Das Motorradmuseum auf der Hedwigshöhe in Ehrenberg, gelegen im Herzen des malerischen Elbsandsteingebirges, ist eine liebevoll zusammengestellte Sammlung historischer Motorräder verschiedenster Hersteller. Sten, der stolze Inhaber des Hedwigshofes, und Frank Kirschner, der ehemalige Eigentümer der Hedwigshöhe, sind die Männer hinter dieser beeindruckenden Kollektion. Schon seit ihrer frühesten Jugend haben sie eine tiefe Begeisterung für alles, was einen Motor hat - vom Mofa bis zum schweren Motorrad. Mit viel Liebe zum Detail und unermüdlichem Einsatz wurde jedes einzelne Fahrzeug in der Sammlung restauriert, einige mit mehr, andere mit weniger Aufwand.
Mit dem Kauf des denkmalgeschützten Hedwigshofes konnte Sten sich einen lang gehegten Traum erfüllen: genug Platz zu haben, um ein Museum für seine alten Motorräder zu schaffen. Und es ist nicht nur ein Museum, sondern ein Ort, der die Geschichte und Kultur des Motorradfahrens zelebriert. Der Ausstellungsraum bietet eine Vielzahl von Exponaten, darunter seltene Seitenwagen und sogar eine manuelle Benzinzapfanlage. Ein großer Bollerofen sorgt für Wärme und Gemütlichkeit und für Bikertreffen steht ein großer Tisch mit Stühlen bereit. Hier kann man sich treffen, Geschichten austauschen und die Leidenschaft für das Motorradfahren teilen.
Das Motorradmuseum auf der Hedwigshöhe ist mehr als nur eine Sammlung von Motorrädern. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Wertschätzung für die Geschichte und Kultur des Motorradfahrens. Hier wird die Leidenschaft für Motorräder in all ihren Facetten gelebt und gefeiert. Ein Muss für jeden Motorradliebhaber!
Die Anfänge des Motorrads mit Seitenwagen
Der langjährige Autor Martin Franitza, welcher Autor vieler Beiträge zum Thema Motorräder mit Seitenwagen ist, schreibt 1986 in seiner Publikation Seitenwagen und Gespanne 1905 bis 1985: „Das Konzept des Seitenwagens ist so alt wie das Motorrad. Die ersten Seitenwagen tauchten gegen Ende des letzten Jahrhunderts [d.h. des 19. Jhdt., Anm. d. Verf.] in Frankreich auf. Monsieur Bertoux montierte seine Erfindung allerdings noch an Fahrräder, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine motorisierten Zweiräder gab“.
Die Frage ist daher, warum Menschen entweder links oder rechts ein zusätzliches drittes Rad an die mit Motor betriebenen Konstruktionen bauten und billigend in Kauf nahmen, daß sich die Fahreigenschaften um einiges Richtung asymmetrisches Fahrverhalten verschlimmerten. Oder salopp gefragt: Warum tun sich Menschen so etwas an? Das Auto war als Transport- und Fortbewegungsmittel noch nicht verbreitet, da kamen bereits Menschen auf die Idee, bei motorisierten Zweirädern einen Vorsteckwagen mit Korbgeflecht anzubringen. Aus der Idee dieser Konstruktion heraus entwickelten eifrige Tüftler schließlich die tollkühnen Seitenwagen für Motorräder, welche bis in die heutige Zeit eine große Anhängerschaft begeistern.
Die ersten deutschen Motorräder mit Seitenwagen waren also lediglich Kopien ihrer englischen Vorbilder. Im Jahr 1903 wurden die ersten - dem Verständnis von heute entsprechend - richtigen Seitenwagen durch die Gebrüder William John und Sidney Charles Graham in Großbritannien an Motorräder montiert. Nur wenige Zeit später setzten auch die Gebrüder Beißbarth in Süddeutschland sowie kurz darauf die NSU Motorenwerke in Neckarsulm dieses Konzept um.
Heute bezeichnen wir Gespanne als Motorräder mit Seitenwagen, die mehr oder weniger schnell voneinander trennbar sind, jeweils über eine eigene Karosserie verfügen und im Grundtyp das dritte Rad seitlich angebracht haben. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. So gibt es mittlerweile auch Seitenwagen mit zwei hintereinanderlaufenden Rädern und im Sportbereich besteht die Verkleidung aus einem Kunststoftteil, das übergestülpt wird.
Motorräder mit Seitenwagen in der DDR
In der DDR gehörten bis 1990 MZ (Zschopau), aber auch Pannonia (Ungarn) und Jawa (Tschechoslowakei) Motorräder mit Seitenwagen zum normalen Straßenbild in Stadt und Land. Dies zeigen verschiedene Postkartenmotive, Zeitschriftendeckblätter und auch Sequenzen aus DDR Fernsehproduktionen, bei denen immer wieder wie selbstverständlich Gespanne auftauchten. Eine derartig hohe Frequenz dieser Fahrzeuge im Straßenbild würde heutzutage für Verwunderung sorgen. Der bzw. die Gespannfahrerin von heute ist und bleibt Exotin.
Weltberühmte Unternehmen wie Steib Metallbau aus Nürnberg, welches bis 1989 existierte, stellten ihre Seitenwagenproduktion in den 1960er Jahren ein. Der bis zur Schließung 1969 produzierende älteste deutsche Seitenwagenhersteller KALI (Kurzwort des Familiennamens des Unternehmers Hugo Kalinowski) in Oberursel (Taunus) stellte schließlich ebenfalls seine Produktion aufgrund mangelnder Nachfrage ein. Und schlussendlich musste im Jahr 1990 auch der seit 1920 in Leipzig bestehende und seit 1925 mit Motorradseitenwagen beschäftigte Betrieb Fahrzeugbau Stoye Leipzig die Produktion einstellen und wurde durch die Treuhand an einen Autohändler verkauft.
Aktuell sind in der Bundesrepublik ca. 40.000 Motorräder mit Seitenwagen angemeldet. Für das Motorrad mit dem dritten Rad an der Seite gibt es verschiedene Bezeichnungen. Die gängigsten sind: Motorrad mit Beiwagen bzw. Seitenwagen - die Gesamtkonstruktion nennt sich Gespann oder Motorradgespann.
In der 1949 entstehenden DDR gab es nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst noch mehrere Firmen, welche Seitenwagen bauten, bevor bedingt durch Verstaatlichung und Konzentrierung von Produktionsstandorten schließlich lediglich Stoye Fahrzeugbau in Leipzig übrigblieb. So zum Beispiel die Firma HTH - Hans Tautenhahn Hartenstein in Sachsen, welche als Karosseriebaubetrieb von 1924 bis ca. Mitte der 1970er Jahre zunächst Kleinwagen, Telegabeln für Motorräder und Behindertenfahrzeuge sowie Seitenwagen in verschiedensten Formen unter anderem in Anlehnung an Stoye Modelle baute.
Ein weiterer Hersteller von Seitenwagen in der DDR war Gerhard Wolff in Dresden, welcher seine aus Aluminium gefertigten äußerlich sehr ungewöhnlichen Seitenwagenboote auf einen Niederflurrahmen setzte. Zu dem Seitenwagenhersteller Walter Wünsche in Pirna-Copitz liegen unterschiedliche, teils sich widersprechende Darstellungen vor. Etwa zwischen 1951 und 1965/1966 baute man dort unterschiedliche, erst aus Stahlblech und später aus Aluminium gefertigte Seitenwagen mit Holzboden. Vorgesehen waren die Seitenwagen für 350 ccm starke Jawa Motorräder (Tschechoslowakei). Sie ließen sich aber auch an MZ, EMW und AWO montieren.
Zwischen 1951 und 1959 produzierte der VEB (K) Metallbearbeitung (Berlin) Falkensee (kurz MBF. Laut einem Dewag Prospekt von 1951 auch VEB (K) Metallindustrie Staaken, Staaken Feldstraße 7) Seitenwagen für leichte Motorräder bis 350 ccm Hubraum. Auch Renn- und Geländeseitenwagen sollen laut Karl Reese (2011) im Programm gewesen sein.
Stoye Fahrzeugbau Leipzig
Der bedeutendste und neben Watsonian (Großbritannien) und Steib (Nürnberg) weltweit am längsten produzierende Hersteller von Motorradseitenwagen war die Firma Walter Stoye Fahrzeugbau (später Werk IV des Motorradhersteller MZ) in Leipzig. Begonnen hatte der Firmengründer Walter Stoye 1920 mit einer kleinen Reparaturwerkstatt für verschiedenste Maschinen und Fahrzeuge. Mit dem begeisterten Motorradgespannrennfahrer und Geschäftsmann Johannes „Hans“ Mittenzwei an seiner Seite wurden ab ca.
In den späten 1930er Jahren gab es bei Stoye Fahrzeugbau Seitenwagen unterschiedlicher Preisklassen und Anforderungen. Günstige Seitenwagen wie der VS Leicht (165 RM) konnten an die steuerfreien Motorräder bis zu 200 ccm angebracht werden. Weitere Modelle im 1937er Prospekt sind HS und TS Standard aus Stahlblech, TS und HS Luxus, AS Standard (den AS Luxus gab es mit Schwingachsfahrgestell), das Topmodell - den geschlossenen LS Luxus (425 RM) und schließlich auch Geländeseitenwagen (HS und KS Gelände) sowie verschiedene Transportseitenwagen (in den Ausführungen Leicht, Standard und Luxus). Und auch im Bereich Zubehör bot man bei Stoye einige nützliche Erweiterungen an. So zum Beispiel ein Allwetterverdeck, einen Kindersitz und einen sogenannten Lim(o)usinenaufsatz für das LS Luxus Modell.
„Stoye Seitenwagen - ein Begriff von Qualität und fortschrittlicher Konstruktion“ titelte man schließlich auf dem 1937er Prospekt selbstbewusst. Bereits Ende der 1920er Jahre befand sich im Zentrum Leipzigs in der Moritzstraße 3 (der heutigen Manetstraße) eine Verkaufsstelle mit kleinem Schaufenster.
Nachdem die Produktion in der Kochstraße an ihre Grenzen gestoßen war, erfolgte 1928 der Umzug in die Leutzscher Straße 14 (der heutigen William-Zipperer-Straße, Stadtteil Alt-Lindenau) im Leipziger Westen. Doch war auch dort bald die Kapazität erschöpft und Anfang der 1930er Jahre erfolgte deshalb ein weiter Umzug in den Standort im Dösner Weg 19, wo bis zur Kriegszerstörung im Dezember 1943 insgesamt 60 Mitarbeiter die Produktion aufrecht erhielten. Nach der vollständigen Zerstörung zog die Produktion in das ebenfalls von Kriegseinwirkungen zerstörte Gebäude in der Lindenthaler Straße 65 in Leipzig-Gohlis um. Die Anhängerproduktion für die Wehrmacht musste aufgrund fehlender Spezialmaschinen ausgesetzt werden. Laut den Erinnerungen von Johannes Mittenzwei wurde die Karosserieproduktion für den Heeresseitenwagen kurzerhand nach Markranstädt zur Firma MAF ausgelagert.
Nach dem Ende des durch Deutsche begonnenen Zweiten Weltkriegs ergab sich mehr oder weniger durch einen Zufall eine günstige Gelegenheit für den zukünftigen Absatz von Stoye Seitenwagen aus Leipzig. Johannes Mittenzwei kannte den berühmten Rennfahrer Paul Greifzu, welcher wiederum bei der gerade neu gegründeten Sowjetischen Aktiengesellschaft AWTOWELO (Suhl) einen gewissen Einfluss hatte. In Suhl wurde ab 1950 das neu entwickelte Viertaktmotorad AWO T gebaut. Dieses war seitenwagentauglich und schließlich konnte man den Generaldirektor Gawrilow davon überzeugen, dass eine Kombination des Stoyemodells SM mit diesem 12 PS Motorrad gewinnbringend sei. Ein erster großer Auftrag nach Kriegsende konnte somit gesichert werden.
Der SM bzw. SML Serie folgte a... Der Rosenheimer Ferdinand Staudhammer restauriert aktuell eine BMW R35 - Ein Motorrad mit Geschichte: die BMW R35 - gebaut zwischen 1945 und 1955. Der Oldtimer von Ferdinand ist Baujahr 1952. Mit diesem Motorrad zu fahren, ist ein besonders Fahrgefühl - für den Fahrer ebenso wie für den Beifahrer im Beiwagen. Derzeit wird der Oldie wieder auf Vordermann gebracht. Entdeckt hat das Nachkriegsmotorrad Ferdinands Opa im Jahr 1996. Es fährt nach wie vor ohne Probleme. Aber ab und an muss dann doch etwas getan werden, um es weiter fahrtauglich zu halten. Wie es sich damit fährt? „Wesentlich schwieriger als mit einem neuen Motorrad“, erzählt Ferdinand.
Zur Geschichte der BMW R35: Die Maschinen galten als sehr robust. Insgesamt wurden rund 15600 Maschinen in München gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die BMW R 35 in der DDR in Eisenach von der sowjetischen „Awtovelo BMW /SAG“ bis 1952 mit dem BMW Markenzeichen weitergefertigt. Danach wurde daraus EMW. Ferdinands Oldtimer gehört also zu den letzten Motorrädern dieses Modells, die noch das Emblem BMW tragen. Der Vorbesitzer hat das Gefährt zum Beförderung von Kohle verwendet.
In einer von ihm 1920 gegründeten mechanischen Werkstatt zur Reparatur von Maschinen und Fahrzeugen aller Art begann Walter Stoye 1925, zunächst auf Kundenwunsch, in der Kochstr. 134 mit der Reparatur, dem Umbau bzw. der Verbesserung von Seitenwagen die ihm Kunden anlieferten. Aus diesen Erfahrungen entstanden schnell die ersten eigenen Seitenwagen die zunächst auch nach Kundenwunsch hergestellt wurden. Zu dieser Zeit begann auch die enge Zusammenarbeit mit J. Mittenzwei, der die Firma zunehmend nach außen vertrat.
Bei Motorradfirmen, Vereinen und zu Sportveranstaltungen an denen er selbst mit seiner Frau im Beiwagen erfolgreich teilnahm, warb Mittenzwei für STOYE- Seitenwagen und brachte von dort ständig neue Erkenntnisse und Anforderungen mit. Stoye war ein sehr einfallsreicher Konstrukteur (von 1928 bis 1965 ca. 15 Patente und Gebrauchsmuster, die teilweise noch heute verwendet werden), aber auch ein geschickter Mechaniker. Er setzte neue Erkenntnisse sehr schnell in seinen Seitenwagenkonstruktionen um und hat so stets technisch fortschrittliche, aber gleichzeitig auch qualitativ hochwertige und formschöne Seitenwagen gebaut .
Ende der Zwanziger und vor allem in den Dreißiger Jahren konnten dadurch wiederum von Mittenzwei und zunehmend von den mit Seitenwagen belieferten großen deutschen Motorradherstellern und deren Werkssportfahrern mit STOYE-Gespannen viele internationale Wettbewerbe (z.B. Internationale 6-Tagefahrten 1932 bis 1938, u.v.a.) gewonnen werden. Aus diesen erfolgreichen Konstruktionen wurden insgesamt ca. 300 verschiedene Seitenwagenmodelle, aber auch Anhänger für Pkw und Motorradgespanne oder -roller (Campi) entwickelt bzw. hergestellt.
Mehrere andere Seitenwagenhersteller fertigten mit oder teilweise auch ohne offizielle Zustimmung von STOYE nach dessen Konstruktionen im In- und Ausland eigene Seitenwagen in Lizenz. Nach der völligen Zerstörung der Gebäude des 3. Firmenstandortes Dösner Weg am 4.12.1943 erfolgte ab 1944 der Umzug in die Lindenthaler Str. in Gohlis. Die auch hier stark beschädigten Gebäude wurden wieder aufgebaut und die Produktion mit aus den Ruinen am Dösner Weg geborgenen Teilen und damit Seitenwagen aus dem Vorkriegsprogramm langsam wieder aufgenommem.
Durch einen von Paul Greifzu vermittelten Kontakt zum sowjetischen Generaldirektor der SAG AWTOWELO in Suhl bekam die Fa. STOYE die Gelegenheit, für die neuentwickelte AWO 425 den Seitenwagen für ein neues Gespann vorzustellen. Das ebenfalls neuentwickelte Modell „SM“, fand die Zustimmung des Generaldirektors Gawrilow. Damit begann in Gohlis wieder in großen Stückzahlen die Seitenwagenfertigung, zunächst für AWTOWELO/SIMSON, indirekt EMW, später auch MZ. Stoye entwickelte weitere Modelle, z.B. den weltweit ersten speziell für die damals neuen Langschwingenfahrwerke der SIMSON SPORT und MZ ES konstruierten „ELASTIK“.
1962 wurde dieser weiterentwickelt zum „SUPERELASTIK“ und auch nach der Enteignung Stoyes 1972 bis zur Einstellung der Seitenwagenfertigung 1990 fast unverändert produziert. Insgesamt wurden allein zwischen 1950 und 1990 ca. 150.000 Seitenwagen, ab 1962 mit beginnender Verstaatlichung auch Ersatzteile und Baugruppen für MZ-Motorräder, hergestellt, seit 1972 als „WERK IV“ von MZ. STOYE war damit - neben Watsonian in England - der am längsten produzierende Seitenwagenhersteller der Welt.
2011 wurde, nach intensiver Recherche in der STOYE-Geschichte, mit dem Aufbau eines Archives und Museums begonnen.
Bekannte Hersteller von Motorrädern mit Seitenwagen
Simson
Simson ist ein Name, der tief in der Historie der Motorradindustrie verankert ist. Der Ursprung des Unternehmens reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die Brüder Löb und Moses Simson 1856 einen Anteil an einem Thüringer Stahlhammer übernahmen und auf dieser Grundlage die Firma „Gebrüder Simson“ gründeten.
Das Unternehmen, das ursprünglich in der thüringischen Stadt Suhl ansässig war, durchlief im Laufe der Jahre mehrere Umstrukturierungen und Umbenennungen. Die Geschichte von Simson ist dabei eng mit der Geschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert verknüpft und zeichnet das typische Bild des Aufstiegs und Falls einer jüdischen Unternehmerfamilie in dieser Zeit.
Im Jahr 1952 wurde der „VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl“ gegründet, der später in das IFA-Kombinat integriert wurde. Das Unternehmen produzierte eine Vielzahl von Fahrzeugen, darunter auch das erste motorisierte Simson-Fahrrad, die BSW 98, das 1936 auf den Markt kam. Es war mit einem 98ccm Motor von Sachs ausgestattet und verfügte über handgeschaltete 2 Gänge.
Trotz der turbulenten Geschichte hat sich Simson zu einem wahren Kult unter den Retro-Motorräder entwickelt. Die Marke steht für Qualität, Langlebigkeit und ein unverwechselbares Design, das bis heute viele Motorradliebhaber begeistert.
Heute erinnern Museen und Sammlungen an die Geschichte von Simson und halten das Erbe des Unternehmens lebendig. Die Fahrzeuge von Simson sind nicht nur ein wichtiger Teil der deutschen Industriegeschichte, sondern auch ein Symbol für die Leidenschaft und das Engagement der Menschen, die hinter ihrer Herstellung standen.
- SR50 - Simson: Baujahr: 1988 I Hubraum: 49,9ccm I Leistung in kW: 2,7
- S 51 B - Simson: Baujahr: 1980 I Hubraum: 49,9ccm I Leistung in kW: 2,7
- AWO 425 Sport - Simson: Baujahr: 1959 I Hubraum: 247ccm I Leistung in kW: 10,3
- DUO - Simson: Baujahr: 1969 I Hubraum: 49,9ccm I Leistung in kW: 2,65
- SR1 - Simson: Baujahr: 1954 I Hubraum: 48ccm I Leistung in kW: 1,1
- SR2 E - Simson: Baujahr: 1964 I Hubraum: 47,6ccm I Leistung in kW: 1,5
- AWO 425 Sport - Simson mit Wünsche Seitenwagen: Baujahr: 1958 I Hubraum: 247ccm I Leistung in kW: 10,3
MZ
MZ, die Abkürzung für Motorenwerke Zschopau, war ein renommierter deutscher Motorradhersteller in Zschopau, Sachsen. Die Geschichte von MZ ist reich an Erfindungsreichtum und Ausdauer und erstreckt sich über fast ein Jahrhundert.
Die eigentliche Motorradproduktion in Zschopau begann 1922 unter der Marke DKW. Das erste Motorrad war das „Reichsfahrtmodell“ mit einem 148 ccm Zweitaktmotor. 1928 übernahm DKW das Audi-Werk in Zwickau und wurde 1929 zum größten Motorradhersteller der Welt, mit einer Produktion von 60.000 Motorrädern.
1952 wurde das Unternehmen in den VEB Motorradwerk Zschopau umfirmiert und begann, alle seine Motorräder mit dem Kürzel MZ zu kennzeichnen. In den 1950er Jahren begann MZ mit der Produktion von Rennmaschinen.
MZ war der einzige Motorradhersteller in der DDR und verschaffte neben dem Hersteller Simson, hunderttausenden von DDR-Bürgern Mobilität. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands begann eine neue Ära für MZ. Am 01.07.1992 wurde die Motorrad- und Zweiradwerk GmbH, kurz MuZ, unter Petr-Karel-Korous gegründet. Trotz vieler Herausforderungen, einschließlich der Schließung der Produktionsstätten 2008, lebte die Marke MZ weiter und blieb immer eine oft totgesagte Traditionsmarke. Die endgültige Schließung erfolgte jedoch im Jahr 2016, was das Ende einer Ära bedeutete.
Insgesamt ist die Geschichte von MZ eine Geschichte von Innovation, Anpassungsfähigkeit und Ausdauer. Es ist eine Marke, die trotz aller Widrigkeiten weiterlebte und einen wichtigen Teil des deutschen und internationalen Motorraderbes darstellt.
- ETS 150 - MZ: Baujahr: 1972 I Hubraum: 143ccm I Leistung in kW: 8,45
- ETZ 250 - MZ: Baujahr: 1982 I Hubraum: 243ccm I Leistung in kW: 15,5
- RT 125 / 2 - MZ: Baujahr: 1958 I Hubraum: 123ccm I Leistung in kW: 4
- ES 300 - MZ: Baujahr: 1962 I Hubraum: 293ccm I Leistung in kW: 13,6
Auto Union
DKW KS 200 - Auto UnionBaujahr: 1938 I Hubraum: 198ccm I Leistung in kW: 5 Die DKW KS 200 ist ein historisches Motorradmodell, das von der Auto Union im DKW-Stammwerk in Zschopau von 1936 bis 1940 produziert wurde. DKW war eine der vier Firmen, die 1932 die Auto Union bildeten und somit zu einem Vorläufer des modernen Audi wurde. Dieses Motorradmodell ist mit einem 198 ccm Zweitaktmotor ausgestattet. Der „DKW - Startvorgang“ ist ein klassisches Merkmal der beeindruckenden Maschine und mit ihren 63 x 64 mm Bohrung und Hub bietet sie eine überdurchschnittliche Leistung für ihre Zeit. Die DKW KS 200 ist bekannt für ihr markantes Design und ihre robuste Bauweise. Sie wurde während einer Zeit hergestellt, in der der Zweite Weltkrieg die Produktion von Motorrädern stark beeinflusste.
JAWA
JAWA ist ein renommierter Motorradhersteller, der 1929 von František Janeček in Prag, Tschechoslowakei, gegründet wurde. Der Name JAWA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Janeček und Wanderer zusammen, einer Firma, deren Lizenz zur Motorradproduktion Janeček erwarb.
Ursprünglich war das Unternehmen eine Munitions- und Waffenfabrik, die Janeček in eine Motorradproduktionsstätte umwandelte. Im Jahr 1929 wurde das erste JAWA-Motorrad vorgestellt.
JAWA hat sich im Laufe der Jahre als eine Weltmarke etabliert und gilt als ein tschechischer Exportschlager. Trotz der turbulenten Zeiten des Zweiten Weltkriegs und der nachfolgenden Veränderungen in der politischen Landschaft setzte JAWA seine Produktion fort und erweiterte sein Sortiment.
Heute produziert JAWA weiterhin Motorräder und Mopeds und hat sich einen Ruf für die Herstellung zuverlässiger und leistungsstarker Maschinen erarbeitet. Die Marke JAWA bleibt ein fester Bestandteil der Motorradgeschichte und -kultur.
- JAWA 350 - Jawa: Baujahr: 1974 I Hubraum: 344ccm I Leistung in kW: 13
Dnepr
Dnepr ist eine historisch... Überwiegend ist Leipzig als Buch-, Universitäts- und Messestadt bekannt und wird oft für seine (Klein-) Kunst und Kultur gelobt. Durch die Lage an der Kreuzung der beiden größten Handelsstraßen des Mittelalters - Via Imperii und Via Regia - welche die europäischen Städte verbanden, wurde die Stadt quasi das Zentrum des Austauschs zwischen Ost- und West- bzw. Nord- und Südeuropa.
Zusammenfassung
Die Geschichte der EMW Motorräder mit Beiwagen ist ein faszinierendes Kapitel der deutschen Industriegeschichte. Von den Anfängen des Motorrads mit Seitenwagen bis zur Produktion in der DDR haben diese Fahrzeuge eine wichtige Rolle im Straßenbild gespielt und viele Menschen mobil gemacht. Die Firma Stoye Fahrzeugbau in Leipzig war dabei einer der bedeutendsten Hersteller von Seitenwagen weltweit. Auch heute noch erfreuen sich diese historischen Motorräder großer Beliebtheit bei Sammlern und Liebhabern.
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