Elektroroller sind mehr als nur Schönwetter-Gadgets. Mit ordentlicher Federung, stabiler Verarbeitung und starkem Motor eignen sich E‑Scooter auch für unbefestigte Wege. Wer mit dem E-Scooter über Bordstein, Wald und Wiese pflügt, benötigt eine gute Federung, eine robuste Verarbeitung und einen starken Motor.
Dabei lohnt es sich beim E-Scooter-Kauf grundsätzlich, auf diese drei Attribute Wert zu legen, erhöhen sie doch den Fahrkomfort auch im urbanen Umfeld. Hier zeigen wir die besten E-Scooter, die eine hohe Traglast von bis zu 150 kg bieten und somit ideal für schwerere Erwachsene oder Personen mit zusätzlichen Lasten geeignet sind.
Obwohl er nicht verpflichtend ist, empfehlen wir beim Fahren eines elektrischen Scooters dringend das Tragen eines Helms.
Die Besten Offroad-E-Scooter im Test
Für unsere Bestenliste Offroad-E-Scooter haben wir aus unseren über 80 Einzeltests die zehn Elektroroller mit Straßenzulassung herausgesucht, welche am sichersten über unbefestigte Wege heizen.
Hier ist eine kurze Übersicht der getesteten Modelle:
- Testsieger Segway Ninebot Max G3 D
- Navee ST3 Pro
- Joyor Y8-S
- Epowerfun EPF-Pulse
- Egret Ey! 1
- Ninebot ZT3 Pro D
- Trittbrett Fritz
- Xiaomi Mi 4 Ultra
- Slidefox NT
- Streetbooster Pollux
Testsieger: Segway Ninebot Max G3 D
Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Souverän steht er an der Spitze dieser und auch der allgemeinen Bestenliste der E-Scooter und kostet 949 Euro.
Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan. Der Listenpreis beträgt 999 Euro im Segway Shop. Bei einigen Händlern wie Expert ist er bereits ab 949 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.
Vorteile:
- Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung
- Sehr gute Federung
- Viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz
- Sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät
- Verarbeitung auf bestem Niveau
Nachteile:
- Hohes Gewicht von 24,6 kg
- Teuer
- Akku fest eingebaut
- Registrierungszwang
Geniale Federung: Navee ST3 Pro
Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Auf dem zweiten Platz rollt der Navee ST3 Pro für 699 Euro und glänzt mit seiner exzellenten Federung sowie starkem Motor.
Seine Stärken - die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung - machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen. Für 699 Euro (Amazon) bekommt man mit dem Navee ST3 Pro einen E-Scooter, der im Hinblick auf Fahrkomfort und Verarbeitung in der oberen Liga mitspielt.
Vorteile:
- Exzellente Federung an beiden Rädern
- Kraftvoller Motor mit 1350 W Spitzenleistung
- Hochwertige Verarbeitung mit eleganter Optik
- Selbstreparierende 10-Zoll-Gelreifen
- Helle Blinker und Apple-Find-My-Integration
Nachteile:
- Gewicht von 25,3 kg
- Marathonladezeit von 10 Stunden
- App-Registrierungszwang
- Keine Blinker am Heck
Preis-Leistungs-Sieger: Joyor Y8-S
Der Joyor Y8-S ist ein echtes Brett. So gibt es wohl kaum einen anderen E-Scooter um die 700 Euro, der mehr bietet und trotzdem eine Straßenzulassung hat. Wer sparen will, bekommt mit dem Joyor Y8-S einen kräftigen Offroader mit immens großem Akku für nur 469 Euro.
Der Joyor Y8-S kostet auf Amazon 549 Euro. Bei Geekmaxi zahlen Käufer derzeit 469 Euro bei Geekbuying nur 653 Euro.
Vorteile:
- Extrem großer Akku
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Straßenzulassung, starker Motor, gute Bremsen
- Kompakter Klappmechanismus
Nachteile:
- Zeigefingergriff stört beim Bremsen
- Kein Blinker
Technische Daten und Kaufkriterien
Worauf muss ich beim Kauf eines E-Rollers achten?
Eine solide Verarbeitung bieten mittlerweile die meisten elektrischen Scooter jenseits der 500-Euro-Marke. Hier sollte man darauf achten, dass die Lenkstange kaum wackelt und keine Teile leicht abzubrechen drohen. Der Lenker sollte zudem hoch und breit genug sein und das hintere Schutzblech fest sitzen. Die maximale Zuladung sollte zum eigenen Körpergewicht passen. Der Faltmechanismus muss leichtgängig, aber dennoch stabil sein.
Auch der besonders für schwerere Fahrer wichtige starke Motor hält in immer mehr E-Rollern ab der Mittelklasse Einzug. Hier ist es wichtig, nicht nur auf die Leistung des Motors in Watt, sondern besonders auf das Drehmoment in Newton-Meter (Nm) zu achten. Starke Motoren sind wichtig, um den Fahrer flott auf die maximale Geschwindigkeit zu beschleunigen, ihn Hügel und Berge hinauszutransportieren und ihn in Matsch, Schnee, Wald und Wiese über Unebenheiten zu bringen.
Was ist der Unterschied zwischen Federung und Dämpfung?
Der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt, ist die Dämpfung, also wie viele Unebenheiten der Strecke an den elektrischen Scooter und Fahrer weitergegeben werden. Zunächst ist hier die Größe und die Art der Reifen relevant. Große Räder wie das 16 Zoll große Vorderrad des Gomate Steap ER1 Evo schlucken Unebenheiten deutlich besser weg als 8-Zoll- oder 10-Zoll-Räder. Außerdem sind Luftreifen den Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen vorzuziehen. Denn Luftreifen besitzen, je nachdem wie stark sie aufgepumpt sind, eine natürliche Dämpfung und greifen bei Nässe, Schnee und Matsch deutlich besser. Vorteil Vollgummi: Diese Reifenart ist pannensicher.
Wer jedoch abseits der befestigten Straßen und Wege mit seinem E-Roller mit vollem Tempo fahren will, der benötigt eine gute Federung. Diese umfasst im besten Fall nicht nur das Vorderrad, sondern auch das Hinterrad. Beim Vorderrad gibt es zwei verschiedene Ansätze. So nutzt der sehr beliebte und hervorragende Ninebot Segway Max G2D genauso wie der Joyor Y8-S eine Federung, die an eine Federgabel am Fahrrad erinnert.
Die elektrischen Scooter Trittbrett Fritz und Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra nutzt hingegen eine zweite, hinter dem Vorderrad liegende Achse. Diese Variante hat mehr Hub und eignet sich tendenziell besser für Offroad-Fahrten. Bei der Federung des Hinterrads gibt es weniger eklatante Unterschiede zwischen den E-Scootern. Hier nutzen fast alle eine zweite Achse. Einen Sonderweg geht der Gomate Steap ER1 Evo. Dort erinnert das flexible Trittbrett an ein Skateboard mit seiner natürlichen Federung - es besteht aus geleimten Holzplatten.
E-Scooter mit hoher Traglast: Modelle und Kriterien
E-Scooter mit einer Traglast bis 150 kg sind ideal für schwerere Erwachsene, die ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis suchen. Sie richten sich besonders an Personen mit höherem Körpergewicht, die mit Standardmodellen (meist 100-120 kg Traglast) an ihre Grenzen stoßen. Oder an Menschen mit größerer Körpergröße, die von einem stabileren Rahmen, breiteren Trittbrettern und stärkeren Motoren profitieren.
Wichtige Kriterien beim Kauf:
- Maximale Tragkraft: Das zulässige Gesamtgewicht ist in der Allgemeinen Betriebserlaubnis des Modells eingetragen und wird vom Hersteller in der Produktbeschreibung angegeben.
- Motorleistung: Ein E Scooter, der mit einer höheren Traglast belastet wird, sollte auch einen starken Motor (mind.
- Federung & Reifen: Um beim Fahren mit höheren Traglasten für eine entsprechende Fahrstabilität und Fahrkomfort zu sorgen, ist eine hochwertige Federung und große Reifen (z. B.
- Trittbrettgröße: Die meisten asiatischen E Scooter bieten ein kleineres Trittbrett.
- Reichweite: E Scooter Reichweiten können bei höherer Belastung deutlich zurückgehen.
Es ist bei einer höheren Traglast nicht alleine wichtig die Angabe zur zulässigen Tragfähigkeit im Auge zu behalten, sondern auch die anderen Leistungsparameter. Denn die Angaben der Hersteller beziehen sich meist auf ein Körpergewicht von 75 Kg. Die Motorleistung verringert sich bei höherer Traglast, was zu einer Abnahme der Reichweiten führt und auch die Steigfähigkeit des E Scooters verringert sich.
Achtung: Die Steigleistung eines E-Scooters nimmt bei höherem Körpergewicht stark ab. Wenn Du deutlich schwerer bist als 75 kg, kann die tatsächliche Steigfähigkeit um 30-50 % geringer ausfallen. Der E Scooter muss mehr Kraft aufbringen gegen die Hangabtriebskraft.
Beispiel: Wenn ein E Scooter nach Herstellerangabe 20 % Steigung schafft, dann könnten daraus schnell 10-15% werden.
Top-Modelle bis 150 kg Traglast:
- VMAX VX4: Testsieger mit hoher Traglast (150 kg), starkem Motor (bis zu 2.800 W Peakleistung) und bester Steigfähigkeit (33 - 40%).
- Egret GT: Premiummarke mit 150 kg Traglast, 13 Zoll Reifen, Öldruckfederung, 100 km Reichweite und Wechselakku.
- ePowerfun ePF-Pulse: Hohe 140 kg Traglast, beste Vollfederung, super 35% Steigleistung und bis zu 100 km Reichweite.
- VMAX VX2 Extreme: 150 kg Traglast, 1600 W Peakleistung, 33% Steigkraft und Blinker vorne und hinten.
- Egret X: 130 kg Traglast, 12,5 Zoll Reifen, mehr Drehmoment und stabile Rahmenkonstruktion.
- Streetbooster Pollux: 144 kg Traglast, stabiler Rahmen, 12 Zoll Reifen und herausnehmbarer Wechselakku.
Weitere Modelle:
- SoFlow SO4 Gen 2 (150 kg Traglast, aber schwächere Leistung)
- IO Hawk Legacy (150 kg Traglast, aber hohes Gewicht)
- Trittbrett Paul (150 kg Traglast, großes Trittbrett)
- Ninebot GT1 D (150 kg Zuladung, aber sehr schwer)
- iScooter T4 (günstigster E Scooter mit 150 kg Traglast)
Zusätzliche Informationen und Tipps
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die beim Kauf eines E-Scooters mit hoher Traglast berücksichtigt werden sollten:
- Tragkraft: Die meisten E-Scooter haben eine Traglast von lediglich 100 - 120 kg. Für Übergewichtige und schwere Personen sind sie entsprechend nicht geeignet.
- Rahmen: Die verstärkte Rahmenkonstruktion aus robustem Aluminium oder Stahl sorgt für eine hohe Stabilität.
- Trittfläche: Sie ist breiter als bei E-Scootern mit einer geringeren Maximal-Belastung und bietet entsprechend deutlich mehr Platz.
- Motor: Der Motor ist besonders leistungsstark (1.000 Watt oder mehr), sodass der Elektro-Scooter trotz des hohen Gewichts schnell und ohne Geschwindigkeitsverlust beschleunigt.
- Reichweite: Die E-Scooter in diesem Ratgeber haben eine Reichweite zwischen 60 - 100 km.
- Akku: Der Lithium-Ionen Akku ist in wenigen Stunden aufgeladen.
- Rollen: Mit einem Durchmesser von 10 Zoll sind die Reifen größer als bei E-Scootern mit einer geringeren Tragkraft.
- Federung: Aufgrund der hohen Zuladung des Elektro-Scooters ist die Federung zusätzlich verstärkt.
- Bremsen: Zum Einsatz kommen meist Scheibenbremsen, die leistungsfähiger als Trommelbremsen oder elektrische Bremsen sind.
- Beleuchtung: Dank des hellen LED-Frontlichts bist du auch bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen gut zu sehen.
- Display: Das Display in der Mitte des Lenkers zeigt alle Fahrdaten an, z.B. die Geschwindigkeit, den Akkustand und Kilometerstand.
- App: Über Bluetooth kannst du manche E-Tretroller mit der App des jeweiligen Anbieters verbinden.
Tabelle: Vergleich ausgewählter E-Scooter mit hoher Traglast
| Modell | Maximale Traglast | Motorleistung (Peak) | Reichweite | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| VMAX VX4 | 150 kg | Bis zu 2800 W | Bis zu 75 km | Starker Motor, gute Steigfähigkeit |
| Egret GT | 150 kg | 1200 W | Bis zu 100 km | Wechselakku, hochwertige Ausstattung |
| ePowerfun ePF-Pulse | 140 kg | 1200 W | Bis zu 100 km | Vollfederung, hohe Reichweite |
| VMAX VX2 Extreme | 150 kg | 1600 W | Bis zu 55 km | Gute Steigkraft, Blinker |
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