Kettler E-Bikes stehen für Innovation, Vielfalt und eine durchdachte Ausstattung. Ein Kettler E-Bike kann mehrere Zielgruppen bedienen. Gewerbetreibende und Familien profitieren am ehesten von einem Lastenrad. Kurzstrecken im urbanen Raum können mit einem günstigen City E-Bike zurückgelegt werden. Beim Antrieb setzt der Hersteller in erster Linie auf Motoren von Bosch. Da diese oft als Mittelmotoren am Rad platziert sind, habt ihr einen guten Schwerpunkt und das Kettler e Bike fährt sich wie ein normales Fahrrad. Die Akkus kommen ebenfalls hauptsächlich von Bosch und bieten, je nach Modell, eine hohe Reichweite für eure Ausflüge.
Verschiedene Typen von Kettler E-Bikes
Bei Kettler bekommt ihr ein Fahrrad für die City, ein Trekking Bike für ausgiebige Touren, Kompakträder und Lastenräder, mit denen ihr auf einer Ladefläche besonders viel Gepäck transportieren könnt. Ein Kettler City e Bike ist für Alltagsfahrten in der Stadt konzipiert. Eine gute Ausstattung und hochwertige Komponenten sind bei einem Rad dieser Klasse Standard. Ein Kettler e Bike für Trekking ist ein echter Allrounder und eignet sich für lange Strecken und sportliche Touren abseits der Straßen. Waldwege und unwegiges Gelände absolvieren diese Modelle mit Leichtigkeit. Das Kettler e Lastenrad ist ein Cargobike mit Elektroantrieb und ordentlich Ladevolumen, das euch in der City dank seinen hochwertigen Komponenten und dem sicheren Fahrverhalten gut voranbringt.
City E-Bikes
Für den Stadtverkehr eignen sich die City E Bikes sehr gut. Durch die aufrechte Sitzposition könnt ihr alles, was um euch herum geschieht, gut überblicken. Ein Kettler e Bike City ist nach StVZO ausgestattet und verfügt daher über eine Straßenverkehrszulassung. Das Kettler City e Bike Traveller Silver 8 könnt ihr mit einem Wave Rahmen aus Alu, der das Auf- und Absteigen erleichtert, oder mit Rahmen in Diamantform bekommen. Je nach Rahmenform findet sich der Akku entweder am Gepäckträger oder am Unterrohr. Für Laufruhe ist der Bosch Active Line Antrieb mit seinem moderaten Drehmoment von bis zu 40 Nm zuständig. Fahrt ihr schneller als 25 km/h oder ist der Motor ausgeschaltet, ist so gut wie kein Tretwiderstand spürbar, der Motor ist zudem mit Freilauf oder mit Rücktritt verfügbar. Statt Nabenschaltung hat der Hersteller eine Kettenschaltung von Shimano mit 8 Gängen verbaut, dazu gibt es hydraulische Scheibenbremsen.
Trekking E-Bikes
Die Trekking E Bikes von Kettler überzeugen vor allem durch eine angenehme Sitzposition. Wenn ihr einen langen Ausflug plant oder einfach nur gemütlich zur Arbeit pendeln wollt, bieten sich diese Modelle an. Die Tiefeneinsteiger sind übrigens nicht nur bei den Damen beliebt, sondern auch bei den Herren. Wenn die Wege schlecht sind und das Terrain unbefestigt, punkten die Modelle Quadriga Town & Country mit ihrem Können. Ein drehmomentstarker Antrieb sorgt auch bei Steigungen für genügend Schub. Einige Modelle aus dieser Serie bieten mit ihrem ABS-System ein extra hohes Maß an Sicherheit. Ein von Bosch konzipiertes Sicherheitssystem verhindert das Blockieren vom Vorderrad beim Bremsvorgang, so lässt sich das Fahrrad beim Trekking auch bei stärkeren Bremsmanövern immer gut kontrollieren.
Lasten E-Bikes
Bei Kettler gibt es aktuell nur einspurige Lastenräder, die Long Johns. Ein einspuriges Lastenrad mit zwei Rädern ist ideal für alle, die in der Stadt ihren Alltag mit ein bis zwei Kindern organisieren oder es für ihr Gewerbe nutzen wollen. Natürlich eignen sich die Cargo E Bikes auch für den Kindertransport. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt laut Hersteller 250 kg, wobei die Cargo-Box eine maximale Zuladung von 100 Kilo erlaubt und der Gepäckträger für bis zu 25 kg Zuladung gemacht ist. Die leistungsstarken hydraulischen Scheibenbremsen von Magura bringen das Pedelec zuverlässig zum Stehen.
Kompakt E-Bikes
Wenn ihr euch ein Pedelec von Kettler zulegen wollt, habt ihr unter anderem die Wahl zwischen einem Kompaktrad und einem mit normaler Größe. Angetrieben wird der Quadriga Cityhopper von einem Active Line Plus Motor Mittelmotor von Bosch, der euch bis 25 km/h unterstützt und sehr leise ist. Das Drehmoment liegt bei 50 Nm und die Unterstützung bei maximal 270 %. Mit einer feinfühligen Sensorik entsteht eine harmonische Leistungsentfaltung. Wahlweise ist das Kompakt E Bike von Kettler mit Freilauf oder mit Rücktrittbremse verfügbar. Die Unterstützungsstufen und die Lichtanlage könnt ihr am Bosch Intuvia Display bedienen, die Gänge der Shimano Nexus Nabenschaltung werden am Drehgriff gewählt. Die Quadriga Kompakt E Bikes bestehen aus einem Alu-Rahmen und haben ein Einrohrkonzept, welches das Auf- und Absteigen erleichtern soll. Auch wenn nur eine Rahmengröße von 46 cm verfügbar ist, lässt sich das Pedelec individuell an eure Körpergröße anpassen. Das geht via Sattelstütze und verstellbarem Speedlifter Twist Vorbau. Um in der Wohnung Platz zu sparen, können auch die Pedale eingeklappt werden. Ein K-Link ermöglicht die Ankopplung eines Kinder- oder Lastenanhängers. Der hat eine Kapazität von 500 Wh und lässt sich entnehmen oder direkt am Kompaktrad laden. Laut Hersteller ist eine Reichweite von 85 bis 125 km mit einer Aufladung möglich. Typisch für ein Kompaktrad sind die kleinen Reifen, die 20 Zoll groß sind und von Schwalbe stammen. Sie bieten eine gute Traktion und sind flink in der City unterwegs.
Detaillierte Modellbetrachtungen
Kettler Quadriga Serie
Seit Jahren ist Kettlers Quadriga-Serie eine empfehlenswerte Adresse, wenn Tourenbikes mit starker Motorleistung, hochwertiger Verarbeitung und vielseitigem Einsatzbereich gesucht werden. Beim Town & Country CX10 LG sticht sofort das elegant schmal gehaltene und zur Sitzstrebe hin abknickende Oberrohr ins Auge, das einen optischen Kontrast zum üppigen Unterrohr markiert. Die Verarbeitung des Alu-Rahmens ist makellos, der Übergang vom Mittelmotor-Gehäuse zum Kettenschutz fließend-passgenau. Während der CX mächtig Antriebskraft verspricht, liefert die Deore-Schaltung mit 10 Gängen und Linkglide-Technologie die passende Übersetzung für bergige Geländeritte. In aufrecht geprägter Sitzposition reitet es sich auf dem Alu-Ross in Classic Green zügig und fahrstabil ins Gelände. Die enorme Reifengriffigkeit schafft ebenso schnell Selbstbewusstsein wie das satte Aufliegen dank 30-kg-Gesamtgewicht. So folgt nach einem beherzt gemeisterten Anstieg, der motorseitig bis 400 % unterstützt werden kann, eine zügige Abfahrt, auf der die hohe Rahmensteifigkeit viel Sicherheit vermittelt. Apropos: hier überzeugen die Tektro-Bremsen mit guter Mischung aus Dosierbarkeit und Biss.
Spannend wird’s, wenn man den sehr sauber verarbeiteten Rahmen des Kettler Quadriga genauer ansieht: Die Hinterachsaufnahme ist mit Kettenstrebe und Sitzstrebe verschraubt, sodass man den Antriebsriemen problemlos einlegen kann. Praktisch: In der linken Kettenstrebe integriert findet man das hauseigene K-Link, die Aufnahme für eine Anhängerkupplung. Gelungen ist auch der “Riemenschutz”, der wie beim Hollandrad die Hose vor dem Antrieb schützt. Der Akku des Bosch-Performance-Line-Motors steckt hinter einem Türchen. Das gibt die 500-Wattstunden-Batterie frei. Die Herausnahme ist einfach, aber auch eingebaut laden geht gut. Nicht ganz auf den sonstigen Familiensinn des Rads ausgelegt ist der Träger: Er hat zwar die zweite Reling für Schwerpunktoptimierten Gepäcktaschentransport, aber keine Systemadapter zum einfachen Anbringen von Körben oder Boxen.
Gebremst wird auch hier mit Scheibenbremsen der großen (203-mm-)Kategorie, was das Kettler Quadriga sicherer macht. Ist das Fahrverhalten ohne Gewicht auf dem Träger vorbildlich, macht die zulässige Trägerladung von 27 Kilo das Rad etwas empfänglich für Impulse, die das Gewicht an den Rahmen weitergeben. Kleine Lenkbewegungen führen zu leichtem “Schwanzwedeln”, das die Gabel aufnimmt. Verglichen mit den früheren geschwungenen Stahlrahmen ein Klacks und sicherheitstechnisch unbedenklich, aber vorhanden. Apropos Gabel: Die Qualität einer schlichten, ungedämpften Forke kann mit den sonstigen Qualitätsdetails nicht mithalten. Sie spricht nur bei groben Schlägen an, Kopfsteinpflaster wird kaum gemildert. Sitzkomfort gibt es beim Kettler Quadriga trotzdem, dank der Teleskop-Sattelstütze und des dick gepolsterten, breiten Sattels.
Kettler PINNIATO FS SPORT Wave
KETTLER hat bereits zahlreiche E-City- und Trekking-Bikes im Programm, die bis dato jedoch alle auf Bosch-Antrieben basieren. Das einzige waschechte SUV E-Bike von KETTLER ist bisher das QUADRIGA DUO CX12 FS SUV, das vor allem durch sein Dual-Akku-Konzept hervorsticht. Auf den ersten Blick sieht das KETTLER PINNIATO FS SPORT Wave wie ein typisches Tiefeinsteiger-Cityrad aus, wie man es tagtäglich zigfach in deutschen Innenstädten antrifft. Bei genauerer Betrachtung fällt einem die unauffällig integrierte Heckfederung und das Fehlen einer Kassette auf. Der Alu-Pionier setzt mit der Pinion MGU-Motor-Getriebeeinheit und Riemenantrieb auf Wartungsfreundlichkeit, kombiniert mit hohem Komfort und großer Reichweite. Mit 960 Wh verbaut die ZEG-Marke den nominell größten Akku im gesamten Testfeld unseres großen SUV E-Bike-Vergleichstests. Der große Akku bedeutet auch einen Komfortgewinn im Alltag: mehr Akku heißt weniger oft laden.
Auch wenn das KETTLER PINNIATO den Zusatz „Sport“ im Namen trägt, versprüht der Tiefeinsteiger zumindest optisch wenig Sportlichkeit. Das Rad macht mit seinen dicken Rohren vielmehr einen robusten und gleichzeitig komfortablen Eindruck und lädt förmlich zur entspannten Biergartenrunde ein. Den kraftvollen Pinion-Antrieb hat KETTLER recht unauffällig in den Rahmen integriert - die MGU trägt in manch anderem Bike, wie etwa dem Riese & Müller Delite5 GT pinion, deutlich stärker auf. Bei der Dämpferposition agiert der deutsche Hersteller allerdings nicht unbedingt nach dem Motto „Form follows function“. Denn durch die versteckte Position ist zwar das Ventil noch gut erreichbar, an den Rebound-Versteller kommt man aber nur schwer dran, ähnlich wie beim Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave. Der GATES CARBON-Riemen soll bis zu 30.000 km halten. In dieser Zeit reicht es aus, den Riemen regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Und dank des großzügigen, mitfedernden Riemenschutzes aus Alu dürfte er auch nicht besonders dreckig werden. Die Motor-Getriebeeinheit verlangt alle 10.000 km einen Ölwechsel, mehr Zuwendung fordert der gesamte Antrieb nicht ein - perfekt für ein Rad, das im Alltag alles mitmachen soll.
Deutlich weniger gefallen uns hingegen die kreuz und quer vor dem Lenker verlegten Kabel, an deren Stecker man teilweise sogar das abisolierte Kabel sieht. Die Schutzbleche wollen leider nicht so recht zum Anspruch eines 8.000 € Bikes passen: Sie wirken vergleichsweise billig und reichen nicht so weit um den Reifen herum wie bei anderen Bikes. Da gefällt uns der kurz vor dem Oberrohr platzierte, leicht erreichbare und von einer Federklappe geschützte Ladeport schon viel besser. Wie SCOTT beim Axis eRIDE FS 10 spendiert auch KETTLER seinem SUV E-Bike Schnellspanner - je einen an der Vorderachse und an der Sattelstütze. Was einerseits bequem ist, um etwa die Sattelhöhe schnell an wechselnde Nutzer anzupassen, birgt auf der anderen Seite die Gefahr von Diebstahl und Vandalismus. Wir finden daher, an einem Alltagsrad sind Schnellspanner, auch wenn sie elegant integriert sind wie beim KETTLER PINNIATO, an der Sattelstützenklemme eher ein Nachteil. Ganz anders sieht es da beim winkelverstellbaren Vorbau aus, der sowohl die Variabilität des Rades als auch den Komfort erhöht. Den recht schmalen Lenker und den sehr langen Vorbau kann das freilich nicht korrigieren.
Der MonkeyLoad-kompatible Gepäckträger ist für eine Zuladung von bis zu 20 kg freigegeben, womit sich das KETTLER PINNIATO FS SPORT Wave gut zum Einkaufen und auch für längere Touren mit Gepäck eignet. Eine Anhängerfreigabe gibt der Hersteller obendrein. Das zulässige Gesamtgewicht muss dabei aber stets berücksichtigt werden. 145 kg klingt zunächst nach richtig viel. Zieht man allerdings das recht hohe Gewicht des Bikes und eine Beladung von 20 kg ab, bleiben für den Fahrer inklusive Ausrüstung nur mehr 92 kg übrig.
| Größe | Gewicht | Zul. Gesamtgewicht | Max. |
|---|---|---|---|
| 43 | 33 kg | 145 kg | |
| 48 | |||
| 53 |
Die Sitzposition ist sehr aufrecht, dadurch super bequem und erinnert fast ein wenig ans gute alte Hollandrad - das aber sicher keinen so kraftvollen Antrieb wie das SUV E-Bike des deutschen Herstellers hat. Die Pinion MGU passt - erst recht dank der sehr gut funktionierenden Automatik-Schaltung - perfekt zum Charakter eines komfortablen Sorglos-Bikes für den Alltag. Die Automatik lässt sich übrigens ganz einfach aktivieren, indem man 5 Sekunden lang den Schalthebel gedrückt hält - erscheint ein A+ im Display - super easy. Der Antrieb hat jederzeit genug Power, um auch steile Stiche mit Gepäck zu bewältigen. Das insgesamt komfortable Fahrgefühl leidet auch mit voller Beladung nicht. Mit dem fetten Akku und der äußerst bequemen Sitzposition mausert sich das PINNIATO FS SPORT fast schon zum Tourenkönig. Wir hätten uns dennoch ein etwas direkteres und lebendigeres Fahrverhalten gewünscht. Der schwere Tiefeinsteiger wirkt recht behäbig und setzt Lenkimpulse eher widerwillig um. Im Gelände kommt man dennoch gut mit dem Bike zurecht, solange man nicht im Stehen fährt, denn dafür ist die Geometrie einfach nicht gemacht. Zudem kommt es aufgrund des tiefen Tretlagers schnell zu unangenehmen Pedalaufsetzern. Schon bei etwas enger gefahrenen Kurven muss man auf seine Pedalstellung Acht gebe, damit man nicht ungewollt den Boden streif. Fahrspaß kommt beim Tiefeinsteiger von KETTLER durch die aufrechte Sitzposition nur auf, wenn man es betont cruisig mag. Dann macht das PINNIATO FS SPORT aber echt Laune und ist der perfekte Begleiter auf dem Weg zur Eisdiele und zum Badesee.
Kettler Quadriga Pro Belt Automatic
Das klassische Trekking E-Bike ist meist mit einem Diamant- oder Trapezrahmen, einer Federgabel, einem kräftigen Motor und einer üppigen Kettenschaltung ausgerüstet. Das fordert den Tourenfan permanent zum Schalten, wenn's auf und ab geht. Mit der Enviolo Automatic im Kettler Quadriga Pro Belt läuft's auch deutlich entspannter. Wie ein Fahrrad oder E-Bike zweckmäßig ausgestattet sein sollte, ist auch immer eine Betrachtungsweise. Die Kettler Produktmanager präferierten beim aktuellen Kettler Quadriga Pro Belt den Komfort beim Tourenfahren. Kriterien wie Leichtigkeit oder Sportlichkeit standen hier wohl nicht im Vordergrund, sondern eher Robustheit, Langlebigkeit, Wartungsfreiheit und eben die Komfortabilität schienen bei der Geburt des Kettler die Trümpfe gewesen zu sein.
Extra breites Oberrohr, ein massives Unterrohr mit integriertem Akku und zwei üppige Kettenstreben, schon der Rahmen des Quadriga macht einen massiven und äußerst robusten Eindruck. Clever gelöst hat Kettler die Handhabung des Akkuschachtes: Der Deckel wird einfach seitlich geöffnet, der 750 Wh Akku sodann entriegelt und einfach von rechts aus dem Unterrohr herausgezogen. Das geht superleicht, bravo! Mit der luftgedämpften Federgabel und der gefederten und versenkbaren Sattelstütze verbaut Kettler zwei Komponenten, die für Komfort sorgen, auch wenn's mal rumpelig wird. Vor allem beim Ritt übers Pflaster oder auf Schotterstrecken schont die gefederte Dropper Post die Wirbelsäule vor heftigen Stauchungen. Die Dämpfung der Stütze mit 40 mm Federweg funktionierte auch bei unserem eher leichten Testfahrer mit rund 70 kg Körpergewicht gerade auf Kopfsteinpflaster sehr gut. Die Federgabel (max. 63 mm Federweg) lässt sich dank der Luftkammer individuell aufs Körpergewicht einstellen.
Ebenfalls sehr praktisch ist die verstellbare Lenksäule, die den Lenker mittels eines Hebels in sekundenschnelle in der gewünschte Höhe feststellen lässt. Darüber hinaus ist der Vorbau im Winkel verstellbar ist und bietet die Möglichkeit, die Sitzposition zwischen eher sportiv oder moderat aufrecht zu definieren. Eine vollautomatische Schaltung, die die Übersetzung situationsbedingt anpasst, liest sich erstmal gut. Funktioniert auch top, wenn sie eingestellt ist! Die Enviolo Trekking Automatiq eröffnet die Möglichkeit, entweder vollautomatisch zu pedalieren oder selbst zu schalten. Dazu gibt's den am rechten Griff befindlichen Taster Enviolo Cliq Pro Controller. Der Cliq Pro erlaubt die manuelle Aktivierung von neun verschiedenen Übersetzungen mittels der Pfeiltasten rauf und runter. Die Umschaltung von der Automatik in den manuellen Modus oder umgekehrt lässt sich allerdings nur mit der App bewerkstelligen. Der Cliq Pro ist nur ein elektronischer Schalthebel, sonst nichts. Wer ausschließlich automatisch fährt, kann den Hebel abschrauben.
Da die Taste mit dem Blinklicht nicht so ohne weiteres erreichbar ist, muss man sie zum Koppeln mit der App mit einem Schraubenzieher o.ä. drei Sekunden drücken, bis sie blau blinkt. Werksseitig war am Testrad eine Trittfrequenz von 50 U/min eingestellt. Damit kann man keinen Hügel hinauffahren. Also heißt es: Einstellen! Die Enviolo-App ist gleich runtergeladen. Das Koppeln mit dem Rad ist tricky: Der versteckte weiße Taster an der Nabe muss mithilfe einer Verlängerung aktiviert werden, mit dem Finger (so ist's eigentlich gedacht) erreicht man den Taster am Kettler nicht. Die Oberfläche der gekoppelten Enviolo-App. Blinkt die Taste blau, koppelt sich die Nabe mit der App, die Kadenz bzw. Startkadenz lassen sich konfigurieren. Außerdem kann man zwischen manuellem und Auto-Modus wählen. Weitere Einstellungen neben Firmware-Aktualisierung und OEM-Einstellungen (für den Hersteller) bietet die App nicht an.
Die komfortable Ausrichtung des Kettler zeigt sich unterwegs. Wenn's über Stock und Stein geht, beweist das Quadriga stoischen Geradeauslauf und bietet zudem ein Maximum an Fahrsicherheit. Dennoch wirkt das Kettler auch in den Kurven nicht träge, es ist zwar kein Kurvenakrobat, zieht aber dennoch souverän und ruhig durch die Kehren. Die Enviolo funktioniert, einmal eingestellt, echt klasse, schaltet im Automatik-Modus sehr schnell um und passt sich enorm flott an verschiedene Situationen an. So testeten wir beim Heranfahren aus dem Flachen mit rund 20 km/h und einem schnellen Stopp mit Abbiegen in eine 18 %ige Steigung hinein die Enviolo: die Schaltung springt ruckzuck in den Anfahrgang zurück und nötigte beim Beschleunigen in die Steigung unserem Tester keine Extrazulage Tretleistung ab. Pedaliert man schneller als die unterstützten 25 km/h schaltet die Enviolo in den schwersten Gang, verharrt hier und schaltet erst zurück, wenn man sich im unterstützten Bereich befindet.
Die spannende Frage: Wie reagiert die Enviolo-Schaltung ohne Unterstützung? Ist der Bosch-Antrieb komplett deaktiviert, verharrt die Enviolo auf dem zuvor eingestellten Anfahrgang. Unabhängig davon, ob vorher der manuelle Modus oder Automatik eingestellt wurde. Pedaliert man mit dem Kettler im Off-Modus, also bei zwar aktiviertem Antriebssystem, aber ohne Unterstützung, reagiert die Schaltung wie in den zuvor erörterten unterstützten Modi. Das Kettler reagiert ohne Unterstützung verhalten und kann unter Zugabe fleißiger Tretleistung im Flachen noch gefahren werden. Der Bosch-Antrieb im Unterstützungsmodus reagiert unterwegs bewährt kräftig und ist für Touren oder in der hügeligen Stadt bestens aufgehoben. Topografische Herausforderungen sind dem CX nicht bekannt.
Preisgestaltung und Verfügbarkeit
Fahrrad-XXL bietet gerade Kettler E Bikes zu günstigeren Preisen an. Schau vor dem Kauf bei uns vorbei! Für das Kettler e-Bike Trekking Quadriga Duo CX12 FS SUV müsst ihr mit Anschaffungskosten von 7.599 Euro rechnen. Das Quadriga Town & Country E Bike Comp ABS CX11 LG ist beim Fachhändler für einen Preis von 5.799 Euro erhältlich. So viel kostet auch das Quadrano Comp Belt 5 FL. Etwas günstiger kommt ihr an ähnliche Modelle wie das Cargoline HT 600 für 6.999 Euro. Hinzu kommen noch recht hohe Kosten für die Boxen.
Wartung und Pflege
Einmal im Jahr sollte euer Kettler E Bike in einer Werkstatt durchgecheckt werden. Das erhöht die Lebensdauer, die Sicherheit und die Zuverlässigkeit. Günstige Trekkingräder gibt es bereits ab 1.000 Euro, während sehr hochwertige Modelle für eine 5 x so viel verkauft werden. Seid ihr im Bereich Trekking noch unerfahren, empfehlen wir euch ein Einsteiger E Bike für 2.000 bis 3.000 Euro. Auch City E Bikes gibt es schon ab 1.000 Euro, wie beim Hersteller Zündapp gesehen. Mit einem Minimum von ca. 3.000 Euro sollte man für die Anschaffung von E Lastenrädern rechnen. Je nach Ausstattung kosten die Cargo E Bikes schnell das Doppelte oder Dreifache. Eine eher günstige Marke ist Prophete.
Alternativen zu Kettler E-Bikes
Im Vergleich zu den Kettler E Bikes ist die deutsche Marke Hepha eine echte Alternative. Mit einer hochwertigen Ausstattung, einer Reichweite von bis zu 200 Km und einem mega starken Motor mit einem Drehmoment von bis zu 100 Nm ist diese Modellreihe für Damen und Herren zum Testsieger geworden. Vergleichen solltet Ihr auch die E Bikes von Geero. Diese kosten zwar knapp 3900,- Euro, aber sind auch extrem hochwertig und schön. Deswegen haben sie auch einen Design Award gewonnen. Geero ist ein E Bike Spezialist und bietet auch guten Service nach dem Kauf. Wer sich für das Kettler Kompakt E Bike interessiert, sollte es unbedingt mit dem vom Testsieger Legend Bike vergleichen.
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