Elektroroller für die Stadt: Test und Vergleich

Welche E-Scooter eignen sich am besten für Pendler und die Stadt? Sie sind klein, leise und schnell. Das macht sie zu einem perfekten Verkehrsmittel für Pendler und Pendlerinnen. Die Rede ist natürlich von E-Scootern, einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel, das bei Weitem nicht so sperrig und schwer ist wie Elektrobikes. Die Fahrer müssen nicht viel tun, außer sich draufzustellen, Gas zu geben und loszufahren.

Es gibt bei den vielen verschiedenen E-Scootern, die inzwischen auf dem Markt sind, unterschiedliche Leistungsmerkmale, die für Euch beim Kauf interessant sein können. Der ideale E-Scooter für die Stadt oder Pendler ist leicht und faltbar für die Mitnahme in Bus und Bahn, hat Reifen, die auch auf nassen Straßen sicher fahren und optimalerweise auch Blinker!

Wichtige Kriterien für E-Scooter im Stadtverkehr

Wichtig für Pendler oder die Benutzung der E-Scooter in der Stadt ist das Gewicht zur Mitnahme in Bus und Bahn, dass sie leicht faltbar sind und auch das die Reifen einen guten Grip auf nassem Straßenbelag haben. Im Stadtverkehr erfordert das E-Scooter-Fahren größtmögliche Konzentration. Als ’schwächeres‘ Fortbewegungsmittel auf Straßen, muss man nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Fahrbahnbeschaffenheit im Auge behalten.

Da so ein E-Roller sehr platzsparend ist, können Pendler das Gefährt problemlos in den Öffentlichen transportieren. Die Mitnahme der E-Scooter in Bus und Bahn ist zusammengeklappt erlaubt. An der Zielhaltestelle angekommen wird der e-Roller wieder ausgeklappt und die allerletzte Meile damit zurückgelegt.

Wer jeden Morgen auf seinen Roller steigt, sollte sich vorher den Wetterbericht ansehen. Bei leichtem Nieselregen ist eine Fahrt mit dem E-Scooter noch machbar, wenn dieser eine große Bereifung hat. Denn diese sorgt für genügend Grip auf dem Untergrund. Die meisten Einsteiger E-Scooter unter 500,- Euro werden mit sehr kleinen Reifen angeboten.

Wie auch auf einem Fahrrad muss man die Fahrtrichtung anzeigen. Ein Blinker ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber erhöht die Fahrsicherheit ungemein, wenn man zum Beispiel auf Kopfstein und in Kurven beide Hände am Lenker behalten kann. E-Scooter mit Blinker starten ab 500,- Euro.

Die meisten Pendler suchen für die Stadt leichte faltbare E-Scooter bis 40 Km Reichweite. Es ist für die Fahrsicherheit ein Vorteil, wenn der E-Scooter breitere Reifen hat und mit einem Blinker ausgestattet ist. Ob für den täglichen Weg zum Bahnhof oder für längere Touren - mit Elektro-Tret­rollern lassen sich viele Stre­cken zurück­legen.

E-Scooter im Test: Fahrverhalten, Komfort, Sicherheit und Haltbarkeit

Im E-Scooter-Vergleich hat die Stiftung Warentest sieben Modelle geprüft. Im Mittel­punkt standen Fahr­verhalten, Komfort, Halt­barkeit und Sicherheit. Der Test verrät, welche E-Scooter besonders robust sind, welche sich für unebenes Gelände eignen und welche sich einfach tragen lassen. Alle E-Roller lassen sich zusammenklappen. Sie kosten zwischen 400 und fast 900 Euro - über die Qualität sagen die Preise jedoch wenig.

Die Stiftung Warentest hat sieben E-Scooter mit Straßenzulassung getestet - unter anderem Modelle von Segway Ninebot, Soflow und Xiaomi. Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft. Die Ergeb­nisse zeigen, welche Roller sich für Stadt­touren, Gelände­fahrten oder bergiges Terrain eignen. Die Wahl des richtigen E-Scoo­ters hängt von den tatsäch­lichen Anforderungen im Alltag ab.

Die kleinen Flitzer fahren bis zu Tempo 20 und wiegen zwischen 14 und 24 Kilogramm. Leichte Modelle, die sich einfach klappen lassen, können Nutze­rinnen und Nutzer gut verstauen und in die Wohnung oder in den Zug mitnehmen. Ausgestattet sind die E-Scooter mit Licht, Display, Klingel, zwei Bremsen und Blinker. Die Blinker machen das Abbiegen deutlich sicherer.

Ein wichtiges Kauf­kriterium ist zudem die maximale Zuladung der Scooter - also das Gewicht, das sie trans­portieren dürfen. Nur ein Scooter hat einen heraus­nehm­baren Akku - ideal für das komfortable Laden. Alle anderen Roller müssen komplett an die Steck­dose. Mit einer Akkuladung kommen die E-Roller im Test laut Hersteller etwa zwischen 30 und 70 Kilo­meter weit. Im Alltag sind es oft deutlich weniger.

Tipp: Um die Lebens­dauer des E-Scooter-Akkus zu verlängern, halten Sie den Lade­stand möglichst zwischen 20 und 80 Prozent - also weder komplett entladen noch dauer­haft voll aufladen.

Die Stiftung Warentest hat die E-Scooter in realitäts­nahen Szenarien geprüft: Die Teste­rinnen und Tester legten einen Parcours zurück, der Asphalt, Schotter, Feld­wege, Pflaster­steine sowie Kurven, Bord­steinkanten und Steigungen umfasste. Auf holp­rigen Stre­cken hörte mit einigen Rollern der Fahr­spaß auf.

Zusätzlich prüften wir, wie sicher und robust die E-Scooter sind - unter anderem mussten sie Belastungs­prüfungen und Bremsentests über­stehen. Im Praxis­test mussten die E-Scooter unter anderem zeigen, wie geschmeidig sie über holp­rigen Boden rollen.

Testkriterien im Detail

  • Acht geschulte Probanden (sieben Männer und eine Frau) beur­teilten das Fahr­verhalten auf verschiedenen Untergründen wie Asphalt und Schotter, in der Ebene, bei Steigungen, mit einem schweren Ruck­sack, in Kurven­fahrten, bei Ausweichmanö­vern, beim einhändigen Fahren sowie beim Rollen ohne Motor­unterstüt­zung.
  • Beim Fahr­komfort beur­teilten die Probanden etwa die Federung, die Fahr- und die Griff­position, das Tritt­brett, Fahr- und Motor­geräusche, Schutz gegen Verschmut­zung bei Nässe sowie auch das Abstellen und Anschließen.
  • Die Probanden beur­teilten den Aufbau und die Verständlich­keit der Gebrauchs­anleitung.
  • Für das Laden des Akkus bewerteten die Probanden unter anderem den Anschluss des E-Scoo­ters an die Lade­station, die Länge des Lade­kabels und das Entnehmen und Einsetzen des Akkus, falls möglich.
  • Die Verarbeitung beur­teilten wir etwa danach, ob sich Teile im Praxis­test gelöst oder gelo­ckert hatten.
  • Wir untersuchten die Wirkung der Bremsen in Anlehnung an die Din EN 17128 sowie die Elektrokleinst­fahr­zeuge-Verordnung (eKFV) auf einem Prüf­stand mit einer Brems­hebel­kraft von 60, 80 und 100 Newton bei einer Geschwindig­keit von 12,5 Kilo­metern pro Stunde und mit der maximal zugelassenen Zuladung.
  • Zudem absol­vierten die Scooter eine Spritz­wasser­prüfung in Anlehnung an Din EN 60529 Schutz­art IPX4.
  • Die Griffe untersuchten wir auf Schad­stoffe.

E-Scooter mit Wechselakku

In den vergangenen Jahren ist bei E-Scootern insbesondere die Reichweite gestiegen. Zeitgleich werden die kompakten Stadtflitzer jedoch immer schwerer. Die Lösung sind E-Scooter mit einem austauschbaren Akku.

Vorteile von E-Scootern mit Wechselakku

  • Leerer Akku kann schnell gegen geladenen Akku getauscht werden.
  • Du kannst den Akku flexibel im Büro, zu Hause oder an anderen Orten laden.
  • E-Scooter mit herausnehmbarem Akku sind oftmals leichter.
  • Du kannst dich besser an die Ladezeiten deines E-Scooter-Akkus halten.
  • Im Winter und Sommer muss der Akku nicht extremen Temperaturen ausgesetzt werden.
  • Bei einem defekten Akku kann dieser einfach und schnell ausgetauscht werden.

Nachteile von E-Scootern mit Wechselakku

  • Die Anschaffung eines E-Scooters mit Wechselakku ist oftmals etwas teurer.
  • Der Wechselakku kostet ebenfalls recht viel Geld.
  • Ein Wechselakku ist entnehmbar und somit attraktiv für Diebe.
  • Steck- und Verriegelungsmechanismen sind wartungsintensiv.
  • Es gibt keine standardisierten Systeme zwischen Herstellern.

Grundsätzlich zeigt unsere Erfahrung, dass E-Scooter mit herausnehmbarem Akku teurer als vergleichbare Modelle ohne Wechselakku sind.

Beispiele für E-Scooter mit Wechselakku

Hier sind einige Beispiele für E-Scooter mit Wechselakku, die im Test gut abgeschnitten haben:

  • Egret GT: Diesen gibt es auch als E-Scooter mit Sitz unter dem Namen Egret GTs.
    • Egret GT15: Hier findet sich der 15 Ah große Akku wieder, mit einer Reichweite von 75 km.
    • Egret GT20: Hier fasst der verbaute Akku 20 Ah für bis zu 100 km.
  • ePowerFun ePF-2 PRO: Der neue ePF-2 PRO kommt in fünf möglichen Ausführungen. Die kleinere Variante hat einen 10,2 Ah großen Akku mit 490 Wh Kapazität. Dieser reicht bereits für eine theoretische Reichweite von 60 km.
  • STREETBOOSTER Sirius: Spannend ist natürlich auch hier der Wechselakku, der mit 9,4 Ah sogar vergleichsweise klein ausfällt. Trotz des kleinen Akkus spricht STREETBOOSTER von einer Normreichweite von 40 km, bzw. 33 km bei Vollgeschwindigkeit.
  • Joyor C10-E: Der Joyor C10-E überzeugt in unserem Test mit einer guten Reichweite von bis zu 40 km. Im Vergleich zu den STREETBOOSTER Modellen Sirius und Two kommt der Joyor C10-E zudem mit einer Federung daher.
  • STREETBOOSTER Two: Zwar fehlt ein richtiges Fahrwerk mit Federung und auch Blinker findest du hier nicht. Dafür reicht der Motor auch heute für die meisten Fahrer in der Stadt vollkommen aus.

Weitere E-Scooter Modelle im Überblick

Neben den E-Scootern mit Wechselakku gibt es auch zahlreiche andere Modelle, die sich für den Einsatz in der Stadt eignen. Hier eine kleine Auswahl:

  • VMAX VX5: Der VMAX VX5 der Schweizer Qualitätsmarke ist Pendler-Testsieger.
  • ePowerfun epf-1: Die deutsche Marke ePowerfun hat speziell für Pendler den epf-1 zu einem sehr günstigem Preis aufgelegt.
  • iScooter E9: Wenn es günstig sein sollte, dann ist der iScooter E9 der richtige für Euch.
  • Xiaomi E Scooter: Xiaomi E Scooter sind unter Pendlern absolut beliebt. Das liegt in erster Linie wohl an ihrer Bekanntheit.
  • Pure Flex: Der Pure Flex ist deswegen geeignet für Pendler, weil er der einzige E Scooter mit einem doppelten Faltsystem ist.

Elektroroller bis 45 km/h im Test

Auf e-Roller.com findest Du den größten Eleketroroller Test in Deutschland. Wir haben bis dato 95 ausführliche Testberichte zu Elektroroller bis 45 km/h und zu E Scooter bis 20 km/h.

Hier eine Zusammenfassung einiger getesteter Modelle:

  • Evyvo 45er Elektroroller: Bietet einen herausnehmbaren Doppelakku mit einer tollen Reichweite von 90 Km. Der 3000 Watt Motor bietet eine hohe Steigfähigkeit.
  • Rolektro E City 45 Elektroroller: Die Leistung und Qualität stimmt hier und im Fahrtest bewies er ein ausgezeichnetes Fahrverhalten und Sicherheit.
  • Blu:s XT2000 Elektroroller: Günstig und gut. Die Reichweite ist mit über 70 Km im Vergleich zu anderen Elektroroller Marken in diesem Preissegment höher.
  • Luxxon E3000: Bietet trotz eines günstigen Preises sogar 3000 W auch eine annehmbare Steigfähigkeit.
  • GreenStreet Seed: Mit nur 67 Kg leicht und ab 16 Jahren leicht zu fahren. Dank eines Doppelakkusystems (Lithium Ionen) könnt Ihr entscheiden, ob Ihr das Modell mit 50 (im Ecomodus auch 80 Km) oder 100 Km Reichweite kauft.
  • Futura Eagle li: Der Stromer ist ein Allrounder für umweltbewusste Fahrer, die es praktisch mögen.

Top 10 E-Scooter mit Straßenzulassung

Segway, Xiaomi, Soflow oder Streetbooster? Wir haben knapp 90 E-Scooter getestet und zeigen die zehn besten elektrischen Tretroller.

Hier eine Übersicht der Top 3:

  1. Testsieger: Segway Ninebot Max G3 D
    • Vorteile: Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung, sehr gute Federung, viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz, sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät, Verarbeitung auf bestem Niveau
    • Nachteile: hohes Gewicht von 24,6 kg, teuer, Akku fest eingebaut, Registrierungszwang
  2. Geniale Federung: Navee ST3 Pro
    • Vorteile: exzellente Federung an beiden Rädern, kraftvoller Motor mit 1350 W Spitzenleistung, hochwertige Verarbeitung mit eleganter Optik, selbstreparierende 10-Zoll-Gelreifen, helle Blinker und Apple-Find-My-Integration
    • Nachteile: Gewicht von 25,3 kg, Marathonladezeit von 10 Stunden, App-Registrierungszwang, keine Blinker am Heck
  3. Preis-Leistungs-Sieger: Niu KQi 100F
    • Vorteile: exzellenter Faltmechanismus mit anklappbaren Lenkergriffen, geringes Gewicht von nur 17,6 kg bei hoher Traglast von 120 kg, Blinker, gute App mit vielen Einstellmöglichkeiten
    • Nachteile: kleiner Akku mit begrenzter Reichweite, spiegelndes Display, Lenker zu nah am Körper, nicht sehr leistungsstarker Motor

Weitere wichtige Aspekte beim Kauf eines E-Scooters

  • Motorkraft: Bezüglich der Beschleunigung macht dem Eleglide D1 Master kein anderer etwas vor. Kein Wunder, kommt er doch als einziger im Testfeld mit gleich zwei 500-Watt-Motoren.
  • Geschwindigkeit: Schneller als 20 Kilometer pro Stunde darf ein Elektroscooter in Deutschland nicht fahren, wenn er denn über eine Straßenzulassung verfügen soll.
  • Reifen: Man merkt beim Fahren sofort, ob ein Elektroscooter über Luft-, über Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen verfügt.
  • Bremsen: Die Bremsen sollten zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf gehören. Schließlich ist es für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung, in einer Gefahrensituation rechtzeitig anhalten zu können.
  • Akku-Kapazität: Als Faustregel gilt: Je größer der Akku, desto teurer, schwerer und reichweitenstärker ist der Elektroscooter.
  • Faltmechanismus: Praktisch alle elektrischen Scooter können zusammengeklappt werden. Gute Sicherungshebel zwischen Trittbrett und Lenkstange sitzen fest und lassen sich mit dem Fuß bedienen.
  • Licht: Immer mehr Elektroscooter bieten einen Blinker. Dieser ist bei E-Rollern besonders praktisch.
  • Versicherung: Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, aber auch andere Versicherungen können wichtig sein.

Preisvergleich und Verfügbarkeit

Sehr viele Elektronikfachverkäufer und lokale Fahrradhändler bieten E-Scooter an. Auch online gibt es so gut wie jeden Elektroscooter zu kaufen. Häufig erzielt man beim Online-Kauf sogar bessere Preise. Wir empfehlen, die Preise zu vergleichen (Preisvergleich).

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