Elektroroller aller Geschwindigkeitsklassen sind weiter im Trend. Wer emissionsfrei unterwegs sein will, trifft speziell im Rollerbereich auf ein stetig wachsendes Angebot an leisen und sauberen Modellen. Der ADAC stellt die wichtigsten Neuheiten des Modelljahres 2025 vor. Mit Bildern, Infos, Daten und Preisen.
Was ist ein Elektroroller 45 km/h?
Dahinter verbirgt sich im Behördendeutsch ein zweirädriges Kraftrad mit maximal 11 kW Leistung und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mindestens 45 km/h. Die maximale Geschwindigkeit liegt meist im Bereich von 90 bis 110 km/h. Darüber hinaus bieten sie den unbestreitbaren Vorteil, emissionsfrei und nahezu lautlos unterwegs zu sein. Die Zukunft der urbanen Mobilität - hier wird sie heute schon greif- und erlebbar. Mächtig Fahrspaß durch wuuuuuschartige Beschleunigung inklusive.
Elektroroller dieser Kategorie bieten in der Regel all das, was auch 125er-Verbrennerroller (L3e) auszeichnet - Stauraum, Beinschild, Windschild, unkomplizierte Fahreigenschaften.
Vorteile von Elektrorollern
- Emissionsfrei
- Nahezu lautlos
- Unkomplizierte Bedienung
- Günstig zu versichern
Führerschein und Versicherung
Hinzu kommt: Der Führerschein AM, den man für Kleinkrafträder bis 45 km/h braucht, ist im Autoführerschein enthalten, im Motorrad-Lappen sowieso. Ansonsten ist die AM-Lizenz ab 16 zu erwerben, in den neuen Bundesländern sogar schon mit 15 - die restlichen Länder dürfen sich nach einem Beschluss der Bundesregierung anschließen. Auch schön: Die Versicherung, das "kleine Kennzeichen", kostet jährlich je nach Alter der Nutzer nur zwischen rund 50 und 100 Euro inklusive Teilkasko.
Testsieger und empfohlene Modelle
Die teuersten Modelle (Vespa Elettrica und Schwalbe von Govecs) bieten zwar hohe Qualität, kosten aber weit über 5.000 Euro und sind damit deutlich teurer als andere Modelle. Hier eine Auswahl von E-Rollern, die in unseren Augen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten:
- E-Roller „Falcon“ von Elektroroller Futura: Der leistungsstarke 3400-Watt-Motor schafft einen Top-Speed von 45 km/h, bei einer Reichweite von bis zu 80 km.
- Elektromoped „E-City 45 Hero“ von Rolektro: Dieses leichte E-Mofa schafft dank eines 2000 W starken Elektromotors eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.
- E-Roller „Hawk 3000“ von Elektroroller Futura: Der Elektroroller Hawk 3000 bietet mit seinem 3000-Watt-Motor eine Reichweite von bis zu 70 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.
Weitere empfohlene Modelle laut e-roller.com:
- Evyvo 45er Elektroroller: Bietet einen herausnehmbaren Doppelakku mit einer Reichweite von 90 km und einen 3000 Watt Motor.
- Rolektro E City 45 Elektroroller: Preis-Leistungssieger mit 70 km Reichweite, einem 2000 W starken Motor und guter Ausstattung.
- Blu:s XT2000 Elektroroller: Günstig und gut, mit einer Reichweite von über 70 km und hydraulischer Teleskopgabel.
- Luxxon E3000: Bietet 3000 W Leistung und eine annehmbare Steigfähigkeit zu einem günstigen Preis.
- Egret GTs: Fährt 45 km/h und ist der einzige faltbare Elektroroller mit dieser Geschwindigkeit.
- Futura Angry Hawk Elektroroller: Fährt 80 Km/h und bietet 4000 Watt Motorleistung und 100 Km Reichweite.
- GreenStreet Seed: Leicht zu fahren mit Doppelakkusystem und Bosch Motor.
Technische Details ausgewählter Modelle
Hier eine Übersicht einiger Elektroroller mit ihren technischen Details:
| Modell | Leistung (kW) | Batterie (kWh) | Reichweite (km) | Ladezeit (h) | Preis (Euro) |
|---|---|---|---|---|---|
| BMW CE 04 | 31 (max) | 8,5 | 130 | 4:20 | ab 12.950 |
| Govecs Schwalbe L3e | 3,0 (max) | 3,4 | 102 | 8 | ab 6.599 |
| Horwin SK3 | 6,3 (max) | 2,6 | 80/160 (2 Akkus) | 4:30 | ab 3.990 |
| Niu MQi GT 100 | 6,5 (max) | 3,74 | 65-75 | 4-5 | ab 3.799 |
| SEAT Mó 125 | 9 | 5,6 | 133 | 6-8 | ab 4.990 |
| SuperSoco CPX L3e | 4,8 (max) | 5,4 | 70/140 (2 Akkus) | 3-3,5 (pro Akku) | ab 5.990 |
| Trinity Uranus R 80 | 6 | 4,2 | 100 (mit 2 Akkus) | 5 (pro Akku) | ab 4.428 |
| Vespa Primavera Elettrica 70 | 4 | 4,2 | 80 | 4 | ab 7.499 |
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Rasante Beschleunigung, geringer Geräuschpegel und emissionsfreie Fahrt: Das sind die Gründe, warum die Verkäufe von E-Roller um etwa 50% pro Jahr zunehmen. Sie gelten als die perfekte Alternative zum Moped mit Benzinmotor. Die E-Roller bis 45 km/h sind äquivalent zu 50 ccm-Motorrollern.
Aber: Obwohl bereits einige sehr empfehlenswerte Modelle am Start sind, sind nicht alle Modelle für die teils sehr unterschiedlichen Bedürfnisse geeignet. Beispielsweise ist für Rollerfahrer in der Stadt die Reichweite oftmals nicht das entscheidende Kriterium, da eher kurze Strecken am Stück zurückgelegt werden. Wichtiger ist für viele die Frage, ob ein fix verbauter oder herausnehmbarer Akku verbaut ist, was stark von den individuellen Lademöglichkeiten abhängt. Und auch die Ladedauer sowie die Reifengröße unterscheidet sich bei den angebotenen Modelle teils stark.
Checkliste für den Kauf
- Rechtliche Lage: Führerschein AM oder Autoführerschein ausreichend. Helmpflicht.
- Versicherung: Ab etwa 50 Euro inklusive Teilkasko.
- Reichweite: Einsteigermodelle ab 30 km, Spitzenmodelle bis zu 100 km.
- Ladedauer: Variiert zwischen 4 und 8 Stunden.
- Motor: Je mehr Watt, desto rasanter die Beschleunigung.
- Fahrkomfort: Größe der Räder entscheidend. Je kleiner, desto rumpeliger.
Häufige Fragen
Welche Roller mit Elektromotor haben einen herausnehmbaren Akku?
E-Roller mit herausnehmbarem Akku sind wichtig, wenn es keine Lademöglichkeit in der Nähe des geparkten Rollers gibt. Bei diesen Elektrorollern kann der Akku herausgenommen und an jeder beliebigen Steckdose aufgeladen werden:
- Elektroroller Futura “Falcon”: Note „Sehr gut“ beim Test von Auto-Bild
- Elektroroller Futura „Hawk 3000“: Note „Sehr gut“ bei Auto-Bild
Welchen Führerschein braucht man für einen Elektro-Roller?
Für einen E-Roller mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit reicht ein Auto- oder Mopedführerschein (AM), Mindestalter ist somit 16 bzw. 18 Jahre (je nach Bundesland teilweise unterschiedlich).
Welche Förderungen für E-Roller gibt es in Deutschland?
E-Roller werden in Deutschland nicht bundesweit gefördert, einzelne Städte und Kommunen bieten aber immer wieder Förderungen beim Kauf eines solchen Gefährtes. Hinweis: E-Scooter die unter die Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung (eKVO) fallen, werden in der Regel nicht gefördert.
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