Elektroroller aus China importieren: Was Sie wissen müssen

Auch in Deutschland steigt das Interesse an E-Rollern als Alternative zur Benzinversion.

Wer über den Kauf eines Elektrorollers nachdenkt, sollte sich fragen: Für was will ich das Fahrzeug einsetzen? Denn es macht einen Unterschied, ob man nur in der Stadt oder auch auf der Landstraße oder Autobahn mobil sein will, sagt Michael Lenzen, der Vorsitzende des Bundesverbands der Motorradfahrer. Viele E-Roller taugen vornehmlich als Stadtfahrzeuge. Modelle wie der BMW C evolution, der deutlich mehr als 100 km/h schnell ist, aber auch knapp 14.000 Euro kostet, sind noch die Ausnahme.

Die meisten Modelle stammen aus chinesischer Fertigung. Die Entwicklung in Sachen Elektromobilität sei in China so weit fortgeschritten, dass selbst deutsche Anbieter zum Teil chinesische Komponenten verbauten.

So habe etwa die chinesische Marke Niu weltweit bereits mehr als 400.000 Elektroroller verkauft und sich in Deutschland den Ruf als Trendsetter erarbeitet.

Niu-Roller seien die meistverkauften in Europa. „Mag sein, dass der deutsche Kunde anfangs noch unfreiwilliger Tester war“, sagt er. „Aber die Chinesen haben diese Technologie nicht nur bezahlbar gemacht, sondern stellen sich schnell auf Probleme ein und setzen, wenn es sein muss, innerhalb eines Jahres auch mal zwei, drei Änderungen um.“

Zoll und Einfuhrumsatzsteuer

Wenn der Roller in Deutschland ankommt muss man ihn wahrscheinlich zunächst verzollen.

Die zuständige Warennummer lautet 871190900 = Elektroroller. Die Zollabgaben (Ursprungsland China) sind 6 %, die Einfuhrumsatzsteuer ist 19 %, Beim Zollantrag ist der Zusatzcode 4999 anzugeben.

Die Abgabenhöhe kann man (vereinfacht) wie folgt ermitteln:

  1. Einkaufspreis + Frachtkosten + Kosten für Versicherung = die Berechnungsgrundlage für den Zollwert.
  2. Daraus rechnet man 6 % Zoll.
  3. Die Summe aus Einkaufspreis + Frachtkosten + Kosten für Versicherung + 6 % Zoll ist die Berechnungsgrundlage für die Einfuhrumsatzsteuer.
  4. Hieraus nimmt man 19 %.
  5. Der Betrag aus Zoll und EUST sind die Zollabgaben.

Zulassung in Deutschland

Wenn der Elektroroller in Deutschland zugelassen werden soll, dann bekommt man vom Zoll eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Zulassungsstelle. Das ist der gegenüber der Zulassung der Nachweis, dass der Roller zollamtlich abgefertigt wurde.

Gibt es keine allgemeine Zulassung muss man eine Einzelzulassung beantragen, neben den Kosten ist das Ergebnis offen. Wenn es ganz blöd läuft, dann bekommt der Roller keine deutsche Zulassung.

Lass dir Unterlagen zum Roller zuschicken und klär das vor dem Kauf besser mit z.B. TÜV ab.

Wichtige Überlegungen vor dem Kauf

Beim Kauf eines Elektrorollers ist vor allem die Leistung des Akkus wichtig.

„Das Leistungsspektrum bei den 45 km/h-Rollern reicht von etwa 1000 bis 4000 Watt“, so Meiszies, der dazu rät, mindestens auf 2500, besser auf 3000 Watt und für den häufigen Einsatz im Zweimannbetrieb gar auf 4000 Watt zu setzen. Nur so sei man auch bei größeren Steigungen gut unterwegs.

„Die meisten Roller haben eine Zuladung von 160 bis 180 Kilogramm, und die Beschleunigung ändert sich aufgrund der typischen Charakteristik eines E-Motors selbst mit zwei Personen kaum.“ So sorge das enorme Drehmoment auch dafür, dass man immer der Erste sei, der von der Ampel loskommt.

Meiszies gibt die durchschnittliche Reichweite je nach Einsatz und Gangart mit 40 bis 60, Hutfilz mit 50 bis 70 Kilometer an. Das gelte für den Einsatz eines Akkus, während ein Zusatz-Akku die Reichweite entsprechend ums Doppelte erhöhen kann. Mit etwa 1000 Euro verschlingt der allerdings noch mal ein Drittel des ursprünglichen Anschaffungspreises.

Lenzen mahnt bei den Herstellern zunächst eine einheitliche Norm für die Stecker an. „Die meisten Roller aber lassen sich an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose aufladen.“ Etwa 80 Prozent der Modelle verfügen über portable Akkus, die man bequem an der Steckdose laden kann.

Die Lebensdauer eines besseren Akkus sieht Meiszies bei etwa 40.000 bis 45.000, eine Jahreslaufleistung bei etwa 4000 Kilometern. Selbst dann aber erreiche ein solcher Akku noch eine Kapazität von 60 bis 70 Prozent.

Vorteile von Elektrorollern

Die Betriebskosten eines vergleichbaren Rollers mit Benzinmotor, etwa einer Vespa mit 50 ccm, liegen um das Fünffache über denen eines Elektrorollers.

„Das liegt nicht nur an den Kraftstoffpreisen, sondern auch daran, dass nur selten Werkstattkosten anfallen“, erklärt der „Motoretta“-Chefredakteur.

„Die Inspektionskosten sind niedrig, da der E-Motor praktisch wartungsfrei ist. Fahrwerk und Bremsen müssen überprüft und gewartet werden, der Motor nicht.“

Angebote im Auge behalten

Vielleicht lohnt es sich auch mal diese Shops im Auge zu behalten. man bestellt bei banggod und alibaba keinen roller! sowas bestellt man nur bei gearbest, und in der regel hat gearbest überall lager in der ganzen EU.

ProduktPreisspanneMinimale Bestellmenge
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