VMAX VX2 Elektroroller Test: Leistung, Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit

Der VMAX VX2 ist bekannt für seinen hervorragenden Antrieb und gilt zusammen mit dem ePowerFun ePF-2 als einer der stärksten E-Scooter auf dem Markt. Zum Ende seines Produktlebenszyklus durften wir den VMAX VX2 testen.

Erster Eindruck

Das schweizerische Unternehmen VMAX ist mit seinen E-Scootern noch vergleichsweise neu auf dem deutschen Markt vertreten. Die Kartonage der VMAX E-Scooter ist bunt und ansprechend. Bereits hier siehst du, welches Modell du erhältst. Der VMAX VX2 wird teilmontiert geliefert. Dementsprechend musst du noch den Lenker mit dem mitlieferten Zubehör befestigen. Das benötigte Werkzeug findest du im Lieferumfang. Die Montage des VMAX VX2 ging wirklich leicht und schnell von der Hand.

Insgesamt war ich überrascht, dass der VMAX in den Karton passt, denn ausgepackt handelt es sich beim VX2 um keinen kleinen Alltagsbegleiter. Wenn du den VX2 zusammenbaust, prüfe am besten, ob alles richtig funktioniert. Erfahrungsgemäß reicht es aus, wenn du den Scooter einschaltest und prüfst, ob das Display angeht.

Bevor du ihn jedoch im Straßenverkehr verwenden kannst, musst du ihn versichern. In unserem E-Scooter-Versicherungsvergleich haben wir dir die besten Versicherungen 2023 vorgestellt. Erfahrungsgemäß liefert die Bayerische nach dem Versicherungsabschluss innerhalb weniger Tage die Plakette. Bringe diese an deinem E-Scooter an, um loszulegen.

Technische Details

Auf den ersten, zweiten oder dritten Blick überzeugt der VMAX VX2 mit seinen technischen Details.

Technische Daten des VMAX VX2 ST

Listenpreis 899,00 €
Vorteile
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Stärkster Motor
  • Hohe Reichweite
  • 25 % Steigfähigkeit
  • Tolles Display
Nachteile Einige Kinderkrankheiten

Der von uns getestete VMAX VX2 ST hat eine Normreichweite von 45 km. In der GT-Variante verbaut VMAX zudem einen größeren Akku mit bis zu 65 km Reichweite. Spannender als die Reichweite ist bei diesem Modell allerdings die Leistung.

Andere Modelle in seiner Preisregion hängt der VMAX VX2 anhand seiner Daten ab - hierzu aber mehr im Kapitel zum Fahrverhalten. Sehr starker Motor mit 500 W Dauerleistung und 1.300 W Peak-Leistung. Wichtig sind aus unserer Erfahrung auch die Bremsen. Wie wir im Test des VMAX VX3 bereits anmerkten, setzt der Hersteller bei diesem E-Scooter auf eine Kombination aus Trommel- und elektronischer Bremse.

Der VMAX VX2 nutzt die gesetzliche Toleranz aus und erreicht 22 km/h. Unsere Testreichweite reicht fast an die Herstellerangabe heran. Die Bremskraft lässt sich an die persönlichen Präferenzen anpassen. Der VMAX VX2 überzeugt im Test mit einer hervorragenden Verarbeitung.

Design und Verarbeitung

Es kommt selten vor, dass man von Fremden auf einen E-Scooter angesprochen wird. Neben dem auffälligen Design sorgten in erster Linie die breiten Räder, der kraftvolle Auftritt und das einzigartige Design für Aufsehen. VMAX baut keine E-Scooter von der Stange.

Gerade bei günstigen E-Scootern ist das Design geradezu beliebig. Viele Hersteller beziehen ihre Modelle aus den gleichen chinesischen Werken. Bei VMAX ist dies nicht der Fall, denn es gibt aktuell keinen Hersteller, der auf das gleiche Design setzt. Neben dem guten Design spricht auch die Lackierung und die allgemeine Lackqualität für den VMAX VX2. Mein Testmodell wurde bereits von mehreren Redaktionen verwendet und der Lack sah noch immer fantastisch aus. Insgesamt wirkt der VMAX VX2 sehr hochwertig im gesamten Erscheinungsbild.

Einen kleinen Punktabzug gibt es für die verarbeiteten Komponenten, da VMAX hier auf keine namhaften Hersteller wie Hobbywing oder Bosch setzt. Das heißt allerdings nicht, dass die verarbeiteten Teile schlecht sind. Die Leistung und die Fahreigenschaften sprechen hier eine deutliche Sprache. Wirklich gut gefällt uns das Display des VMAX VX2.

Besonderes Lob verdienen auch die 10 Zoll großen Luftreifen. Diese kommen ohne Schlauch daher und sind somit wartungsärmer. Außerdem kannst du über die Luftreifen den für die passenden Reifendruck einstellen. Leichtere Fahrer benötigen hier weniger Druck als schwerere Nutzer. Und wenn wir schon beim Gewicht sind, dann sei die maximale Tragkraft von 130 kg hervorzuheben. Abschließend sei auch der Staub- und Wasserschutz nach IPX6 genannt.

Verarbeitung: 92 %

Motorleistung

Grundsätzlich würde ich nein sagen, denn die technischen Entwicklung schreitet kontinuierlich voran. Gibt es einen perfekten Antrieb? In den vergangenen Monaten bin ich zahlreiche hochwertige E-Scooter gefahren. Sei es der sehr gute Egret Pro, der neue ePF-2 XT oder der Segway Ninebot G30D MAX II.

Fragt mich jemand nach dem stärksten E-Scooter am Markt, dann würde ich den VMAX VX2 hervorheben. Der VMAX VX2 hat den stärksten Motor. Kein anderer E-Scooter hat so stark an der Fahrbahn gekratzt und seine Leistung zur Schau gestellt.

Kommen wir im ersten Schritt dieses Testabschnitts auf die Leistung zu sprechen. VMAX gibt den VX2 mit einer Dauerleistung von 500 W an. Auch andere E-Scooter bieten hier vergleichbares. Spannender ist dahingegen die Spitzenleistung, die bei 1.300 W liegt und somit oberhalb aller anderen uns bekannten Premium-Modelle. Hinzu kommt, dass VMAX einen 48V Motor verbaut, der den älteren und günstigeren 36V Motoren klar überlegen ist. Zudem handelt es sich um einen Brushless Motor.

Diese Motorenart ist nach unserer Ansicht vorzuziehen, da es hier keine Kohlen und Schleifkontakte gibt. Dementsprechend sind Brushless Motoren wartungsarm und nahezu verschleißfrei. Der Motor des VMAX VX2 befindet sich im Hinterrad.

Innerhalb kürzester Zeit schafft es der VMAX VX2 in unserem Test auf die Reisegeschwindigkeit von 22 km/h. Diese konnten wir per GPS ebenfalls erreichen - ein klarer Pluspunkt. Auch bei Steigungen gibt der VMAX VX2 nicht auf. Unseren Testanstieg bewältigte das Testmodell mit 22 km/h. Der Hersteller verspricht beim VMAX VX2 eine Steigleistung von bis zu 25 %.

Motor: 100 %

Alltagstauglichkeit

In diesem Abschnitt widmen wir uns der Alltagstauglichkeit des VMAX VX2. Auch hier kann das Modell überzeugen. Wir haben den VMAX VX2 als Long-Range-Modell eingestuft. Dementsprechend gewichten wir das Gewicht etwas geringer und legen den Fokus stattdessen auf die Reichweite. Der einzige wirkliche Nachteil des VMAX VX2 ist das Gewicht.

  • VMAX VX2 LT: 17 kg
  • VMAX VX2 ST: 18,5 kg
  • VMAX VX2 GT: 18,5 kg

Somit schwankt das Gewicht zwischen 17 und 18,5 kg. Den Unterschied macht hierbei lediglich der Akku. Auch mit 17 kg ist der VX2 kein Fliegengewicht mehr. Musst du den VMAX dann doch transportieren, sorgt der gute Klappmechanismus für einen schnellen Transport. Durch die kleine Sicherung am Hebel lässt sich dieser sehr gut bedienen. Im stehenden Zustand misst der E-Scooter 122,7 x 54 x 112,7 cm. Zusammengeklappt belaufen sich die Maße auf 112,5 x 54 x 49 cm. Damit ist der VMAX VX2 nicht mehr kompakt, aber auch nicht zu groß. Das Trittbrett misst 44 x 15 cm und bietet ausreichend Fläche für größere Füße. Die Lenkerhöhe ab dem Trittbrett beträgt 98 cm und eignet sich somit auch für größere Fahrer.

Im Alltag überzeugt der VMAX VX2 ST mit einer Normreichweite von 45 km. Bei unserer Testfahrt konnten wir 42 km zurücklegen. Bei unserer Nachtfahrt konnte die Beleuchtung des VMAX VX2 ebenfalls überzeugen. Die Ausleuchtung ist gut, wobei es E-Scooter mit stärkerem Licht gibt. Etwas schade ist die Tatsache, dass es kein Bremslicht und keine Blinker gibt. Die Heckbeleuchtung des VMAX VX2 ist recht klein und es gibt kein Bremslicht.

Insgesamt erzielt der VMAX VX2 ST in unserem Test ein sehr gutes Ergebnis.

Alltagstauglichkeit: 97 %

Fahrverhalten

Beim Fahrverhalten war ich etwas skeptisch, denn der VMAX VX2 hat wirklich breite Reifen. Allerdings war die anfängliche Skepsis nach unserem Parcours vollkommen unbegründet. Auch mit der höchsten Geschwindigkeit präsentiert sich dieser E-Scooter als agiler Begleiter. Zum Fahrverhalten gehört auch das Fahrgefühl, welches bei diesem E-Scooter sehr gut ist. Beim Beschleunigen sorgt die Kraft dafür, dass der E-Scooter sogar zum Wheelie tendiert, wenn du zu weit hinten stehst.

Bist du im Stadtverkehr unterwegs und willst noch mal kurz beschleunigen, dann ist der Motor ein Genuss. Ein leichtes Drücken des Daumengases führt unmittelbar zur Beschleunigung. Mein einziger Kritikpunkt an dieser Stelle ist die fehlende Federung. Diese wirkt sich etwas auf den Fahrkomfort im Alltag aus. Fährst du häufiger auf Kopfsteinpflaster oder schlechten Feldwegen, wirst du diese sicherlich vermissen.

Fahrverhalten: 95 %

Bremsen

Bei den Bremsen setzt VMAX beim VX2 auf eine Trommelbremse am Vorderrad und eine elektronische Rekuperationsbremse am Hinterrad. Gemäß unserem Testverfahren erhalten Modelle mit zwei hydraulischen Scheibenbremsen hier die Bestnote. Die Bremsen ließen sich bei VMAX VX2 lediglich über einen Bremsgriff betätigen. Unser Testmodell verfügte bereits über zwei separate Bremsgriffe. Somit ließen sich beide Bremsen separat ansteuern. Die Hinterradbremse dient eher für gemächliche Bremsmanöver sowie zur Energierückgewinnung.

Beim ersten Bremsen überzeugte der VX2 nicht wirklich, da es bei einer Vollbremsung ganze 3,9 m bis zum Stillstand dauerte. Die Trommelbremse lässt sich wirklich einfach einstellen.

Die elektronische Bremse hat beim Bremsvorgang stark blockiert und dafür gesorgt, dass es eine ansehnliche Bremsspur gab. Das ist einerseits cool aber nicht wirklich praktisch im Alltag. Für den Nachfolger hat VMAX bereits verbesserte Bremsen angekündigt. Insgesamt sind die Bremsen sehr gut.

Bremse: 89 %

VMAX App

Abschließend haben wir auch die VMAX App getestet. Hier können wir auf unsere Erfahrungen aus dem VMAX VX3 Test referenzieren. Die App kannst du dir für Android und iOS herunterladen. Zudem lässt sich der VMAX VX3 auch mit anderen Apps verbinden.

Ein Kritikpunkt an der VMAX App ist, dass du dich mit jedem VMAX E-Scooter verbinden kannst. Mit anderen Worten können sich auch Fremde in euren E-Scooter einwählen und somit auf die Funktionen zugreifen. Solltest du die elektronische Wegfahrsperre verwendet haben, können Dritte diese auch wieder deaktivieren. Das ist nicht gut und eine echte Sicherheitslücke. Daher verwende unbedingt ein E-Scooter Schloss, um deinen VMAX VX2 sicher abzustellen.

Verwende nicht die App-basierte Wegfahrsperre. Diese ist nicht sicher, da sich jeder mit dem E-Scooter verbinden kann. Anschließend lässt sich die Wegfahrsperre deaktivieren. Der sonstige Funktionsumfang der App ist gut. So kannst du die Geschwindigkeit einsehen und auch die Leistungsdaten des E-Scooters prüfen. Zusätzlich lässt sich über die App der Modus zwischen Sport und Normal wechseln. Andere E-Scooter-Apps bieten einen besseren Funktionsumfang und höhere Sicherheit.

App: 81 %

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