pedelecs dagegen liefern schon etwas mehr Schubkraft und machen erst bei 45 Stundenkilometer Schluss.
Ein Großteil der Elektro-Riege ist mit einer 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff erhältlich. Was Wirkungsgrad, Lebensdauer und Wartungsintensität anbelangt, setzt diese Schaltung seit jeher Maßstäbe - auch wenn Kettenschaltungen schnellere Schaltvorgänge und zum Teil auch das Schalten unter Last ermöglichen. Diesen Nachteil macht die in Testmagazinen immer wieder umjubelte, hervorragende Ausdauer der Schaltung wieder wett.
Riese & Müller Delite4 GT touring: Technische Daten
| Ausstattung | Details |
|---|---|
| Motor | Bosch Performance Line CX 85 Nm |
| Akku | Bosch Powertube 750 Wh |
| Display | KIOX 300 |
| Federgabel | FOX 34 Rhythm E-Bike 140 mm |
| Dämpfer | FOX Float DPS 140 mm |
| Bremsen | Magura MT5/MT4 eStop 180 mm |
| Schaltung | Shimano Cues Linkglide 1x11 |
| Laufradsatz | Rodi Tryp 35 27,5" |
| Reifen | Schwalbe Johnny Watts 2,35" |
| Technische Daten | Details |
| Größe | M, L, XL |
| Gewicht | 30,8 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 150 kg |
| Max. Gewicht Fahrer/Equipment | 119 kg |
Fahrverhalten und Komfort
Schwingt man sich auf den Sattel des Riese & Müller E-Bike Delite 4 GT Touring, sitzt man direkt bequem, nicht zu aufrecht, aber auch nicht zu gestreckt. Durch den winkelverstellbaren Vorbau lässt sich die Sitzposition noch weiter an den Fahrer anpassen. Wem das kompakte Delite SUV-E-Bike immer noch zu lang ist, kann sich beim Riese & Müller-Händler das Komfort-Kit mit nach hinten gebogenem Lenker vorführen lassen, um zu sehen, ob diese Cockpit-Option besser passt.
Wie bei einer G-Klasse thront man über der Straße und hat eine gute Rundumsicht. So lässt sich in der Stadt ohne Verrenkungen die Spur wechseln und auf längeren Safaris entspannt die Tiere beobachten.
Beim Ampelstart oder am Berg schiebt der Bosch Performance Line CX-Motor aus dem Smart System mit seinen 85 Nm Drehmoment kraftvoll an. In Kombination mit der großen Bandbreite der Shimano CUESLINKGLIDE-Schaltung schafft man auch die steilsten Anstiege selbst unter Beladung.
Ebenfalls aus dem Bosch Smart System stammt der Akku, der mit seinen 750 Wh am meisten Kapazität und so ein Plus an Reichweite unter den Bosch-Bikes im Test bietet.
In Sachen Connectivity setzt das Riese & Müller E-Bike nicht nur auf ein Pferd sondern (p)fährt zweigleisig: Neben dem Bosch Smart System Connectivity-Paket kann man auch auf die Funktionen der R&M-eigenen RX Connect-Lösung zugreifen. So profitiert man von der guten Navigationsfunktion mit schematischen Weghinweisen, die auf dem Bosch Kiox 300-Display angezeigt werden.
Das FOX-Fahrwerk sorgt für massig Komfort, egal ob man über Bordsteine in der Stadt oder über Wurzeln und Schlaglöcher im Wald rumpelt. Das Riese & Müller SUV E-Bike Delite 4 GT Touring schafft es Off- und Onroad-Eigenschaften zu verbinden.
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