Viel trinken ist wichtig - vor allem auf anstrengenden Bikepacking-Touren! Darum gehört die Trinkflasche immer ins Gepäck bzw. ans Fahrrad. Doch welche Flaschen empfehlen sich wirklich? Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf ultra-leichten Kunststoff; andere Radler bevorzugen die Robustheit von Metall - und wieder andere ersetzen ihre Flasche durch einen Trinkrucksack mit Blase und Schlauch. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, die ich im folgenden Artikel präsentiere. Auch Exoten wie die Keego-Flaschen aus Titan werden vorgestellt. Anschließend zeige ich dir, was es bei der Reinigung von Trinkflaschen zu beachten gibt.
Allgemeines über Fahrrad Trinkflaschen
Fahrrad-Trinkflaschen dürften so alt sein wie der Radsport selbst. Die ersten Varianten - damals noch „Bidons“ genannt - hatten jedoch wenig mit den Ultraleicht-Flaschen von heute zu tun. Sie bestanden aus Metall, besaßen einen simplen Verschluss und waren eher klobig. Doch schon damals versuchten Radler, das Trinken während der Fahrt so komfortabel wie möglich zu gestalten. Alte Schwarz-Weiß-Fotos zeigen: Halterungen für Trinkflaschen wurden bereits vor 100 Jahren eingesetzt.
Heute gibt es Fahrrad-Trinkflaschen in allen erdenklichen Ausführungen: etwa aus Plastik, Aluminium, Edelstahl und sogar Titan; bunt bedruckt oder transparent; mit einfachem Drehverschluss oder einem ausgeklügelten Aufsatz zum Trinken. Dazu kommen verschiedenste Halterungen, mit denen sie am Fahrrad befestigt werden können.
Auswahlkriterien für den Kauf einer Trinkflasche
Größe
Fahrradflaschen werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Am häufigsten jedoch finden sich die folgenden drei Varianten:
- 0,5 Liter
- 0,7 Liter
- 1 Liter
Welche du wählen solltest, hängt ganz von deinen Bedürfnissen ab: Fährst du lediglich Kurzstrecken? Hast du die Möglichkeit, deine Flasche regelmäßig aufzufüllen? Möchtest du möglichst viel Gewicht sparen oder suchst du gar eine Flasche für den Nachwuchs? Dann reichen 0,5 L in den meisten Fällen aus.
Zieht es dich dagegen längere Zeit in die Natur, wo der nächste Wasserhahn meilenweit entfernt ist? Hast du ohnehin genug Platz am Rahmen oder im Gepäck? Willst du möglichst autark unterwegs sein? In diesem Fall solltest du dich für 1 L entscheiden. Alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen, wählen am besten eine 0,7 L-Flasche als Kompromiss.
Natürlich gibt es auch „Exoten“ unter 0,5 oder über 1 Liter. Beachte jedoch: Für diese Flaschen eine Halterung* zu finden, ist nicht ganz einfach.
Schadstoffe
Deine Gesundheit geht vor - auch beim Trinken. Leider enthalten viele Plastikflaschen Weichmacher wie BPA. Diese stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Nicht umsonst wurde BPA für Baby-Flaschen schon verboten. Wenn der Hersteller keine Angaben macht, heißt es: „immer der Nase nach!“. Ein beißender chemischer Geruch nach dem Auspacken verheißt nichts Gutes. In diesem Fall solltest du ruhig dein Recht als Verbraucher nutzen und die Flasche zurückgeben.
Auch der Preis gibt Aufschluss: Je günstiger die Fahrradflasche, desto höher die Chance, dass schädliche Weichmacher enthalten sind. Das gilt vor allem für Produkte aus dem Nicht EU-Ausland.
Trinkverschluss / Mundstück
Der Trinkverschluss erfüllt eine doppelte Rolle: Zum einen stellt er sicher, dass die Flüssigkeit nicht ausläuft. Zum anderen sollte er sich möglichst schnell und einfach öffnen lassen - schließlich hast du beim Radfahren keine Zeit zu verschwenden. Die simpelste Variante stellt der Schraubverschluss dar. Beim Radfahren ist dieser jedoch kaum praktisch, da du zum Öffnen beide Hände brauchst. Dazu kommt die Gefahr, den Verschluss im Eifer des Gefechts zu verlieren.
Komfortabler ist da schon der Sportverschluss. Um zu trinken, ziehst du einfach das Mundstück heraus. Das geht auch mit den Zähnen. Natürlich sollte eine Schutzkappe vorhanden sein, damit das Mundstück nicht schmutzig wird. Beachte außerdem: Viele Sportverschlüsse neigen zum Tropfen. Du solltest eine entsprechende Flasche daher lieber am Rahmen statt im Rucksack transportieren.
Auslaufsichere Varianten sind unter dem Namen Jet Valve bekannt. In dieselbe Kerbe schlagen Silikonaufsätze. Diese lassen beim Ansaugen oder Quetschen der Flasche Flüssigkeit hindurch, halten ansonsten jedoch dicht. Ein weiterer Vorteil: Silikon ist lebensmittelecht. Du musst dir also keine Gedanken über Schadstoffe oder Mikroplastik im Mund machen.
Möchtest du Kleckern vermeiden? Dann empfehle ich sog. Membranverschlüsse - etwa von Jossanova. Hier kann nur Flüssigkeit austreten, wenn der Verschluss geöffnet ist und die Flasche gedrückt wird. Das heißt natürlich auch: Membranverschlüsse stehen ausschließlich für Plastikflaschen bereit.
Zu guter Letzt gibt es Verschlüsse mit integriertem Strohhalm - praktisch, wenn du beim Trinken den Blick auf die Straße richten möchtest. Kombiniert wird der Strohhalm mit einem sog. Big Bite-Ventil. Um zu trinken, beißt du einfach auf das Ventil. Auch hier sollte aus hygienischen Gründen eine Schutzkappe vorhanden sein.
Isolierfunktion
Isolierflaschen* - etwa von Thermos - kennt wohl jeder. Sie halten kalte Getränke kalt und warme Getränke warm. So kannst du z. B. einen heißen Kaffee auf der Fahrt genießen oder dein Wasser vor der Hitze des Sommers schützen. Komfortabel ist die Isolierfunktion auf jeden Fall! Beachte jedoch: Die Flasche muss dafür eine doppelte Wand besitzen - und dies erhöht das Gewicht.
Außerdem bist du beim Material eingeschränkt. Isolierflaschen aus Plastik sind nach wie vor selten und halten die Temperatur weniger lang als Metallflaschen. Um Getränke zu kühlen, können sie ausreichen. Möchtest du jedoch heiße Getränke mitnehmen, empfehlen sich Edelstahl und Aluminium.
Aussehen
Die Optik deiner Trinkflasche ist weitgehend Geschmackssache. Ob das gute Stück weiß, schwarz oder kunterbunt ist, spielt keine Rolle - mit einer Ausnahme: Wer schnell sehen möchte, wie viel Wasser noch vorhanden ist, sollte ein transparentes Modell wählen. Auch eine Skalierung schadet nicht. So kannst du die Flasche beim Kochen als Messbecher verwenden.
Flaschenhalter
Natürlich könntest du deine Trinkflasche einfach im Rucksack verstauen. Das hat jedoch den Nachteil, dass du sie jedes Mal hervorkramen musst. Außerdem nimmt die Flasche Platz ein - und wie wir wissen, ist Platz beim Bikepacking immer begrenzt! Findige Radler machen ihre Flasche daher direkt am Fahrrad fest. Das geht auf mehrere Arten:
Zum einen kannst du klassische Trinkflaschenhalter verwenden. Diese werden in das Rahmendreieck geschraubt. Je nach Hersteller und Rahmengeometrie gibt es unterschiedlich viele Möglichkeiten, die Flaschenhalter zu befestigen. Flaschenhalter zum Schrauben gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Von ultraleichtem Carbon, über Alu, bis hin zu Stahl sind fast alle gängigen Materialien vertreten.
Zum anderen könntest du einen Harness (Halter) an die Gabel schrauben und deine Flasche dort transportieren. Straps sorgen für sicheren Halt, und wenn du die Flasche gerade nicht brauchst, lässt sich der Harness auch für eine Gabeltasche nutzen.
Ohne Extra-Gestell kommt das Fidlock Twist System* aus. Es besteht aus zwei Teilen: dem Flaschenaufsatz und einer Halterung an der Gabel (oder Rahmen). Dank Kombination aus magnetischem und mechanischem Verschluss kannst du die Flasche blitzschnell abnehmen.
Doch was ist, wenn du keine Löcher in die Fahrradgabel bohren willst - etwa, weil sie aus Carbon besteht? Auch dann gibt es Lösungen. Mithilfe von Gurten, Zug- und Klettverschlüssen hält die Flasche an Gabel oder Unterrohr. Du kannst die Position ganz nach Belieben verändern. Erwarte jedoch keinen bombenfesten Sitz! Wenn es holprig wird, sind Schraub-Lösungen immer noch die bessere Wahl.
Preis
Fahrradflaschen gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen: vom Werbegeschenk für 2 Euro pro Stück bis zur hochwertigen Designer-Flasche für 50 Euro oder mehr. Dabei sind mehrere Kriterien ausschlaggebend:
- Größe: Große Flaschen benötigen mehr Material und sind daher logischerweise teurer als kleine - wenn man die übrige Ausstattung nicht berücksichtigt.
- Material: Plastik ist im Schnitt günstiger als Aluminium und Edelstahl. Am oberen Ende rangiert das High Tech-Material Titan.
- Verarbeitung: Undichte Verschlüsse, Farbe, die schon nach dem ersten Spülgang abblättert und schädliche Weichmacher im Plastik - mit diesen Begleiterscheinungen musst du rechnen, wenn du eine Billig-Flasche kaufst. Für hochwertige Verarbeitung zahlst du mehr.
- Flaschenhalter: Wird eine Halterung mitgeliefert, erhöht sich natürlich der Preis. Trotzdem kannst du meist sparen, wenn du Flasche und Halterung nicht einzeln, sondern im Set kaufst.
- Extras: Isolierfunktion, Titanbeschichtung, aerodynamisches Design oder gar ein integrierter Wasserfilter - diese und weitere Extras treiben den Preis nach oben. Du solltest daher gut überlegen, ob du sie wirklich brauchst.
Arten von Fahrradflaschen
Kunststoff-Flaschen
Viele Bikepacker nehmen heute Kunststoff-Flaschen mit auf Tour - und das verwundert nicht. Kunststoff (oder Plastik, wenn du willst) ist nicht nur relativ günstig, sondern auch leichter als Metall und garantiert bruchfest. Ein weiterer Vorteil: Plastikflaschen können quetschbar designet werden. Dies erleichtert das Trinken auf der Fahrt.
Demgegenüber stehen mehrere Nachteile: Wer seine Plastikflasche über Monate oder Jahre hinweg benutzt, wird merken: Mit der Zeit verändert sich der Geschmack. Schuld ist die raue Oberfläche, auf der sich Keime und sogar Schimmel festsetzen können - nicht besonders lecker! Einmal verkeimt, landen die meisten Flaschen auf dem Müll. Das ist umso bedenklicher, da bereits die Produktion Umweltschäden verursacht. Plastik besteht aus Erdöl, und diese Ressource muss aufwändig gefördert werden. Auch die Entsorgung wird zum Problem, da sich Mikroplastik lösen und in die Meere gelangen kann.
Apropos Mikroplastik: Auch wir nehmen diese kleinen Partikel zu uns, wenn wir aus einer Plastikflasche trinken. Die gesundheitlichen Folgen sind noch nicht ausreichend erforscht. Dazu kommen schädliche Weichmacher wie BPA, die in vielen Kunststoffen enthalten sind.
Um es kurz zu machen: Plastik-Flaschen sind alles andere als umweltfreundlich und gesund. Wer dennoch nicht auf ihre Vorzüge verzichten will, kann eine Alternative wählen: Bio-Kunststoff. Dieser besteht aus organischen Materialien wie Zuckerrohr oder Mais. Ganz ausgereift ist die Technik aber noch nicht. Bisher bestehen Probleme bei der Entsorgung, und für den Anbau des Pflanzenmaterials müssen neue Flächen erschlossen werden.
Vor- und Nachteile von Kunststoffflaschen
- Vorteile: Günstig, leicht, bruchfest, quetschbar
- Nachteile: Geschmacksveränderung, Keimbildung, Umweltbelastung, Mikroplastik, Schadstoffe
Aluminiumflaschen
Wer eine Alternative zu Plastik sucht, ist mit Aluminium gut beraten. Dieses Metall mit der Ordnungszahl 13 ist nur geringfügig schwerer als Kunststoff. Es bricht nicht, federt bei Stößen nach und hat außerdem eine geringe Wärmeleitfähigkeit. So ist es möglich, daraus isolierende Trinkflaschen herzustellen. Aluminium kann nicht rosten und präsentiert sich resistenter gegen Keime als Plastik.
Doch Vorsicht: Das Metall ist nicht 100 % lebensmittelecht. Salzige und saure Flüssigkeiten können Ionen aus dem Aluminium lösen. Bei mäßigem Konsum besteht zwar kaum Gefahr für den Körper. Wer auf Nummer sicher gehen will, füllt aber am besten nur Wasser in seine Alu-Flasche - oder kauft eine Flasche mit Beschichtung. Diese verhindert, dass sich Aluminium im Inneren löst.
Eine weitere Besonderheit: Titan kann - anders als Edelstahl oder Aluminium - flexibel gemacht werden. Das heißt, Keego-Flaschen sind quetschbar. Natürlich kommen auch Keegos nicht komplett ohne Kunststoff aus. Titan allein wäre zu anfällig für Kratzer. Darum besteht die äußere Schicht aus Plastik.
Ein „Deal Breaker“ in Sachen Nachhaltigkeit? Eher nicht. Zum Einsatz kommt recycelter Kunststoff. Außerdem handelt es sich bei Keego-Flaschen um Qualitätsprodukte, die für jahrelange Nutzung ausgelegt sind. So gleicht sich die Umweltbilanz wieder aus.
Qualität hat ihren Preis: Keego-Flaschen kosten je nach Volumen zwischen 35 und 40 Euro. Wenn du möchtest, kannst du außerdem 10 bis 20 Euro drauflegen und sie mit der Rahmenhalterung Fidlock Twist kombinieren.
Vor- und Nachteile von Keego-Flaschen
- Vorteile: Titanbeschichtung, flexibel, recycelter Kunststoff
- Nachteile: Hoher Preis
Fidguard Bottles
Selbst, wenn du deine Flasche komplett austrinkst - zurück bleibt immer ein wenig Feuchtigkeit. So können sich mit der Zeit Keime und sogar Schimmel bilden. Der Hersteller Fidlock bietet nun eine Lösung an: antibakterielle Trinkflaschen. Diese kommen ganz ohne chemische Zusätze oder eine Beschichtung aus. Stattdessen funktioniert die Anti-Keim-Wirkung physikalisch. Wie genau, verrät Fidlock nicht.
Tests zeigen aber, dass der Hersteller keine leeren Versprechungen macht: Die Flasche bleibt absolut geruchsneutral: sogar, wenn Getränke wie Cola oder Saft hineingefüllt werden. Du kannst sie außerdem in der Spülmaschine reinigen. Die Fidguard besteht aus Kunststoff - genauer gesagt aus drei verschiedenen Kunststoffen (PE, PP und TPE), die Bakterien den Kampf ansagen und die Flasche quetschbar machen. Nach Herstellerangaben kommen keine schädlichen Weichmacher zum Einsatz. Fidlock wirbt mit dem Prädikat „lebensmittelecht“.
Überraschenderweise ist die Fidguard Bottle dabei nicht einmal sehr teuer. Sie kostet je nach Fassungsvermögen (600 oder 750 ml) 10 bzw. 13 Euro. Tiefer in die Tasche musst du greifen, wenn du sie mit Fidlocks Twist-Halterung* kombinieren willst. Dann 50 Euro fällig und das Volumen beträgt 590 ml.
Vor- und Nachteile von Fidguard Bottles
- Vorteile: Antibakteriell, geruchsneutral, spülmaschinenfest, lebensmittelecht
- Nachteile: Keine
Quell Nomad Filterflasche
Deine Flasche kann noch so gut sein - wenn dir das Trinkwasser ausgeht, sitzt du auf dem Trockenen. Wie wäre es also mit einer Variante, die Wasser nicht nur lagern, sondern auch filtern kann? Der Hersteller Quell erfüllt diesen Wunsch. Integriert ist ein sog. Disruptor-Filter, der fast 100 % aller Viren und Bakterien neutralisiert. Zurück bleibt reines, trinkbares Wasser.
Ein Aktivkohle-Filter verbessert außerdem den Geschmack, während Silberionen die Flasche vor Verkeimung schützen. Natürlich gibt es Einschränkungen: Die Quell Nomad Filterflasche ist für „optisch klare“ Gewässer ausgelegt. Darunter fallen Badeseen und Gebirgsbäche - aber kein trübes Wasser. Sediment und Schlamm würden den Filter in Windeseile verstopfen. Auch Salzwasser kann er nicht reinigen.
Apropos Filter: Du musst diesen nach etwa 300-mal Durchlaufen wechseln. Das kostet zwar Geld. Da Keime und Gerüche neutralisiert werden...
Fahrrad Trinkflasche oder Sport Trinkflasche
Unterscheiden sich Fahrrad Trinkflaschen von Sport Trinkflaschen? Diese einfache Frage kann man klar mit Ja beantworten. Wäre eine normale Sporttrinkflasche in eine Fahrrad Trinkflaschenhalterung steckt, der wird das Problem haben, dass diese in der Halterung nicht einrastet. Dies hat zur Folge, dass die Trinkflasche bei Erschütterungen und einem unebenen Boden aus der Halterung heraus fliegen kann. Eine Fahrrad Trinkflasche hat daher eine Einkerbung an der Stelle, an der die Fahrrad Flaschenhalterung einen Bügel zum Reindrücken hat.
Mundstück und Öffnen der Trinkflasche
Wer auf dem Fahrrad fährt, hat meistens nur eine Hand frei und muss die Fahrrad Trinkflasche daher mit dieser aus der Trinkflaschenhalterung ziehen und diese im Anschluss zum Trinken öffnen. Ein normaler Schraubverschluss ist einhändig nur schwer zu öffnen. Im Fahrrad Trinkflaschen Test hat sich ganz klar gezeigt, dass der Verschluss zum Trinken entweder mit einer Hand geöffnet werden sollte oder dass dieser mit dem Mund geöffnet werden kann (Beißventil). Dazu werden entweder die Zähne benötigt oder das Mundstück wird kräftig mit den Lippen herausgezogen.
Kohlensäurehaltige Getränke
Bei der Wahl des Getränks kommt es ebenfalls darauf an, wofür der Verschluss bzw. die Trinkflasche geeignet ist. Nicht alle Trinkflaschen bieten die Möglichkeit, auch kohlensäurehaltige Getränke mitzuführen. Eine normale Fahrradtrinkflasche baut im Inneren einen so hohen Druck auf, dass der Deckel abfliegen kann oder sich das Mundstück explosionsartig öffnet und der Inhalt heraus sprüht. Wir gerne kohlensäurehaltige Getränke mitnehmen möchte, der sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass die Trinkflasche dafür geeignet ist.
Volumen der Flaschen
Bei den Größen kommt es ganz auf individuelle Bedürfnisse an. Trinkflaschen von 0,5 bis hin zu 1,5 Liter sind dabei auf dem Markt zu finden. Wer im sportlichen Bereich viel Leistung abruft, der hat unterwegs auch einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Auch bei längeren Radtouren über 100 km und mehr ist bei normaler Fahrweise der Flüssigkeitsverlust nicht zu unterschätzen. Wir persönlich würden Trinkflaschen unter einem halben Liter nicht mit auf unsere Tour nehmen. Der Vorteil einer großen Flasche ist, man muss diese nicht vollständig befüllen und kann sich von Fahrradtour zu Fahrradtour an die richtige Füllmenge herantasten. Selbstverständlich kann auch unterwegs mit Wasser nachgefühlt werden, dazu muss man jedoch an einer Trinkwasserquelle vorbeikommen.
Materialien der Fahrrad Trinkflaschen BPA frei?
Die unterschiedlichen Materialien haben durchaus einen Einfluss auf das Getränk. Setzt man auf Kunststoff oder PET Flaschen, sollte man dringend darauf achten, dass keine Weichmacher im Material vorhanden sind (BPA frei) und an das Getränk abgegeben werden können. Durch intensive Sonneneinstrahlung und UV Einstrahlung heizt sich das Material auf und damit auch das Getränk. Durchsichtige und dunkle Fahrrad Trinkflaschen können daher im Sommer durchaus für sehr warme Getränke sorgen. Flaschen aus Aluminium oder anderen leichten Metallen oder Legierungen können dabei eine kühlende oder auch Wärme erhaltene Wirkung aufweisen. Je besser die Reflexion der Sonne vom Inhalt der Flasche abgehalten wird, umso länger ist das Getränk im Inneren kühl. Herkömmliche Thermoskannen sind jedoch für den Einsatz im Radsport ungeeignet.
Reinigung der Trinkflaschen und Mundstücke
Die Reinigung der Fahrrad Trinkflasche ist ebenfalls ein genauso wichtiges Thema wie das richtige Material. Am Mundstück können sich schnell Bakterien und Keime ansetzen. Das Mundstück, aber auch die Flasche selbst sollte nach jedem Gebrauch gründlich entleert und gereinigt werden. Sofern die Trinkflasche für die Spülmaschine freigegeben ist, darf diese auch gerne bei hohen Temperaturen durchgespült werden.
Befestigung der Trinkflasche
Für die Befestigung und das Mitführen der Trinkflasche gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man nutzt eine Flaschenhalterung am Rahmen, nimmt die Trinkflasche in einer Fahrradtasche mit oder setzt auf eine Fahrrad Satteltasche mit einer Trinkflaschenhalterung. Die meisten Flaschenhalter werden mittels Schrauben am Rahmen befestigt. Sollte hier kein Platz mehr vorhanden sein, gibt es Modelle, die mit Riemen oder Kabelbindern befestigt werden können. Wie im Fahrradschloss Test erwähnt, können unabhängig von den Rahmenlöchern auch zusätzliche Halterplatten angebracht werden.
Fahrrad Trinkflaschen im Test
Hier ist eine Übersicht über verschiedene Fahrradtrinkflaschen und ihre Eigenschaften:
| Hersteller | BPA-Frei | Volumen | Testergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| HiLo Sport Empfehlung | Ja | 750 ml | Sehr gut | 13,99 € | Amazon |
| VAUDE Preis-Leistung: gut | Ja | 750 ml | Sehr gut | 7,29 € | Amazon |
| SIGG | Ja | 750 ml | Sehr gut | 27,68 € | Amazon |
| HilLo Isolierflasche | Ja | 600 ml | Gut | 27,99 € | Amazon |
| VAUDE | Ja | 750 ml | Sehr gut | 6,38 € | Amazon |
| Elite | Ja | 750 ml | Gut | 10,99 € | Amazon |
| Keego | Ja | 500 ml | Gut | 44,39 € | Amazon |
Weitere empfohlene Trinkflaschen
- Camelbak Podium Chill: Hält kühl, ist dicht, liegt gut in der Hand. Doppelwand-Isolierung, selbstverschließendes Jet-Valve-Ventil, TruTaste-Polypropylen mit HydroGuard (BPA-frei).
- Elite Fly Tex: Einfachheit und Effektivität, geringes Gewicht (51 g für 550 ml), herausragender Durchfluss, leicht zu quetschen, neutraler Geschmack, spülmaschinenfest.
- Zéfal Sense Soft 80: Günstig, 800 ml Fassungsvermögen, Push-Pull-Verschluss, Silikon-Mundstück, recycelbar.
- Sigg Pulsar Glacier: Ergonomisches Design, 750 ml, frei von BPA und anderen Schadstoffen.
- Fidlock Twist Single Bottle: Magnetische Halterung, selbstdichtende Membran, Schutzkappe, spülmaschinenfest.
- Hilo Sports Nature Bottle 750: Hergestellt aus Zuckerrohr, leicht zu quetschen, hoher Durchfluss.
Tipps zur Reinigung von Trinkflaschen
- Regelmäßig reinigen, um Bakterien und unangenehme Gerüche zu vermeiden.
- Am besten nach jeder Benutzung ausspülen.
- Mundstück separat reinigen.
- Bei Sport- oder Fruchtsaftgetränken: Spülmaschine (wenn vom Hersteller erlaubt) oder per Hand mit heißem Wasser.
- Alternative: Reinigungstabletten.
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