Elektroroller Futura: Akku, Tests und Erfahrungen

Elektroroller erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Sie bieten eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Auto, insbesondere im städtischen Nahverkehr. Die Firma Dr. Ferrari GmbH vertreibt unter dem Namen Elektroroller Futura eine breite Palette von E-Rollern auf dem deutschen Markt.

Futura Robo-S im ADAC-Test

Der ADAC hat den 125er E-Roller Futura Robo-S getestet und mit der Note 2,7 ("gut") bewertet. Der ADAC schrieb: "Der mit 3.699 Euro für ein elektrisches Leichtkraftrad sehr günstige Futura Robo-S schneidet mit der Testnote 2,7 erstaunlich gut ab.

Der in China gefertigte Leichtkraftroller überzeugt mit cleveren Details wie dem praktischen Fingerscanner, den nützlichen Ablagen und der bequemen Lehne für Mitfahrende. Zudem bietet er einen LED-Scheinwerfer mit ordentlicher Ausleuchtung, ein ausgewogenes Fahrwerk und eine gut verzögernde Bremse. Selbst bei den Ladezeiten - oftmals ein Schwachpunkt preisgünstiger Zweiräder - leistet er sich keinen Patzer. Ebenfalls lobenswert sind das gute Werkstattnetz sowie die Möglichkeit, den Roller auch zuhause warten zu lassen.

Kritik verdient der Robo-S allerdings dafür, dass die Höchstgeschwindigkeit mit abfallendem Ladestand der Akkus sinkt, keine Reichweitenanzeige hat und mit zwei Erwachsenen schnell überladen ist. Größtes Ärgernis ist jedoch die sehr schlechte Dosierbarkeit des E-Motors, die den gebotenen Fahrspaß zumindest teilweise zunichtemacht.

Der ADAC hat Elektroroller der Führerscheinklasse A1 (Leichtkrafträder) zwischen 3700 und 7000 Euro getestet.

Positiv überrascht hat die Tester nicht nur der im Vergleich günstigste Anschaffungspreis von 3.699 Euro, sondern dass der Robo-S in puncto Verarbeitung oder Reichweite auch mit etablierten Konkurrenten wie dem NIU NQI GT mithalten kann.

Der Roller überzeugt mit cleveren Details wie einem Fingerabdruckscanner, einer Rückenlehne für Mitfahrer/innen und der Möglichkeit, Wartungen und Reparaturen auch zuhause durchführen zu lassen. Insgesamt macht der E-Roller einen durchdachten Eindruck: Er bietet praktische Ablagemöglichkeiten, ist angenehm leicht und ordentlich verarbeitet.

Beim Antrieb herrscht Licht und Schatten: Der Robo-S punktet mit einem niedrigen Stromverbrauch, kurzen Ladezeiten und der Möglichkeit, die beiden Akkus zum Laden zu entnehmen. Negativ fielen neben einer fehlenden Reichweitenanzeige und der mit abnehmendem Akkustand abfallenden Höchstgeschwindigkeit vor allem die sehr schlechte Dosierbarkeit des Elektromotors auf.

Dem Hersteller ist dieser Kritikpunkt inzwischen bekannt, seit November 2020 wird beim Robo-S ein neuer Gasgriff mit besserer Dosiermöglichkeit verbaut.

Wer öfter zu zweit unterwegs ist, sollte die Zuladung im Auge behalten. Diese fällt mit insgesamt 147 Kilogramm eher gering aus, das zulässige Gesamtgewicht wird dadurch schnell überschritten.

Elektroroller Futura ONE: Das Einsteigermodell

Der Elektroroller Futura ONE ist ein top Einsteigermodell. Auf den ersten Blick mag er etwas abschreckend wirken, da er günstiger als andere Modelle ist. Der Roller ist zunächst mit einer Motorleistung von maximal 2000 W ausgewiesen, was schon mehr als genug für 2 Personen ist.

Auf konstanten 1600 Watt und einer Reichweite von 60 km ist das Modell für Stadttouren optimal und die maximalen 45 km/h sollten auch nicht abschrecken. Was mehr freut, ist der herausnehmbare Lithium-Ionen Akku. Der Akku wiegt 9 kg und ist nach eigenen Angaben für ca. 800 bis 1.000 Ladungen an einer handelsüblichen Steckdose ausgelegt. Danach soll der Akku immer noch 80% seiner Ladekapazität besitzen.

Die Ladedauer ist mit 4 Stunden recht kurz. Um zu wissen, wann du den Akku wahrscheinlich tauschen musst, rechnen wir mal die Kilometer hoch. Nehmen wir einen pessimistischen Wert von 45 km pro Ladung und den Mittelwert von 900 Ladungen bevor die Ladekapazität nachlässt, dann erhalten wir ca. 40.500 km. Das bedeutet, dass nach ca. Wenn du jeden Tag ca. 20 km mit dem Elektroroller Futura ONE fährst, hast du also mindestens 2025 Tage oder in Jahre gerechnet ca.

Der Elektroroller Futura One ist ein klasse Einsteigermodell und nach dem Preis auch eigentlich ein „no brainer“. Darüber hinaus können Reparaturen bei vielen Werkstattpartnern durchgeführt werden. Außerdem hast du den Vorteil bei der Zulassung: Für den Futura ONE ist zwar ein AM Führerschein notwendig und du brauchst eine Versicherungsplakette, zum TÜV/DEKRA musst du aber nicht.

Futura Hawk 3000 Li: Vergleichssieger im Elektroroller Test

Der Futura Hawk 3000 Li ist Elektroroller Testsieger bei Vergleich.org geworden. Mit einem TÜV-zertifizierten Qualitätsmanagement nach ISO 9001 führte das unabhängige Vergleichsportal Vergleich.org einen Elektroroller Test durch. Dabei wurden 12 Elektroroller mit Straßenzulassung getestet. Das Ergebnis: Bestnote "sehr gut" für den Hawk 3000, der damit als Elektroroller Testsieger über die Ziellinie geht.

Der schnittige E Scooter punktete vor allem mit seinem durchzugsstarken 3000 Watt-Motor und der kurzen Ladezeit von nur 4 Stunden - doppelt so schnell wie viele andere E Roller im Elektroroller Test. In punkto Ladezeit konnte es nur ein einziger der anderen elf getesten Elektroroller mit dem Hawk aufnehmen. Wer also einen Elektroroller kaufen möchte, der schnell wieder einsatzbereit ist, kann auf den Hawk zählen!

Ein weiteres Feature, das den schnittigen E Scooter vor anderen auszeichnet: Der Akku kann zum Laden herausgenommen werden. So kann jederzeit ein voll geladener Ersatzakku bereitgehalten werden - ein Vorzug, über den längst nicht jeder der getesteten Elektroroller verfügt.

Der Elektroroller Test von Vergleich.org zeigt, dass man mit dem Hawk gut beraten ist, wenn man einen solide verarbeiteten E Roller kaufen möchte. In punkto Verarbeitung lag unser Elektroroller im Spitzenfeld der getesteten Elektroroller mit Straßenzulassung.

Auch was die Beschleunigung angeht, fährt der gerade 110 Kilo schwere E Scooter mit seinen 4,08 PS zwar nicht allen, aber doch vielen seiner Kollegen davon. Dabei hilft auch die Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h, die ebenfalls nicht jeder Elektroroller mit Straßenzulassung bietet.

Mit seinem 3000-Watt-Motor kommt der Futura HAWK auf sportliche 4 PS - das merkt man besonders gut beim Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren. Der Elektroroller besitzt zwei Gänge, mit denen du die Antriebsleistung wählen kannst. Bei stärkerer Beschleunigung im zweiten Gang verringert sich entsprechend die Reichweite. Maximal kommst du bei einem Fahrer, ebener Fahrbahn und 15°C Außentemperatur 60 km weit. Wenn du einen Wechselakku dazu bestellst, schaffst du bis zu 120 km am Stück, bevor du die Batterie wieder aufladen musst.

Der Elektroroller Futura HAWK 3000 fährt 45 km/h schnell und kommt auch bergab nicht über 50 km/h, da er elektronisch abbremst. Besonders nett ist die (abmontierbare) Rückenstütze für den Beifahrer. Der Futura HAWK 3000 überzeugt mit seinen durchdachten Details. Dazu gehören z.B. die kleine Leuchte im Staufach unterhalb der Sitzbank, die Fernbedienung am Schlüssel, die USB-Buchse oder auch die Fahrzeitanzeige auf dem Display. Ebenso gibt es einen Taschenhaken und kleine Handschuhfächer; Gepäckträger und Topcase müssen zusätzlich bestellt werden.

Der Futura HAWK 3000 ist sowohl mit Blei-Gel-Akku als auch mit Lithium-Ionen-Akku erhältlich. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Wer auch bei Minustemperaturen mit dem e-Roller unterwegs sein möchte und ein paar Hundert Euro sparen will, ist mit einem Blei-Gel-Akku gut bedient.

Der Futura HAWK besitzt hochwertige Scheibenbremsen am Vorder- und Hinterrad. Der Bremsweg ist kurz, wobei du die Bremsstärke manuell verstellen kannst. Die kräftigen LED-Scheinwerfer leuchten nachts optimal aus und die Hupe lässt sich auf beiden Seiten des Lenkers betätigen. Toll ist auch die integrierte Alarmanlage.

Um mit dem Roller loszufahren, musst du den Sicherungsschalter im Staufach betätigen, die Zündung anlassen und am Gasgriff drehen - das klappt allerdings nur bei hochgezogenem Ständer. Den lärmfreien Motorroller kannst du mit max.

Dass der Futura HAWK 3000 “nur” 45 km/h schnell fährt, liegt nicht etwa an der schlechten Technik, sondern an den gesetzlichen Vorschriften in Deutschland. Dafür lässt sich der Motorroller schon ab 16 Jahren mit einem AM-Führerschein oder ab 18 Jahren mit einem Autoführerschein bedienen.

Wer beim Ampelstart gerne mal die anderen Verkehrsteilnehmer abhängt, darf sich besonders über den Stadtflitzer freuen, denn der HAWK 3000 beschleunigt relativ stark. In der Praxis lässt sich der E Roller meist 45-50 km weit fahren, bevor ein Halt bei der nächsten Steckdose nötig wird.

Um die doppelte Reichweite zu erzielen, kannst du mit einem weiteren Akku von Futura aufstocken: Dieser kostet um die 1.000 € und findet direkt neben dem Erstakku Platz. Die Drosselung der Höchstgeschwindigkeit setzt bei diesem Roller relativ früh ein, wodurch du in regelmäßigen Abständen langsamer wirst.

Um den Futura HAWK 3000 Li zu laden, kannst du die Batterie im Staufach belassen oder an einen Ort deiner Wahl transportieren. Seine volle Kapazität erreicht der 9 kg schwere Lithium-Ionen-Akku (27 V 20 Ah) nach den ersten paar Ladezyklen. Der Futura HAWK 3000 e-Roller glänzt mit hydraulischen Scheibenbremsen am Vorder- und Hinterrad. Der Elektroroller bringt allein 95 kg auf die Waage.

Beim Futura HAWK 3000 Li nimmst du sämtliche Einstellungen direkt am Lenker vor: Hier befinden sich die Bremshebel, der Gasgriff, die Gangschaltung, zwei Lichtschalter, der Blinker und die Hupe. Mittig wurde ein runder Tacho eingebaut, der dich über die Tageskilometer, die Geschwindigkeit und den Akkuladestand informiert. Der Tacho ist leider schwer ablesbar und das Design lässt insgesamt zu wünschen übrig.

Beim Parken kannst du den E Roller entweder auf den Seitenständer oder auf den Hauptständer stellen. Positiv hervorzuheben sind die optionale Rückenstütze für den Beifahrer und die per Fernbedienung steuerbare Alarmanlage, die schon bei der kleinsten Bewegung ausgelöst wird. Mit seinem kraftvollen Motor und der hohen Reichweite macht sich der e-Roller Futura HAWK 3000 im Alltag bewährt. Ebenso überzeugt das schicke Design mit netten Extras, die für maximalen Fahrkomfort sorgen.

Für bereits 1.599 € gibt es den Stadtflitzer mit fest verbautem Blei-Gel-Akku zu kaufen. Der Preis für den Futura HAWK „Li“ startet bei immer noch sehr gerechtfertigten 2.199 €.

Technische Daten des Futura Hawk 3000 Li

Modell Futura Hawk 3000 li
Straßenzulassung ja
Geschwindigkeit 45 km/h
Motorleistung max. 3000 Watt
Reichweite bix zu 60 km
Gewicht 110 kg
Traglast max.

Allgemeine Tipps zum Kauf eines Elektrorollers

Wer sich für einen E-Roller interessiert, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt machen. Die Roller fallen unterschiedlich groß aus; wer lange Beine hat, behindert womöglich mit seinen Knien den Lenkeinschlag. Bei großen Rollern wiederum kommen kleinere Menschen nicht mit beiden Füßen auf den Boden.

Einige Roller sind nur im Internet bestellbar. Diese Scooter werden geliefert, die Endmontage (z.B. Montage der Spiegel) ist Sache des Kunden. Heißt: Eine Probefahrt ist hier nicht möglich. Servicepartner findet man oftmals nur in Großstädten.

Unbedingt überprüfen, wo der E-Roller aufgeladen werden kann: Modelle mit fest verbautem Akku lassen sich nur per Kabel an der Steckdose oder an Ladestationen aufladen. Dagegen können herausnehmbare Akkus bequem in der Wohnung Strom tanken und bieten so mehr Flexibilität.

Gut überlegen, welche Fahrstrecken tatsächlich anfallen: Wer mit der Reichweite in der Basisversion auskommt, kann auf Zusatzakkus verzichten und so eventuell viel Geld sparen.

Einige Städte bieten eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Rollers an. Interessenten sollten sich vor dem Kauf bei ihrer Stadt informieren.

Man sollte die Wartungs- und Stilllegungshinweise der Hersteller befolgen, da der Akku bei mehrwöchiger Nichtnutzung (etwa über den Winter) und falscher Behandlung Schaden nehmen kann, was den Kauf eines teuren Ersatzakkus zur Folge haben kann. Bei einigen Herstellern erlöschen bei Nichteinhaltung zudem die Garantie bzw. Gewährleistung.

Hat der Roller eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h, darf man damit auch die Autobahn befahren. Allerdings sollte man dies nur in Ausnahmefällen machen, da die meisten Roller weniger als 90 km/h erreichen und man mit ihnen schnell zum Verkehrshindernis wird.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0