Elektroroller für Erwachsene mit 120 kg Traglast: Test und Vergleich

Elektroroller sind längst nicht mehr nur Schönwetter-Gadgets, sondern eine ernstzunehmende Alternative für den urbanen Verkehr. Mit ordentlicher Federung, stabiler Verarbeitung und einem starken Motor eignen sie sich auch für unbefestigte Wege. Wer mit dem E-Scooter über Bordsteine, Wald und Wiesen fährt, benötigt eine gute Federung, eine robuste Verarbeitung und einen starken Motor. In diesem Artikel werden verschiedene Elektroroller für Erwachsene mit einer Traglast von 120 kg und mehr verglichen, um die beste Option für unterschiedliche Bedürfnisse zu finden.

Dabei lohnt es sich beim E-Scooter-Kauf grundsätzlich, auf diese drei Attribute Wert zu legen, erhöhen sie doch den Fahrkomfort auch im urbanen Umfeld. Obwohl er nicht verpflichtend ist, empfehlen wir beim Fahren eines elektrischen Scooters dringend das Tragen eines Helms.

Worauf muss ich beim Kauf eines E-Rollers achten?

Eine solide Verarbeitung bieten mittlerweile die meisten elektrischen Scooter jenseits der 500-Euro-Marke. Hier sollte man darauf achten, dass die Lenkstange kaum wackelt und keine Teile leicht abzubrechen drohen. Der Lenker sollte zudem hoch und breit genug sein und das hintere Schutzblech fest sitzen. Die maximale Zuladung sollte zum eigenen Körpergewicht passen. Der Faltmechanismus muss leichtgängig, aber dennoch stabil sein.

Auch der besonders für schwerere Fahrer wichtige starke Motor hält in immer mehr E-Rollern ab der Mittelklasse Einzug. Hier ist es wichtig, nicht nur auf die Leistung des Motors in Watt, sondern besonders auf das Drehmoment in Newton-Meter (Nm) zu achten. Starke Motoren sind wichtig, um den Fahrer flott auf die maximale Geschwindigkeit zu beschleunigen, ihn Hügel und Berge hinauszutransportieren und ihn in Matsch, Schnee, Wald und Wiese über Unebenheiten zu bringen.

Federung und Dämpfung

Der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt, ist die Dämpfung, also wie viele Unebenheiten der Strecke an den elektrischen Scooter und Fahrer weitergegeben werden. Zunächst ist hier die Größe und die Art der Reifen relevant. Große Räder wie das 16 Zoll große Vorderrad des Gomate Steap ER1 Evo schlucken Unebenheiten deutlich besser weg als 8-Zoll- oder 10-Zoll-Räder. Außerdem sind Luftreifen den Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen vorzuziehen. Denn Luftreifen besitzen, je nachdem wie stark sie aufgepumpt sind, eine natürliche Dämpfung und greifen bei Nässe, Schnee und Matsch deutlich besser. Vorteil Vollgummi: Diese Reifenart ist pannensicher.

Wer jedoch abseits der befestigten Straßen und Wege mit seinem E-Roller mit vollem Tempo fahren will, der benötigt eine gute Federung. Diese umfasst im besten Fall nicht nur das Vorderrad, sondern auch das Hinterrad. Beim Vorderrad gibt es zwei verschiedene Ansätze. So nutzt der sehr beliebte und hervorragende Ninebot Segway Max G2D genauso wie der Joyor Y8-S eine Federung, die an eine Federgabel am Fahrrad erinnert. Die elektrischen Scooter Trittbrett Fritz und Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra nutzt hingegen eine zweite, hinter dem Vorderrad liegende Achse. Diese Variante hat mehr Hub und eignet sich tendenziell besser für Offroad-Fahrten. Bei der Federung des Hinterrads gibt es weniger eklatante Unterschiede zwischen den E-Scootern. Hier nutzen fast alle eine zweite Achse. Einen Sonderweg geht der Gomate Steap ER1 Evo. Dort erinnert das flexible Trittbrett an ein Skateboard mit seiner natürlichen Federung - es besteht aus geleimten Holzplatten.

Die Top-Modelle im Vergleich

Im Folgenden werden einige der besten E-Scooter mit einer Traglast von mindestens 120 kg vorgestellt:

VMAX VX4

Der VMAX VX4 ist ein waschechter SUV unter den E-Scootern und schafft bis zu 150 kg. Er ist in drei verschiedenen Konfigurationen erhältlich, die sich lediglich beim Gewicht und der Akkukapazität unterscheiden. Technisch bewegt sich dieser VMAX E-Scooter auf höchstem Niveau. Die hohe Motorleistung ist perfekt, um die hohe Belastung von bis zu 150 kg zu befördern. Eines der persönlichen Highlights beim VMAX VX4 ist die Federung an der Vorder- und Hinterachse. Der einzig echte Nachteil des VMAX VX4 ist der hohe Preis.

Egret X+

Der Egret X+ überzeugt als hervorragendes Gesamtpaket. Rein optisch ist das Upgrade nur für Kenner erkenntlich. So kannst du Egret X+ zwar nur bis 120 kg belasten. Sehr gut ist auch die Farbauswahl bei diesem E-Scooter. Während die meisten Hersteller klassischerweise auf schwarze E-Scooter setzen, ist dies beim Egret X+ nicht der Fall. In einem Test schnitt der Egret X+ auch sehr gut bei der Akkuleistung ab. Hier überzeugt der Egret X+ mit dem integrierten Schloss von tex-lock.

VMAX VX2 Extreme

Der neue VMAX VX2 Extreme ist die Weiterentwicklung des beliebten VMAX VX2 Pro. Ich hatte beide Testmodelle zeitgleich vor Ort und subjektiv betrachtet ist der VMAX VX2 Extreme noch etwas stärker als der VX4. Positiv ist auch, dass VMAX hier eine Gesamtzuladung von 150 kg zulässt. Durch den starken Motor ist das kein Problem. Etwas schade ist das Fehlen einer Federung, dafür sparst du im Vergleich zum deutlich größeren VMAX VX4 aber auch bares Geld.

VMAX VX2 PRO

Auch den VMAX VX2 PRO haben wir in diesen Vergleich aufgenommen. Dabei ist das Modell technisch recht ähnlich zum Extreme, hat allerdings ein kleineres Display und einen schwächeren Motor. Der Motor schafft mit seinen 1.200 W Spitzenleistung auch Steigungen von bis zu 25 %. Damit schlägt er sich wirklich gut. Der wohl größte Vorteil des VMAX VX2 Pro ist der Preis. Immerhin startet dieser E-Scooter bereits bei 899 €.

ePowerFun ePF-PULSE

Neu in diesem Vergleich ist der ePF-PULSE, der die neue Sperrspitze im Hause ePowerFun bildet. Das neue Topmodell kommt mit einer Vollfederung, einem starken Motor und einer gigantischen Reichweite. Spannend dürfte insbesondere die höchste Konfiguration sein, da diese im Optimalfall bis zu 100 km zurücklegen kann und über die neuste Akkutechnologie verfügt. Die Verarbeitung ist wirklich hervorragend.

STREETBOOSTER Pollux

Der Streetbooster Pollux ist das neue Topmodell. Es kommt vollgefedert und mit einem starken Motor. Das Eigengewicht von 36 kg ist eine Ansage und definitiv nichts, wenn du Treppen mit deinem E-Scooter zurücklegen musst. Durch die integrierten Blinker, den entnehmbaren Akku, die Federung, großen Reifen und den starken Motor gehört der Pollux aus meiner Sicht zu den spannendsten E-Scootern. Zusätzlich kannst du mit dem Pollux bis zu 144 kg befördern.

Trittbrett Fritz

Mit dem Trittbrett Fritz kannst du bis zu 140 kg befördern. Damit gehört dieser E-Scooter ebenfalls zum recht eingeschränkten Kreis der E-Scooter mit einer Belastung von bis zu 150 kg. In einem Test überzeugte der Fritz mit einem starken Motor und der hervorragenden Federung. Aus technischer Sicht ist der Fritz etwas abgeschlagen im direkten Vergleich zum ePF-PULSE oder dem VMAX VX4. Beide E-Scooter haben eine höhere Leistung. Dafür setzt Trittbrett stets auf hochwertige Komponenten.

Weitere Empfehlungen und Modelle

  • Segway Ninebot Max G3 D: Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.
  • Navee ST3 Pro: Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken - die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung - machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.
  • Joyor Y8-S: Der Joyor Y8-S ist ein echtes Brett. So gibt es wohl kaum einen anderen E-Scooter um die 700 Euro, der mehr bietet und trotzdem eine Straßenzulassung hat.
  • ePowerFun ePF-Pulse: Der ePowerFun ePF-Pulse ist ein super flotter Flitzer mit ausgezeichneter Beschleunigung, hoher Reichweite von mindestens 60 Kilometern, souveränem Fahrverhalten und starken Bremsen. Er ist vorn und hinten gefedert, wodurch harte Schläge und Fahrbahnunebenheiten eliminiert werden. Zudem hat der Roller an den Griffenden und neben dem Hinterreifen insgesamt vier Blinker verbaut, um im Dunkeln und auch tagsüber beim Abbiegen besser gesehen zu werden.
  • Trittbrett Sultan Plus: Blinker, Federung, stabile Konstruktion, durchzugsstarker Motor und ordentliche Bremsen: Der Trittbrett Sultan Plus hat fast keine Schwächen und kostet beim Hersteller selbst gerade mal 750 Euro. Mit Bremslicht ausgestattet ist man auf diesem E-Scooter sicher unterwegs.
  • Segway Ninebot G3 D: Super Federung, optionaler Zusatzakku, tolles Display, Bremslicht, Blinker und exzellente Bremsen: Der Segway Ninebot G3 D ist ein extrem komfortabler E-Scooter mit ausgereifter Technik, der es Langfingern schwer macht.
  • Slidefox NT: Der Slidefox NT bietet alles, was maximalen Fahrspaß garantiert: einen starken Motor, exzellente Federung, große Reichweiten, vier Blinker und einen stabilen Alu-Rahmen.
  • Navee V50i Pro: Der Navee V50i Pro ist für uns eine Empfehlung aus mehreren Gründen: Für rund 500 Euro ist er preiswert, außerdem kann man den Lenker zweifach falten und damit das Packmaß deutlich reduzieren.

E-Scooter Vergleichstabelle

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über einige der genannten Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften:

Modell Max. Belastung Motorleistung Akkukapazität Besonderheiten Preis (ca.)
VMAX VX4 150 kg 500 W Variabel Vollfederung, hohe Zuladung Ab 1.199 €
Egret X+ 120 kg 500 W Variabel Integrierte Diebstahlsicherung Ab 999 €
VMAX VX2 Extreme 150 kg 500 W Variabel Hohe Zuladung Ab 999 €
ePowerFun ePF-PULSE 140 kg 500 W Variabel Vollfederung, hohe Reichweite Ab 999 €
Trittbrett Fritz 140 kg 500 W Variabel Hohe Zuladung, gute Federung Ab 1.199 €
Segway Ninebot Max G3 D - - - Hydraulische Federung, Navigation Ab 949 €
Navee ST3 Pro - - - Exzellente Federung Ab 699 €
Joyor Y8-S - - - Großer Akku Ab 469 €

Wichtige Hinweise und Tipps

  • Belastungsgrenze beachten: Einen E-Scooter sollte man grundsätzlich niemals bis an dessen Belastungsgrenze belasten. Durch Sprünge, Schlaglöcher etc. können zusätzliche Kräfte auftreten. Es wird empfohlen, eine dauerhafte Auslastung von rund 80 % einzuhalten.
  • Straßenzulassung prüfen: Für einen möglichst flexiblen Einsatz sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass am Fabrikschild des Electro-Scooters eine Betriebserlaubnis-Nummer (ABE-Nr.) angebracht ist.
  • Sicherheitsausstattung: E-Scooter müssen mit Licht, Klingel und mindestens zwei Bremsen ausgestattet sein, um die Straßenzulassung zu erhalten.
  • Fahrpraxis sammeln: Vor der ersten Fahrt im Straßenverkehr sollte man das Fahren unbedingt auf einem großen leeren Parkplatz oder auf einem Privatgelände üben.

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