Informationen zum Akku von Elektrorollern

Der Akku ist einer der wichtigsten Bestandteile eines E-Scooters. Ist dieser entladen, nicht eingebaut oder defekt, dann ist auch ein E-Roller nichts anderes als ein normaler Kickroller. Im Folgenden erhalten Sie die wichtigsten Informationen rund um das Thema E-Scooter-Akku.

Welche Akkusorten gibt es bei E-Scootern?

In der Praxis setzen die Hersteller auf verschiedene E-Scooter-Akkus. Folglich können wir auch verschiedene Reichweiten, Leistungen und Ladedauern beobachten. Einfach gesprochen ist der Akku einer der fundamentalen Bestandteile unseres E-Scooters.

  • Der Blei-Gel-Akku
  • Lithium-Ionen-Akku
  • Lithium-Polymer-Akku

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Akku-Versionen im Detail vorgestellt.

Das Auslaufmodell: Der Blei-Gel-Akku

Beim Blei-Gel-Akku handelt es sich rein technisch gesehen um ein Auslaufmodell. Diese Akku-Technologie existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert. Grundsätzlich gilt das Blei-Gel-Akku als besonders robust und erweist sich zudem als kälteresistent - ein großer Vorteil gegenüber anderen Akkumulatoren. Nichtsdestotrotz überwiegen die Nachteile in Form des hohen Gewichts sowie der zu geringen Energiedichte. Letztere ist auch ein Grund, weshalb die Ladezeiten bei einem Blei-Gel-Akku signifikant höher als bei Akkus, welche auf einer anderen Technologie basieren, sind.

Der Lithium-Ionen-Akku: Der beliebteste E-Scooter-Akku

Blicken wir auf die meisten E-Scooter, die sich aktuell am Markt befinden, dann besitzen die meisten Modelle einen Lithium-Ionen-Akku. Bekannt sind diese Akkus vor allen Dingen aus wichtigen Technikgeräten wie Laptops oder Smartphones. Eine Besonderheit dieser Akkus ist die niedrige Selbstentladung. Ein moderner E-Scooter-Akku, der auf der Lithium-Ionen-Technologie basiert, hält im Regelfall um die 5 Jahre. Oftmals sprechen die Hersteller von den Ladezyklen. Ein Ladezyklus beschreibt einen Ladevorgang bis zu 100 Prozent. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten zwischen 500 und 1.000 Zyklen. Allerdings sind die Akku auch nach dieser Zeit nicht zwangsweise defekt. Außerdem können Lithium-Ionen-Akkus nicht überladen und somit kaputt gehen. Auch eine Memory-Funktion, welche in der Vergangenheit für viel Ärger sorgte, gibt es hier nicht mehr. Hast du alte Akkus bereits mit einer Kapazität von 30 % geladen, dann standen dir anschließend nur 70 % zur Verfügung.

Die Zukunft der E-Scooter-Akkus: Der Lithium-Polymer-Akku

Die wohl neuste Technologie in Sachen Akkus sind die Lithium-Polymer-Akkus. Diese ähneln stark den Lithium-Ionen-Akkus. Allerdings gibt es einen entscheidenden Vorteil, denn ein solcher Akku ist formbar. Nichtsdestotrotz konnte sich das Modell bisher nicht vollends durchsetzen.

Hohe Reichweite bei E-Scooter-Akku

Die Reichweite ist eine der wichtigsten Entscheidungskriterien beim Kauf eines E-Scooters. Maßgeblich für die Angabe der Eigenkapazität des E-Scooter-Akkus sind die Amperestunden (Ah). Die Ah beschreiben die eigentliche Kapazität des Akkus und ermöglichen somit eine einfache und gute Vergleichbarkeit zwischen den Modellen. Eine andere Leistungsangabe ist die Angabe in Watt. Dabei ist ein Watt das Produkt aus der Stromstärke I und der Spannung U. Das bedeutet, dass eine höhere Watt-Zahl ein guter Indikator für eine hohe Leistungsfähigkeit ist.

Welche Leistung sollte ein E-Scooter-Akku besitzen?

Hier gibt es keine pauschale Antwort, die für jeden Kunden gilt. Erfahrungsgemäß sind E-Scooter mit einer Spannung von 24 V nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass die niedrige Spannung in einem trägen Fahrverhalten resultiert. Die meisten Scooter haben eine Spannung von 36 V. Diese Modelle haben mit einer Motorleistung von 350 W ausreichend Kraft, um die meisten Alltagssituationen zu bewältigen. Am besten sind Akkus mit einer Spannung von 48 V. Zusammen mit einem 350 W oder 500 W Motor machen diese Modelle im Alltag besonders viel Spaß.

Allerdings sind dies nur Tendenzen und Indikationen. 36V / 30 Ah: Bei Höchstgeschwindigkeit rund 60 km Reichweite

E-Scooter-Akku tauschen - wechselbarer Akku kaufentscheidend?

Im nächsten Schritt wollen wir uns etwas genauer mit den wechselbaren Akkus bei den E-Tretrollern beschäftigen. Sind diese wirklich sinnvoll oder gibt es sogar Nachteile, die gegen den Kauf eines E-Tretrollers mit wechselbaren Akku sprechen?

Vor- und Nachteile von wechselbaren Akkus

Grundsätzlich sind wechselbare Akkus ein riesiger Vorteil. Immerhin lässt sich der Akku ohne großen Aufwand ausbauen und einfach laden. Insbesondere Nutzer, die eine Wohnung im Obergeschoss haben, wissen diesen Vorteil zu schätzen. Außerdem lassen sich defekte Akkus schnell ersetzen - das ist besser für den Umweltschutz. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Nachteile. So besitzen Modelle mit einem großen Akku im Regelfall ein fest verbautes Modell - beispielsweise beim Segway Ninebot MAX G30D. Die Ausnahme war bisher der SoFlow SO2. Ein weiterer Nachteil, den wir insbesondere beim TREKSTOR EG46010 bemängelt haben, war das nicht abschließbare Batteriefach.

Vor- und Nachteile von integrierten Akkus

Zeitgleich bieten auch Modelle mit integriertem Akku einige Vorteile. So sind diese normalerweise staub- und wassergeschützt. Zusätzlich haben die Geräte eine längere Reichweite und sind zudem noch günstiger. Von Nachteil kann die intransparente Preispolitik beim Hersteller sein. Zusätzlich erfordern einige Modelle wie der MyTier ein spezielles Werkzeug zum Lösen der Schrauben. Dieses stellt im Normalfall nur der Hersteller zur Verfügung. Zusätzlich zeigt uns die Erfahrung, dass Modelle mit einem integrierten Akku im Normalfall schwerer und weniger mobil sind.

So schonst du deinen E-Scooter-Akku

Beim Akku handelt es sich wohl um das teuerste Bauteil deines E-Scooters.

Braucht man eine Versicherung für einen E-Scooter?

Ja, in Deutschland ist eine E-Scooter Versicherung für Fahrzeuge mit Straßenzulassung gesetzlich vorgeschrieben. Diese Pflicht schützt sowohl den Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer im Schadensfall.

Welche Versicherung ist notwendig?

Die wichtigste Versicherung für einen Elektroscooter ist die Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt Kosten für Schäden, die der Fahrer Dritten zufügt - sei es an Personen, Fahrzeugen oder Gegenständen. Ohne eine gültige Haftpflichtversicherung ist die Nutzung eines E-Scooters auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.

Wie wird die Versicherung nachgewiesen?

Die Versicherung wird durch eine Versicherungsplakette (Versicherungskennzeichen) nachgewiesen, die gut sichtbar am E-Scooter angebracht werden muss. Ohne gültige Plakette drohen Bußgelder, und der E-Scooter darf nicht im Straßenverkehr genutzt werden.

Wo bekommt man eine Versicherung für einen E-Scooter?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Versicherung für einen E-Scooter zu bekommen:

  • Versicherungen bei traditionellen Anbietern: Viele große Versicherungsunternehmen bieten spezielle E-Scooter Versicherungsoptionen an. Die klassische Haftpflichtversicherung, die Schäden an Dritten abdeckt, gehört dabei zum Standard. Dabei lässt sich die Versicherung oftmals direkt online abschließen.
  • Online-Plattformen und Vergleichsportale: Vergleichsportale ermöglichen es, verschiedene Anbieter zu vergleichen, Leistungen zu prüfen und Tarife zu wählen, die optimal zu den eigenen Bedürfnissen passen. Oft bieten Vergleichsportale auch günstige Kombitarife mit Teilkasko- oder Unfallversicherung an.
  • Versicherungen im Fachhandel: Viele Händler, die E-Scooter verkaufen, bieten direkt Versicherungsservices an oder kooperieren mit Versicherungsunternehmen. Es lohnt sich, beim Kauf eines E-Scooters nachzufragen, ob eine Versicherung vor Ort abgeschlossen werden kann oder ob der Händler Empfehlungen für passende Anbieter hat.

Worauf sollte man achten?

Beim Abschluss einer E-Scooter Versicherung sollten folgende Kriterien beachtet werden:

  • Deckungssumme: Eine hohe Deckungssumme sorgt für umfassenden Schutz.
  • Zusatzleistungen: Optionen wie Diebstahlschutz oder Absicherung gegen Schäden am Fahrzeug können sinnvoll sein.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Tarife und Leistungen sollten sorgfältig verglichen werden.

Welche Versicherungen gibt es für E-Scooter?

  1. Haftpflichtversicherung: Ohne diese Versicherung ist das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr nicht erlaubt.
  2. Teilkaskoversicherung: Eine Teilkaskoversicherung ist optional, bietet Schutz für Schäden am E-Scooter selbst und ist besonders für hochwertige und häufig genutzte Modelle sinnvoll. Verschleiß oder selbst verschuldete Schäden sind nicht abgedeckt.
  3. Unfallversicherung: Diese Versicherung übernimmt im Schadensfalle die Kosten für die medizinische Behandlungen, Reha oder Invaliditätsentschädigungen. Sie bietet damit finanziellen Schutz unabhängig von der Schuldfrage.
  4. Zusatzversicherungen und Sicherheitspakete:
    • Vollkaskoversicherung: Deckt auch selbst verschuldete Schäden am Scooter ab.
    • Pannenhilfe: Unterstützung bei technischen Problemen oder leeren Akkus.
    • Erweiterte Haftpflicht: Höhere Deckungssummen für umfangreicheren Schutz.

Was kostet die Versicherung?

Die Kosten für eine E-Scooter Versicherung hängen von Anbieter, Leistungsumfang und individuellen Faktoren ab.

  • Haftpflichtversicherung (Basisschutz): 20 bis 40 Euro pro Jahr. Preisfaktoren sind die Deckungssumme (oft 100 Millionen Euro) und das Alter des Fahrers.
  • Kombination mit Teilkasko: 40 bis 70 Euro pro Jahr. Dies beinhaltet Haftpflicht plus Schutz gegen Diebstahl, Vandalismus oder Wetterereignisse.

Welche Informationen benötigt man, um eine E-Scooter-Versicherung abzuschließen?

Beim Abschluss einer E-Scooter Versicherung müssen bestimmte Daten angegeben werden, um den Versicherungsschutz individuell anzupassen.

  1. Angaben zum E-Scooter
    • Hersteller und Modell: Zur Einstufung des Scooters.
    • Seriennummer: Eindeutige Identifikation des Fahrzeugs.
    • Straßenzulassung: Nachweis der Zulässigkeit gemäß eKFV.
  2. Persönliche Daten des Fahrers
    • Name und Anschrift: Für die Vertragsausstellung.
    • Geburtsdatum: Einfluss auf die Beitragsberechnung.
  3. Versicherungsdetails
    • Nutzung: Privat oder gewerblich, da dies die Prämie beeinflussen kann.
    • Zusatzversicherungen: Angaben zu gewünschtem Schutz, z. B. Teilkasko.

E-Scooter Akkubrand?

Seit dem Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) ist in Deutschland klar geregelt, welche technischen Anforderungen E-Scooter erfüllen müssen, um eine offizielle Straßenzulassung, sprich eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), zu erhalten. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere der Aspekt der Sicherheit.

Wer also in Deutschland einen E-Scooter mit einer gültigen ABE kauft, kann davon ausgehen, dass sein Fahrzeug bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich Akku-Sicherheit erfüllt.

Im Berliner Fall ist vermutlich genau diese Mischung aus defekter Akkuzelle plus unsachgemäßer Lagerung im Wasser der Auslöser für den Brand gewesen. Hinzu kam wahrscheinlich die Erschütterung während des Transports im Auto.

Wer also einen offiziell zugelassenen E-Scooter erwirbt, minimiert bereits das Gefahrenpotenzial.

Lithium-Ionen-Akkus stecken längst in unzähligen Geräten unseres Alltags - vom Smartphone über den Laptop bis hin zum Akkustaubsauger. Auch dort kann es zu Bränden kommen. Fakt ist: Brände durch Akkus passieren im Verhältnis zur Nutzungsmenge extrem selten. Selbstverständlich muss jeder Einzelfall ernst genommen werden. Aber in vielen Fällen haben Untersuchungen gezeigt, dass technische Mängel, unsachgemäße Handhabung oder gravierende äußere Einflüsse ursächlich waren.

Ich bin überzeugt, dass E-Scooter, die nach der eKFV zugelassen sind und von verantwortungsbewussten Nutzern gefahren werden, kein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.

Auch wenn die meisten E-Scooter sicher sind, müssen ein paar Regeln unbedingt beachtet werden:

  • Originalteile verwenden: Greife lieber auf Original-Akkus und Ladegeräte vom Hersteller zurück.
  • Visuelle Checks: Prüfe regelmäßig, ob der Akku äußerlich Beschädigungen, Aufblähungen oder Risse aufweist.
  • Richtige Lagerung: Lagere den Akku kühl und trocken.
  • Zeitnah entsorgen: Ein defekter Akku gehört unverzüglich fachgerecht entsorgt.

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