Elektroroller mieten auf Mallorca: Erfahrungen und Tipps

Im mallorquinischen Stadtverkehr erfreuen sich Zweiräder zunehmender Beliebtheit. Viele Touristen entscheiden sich gegen einen Mietwagen und für einen Roller, um ihre Ziele auf der Insel zu erreichen.

Vorteile eines Rollers gegenüber einem Mietwagen

Im Vergleich zu einer Autofahrt auf Mallorca gestaltet sich eine Reise mit dem Roller in vielerlei Hinsicht entspannter. Hier sind einige Vorteile:

  • Wendigkeit: Mit dem Zweirad fällt es leichter, in engen Straßen an den Autos vorbeizufahren. Das erleichtert Überholmanöver und eröffnet gute Chancen, einem Stau zu entfliehen.
  • Parkplatzsuche: Parkplätze sind auf Mallorca, vor allem in den Touristengebieten, Mangelware. Im Vergleich zum klassischen Kfz findet ein Roller in schmaleren Parkbuchten Platz. Ebenfalls eignen sich die Motorradparkplätze als Abstellort für Roller.
  • Fahrgefühl: Ein weiterer Grund, auf Mallorca einen Roller zu mieten, ist das angenehme Fahrgefühl. In der warmen Jahreszeit spüren Urlauber während der Rollerfahrt die Sonne auf der Haut und den kühlenden Fahrtwind im Gesicht.

Wichtige Informationen zur Rollermiete

Bevor sich Touristen auf der Urlaubsinsel im Mittelmeer einen Roller mieten, sollten sie sich über die Mietbedingungen informieren.

Fahrerfahrung

Obwohl Vermieter es nicht ausdrücklich fordern, empfiehlt sich Fahrerfahrung mit dem motorisierten Zweirad. Sonst kann es schwerfallen, in den engen Straßen zu navigieren und Hindernissen rechtzeitig auszuweichen.

Mindestalter und Führerschein

Das Mindestalter für die Rollermiete beträgt auf Mallorca 21 Jahre. Ab diesem Alter und mit einer mindestens seit drei Jahren gültigen Fahrerlaubnis mieten sich Urlauber einen Roller mit einem Hubraum von 50 oder 125 Kubik. Neben einem Motorradführerschein akzeptieren Rollervermieter den Führerschein Klasse B.

Helmpflicht

Sobald sich Touristen auf dem Roller fortbewegen, herrscht Helmpflicht. Besitzt das Gefährt einen Sozius, in dem ein Beifahrer sitzt, braucht auch dieser einen Schutzhelm.

Rollervermieter auf Mallorca

Auf Mallorca konkurrieren zahlreiche Rollervermieter um die Aufmerksamkeit von Einheimischen und Touristen. Hier sind einige bekannte Anbieter:

  • Vintage Motors Mallorca: Besitzt drei Filialen auf Mallorca [Stand: 2023]. Davon befinden sich zwei in Palma de Mallorca und eine am Hafen von Alcúdia. In den Filialen von Vintage Motors Mallorca stehen drei Roller-Modelle zur Auswahl, die sich jeweils für maximal zwei Personen eignen. Eines stammt von PIAGGIO, die anderen beiden aus dem Hause Vespa.
  • Cooltra: Ein weiterer renommierter Rollervermieter auf Mallorca.
  • Loco Wheels: Das in Palma de Mallorca ansässige Unternehmen spezialisiert sich auf geführte Rollertouren sowie die Ausleihe von technisch modernen Vintage-Rollern. Dabei wählen Touristen zwischen Maschinen mit 50 und 125 Kubik Hubraum.
  • Mister Scooter: Vermietet Roller und Motorräder, die der Anbieter den Kunden bis nach Hause, ins Hotel oder zum Flughafen bringt. Das Unternehmen besitzt am Aeropuerto de Palma de Mallorca einen eigenen Parkplatz mit Ausleihrollern. Daneben betreibt es zwei Filialen in der Inselhauptstadt.

Interessieren sich Urlauber für einen Roller mit Vintage-Charme, lohnt sich ein Besuch beim Anbieter Loco Wheels.

Kosten für die Rollermiete

Die Preise für Mietroller pro Tag unterscheiden sich auf der Urlaubsinsel anbieterabhängig. Günstige Angebote starten bei 20 Euro. Nehmen Urlauber die empfohlene Vollkaskoversicherung oder eine Lieferung in Anspruch, entstehen Zusatzkosten.

E-Roller statt Mietwagen: Weitere Vorteile

Neben dem günstigeren Preis und dem Coolness-Faktor bietet ein Roller noch weitere Vorteile:

  • Flexibilität: Man ist schneller unterwegs, weil man bei Staus an den Autos vorbeifahren kann.
  • Einfache Parkplatzsuche: Auch die Suche nach dem Parkplatz dürfte Rollerfahrerinnen und -fahrern deutlich leichter fallen.
  • Geringere Kosten: Leihst du einen Elektroroller, musst du neben dem Mietpreis in der Regel keine weiteren Kosten tragen. Bei den meisten Modellen kannst du die Akkus entnehmen und über Nacht über eine Steckdose im Hotelzimmer laden.
  • Fahrspaß: Ein völlig anderes Fahrgefühl als mit dem Auto - und je nach Geschmack deutlich mehr Fahrspaß, weil du deine Umgebung viel unmittelbarer wahrnimmst als durch die Windschutzscheibe.

Außerdem darf man als Fahrer oder Fahrerin einen Passagier oder eine Passagierin mitnehmen, womit sich die Kosten noch einmal halbieren.

Worauf muss ich sonst achten?

Wenn Sie sich mit Freundinnen und Freunden oder Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin beim Fahren abwechseln möchten, sollten Sie die zweite Person vertraglich festhalten. Achten Sie auf die Versicherung und wählen Sie Vollkasko, um im Falle eines Unfalls oder eines Diebstahls nicht für den Schaden aufkommen zu müssen. Klären Sie, ob Sie den Tank auffüllen müssen, ehe Sie den Roller wieder abgeben. Wenn es sich um Ihre erste Rollertour handeln sollte, lassen Sie sich das Gefährt vor der ersten Nutzung genau erklären. Außerdem können Sie um eine Proberunde bitten, denn womöglich kommen während der ersten Fahrt noch Fragen auf. Fahren Sie nur in angemessener Kleidung! Wer in Flipflops Roller fährt, gefährdet sich und andere.

E-Scooter Regeln im Ausland

Die ADAC Juristen informieren über Regeln im Ausland bezüglich E-Scooter. Die Probleme sind überall ähnlich, nur die Lösungen in Europa sind sehr unterschiedlich. Und sie unterscheiden sich zum Teil deutlich von den E-Scooter-Regeln in Deutschland.

Promillegrenzen für E-Scooter-Fahrer

Weitestgehend einig ist sich Europa bei der Promillegrenze von 0,5. Ausnahme ist Österreich: Hier gelten für E-Scooter-Fahrende 0,8 Promille.

Versicherung, Helm, Kennzeichen

Eine Versicherungspflicht wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern, zum Beispiel in Frankreich, Schweden und jetzt auch in Italien. Die Vorschrift, einen Helm zu tragen, ist bislang nur für Italien, Dänemark, Portugal und Kroatien bekannt. In Norwegen gilt die Helmpflicht nur für Kinder unter 15 Jahren.

Wo dürfen E-Scooter gefahren werden?

Fahren dürfen die Scooter in den meisten Ländern in der Regel auf Radwegen, nur in Ausnahmefällen auf Gehwegen und in Fußgängerzonen. In Italien ist die Benutzung einzig auf Straßen erlaubt.

Verbot: Niederlande und Großbritannien

Fast in ganz Europa sind E-Scooter gestattet. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel die Niederlande. Hier sind E-Scooter in der Regel bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt. In Großbritannien sind E-Scooter in öffentlichen Verkehrsraum grundsätzlich verboten.

Regeln in Italien und Kroatien

In Italien dürfen E-Scooter nur auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 km/h fahren: Die Nutzung auf Fahrradwegen, Gehwegen und in Fußgängerzonen ist seit einer Gesetzesänderung verboten. In Kroatien gilt für Fahrer von E-Scootern eine Helmpflicht.

Beschränkungen in Skandinavien

In Schweden darf man mit E-Scootern nicht auf Fußwegen fahren. Das Abstellen auf Geh- und Radwegen ist nicht erlaubt. Zudem gilt für E-Scooter in Schweden eine Versicherungspflicht.

Wegen der steigenden Zahl von teils schweren Unfällen mit E-Scootern, überwiegend durch betrunkene Fahrer, dürfen in Oslo (Norwegen) zwischen 23 und 5 Uhr keine E-Scooter mehr vermietet werden. Das bedeutet faktisch ein nächtliches Fahrverbot für die Miet-E-Scooter. Private E-Scooter sind davon nicht betroffen.

Aus den gleichen Gründen wurde im finnischen Helsinki die zulässige Höchstgeschwindigkeit für E-Scooter tagsüber auf 20 km/h und an Werktagen in der Zeit zwischen Mitternacht und 5 Uhr auf 15 km/h reduziert. An Wochenenden, also Freitag bis Sonntag, können zwischen Mitternacht und 5 Uhr keine E-Scooter angemietet werden.

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