Saale-Elster-Radweg: Entdeckungstour entlang der Sehenswürdigkeiten

Der Elsterradweg bietet einen abwechslungsreichen Radurlaub der Extraklasse, da er 4 Länder durchquert. Sie fahren durch vielfältige sowie reizvolle Gegenden in Tschechien, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Zum größten Teil führt der Radweg entlang des Flusses „Weiße Elster", wo die Geschichte und die Kulturgeschichte Mitteldeutschlands erlebbar werden.

Die Route und ihre Besonderheiten

Der Elster-Radweg beginnt in der Tschechischen Republik, erreicht bei Bad Elster erstmalig Sachsen, führt dann durch Thüringen, zwischen Wetterzeube und Profen durch Sachsen-Anhalt, danach nochmals durch Sachsen, um dann westlich von Schkeuditz letztlich nach Sachsen-Anhalt zurückzukehren. Er verbindet u.a. die Städte Oelsnitz, Plauen, Greiz, Gera, Zeitz, Leipzig und Halle.

Der rund 250 Kilometer lange Elster-Radweg führt meistens parallel zum Flusslauf der Weißen Elster, einem rechten Nebenfluss der Saale. Der Fluss entspringt im tschechischen Teil des Elstergebirges und somit beginnt auch der Elster-Radweg bereits in Tschechien - allerdings nur einen Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt.

Der Elsterradweg durchquert Weßmar, Raßnitz, Pritschona, Wesenitz, Lochau, Döllnitz und Osendorf. Die Dörfer sind wie Perlen auf einer Kette aufgeschnürt. Sie können hier die ländliche Idylle vom Radsattel aus genießen.

In das Gebiet des Sächsischen Burgen- und Heidelandes fährt man von Zeitz kommend in Richtung Pegau, immer entlang des Flusses Weiße Elster, dem der Radweg seinen Namen verdankt. Die Route führt hier, wie auf einem Großteil der Strecke, erholsam durch Auenwälder, wobei das Streckenprofil ab der Stadt Pegau mit ihrem historischen Stadtkern immer flacher wird. Vorbei am Barockschloss Wiederau und dem Naturschutzgebiet „Imnitzer Lachen" geht es in Richtung Norden zum Aussichtspunkt Zitzschen, wo sich Besuchern ein wunderbarer Blick über den zukünftigen Zwenkauer See bietet. Die faszinierende Kombination von ehemaliger Tagebaulandschaft und Natur lässt sich hier sehr gut beobachten.

Am westlichen Ufer des Zwenkauer Sees entlang, vorbei am Elsterstausee und dem BELANTIS Vergnügungspark Leipzig wird nun der Cospudener See erreicht. Von Pegau bis zum Cospudener See gibt es eine gemeinsame Führung mit der Neuseenland-Radroute.

Entlang des Elsterflutbetts führt der Weg weiter in die Stadt Leipzig, wo sich der Fluss in Kanälen durch das Stadtgebiet zieht. Nach dem Verlassen der Großstadt Leipzig trifft man auf die ländliche Idylle an der Luppe und passiert die Stadt Schkeuditz. Hier vereint sich die wunderschöne Luppeaue mit der Weißen Elster. Schnell erreicht man die Landesgrenzen Sachsens. Die Tour geht weiter bis nach Halle, wo die „Weiße Elster" in die Saale einmündet.

Der Elsterradweg folgt dem Flusslauf der Luppe bis kurz vor die Stadtgrenze von Halle, wo sich Luppe und Weiße Elster wieder vereinen. Der Elsterradweg führt aus Leipzig heraus nach Schkeuditz und Wehlitz. Nach der Unterquerung der Autobahn A 9 verlassen Weiße Elster und Elsterradweg Sachsen und führen nun wieder durch Sachsen-Anhalt zu ihrem Ziel, der Saale. In Ermlitz sind die Kirche und das Rittergut sehenswert, ebenso die Kirchen in Weßmar und Lochau. Auch in Döllnitz lohnt es sich, Kirche und Rittergut anzusehen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Entdecken Sie die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten entlang des Elsterradwegs:

  • Bad Brambach: Besuchen Sie das Sächsische Staatsbad mit der stärksten Radonquelle der Welt. Erholen Sie sich im historischen Kurpark und erleben Sie Musikveranstaltungen im Zentrum des deutschen Musikinstrumentenbaus.
  • Vogtland: Erleben Sie die Traditionen des Musikinstrumentenbaus aus erster Hand und folgen Sie dem Musikantenradweg durchs Mittelgebirge zu Meisterwerkstätten und Museen.
  • Bad Elster: Im Kurort Bad Elster erwartet Sie der Kurpark mit dem königlichen Kurhaus und sehenswerten Villen.
  • Ölsnitz: Besuchen Sie das Schloss Voigtsberg und die St. Jakobikirche.
  • Vogtländisches Meer: Der Stausee ist ein beliebtes Erholungsgebiet und bietet zum Abkühlen an.
  • Plauen: Radeln Sie durch die Vogtländische Schweiz und entdecken Sie Plauen, die Stadt der Spitze.
  • Elsterberg: Besichtigen Sie die größte Burgruine des Vogtlandes.
  • Greiz: Begeben Sie sich auf eine Zeitreise zu den Weidaern Vögten und Reußen.
  • Gera: Die Otto-Dix-Stadt ist bekannt wegen seiner historischen Altstadt, Gründerzeitvillen und Museen.
  • Bad Köstritz: Machen Sie einen Halt in der Bierstadt Bad Köstritz.
  • Zeitz: Im 1000jährigen Zeitz angekommen, finden sich unzählige kulturhistorische Zeugen: z.B. das Kellerlabyrinth oder das Kloster.
  • Pegau: Hier bietet sich ein Abstecher zur Schlossresidenz, zu den alten Stadtmauer, zum Napoleonhaus und verschiedenen Kirchen an.
  • Groitzsch: Besuchen Sie die Ruine Wiprechtsburg.
  • Wiederau: Besichtigen Sie das Schloss Wiederau.
  • Leipzig: Im Lindenort Leipzig verstecken sich weitere Sehenswürdigkeiten, die sich bei einem Stadtbummel leicht entdecken lassen. Am Südrand von Halle und damit in Sachsen-Anhalt mündet die Weiße Elser in die Saale.
  • Halle: Sehenswert sind der Marktplatz mit den 5 Türmen, die alten Kirchenmauern und die Gebäude aus dem späten Mittelalter. Zudem gibt es verschiedene Bauten aus der Reformationszeit.
  • Leipziger Stadtteil Lützschena: sollten sich Radfahrer Zeit für einen Besuch des Rittergutes, der Schlosskirche und des Gutsparks nehmen.

Abschnitte des Elsterradweges

Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Abschnitte des Elsterradweges:

Verlauf Länge Höhenmeter aufwärts Fahrtzeit (16 km/h)
Aš (Asch) - Oelsnitz - Plauen ca. 65 km ca. 420 m ca. 4 Stunden
Plauen - Greiz - Gera ca. 60 km aufwärts ca. 450 m ca. 4 Stunden
Gera - Zeitz - Leipzig ca. 82 km ca. 330 m ca. 5 Stunden
Leipzig - Schkeuditz - Halle ca. 32 km ca. 120 m ca. 2 Stunden

Tipps für die Planung

  • Während das Streckenprofil am Oberlauf des Flusses (Elsterquelle bis Berga bzw. Gera) auch steilere Abschnitte aufweist und damit eine gute Grundkondition abverlangt, kann der Elster-Radweg zwischen Gera und Halle als durchgehend familientauglich bezeichnet werden.
  • Der erste Teil des Radweges durch das sächsisch-thüringische Vogtland ist zum Teil recht bergig und eignet sich besonders für erfahrene Tourenfahrer. Hier ist man am besten mit einem Mountainbike oder E-Bike unterwegs.
  • Die rund 250 Kilometer des Elster-Radweges können von sportlich Ambitionierten durchaus in zwei Tagen bewältigt werden. Weitaus lohnender ist aber eine Mehrtagestour von 4 oder gar 5 "Radeltagen", um ausreichend Zeit für erholsame Zwischenstopps und Besichtigungen zu haben.
  • Preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien sind auf der gesamten Strecke ausreichend vorhanden, im Bereich Leipzig sollte allerdings zu Zeiten von Messen oder Großveranstaltungen vorgebucht werden.
  • Das gesamte Gebiet im Bereich des Elster-Radweges verfügt fast durchgehend über eine gute Bahnanbindung (DB bzw. Vogtlandbahn), damit ist auch eine unkomplizierte An- und Abreise zu oder von einzelnen Etappenorten möglich.

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