E-Scooter aufladen: Was kostet es wirklich?

Anfang 2019 tauchten E-Scooter hierzulande quasi aus dem Nichts auf, inzwischen sind sie - zumindest in den Städten - allgegenwärtig. Dort punkten die batteriebetriebenen Tretroller als flexible Alternative zum mühsamen Fußmarsch oder zum Warten auf den nächsten Bus.

Zudem ist ihre Umweltbilanz umstritten: Expertinnen und Experten sind sich nämlich nicht einig, ob Elektro-Scooter andere, umweltschädlichere Formen der Mobilität (wie das Autofahren mit Verbrennungsmotor) ersetzen. Oder ob die Flitzer in Wirklichkeit nur zusätzlichen Verkehr erzeugen, den es ohne sie gar nicht erst gegeben hätte. Wäre Letzteres der Fall, wären die E-Scooter selbst Umweltsünder.

Denn: Die Tretroller sind mit einem E-Motor samt Batterie ausgerüstet, um auf bis zu 45 km/h beschleunigen zu können. Bei den Batterien handelt es sich fast immer um Lithium-Ionen-Akkus, deren Herstellung Rohstoffe und sehr viel Energie verschlingt. Auch für die tägliche Nutzung benötigen die Flitzer natürlich Strom. Was zur Frage führt: Wie teuer ist es eigentlich, einen E-Scooter einmal aufzuladen? Sind die batteriebetriebenen Roller eher sparsam oder verschwenderisch unterwegs?

Die Antwort dürfte viele interessieren: Laut ADAC besaßen 2022 fast sieben Prozent der Befragten ab 16 Jahren einen eigenen E-Flitzer. Um die Ladekosten eines E-Scooters zu berechnen, benötigt man eigentlich nur die Speicherkapazität des dazugehörigen Akkus (in Kilowattstunden) sowie den eigenen Strompreis (in Euro pro Kilowattstunde).

Kosten für das Aufladen

Zuerst zum Strom: Wer die heimische Steckdose nutzt, zahlt zurzeit etwa 36 Cent für die Kilowattstunde (kWh) Elektrizität. Sieht man sich die Flitzer an, die die beiden hiesigen Marktführer - Xiaomi und Segway - zurzeit im Angebot haben, erkennt man: Die Akku-Kapazitäten reichen dort von mickrigen 54 Wh (rund 0,05 kWh) für die schlichtesten Modelle bis zu stolzen 1.000 Wh (1 kWh) in der Luxusklasse.

Wer's genau nimmt, weiß natürlich, dass sich Akku und Ladegerät beim Aufladen erwärmen. Das bedeutet wiederum, dass dabei Energie verloren geht. Dieser Ladeverlust, der sich nicht ganz verhindern lässt, schwankt mit der verwendeten Technik. Man kann aber plausibel davon ausgehen, dass nur 80 Prozent der aufgewendeten Energie auch wirklich in der Batterie gespeichert werden.

Wenn Sie sich für 12 Cent entschieden haben, lagen Sie deutlich richtiger als mit 12 Euro. Dieser höhere Wert entspräche 100 vollen Ladungen.

In Deutschland bahnt sich die E-Scooter-Epidemie an. Erste Händler verkaufen die elektrischen Tretroller bereits für unter 500 Euro. Die Tendenz ist sinkend. Auch große Discounter wollen die E-Scooter ins Sortiment nehmen. Doch wie sieht es mit den Nebenkosten aus? So viel kostet Sie ein E-Scooter pro Jahr. Ein wenig treten, dann aufs Gas drücken und schon brettern Sie mit 20 Kilometern pro Stunde auf Deutschlands Straßen.

Die E-Scooter sind praktisch, schnell und hype. Besonders auf der letzten Meile zwischen Bus, Tram, U-Bahn und Zuhause oder Arbeitsstelle sollen sie zum Einsatz kommen. Viele Städten rüsten bereits um, planen mit mehr Buslinien in den nächsten Jahren. Sie hoffen darauf, dass Menschen auf den elektrischen Tretroller umsteigen und wollen Öffis (Öffentliche Verkehrsmittel) attraktiver machen.

Unsere CHIP-Experten raten: Achten Sie beim Kauf auf Watt-Angabe und mögliche Reichweite. Für den Normalgebrauch in der Stadt reichen 250 Watt starke Modelle. Die gibt es bereits für 500 Euro zu haben. In Deutschland gilt für E-Scooter eine Obergrenze von 500 Watt.

Bei der Reichweite sollten Sie berechnen, wie viele Kilometer Sie mit dem E-Scooter im besten Fall zurücklegen wollen. Wenn Sie über 40 Kilometer pro Akkuleistung zurücklegen wollen, müssen Sie eben tiefer in die Tasche greifen.

Versicherung und weitere Kosten

Für die E-Scooter gilt keine Helmpflicht, dafür aber eine Versicherungspflicht. Die großen Versicherungsplayer gliedern den E-Scooter-Schutz in zwei Bereiche: einmal Haftpflicht und einmal Teilkasko-Versicherung. Für den Rund-um-Schutz lohnt sich die Kombi-Police. Allerdings gibt es eine Einschränkung. Wird der E-Scooter etwa geklaut, deckt die Versicherung nicht den gesamten Schaden. Ein Vollkasko-Modell gibt es übrigens bei keinem Versicherer.

Diese kostet bei der Huk-Coburg ab 35 Euro pro Jahr für alle über 23 Jahren. Wer jünger ist, zahlt 48 Euro. Die Selbstbeteiligung liegt bei 150 Euro. Bei der DEVK sind es bei einem Versicherungsabschluss ab 1. Juli 58,51 Euro (ab 23 Jahre), 93,76 Euro (von 18 bis 22 Jahren) oder 108,76 Euro (bis 17 Jahre) pro Jahr. Auch hier gilt eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Bei der Allianz kostet die Police wiederum ab 23 Jahren 54 Euro. Für Jugendliche ab 14 Jahre ist es teurer. Sie zahlen 86 Euro pro Versicherungsjahr. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall liegt bei 150 Euro.

Zusätzlich zur Versicherung sollten Sie mit Stromkosten rechnen. Auch einen Akku-Austausch sollten Sie einplanen. In Frankreich berechnen Reperaturdienste zwischen 120 und 300 Euro für den Akkutausch. Neue Rollen kosten wiederum zwischen 70 und 150 Euro - je nach Modell. Grundsätzlich schießen solche Reparaturdienste für E-Scooter im Ausland wie Pilze aus dem Boden. Das Angebot lohnt sich offenbar.

CHIP macht den Kassensturz: Ein günstiger E-Scooter kostet knapp 500 Euro. Günstiger wären Mietoptionen. Besonders durch Leihanbieter wie Lime, Voi, Bird oder Tier etabliert sich ein zunehmender E-Scooter-Boom. Im Ausland gilt: Wer schon einmal mit dem E-Scooter gefahren ist, möchte den Dienst immer wieder nutzen. Allein in Paris gibt es heutzutage bereits über 15.000 Leih-E-Tretroller. Die Preise variieren je nach Stadt, Wochentag oder Tageszeit. Die Abrechnung erfolgt jeweils pro Minute. Für die Nutzung verlangen nahezu alle Anbieter pro Fahrt einen Euro. Der Minutenpreis liegt zwischen 15 und 20 Cent.

Elektro-Zweirad: Kosten, Preise, Unterhalt

Wegen der hohen CO2-Belastung und den Spritpreisen wächst das Interesse an elektrischen Zweirädern. Doch was kosten E-Motorräder, -Roller und Co? Anschaffung und Unterhalt: AUTO BILD verschafft einen Überblick. Wenn die Spritpreise konstant hoch sind und der CO2-Fußabdruck reduziert werden muss, stellt sich die Frage nach alternativer Mobilität. Eine interessante Lösung - zum Beispiel fürs Pendeln bei gutem Wetter - könnte ein elektrisches Zweirad sein. Doch welches nehmen? Ein vollwertiges Motorrad? Einen elektrischen Roller? Oder ein Pedelec? Das hängt natürlich vom vorhandenen Führerschein ab. Aber auch von den Kosten. Anschaffung und Unterhalt: Was kostet so ein elektrisches Zweirad eigentlich? AUTO BILD hilft bei der Entscheidung.

Was ist ein E-Motorrad?

Hinter dem Begriff Elektro-Motorrad kann sich aktuell eine ganze Menge verbergen. Es beginnt mit dem, was Kinder der 70er und 80er vermutlich sofort als Moped einordnen würden. Metorbike aus Hamburg baut so ein schlankes, 9,4 PS starkes Zweirad. In die Fahrzeugklasse gehört aber auch die "ausgewachsene" Harley-Davidson Livewire One mit 105 PS und 177 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Wie teuer ist ein E-Motorrad?

Die Anschaffungskosten für ein Elektromotorrad unterscheiden sich stark, ähnlich wie bei den Verbrennern. Wer im unteren Preissegment sucht und gegebenenfalls zu einem kleinen Fahrzeug aus China greift, kann schon für 4000 bis 5000 Euro fündig werden. Wer ein Premium-E-Motorrad haben will, muss 25.000 bis 30.000 Euro anlegen. Die Harley-Davidson Livewire One kostet aktuell beispielsweise 24.990 Euro.

Was kostet ein E-Motorrad im Unterhalt?

Der Stromverbrauch von einem Elektromotorrad hängt neben dem Gewicht der Maschine vor allem vom Fahrverhalten ab. Bei zurückhaltender Fahrweise kommen aktuelle Fahrzeuge mit acht bis zehn kWh pro 100 Kilometer aus. Wer auf der Autobahn energisch am Gasgriff dreht, treibt die Zahl auf 13 bis 15 kWh pro 100 Kilometer. Die Stromkosten liegen, wenn man 29,10 Cent/kWh (Stand 7.11.2023) zugrunde legt, also zwischen 2,33 und 4,37 Euro. Bei der Inspektion eines Elektro-Motorrads müssen weniger bewegliche Teile gecheckt werden, als bei einem Bike mit Verbrenner. Daher sollten die Kosten geringer ausfallen. Momentan bewegen sie sich grob zwischen 70 und 160 Euro. Dabei muss man aber bedenken, dass die meisten E-Motorräder noch relativ neu auf dem Markt sind und sich der Aufwand bei der Durchsicht wahrscheinlich in Grenzen hielt.

Wie viel muss man bei einem E-Motorrad für Steuer und Versicherung ausgeben?

Motorräder mit Elektro-Antrieb sind von der Steuer bis mindestens 2030 befreit. Versichert werden E-Motorräder wie andere Motorräder auch. Das heißt: eine Haftpflichtversicherung ist vorgeschrieben. Teil- und Vollkasko sind freiwillig. Sie richten sich in den Augen der Versicherer vor allem nach dem Alter und damit dem Fahrzeugwert. Die persönlichen Parameter unterscheiden sich. Daher ist eine Kostenangabe an dieser Stelle schwierig.

Was ist ein Elektro-Roller?

AUTO BILD versteht Roller als zweirädrige Fahrzeuge mit Durchstieg vor dem Sitz. Deren Modell-Bandbreite ist ziemlich groß. Es beginnt bei den 50er-Äquivalenten. Sie sind daran zu erkennen, dass sie maximal 45 km/h schnell fahren. Um so einen E-Roller bewegen zu dürfen, braucht man mindestens einen Führerschein der Klasse AM, ein Versicherungskennzeichen und einen Helm.

Wie teuer ist ein E-Roller?

Preislich kann man diese "50er"-Elektro-Roller in drei Kategorien einteilen. Zwischen 1500 und 2000 Euro geht es los. Zwischen 2000 und 3000 Euro kosten Fahrzeuge der Mittelklasse. Wer auf eine umfangreiche Ausstattung Wert legt, sollte sich auf eine Investition von 3000 bis 4500 Euro einstellen.

Was kostet ein E-Roller im Unterhalt?

Für Strom gibt man bei einem 45-km/h-Roller etwas mehr aus als bei einem E-Scooter. So ein Roller braucht im Stadtverkehr bei angenehmen Temperaturen etwa 3,5 kWh Energie pro 100 Kilometer. Das sind rund 1,02 Euro. Geht man davon aus, dass 100 Kilometer beim Pendeln in der Woche zusammenkommen, verbraucht der Roller im Monat Strom für rund vier Euro. Ein E-Roller ist genau wie ein Auto mit batterielektrischem Antrieb deutlich wartungsärmer als ein Verbrenner. Das hält den finanziellen Aufwand überschaubar. Mit 100 bis 150 Euro pro Jahr sollte man trotzdem rechnen.

Wie viel muss man bei einem E-Roller für Steuer und Versicherung ausgeben?

Für Elektrofahrzeuge erhebt der Fiskus bis mindestens 2030 keine Kfz-Steuer. Deshalb sind auch E-Roller von der Steuer befreit. Der Beitrag für die Versicherung hängt stark von den persönlichen Umständen und Parametern wie der Fahrzeugnutzung ab. Haftpflicht muss sein, Vollkasko kann Sinn machen. Die Preisspanne liegt zwischen 40 und 160 Euro.

AUTO BILD-Tipp: Die Unterhaltskosten für einen E-Roller mit mehr Leistung - einen "125er" - sind nur unwesentlich höher. Wenn der passende Führerschein vorhanden ist, lohnt sich das Nachdenken über so einen Elektro-Roller.

Was ist ein E-Scooter?

E-Scooter sind Tretroller mit Elektroantrieb. Sie dürfen dank der "Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge" in den Verkehr. Die Verordnung gilt für Fahrzeuge mit einer Lenkstange, einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und einer Zulassung. Einen Führerschein braucht man nicht.

Wie teuer ist ein E-Scooter?

Man kann E-Scooter bei Sharing-Anbietern wie Lime, Bolt, Tier oder Voi mieten. Normalerweise fällt dort eine pauschale Leihgebühr von rund einem Euro pro Miet-Vorgang an. Obendrauf kommen die Mietkosten pro Minute. Die liegen zwischen 15 und 25 Cent. E-Scooter-Mieten rechnet sich also vor allem dann, wenn man spontan mal ein Verkehrsmittel braucht. Wer regelmäßig pendeln will, für den könnte sich der Kauf eines E-Scooters lohnen. Es gibt Exemplare mit Straßenzulassung schon ab rund 400 Euro. Hochwertige Modelle liegen jenseits der 1000 Euro. Man kann aber auch bis zu 2000 Euro für einen E-Scooter ausgeben.

Doch Achtung! In Städten wie Hamburg ist die Mitnahme von E-Scootern in U-Bahnen bis auf weiteres wegen Brandgefahr untersagt.

Was kostet ein E-Scooter im Unterhalt?

Die Stromkosten für einen E-Scooter sind gering, er verbraucht auf 100 Kilometer etwa eine Kilowattstunde Strom. Das bedeutet, dass 29,10 Cent zu Buche schlagen (Stand: 7. November 2023). E-Scooter sind noch nicht lange Teil des Straßenverkehrs. Daher sind Erfahrungswerte bezüglich der Wartungs- und Reparaturkosten noch nicht wirklich vorhanden. Man kann nur schätzen, dass pro Jahr etwa fünf Prozent der Anschaffungskosten kalkuliert werden sollten.

Wie viel muss man bei einem E-Scooter für Steuer und Versicherung ausgeben?

Kfz-Steuer fällt für einen E-Scooter nicht an. Als Elektrofahrzeug ist er davon befreit. Der Versicherungsschutz wird mit Hilfe einer Plakette nachgewiesen. Die jährlichen Kosten für die Versicherung und das Kennzeichen liegen bei zirka 40 bis 80 Euro.

Was ist ein Pedelec bzw. ein E-Bike?

Pedelecs und E-Bikes sind Fahrräder mit Elektromotor. Beim Pedelec wird die Person im Sattel beim Strampeln elektrisch unterstützt. Ein E-Bike hat einen Gasgriff wie ein Roller oder Motorrad und kann rein elektrisch fahren.

Wie teuer sind Pedelecs und E-Bikes?

Beide E-Fahrrad-Varianten sind teurer als Räder, die mit purer Muskelkraft betrieben werden. Das liegt vor allem am technisch einigermaßen komplexen Antrieb. Pedelec- und E-Bike-Einsteiger sollten bei einem Preis zwischen 2000 und 3000 Euro ein passendes Modell für ihre Ansprüche finden.

Was kosten Pedelecs und E-Bikes im Unterhalt?

Die Stromkosten für ein Pedelec oder E-Bike fallen wie beim E-Scooter kaum ins Gewicht. Beim aktuellen Strompreis von 29,10 Cent pro Kilowattstunde kostet eine Ladung für einen bei den E-Bikes gebräuchlichen 500-Wh-Akku 14,55 Cent. Pendler laden so einen Akku ein bis zweimal pro Woche auf. Sie würden in einem Monat also maximal knapp 1,16 Euro für Strom ausgeben. Verschleißteile wie die Bremsen sollte man als E-Fahrrad-Eigner im Auge behalten. Doch auch hier bleiben die Kosten überschaubar. Man bekommt Bremsbeläge schon ab 15 Euro. Die Inspektion kostet etwas mehr. Sie sollte mit 50 bis 80 Euro veranschlagt werden.

Wie viel muss man bei Pedelecs und E-Bikes für Steuer und Versicherung ausgeben?

Steuern fallen nicht an. Als Versicherungsschutz ist nur die Haftpflicht vorgeschrieben. Ein umfangreicherer Schutz drängt sich aber allein aufgrund des relativ hohen Fahrzeugwerts auf. Dann spielen der Wert und das Alter des E-Fahrzeugs, der gewünschte Versicherungsumfang und ähnliches eine Rolle, die monatlichen Beiträge liegen zwischen drei und 33 Euro.

Elektro-Zweiräder sind nicht nur relativ günstig im Unterhalt, man kann mit einigen von ihnen dank der THG-Prämie sogar Geld verdienen.

Berechnung der Stromkosten am Beispiel von drei Top-Modellen

E-Scooter sind seit Sommer 2019 zugelassen und so beliebt, dass sie aus unseren Städten nicht mehr wegzudenken sind: Deutschland ist der weltweit zweitgrößte Markt für den Verleih der flotten Fahrgeräte. Gleichzeitig schaffen sich auch immer mehr Menschen eigene E-Roller an, um unabhängig vom Angebot der Sharing-Dienste bequem und klimaneutral ans Ziel zu kommen. Welche Stromkosten dabei für das Aufladen der E-Scooter anfallen, haben wir am Beispiel von drei Top-Modellen einmal ausgerechnet.

Mit diesen Modellen rechnen wir

Für unsere Beispielrechnung nehmen wir drei beliebte Modelle aktueller E-Scooter unter die Lupe. Die Fahrgeräte verfügen alle über eine gültige Straßenzulassung und bringen es mit einer Akku-Ladung auf eine Reichweite von 45-65 km. Eine individuelle Bewertung und weitere Vergleichsmodelle finden Sie in unserem E-Scooter-Ranking.

  1. Xiaomi 4 Pro E-Scooter
    • Motor: 700 Watt
    • Reichweite: 55 km
    • Reifen: 10-Zoll Luftreifen
    • Gewicht: 16,5 kg
    • Traglast: 120 kg
    • Preis: Ab 799 Euro
    • Akku: 12.400 mAh/ 446 Wh
  2. Segway-Ninebot Max G30D II
    • Motor: 350 Watt
    • Reichweite: 65 km
    • Reifen: 10-Zoll Luftreifen
    • Gewicht: 19,5 kg
    • Traglast: 100 kg
    • Preis: Ab 764 Euro
    • Akku: 15300 mAh/ 551 Wh
  3. Xiaomi Mi Pro 2 E-Scooter
    • Motor: 600 Watt
    • Reichweite: 45 km
    • Reifen: 8,5-Zoll Luftreifen
    • Gewicht: 14,2 kg
    • Traglast: 100 kg
    • Preis: Ab 554 Euro
    • Akku: 12.800 mAh/ 474 Wh

Um die Stromkosten für das Aufladen der verschiedenen Akkus zu berechnen, werfen wir einen Blick auf das Vergleichsportal Verifox, dort geht man aktuell von einem durchschnittlichen Strompreis in Höhe von 43,3 Cent je Kilowattstunde aus. (Hinweis: Je nach Wohnort und Ihrem gewählten Tarif können Strompreise abweichen. Entsprechend steigen oder fallen die Kosten für das Aufladen des Akkus.)

Nun müssen wir noch den Energiegehalt der Akkus in Kilowattstunden umrechnen, die Kapazität also jeweils durch 1.000 teilen. So erhalten wir die Einheit Kilowattstunden (kWh), die Sie auch von Ihrem Energieversorger kennen. Schließlich multiplizieren wir mit dem Preis je kWh - müssen aber auch den Wirkungsgrad der Ladegeräte beachten. Bei modernen Modellen beträgt der Wirkungsgrad etwa 90 Prozent. Das erhöht den Stromverbrauch beim Aufladen also um ungefähr 10 Prozent.

Dann zücken wir mal den Taschenrechner:

E-Scooter Modell Kosten pro Ladung Jährliche Kosten (2x Laden/Woche) Jährliche Kosten (5x Laden/Woche)
Xiaomi 4 Pro E-Scooter 0,21 Euro 22,09 Euro 55,23 Euro
Segway-Ninebot Max G30D II 0,26 Euro 27,29 Euro 68,23 Euro
Xiaomi Mi Pro 2 E-Scooter 0,23 Euro 23,48 Euro 58,70 Euro

Wie Sie sehen, gibt es bei den Top-Modellen keine allzu großen Unterschiede, was die Stromkosten beim Aufladen angeht. Günstiger als mit dem Taxi oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind Sie damit allemal unterwegs: Für rund einen Euro Stromkosten (4x Laden) können Sie, je nach Fahrweise, mit rund 200 km Reichweite rechnen. Auf die Ausdauer Ihres E-Scooters können Sie beim Fahren übrigens Einfluss nehmen, indem Sie auf ein paar einfache Dinge achten.

So erhöhen Sie die Reichweite beim Fahren mit dem E-Scooter

Je nach Modell und Akku haben E-Scooter unterschiedliche Reichweiten. Während es günstige Fahrgeräte im Einsteigersegment nur auf eine Reichweite von 15-30 Kilometer je Akkuladung bringen, bewältigen Premium-Modelle auch 60 Kilometer oder mehr, bevor ihnen schließlich die Puste ausgeht. Mit diesen Tipps erhöhen Sie die Reichweite.

  • Ein Modell mit Rekuperation wählen: Manche E-Scooter können beim Bremsen einen Teil der Bewegungsenergie zurückgewinnen und in den Akku einspeisen. Besonders im Stadtverkehr kann sich das deutlich auf die Reichweite der kleine Flitzer auswirken.
  • Akku tauschen: Bei einigen E-Scootern können Sie den mitgelieferten Akku durch ein Modell mit größerer Kapazität tauschen, dann steigt auch die Reichweite entsprechend.
  • E-Scooter beim Starten anschieben: Wenn Sie das Gerät beim Aufsteigen kurz anschieben, entlasten Sie den Akku. Denn beim Anfahren muss die meiste Energie aufgewendet werden.
  • Fahrstil anpassen: Damit der Akku möglichst lange durchhält, sollten Sie es vermeiden, stets mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Auch ein Tempomat kann helfen, weil Mikro-Beschleunigungen damit deutlich reduziert werden.

So schützen Sie den Akku Ihres E-Scooters

  • Auf Temperaturen achten: Die Lithium-Ionen-Akkus von E-Scootern fühlen sich bei kühlen Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad am wohlsten.
  • Nicht leer oder ganz voll lagern: Wenn Sie Ihren E-Scooter eine Weile nicht fahren, dann sollten Sie darauf achten, dass der Akku in dieser Pausenzeit nicht übermäßig voll oder leer ist. Am besten eignet sich ein Ladungsniveau von 30-70 Prozent.
  • Pralle Sonne meiden: Besonders im Sommer sollten Sie Ihren E-Scooter nach Möglichkeit nicht in der prallen Sonne stehen lassen. Die hohen Temperaturen beschleunigen die chemische Alterung der Batterie.

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