Flyer, der Schweizer E-Bike-Pionier, hat sich mit einer breiten Modellpalette vom Urban-Bike bis zum Enduro-Fully einen Namen gemacht. Die Geschichte von Flyer spiegelt die Entwicklung des E-Bikes wider, von anfänglichen Alltagsmobilitätslösungen bis hin zu sportlichen und vielseitigen Modellen.
Testsiege und Auszeichnungen
Nach hervorragenden Resultaten bei Tests von ElektroRad, schneiden FLYER E-Bikes auch im ExtraEnergy-Test des gleichnamigen E-Bike und Pedelec Magazins überragend ab. Neben dem Testsieg in der Kategorie Touren Pedelecs holen wir uns die Bewertung "Sehr gut" in drei weiteren Produktgruppen.
Als das teuerste unter den getesteten Rädern verliehen ihm die Experten der Stiftung Warentest als einziges Modell die Gesamtnote 1,9. Das Gotour6 3.40 unterstrich dies mit seinem Testsieg. Nach Aussage von Flyer konnte das Gotour6 mit seinem stabilen Fahrverhalten beeindrucken, das sich auch im vollbeladenen Zustand zeigt.
Flyer Upstreet SL: Urbanes Leichtgewicht im Test
FLYER stellt einen Neuzugang im Portfolio vor, das FLYER Upstreet SL. FLYER positioniert das Upstreet SL 3.63 als sportliches City-E-Bike, das für schnelle Strecken konzipiert ist und mit Alltagstauglichkeit und modernem Design punkten soll. Das FLYER Upstreet SL 3.63 erweitert die schon lange bestehende Upstreet-Modellreihe, die als die urbane Produktpalette der Schweizer gilt. Das neue Upstreet soll eine Lücke im urbanen Produktsortiment schließen.
Das Upstreet SL 3.63 erweckt dabei den Eindruck eines Gravel-Bikes - dank glatter Reifen und einer Carbon-Gabel. In Bezug auf Leichtigkeit und Flexibilität übertrifft das Upstreet SL sogar sein preisgekröntes Vorgängermodell. Unser Test der XL-Variante offenbart ein Gewicht von 18 kg, was ganze 10 kg leichter ist als der Award-Gewinner. Das FLYER Upstreet SL 3.63 präsentiert sich in einem modernen Design und setzt dabei auf einen eleganten Aluminium-Rahmen mit markanten, rechteckigen Rohren.
Technische Details des Upstreet SL 3.63
Unser Test-Bike, das FLYER Upstreet SL 3.63, ist zu einem Preis von 5.899 € erhältlich. Es verfügt über moderne High-Tech-Komponenten wie den neuen und kompakten Bosch SX-Motor und die unsichtbare Classified POWERSHIFT-Nabenschaltung, die man häufiger an noblen Rennrädern findet.
Beim Antrieb setzt FLYER am Upstreet SL 3.63 auf den Bosch Performance Line SX-Motor, der dem Fahrer bis zu 55 Nm Unterstützung bietet, die bei 25 km/h bauartbedingt endet. Gespeist wird der Motor vom Bosch Compact Tube 400-Akku mit 400 Wh Kapazität, der im Unterrohr des Upstreet SL 3.36 seinen Platz findet.
Wie simpel das Upstreet SL 3.63 gehalten wurde, zeigt sich am Antrieb des Stadtrades. Eine Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung, die wir in unserem Schwestermagazin GRAN FONDO schon an einem Gravel-Bike getestet haben, findet auch am City-E-Bike der Schweizer Verwendung. Um auf nerviges Schmieren, Reinigen und Pflegen einer herkömmlichen Kette zu verzichten, setzt FLYER hier auf einen GATES CARBON DRIVE-Riemenantrieb, der das Sorglos-Paket des Bikes abrundet.
Um das City-E-Bike für den Stadtverkehr zu wappnen und eine solide Vollausstattung zu gewähren, verbaut der Hersteller am FLYER Upstreet SL 3.63 eine Klingel, den Hebie IC-Ständer und zu dem verbauten FLYER ONE HL-2-Frontstrahler das passende Lezyne Fender-Rücklicht. Das FLYER Upstreet SL gibt es in zwei Rahmenvarianten: einmal mit abgesenktem Oberrohr für einen vereinfachten und bequemeren Einstieg. Außerdem bietet FLYER die klassische Variante für sportliche Fahrer mit Diamantrahmen und hohem Oberrohr an.
Das günstigste Modell, das FLYER Upstreet SL 3.12 XC, bietet eine Kettenschaltung, hat kleine Änderungen in der Ausstattung, kommt aber ohne Gepäckträger.
Fahreigenschaften und Komfort
Bei Kopfsteinpflaster macht sich der geringe Fahrkomfort des FLYER Upstreet SL 3.63 bemerkbar, denn der Selle Royal Vivo-Sattel kann nur kleine Unebenheiten abfedern und das Bike hat Schwierigkeiten mit gröberen Hindernissen. Der Motor belohnt das sportliche Fahren bei hoher Trittfrequenz mit viel Leistung und verleitet zu Ampelsprints.
In steilem Terrain muss der Motor jedoch nachgeben, was auf die geringe Übersetzungsbandbreite der Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung zurückzuführen ist. Auch der Schaltvorgang unter Last funktioniert fehlerfrei und vermittelt ein angenehmes Fahrgefühl.
Im Stadtverkehr bieten die verbauten Lichter an der Front und am Heck genügend Sichtbarkeit, um das E-Bike auch bei Nacht sicher zu nutzen. Wird das Wetter dann schlechter, überzeugen die Curana-Schutzbleche mit gutem Spritzschutz und reichen weit über den Reifen hinunter.
FLYER richtet sich mit dem Upstreet SL an Fahrer, die Geschwindigkeit und Speed dem reinen Komfort vorziehen. Der leichte Alurahmen lässt das Bike spritzig wirken und vermittelt viel Fahrspaß. Denn der geringe Komfort auf langen Strecken sowie die geringe Übersetzungsbandbreite der Schaltung machen das FLYER Upstreet SL 3.63 zu einem Bike für den reinen Stadteinsatz.
Ausstattungsvarianten des Upstreet SL
| Merkmal | FLYER Upstreet SL 3.63 |
|---|---|
| Motor | Bosch Performance Line SX 55 Nm |
| Akku | Bosch CompactTube 400 400 Wh |
| Display | Bosch System Controller |
| Gabel | FYLER Rigid |
| Bremsen | Tektro T280 180/160 mm |
| Schaltung | Classifed 2-Gang 1x2 |
| Gewicht | 18 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 130 kg |
Flyer GoTour 7.23 im Test
Mit dem GoTour haben die Eidgenossen von Flyer einen spannenden E-Allrounder im Programm - und das (je nach Modell) mit Diamant-, Damen- oder Trapezrahmen, aber immer nur mit starrem Heck. Auch das Flyer GoTour geht in diese Richtung. Der Clou bei dem "Touring-All-Rounder", wie die Schweizer ihr Pedelec passend bezeichnen, ist jedoch die wählbare Rahmenform: Das GoTour gibt es wahlweise mit Diamant-, Trapez- oder mit Tiefeinsteiger-Rahmen.
Ausdrücklich loben wollen wir den Lack: Die "Enzian Blue" getaufte Farbe knallt genauso gut, wie auf den Bildern zu erahnen. Im einerlei allzu trister E-Bike-Farben ein wohltuender Augenschmaus - wenn auch leider nicht unempfindlich. Die Verarbeitung des klassisch gezeichneten Diamant-Alu-Rahmens ist ansonsten aber tipptopp.
Auch der im Volksmund als "CX Smart" getaufte Schwaben-Motor der vierten Generation macht im GoTour eine hervorragende Figur. Schade nur: Das sehr aufgeräumte Flyer-Cockpit hat keinerlei Infotainment zu bieten, eine genaue Lade- und Restreichweitenanzeige gibt's nur über die Bosch-App. Auch die Enviolo-Schaltung harmoniert einmal wunderbar mit dem Bosch-System, auch den Grip-Shifter für die Gangwahl lernt man nach einer Eingewöhnung zu schätzen.
Flyer verbaut eine eher einfache Suntour-Gabel mit 100-mm-Federweg und nicht einstellbarer Stahlfeder. Erstaunlich viel Komfort holt hingegen die federnde Sattelstütze aus dem Heck des GoTours heraus. Ganz anders die Bremsen: Shimanos MT410-Stopper mit Zweikolben-Technik sind vermeintliche Billigheimer der Japaner, stoppen aber prima und verschleißen in der Regel sehr langsam.
Bequem, reichweitenstark und insgesamt sinnvoll ausgestattet: Das Flyer GoTour 7.23 kann den Eindruck auch im Alltag voll bestätigen. Leicht ist das Flyer also nicht, zumal die Zuladung mit 119 Kilo etwas knapp gewählt ist.
Flyer Goroc TR:X 8.63: Crossover zwischen E-MTB und Trekking-Bike
Mit dem Goroc TR:X 8.63 schickt FLYER ein Crossover zwischen sportlichem E-MTB und schickem Trekking-Bike in unser Waldwege-Prüflabor. Mit dem Erscheinen der cleveren Pinion MGU E1.12 Motor-Getriebeeinheit ergreift FLYER die Chance, ein besonders wartungsarmes SUV E-Bike mit einer cleveren Getriebeschaltung auf die Beine zu stellen. Neben dem von uns getesteten Top-Modell TR:X 8.63 führt FLYER noch eine S-Pedelec-Variante und eine sportliche XC-Version ohne Vollausstattung. Allen Varianten gemein ist ein 700-Wh-Akku, der FLYER-typisch seitlich ins Unterrohr des Carbon-Hauptrahmens integriert wird.
8.999 € ruft FLYER für das schicke Goroc TR:X 8.63 auf, damit das zweitteuerste SUV E-Bike im Test. FLYER vereint im Goroc TR:X ein geländegängiges Fahrkonzept mit einem Look, der weder in der Stadt beim Fashion-Shopping noch bei einer E-MTB-Ausfahrt deplatziert wirkt. Durch den Einsatz eines wartungsarmen Riemenantriebs und der vor Umwelteinflüssen abgekapselten Getriebeeinheit ist das FLYER besonders wartungsfreundlich.
Die Kabel vor dem Cockpit wandern gut gebündelt durch den Vorbau in den Rahmen. Vor dem Vorbau ist das große FIT Display Comfort mit 3,5” Bildschirmdiagonale und hohem Informationsgehalt angebracht. Die Ausstattung des FLYER ist durch die Bank weg hochwertig mit einem FOX-Luftfahrwerk und der speziell für SUV E-Bikes designten FOX AWL-Federgabel.
Fahreigenschaften des Goroc TR:X 8.63
Beim Aufsatteln auf dem FLYER nimmt man eine sportliche Sitzposition mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper ein. Im Commuter-Alltag leistet sich das Goroc TR:X keine großen Schwächen, abgesehen von der Sitzposition, die den Fahrkomfort für Langstreckenpendler etwas reduziert. Nimmt man jedoch die Bergkuppen des Jura ins Visier oder lädt sich per FIT App-Navi die Route auf das große Hauptdisplay, dann schlägt die Sternstunde des SUV E-Bikes.
Wie eine Pistenraupe im Kriechgang bezwingt man auf dem FLYER SUV E-Bike mühelos jeden Anstieg. Ist man am Gipfel angekommen und wählt für den Rückweg einen steinigen Wanderpfad, dann kann das FLYER den hohen Spaßfaktor vom Aufstieg nicht ganz aufrechterhalten. Es überzeugt hingegen mit hoher Fahrstabilität, wenn es schnurstracks bergab geht.
Selbst wenn man das zulässige Gesamtgewicht von 150 kg voll ausreizt, bringen sie das FLYER samt Zuladung sicher zum Stehen. Der Heckgepäckträger nimmt 15 kg Gepäck auf, wodurch noch genug Tragekapazität vorhanden ist, um sich beim Bergbauern mit Käse-Vorräten einzudecken.
FLYER setzt mit dem Goroc TR:X 8.63 neue Maßstäbe, was Optik und Prestige im sportlichen SUV-E-Bike-Segment betrifft. Dank des erstklassig integrierten Pinion MGU E1.12-Motorsystems ist es nicht nur schick, sondern auch besonders wartungsfreundlich.
Ausstattungsmerkmale des FLYER Goroc TR:X 8.63
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Motor | PINION MGU E1.12 85 Nm |
| Akku | TP 700 700 Wh |
| Display | FIT Display Comfort |
| Federgabel | FOX AWL 130 mm |
| Dämpfer | FOX Float DPS 130 mm |
| Bremsen | TRP C2.3 203 mm |
| Schaltung | Pinion MGU E1.12 1x12 |
| Gewicht | 29,5 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 150 kg |
Flyer Uproc X: Das E-Enduro im Test
Die Bike-Marke FLYER hat ihr Uproc beim großen E-MOUNTAINBIKE Vergleichstest ins Rennen geschickt. Die FLYER Uproc-Serie gibt es schon lange. Mit dem Namenszusatz X soll es mit 150 mm Federweg vorn und hinten die Allzweckwaffe im FLYER-Portfolio sein und überall eine gute Figur machen: auf Touren, Alpenpass-Aufstiegen sowie Abfahrten in anspruchsvollem Gelände.
Das neue Uproc X kommt mit Bosch Performance Line CX-Motor anstelle des früher verbauten Panasonic-Antriebs. Schweift der Blick übers Oberrohr des Vollcarbon-E-Mountainbikes, macht FLYER die hoch angesetzten Erwartungen gleich deutlich: „Swiss Quality Assembly“. Lediglich die Dämpferwippe ist aus Aluminium und so bleibt die Nadel der Waage in Rahmengröße M bei 25,1 kg stehen.
Das neue Uproc X wird von einem salonfähigen Bosch Performance Line CX-Motor mit 85 Nm angetrieben. Der ist formschön integriert und wird vom Bosch PowerTube 750 Wh Akku gespeist. Zudem ist das Bike für den Bosch PowerMore Range Extender mit 250 Wh Akkukapazität vorbereitet. Das Bosch Kiox 300-Display ist links neben dem Vorbau befestigt, dank dem Feature eBike Lock kann der Motor per Bluetooth gesperrt werden und das serienmäßige Bosch Connect Modul macht das Bike Ortungsdienst-ready. So kann es bei einem Diebstahl aufgespürt werden.
Das FLYER Uproc X-Fahrwerk setzt auf bewährte FOX-Komponenten. Die FOX 36 Performance-Federgabel bietet 150 mm Federweg und ermöglicht dank der FIT Grip-Kartusche einfache, wenn auch weniger umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Am Heck verwaltet der FOX FLOAT X Performance-Dämpfer die 150 mm Federweg. Die Shimano XT 12-Gang-Schaltgruppe ermöglicht präzise Gangwechsel, auf mechanische Weise mit Schaltzug anstatt kabellos.
Das FLYER-eigene Cockpit kommt mit einem integrierten Multitool der Marke Granite. Eine einfache Lösung für Sicherheit bei Dunkelheit bietet die MonkeyLink-Halterung vor dem Lenker: Damit lässt sich ein Anstecklicht befestigen, das direkt vom Hauptakku des Bikes gespeist wird.
Fahreigenschaften des Uproc X 8.70
Mit dem FLYER Uproc X startet man die Ausfahrt komfortabel und aufrecht. Im Uphill verleiht das Fahrwerk dem Bike eine gute Traktion und der Bosch Performance Line CX-Motor schiebt kraftvoll bereits bei niedrigen Kadenzen an. Das Bike bleibt stets einfach zu steuern, ohne dass man sein Gewicht hin und her verlagern muss wie ein Seiltänzer.
Dreht man dem Uphill den Rücken, geht das FLYER Uproc X sehr intuitiv im Handling den Hang runter. Das Bike verlangt wenig Eingewöhnungszeit vom Piloten. Das Fahrwerk des FLYER Uproc X bietet eher einen guten Kompromiss aus Tour und Trail als eine dezidierte Performance-Orientierung. Grobe Schläge werden gut gefiltert, gleichzeitig erhält man ausreichend Feedback vom Untergrund.
Die Spaßgarantie wird jedoch von der Federgabel eingebremst und lässt die Wahl einmal mehr auf die Chicken-Line anstatt auf die großen Gaps fallen. Es erklimmt steile (Schweizer) Anstiege mit Leichtigkeit. So richtet es sich an alle, die gern technische Singletrails hoch- und flowige Strecken wieder runterfahren wollen.
Ausstattung des FLYER Uproc X 8.70
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Motor | Bosch Performance Line CX 85 Nm |
| Akku | Bosch PowerTube 750 Wh |
| Display | Bosch Kiox 300 |
| Federgabel | FOX 36 Performance 150 mm |
| Dämpfer | FOX FLOAT X Performance 150 mm |
| Sattelstütze | KS LEV INTEGRA 150 mm |
| Bremsen | Shimano XT 203/203 mm |
| Schaltung | Shimano XT 1x12 |
| Gewicht | 25,1 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 140 kg |
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