Der E-Mountainbike-Markt entwickelt sich rasant weiter, mit neuen Technologien, Trends und Playern. In diesem Artikel werden verschiedene Aspekte von E-Mountainbikes beleuchtet, um eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welches E-Mountainbike im Jahr 2025 die beste Wahl ist.
Motoren und Antriebssysteme
Im Bereich der E-Mountainbike-Motoren gibt es einige bemerkenswerte Entwicklungen. Der neue Specialized S-Works Turbo Levo 4 arbeitet mit einem S-Works-3.1-Motor, der satte 720 Watt Spitzenleistung und 111 Nm Maximaldrehmoment bietet.
Japanische E-Motorentechnik kommt auch bei BESV, Merida (E-Enduro E-One-Sixty) und Cilo (Carbon-E-Enduro Kyano HC) zum Einsatz. Der Shimano EP801 Motor bietet bis zu 15 individualisierbare Unterstützungslevel und Modi wie Eco, Trail und Boost. Die Motorcharakteristik des EP801 lässt sich per Smartphone-App anpassen, inklusive des Nachlaufverhaltens. Diese Funktionserweiterung wird von Shimano als Race-Tune bezeichnet.
Ein neuer Stern am Motorenhimmel ist der DJI-Mittelmotor Avinox M1, der bis zu 120 Nm und 1000 W Leistung liefert und dabei nur 2,5 kg wiegen soll. Centurion integriert den Bosch CX Motor optisch ansprechend in das Aluchassis des No-Pogo, und auch Simplon setzt beim E-Carbon-Hardtail auf die vier Modi des Bosch CX, inklusive der dynamischen E-MTB-Fahrstufe.
Ebenfalls aus Schwaben kommt die Pinion-MGU-E1.12-Motor-Getriebeeinheit mit 12 Gängen und bis zu 85 Nm Drehmoment. Simplon verbaut diese Einheit am E-Enduro Rapcon E-Pinion in Kombination mit einem Gates-Zahnriemen. Am Einsteiger-E-Hardtail Peak 709 der Lidl-Bikemarke Crivit kommt der Mivice-M700-Motor zum Einsatz, der drei Modi und eine 20-Sekunden-Boost-Stufe bietet. Der deutsche Anbieter Raymon setzt hingegen auf das Motor-Erstlingswerk von ZF.
Akkukapazität und Reichweite
Der allgemeine Trend geht zu größeren Akkukapazitäten bei Full-Power-E-MTBs. Simplon (E-Hardtail Cure:E) und Mérida setzen auf leichtere 600-Wh-Batterien, während alle anderen Testbikes Akkus mit mindestens 708 Wh Kapazität verwenden. Allerdings führt eine größere Akkukapazität auch zu einem höheren Gewicht der Bikes. Beispielsweise wiegt das BESV mit 800-Wh-Batterie 26,8 kg, das Simplon Rapcon E-Pinion 26,3 kg und das Einsteiger-Hardtail von Crivit 26,2 kg.
Das Mehrgewicht des Crivit resultiert auch aus dem 3,5 kg schweren Mivice-Motor. Ein leichteres E-MTB lässt sich mit weniger Krafteinsatz steuern, was besonders in schwierigem Gelände von Vorteil ist. Amflow setzt hier ein Ausrufezeichen: 20,6 kg trotz 800-Wh-Akku!
Fahrverhalten und Ausstattung
Das Fahrverhalten variiert je nach Modell. Das Crivit-Hardtail eignet sich eher für sanfte Flowtrails und Feldwege, während das Mivice-Aggregat an steilen Anstiegen eher zurückhaltend reagiert und eine hohe Trittfrequenz erfordert. Das Klackern des Akkus im Unterrohr des BESV und die schwachen Shimano-Deore-Bremsen führen zu Punktabzug.
Der Bosch CX Motor am Centurion und Simplon-Cure:E-Hardtail sowie der Specialized S-Works summen angenehm leise, während die Pinion MGU E1.12 und der ZF-Antrieb im Raymon lauter sind. Dank seines agilen Naturells und der attraktiven Ausstattung mit Carbonrahmen erhält das Merida einen Preis-Leistungs-Tipp. Das Specialized S-Works Turbo Levo 4 glänzt mit Allroundqualitäten und erhält eine ElektroRad-Empfehlung.
ADAC Test von E-Mountainbikes
Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach verschiedenen Kriterien getestet und vergab sechsmal die Note "gut" und zweimal "befriedigend". Testsieger war Cube mit guten Allround-Eigenschaften. Die "Ein-Finger-Bremse" ist ein Muss, und die Reichhöhen lagen zwischen 1371 und 2179 Höhenmetern.
Die Testsieger von Cube bieten umfassende Informationen auf dem Display und eine Schiebehilfe mit Rückwärtsblockade. Die Sitzposition ermöglicht eine angenehme Fahrt auf ebener Straße. Verbesserungsbedarf gibt es beim Lenkereinschlag und beim Ausbau des Akkus. Das "Strike eRIDE 940" von Scott belegte den letzten Platz aufgrund sicherheitsrelevanter Defizite und eines 500-Wh-Akkus, der eine geringere Reichweite bietet.
Die "Ein-Finger-Bremse" ist nicht nur leichter zu handhaben, sondern auch sicherer. Die Reichhöhen variieren je nach Akkugröße, wobei Cube mit 2179 Höhenmetern den Spitzenwert erreicht. Die Ladezeiten der Akkus liegen zwischen 5,5 und 7 Stunden. Federgabel und Dämpfer haben einen großen Einfluss auf den Fahrkomfort, insbesondere bergab.
Tipps für den Kauf
Um das richtige Bike zu finden, ist eine klare Vorstellung der Nutzung entscheidend. Die ideale Größe und Einstellung der Dämpferelemente sind wichtig für den Fahrspaß. Viele Händler bieten ein "Bikefitting" an, das beim Kauf verrechnet wird. Neben der Größe ist auch das "Lenkerfitting" entscheidend. Bremse, Sattelstütze und Schaltung sollten gut erreichbar sein. Die "Einfingerbremse" ist unverzichtbar für sichere Downhill-Fahrten.
Eine ausgiebige Probefahrt ist unerlässlich, um Ergonomie und Handling zu testen. Neben einem Helm sind Knie- und Ellenbogenschützer wichtig für den Unfallschutz. Bunte Kleidung und eine Klingel erhöhen die Sicherheit. Eine Schutzbrille schützt die Augen. Die eigenen Fähigkeiten sollten nicht überschätzt werden, und Trainingsprogramme können helfen, die Grenzen zu verstehen. Touren sollten gut vorbereitet sein, und ein Erste-Hilfe-Set, Flickzeug und ein vollgeladenes Handy sind essentiell.
Empfehlungen der Hersteller
- Die Bedienung der Bremsen sollte mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
- Die absenkbare Sattelstütze muss unkompliziert und sicher zu bedienen sein.
- Hersteller sollten ein kostenvergünstigtes Techniktraining anbieten.
- Die Schalthebel sollten in der "Eingangrastung" erfolgen.
- Eindeutige Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht müssen gut sichtbar sein.
Günstige E-Mountainbikes
Es gibt auch preiswerte E-Mountainbikes zwischen 600 und 1400 Euro. Diese sind robust verarbeitet und alltagstauglich. Der Testsieger in dieser Kategorie ist das Eleglide M2, das hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor und einen großzügigen Akku bietet. Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet eine solide Ausstattung mit Mittelmotor und hydraulischen Scheibenbremsen.
Eleglide M2 im Detail
Das Eleglide M2 bietet ein tolles Gesamtpaket mit großem Akku, starkem Motor, 24-Gang-Schaltung und guter Federung. Der Motor reagiert jedoch verzögert, und es fehlen Hecklicht und Schutzbleche. Das Kabelmanagement ist verbesserungswürdig. Das Eleglide M2 kommt teilmontiert und ist mit etwas technischem Verständnis leicht aufzubauen. Optisch gefällt das Pedelec mit dicken Reifen und sportlicher Geometrie. Das Display zeigt die wichtigsten Informationen an, und die 24-Gang-Schaltung ermöglicht angenehmes Pedalieren auch bei hohen Geschwindigkeiten. Der 250-Watt-Motor ist stark und beschleunigt auch schwerere Fahrer problemlos.
Telefunken Aufsteiger M925 im Detail
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet einen starken Mittelmotor, gute hydraulische Scheibenbremsen und ein schickes Design. Die Schweißnähte sind jedoch nicht immer sauber verarbeitet. Das Rad ist einfach aufzubauen und optisch ansprechend. Viele Komponenten sind von Shimano. Im Test überzeugt das Telefunken Aufsteiger M925 mit seinem starken Mittelmotor und den hydraulischen Scheibenbremsen.
E-MTB: Die Mountainbiker unter Strom
E-MTBs haben durch den Elektromotor und Akku mehr Gewicht, bieten aber auch zahlreiche Vorteile. Der Funfaktor steht im Vordergrund, und der Elektromotor unterstützt beim schnellen Vorwärtskommen. Die E-MTBs sind mit den gleichen Komponenten wie nicht motorisierte Mountainbikes ausgestattet. Der Akku reicht je nach Streckenführung für eine Strecke von 30 bis 60 km. Das E-Bike ist ideal für Personen, die nicht mehr über ausreichende Fitness verfügen oder den eigenen Spaß maximieren möchten. Statt nur einmal zum Traileinstieg zu pedalieren, kann man mit dem E-MTB dieselbe Strecke mehrmals zurücklegen.
E-Hardtail oder E-Fully?
Ein Hardtail E-Mountainbike eignet sich für Fahrten auf befestigten Straßen und moderaten Trails. Vorteile sind der geringere Preis, die bessere Kraftübertragung und der geringere Pflegeaufwand. Ein Fully E-Mountainbike bietet sich an, wenn man hauptsächlich auf unbefestigten Wegen und im gröberen Gelände unterwegs ist. Durch die Federelemente hat man eine bessere Traktion und Stabilität.
Laufradgröße
26 Zoll Laufräder haben ausgedient und wurden durch 27,5 Zoll Laufräder ersetzt, welche vor allem an Abfahrtsorientierten E-Mountainbikes zu finden sind. 29 Zoll Laufräder eignen sich für längere Touren und Cross-Country Rennen.
Kosten
Der Preis eines E-Mountainbikes richtet sich nach den Ansprüchen und den verbauten Komponenten. Einsteiger E-MTBs beginnen um die 1500-1800 Euro, Mittelklasse E-MTBs kosten ca. 2500 Euro für ein E-Hardtail und ca. 3500-4000 Euro für ein E-Fully. High-End E-Hardtails erhält man ab 3500 Euro, E-Fullys ab ca. 4500 Euro.
Antrieb
Der Mittelmotor hat sich als beste Position für den Elektroantrieb etabliert. Die drei am häufigsten verbauten Antriebe sind Bosch Performance Line CX, Shimano Steps E8000 und Yamaha PW-SE.
Reichweite
Die Reichweite hängt von der Akkukapazität, der Leistung des Motors und dem Fahrmodus ab. Große 500 Wh Akkus erreichen heutzutage Reichweiten von um die 140 Kilometer in der Ebene. Die nutzbare Kapazität eines Akkus verringert sich bei sehr kalten Temperaturen. Das Fahrergewicht spielt ebenfalls eine Rolle.
Sicherheit
Durch das hohe Gewicht und die hohen Geschwindigkeiten sind E-Biker häufig in schwere Unfälle verwickelt. Ein Helm gehört zur Pflichtausstattung. Fahrtechnikkurse sind für E-MTB Neulinge empfehlenswert.
BIKE-Test von E-Mountainbikes
BIKE hat acht Highend-E-MTBs der Saison 2025 getestet. Die Federwege liegen bei 150 bis 160 Millimetern. Bei den Motoren ist Bosch stark vertreten. Die Reichweite variiert je nach Akku. Das Gewicht variiert ebenfalls stark. Die Ausstattung reicht von mäßig bis edel.
Das Cube Stereo Hybrid One44 SLT punktet mit unkompliziertem Handling und einem reichweitenstarken Akku. Außerdem glänzt das SLT mit der besten Ausstattung im Test und einem hohen Maß an Servicefreundlichkeit.
| E-Mountainbike | Motor | Akkukapazität | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Specialized S-Works Turbo Levo 4 | S-Works-3.1 | 700 Wh+ | ~22 kg | 10.000€+ |
| Simplon Rapcon E-Pinion | Pinion-MGU-E1.12 | 708 Wh+ | 26.3 kg | ~8.000€ |
| Cube Stereo Hybrid One44 SLT | Bosch CX | 800 Wh | ~23 kg | 8.000€+ |
| Telefunken Aufsteiger M925 | Mittelmotor | ~500 Wh | 24 kg | 1383€ |
| Eleglide M2 | Hinterradmotor | 540 Wh | 22 kg | 799€ |
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