Elektroroller mieten in Barcelona: Tipps für Ihren Urlaub

Ein Urlaub mit Mietwagen ist praktisch, doch leider sind die Preise für das Auto auf Zeit in diesem Jahr extrem gestiegen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihr Ferienziel stattdessen mit einem Mietroller beziehungsweise Scooter zu erkunden? Das ist nicht nur deutlich günstiger, sondern sieht gleichzeitig auch noch lässig aus.

Warum ein Roller eine gute Alternative zum Mietwagen ist

Günstig, flexibel, frei, hoher Coolness-Faktor - check. Doch welche Vorteile bringt ein Roller noch mit sich? Du bist außerdem schneller unterwegs, weil du bei Staus an den Autos vorbeifahren kannst. Auch die Suche nach dem Parkplatz dürfte Rollerfahrerinnen und -fahrern deutlich leichter fallen. Solltest du einen Elektroroller mieten, musst du im Vergleich zum Elektro-Mietauto zudem keine speziellen Ladestationen anfahren. Achte darauf, einen Elektroroller mit entnehmbaren Akkus zu mieten. So kannst du sie über Nacht kostenfrei in deinem Hotelzimmer aufladen. Außerdem darfst du als Fahrer oder Fahrerin einen Passagier oder eine Passagierin mitnehmen, womit sich die Kosten noch einmal halbieren. Der wohl größte Pluspunkt: ein völlig anderes Fahrgefühl als mit dem Auto - und je nach Geschmack deutlich mehr Fahrspaß, weil du deine Umgebung viel unmittelbarer wahrnimmst als durch die Windschutzscheibe.

Neben dem vergleichsweise günstigen Preis und der Optik hat die Fahrt mit Vespa und Co. noch mehr Vorteile: Der angenehme Fahrtwind sorgt für Abkühlung, du musst nicht nach einer großen Parklücke suchen und ein Scooter schluckt in der Regel weniger Sprit als ein Auto. Zudem bist du maximal flexibel und kannst unterwegs an allen Orten anhalten, die nach einem Abenteuer aussehen.

Ängstliche Fahrerinnen und Fahrer hingegen könnten sich mit einem Roller zunächst eher unwohl fühlen. Bei sehr heißen Temperaturen kann der Asphalt zudem rutschig werden. Ungeübte Fahrer müssen dann besonders vorsichtig fahren. Und: Große Gepäckmengen kannst du mit dem Roller nicht transportieren.

Kosten für einen Mietroller in Barcelona

Der größte Vorteil: Die Miete für einen Roller ist in der Regel deutlich günstiger als für ein Auto. Zwar sind auch hier die Kosten deutlich gestiegen, doch im Vergleich zu den aktuellen Mietwagenpreisen wird deine Urlaubskasse deutlich weniger belastet. Laut Mietportalen im Internet kostet zum Beispiel ein Scooter in Barcelona für eine Woche (23. bis 30. Juli) mitten in der Ferienzeit zum Beispiel weniger als 140 Euro, das sind rund 20 Euro am Tag. Oft bekommen Reisende für diesen Preis zwei Helme, eine Karte und ein Sicherheitsschloss dazu. Unbegrenzte Kilometerzahl gibt es obendrauf. Zum Vergleich: Ein Kleinstwagen kostet zur gleichen Zeit mindestens 360 Euro (mit Vollkasko- und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung, mit Kilometerbegrenzung). Das macht pro Tag etwa 51 Euro, also mehr als doppelt so viel.

Hinzu kommen die deutlich günstigeren Spritkosten: Ein 50-cm³-Roller verbraucht im Schnitt zwei bis vier Liter auf 100 Kilometern. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der in Deutschland zugelassenen Pkw lag laut Statista im Jahr 2020 zwischen sieben und 7,8 Litern für dieselbe Strecke. Leihst du einen Elektroroller, musst du neben dem Mietpreis in der Regel keine weiteren Kosten tragen. Bei den meisten Modellen kannst du die Akkus entnehmen und über Nacht über eine Steckdose im Hotelzimmer laden.

Wo kann man einen Roller in Barcelona mieten?

Das Angebot an Mietrollern ist bei den bekannten Autovermietungen eher klein. Wer hier nicht fündig wird, sollte sich direkt nach lokalen Anbietern am Urlaubsort umschauen. Oft lässt sich auch online vorbuchen.

Wer im Urlaub in Barcelona ein Fahrrad oder E-Scooter mieten möchte, wird in Fachgeschäften fündig. Die spontane Ausleihe eines E-Rollers mittels App und QR-Code ist in Barcelona nicht möglich.

Einige Anbieter von Mietrollern in Barcelona:

  • Lynx: E-Scooter ab 30 € pro Tag
  • Jetscoot: Elektroroller ab 15 € pro Stunde bzw. 55 € pro Tag

Voraussetzungen und Bedingungen

Fast jeder Mensch, der einen gültigen Autoführerschein besitzt, darf auch im (europäischen) Ausland einen Roller mieten und damit fahren. Konkret musst du diese Bedingungen erfüllen:

  • Du bist im Besitz eines Führerscheins Klasse B oder A/A1 - damit darfst du Fahrzeuge der Klasse AM führen. Dazu gehören Mopeds und Roller mit bis zu 45 km/h Höchstgeschwindigkeit, einem Hubraum von höchstens 50 cm³ bei Fremdzündungsmotoren oder 500 cm³ bei Selbstzündungsmotoren sowie eine Leistung von maximal 4 kW (5,5 PS).
  • In manchen Ländern ist das Mieten eines Rollers genüpft an die Bedingung, dass du seit mindestens drei Jahren im Besitz einer Fahrerlaubnis bist, zum Beispiel in Spanien.
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein.

Verkehrsregeln für Rollerfahrer in Barcelona

Wie auch in Deutschland musst du dich im Ausland an die gängigen Verkehrsregeln halten. Sie können sich von Land zu Land unterscheiden. Generell solltest du auf diese möglichen Fallstricke achten:

  • Promillegrenze: In einigen Ländern wie Tschechien, Ungarn und Rumänien liegt sie bei 0,0 Promille. Weniger streng sind die Regelungen in Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Kroatien und Österreich, hier liegt die Grenze bei 0,5 Promille. Auf den Genuss von Alkohol solltest du vor dem Fahren aus Sicherheitsgründen ohnehin verzichten.
  • Achtung: Für Fahranfängerinnen und Fahranfänger liegen die Promillegrenzen oft deutlich darunter: zum Beispiel in Spanien während der ersten drei Jahre bei 0,3 Promille, in Frankreich und Griechenland während der ersten zwei Jahre bei 0,2 Promille, in Kroatien bis zum Alter von 24 Jahren bei 0,0 Promille
  • Telefonieren und das Handy während der Fahrt bedienen ist in den meisten Ländern verboten und zieht teils saftige Geldbußen nach sich.
  • In den meisten Ländern Europas besteht eine Helmpflicht. Oft kannst du ihn kostenfrei bei der Rollervermietung dazubuchen.
  • Tempolimits: Sie unterscheiden sich je nach Land. Da du mit einem Roller höchstens 45 km/h erreichst, dürften sie dich nur innerorts beschäftigen. Achtung: Auf vielen Autobahnen gelten Mindestgeschwindigkeiten, daher darfst du sie mit Motor- oder Elektroroller in der Regel nicht befahren.
  • Beleuchtung: Einige Länder, darunter Spanien, Italien (nur außerorts) und Ungarn, verpflichten alle Fahrerinnen und Fahrer motorisierter Zweiräder, auch tagsüber die Beleuchtung einzuschalten. Im Winter ist dies auch in Kroatien nötig.

Auf Straßen und auf Radwegen gilt für E-Scooter eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Fußwege sind tabu, es sei denn, diese sind für Fahrräder freigegeben. In diesem Fall muss das Tempo auf 10 km/h gedrosselt werden. Ein Tempolimit von 10 km/h gilt auch in den Parks von Barcelona.

Das Parken des E-Scooters ist auf Parkplätzen für Motorräder erlaubt sowie auf Fußwegen, die mehr als 4 Meter breit sind. Verboten ist das Abstellen auf Fahrradparkplätzen, an Bushaltestellen und an Hauswänden. Das Anketten des Elektrotretrollers an Straßenlaternen, Schildern und Parkbänken ist ebenfalls nicht gestattet.

Das Mindestalter für das Fahren eines E-Scooters liegt in Barcelona bei 16 Jahren. Ein Führerschein ist grundsätzlich nicht erforderlich. Trotzdem kann es sein, dass Verleiher einen Führerschein oder ein höheres Mindestalter verlangen, z. B. 18 Jahre.

Weitere Tipps für die Rollermiete im Urlaub

Noch besser wird deine Urlaubsfahrt, wenn du diese Tipps beachtest:

  • Wenn du dich mit Freundinnen und Freunden oder deinem Partner oder deiner Partnerin beim Fahren abwechseln möchtest, solltet ihr die zweite Person vertraglich festhalten.
  • Achte auf die Versicherung und wähle Vollkasko, um im Falle eines Unfalls oder eines Diebstahls nicht für den Schaden aufkommen zu müssen.
  • Kläre, ob du den Tank auffüllen musst, ehe du den Roller wieder abgibst.
  • Wenn es sich um deine erste Rollertour handeln sollte, lass dir das Gefährt vor der ersten Nutzung genau erklären. Außerdem kannst du um eine Proberunde bitten, denn womöglich kommen während der ersten Fahrt noch Fragen auf.
  • Fahre nur in angemessener Kleidung! Wer in Flipflops Roller fährt, gefährdet sich und andere.

E-Scooter Regeln in Spanien

Bis heute (Stand: September 2023) gibt es keine einheitlichen Regeln, was beim Fahren mit E-Scootern, Segways und Power-Wheels in Spanien zu beachten ist. Die spanische Generaldirektion für den Straßenverkehr DGT sollte die Regeln dann durchsetzen. Daher ist es derzeit ins Belieben der autonomen Regionen und der Gemeinden gestellt, ob und wie sie die Nutzung der neuen Verkehrsmittel reglementieren wollen.

In Andalusien gilt für Elektroroller, Segways und Power-Wheels ein Tempolimit von 10 km/h und für die Nutzer ein Mindestalter von 16 Jahren. Unklar ist, wie das kontrolliert werden soll.

In Madrid dürfen diese Geräte neuerdings nur auf Radwegen benutzt werden und einigen Mietfirmen wurde kurzerhand die Lizenz entzogen. Die Anzahl der Mietlizenzen soll in Madrid auf 10.000 beschränkt werden.

In Málaga ist es verboten, die Mietgeräte in der Innenstadt abzustellen, weil diese achtlos irgendwo hingeworfen werden und das Stadtbild verschandeln.

In Torremolinos dürfen die E-Roller nicht auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen fahren. Auch das Fahren in Tunneln und durch Brückenunterführungen ist verboten.

In Marbella muss mit Elektrorollern auf Fahrradwegen gefahren werden. Verboten ist die Benutzung auf Gehwegen und Fußgängerzonen. Außerdem gilt eine Helm- und Lichtpflicht.

Hinweis: Seit Anfang 2024 ist die Mitnahme von E-Rollern in der Metro, in Bussen in ganz Andalusien untersagt. In den Zügen der spanischen Eisenbahn Renfe gilt das Verbot für das ganze Land.

Touren mit dem Roller in Barcelona

Vesping bietet diverse Touren in Barcelona an, die mit einer Vespa durchgeführt werden. Die Touren variieren in Dauer, Route und Themenschwerpunkt, um unterschiedliche Aspekte von Barcelona zu erkunden. Jede Tour beinhaltet einen ortskundigen Guide (außer die selbst geführten GPS Touren) und die notwendige Ausrüstung wie Helm und Vespa.

Beispiele für Vesping-Touren:

  • Barcelona: Highlights der Stadt - Erkundungstour per Vespa (4 Stunden)
  • Barcelona: Ikonen & Panoramablicke Tour (4 Stunden)
  • Barcelona: GPS Vespa Verleih und Tour (6 Stunden)
  • Barcelona: 24 h Vespa-Verleih und Tour mit GPS
  • Barcelona: Schätze & Jamón-Erlebnis (5 Stunden)
  • Barcelona: 6-stündiges katalanisches Erlebnis

Es gibt auch Panorama-Touren per E-Scooter (1 Stunde) und Graffiti E-Scooter Touren (2.5 Stunden).

Wichtige Informationen für die Mitnahme von Fahrrädern und E-Bikes im öffentlichen Nahverkehr

In Bussen und Straßenbahnen dürfen in Barcelona nur faltbare E-Scooter und Klappräder mitgenommen werden und auch nur dann, wenn dadurch niemand gestört oder behindert wird.

In der Metro können außerhalb der Rushhour auch normale Fahrräder und E-Bikes kostenfrei transportiert werden. Möglich ist dies:

  • am Wochenende und an Feiertagen
  • unter der Woche von 5:00 bis 7:00 Uhr, von 9:30 bis 17.00 Uhr und ab 20.30 Uhr

In Nahverkehrszügen („Rodalies de Catalunya“) ist die Mitnahme von Fahrrädern und E-Bikes ebenfalls kostenfrei möglich. Einzige Voraussetzung: der Zug ist nicht zu voll.

Zusammenfassung der E-Scooter-Regeln in Europa

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die E-Scooter-Regeln in verschiedenen europäischen Ländern:

Land Höchstgeschwindigkeit Helmpflicht Führerschein erforderlich Besondere Regeln
Deutschland 20 km/h Nein (empfohlen) Nein Radwege nutzen, Versicherungspflicht
Spanien 25 km/h Kommunal geregelt Nein Straßen und Radwege, Promillegrenze 0,5
Italien 20 km/h Ja Nein (ab 18 Jahren) Tempo-30-Zonen, Helmpflicht, Versicherungspflicht, Blinker und Bremsleuchten erforderlich
Österreich 25 km/h Nein Nein Radwege, Promillegrenze 0,8, Mindestalter 12 Jahre
Kroatien 25 km/h Ja (unter 16 Jahren) Nein Radwege, Warnweste bei Nacht
Niederlande Variiert Variiert Variiert E-Scooter in der Regel nicht erlaubt

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0