Der Name klingt wie ein Industrieprodukt - NQiX 500. Der NIU NQiX 500 bringt eine Nennleistung von 5 kW mit, die in der Spitze auf 9 kW anwächst. Damit erreicht der Roller eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h. Mit aktiviertem E-Boost ist sogar ein kurzfristiger Sprint auf bis zu 120 km/h möglich.
Technische Details und Ausstattung
Die Energie liefert ein Doppelakku-System mit zwei 72V 28Ah Lithium-Ionen-Akkus, die jeweils rund 12,4 Kilogramm wiegen. Die Ladezeit liegt bei etwa drei Stunden pro Akku beziehungsweise sechs Stunden für beide gleichzeitig. Dank der Schnellladefunktion sinkt dieser Wert jedoch nochmal. Je nach Fahrweise beträgt die Reichweite bis zu 95 Kilometer.
Mit einem fahrbereiten Gewicht von 128 Kilogramm, hydraulischen Scheibenbremsen mit ABS und einer Sitzhöhe von 810 Millimetern bringt der NIU solide Basiswerte für den urbanen Einsatz mit.
Fahreindruck und Alltagstauglichkeit
Schon nach den ersten Metern fällt auf: Der NIU NQiX 500 ist kein billiger Einsteigerroller mit Elektroantrieb, sondern ein durchdachtes Fortbewegungsmittel mit echtem Alltagsnutzen. Besonders beeindruckend ist der Stauraum unter der Sitzbank, der groß genug ist, um einen Integralhelm unterzubringen. Bei Elektrorollern ist das eine Seltenheit, da Akkus häufig im Stauraum untergebracht sind.
NIU geht hier einen anderen Weg: Die beiden Batterien liegen tief im Trittbrett, was nicht nur Platz schafft, sondern auch den Schwerpunkt des Rollers günstig verlagert. Ein kleiner Nachteil ergibt sich allerdings durch die Akku-Position. Das Trittbrett sitzt dadurch relativ hoch, was für größere Fahrerinnen und Fahrer zu einem engen Kniewinkel führen kann. Bei einer Körpergröße von etwa 1,75 Metern ist das Fahrgefühl noch angenehm, darüber hinaus kann es je nach Beinlänge zu Kontakt mit dem Lenker kommen, insbesondere beim Rangieren oder langsamen Fahren.
Ansonsten überzeugt der Roller mit einem angenehm leisen Antrieb. Die Bremsen hinterlassen einen soliden Eindruck. Dank serienmäßigem ABS bleibt der Roller auch bei Nässe gut kontrollierbar. Das Fahrwerk ist insgesamt straff, aber nicht unkomfortabel.
In puncto Verarbeitung liefert NIU ein erstaunlich solides Gesamtbild ab. Die Spaltmaße wirken sauber gearbeitet, die Materialien fühlen sich wertig an und die Kunststoffverkleidungen machen keinen billigen Eindruck. Besonders praktisch sind die modularen Paneele, die sich nicht nur für individuelle Designanpassungen eignen, sondern im Falle eines Schadens auch schnell und unkompliziert ersetzt werden können. Während der Fahrt bleibt der Roller ruhig und scheppert nicht - ein klares Zeichen für gute Montagequalität. Erst bei sehr schlechten Straßenverhältnissen ist ein leichtes Klappern vom Windschild hörbar, was sich jedoch in einem absolut vertretbaren Rahmen hält.
Fahrmodi und App-Integration
Ein weiteres Highlight des NQiX 500 ist das vielseitige Fahrmodi-System, das sich spürbar auf das Fahrverhalten auswirkt. Der Wet-Modus ist auf nasse Bedingungen abgestimmt und reduziert die Gasannahme spürbar. Der Roller beschleunigt sanft, erreicht aber dennoch eine Geschwindigkeit von über 60 km/h, was ihn auch im Stadtverkehr voll einsatzfähig macht. Deutlich restriktiver ist der E-Safe-Modus, der die Höchstgeschwindigkeit auf 28 km/h begrenzt.
Am meisten überzeugt im Test der Dynamic-Modus. Er bietet eine ausgewogene Kombination aus Leistung, Effizienz und Reichweite. Mit einer Endgeschwindigkeit von etwa 68 km/h laut Tacho ist man damit zügig unterwegs, ohne den Akku übermäßig zu belasten. Wer maximale Leistung sucht, greift zum Sport-Modus, der die vollen 100 km/h freigibt. Zusätzlich gibt es einen E-Boost-Knopf am rechten Lenker, mit dem der Roller kurzfristig auf bis zu 120 km/h beschleunigt - ideal für kurze Überholmanöver oder wenn es schnell gehen muss.
Viele Hersteller integrieren heute Apps in ihre Fahrzeuge - oft ohne echten Nutzen. Beim NIU NQiX 500 ist das anders. Die App ist kein optionales Spielzeug, sondern ein zentrales Bedienelement, das dem Roller erst seinen vollen Funktionsumfang verleiht. Besonders praktisch ist die schlüssellose Startfunktion über Bluetooth. Sobald sich das Smartphone in unmittelbarer Nähe befindet, erkennt der Roller das Signal und lässt sich ohne Schlüssel aktivieren. Darüber hinaus bietet die App eine Vielzahl von Funktionen, die im Alltag tatsächlich nützlich sind.
Es lassen sich individuelle Soundeffekte festlegen - etwa im Stil von Gaming- oder Techno-Geräuschen - oder sogar eigene Sounds hochladen. Auch der automatische Start beim Hochklappen des Seitenständers kann aktiviert werden, ebenso wie OTA-Updates, Ladezustandsanzeige und ein vollständiges Fahrzeugtracking per GPS. Alles in allem bietet NIU hier eine der besten App-Erfahrungen im E-Roller-Segment.
Mit durchdachtem Stauraum, moderner Technik und stabiler Fahrleistung erfüllt der NQiX 500genau die Anforderungen, die urbane Pendler:innen an ein Zweirad stellen. Besonders überzeugend sind das stimmige Bedienkonzept, die App-Funktionen und das ausgereifte Fahrverhalten.
Alternative Modelle und Marktentwicklung
Hinter dem NIU NQiX 500 verbirgt sich im Behördendeutsch ein zweirädriges Kraftrad mit maximal 11 kW Leistung und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mindestens 45 km/h. Die maximale Geschwindigkeit liegt meist im Bereich von 90 bis 110 km/h. Elektroroller dieser Kategorie bieten in der Regel all das, was auch 125er-Verbrennerroller (L3e) auszeichnet - Stauraum, Beinschild, Windschild, unkomplizierte Fahreigenschaften. Darüber hinaus bieten sie den unbestreitbaren Vorteil, emissionsfrei und nahezu lautlos unterwegs zu sein.
Die Zukunft der urbanen Mobilität - hier wird sie heute schon greif- und erlebbar. Mächtig Fahrspaß durch wuuuuuschartige Beschleunigung inklusive.
Elektroroller aller Geschwindigkeitsklassen sind weiter im Trend. Der ADAC stellt die wichtigsten Neuheiten des Modelljahres 2025 vor. Mit Bildern, Infos, Daten und Preisen.
Weitere interessante Elektroroller-Modelle
- BMW CE 04: Futuristische Großroller mit bis zu 42 PS und 130 km Reichweite.
- Govecs Schwalbe L3e: Retro-Design mit moderner Technik, bis zu 102 km Reichweite mit Doppelakku.
- Horwin SK3: Sportlicher Roller mit bis zu 90 km/h und optionalem Doppelakku für 160 km Reichweite.
- Honda CUV e: Kompakter E-Roller mit herausnehmbaren Akkus und 70 km Reichweite (ab Sommer 2025).
- Niu MQi GT 100: Schnellste elektrische 125er von Niu, erreicht echte 100 km/h.
- SEAT Mó 125: Urbane Mobilität mit Platz für zwei Helme und bis zu 133 km Reichweite.
- SuperSoco CPX L3e: Flacher Durchstieg, 16-Zoll-Vorderrad, bis zu 140 km Reichweite mit zwei Akkus.
- Suzuki e-Address: Suzukis erster Elektroroller, geplant für 2025, mit 71 km/h Spitze und 87 km Reichweite.
- Trinity Uranus R 80/RS 100: Mitwachsender Uranus mit bis zu 110 km/h und 100 km Reichweite.
- Vespa Primavera Elettrica 70: Kultroller mit zweistufiger Energierückgewinnung und bis zu 67 km/h.
- Wayel W3: Italienischer City-Chic mit Bosch-Motor und bis zu 75 km/h.
- Zapp i300: Britischer E-Roller mit einzigartigem Design und bis zu 97 km/h.
Top Elektroroller im Test (bis 45 km/h)
- Evyvo 45er: Herausnehmbarer Doppelakku, 90 km Reichweite, 3000 Watt Motor.
- Rolektro E City 45: Preis-Leistungs-Sieger mit 70 km Reichweite und 2000 Watt Motor.
- Blu:s XT2000: Günstiger Roller mit 70 km Reichweite und 2000 Watt Motor.
- Luxxon E3000: 3000 Watt Motor, 65 km Reichweite, inklusive Gepäckträger und Topcase.
- Egret GTs: Faltbarer 45 km/h Elektroroller mit bis zu 100 km Reichweite.
Schnellere Elektroroller (bis 80 km/h)
- Futura Angry Hawk: 80 km/h, 4000 Watt, 100 km Reichweite, mit App und Fingerabdrucksensor.
Weitere erwähnenswerte Modelle
- GreenStreet Seed: Leicht, einfach zu bedienen, 50/100 km Reichweite.
- Futura Eagle li: Allrounder mit großzügiger Sitzbank und Topcase.
- Vmoto CPX Explorer: ABS-Bremse, 7 KW Motor, 105 km/h.
- NEXT/NX2: 10 kW Nennleistung, 15 kW Maximalleistung.
- Horwin SK3 Plus: 100 km/h, 130 km Reichweite.
- Ray 7.7: Ultimativer Elektroroller für ein einzigartiges Fahrerlebnis.
Worauf sollte man beim Kauf eines Elektrorollers achten?
- Geschwindigkeit: 25 km/h, 45 km/h, 80 km/h oder 110 km/h (125er Klasse).
- Führerschein: Mofa, AM, A1, B oder B196.
- Motorleistung und Beschleunigung: Wie viel Power bietet der E-Roller?
- Reichweite: Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?
- Akkutyp und Ladezeit: Lithium-Ionen-Akku oder Blei-Gel-Akku?
- Ausstattung: Stauraum, ABS, Konnektivität, etc.
Retro Elektroroller Modelle sind absolut en vogue, nicht nur in der Stadt. Schon immer waren die Vespa oder Piaggio Roller beliebt. So versteht es sich das sich eine Reihe von Elektroroller Marken auf Modelle im Retro Style bzw. 50er Jahre Design spezialisiert haben.
Niu war auf dem deutschen Markt schon mal da und wieder weg. Nun kehren die Chinesen mit einer eigenen Niederlassung und einem neuen E-Scooter zurück. Der Niu MQi GT 100 ist schick und schnell.
Der NIU MQi GT Evo ist ein flotter Stadtflitzer, der die meisten anderen Roller stehen lässt. Er ist dynamisch, lautlos und fährt sich kinderleicht: Wie gut der bis zu 100 km/h schnelle Elektro-Roller NIU MQi GT Evo ist, zeigt der Praxis-Test.
| Modell | Max. Geschwindigkeit | Reichweite | Motorleistung |
|---|---|---|---|
| NIU NQiX 500 | 100 km/h (120 km/h mit E-Boost) | Bis zu 95 km | 5 kW (Nennleistung), 9 kW (Spitzenleistung) |
| BMW CE 04 | Variiert je nach Version | 130 km (11 kW: 100 km) | Bis zu 42 PS (31 kW) |
| Govecs Schwalbe L3e | 60 km/h | 102 km (zwei Akkus) | 4,1 PS (3,0 kW) |
| Horwin SK3 | 90 km/h | 80/160 km (zwei Akkus) | 8,6 PS (6,3 kW) |
| Honda CUV e: | 83 km/h | 70 km | 8,2 PS (6 kW) |
| Niu MQi GT 100 | 100 km/h | 65-75 km | 8,8 PS (6,5 kW) |
| SEAT Mó 125 | 95 km/h | 133 km | 12,2 PS (9 kW) |
| SuperSoco CPX L3e | 90 km/h | 70/140 km (zwei Akkus) | 6,5 PS (4,8 kW) |
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