Der Elsterradweg: Eine Reise entlang der Weißen Elster

Der Elsterradweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung in die Saale südlich von Halle und ist ca. 250 km lang. Der rund 250 Kilometer lange Elster-Radweg führt meistens parallel zum Flusslauf der Weißen Elster, einem rechten Nebenfluss der Saale.

Die Weiße Elster entspringt im Elstergebirge westlich des Kapellenberges in einer Höhe von 724 m über NN. Der Fluss entspringt im tschechischen Teil des Elstergebirges und somit beginnt auch der Elster-Radweg bereits in Tschechien - allerdings nur einen Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt.

Auch wenn Orte, wie Bad Elster und Elsterberg, die gefederte Elster in ihrem Wappen tragen, so stammt der Flussname jedoch nicht von dem Vogel ab. Der Name Elster ist slawischen Ursprungs und bedeutet "die Eilende".

Der 257 km lange Fluss durchquert das sächsische Vogtland mit den Städten Oelznitz und Plauen, Ostthüringen mit Greiz und Gera und die Leipziger Tieflandsbucht mit Zeitz und Leipzig. Der Elsterlauf innerhalb von Sachsen-Anhalt ist unterbrochen.

Die Weiße Elster hat ein Gesamteinzugsgebiet von 5.384 km² und nimmt auf ihrem Weg rund 40 Bäche und die Nebenflüsse Trieb, Göltzsch, Weida und Pleiße auf.

Etappen des Elsterradwegs

Der Elster-Radweg beginnt in der Tschechischen Republik, erreicht bei Bad Elster erstmalig Sachsen, führt dann durch Thüringen, zwischen Wetterzeube und Profen durch Sachsen-Anhalt, danach nochmals durch Sachsen, um dann westlich von Schkeuditz letztlich nach Sachsen-Anhalt zurückzukehren. Er verbindet u. a. die Städte Oelsnitz, Plauen, Greiz, Gera, Zeitz, Leipzig und Halle.

Im Bereich der Talsperren Pirk und Pöhl führt die Route häufig über Landstraßen und hügliges Gebiet. Nördlich von Gera beginnt der gut ausgebaute Elsterradweg. Von Leipzig kann man gut entlang der Luppe bis zur Autobahn 9 radeln.

Hier sind die Etappen des Elsterradwegs im Überblick:

  • Verlauf: Aš (Asch) - Oelsnitz - Plauen
    • Länge: ca. 65 km
    • Höhenmeter aufwärts: ca. 420 m
  • Verlauf: Plauen - Greiz - Gera
    • Länge: ca. 60 km
    • Höhenmeter: aufwärts ca.
  • Verlauf: Gera - Zeitz - Leipzig
    • Länge: ca. 82 km
    • Höhenmeter aufwärts: ca. 330 m
  • Verlauf: Leipzig - Schkeuditz - Halle
    • Länge: ca. 32 km
    • Höhenmeter: ca. 120 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Zahlreiche Vital- und Kulturangebote sowie der historische Kurpark stehen für einen entspannenden Aufenthalt im Heilbad. Der Elsterradweg führt oberhalb des Flusstales durch kleine Dörfer nach Oelsnitz. Hier erwartet Sie Schloß Voigtsberg mit drei Museen und Veranstaltungen. An der idyllisch gelegenen Talsperre Pirk vorbei, radelt man über Weischlitz und Kürbitz hinein in die Spitzenstadt Plauen, in der man unbedingt einen Stopp einlegen sollte. Die historische Altstadt und die 2023 neu eröffnete "Fabrik der Fäden", das Renaissance- Rathaus und der neu gestaltete Altmarkt laden zum Bummeln ein.

Flussaufwärts lohnt ein Abstecher zur Talsperre Pöhl, um anschließend weiter zunächst nach Elsterberg mit der gewaltigen Burgruine zu Radeln, ehe man Sachsen verlässt und der thüringischen Residenzstadt Greiz einen Besuch abstattet. Unbedingt sollte man Zeit für Besichtigung des Oberen und Unteren Schlosses, für das Sommerpalais und den Greizer Park einplanen.

Im Saaleland erschließt der Radweg das malerische Elstertal zwischen Bad Köstritz und Crossen an der Elster. Dieser ca. 11 km lange Abschnitt des Elsterradweges beginnt in der sehenswerten Dahlien-, Heinrich-Schütz- und "Bierstadt" Bad Köstritz. Es lohnt zunächst ein Besuch des Heinrich-Schütz-Hauses oder der Traditionsbrauerei. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei ist seit 1543 eine der ältesten Brauereien Deutschlands. Durch den weiträumigen Köstritzer Park führt der Radweg weiter, vorbei an saftigen Wiesen und Wälder und sanften Hängen entlang der reizvollen Elsteraue bis nach Crossen an der Elster. Hier lohnt ein Abstecher zur barocken Schlossanlage des Schlosses Crossen und zum historischen Marktplatz im Ort.

Der Burgturm der Haynsburg ist begehbar - dann lohnt sich auch ein Abstecher vom Elsterradweg um die weite Sicht ins Land zu genießen. Direkt am Radweg an der Neumühle kann man mit etwas Glück die Wassersportler an der Slalomstrecke beobachten. Und dann grüßt schon Zeitz mit dem Residenzschloss Moritzburg und seinem Deutschen Kinderwagenmuseum und der Dom St. Peter und Paul.

Beschauliche kleine Dörfer säumen den weiteren Verlauf des Elsterradweges. In Zangenberg kommt der Radler nicht umhin, das Rad abzustellen und die kleine Anhöhe zum Baumwipfelpfad „zu erklimmen“. Die pure Lebensfreude macht sich breit. Querfeldein durch das grüne Elstertal, begrenzt von Pferdkoppeln und Wiesen führt der Radweg zur Göbitzer Wassermühle - einem ehemalige Herrenhaus. Eine Rast sollte eingeplant werden. In Draschwitz überquert man das „grüne Wunder“.

Weiter im Elstertal schlängelt sich der Radweg durch die Auenlandschaft in Richtung Profen. Ein willkommener Rastplatz mit Aussichtsturm direkt an der „Weißen Elster“ und dann geht es in Richtung Leipzig. Die im Rittergut Ermlitz von Apel verfasste Geschichte „Der Freischütz“, wurde zur Grundlage der berühmten Oper seines Freundes Carl Maria von Weber. Besichtigungen des Rittergutes sind auf Anfrage möglich. Derart „beflügelt“ geht es vorbei am Raßnitzer- und Wallendorfer See.

Tipps für die Tour

Den Elsterradweg können Sie bergan ab Halle fahren als auch bergab ab Bad Elster. Beide Städte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Bad Elster ist sowohl mit der Vogtlandbahn (www.vogtlandbahn.de) als auch mit dem Buserreichbar. Informationen zu Fahrzeiten und Tarifen erhalten Sie bei der Tourismus- und Verkehrszentrale Vogtland unter www.vogtlandauskunft.de bzw. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Tourismusverbandes Vogtland unter www.vogtland-tourismus.de oder unter 03744/188860 sowie in den Tourist-Informationen entlang der Route.

Der 1. Teil des Radweges durch das sächsisch- thüringische Vogtland ist z.T. recht bergig und eignet sich besonders für erfahrene Tourenfahrer (Empfehlung: Mountainbike). Der Radweg ist fast durchgehend beschildert. Im Vogtlandkreis ist die Qualität und die Ausschilderung des Weges sehr schlecht. Hier über den Radweg 2061. Ein Abstecher nach Aš (~3 km) ist über den Radweg 2060 möglich.

Während das Streckenprofil am Oberlauf des Flusses (Elsterquelle bis Berga bzw. Gera) auch steilere Abschnitte aufweist und damit eine gute Grundkondition abverlangt, kann der Elster-Radweg zwischen Gera und Halle als durchgehend familientauglich bezeichnet werden.

Die rund 250 Kilometer des Elster-Radweges können von sportlich Ambitionierten durchaus in zwei Tagen bewältigt werden. Weitaus lohnender ist aber eine Mehrtagstour von 4 oder gar 5 "Radeltagen", um ausreichend Zeit für erholsame Zwischenstopps und Besichtigungen zu haben. Preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien sind auf der gesamten Strecke ausreichend vorhanden, im Bereich Leipzig sollte allerdings zu Zeiten von Messen oder Großveranstaltungen vorgebucht werden.

Das gesamte Gebiet im Bereich des Elster-Radweges verfügt fast durchgehend über eine gute Bahnanbindung (DB bzw. Vogtlandbahn), damit ist auch eine unkomplizierte An- und Abreise zu oder von einzelnen Etappenorten möglich.

Durch grüne Wälder, entlang blühender Wiesen, durch interessante Städte und idyllische Dörfer führt der Elsterradweg auf ca. Dabei ist der Elsterradweg kein typischer Flussradweg - er verläuft nicht immer in direkter Flussnähe, manche Abschnitte sind recht anspruchsvoll und nur für geübte Radfahrer geeignet. Die Routenführung ist durch unterschiedliche Wegbeschaffenheit gekennzeichnet: der Elsterradweg verläuft mal auf Waldwegen, mal auf asphaltierten Radwegen und ab und an auch auf ruhigen kleinen Landstraßen.

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